Montag, 30. Mai 2016
Ach Gottchen, Alexander Gauland!
Der Mann äußert sein Bedauern darüber, dass seine Äußerung als Beleidigung von Jerome Boateng rübergekommen sei, bestreitet, Rassist zu sein, sagt aber, dass ein Unbehagen bezüglich Menschen nichteuropäischer Herkunft wohl statthaft sei. Herr Gauland, was ist Rassismus? Doch wohl eher dieses besagte Unbehagen. "Ich bin kein Rassist, aber man muss doch wohl mal etwas gegen Neger, Mulatten, Quadronen und sonstige Bimbide sagen dürfen" ist so die Position, mit der man sich glücklich mit dem Ku-Klux-Klan oder der National Front treffen kann. So explizit würde das noch nicht mal die NPD ausdrücken. Ich wünsche einen entspannten Sommerurlaub auf den Kanaren. Da wird man schön braun.

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Samstag, 28. Mai 2016
Heult doch! Meredith Haaf tut Wahres kund
Dieses Buch ist eine Abrechnung mit der Generation Rabäh (die eigentlich weniger eine Generation als ein bestimmtes Millieu ist, das ich in meiner Generation schon angetroffen hatte, ist auf diesem Blog ja schon intensivst bearbeitet worden, Klammer zu) die ich wirklich köstlich finde. Dass sie gemeinsam mit Susanne Klingner, Katrin Rönicke und Barbara Streidl von der Jammerelsenfraktion aus der Mädchenmannschaft rausgemobbt wurde ist sicher kein Zufall. Auch nicht, dass letztere Gruppe für sich mit moralinsaurer Verve Beachtung einfordert, die möglichst auf Einladungen zu Vorträgen, Jobs und Publikationsverträgen hinausläuft. Kampf um gesellschaftliche Veränderung sieht anders aus.




http://www.lovelybooks.de/autor/Meredith-Haaf/Heult-doch-758759346-w/rezension/955251561/

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Dienstag, 24. Mai 2016
Open Doors - sogenannte christliche Hilfsorganisation hetzt gegen muslimische Flüchtlinge
Eine kürzlich veröffentlichte Erhebung über die angeblich systematische Verfolgung von christlichen Flüchtlingen durch Muslime in deutschen Asylbewerberheimen ist nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von zweifelhafter Aussagekraft.

Das zum evangelikalen Spektrum zählende christliche Hilfswerk „Open Doors“ hatte am 9. Mai eine Erhebung über „Religiös motivierte Übergriffe gegen christliche Flüchtlinge in Deutschland“ veröffentlicht und von flächendeckenden Fällen von Gewalt und Drangsalierung gegenüber Christen in den Unterkünften berichtet. Zahlreiche Medien berichteten über die Erhebung.

Nun bestätigte die Organisation, dass fast zwei Drittel der in der Erhebung aufgeführten mutmaßlichen Opfer aus einer einzigen Gemeinde in Berlin stammten. In der Publikation heißt es aber: „Die Erhebung fand deutschlandweit statt.“

Die Prüfung eines dieser Fälle habe begründete Zweifel an der Darstellung der Opfer ergeben. So erhob der Heimbetreiber seinerseits den Vorwurf, die mutmaßlichen Opfer hätten den Konflikt bewusst herbeigeführt, um eine Umsiedlung in eine bessere Unterkunft zu erreichen, heißt es in dem Bericht.

In einem anderen von „Open Doors“ als besonders krass dargestellten Fall hätten der Betreiber der Unterkunft sowie ein Pfarrer, der das Opfer betreut, gesagt, dass der christliche Glaube des Mannes nicht Ursache des Konflikts gewesen sei. Darüber hinaus konnte „Open Doors“ dem Bericht zufolge binnen einer Woche nicht einen einzigen Fall aus einer kirchlich betriebenen Unterkunft einer Nachprüfung zugänglich machen, obwohl Geschäftsführer Markus Rode erklärt hatte, er kenne 500 solcher Fälle.

Vorwürfe an Politik und Kirchen

Christliche Organisationen, darunter das der theologisch konservativen Deutschen Evangelischen Allianz nahestehende Netzwerk „Open Doors“, hatten am 9. Mai Ergebnisse einer eigenen Umfrage in Flüchtlingsunterkünften vorgelegt.

Darin sind 231 Fälle dokumentiert, in denen christliche Flüchtlinge angaben, aufgrund ihres Glaubens beleidigt, bedroht oder verletzt worden zu sein. In 86 Prozent der Fälle handelte es sich den Angaben zufolge um Menschen, die zum christlichen Glauben übergetreten sind.

