Ein Mädchen namens Atefeh Sahaaleh wurde auf den Marktplatz geführt. Sie war sechzehn Jahre alt. Ein Kran wartete. Der Richter, der sie verurteilt hatte – derselbe Mann, der auch Staatsanwalt, Mullah und Leiter der Stadtverwaltung war –, legte ihr die Schlinge selbst um den Hals.
Atefeh hatte ihre Kindheit damit verbracht, von jedem System im Stich gelassen zu werden, das sie hätte schützen sollen. Ihre Mutter starb, als sie fünf Jahre alt war. Ihr Bruder ertrank kurz darauf. Ihr Vater wurde drogenabhängig. Ab dem neunten Lebensjahr wurde sie wiederholt von älteren Männern in ihrer Gemeinde missbraucht. Als die iranische Sittenpolizei schließlich auf sie aufmerksam wurde, geschah dies nicht, um sie zu schützen. Sie sollte verhaftet werden – wegen „Verbrechen gegen die Sittlichkeit“.
Sie wurde viermal verurteilt. In ihrem letzten Prozess schrie sie den Richter an, dass sie das Opfer und nicht die Täterin sei. Protestierend riss sie sich das Kopftuch vom Kopf. Der Richter sagte später, sie habe sich „in der Öffentlichkeit entkleidet“.
Er reiste persönlich nach Teheran, um die Genehmigung für ihre Hinrichtung einzuholen. Innerhalb einer Woche kehrte er zurück. Er legte ihr selbst die Schlinge um den Hals.
Die Behörden gaben ihr Alter mit 22 Jahren an. Ihre Geburtsurkunde wies 16 Jahre aus.
Keine große Zeitung berichtete darüber. Keine internationale Organisation griff rechtzeitig ein. Der Marktplatz verstummte. Die Welt drehte sich weiter.
Eine Journalistin namens Asieh Amini hörte ein Gerücht über den Vorfall und ließ es nicht mehr los.
Asieh war in der Provinz Mazandaran im Norden Irans aufgewachsen – derselben Region wie Neka – in einer Familie von Lehrern und Lesern, in einem Haushalt, in dem Bücher und Gedichte zum Alltag gehörten. Sie hatte sich ihre journalistische Karriere Jahr für Jahr mühsam aufgebaut und sich in einem Berufsfeld behauptet, das Frauen kaum Raum bot, bis sie Redakteurin und eine Stimme geworden war, der die Menschen zuhörten. Sie lernte. Sie gab nicht auf. Sie stieg auf.
Und dann, im Jahr 2004, erhielt sie einen Hinweis auf ein Mädchen, das gehängt worden war. Asieh ging der Sache nach. Was sie aufdeckte, war nicht einfach nur die Geschichte einer Hinrichtung – es war die Geschichte eines Kindes, das jahrelang missbraucht, als Opfer verfolgt und schließlich von eben jenem Gericht hingerichtet worden war, das es hätte schützen sollen. Sie versuchte, die Geschichte zu veröffentlichen. Sie stieß auf Widerstand. Doch sie gab nicht auf, bis die Geschichte endlich gedruckt erschien.
Das war erst der Anfang.
Kurz darauf erfuhr sie von Leyla – einer jungen Frau mit der geistigen Entwicklung eines achtjährigen Kindes, die ihr Leben lang von den Menschen um sie herum ausgebeutet und missbraucht worden war und nun im Todestrakt saß, verurteilt zur Steinigung. Asieh reiste ins Gefängnis. Sie sammelte Dokumente und Zeugenaussagen. Ihre Recherchen gingen über die Grenzen Irans hinaus und erreichten Regierungen und Organisationen weltweit. Der norwegische Ministerpräsident schrieb direkt an den iranischen Präsidenten. Der internationale Druck wuchs.
Leyla erhielt ein neues Verfahren. Sie wurde aus der Todeszelle geholt und in die Obhut einer Organisation gegeben, die sie endlich schützen sollte. Sie erhielt Privatunterricht, lernte Lesen und Schreiben und war zum ersten Mal in ihrem Leben von Menschen umgeben, die ihr helfen und nicht schaden wollten. Atefeh bekam diese Chance nie. Leyla schon.
2006 erfuhr Asieh, dass Steinigungen weiterhin im Geheimen durchgeführt wurden – offiziell verboten, aber trotz des Gesetzes fortgesetzt, da manche Richter glaubten, einer höheren Instanz als dem Parlament unterstellt zu sein. Sie war Mitbegründerin der Kampagne „Stoppt die Steinigung für immer“, die sich der Dokumentation von Fällen, der Sammlung von Beweisen und der Aufdeckung dieser verborgenen Praxis widmete. Die staatlichen Medien griffen sie an. Die Behörden leugneten alles. Der Druck wuchs mit jedem Monat.
2007 wurde sie bei einer Demonstration gegen die Inhaftierung einer Mitstreiterin verhaftet. Sie verbrachte fünf Tage im Evin-Gefängnis – einer der berüchtigtsten Haftanstalten Irans –, bevor sie freigelassen wurde. Sie kehrte nach Hause zurück und schrieb weiter.
Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2009, als die Repression gegen Aktivisten zunahm und ihre Telefone überwacht und ihre Bewegungen verfolgt wurden, traf Asieh die Entscheidung, die viele iranische Journalisten und Schriftsteller treffen mussten: Sie ging.
Sie nahm ihre Tochter Ava und zog nach Norwegen. Sie begann ein neues Leben in einer Sprache, die sie nicht sprach, in einem Land, das sie nicht kannte, fernab von all den Geschichten, über die sie ihr Leben lang berichtet hatte. Sie schloss ihr Masterstudium ab. Sie veröffentlichte Bücher und Gedichte. Sie setzte ihre Menschenrechtsarbeit aus dem Exil fort, denn die Arbeit hört nicht auf, nur weil sich der Ort ändert.
Atefeh Sahaaleh war sechzehn Jahre alt. Ihr Name wäre beinahe in Vergessenheit geraten – begraben unter einem gefälschten Alter in einem Gerichtsdokument, vergessen auf einem Marktplatz im Norden Irans.
Asieh Amini entschied, dass das nicht hinnehmbar war.
Sie hätte die sicherere Geschichte wählen können – die, die weder Überwachung noch Verhaftung noch Exil nach sich zog. Stattdessen wählte sie diese. Und dann die nächste. Und die darauffolgende. Jahrelang wählte sie die Geschichten aus, die alle anderen lieber ignorierten.
So sieht es aus, wenn jemand beschließt, dass Schweigen keine Option mehr ist.
Irgendwo, eine Frau namens Leyla lernte dadurch lesen.
Und ein Mädchen namens Atefeh, dem keine zweite Chance gegeben wurde, ist nicht vergessen.
