Dienstag, 17. Januar 2017
Wahrheiten bei Rhizom: Who voted for Trump?
Sehr lesenswert und m.E. sehr richtig:

http://rhizom.blogsport.eu/2016/11/12/whitelash-klassenprotest-us-wahlen

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Spam-Persönlichkeiten
Ich habe noch nie in meinem Leben Big Brother, das Dschungelcamp, Deutschland sucht den Superstar, Raus aus den Schulden oder ähnliche Scheiße geguckt. Mein Fernsehkonsum bewegt sich hauptsächlich bei ARD, Arte und Phönix. Umso lästiger finde ich es, ständig auf gmx und web.de mit Nullmeldungen über Leute belästigt zu werden, von denen ich nicht so genau weiß, wer die eigentlich sind und die mich auch absolut null interessieren. Was sollen all diese Tickermeldungen über Gina Lisa, Pietro und Sarah Lombardi und ähnliche Leute? In Arhus ist ein Sack rostige Nägel ins Hafenbecken gefallen wäre genauso relevant.

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Torsten Albig, MP von Schleswig-Holstein, lehnt Abschiebungen nach Afghanistan kategorisch ab. Recht hat er!
Der Schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig erklärt mit Blick auf das aktuelle UNHCR-Memorandum zu Afghanistan am 13.1.2017 in den Kieler Nachrichten:
"Dieses Dokument sei 'ein Schlag ins Gesicht' all derer, die Afghanistan für sicher erklären. 'All denen, die das sagen, wünsche ich, dass sie selber nach Kabul zurückgeführt werden.'"

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Montag, 16. Januar 2017
Schon wieder ein völlig behämmerter Tatort
Denen fällt offensichtlich nichts Besseres mehr ein - dabei ist der Ansatz, Krimis als Sozialstudien zu inszenieren genau richtig, und auch das Thema Kölner Sylvesternacht macht etwas her. Wie kann man das nur so vergeigen?

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Solidarität mit Dr. Magsud
Einladung zur Gerichtsverhandlung am 18. Januar 2017 in Apolda

Prozessaufruf - Solidarität mit Dr. Magsud

"Solidarität muss praktisch werden!" - dieser Slogan wird im Kontext des
Kampfes gegen FaschistInnen und RassistInnen immer wieder benutzt und
will sagen: Jetzt hier auf der Straße kann unser Protest nur ein
allgemeiner sein, wichtig ist vor allem die Unterstützung des konkreten
Kampfes derjenigen, die sich gegen die menschenfeindlichen Strukturen
zur Wehr setzen. Dr. Magsud wird von den Härten der Behörden getroffen,
weil er nicht stumm bleibt, sondern den organisierten Kampf gegen das
Lagersystem und die Abschiebekultur als seinen Persönlichen begreift.
Auf Bestreben der Ausländerbehörde Apolda wird er nun vor Gericht
gezerrt. Unter allen Umständen soll ihm ein Vergehen angehangen werden
in der Hoffnung, dass sie seine Abschiebung doch noch irgendwie
erreichen können oder ihn einfach "nur" schikanieren.
Jetzt ist praktische Solidarität gefragt: Organisiert eine gemeinsame
Anreise von eurem Wohnort zum stattfindenden Prozess am 18. Januar in
Apolda, beobachtet die Geschehnisse und zeigt Dr. Magsud eure
Verbundenheit mit eurer Anwesenheit! Niemand soll allein vor Gericht
stehen! Auch die Institutionen sollen sehen, wir stehen zusammen!
Schafft in eurem Umfeld Aufmerksamkeit für den Fall, verbreitet die
Stellungnahme und sammelt Spenden für die zu erwartenden
Repressionskosten.

Mittwoch, 18. Januar 2017, 10:15
Amtsgericht Apolda, Jenaer Str. 8

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise in Erfurt: 8.40 Uhr am Eingang vom
Hbf

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Pressemitteilung
Prozess gegen Flüchtlingsaktivisten: Erneute Strafanzeige der
Ausländerbehörde Apolda gegen Magsud Aghayev
http://thevoiceforum.org/node/4306

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Chtulhu! Ftagn!
Neben dem Herrn der Ringe stellt H.P. Lovecrafts Chtulhu-Mythos (bzw. der von Lovecraft begründete und u.a. von Derleth und beiden Wilsons weiterentwickelte) Chtulhu-Mythos eine der größten Erzählungen der phantastischen Literatur des 20.Jahrhunderts dar. Einiges daran erscheint mir allerdings unlogisch bzw. inkongruent. Wieso sterben Menschen meistens sofort, wenn sie den unheimlichen Wesen dieser Nebelwelt begegnen? Mir würde es viel plausibler erscheinen wenn sie versuchen würden, sich mit denen zu verständigen, wieso solche Verständigungen dann scheitern wäre ein viel interessanteres Thema als die zwangsläufige Katastrophe.