Die Organisationen sprachen von einer systematischen Verfolgung durch vor allem muslimische Flüchtlinge und Wachdienste und warfen Politik und Kirchen vor, dies zu verharmlosen. Evangelische und katholische Kirche wiesen daraufhin den Vorwurf zurück, sie würden Drangsalierung christlicher Flüchtlinge in deutschen Asylheimen bagatellisieren, und verwiesen auf die unzureichende Datenlage zu dem Thema

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Dienstag, 17. Mai 2016
Flüchtlingsnot versus inszenierte "Willkommenskultur" - eine aktuelle Publikation der Gewantifa, Leseempfehlung
Liebe FreundInnen und GenossInnen,

2015 gelang es erfreulicherweise zahlreichen Refugees zeitweilig das Grenzregime an den EU-Außengrenzen massenhaft zu durchbrechen. Durch geschickte Inszenierung einer so genannten „Willkommens-Kultur“ entstand eine Lage, dass große Teile der so genannten Flüchtlingsbewegung ganz praktisch an der von der Bundeskanzlerin verkündeten „Willkommens-Kultur“ mitzuarbeiten begannen, vielfach aber auch ohne zu vergessen, dass es nur die Begleitmaßnahmen zu großen Abschiebe-Aktionen sind und eine bösartige Zergliederung der Refugees in „gute“ und „schlechte“, in „brauchbare“ und „unbrauchbare“ erfolgt gemäß der Devise: ausbeuten die einen, abschieben die anderen. Völlig klar ist, dass in dieser Atmosphäre der so genannten Will­kommens-Kultur die Asylgesetzgebung brutal verschärft wurde. Bezeichnend war und ist dabei das Zusammenwirken von Nazi-Mobilisierung und Verschärfung des staatlichen Rassismus. In einem sind sich die staatstragenden Politiker in Deutschland dabei alle einig: Die EU-Außengrenzen müssen dicht gemacht werden und dicht bleiben.

Unsere neueste Broschüre hat dies zum Thema:

Staatlicher Terror und Nazi-Terror gegen Refugees 2015/16

· Nazi-Attacken gegen Refugees und Brandanschläge gegen Unterkünfte der Refugees

· Abschiebungen und mörderische „Abschottungspolitik“

· Proteste der Refugees und Solidarität

Anhang:

Schlaglichter auf die Kontinuität der mörderischen deutschen „Flüchtlingspolitik“ und des Nazi-Terrors gegen Refugees 1993-2014

Die 28 Seiten umfassende Broschüre findet ihr im dem Link als PDF-Datei. Ihr könnt sie natürlich auch gerne bestellen. Ebenso freuen wir uns wie immer auch, wenn ihr auf eigenen Homepages von euch einen Hinweis darauf verlinkt.

http://gewantifa.blogsport.eu/staatlicher-terror-und-nazi-terror-gegen-refugees-201516/

Solidarische Grüße

Gewantifa

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Montag, 16. Mai 2016
Frühling in der Stadt, Parkimpressionen
Vor den Eisheiligen war es ja schon richtig schön, und an Himmelfahrt und dem langen Wochenende danach waren wir viel "zur Luft gegangen", wie das bei uns heißt. Auffällig war, dass am Vatertag genauso viele Frauen wie Männer mit Bollerwagen unterwegs waren, teils in gemischten Gruppen, teils als reine Frauencliquen, und auch genauso besoffen. Ob die auf diese Art auch Muttertag feiern?








Auf jeden Fall, von Pöbeleien, Schlägereien oder sexuellen Belästigungen bekamen wir nichts mit, es war vielmehr alles sehr friedlich. Lediglich den Waldgolfern kamen die Suffköppe in die Quere - während sich die Wildgänse von den grölenden Horden nicht beirren ließen, sondern quer durch die Menschenpulks hindurchspazierten.














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Massai verbinden den Kamp um ihre Rechte mit dem Umweltschutz -Spendenaufruf
seit Jahrzehnten kämpfen die Massai in Kenia und Tansania um ihr Land und ihre traditionelle Lebensweise.

Nun könnten sie diesen Kampf verlieren: Wilddiebe und zwielichtige Regierungsbeamte haben es auf ihr Land abgesehen und Großunternehmer wollen dort Ferienanlagen für Safari-Touristen bauen.

