Sonntag, 16. Juni 2024
Back again
Nach 6 Wochen krankheitsbedingter Abwesenheit war ich heute wieder bei meiner Stammkampfsportgruppe. Wunderbar war die Herzlichkeit, mit der meine SportgenossInnen mich begrüßten.

Wir hatten diesmal die Mischung Thai-Boxen, Taekwondo und Capoeira.


Meine Lieblingsschwester hatte mir ja geraten, diesen "Super-Power-Macker-Egoshooter-Sport" aufzugeben und stattdessen Yoga, Tai Chi oder Qui Gong zu machen. Was das Mackertum angeht: der eine Kurs besteht zu Dreiviertel aus Frauen, in dem anderen bin ich der einzige Mann. Aber ihr Weltbild ist das von Generation Emma, wo kickboxende Frauen nicht vorkommen, aber bis in alle soziokulturellen Winkel moralisch durchdekliniert ist, was gut oder böse ist und eine ökopazifeministischvegane Matrix die Norm für alles ist. Abgesehen davon, dass das fernöstlich-meditative in unserem Sport durchaus enthalten ist. Und nenne mir jemand ein Yoga, bei dem ich 1000 Kalorien die Stunde verbrenne und mich fit für die Viertausender trainiere.



BTW: Was hierzulande als Yoga praktiziert wird hat mit dem, was in Indien darunter verstanden wird auch nichts zu tun. Dort ist es keine entspannende Gymnastik, sondern ein asketisch-gnostischer Lebensentwurf.

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Montag, 3. Juni 2024
Die Streifzüge des Bizarrologen, heute: Gesundheitsratgeber
Online-Ratgeber zum Thema "Bergsteigen und Bluthochdruck bzw. Kreislaufprobleme": "Bis in 4000 Meter Höhe können Menschen mit mittlerem Bluthochdruck oder leichter Herzinsuffizienz noch Bergtouren unternehmen, sollten aber größere Anstrengungen vermeiden."

Auf 4000 Meter Höhe aufzusteigen, was ja meist aus Ausgangshöhen von nicht über 1500 Metern geschieht, und das oftmals auch noch kletternd, ist so ziemlich die größte Anstrengung, die es gibt.

Dieser Ratschlag ist so viel wert wie einem Soldaten, der in die Schlacht zieht zu sagen: "Sie sind gefechtstauglich, sofern sie Stresssituationen und Gefahrenlagen vermeiden."

Interessant in dieser Hinsicht auch der Hinweis der Deutschen Herzstiftung, dass nach einer Tasse Kaffee der Blutdruck für 20 - 30 Minuten ansteigt. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: 2 - 3 Stunden.


Und dass bis 5 Tassen Kaffee am Tag unbedenklich sind. Also da müsste man bei manchen Leuten dann 112 anrufen und könnte genauso sagen, dass bis ein Gramm Koks am Tag gesundheitlich unbedenklich wäre. Das hätte auf mich nämlich dieselbe Wirkung.

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Mittwoch, 29. Mai 2024
Randnote der Geschichte
Auf Ellis Island, jenem Nadelöhr in die Freiheit, fragte der Beamte der Einwanderungsbehörde den russischen Emigranten: "Gehören Sie dem Bund der Kommunisten oder irgendeiner seiner Unter- und Vorfeldorganisationen an?".

"Aber nein!" sagte Bakunin und lachte laut.

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Dienstag, 28. Mai 2024
Der Staatsakt
wichtigste Form der Kunst in der Politik ;-)

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Freitag, 24. Mai 2024
Was kräht der Krah als Nächstes?
"Und die Neger? Haben sie sich nicht immer schon viel zu weit aus dem Fenster gelehnt?"


BTW Kurz nach den 80-Jahres-Gedenkfeiern des Massakers in den Ardeatinischen Höhlen und im Vorfeld der Oradour-Gedenkfeier zu erzählen, die SS-Männer seien nicht alle Verbrecher gewesen kommt selbst bei italienischen und französischen Rechtsradikalen nicht gut an. Und zwischen Feld-Wald-und Wiesenfaschisten und Nazis gibt es immer noch einen Unterschied. Abgesehen davon, dass ein Rechtspopulismus, der Ablehnung von Massenmigration vom Trikont nach Europa mit einem Normkonservatismus á la CSU der Ära Strauß verbindet den Schulterschluss mit echten Faschisten aus strategischen Gründen mal sucht und mal meidet, definitiv aber in einer anderen Lega spielt.

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Dienstag, 21. Mai 2024
Staatstrauer in Teheran
bedeutet Jubelfeier in Kurdistan.

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Internationaler Gerichtshof fordert Haftbefehle gegen israelische und palästinensische Führer
Und Netanjahu feuert die volle Antisemitismus-Stalinorgel ab:

https://www.gmx.net/magazine/politik/nahostkonflikt/antrag-haftbefehl-netanjahu-persoenlich-39680356

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Mittwoch, 15. Mai 2024
Volksverpetzer verliert die Gemeinnützigkeit
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/volksverpetzer-verliert-die-gemeinn%C3%BCtzigkeit/ar-BB1mq4MT?ocid=entnewsntp&pc=LCTS&cvid=c41e8379c3244c119d099b5f937288d2&ei=18

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Dienstag, 14. Mai 2024
Dammbruch
Normalerweise bin ich es ja, der gegen die Staatsgewalt ist. Aber was aktuell angesichts einer rechtsdiffusen, in Berlin auch propalästinensisch-irgendwielinken Protestbewegung geschieht halte ich für gefährlich. Insbesondere als Habeck sich nicht gegen die Bauern mit ihren Traktoren durchsetzen konnte. In der Situation hätte es "Knüpppel frei!" heißén müssen. Und gegen Traktoren helfen Bulldozer und Sondereinsatzfahrzeuge (also: Radpanzer). Wenn da mal 60 dieser Fahrzeuge geschrottet worden wären hätten die Wutbauern halt gesehen, wo der Hammer hängt. Wäre vielleicht pädagogisch wertvoll gewesen.