Wieso wird das ganze Thema immer unter Horror subsummiert? Für mich ist das ganze Thema, bei dem es ja letztendlich um Aliens geht eher Science fiction. Und dann die Sprache: Lovecraft hatte seine Wort- und Namensschöpfungen damit begründet, dass die möglichst außerirdisch klingen sollten, da auf Lautkombinationen basierend, die es in keiner irdischen Sprache gibt. Damit kann er doch aber im Ernst keinen Alabricker hinter der Wega vorlocken: Chtulhu und Lloigor klingen keltisch, Azatoth alttestamentarisch, Shub-Niggurath assyrisch und Nyarlahotep altägyptisch. Schwache Leistung bezüglich außerirdischer Sprachen.

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Sonntag, 15. Januar 2017
Die Stimme der Gequälten
Offizielle Ankündigung
Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – die
ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"- Jenseits der
Gerichtssäle!
http://thevoiceforum.org/node/4313

⦁ 27. bis 29. Januar 2017 in Jena – Thüringen.
Save the date! Teilt die Veranstaltung!⦁

Das The VOICE Refugee Forum – Flüchtlingscommunity-Netzwerk von
AktivistInnen der Flüchtlings/MigrantInnencommunity wird zusammen mit
Anti-Abschiebungsaktivisten am Wochenende vom 27. bis 29. Januar 2017 in
Jena die erste Agenda zur Planung des Veranstaltungsprojekts “Black Box
Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"
präsentieren und diskutieren.

Es handelt sich um ein “Prepar-Tainment” - Wochenendtreffen zur
Vorbereitung des politischen Veranstaltungsprojekts “Black Box
Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"

Worüber wollen wir sprechen?
Unser Diskussionsschwerpunkt wird darauf liegen, wie wir die Kette der
Abschiebung von innen heraus brechen können, auf Strategiediskussionen
von Break-Deportation-Aktionen: Unsere historischen Hintergründe und
unsere vergangenen politischen Kämpfe gegen Abschiebung und soziale
Ausgrenzung werden die Leitlinie unseres fortgesetzten Einsatzes für
Gerechtigkeit und Menschenwürde sein.
Wir wollen darüber diskutieren, wie wir, die AktivistInnen der
Flüchtlings/MigrantInnengemeinschaft in Deutschland, die
unterschiedlichen Gesichter des Unrechts in Europa überwinden können.
Wir werden über unsere Erfahrungen, die Kämpfe und Kampagnen der
Flüchtlingscommunity gegen die Abschiebekultur des deutschen und
europäischen rassistischen Nationalismus und gegen die soziale
Ausgrenzung in Deutschland sprechen. Wir wollen darüber redem, wie wir
die Missbräuche und Verletzungen unserer Rechte, die Korruption des
Abschiebesystems, die gesellschaftliche Ignoranz auch der deutschen
Eliten und Politiker gegenüber der menschlichen Würde und der
Bewegungsfreiheit bekämpfen können.

Prepar-Tainment - Programm

Freitag und Samstag : Es werden Workshops und Podiumsdiskussionen
stattfinden. Parallel zu den Diskussionen wird die Fotoausstellung des
Proteststreiks der Flüchtlingscommunity “We will Rise” der
O-Platz-Bewegung gezeigt, auch Straßentheater, Kundgebungen und eine
Demonstration gehören zu unserer politischen Arena. Nach den
Diskussionen und Workshops findet ein Abendprogramm mit Soli-Musik und
Konzerten statt.