Doch jetzt will eine Massai-Gruppe in Kenia mit einer genialen Idee zurückschlagen: Sie will ihre eigenen Landflächen zu einem neuartigen Reservat zusammenlegen, das sie selbst verwaltet. Das würde nicht nur die Heimat und die Bräuche der Massai schützen, sondern auch einen wichtigen neuen Lebensraum für Tiere schaffen — einen Wildtierkorridor, in dem Elefanten, Löwen und Gnus frei herumlaufen.

Dieser Plan könnte zum Musterbeispiel für den Umweltschutz und unsere Kampagnenarbeit werden. Um ein wichtiges Ökosystem zu schützen, müssen wir eine Regierung meist jahrelang dazu drängen, einen Park einzurichten — und oftmals schützen die Beamten diesen dann nicht. Diesmal könnten die Massai ihr eigenes Reservat einrichten und es selbst leiten!

Doch viele ausländische Investoren reißen sich um ihr Land und deshalb brauchen die Massai schnell das nötige Geld, um das Reservat auf die Beine zu stellen, Zäune abzureißen und dann junge Leute als Ranger auszubilden und zu bezahlen.

Mit einem dringenden Hilferuf haben sie sich an unsere Gemeinschaft gewandt.

Spenden Sie jetzt — helfen wir den Massai und tragen wir mit Kampagnen dazu bei, dass sie und andere bedrohte indigene Völker auf der Welt unterstützt werden:

JA, ICH SPENDE 2€

JA, ICH SPENDE 4€

JA, ICH SPENDE 8€

JA, ICH SPENDE 16€

JA, ICH SPENDE 32€



Um einen anderen Betrag zu spenden, klicken Sie bitte hier.

Seit Jahrzehnten ringen die Massai um das Land ihrer Vorfahren, weil profitgierige Massentourismus-Unternehmen und Regierungsbeamte ländliche Gebiete aufkaufen, verkaufen und umfunktionieren, auf die sie seit Generationen angewiesen sind. Der Tourismus hat der kenianischen Wirtschaft Milliarden eingebracht. Doch die Massai (die rechtmäßigen Landbesitzer!) haben davon fast nichts gesehen.

Daran wollen wir jetzt etwas ändern. Wenn diese Massai-Gemeinden die Kontrolle über ihr Land erhalten und direkt vom Umweltschutz und vom nachhaltigen Tourismus profitieren können, ist es am besten geschützt — so sagen es die Experten.

Der Wildtierkorridor ist für die vielen faszinierenden Tiere lebenswichtig, die jedes Jahr bei der großen Artenwanderung die Serengeti bis zur Masai Mara durchqueren. Die Massai-Gemeinde hat bereits über 1600 Hektar Land für das Reservat zugesagt. Wenn wir jetzt alle spenden, könnten wir dieses tolle Projekt in seinem ersten Jahr finanzieren und andere internationale Organisationen dazu auffordern, genauso viel beizusteuern. Außerdem könnten wir mit Kampagnen zum Schutz indigener Völker auf der ganzen Welt beitragen.

Nelson Ole Reiyia, der das Projekt der Gemeinschaft leitet, sagt: „Mit der Unterstützung von Avaaz könnte der Traum meiner Gemeinschaft, zusammen unser Land zu retten, endlich wahr werden! Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass so viele Menschen aus aller Welt uns bei der Verwirklichung unseres Traums zur Seite stehen.” Tragen Sie jetzt dazu bei:

JA, ICH SPENDE 2€

JA, ICH SPENDE 4€

JA, ICH SPENDE 8€

JA, ICH SPENDE 16€

JA, ICH SPENDE 32€



Um einen anderen Betrag zu spenden, klicken Sie bitte hier.

Unsere Gemeinschaft kann bereits auf eine stolze Zusammenarbeit mit den Massai zurückblicken. Als die tansanische Regierung die Massai von ihrem Land vertreiben wollte, um es Jägern zu ermöglichen, dort aus Hubschraubern heraus Jagd auf Wildtiere zu machen, sind wir eingeschritten. Über zwei Millionen von uns haben den Präsidenten Tansanias dazu gedrängt, die Vertreibungen zu stoppen. Nun können wir einer weiteren Massai-Gemeinschaft helfen, ihre inspirierende Idee zum Schutz ihres Landes zu verwirklichen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Alice, Allison, Joseph, Antonia, Spyro, Dalia, Ricken, Emily, Nic, Rosa und das ganze Avaaz-Team

P.S. Der biologische Korridor war einst eine Kinderstube für Elefanten — wir können jetzt dazu beitragen, sie wieder zum Leben zu erwecken! Seit nur drei Monaten ist die Gemeinschaft dort am Werk und viele Löwen, Zebras, Giraffen und Elefanten kehren bereits zurück und gebären sogar ihre Jungen dort!