Gefunden auf und zitiert nach Red Dot
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Dennoch, zu aktuellen Debatten hier mal ein paar ganz nüchterne Fakten:
1990: Im Zuge der 2+4 Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung sichern die USA zu, keine NATO-Truppen dauerhaft in Osteuropa zu stationieren. Dabei wird nicht über den Status von Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages gesprochen.
1991: Nach einem misslungenen Militärputsch in Moskau bricht die UDSSR in 15 Einzelstaaten auseinander.
1991: In der Folge wird der Warschauer Pakt aufgelöst, dessen früheren Mitglieder sind damit bündnisfrei.
1991: Polen beantragt die Mitgliedschaft in der NATO.
1994: Im Budapester Memorandum garantiert Russland die Grenzen der Ukraine, die dafür ihre Atomwaffen abgibt.
1997: Russland stimmt in der NATO-Russland-Grundakte der NATO-Osterweiterung zu.
1999: Polen, Tschechien und Ungarn treten der NATO bei.
2004: Litauen, Lettland und Estland werden Mitglieder der NATO. Putin gratuliert den baltischen Staaten zum Beitritt und erklärt, die Russische Föderation habe hinsichtlich der NATO-Osterweiterung keine Sicherheitsbedenken.
2022: Putin nennt die NATO-Osterweiterung als Grund seiner "Militärischen Spezialoperation" gegen die Ukraine.
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05. Juni 2026
Vitamin D, Kalzium oder die Kombination beider Mittel schützen ältere Menschen offenbar kaum vor Knochenbrüchen und Stürzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im BMJ veröffentlichte Auswertung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse von Dr. Olivier Massé, Abteilung für Pharmazie, CIUSSS du Nord-de-l'Île-de-Montréal, Québec, Kanada, und seinen Kollegen.
Fast ein Drittel der Menschen ab 65 Jahren stürzt jedes Jahr. Das führt häufig zu Knochenbrüchen, Schmerzen, verringerter Lebensqualität und manchmal auch dazu, dass sich die Betroffenen in stationäre Pflege begeben müssen. Die Prävention von Stürzen und Knochenbrüchen hat daher weltweit Priorität.
Mehrere frühere Evidenzüberprüfungen hatten ergeben, dass weder Kalzium- noch Vitamin-D-Präparate zu einer Verringerung von Knochenbrüchen führen, die Ergebnisse zur kombinierten Einnahme sind uneinheitlich. Dennoch empfehlen viele Ärzte und Leitlinien Vitamin-D-Präparate (mit oder ohne Kalzium) zur Knochengesundheit, und die Verschreibungen haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Evidenz aus 69 Studien mit über 150.000 Erwachsenen
Massé und seine Kollegen werteten die Ergebnisse von 69 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 153.902 Erwachsenen aus, in denen die Wirkung von Kalzium- oder Vitamin-D-Präparaten – oder einer Kombination aus beidem – auf die Verringerung der Anzahl von Knochenbrüchen und Stürzen im Vergleich zu Placebo oder keiner Behandlung untersucht wurde.
Nachdem man sich auf klinisch relevante Schwellenwerte geeinigt hatte, stellten die Forschenden fest, dass die Einnahme von Kalziumpräparaten (Evidenz von mittlerer Sicherheit aus 11 Studien; 9.067 Teilnehmer), Vitamin-D-Präparaten (Evidenz von hoher Sicherheit aus 36 Studien; 92.045 Teilnehmer) oder einer kombinierten Supplementierung (Evidenz von hoher Sicherheit aus 15 Studien; 51.126 Teilnehmer) kaum oder gar keinen Einfluss auf das Auftreten von Knochenbrüchen hatte.
Auch die Einnahme von Kalzium, Vitamin D oder einer Kombination aus beiden schien kaum oder gar keinen Einfluss auf bestimmte Frakturen, wie beispielsweise Hüftfrakturen, oder auf Stürze zu haben.
Ergebnisse stützen eine routinemäßige Supplementierung nicht
Massé und seine Kollegen weisen darauf hin, dass einige Analysen nur eine geringe Anzahl von Studien und Teilnehmern umfassten; daher sollten diese Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden. Sie gelten möglicherweise nicht für Personen mit bestimmten Knochenerkrankungen oder für diejenigen, die medikamentös gegen Osteoporose behandelt werden. Allerdings blieben die Ergebnisse auch nach weiteren Analysen mit entsprechenden Adjustierungen konsistent.
Die Forschenden schließen daraus, dass die Ergebnisse „eine routinemäßige Supplementierung mit Kalzium oder Vitamin D sowie eine kombinierte Supplementierung zur Vorbeugung von Knochenbrüchen und Stürzen nicht stützen“. Sie empfehlen Ärzten, Leitliniengremien und Aufsichtsbehörden, „ihre allgemeinen Empfehlungen zur Kalzium- und Vitamin-D-Supplementierung vor dem Hintergrund der aktuellen Erkenntnisse neu zu bewerten“.
In einem begleitenden Editorial betonen Dr. Jennifer Pillay vom Alberta Research Centre for Health Evidence der Universität Alberta, Kanada, Dr. Donna Reynolds von der Universität Toronto und Guylene Thériault von der Universität Montreal, dass Erkenntnisse aus strengen und statistisch aussagekräftigen Studien benötigt würden, um Empfehlungen für die Nahrungsergänzung in Risikogruppen zu untermauern.
In der Zwischenzeit schlagen sie vor, den Fokus und die Finanzierung auf Maßnahmen zu verlagern, die nachweislich einen sinnvollen Beitrag zur Prävention von Stürzen und sturzbedingten Verletzungen leisten, wie beispielsweise Gleichgewichts- und Krafttraining, sowie auf Maßnahmen, die Elemente wie Bewegung, Gefahrenbewertung oder Aufklärung kombinieren und auf das individuelle Risiko zugeschnitten sind.
Kommentar des Verfassers: Eine gute Unfallversicherung, die eine Unfallpflegerente beinhaltet ist essentiell.
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03. Juni 2026
Der Arztberuf gilt als immer noch Berufung – doch viele Mediziner kehren der direkten Patientenversorgung den Rücken. 3 Ärzte berichten von Demütigungen, Burnout, Bürokratie und moralischen Konflikten. Sie erklären, warum sie die Medizin verlassen haben und was sich ändern müsste, um dem Trend entgegenzuwirken.
Demütigungen und Schikanen im OP
Zunächst waren es die ständigen persönlichen Beleidigungen. Dann folgte eine Phase, in der nahezu der gesamte Jahrgang ihres 2. Weiterbildungsjahres entweder entlassen oder zurückgestuft wurde.
Frances Mei Hardin
Die Folge: Statt wie üblich jede 5. Nacht Bereitschaftsdienst zu haben, musste Frances Mei Hardin nun jede 3. Nacht arbeiten – ohne Aussicht auf Entlastung. Hinzu kam ein Chefarzt, der einen jungen Assistenzarzt in einem überfüllten Aufzug anschrie, er sei „verdammt hässlich“ und solle sich zur Wand drehen. Der Assistenzarzt gehorchte.