Samstagabend:

Kulturelle Beiträge und Live- Soli-Konzerte im Café Wagner, Jena. Auf
der Liste stehen:

⦁ Das Schwabinggrad Ballet zusammen mit der Hamburger Performancegruppe
Arrivati, die sich als »autonomes Kollektiv von Flüchtlingen und People
of Colour« bezeichnen
⦁ System D , “eine grenzüberschreitende musikalische Erfahrung, die
Unterdrückung, die politische Situation und Grenzkontrollen
herausfordert. Reggae ist nicht tot.” (Leipzig)
Sonntag : Fortsetzung der Diskussionen, Perspektiven auf dem Weg nach
vorne

Das “Black Box Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der
Gequälten" ist ein politisches Experiment und ein Prozess, um unseren
alternativen Freiraum wiederzuerschaffen und durch die Röntgenstrahlen
der politischen Solidarität der Flüchtlinge eine kritische Aufklärung zu
schaffen über die Dekaden des Flüchtlingskampfes gegen die Jahrhunderte
kolonialen Unrechts der Abschiebung.

Das Konzept ist ein Prozess aus Inspirationen unserer Kämpfe wie zum
Beispiel: der Internationale Flüchtlingskongress der Karawane 2000 in
Jena - der Beginn der Residenzpflicht-Kampagne; Oury Jallohs Tod in der
Polizeizelle Nr.5 in Dessau 2005 und die daraus folgenden
Gerichtsverfahren ab 2008, das Karawane-Festival 2010 gegen Koloniales
Unrecht in Jena, das Break Isolation Refugee Camp in Erfurt 2012, auf
dem der Protestmarsch von Würzburg nach Berlin 2012 organisiert wurde,
und das Internationale Flüchtlingstribunal 2013, die unter anderem von
The VOICE und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und
MigrantInnen organisiert wurden. (Siehe Links unten) Es steht im Geist
der Kontinuität der Kämpfe von The VOICE Refugee Forum seit 1994 im
Flüchtlingslager Mühlhausen.

Die Aktionen der Black Box sollen dazu dienen, die Ignoranz der
Gesellschaft gegenüber den Missbräuchen und den Verbrechen des
Abschieberegimes offenzulegen und die kolonialen Ungerechtigkeiten des
Systems sichtbar zu machen.

Wie Marcus Garvay sagte: “Vergesse niemals, dass Intelligenz die Welt
regiert und Ignoranz die Lasten trägt. Deshalb: Entferne dich so weit
wie möglich von der Ignoranz und strebe so weit wie möglich danach,
intelligent zu sein.

Wie in einem Tribunal soll das System angeklagt werden und es soll sich
eine Plattform bieten, auf der die Gequälten ihre eigenen Anklagen in
das öffentliche Bewusstsein tragen können. Es beinhaltet auch Elemente
des Festivals mit seinen kulturellen Beiträgen. Die Idee parodiert die
“Black Box” eines Flugzeugs. Sie beinhaltet sensible Informationen, die
entscheidend für das Funktionieren sind. Die Gequälten können ihre
Klagen einreichen, die die Basis für die nächsten Protestaktionen gegen
die allgegenwärtige koloniale Ungerechtigkeit bilden werden.

Schließt euch uns an für die Graswurzelkämpfe der
Flüchtlingscommunitybewegung im Jahr 2017 und macht aus “Black Box
Solidarity - die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten" eine
konkrete und ermächtigende Waffe der politischen Solidarität.

Durch unser Zusammenkommen werden wir weiter voneinander lernen, wie wir
unsere Stärke durch Selbstermächtigung ausbauen können, um diese Kultur
der Abschiebung zu durchbrechen und die unterschiedlichen Gesichter der
Ungerechtigkeit in Europa zu überwinden. Die meisten von uns sind Opfer
von Krieg, brutaler und habgieriger Ausbeutung sowie Ausgrenzung. Einige
von uns haben ihre Familie verloren, viele von uns sind getrennt von
ihren Kindern, Ehefrauen- oder Männern während unzählige von uns auf
ihrem Weg nach Europa unter den wachsamen Augen von FRONTEX gestorben
sind. Aus diesem Grund sind heute viele von uns traumatisiert. Doch
anstatt, dass man uns die nötige therapeutische und andere Unterstützung
gibt, werden wir diskriminiert und erleiden verschiedene Formen der
psychologischen Folter. Es wird von uns erwartet, dass wir dankbar das
unausgesprochene Label „Untermensch“ in der Bezeichnung Flüchtling
akzeptieren, weil hier keine Bomben auf unsere Köpfe fallen. - (Break
Deportation Culture – Deportation is criminal and we fight to stop
it! http://thevoiceforum.org/node/4210)

Abschiebungen und die damit verbundene Korruption des Rechtssystems und
des Regimes sind kriminell! Bekämpft rassistischen Nationalismus!