Quellen:

Grund- und Bodenrechte für Massai gesichert (Wiener Zeitung)
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/kommentare/814205_Grund-und-Bodenrechte-fuer-Massai-gesichert.html

Stehen wir den Massai zur Seite (Avaaz)
https://secure.avaaz.org/de/stand_with_the_maasai_loc/

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Dienstag, 10. Mai 2016
Zettel: Ein Nachruf
Einfach war er nicht. Zettel war ein emeritierter Naturwissenschaftler, ich meine Biologe, der exquisit höflich doch hart in der Sache auf seinem Blog über alles nur Mögliche schrieb. Politisch verstand er sich als Liberaler, durchaus nicht in dem Sinne wie jene Blogliberalen die häufig bei ihm kommentierten und ihn verlinkten sondern eher im Sinne der FDP zur Zeit der Schmidt-Genscher-Koalition. Dass seine geistigen Wurzeln vor allem in dieser Zeit lagen machten auch seine Abrechnungen mit Linken deutlich, die so gut wie gar nichts mit heutigen westdeutschen Linken zu tun hatten, sondern sich auf einen Menschentypus bezogen, der in den Siebzigern die Unis bevölkert hatte: Mit einem Antiimperialismusbegriff, der die USA und Israel als die Hauptfeinde der Arbeiterklasse betrachtete, mit einem klaren Schwarz-Weiß-Denken und autoritären Verhaltensstrukturen. Wenn Zettel über Linke wetterte dann arbeitete er sich an einem Typ Menschen ab die selber schon Geschichte waren. Und selbst vertrat er einen naturwissenschaftlichen Positivismus, der von einem linguistic turn nie etwas gehört hatte. Er vertrat dies alles immer auf faire Weise. Während andere nur zu oft sachlich beginnende Diskussionen zu wilden Kommentarschlachten eskalierten verlor er nie die Contenance. Am 25.2.2013 starb er überraschend nach kurzer Krankheit. Ich erinnere an einen trotz vieler Kontroversen geschätzten und geachteten Diskussionspartner.

http://www.welt.de/debatte/article113985929/Zettels-Raum-war-eine-Oase-der-Vernunft.html

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Bersarin erläutert uns, warum wir TTIP brauchen
https://bersarin.wordpress.com/2016/05/04/weshalb-wir-ttip-brauchen/#comment-9901

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Montag, 9. Mai 2016
Autofrühling
Da schwärmen sie wieder aus, die flotten Oldtimer und Spaßmobile zu gutem Wetter.







Bei diesem Fahrzeug werden sich Manche fragen, wieso sich hinter der Kofferraumklappe noch ein Koffer befindet. Donaldisten wissen allerdings, dass die Klappe für die Neffen ist, während vorne Donald und Daisy sitzen.







In meinem linken Umfeld stehe ich ja mit meiner Begeisterung für solch formschöne Fahrzeuge eher alleine da, für die Meisten sind das schlicht Bonzen- und Zuhälterkarren, die man in die Luft jagen sollte. Wer so denkt hat allerdings kaum Kontakt zu Handwerksmeistern oder IT-Kaufleuten, für die derlei Schlitten nicht nur Spaßmobile, sondern auch Steuersparmodelle sind, oder zu Industriemalochern, die so etwas leasen. Die mir bekannte linke Szene besteht halt mehrheitlich aus Prekarisierten einerseits und Leutz aus dem Öffentlichen Dienst andererseits. Die erste Fraktion ist echt arm, die zweite, nun, wie soll ich es sagen, puritanisch orientiert. Als ich da mal eine Frau dieser Kreise - Lehrerin - darauf ansprach, gehört zu haben, dass es echte Nylons nicht mehr gäbe, woraus denn Damenstrümpfe heute seien fragte sie mich, ob ich Strumpfhosen meine. Nein, erwiderte ich, so Strapsteile. Sie wusste nicht, dass es so etwas überhaupt gibt.