Im 4. Jahr ihrer Facharztausbildung war für sie der Punkt erreicht, an dem sie jede Begeisterung für die Chirurgie verloren hatte. „Mir wurde jede Liebe zur Arbeit als Chirurgin ausgetrieben“, erinnert sie sich.
Besonders prägend war ein Vorfall während einer Neck-Dissection (Halslymphknotenausräumung). Ein Oberarzt begann, sie wegen ihrer vermeintlich mangelnden Erfahrung vor dem versammelten Team zu kritisieren. Er warf ihr vor, nicht ausreichend gelernt zu haben, und machte sich über ihre Antworten lustig. Nach rund 20 Minuten der Schikane, die Hardin als das in Operationssälen weit verbreitete Zusammenspiel aus Ausfragen, Demütigen und Schikanieren beschreibt, verließ sie die 8-stündige Operation. „An diesem Tag ist etwas in mir zerbrochen“, sagt sie rückblickend.
Weinend zog sich Hardin auf die Toilette zurück und rief eine gute Freundin an, die ebenfalls in der Facharztausbildung war. Deren Reaktion überraschte sie nicht: Solche Situationen hatte sie selbst schon mehrfach erlebt. Ihr Rat lautete, sich zu sammeln und wieder in den OP zurückzukehren. Doch Hardin tat das nicht.
PTBS in der Facharztausbildung
Hardin entwickelte eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung und litt unter Suizidgedanken. „In der Kultur der chirurgischen Weiterbildung ist es praktisch unmöglich, über solche Erfahrungen offen zu sprechen“, sagt sie. „Wenn so etwas einem von uns passiert, fühlt es sich katastrophal an. Es fühlt sich an, als hätte man versagt. Aber nichts davon trifft zu.“
Im vergangenen Jahr gab Hardin ihren Beruf als Chirurgin auf. Zuvor hatte sie ihre Facharztausbildung abgeschlossen und mehrere Jahre in einer privaten Praxis im ländlichen Süden der USA gearbeitet. Damit gehört sie zu den geschätzten 86.000 Ärztinnen und Ärzten, die bis zum Jahr 2036 der Medizin US-weit den Rücken kehren werden.
Zahlen aus Deutschland
Statistiken zur Situation in Deutschland gibt es zwar nicht, eine Abschätzung ist aber möglich.
Ende des Jahres 2024 waren bei der Bundesärztekammer rund 581.000 Ärzte registriert. Von ihnen gingen etwa 437.000 einer ärztlichen Tätigkeit nach, während rund 140.000 ihren Beruf nicht aktiv ausgeübt haben. Der überwiegende Teil war sich im Ruhestand. So entfielen etwa 104.000 Personen beziehungsweise 72% dieser Gruppe auf Ruheständler. Weitere rund 2.700 Ärzte galten krankheitsbedingt als berufsunfähig.
Zieht man diese beiden Gruppen ab, verbleiben schätzungsweise 33.000 bis 37.000 approbierte Ärzte, die weder ärztlich tätig noch im Ruhestand oder berufsunfähig sind. Viele von ihnen arbeiten weiterhin im Gesundheitswesen, allerdings außerhalb der direkten Patientenversorgung.
Wissenschaftliche Arbeiten bestätigen den Trend
Die Diskussion über Ärzte, die ihren Beruf verlassen, ist nicht neu. Verschiedene Daten deuten jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend keineswegs abschwächt. Eine im Jahr 2025 in den Annals of Internal Medicineveröffentlichte Studie, die mehr als 700.000 Ärzte erfasste, zeigte, dass der Anteil aller Mediziner, die nicht mehr in der direkten Patientenversorgung tätig sind, zwischen den Jahren 2013 und 2019 von 3,5% auf 4,9% angestiegen ist. Und das noch vor Beginn der COVID-19-Pandemie.
Zu dieser Entwicklung dürften auch die hohen Burnout-Raten unter Ärzten beitragen. Eine im März 2026 in JAMA Internal Medicine veröffentlichte Untersuchung hat ergeben, dass Ärzte mit Burnout nahezu eineinhalbmal häufiger die klinische Tätigkeit verlassen als ihre Kollegen ohne entsprechende Belastung.
Jeder betroffene Arzt hat seine eigene Geschichte – und der Begriff „Burnout“ dient oft als Sammelbezeichnung für sehr unterschiedliche Erfahrungen. Spricht man jedoch mit einigen der Betroffenen, treten immer wieder ähnliche Muster zutage.
Akademische Karriere oder Privatpraxis: Alternativen sind rar
Anthony Chin-Quee
Anthony Chin-Quee, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, hat die Medizin im Jahr 2019 verlassen. Im Gespräch mit Medscape erzählt er, dass ihn das gesamte System bereits während seiner Ausbildung eingeengt hat. In seinen Augen schien es nur 2 akzeptierte Karrierewege zu geben: eine akademische Laufbahn oder die Tätigkeit in einer Privatpraxis.
Für Chin-Quee waren die Einschränkungen jedoch nicht nur beruflicher Natur, sondern auch zutiefst persönlich. „Ich bin schwarz, und das spielt eine große Rolle – besonders in der Medizin. Wenn man dann noch in die Chirurgie und anschließend in eine chirurgische Subspezialisierung geht, gibt es dort nur sehr wenige Menschen wie mich. Da ist man schnell isoliert“, sagt er.
Außerdem hatte Chin-Quee das Gefühl, dass für ihn andere Maßstäbe galten als für viele seiner Kollegen. Fehler, die bei anderen toleriert wurden, schienen bei ihm deutlich kritischer bewertet zu werden.
Auch die eigene Persönlichkeit passte aus seiner Sicht nicht in das Bild des typischen, stets kontrollierten und formellen Chirurgen. „Ich habe gerne Spaß, ich mache Witze, ich singe gerne und ich gehe locker und herzlich mit meinen Patienten um“, sagt er. Genau diese Eigenschaften haben ihn jedoch häufig zum Außenseiter gemacht.
Kollegen verbreiten Gerüchte
Doch damit nicht genug: Als ein Oberarzt erfuhr, dass Chin-Quee in seiner Freizeit den Roman The Hunger Games las, verbreitete sich hinter vorgehaltener Hand das Gerücht, er nehme die Chirurgie nicht ernst genug. Nach seiner Wahrnehmung änderte sich daraufhin auch die Haltung seiner Vorgesetzten ihm gegenüber – eine Entwicklung, die er direkt mit diesen Gerüchten in Verbindung bringt.