Lasst uns die Dinge aufschütteln! Bringt das Abschieberegime zu Fall!
Stoppt die Abschiebungen!

Bitte spendet und engagiert euch und arbeitet mit uns für eine
unabhängige Flüchtlingsgemeinschaft und schließt euch uns und unserer
Bewegung an für die Graswurzelkämpfe der Flüchtlingsgemeinschaften im
Jahr 2017 an, um aus پgThe Refugee Black Box” eine konkrete und
ermächtigende Waffe der politischen Solidarität zu machen

Die Veranstaltung wird durch öffentliche Spenden und
Solidaritätsbeiträge finanziert.

Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen, Code „Break
Deportation“
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29

http://breakdeportation.blogsport.de | http://thevoiceforum.org |
http://thecaravan.org

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Powersonntag
Nach einem exotischen Frühstück mit sehr vielen Jalapenos und Habaneros ins Dojo gegangen, heftig trainiert, mich an meiner eigenen gestiegenen Kraft und Kondition begeistert. Kleiner Flirt mit meiner früheren Trainerin. Mit einem anderen Sportkameraden über diverse Kampfsportarten und seinen neuen mixed style gefachsimpelt. Dann in die überfüllte Sauna, lauter Männer und halt Miriam, Profisportlerin mit Traumkörper. Martin, der direkt über ihr sitzt, sagt zu mir" Komm rauf, ich mach Dir Platz, hier ist die Aussicht besser!" Miriam lacht sich kaputt. Niemand würde das in dieser Umgebung als dumme Anmache werten. Sportlerinnen halt - entspanntes Verhältnis zu Körperlichkeit, Urvertrauen gepaart mit einem gewissen Grundnarzissmus. Anschließend Goulasch gegessen und Rotwein getrunken - buff, der knallt aber nach Training und Sauna. Perfect day.

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Freitag, 13. Januar 2017
Stellungnahme von Magsud Aghayev zur behördlichen Schikane gegen ihn
Magsud Aghayev erhielt im Jahr 2010 aufgrund eines Behinderungsgrads von
60% ein
Aufenthaltsrecht nach § 25 Abs. 3 AufenthG. Die zuletzt auf drei Jahre
verlängerte Aufenthaltserlaubnis lief am 13. Februar 2015 aus. Da die
Ausländerbehörde auch zwei Monate später keine Verlängerung ankündigte,
fragte er nach und erfuhr, dass die zuständige Sachbearbeiterin noch auf
Post vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wartete. Auf
Nachfrage bei der Außenstelle des BAMF in Hermsdorf erfuhr Magsud
Aghayev, dass die Ausländerbehörde erfolglos versucht hatte, vom BAMF
die Zustimmung zu seiner Abschiebung zu erwirken.

Konfrontiert mit der Ablehnung des BAMF und der Tatsache, dass § 25 Abs.
3 eine Abschiebung verbietet, wollte die Apoldaer Sachbearbeiterin
nichts erklären und forderte stattdessen zur Verlängerung der
Aufenthaltserlaubnis erneute ärztliche Atteste und eine schriftliche
Erklärung darüber, wie oft Herr Aghayev nach Aserbaidschan gereist sei.
Da er nicht so gut Deutsch schreibt, notierte die Sachbearbeiterin meine
mündliche Erklärung, dass sein Pass kürzlich aufgrund eines Versehens in
einer Sporttasche mit Familiengeschenken nach Aserbaidschan geschickt
wurde und binnen zehn Tage von einem Bekannten wieder mitgebracht werden
würde.

Einige Tage später erhielt Herr Aghayev eine polizeiliche Vorladung. Die
Polizei erklärte ihm, dass die Ausländerbehörde ihn wegen illegaler
Weitergabe seines Passes angezeigt hatte und forderte ihn auf, seinen
Pass vorzulegen. Nachdem er das innerhalb von 15 Minuten tat, erklärte
die Polizei die Angelegenheit für erledigt. Entsprechend erhielt Herr
Aghayev am 7.7.2016 einen Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft
Erfurt. Infolge dieses Bescheids fragte er mittlerweile acht Monate nach
Ablauf seiner Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde nach, wann
die Verlängerung erfolgen würde. Wieder verwies ihn dieselbe
Sachbearbeiterin mit Verweis auf ihren anhaltenden Kontakt mit der
Staatsanwaltschaft auf einen späteren Zeitpunkt. Als Herr Aghayev am
24.9.2016 einen Strafbefehl über 200 Euro vom Amtsgericht Apolda bekam,
stellte sich heraus, dass auf persönliches Betreiben dieser
Sachbearbeiterin das Strafverfahren wiederaufgenommen wurde.