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Antikriegstag
Fast verpennt, war am 08. Mai, Befreiung vom Faschismus. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Welt heute, also im Weltmaßstab, friedlicher ist als 1945. Wir haben eigentlich wieder einen Weltkrieg, nur wird der anders ausgetragen: Als bis zum Maximum eskalierter Guerrilla- oder Partisanenkrieg auf der einen und als Low Intensity Warfare auf der anderen Seite. Das eigentlich Erschreckende ist die öffentliche Wahrnehmung: Verharrte noch im Korea-Krieg die Weltöffentlichkeit in Schockstarre, löste der Vietnamkrieg weltweite massive Proteste aus, die mit Bürgerrechtsbewegung, Forderungen nach mehr Demokratie und dem Wiederaufflammen von Klassenkämpfen zu einer weltweiten linken sozialen Bewegung führten, so bedeutete der 1991er Golfkrieg, der Zweite Golfkrieg zumindest eine internationale Empathiewelle für die Opfer und eine letzte starke Mobilisierung der Friedens- bzw. Antikriegsbewegung. Verglichen damit sehen alle heutigen Reaktionen hilflos aus. Objektiv, d.h. an den Ereignissen orientiert, gerade auch in Koinzidenz mit Panama-Papers und gesamtwestlichem Rechtsruck müssten eigentlich ideale Bedingungen für ein linkes Levée en Masse herrschen. Ist aber nicht so.

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Samstag, 7. Mai 2016
Saison eröffnet
Heute im Rahmen einer Wanderung erstmals in diesem Jahr wieder geklettert, an einer Klippe im Harz. Nur Klippe, keine Wand, aber free solo. Es geht wieder los!

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Mittwoch, 4. Mai 2016
Prozessbeginn gegen den korporierten Schläger und Neonazi-Aktivisten Jaenecke
Am 11. Mai um 9:00 beginnt die erste Verhandlung gegen die beiden
Angeklagten Jan Philipp Jaenecke und Michael S.. Im vergangenen Juli
hatten beide als studentische Mitglieder der Landsmannschaft Verdensia
den Sprecher der Wohnrauminitiative Göttingen angegriffen und schwer
verletzt. Bei einem durch die Verbinder verursachten Sturz riss dieser
sich das Kreuzband und den Meniskus und erlitt einen Knorpelschaden.
Während Michael S. weiter Mitglied der Landsmannschaft Verdensia bleiben
durfte, musste Jan Philipp Jaenecke die Verbindung verlassen. Es stellte
sich heraus, dass Jaenecke nicht nur Sympathien für die extrem rechte
„Identitäre Bewegung“ artikulierte, sondern auch Mitglieder des
Fachschaftsrates der Sozialwissenschaftlichen Fakultät zuvor bereits
massiv bedroht hatte.

Inzwischen ist Jaenecke ein maßgeblicher Akteur des „Freundeskreis
Thüringen/Niedersachsen“. Er meldete Kundgebungen dieser völkischen
Gruppierung an und trat bisweilen auch als Redner auf. In diesem
Zusammenhang zeigt er keinerlei Berührungsängste zur neonazistischen
Szene der Region, im Gegenteil. Während sich Lars Steinke als sein
Mitstreiter bei der „Jungen Alternative“, kurz nach dem Bekanntmachen
der „Freundeskreis“-Verbindungen zu neonazistischen Akteuren, zum Schutz
seiner politischen Karriere bei der AfD zurückzog, etablierte sich
Jaenecke als ein maßgeblicher Organisator des „Freundeskreis
Thüringen/Niedersachsen“. Damit macht er politisch gemeinsame Sache mit
NPD-Politikern wie Thorsten Heise oder dem Vorstandsmitglied der
NS-verherrlichenden Kleinstpartei „Die Rechte“, Mario Messerschmidt.

„Solch ein Prozess gegen einen etablierten Neonazi der Region und
Gewalttäter wird in Göttingen nicht unbegleitet bleiben. Jaenecke ist
nun endgültig Teil militanter Neonazi-Strukturen. Er bleibt damit
weiterhin eine Gefahr nicht nur für Linke, sondern auch für alle jene,
die nicht in sein völkisches Weltbild passen“, sagt Jutta Lierbach,
Pressesprecherin der Basisdemokratischen Linken Göttingen (BL). Die BL
ruft dazu auf, den Prozess solidarisch und kritisch zu begleiten.
Treffpunkt ist 8:30 Uhr vor dem Amtsgericht Göttingen, Maschmühlenweg 11.

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Dienstag, 3. Mai 2016
Pech für die Panzerknacker oder eine Frau die sich wehrt
Coole Reaktion, das. Wahrscheinlich wird aber selbst die Verbreitung dieses Videos in bestimmten Kreisen noch als "Victimblaming" wahrgenommen.

http://web.de/magazine/panorama/verpruegelt-grapscher-31532412

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