Mit der Zeit gewann Chin-Quee den Eindruck, dass er sein offenes Wesen verstecken müsse, um in der Medizin zu bestehen. In seiner schwierigsten Phase litt er an Depressionen und begann, berufliche Probleme zunehmend zu verinnerlichen. „Und wenn die Leistung nicht stimmt, hat man irgendwann das Gefühl, selbst nichts wert zu sein“, erinnert er sich.
Im Jahr 2019 zog Chin-Quee schließlich die Konsequenzen. Er gab seine Tätigkeit als Chirurg in Los Angeles auf – zunächst ohne eine neue berufliche Perspektive.
Die moralischen Zweifel wachsen
Mel Thacker
Medscape hat auch mit Mel Thacker gesprochen. Sie war lange davon überzeugt, bis zu ihrem Ruhestand in der von ihr mitgeführten Gemeinschaftspraxis in Massachusetts zu arbeiten. In der ausschließlich von Frauen geführte Praxis waren 3 Partnerinnen. Thacker gehörte zu den treibenden Kräften des Teams. „Ich wollte seit meinem 13. Lebensjahr Ärztin werden, und ich habe mir diesen Traum erfüllt. Aber es ist eben nicht wie im Märchen“, sagt sie.
Obwohl Thacker über ein Maß an beruflicher Selbstbestimmung verfügte, von dem viele Ärzte nur träumen können, nagten moralische Zweifel immer stärker an ihr. Das lag an finanziellen Anreize im US-Gesundheitssystem, die sie nicht länger ignorieren wollte.
Als HNO-Fachärztin mit Schwerpunkt Nasennebenhöhlenchirurgie wusste sie, dass ein bestimmter Eingriff in ihrer eigenen Praxis mit rund 15.000 US-Dollar vergütet wurde. Wurde derselbe Eingriff in einem ambulanten Operationszentrum durchgeführt, lag die Erstattung lediglich bei etwa 3.000 US-Dollar. „Dadurch entsteht unweigerlich die Gefahr, Patienten unbewusst eher zu dem Eingriff in der Praxis zu bewegen“, sagt sie. „Allein der Gedanke daran hat bei mir ein zutiefst unangenehmes Gefühl ausgelöst.“
Thacker beobachtete, wie einige Kollegen diese Unterschiede gezielt ausgenutzt haben. Sie sah Ärzte, die „Millionen verdient haben, berühmte Sänger zu ihren Geburtstagsfeiern einfliegen ließen und Lamborghinis fuhren – finanziert durch Geld, das sie mit medizinisch fragwürdigen Eingriffen an Patienten verdient haben.“
Gleichzeitig erlebte sie, wie das System Ärzten geschadet hat. Ein Kollege musste nach jahrelanger Betreuung eines totkranken Krebspatienten 40.000 Dollar an dessen Versicherung zurückzahlen. Thacker selbst sah sich regelmäßig gezwungen, bürokratische Hürden zu überwinden, um Patienten günstige bzw. rasch verfügbare Medikamente zu verschreiben.
Die Scham und Selbstverachtung, die sie dabei empfand, machten sich auch körperlich bemerkbar. Im OP erlitt sie Panikattacken. Anfang des Jahres 2021 nahm sie sich eine Auszeit, suchte einen Psychiater auf und entdeckte Coaching als neue berufliche Perspektive. Im Jahr 2024 verließ sie ihre Praxis.
Wie viele andere Ärzte beschreibt Thacker den Ausstieg aus der Medizin nicht als ein einzelnes einschneidendes Ereignis, sondern mit „der stete Tropfen höhlt den Stein“. Gemeint sind die vielen kleinen Belastungen und Hindernisse, die sich über Jahre ansammeln. Besonders die administrativen Anforderungen hätten das Gesundheitswesen ihrer Ansicht nach zunehmend im Griff.
Bürokratie statt Patientenkontakt
In einem Beitrag für KevinMD.com beschrieb die Endokrinologin Corina Fratila den ärztlichen Alltag als den eines „überbezahlten Affen zur Datenerfassung in einem kafkaesken Versicherungslabyrinth“. Dieser Affe sei rechtlich dazu verpflichtet, mehr Zeit mit dem Anklicken von Feldern in Dokumentationssystemen zu verbringen als mit direktem Blickkontakt zu anderen Menschen.
Fratila, die sich kürzlich aus der klassischen medizinischen Versorgung zurückgezogen hat, kritisierte in einem Essay insbesondere das System der Vorabgenehmigungen durch Krankenversicherungen. „Kein Wunder, dass Patienten unser Gesundheitssystem verabscheuen und Ärzte die Medizin in Scharen verlassen“, lautet ihr Fazit.
Was müsste sich ändern, damit Ärzte bleiben?
So unterschiedlich die Gründe für den Ausstieg aus der Patientenversorgung sind, so verschieden fallen auch die Vorstellungen eines besseren Systems aus. Dennoch gibt es einen kleinsten gemeinsamen Nenner: Ärzte wünschen sich ein Gesundheitswesen, das inklusiver und weniger bürokratisch ist, das vielmehr die Beziehung zwischen Arzt und Patient in den Mittelpunkt stellt.
Viele Mediziner sind davon überzeugt, dass Veränderungen schon in der Ausbildung beginnen müssen. Chin-Quee fordert, die vielen informellen und unausgesprochenen Regeln der medizinischen Kultur im Medizinstudium offen anzusprechen.
Hardin erinnert sich, dass sie zeitweise gegen den Impuls ankämpfen musste, junge Ärzte genauso zu behandeln, wie sie selbst behandelt worden war. Aus ihrer Sicht ist ein Kulturwandel die Voraussetzung für Fortschritte in allen anderen Bereichen – und dieser Wandel müsse eben früh in der Ausbildung beginnen.
Als Beispiel nennt Hardin die vom Accreditation Council for Graduate Medical Education festgelegte Obergrenze von 80 Arbeitsstunden pro Woche. In manchen Ausbildungsprogrammen würden Assistenzärzte schlicht angewiesen, keine höheren Stundenzahlen zu dokumentieren – selbst wenn sie tatsächlich deutlich länger gearbeitet haben. „Wir können den ganzen Tag neue Regeln beschließen“, sagt sie. „Aber sie funktionieren nicht, wenn sie nicht auf jeder institutionellen und organisatorischen Ebene tatsächlich umgesetzt werden.“
Ist Medizin doch nur ein Beruf, aber keine Berufung?
Chin-Quee stellt auch die weitverbreitete Vorstellung infrage, Medizin sei eine „Berufung“. Dieses Bild vermittle, dass Ärzte moralisch besonders hochstehende Menschen seien.