Magsud Aghayev ist seit 2009 aktiv bei The Voice Refugee Forum und im
bundesweiten Netzwerk Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und
MigrantInnen. Er hat seitdem immer wieder an Protesten teilgenommen und
die Flüchtlingsgemeinschaft in Apolda organisiert. Schon 2010
durchforstete die Apoldaer Ausländerbehörde Zeitungen nach einem Bild
von ihm bei einer Versammlung außerhalb des Landkreises und erließ
infolgedessen einen Bußgeldbescheid wegen Residenzpflichtverstoßes. Kurz
darauf zeigten BehördenmitarbeiterInnen ihn an, vermeintlich
Nazisymbolik verwendet zu haben. Er wurde in zweiter Instanz vor dem
Landgericht Erfurt freigesprochen. Magsud Aghayev kann bei den
neuerlichen Erfarungen nur davon ausgehen, dass es der Ausländerbehörde
ein persönliches Anliegen ist, seinen Aufenthalt entgegen rechlicher
Normen zu beenden und bis dahin so unangenehm wie möglich zu gestalten.

Die Hauptverhandlung in der Sache findet am 18.1.2017 und 10.15 Uhr am
Amtsgericht Apolda, Jenaer Straße 8, 99510 Apolda, statt.

Kontakt The VOICE Refugee Forum Jena: thevoicerefugeeforum@riseup.net
Kontakt Rechtsanwältin Kristin Pietrzyk: 03641 628272,
KristinPietrzyk@kanzlei-elster.de

Zuständige Sachbearbeiterin Ausländerbehörde Apolda: Frau Ernst,
Telefon: 03644 540 788

Aktenzeichen Strafverfahren: Cs 121 Js 19605/15
Zuständige Staatsanwältin StA Erfurt: Frau Jacob, 0361 3775 400

Zuständiger Richter Amtsgericht Apolda: Dr. Pfeiffer, 03644 50290

Aktenzeichen BAMF-Bescheid über Abschiebeverbot 5919871-425
Zuständiger Sachbearbeiter BAMF: Herr Reichel, Referat M D 3 Nürnberg,
Telefon: 09119430n raciste et de la justice.
https://refugeestruggle.org/en/article/oury-jalloh

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Hochzeitsmessen - werch ein Illtum!
Als Jugendlicher dachte ich, eine Hochzeitsmesse sei eine Veranstaltung, wo sich Heiratswillige auf Messeständen feilbieten würden. Ich stellte mir das so ähnlich vor wie einen Sklavenmarkt.

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Mittwoch, 11. Januar 2017
Einweihung der Elbphilharmonie
Römische Arenen wie das Kolosseum lassen sich unter zwei Aspekten betrachten: Als großartige Baudenkmäler oder als Zeugen brutalster Grausamkeit, vielleicht KZ-Gedenkstätten vergleichbar. Beides hat seine Berechtigung. Bei der Elbphilharmonie klafft der Unterschied nicht gar so weit, dennoch ist die Diskrepanz vorhanden: Einerseits großartige Architektur und un(ge)erhörte Akustik, andererseits unglaubliche Geldverschwendung, Vertreibung armer Bevölkerungsgruppen und Luxussanierung eines ganzen Stadtbezirks gegen den letztlich erfolglosen Widerstand der unmittelbar Betroffenen und einer buntgefächerten alternativen Szene. Schade, dass Glas nicht brennt.

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Montag, 9. Januar 2017
Welche Drogen nehmen eigentlich die DrehbuchautorInnen von Tatort?
Die aktuelle Folge war wieder mal derart geballter Schwachsinn...

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Ich hab mich verguckt
In eine Frau aus meinem Dojo, die halt perfekt in mein Beuteschema passt: Lange schwarze Haare, groß, durchtrainiert, schlank, große Brüste, Kickboxerin. Wie komme ich an die ran?