„Die Medizin sollte sich nicht fragen: ,Wie kann ich diesen Menschen zu dem Arzt machen, den ich sehen möchte?‘“, sagt er. „Die entscheidende Frage lautet vielmehr: ,Wie kann dieser Mensch zu dem Arzt werden, der er selbst sein möchte? Wie können wir unterschiedliche Herkunft, Kulturen und Perspektiven wertschätzen und erkennen, dass genau diese Vielfalt Ärzte besser macht?‘“
Freunde, die mit dem Gedanken spielten, die Medizin zu verlassen, riefen ihn häufig an, erzählt Chin-Quee. Dabei gehe es weniger um Karrierefragen als um Grundsätzliches. „Sie fragen, ob es in Ordnung ist, zu gehen.“ Seine Antwort laute meist: ja.
Quee hat mittlerweile eine berufliche Tätigkeit, die zu ihm passt. Freunde und Kollegen ermutigt er, den Ort zu finden, an dem sie morgens aufwachen und sich auf den kommenden Tag freuen.
Das Arzt-Patienten-Verhältnis wieder ins Zentrum rücken
Für Thacker liegt die Lösung vor allem in strukturellen Reformen. „Die Beziehung zwischen Arzt und Patient muss wieder das schlagende Herz unseres Gesundheitswesens werden“, sagt sie. „Ich kann einen OP betreten, und niemand weiß genau, was dort passiert. Mir wird das Leben eines Menschen anvertraut. Doch sobald ich den Saal verlasse, muss ich jede einzelne Entscheidung exakt mit den Formulierungen rechtfertigen, die Versicherungen verlangen.“
Auch wenn diese nicht immer praktikabel sind, sieht sie sogenannte Direct-Care-Modelle – also Versorgungsmodelle mit direkter finanzieller Beziehung zwischen Arzt und Patient – als einen möglichen Weg in die Zukunft.
Fratila formulierte ihre Kritik noch schärfer: „Dieses System funktioniert exakt so, wie es entworfen wurde. Für Profit. Nicht für Menschen.“ Genau das müsse sich ändern.
Wie es nach dem Ausstieg weitergeht
Ärzte, die ihren Kittel an den Nagel hängen, schlagen ganz unterschiedliche Wege ein. Kurz nachdem Chin-Quee seine Tätigkeit als Chirurg aufgegeben hatte, erhielt er eine Stelle im Autorenteam der Fernsehserie Grey’s Anatomy und später bei The Resident. Heute berät er ein Start-up, das einen KI-gestützten Coach für Ärzte und Medizinstudierende entwickelt. Außerdem veröffentlichte er im Jahr 2023 seine Memoiren unter dem Titel I Can’t Save You: A Memoir.
Thacker arbeitet inzwischen hauptberuflich als Coach für Chirurgen und moderiert den Podcast Surgeons with Purpose. Zusätzlich übernimmt sie eine Woche pro Monat Vertretungen als Ärztin. Diese Tätigkeit beschreibt sie als „direkt, unkompliziert und auf eine Weise erfüllend, wie es meine eigene Praxis nie war“.
Hardin veröffentlichte in diesem Jahr ihre eigenen Memoiren mit dem Titel Surgeon on the Edge und gründete gemeinsam mit Thacker das von Ärzten geführte Medienunternehmen The Hippocratic Collective. Sie hofft, dass die nächste Generation von Ärzten eine bessere Balance zwischen Beruf und persönlichem Leben finden wird.
Nach ihrer Einschätzung beschleunigt sich die Abwanderung aus der Medizin auch deshalb, weil jüngere Ärzte höhere Ansprüche haben, wie sie behandelt werden wollen. Diese veränderte Haltung könnte den notwendigen Druck erzeugen, um das System zu verändern.
Für Ärzte steht einiges auf dem Spiel. „Wenn eine Belegschaft nicht unter Bedingungen arbeitet, unter denen sie ihr Bestes geben kann, leidet zwangsläufig die Arbeit“, sagt Chin-Quee. „Und in diesem Fall geht es um die Gesundheit von uns allen.“
Der Beitrag ist im Original erschienen auf Medscape.com.
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Die Rose ist gerade dabei den Jasmin zu sodomieren.









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"Viele Patienten glauben: Stress verursacht Krebs. Doch Studiendaten widersprechen der Vermutung. Laut Prof. Dr. F. Perry Wilson lässt sich der mitunter beobachtete Zusammenhang durch Risikoverhalten erklären. Wilson ist außerordentlicher Professor für Medizin und Public Health, Direktor des Clinical and Translational Research Accelerator in Yale und regelmäßiger Kommentator auf Medscape.com. Das Transkript wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit redigiert. Das Video finden Sie hier.
Willkommen bei Impact Factor, Ihrer wöchentlichen Einordnung einer neuen medizinischen Studie. Ich bin Dr. F. Perry Wilson von der Yale School of Medicine.
Heute soll es um folgendes Thema gehen: Stress verursacht keinen Krebs.
Wenn man sich die medizinische Literatur ansieht, ist diese Aussage alles andere als kontrovers. Befragt man jedoch Patienten, glauben etwa 50%, dass chronischer Stress ein Risikofaktor für Krebs ist. Und auch viele Ärzte haben diesen Gedanken – zumindest im Stillen.
Wir alle kennen solche Geschichten: Ein Mann durchlebt eine schwierige Scheidung und erhält wenige Jahre später die Diagnose Magenkrebs. Oder eine Frau, dauerhaft stark belastet durch ihren Job, erkrankt in jungen Jahren an Eierstockkrebs. Solche Anekdoten bleiben im Gedächtnis, weil wir Menschen Trost darin finden, tragische Ereignisse erklären zu können.
Die Vorstellung, dass unser Schicksal zufällig ist, beeinflusst von den Launen eines gleichgültigen Universums, etwa durch einen einzelnen Gammastrahl, der genau im falschen Moment die DNA trifft, ist deutlich beunruhigender als die Idee, wir hätten zumindest ein gewisses Maß an Kontrolle. Wenn wir nur ruhig bleiben und weitermachen, so der Gedanke.
Eine gefährliche Annahme
Doch die Überzeugung, Stress würde Krebs verursachen, ist gefährlich. Sie führt dazu, dass sich manche Menschen selbst die Schuld geben, wenn sie eine Krebsdiagnose erhalten. Hätten sie doch nur gelassener, entspannter, „Zen“-hafter gelebt – dann wäre das vielleicht nicht passiert.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir zeigen: Stress ist zwar gesundheitlich problematisch, aber nicht, weil er Krebs verursacht. Eine aktuelle Studie, die kürzlich veröffentlicht worden ist, liefert spannende Erkenntnisse zum Thema.
Ich habe mich intensiv mit dieser Arbeit beschäftigt, die in der Fachzeitschrift Cancer erschienen ist. Es handelt sich um eine sogenannte Individual-Participant-Data-Metaanalyse zu psychosozialen Faktoren und der Krebsinzidenz, basierend auf Daten aus 22 Kohorten weltweit.
Metaanalysen bündeln Daten aus mehreren Studien. Klassischerweise werden die Ergebnisse einzelner Studien dabei gewichtet – je nachdem, wie präzise sie sind – und anschließend gemittelt. Im Kern bedeutet das: Eine Metaanalyse ist eine Zusammenfassung von Zusammenfassungen. Hier besteht allerdings die Gefahr, quasi den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen.
Eine Metaanalyse auf Basis individueller Teilnehmerdaten ist deutlich aussagekräftiger. In diesem Fall lieferten die 22 eingeschlossenen Kohorten nicht nur ihre zusammengefassten Ergebnisse, sondern die individuellen Daten jedes einzelnen Teilnehmers.
Gerade bei einem Thema wie Stress ist das entscheidend, weil es den Forschern ermöglicht, die Bestimmung psychosozialer Faktoren über alle Kohorten hinweg zu vereinheitlichen – unabhängig davon, welche Definitionen in den ursprünglichen Studien verwendet wurden.
Insgesamt umfasst die Analyse Daten von 421.799 Teilnehmern, von denen im Beobachtungszeitraum 35.319 an Krebs erkrankten. Das ist eine ausgesprochen umfangreiche Datengrundlage.
Die Forscher haben psychosoziale Stressfaktoren in 5 verschiedenen Bereichen erfasst, wobei nicht alle in jeder Kohorten verfügbar waren: Beziehungsstatus, wahrgenommene soziale Unterstützung, kürzlich erlebte Verluste (definiert als der Tod eines nahen Familienmitglieds innerhalb der vergangenen 12 Monate), allgemeine psychische Belastung sowie Neurotizismus.
Doch man kann nicht einfach die Korrelation zwischen diesen Faktoren und Krebs betrachten – dafür gibt es zu viele Störfaktoren.
Das Alter ist der bedeutendste einzelne Risikofaktor für Krebs. Gleichzeitig nimmt mit den Lebensjahren die Zahl psychosozialer Belastungen zu. Ältere Menschen haben mit höherer Wahrscheinlichkeit den Verlust nahestehender Personen erlebt, häufiger Trennungen oder Scheidungen durchgemacht und sind insgesamt mehr belastenden Lebensereignissen ausgesetzt.
Tatsächlich dürfte genau das einer der Gründe sein, warum sich die Vorstellung, Stress verursache Krebs, so hartnäckig hält. Denn die Lebensphase, in der Krebs typischerweise auftritt, ist oft dieselbe, in der auch viele dieser Stressoren zum Tragen kommen.
Umso wichtiger ist es, die Daten für das Alter zu adjustieren – was die Autoren auch getan haben. In ihrem Basismodell berücksichtigten sie zudem Geschlecht, Herkunftsland und Bildungsniveau. Auf dieser Grundlage lassen sich die Ergebnisse sinnvoll interpretieren.
Neurotizismus und allgemeine psychische Belastung sind jene Faktoren, die wir typischerweise mit einem bestimmten Persönlichkeitstyp verbinden – dem chronisch gestressten Menschen. Wenn es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Stress und Krebs gäbe, müsste er sich am ehesten hier zeigen.
Die zugrunde liegende Hypothese lautet, dass chronischer Stress etwa zu erhöhten körpereigenen Cortisolspiegeln führt, was das Immunsystem unterdrückt. Dadurch könnte die sogenannte Immunüberwachung beeinträchtigt werden, sodass Krebszellen, die sonst eliminiert worden wären, weiter wachsen können.
Doch genau das zeigte sich nicht: Weder für Neurotizismus noch für allgemeine psychische Belastung fand sich ein Zusammenhang – weder mit Krebserkrankungen insgesamt noch mit einzelnen Krebsarten.
Wie steht es um die anderen psychosozialen Faktoren? Eine als gering empfundene soziale Unterstützung, ein kürzlich erlittener Verlust sowie das Leben ohne Partnerschaft waren jeweils mit einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs verbunden. Auch bei Singles gab es einen einen Zusammenhang mit weiteren, durch das Rauchen bedingten Krebsarten.
Rauchen als entscheidender Vermittler
Und genau hier liegt der zentrale Hinweis darauf, was tatsächlich passiert. Irgendetwas vermittelt den Zusammenhang zwischen geringer sozialer Unterstützung, einem kürzlich erlebten Verlust oder dem Fehlen einer Partnerschaft – und einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs sowie andere rauchassoziierte Tumoren.
Und dieses „Etwas“? Es ist das Rauchen. Menschen, die solchen Formen von Stress ausgesetzt waren, rauchten häufiger. Nachdem die Autoren ihre Daten für das Rauchverhalten adjustiert hatten, schwächte sich der Zusammenhang deutlich ab. Sie erstellten schließlich ein vollständig adjustiertes Modell, das auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Body-Mass-Index, Alkoholkonsum und eine familiäre Krebsbelastung berücksichtigte.
Unter Einbeziehung all dieser Parameter zeigte sich praktisch kein Zusammenhang mehr zwischen psychosozialem Stress und irgendeiner Krebsart. Es gab jedoch 2 Ausnahmen: Der kürzliche Verlust eines Familienmitglieds blieb auch nach Anpassung für das Rauchen mit einem erhöhten Lungenkrebs-Risiko verbunden. Diese Daten stammen allerdings nur aus einer einzigen Kohorte und sind daher schwer zu interpretieren. Zudem blieb ein Zusammenhang zwischen dem Leben ohne Partnerschaft und rauchbedingten Krebserkrankungen bestehen – wenn auch deutlich abgeschwächt.
Ist das real? Ich bin skeptisch. Mir erscheint es weiterhin plausibel, dass das Rauchen selbst die Ursache für diese Krebserkrankungen ist – und dass die statistische Anpassung für das Rauchverhalten naturgemäß nicht perfekt ist: Menschen unterschätzen ihren Konsum, geben ihn ungenau an oder verschweigen ihn ganz. Statistische Korrekturen sind kein Allheilmittel, und dass die Effekte nach Anpassung kleiner werden, ist ein wichtiges Signal.
Natürlich ließe sich hypothetisch argumentieren, dass gerade der Stress durch Trauer einen spezifischen krebsauslösenden Effekt auf die Lunge hat – aber biologisch überzeugt mich das nicht.
Was bedeutet die Studie?
Die rationalste Interpretation dieser Daten ist daher: Nein, Stress an sich verursacht keinen Krebs. Aber Stress kann dazu führen, dass Menschen Verhaltensweisen entwickeln – wie Rauchen oder erhöhten Alkoholkonsum –, die tatsächlich das Krebsrisiko steigern.
Das hat Konsequenzen für den Umgang mit einer neuen Krebsdiagnose. Natürlich gibt es Faktoren, die wir selbst beeinflussen und die unser Risiko erhöhen. Wir rauchen, obwohl wir es besser wissen, oder trinken mehr Alkohol als gesund ist. Diese Lebensstil-Risiken sind real.