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Servicewüste Deutsche Post
Am Abend vor Sylvester holte ich bei der Post ein Einschreiben mit Rückschein ab. Von 7 Schaltern waren 3 besetzt, es hing ein Plakat aus, auf dem angekündigt wurde, dass bis zum 30. Oktober noch Beratungsangebote zu Immobilienkrediten angenommen würden. Als ich nach einer halben Stunde Wartezeit endlich an der Reihe war wies ich die Schalterfrau darauf hin, dass dieses Angebot nicht mehr aktuell wäre. Darauf erwiderte sie, dass sie erstmal mein Einschreiben abstempeln müsste, bevor sie mir zuhören könnte. Boah, so wenig Multitasking, dass sie noch nicht einmal einen gesprochenen Satz aufnehmen kann, während sie mit dem schwierigen Akt des Stempelns beschäftigt ist? In jedem wettbewerbsorientierten privaten Dienstleistungsunternehmen hätten solche Leute keine Überlebenschance.

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Sonntag, 8. Januar 2017
Glückwünsche
An meine bewunderte Bergheldin Ines zu "Lost in China" und an Stephen Hawking zum 75.


http://blog.arcteryx.com/lost-in-china-ines-papert-and-luka-lindic-on-kyzyl-asker/

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Mittwoch, 4. Januar 2017
Benzin im Blut, Urin im Tank
Von Chrysler gibt es eine "Touring Edition". Nun sah ich eines dieser Fahrzeuge, bei dem mehrere Buchstaben dieser Bezeichnung abgefallen waren. Nun steht dort: Urin Edition. Hmm. Ist das vielleicht einer dieser Diesel mit Harnstoff-Einspritzung?

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Postfaktisches Köln oder von der schrecklichen Sylvesternacht zum racial profiling
Fakt ist, dass zu Sylvester und Karneval und Weihnachtsmarkt die organisierten Banden von Taschendieben losziehen, das sind ihre umsatzstärksten Tage. Fakt ist, dass viele davon aus Nordafrika stammen, wo das noch eine klassische Form von Armutskriminalität darstellt. Fakt ist, dass die oft in Gruppen auftreten, Leute antanzen und dabei Portemonnaie oder Brieftasche abziehen, und, wenn die Opfer attraktive Frauen sind, diese auch noch begrapschen. Alles verbreitet, unangenehm, kriminell, widerlich. Und in der Sylvesternacht 2015-16 hat das alles ein ganz ungewohntes Ausmaß angenommen, die unterbesetzte Polizei war hilflos. Über 500 Strafanzeigen gab es allein in dieser Nacht in Kölle. Daraus wurde im Nu ein Medienhype, und nun folgten auf die Fakten die Fiktionen, etwa ins Netz gestellte Bilder und Videos von Vergewaltigungs- und Prügelszenen, die im Original aus Kairo, Budapest oder London stammten. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt wurde auch klar, dass die üblichen Verdächtigen - Pro Köln, Pro NRW, Pegida, AfD - an dem Hype mitstrickten. Im Verlauf des Jahres 2016 führte dann kritische Medienberichterstattung zu der Erkenntnis, dass die Ereignisse nicht das Ausmaß erreicht haben konnten in dem sie zunächst dargestellt worden waren. Von Massenvergewaltigungen o.ä. kann jedenfalls nicht die Rede sein.

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/silvesternacht-102~_compage-1.html
https://www.freitag.de/autoren/antjeschrupp/koeln-ist-nicht-kairo-warum-wir-einen-kuehlen-kopf-bewahren-sollten
https://www.welt.de/vermischtes/article151094026/Fake-Fotos-gaukeln-Uebergriffe-auf-Frauen-vor.html
https://de.qantara.de/inhalt/sexuelle-uebergriffe-auf-frauen-in-der-silvesternacht-der-aufschrei-von-koeln


Wie dem auch sei, das Ganze hatte etwas zu tun mit Straßenkriminalität, Alkohol und sexualisierter Gewalt. Alles schlimm genug - aber ein Zusammenhang zur Asylpolitik, speziell zur "Willkommenskultur" besteht ebensowenig wie zum Islamismus, und von Clash of Cultures kann erst recht keine Rede sein. Diese Zusammenhänge wurden im weiteren Diskurs aber herbeigewillkürt. Im Vorfeld der letzten Sylvesternacht war frühzeitig davon die Rede, dass eine besondere Sicherheitslage herrsche und die Polizei besonders massive Präsenz zeigen würde. Die Medienstimmung klang nach Alarmstufe rot, und ich bemerkte schon mit skeptischer Aufmerksamkeit, dass von der relativierenden Berichterstattung zu dem Thema die vorher stattgefunden hatte nichts mehr zu spüren war. Dann blieb es erfreulicherweise ruhig. Die Kölner Domplatte war ein sicherer Ort. Einerseits. Andererseits wurde von der Polizei massenweise junge Männer abgefangen, die aufgrund ihres maghrebinischen Erscheinungsbilds als potenziell verdächtig erschienen. Sicher wurden dabei tatsächliche Belästiger/Belästigenwoller dingfest gemacht. Dafür wurde eine größere Personengruppe eingekesselt. Beim Hamburger Kessel wurden hinterher die Rechtswidrigkeit des Einsatzes festgestellt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Kessel

Gelten für junge Männer aus Nordafrika andere Grundrechte als für linke Deutsche? Es wurde von der Polizei berichtet, dass viele der kontrollierten Männer alkoholisiert waren und Feuerwerkskörper mit sich führten. Das wurde in einem Tonfall geäußert, als ob das für die Gefährlichkeit der Kontrollierten spräche. Junge Männer laufen alkholisiert ! mit Feuerwerkskörpern dabei !! durch die Sylvesternacht !!!
Boah, was für eine Nachricht! In Rotterdam ist gestern ein Sack rostige Nägel umgefallen. In Boheí ist heute ein Wasserbüffelfuhrwerk im Reisfeld steckengeblieben.

Angesichts der außergewöhnlich hohen Anzahl der angezeigten sexuellen Belästigungen beim vorigen Sylvester ist aber noch etwas ganz anderes zu fragen. War die ethnische Herkunft der Belästiger entscheidend dafür, dass angezeigt wurde? Wie hoch ist die Dunkelziffer bei anderen Ereignissen, etwa Betriebsfeiern, Schützenfesten, Feuerwehrfesten auf dem Dorf, beim Karneval, beim Oktoberfest, auf der Reeperbahn?

Damals, in der Abizeit, war eine beliebte Nummer auf Bernies Parties "Leah antanzen". Von hinten an sie ran und mit beiden Händen ihre Brüste umfassen. Haben viele Jungs gemacht und sich nichts bei gedacht. Zum Glück war sie stabil genug um es geschehen zu lassen, aber angenehm war es ihr nicht. Später, in der Firma, hat der Topvertriebler auf der Weihnachtsfeier meine Teamkollegin angefasst und eine geballert bekommen. Dann schnappte er sich eine neunzehnjährige Azubine. Die konnte sich nicht wehren. Konsequenz: Null. Das war eine Vertriebsorganisation, man macht nichts gegen das beste Pferd im Stall.

Wir haben auf dem Oktoberfest ca 13.000 Beschäftigte.

Davon sind 1.500 jüngere weibliche Bedienungen. Jeder dieser 1.500 durchaus auch nach Optik ausgewählten Dirndl-Mädels
wird sagen wir mal pro Tag einmal sexuell
belästigt, genau einmal!
Oktoberfest dauert 16 Tage.

Szenenwechsel: Ausflugsdampfer auf dem Rhein, Loreley-Fahrt.


O-Ton jüngerer weiblicher Serviererinnen: na so zwei, drei, viermal am Tag
benehmen sich die Herren der Schöpfung schon komisch, um es mal so zu
sagen. Bis zu 4 mal am Tag...auf einem gemütlichen Rheindampfer,
tagsüber und ohne Gröhl-Saufen.

32 Sexualdelikte an allen 16 Wiesentagen - das glaubt die bayrische
Polizei doch nicht einmal im Vollsuff...

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EHC-Watchblog eingerichtet
Das Essener Unternehmen European Homecare (EHC), das deutschlandweit
zahlreiche Flüchtlingsunterkünfte betreibt, war in den letzten Jahren
immer wieder in Skandale verwickelt: Im westfälischen Burbach
misshandelten Mitarbeiter über Monate hinweg Flüchtlinge. Im hessischen
Marburg entließ das Unternehmen eine Heimleiterin, weil sie zu viel
Mitgefühl mit den Bewohnern zeigte. Im sauerländischen Finnetrop soll
ein mehrfach vorbestrafter EHC-Heimleiter eine Syrerin vergewaltigt haben.