Doch gleichzeitig spielt auch Zufall eine Rolle. Manche Krebserkrankungen sind schlicht Pech. Sich selbst die Schuld zu geben, weil man etwa mit dem Verlust eines Angehörigen nicht „richtig“ umgegangen ist, eine gescheiterte Beziehung erlebt hat oder in einem übermäßig belastenden Job geblieben ist – hilft nicht. Und vor allem: Es entspricht nicht den Fakten.
Stress ist zweifellos schädlich. Aber er ist nicht dasselbe wie Rauchen – auch wenn sich die Frage stellt, was von beidem schwerer vermeidbar ist."
Der Beitrag ist im Original erschienen auf Medscape.com.
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Oder der Geflüchtete, der in Deutschland nicht arbeiten darf und von Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz lebt, stets weniger als der Sozialhilfesatz, teils Sachleistungen, ein Mensch der weniger Geld zur Verfügung hat als jeder Obdachlose, nimmt der Dir Geld weg?
Und nicht der Superreiche mit seinen 2 Flugzeugen, 3 Yachten, 5 Häusern und 20 Autos?
Gratuliere, Bei Dir hat die Gehirnwäsche im Auftrag eben dieser Superreichen voll geklappt!
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https://www.deutschlandfunk.de/ein-husarenstueck-aus-liebe-100.html
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Mit seiner Forderung sorgt er für Angst unter syrischen Familien in Deutschland – sie haben sich hier ein neues Leben aufgebaut.
Friedrich Merz will 800.000 Syrer*innen aus Deutschland abschieben. Er blendet dabei die Realität aus: Syrien ist weiterhin kein sicherer Ort und unsere syrischen Mitbürger*innen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Merz’ Forderungen gefährden Menschenleben, schüren Rassismus und verschärfen Angst unter Schutzsuchenden.
Anlässlich des Staatsempfangs für den derzeitigen syrischen Machthaber Ahmad al-Sharaa sprach sich Bundeskanzler Merz dafür aus, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden syrischen Staatsangehörigen Deutschland verlassen sollten. Laut Merz sei Syrien nunmehr sicher und die Menschen würden dort für den Wiederaufbau gebraucht.
Woran Friedrich Merz dabei nicht denkt: Viele Menschen aus Syrien haben nicht vor, Deutschland zu verlassen, weil Deutschland ihr Zuhause geworden ist. Wir sind alle längst Nachbar*innen, Kolleg*innen und Freund*innen.
Darüber hinaus ist Syrien weiterhin kein sicherer Ort, vor allem nicht für Angehörige ethnischer oder religiöser Gruppen sowie politisch Oppositionelle. Allein in den letzten Monaten gab es unter der Herrschaft von Ahmad al-Sharaa Massaker an Alawit*innen, Drus*innen, Christ*innen und Kurd*innen, hunderttausende Menschen sind nun wieder binnenvertrieben innerhalb Syriens oder verlassen das Land erneut.
Weitaus weniger Menschen als die von Herrn Merz anvisierte Zahl sind tatsächlich ausreisepflichtig – selbst wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge humanitäre Aufenthaltstitel widerrufen würde. Unter den rund 900.000 syrischen Staatsangehörigen in Deutschland befinden sich viele Menschen mit Fachkräfte-, Studien- oder Sprachkursaufenthalten, Menschen mit Niederlassungserlaubnissen und Menschen im Einbürgerungsverfahren.
Bundeskanzler Friedrich Merz spielt mit dem rhetorischen Feuer und bedient rassistische Abschiebediskurse, die Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit vor allem das Gefühl geben sollen: Ihr seid hier nicht willkommen.
Dabei sind wir längst Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen – wir gehen zusammen zur Schule, waren gemeinsam auf den Hand-in-Hand-Protesten und engagieren uns für eine lebenswerte Nachbarschaft für alle!
Und eben deshalb wollen wir keine Gesellschaft, in der Menschen gezwungen werden, ihr Zuhause gegen ein Leben in Unsicherheit zu tauschen.
Wir fordern daher eine Umkehr in der politischen Haltung zum nicht demokratisch legitimierten Machthaber Ahmad al-Sharaa und ein Absehen von zwangsweisen Rückführungen nach Syrien.
Wir stehen für das Recht zu gehen, zu kommen und zu bleiben!
Für eine respektvolle Gesellschaft, in der jeder Mensch willkommen ist.
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Carlos Sierra, PhD
04. Mai 2026
Ausgewogene Ernährung ist keine Garantie für Gesundheit – doch sie ist ein entscheidender Faktor. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen deutlich: Eine Kost, die arm an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Fisch ist, gleichzeitig aber reich an verarbeiteten Fleischprodukten, zugesetztem Zucker und Salz, zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Demgegenüber verdichten sich die Belege, dass die Mittelmeerdiät weit mehr als nur ein gesunder Lebensstil ist. Sie trägt maßgeblich dazu bei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, vorzeitiges Altern zu verlangsamen und den kognitiven Abbau zu bremsen. Ein eindrucksvolles Beispiel liefert die CORDIOPREV-Studie, eine klinische Untersuchung am Universitätsklinikum Reina Sofía im spanischen Córdoba, deren aktuelle Ergebnisse im European Journal of Internal Medicine veröffentlicht worden sind [1].
7 Jahre Forschung: CORDIOPREV liefert harte Zahlen
Die ursprünglich in The Lancet publizierte CORDIOPREV-Studie [2]ist eine randomisierte klinische Untersuchung mit 1.002 Teilnehmern, darunter 827 Männer (82,5%). Alle Teilnehmer litten an einer stabilen koronaren Herzkrankheit. Sie waren zwischen 20 und 75 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag bei 59,5 Jahren. Über einen Zeitraum von 7 Jahren wurden sie engmaschig begleitet.
Forscher haben die Probanden in 2 Gruppen eingeteilt: 502 Personen ernährten sich mediterran mit viel nativem Olivenöl, während 500 Teilnehmer eine fettarme, ebenfalls gesunde Kost zu sich nahmen. „Auch die Vergleichsdiät musste aus ethischen Gründen gesund sein – es wäre nicht vertretbar gewesen, den Teilnehmern eine ungesunde Ernährung vorzugeben“, erklärt Dr. Pablo Pérez Martínez. Er ist wissenschaftlicher Direktor des Instituto Maimónides für biomedizinische Forschung (IMIBIC), Professor für Medizin an der Universität Córdoba sowie Facharzt für Innere Medizin am Universitätsklinikum Reina Sofía, Córdoba.
Ziel war es, das Auftreten schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse zu vergleichen, darunter Herzinfarkt, Revaskularisation, ischämischer Schlaganfall, periphere arterielle Verschlusskrankheit oder kardiovaskulär bedingter Tod.