Um diese Skandale zu dokumentieren und die Machenschaften des
profitorientierten Unternehmens EHC aufzudecken, wurde nun unter
http://ehcwatch.blogsport.eu ein neuer Watch-Blog eingerichtet. Auf
dieser Internetseite werden Berichte über EHC gesammelt. Außerdem können
betroffene Flüchtlinge und interessierte Bürger dort ihre Erfahrungen
anonym und sicher veröffentlichen.

Mit diesem Projekt soll der öffentliche Druck auf EHC erhöht werden.
Damit das funktioniert, benötigen wir Ihre Hilfe: Schicken Sie uns Ihre
Erfahrungsberichte. Erzählen Sie anderen von dem Projekt. Verlinken Sie
den Watch-Blog auf Ihren Internetseiten. Nutzen Sie Ihre
Social-Media-Kanäle. Informieren Sie die politischen Entscheidungsträger
in Ihrer Kommune über die Machenschaften von EHC. Mit jedem dieser
Schritte tragen Sie dazu bei, dass der Druck auf European Homecare und
seine Vertragspartner wächst und sich die schrecklichen Skandale der
letzten Jahre nicht wiederholen.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Die Initiatorinnen und Initiatoren des EHC-Watch-Blogs
http://ehcwatch.blogsport.eu

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Montag, 2. Januar 2017
Von Diskursen, sozialen Gruppen und sozialer Kompetenz
Insgesamt habe ich 18 Jahre meines Lebens eng in linkssubkulturelle Szenezusammenhänge eingebunden gelebt, wozu die 7 Jahre meines Studiums gehörten, aber eben nicht nur, nicht einmal schwerpunktmäßig, wenn gerade diese Zeit auch besonders prägend war. Erlernt wurde dort vor allem ein bestimmte Art von Sozialverhalten. Gelernt fürs Studium wurde in Gruppen, es wurden auch autonome Seminare als selbstorganisierte Gegenveranstaltungen gegen den offiziellen Lehrbetrieb veranstaltet, es fanden zweimal im Semester Klausurtagungen statt, wo wir uns für ein verlängertes Wochenende in einer Berghütte oder einem Tagungshaus einquartierten, und dann wurde da politische Texte von Marx bis Alltagssexismus ebenso diskutiert wie unsere Strategie als Politgruppe, gemeinsam gekocht, gegessen, getanzt und geliebt. Inklusive therapieartiger Diskussionen unseres Sozialverhaltens auf dem heißen Stuhl. Wir vertraten nicht nur sozialistische Inhalte, wir waren auch eine soziale Gruppe. Das setzte sich auch nach dem Studium fort. Es war selbstverständlich, dass Genossinnen aus einer anderen Stadt die ein Quartier brauchten bei einem pennen konnten, es war ebenso selbstverständlich, dass wir darauf in anderen Städten Anspruch erheben konnten, niemand benötigte je ein Hotel, selbst wenn das bedeuten konnte gemeinsam in einem Bett zu schlafen. Es war selbstverständlich dass jemand mein Auto haben konnte wenn er/sie keins hatte und eben mal eines brauchte. Dass alles war so selbstverständlich dass es nicht einmal thematisiert wurde. Wenn eine Wohnung renoviert werden musste oder jemand umzog gab sich die halbe Szene ein Stelldichein, und bei den Genossinnen mit Hand anzulegen wurde als Grundregel sozialer Kompetenz angesehen.

- Wenn ich heute linke oder feministische Diskurse verfolge tue ich das mit einem ähnlichen Interesse wie damals, wie damals mit einer ambivalenten Mischung aus Empathie, Solidarität, Kritik, Belustigung und Entsetzen, je nachdem. Zumindest bezüglich gebloggter Auseinandersetzungen und auch bezogen auf zumindest einen Teil der wenigen betreffenden Menschen die ich auch real kennenlernen konnte habe ich allerdings den Eindruck, dass von dieser Selbstverständlichkeit im sozialen Miteinander nichts vorhanden ist. Ich könnte mir allerdings auch kaum vorstellen dass Leute wie **** oder ****** sonderlich hilfreich bei einem Umzug oder einer Renovierung wären;-)

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Sonntag, 1. Januar 2017
An alle, die hier lesen
Herzlich willkommen in 2017 und ein Superjahr für Euch!

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