Im Verlauf der Studie trat ein solches Ereignis bei insgesamt 198 Personen auf: 87 in der Gruppe mit mediterraner Ernährung und 111 in der Kontrollgruppe. Besonders deutlich war der Unterschied bei Männern. Hier kam es bei 16,2% in der Mittelmeerdiät-Gruppe zu einem Ereignis, verglichen mit 22,8% in der Gruppe mit fettarmer Ernährung. Bei den Frauen zeigte sich kein signifikanter Unterschied.
Diese Ergebnisse machen deutlich: „Die Mittelmeerdiät verringert signifikant das Wiederauftreten schwerer kardiovaskulärer Ereignisse und ist damit eine besonders wirksame Strategie in der Sekundärprävention“, so Pérez Martínez.
Warum die Mittelmeerdiät mehr leisten kann
Die Studie belegt nicht nur einen statistischen Vorteil, sondern liefert auch Hinweise auf die zugrunde liegenden Mechanismen. Die mediterrane Ernährung scheint das Fortschreiten einer Atherosklerose zu verlangsamen, die Funktion des Endothels zu verbessern und entzündliche Prozesse zu modulieren, die an der Entstehung und am Aufbrechen von Plaques beteiligt sind. Dazu zählt unter anderem die Aktivität von Neutrophilen, die eine zentrale Rolle im Entzündungsgeschehen spielen.
Diese Erkenntnisse haben inzwischen Eingang in europäische Leitlinien gefunden. Dort wird die Mittelmeerdiät ausdrücklich als empfohlene Ernährungsweise für Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko genannt.
Ein Studiendesign mit besonderer Aussagekraft
Was CORDIOPREV besonders macht, ist der Fokus auf Risikopatienten mit koronarer Herzkrankheit. Dadurch konnten Forscher erstmals belastbar untersuchen, welche Rolle die Ernährung in der Sekundärprävention spielt.
Hinzu kommt die lange Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren sowie der direkte Vergleich mit einer ebenfalls gesunden, fettarmen Ernährung. „Die Studie wurde gezielt so konzipiert, dass wir prüfen können, ob eine mediterrane Ernährung mit viel Olivenöl den klinischen Verlauf stärker verbessert als eine fettarme Diät“, erläutert Pérez Martínez.
Besonders bemerkenswert sei, dass sich die Überlegenheit der Mittelmeerdiät gerade unter diesen anspruchsvollen Bedingungen gezeigt habe, so Pérez Martínez. „Sie wurde nicht mit einer eindeutig ungesunden Ernährung verglichen, sondern mit einer ebenfalls empfohlenen Diät. Das verleiht den Ergebnissen eine besonders hohe klinische Relevanz.“
Vom Wissen zum Verhalten: Die größte Herausforderung
Dich trotz jahrzehntelanger Forschung bleibt ein Problem bestehen: Erkenntnisse aus der Wissenschaft erreichen die Bevölkerung oft nicht in Form konkreter Verhaltensänderungen. Viele Menschen treffen ihre Entscheidungen, was auf dem Speiseplan steht, weiterhin nach Bequemlichkeit, Geschmack oder Gewohnheit. Gesundheitliche Effekte spielen oft nur eine untergeordnete Rolle.
Um diese Lücke zu schließen, haben Ärzte aus Córdoba das Programm E-DUCASS ins Leben gerufen. Es handelt sich um eine 24-monatige Bildungsintervention für sozial benachteiligte Familien mit erhöhtem Risiko, sich ungesund zu ernähren. Teilnehmer erhielten zunächst eine Präsenzschulung und wurden anschließend zufällig 2 Interventionsformen zugeteilt: einer klassischen persönlichen Betreuung oder einer digitalen Begleitung.
Damit wollten Ärzte herausfinden, ob digitale Strategien effektiver sein könnten als traditionelle Ansätze. Unterstützt wurde das Programm durch kostengünstige Workshops, passgenaue Informationsmaterialien sowie leicht zugängliche Kanäle wie YouTube, WhatsApp und SMS. Hinzu kamen gesunde, preiswerte Speisepläne mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln.
4 Jahre nach Start des Projekts zeigen vorläufige Ergebnisse eine klare Tendenz: „Die digitale Intervention verbessert die kardiovaskuläre Gesundheit effektiver als herkömmliche Methoden – insbesondere in vulnerablen Bevölkerungsgruppen“, sagt Pérez Martínez.
Skalierung auf internationaler Ebene geplant
Jetzt sollen die Ansätze weiterentwickelt und international erprobt werden. Mit den Projekten E2-DUCASS und E-DUCASS Advance stehen die nächsten Schritte fest.
E2-DUCASS untersucht die Übertragbarkeit des Modells auf andere Länder, darunter Portugal und Taiwan. E-DUCASS Advance wiederum analysiert, inwiefern der sozioökonomische Status den Erfolg der Intervention beeinflusst, indem Forscher Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichem Einkommen in die Studie aufnehmen und begleiten.
Ziel beider Projekte ist, die Anwendbarkeit, Skalierbarkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen in unterschiedlichen sozialen und geografischen Kontexten zu überprüfen. Während E2-DUCASS bereits in der Interventionsphase ist, läuft für E-DUCASS Advance derzeit die Rekrutierung der Teilnehmer.
Mediterrane Diät als moderne Präventionsstrategie
Damit wird deutlich: Die Mittelmeerdiät ist längst mehr als ein kulturelles Ernährungsmuster – sie entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein moderner Präventionsstrategien im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jetzt geht es darum, sie in den Alltag der Menschen zu bringen.
Der Beitrag ist im Original erschienen auf Univadis.es.
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Er sieht diesen Konservatismus aber nicht aus seiner ideengeschichtlichen Historie heraus und schon gar nicht als eine politische Ideologie oder Geisteshaltung, Position neben und zwischen anderen. Stattdessen ist das für ihn die mit dem gesunden Menschenverstand gleichgesetzte natürliche Ordnung der Dinge. Wer seiner Sichtweise zustimmt ist ein erkenntnisvoller vernünftiger Mensch. Wer ihr widerspricht oder entgegengesetzte Ansichten vertritt ist unvernünftig und unwissend.
Ansonsten gilt: Leistung wird belohnt. Anstrengung führt zum Erfolg. Wer vermögend ist, hat es verdient vermögend zu sein und sich im Regelfall sein Einkommen in redlicher Arbeit verdient. Wer nichts hat hat nicht genug geleistet und ist schlimmstenfalls ein Versager. Diese Haltung ist kein Zynismus, kein Narzissmus und erst recht keine bewusste Menschenverachtung. Es ist seine ehrliche, naive Überzeugung. Er glaubt das alles. Das ist seine Tragödie und sein Drama.
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Letzten Freitag erzählte er, dass die Fridays for Future Bewegung wieder Aktionen machte. Er drückte das folgendermaßen aus: "Die Features sind wieder aktiv!".
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