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Sonntag, 12. Mai 2024
Wie ein Tiger
Hochosterwitz ist eine außergewöhnliche Burg in Kärnten. Eine Höhenburg, die als Fluchtburg für die umliegende Bevölkerung diente, wenn die Osmanen, die Kapalken, Kuffnucken oder die Schlawiner mal wieder das Land verwüsteten. Sie hat 24 konzentrische Tore und Mauerringe übereinander, da könnte sich Minas Tirith hinter verstecken.

Zu den Burgherren, den Khevenhüllern, gehörte ein 2 - Meter-Mann, der sich eine ebensolche Rüstung fertigen ließ und dazu ein Zweihandschwert von anderthalb Metern Länge. So gerüstet, wurde er mit 14 Janitscharen fertig, die ihrerseits nur leichte Kettenhemden und Krummsäbel besaßen. Er tötete mehrere, bis der Rest von ihm abließ.

Als er gefragt wurde wie er das zustande gebracht habe erwiderte er: "Wie viele Widder wären nötig, um einen Tiger zu besiegen?".

Das erzählte ich dem G., und völlig taub für Metaphern fragte er, was das Ganze denn solle, woher sollten Widder die Motivation holen, einen Tiger anzugreifen.

Als jemand einen alten Juristenwitz erzählte - wenn jemand sagt "kann nicht klagen" geht es ihm gut, nur wenn er Rechtsanwalt ist ist das genau anders herum - maulte er, dann hieße es "kann nicht genug klagen", womit er den ganzen Witz kaputt machte.

Mit Wortspiel, Metaphern, Metaebenen und schieferer Bedeutung kann man ihm leider gar nicht kommen.

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Donnerstag, 9. Mai 2024
Zwangsrelaxen
Mal wieder in der Klinik gewesen, mal wieder tumorverdächtiges Zeug aus dem Hals geprökelt, und während alles und jeder sich in der Sonne rumtreibt muss ich die Wunde kühlen. Nach hoffentlich erlaubt mir Herr Dokter bald wieder das Training, und hoffentlich war es kein Krebs.

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Mittwoch, 8. Mai 2024
Angriffe auf Wahlkämpfende
Hier sehen wir nun das Ergebnis von Gaulands "Wir werden sie jagen." Und zugleich fällt mir dazu einiges ein, was man dieser Art Gewalt entgegensetzen kann.


Zu der Zeit, als staatsfeindliche Gewalt von links das Hauptthema in der öffentlichen Wahrnehmung war wäre man nicht so zimperlich vorgegangen wie jetzt. Zumindest nicht, wenn die Täter Linke und nicht Rechte gewesen wären.

Dem Ecke das Jochbein gebrochen? Das ist nicht mehr Körperverletzung, sondern Tötungsabsicht. Also Strafverfahren wg. versuchtem Mord. Dazu schwerer Landfriedensbruch, geschah ja im politischen Raum. 4 Leute hatten sich zusammengerottet, also Bildung einer terroristischen Vereinigung. Ab zum Haftrichter, Untersuchungshaft mindestens bis Verhandlungsbeginn, Isolationshaft mit Einzelhofgang und Glasbaustein statt Zellenfenster, Besuchssperre. Ob ein Täter 17 war spielt keine Rolle.


1993, als Rechte jüdische Menschen bedrohten schrieb der bürgerliche Liberale Ralph Giordano, Leute wie er würden sich jetzt bewaffnen. Gute Option. Freue mich schon auf die Reaktion von Schlägern, die beim Angriff auf WahlkämpferInnen in die Läufe einer abgesägten Schrotflinte schauen.

Ganz ohne Schusswaffen: In den 1990ern hörten wir nachts den Polizeifunk ab, und bei jedem rechtsradikalen Vorfall, es reichte aus, wenn 3 Skins "Sieg Heil!" brüllten wurden über eine Telefonlawine zu jeder Tages- und Nachtzeit 400 Menschen an den Ort des Geschehens mobilisiert.

Schöner Fake: Zwei Leute klingeln bei Rechten an der Wohnungstür: "Ich bin der Shlomo, und das ist der Moshe. Wir sind vom Mossad und haben ein Auge auf Dich. Also sei brav!".

Mein ganzer Kampfsporthintergrund hängt damit zusammen, dass wir zweimal die Woche mit Stöcken und Tonfas Straßenschlacht trainierten. Ich war damals nachts mit 70 cm solidem Teak mit abgewinkeltem Griff und der Gaspistolenversion einer 44er Colt Government unterwegs.

Es wird wieder Zeit.

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Befreiung vom Faschismus
https://www.youtube.com/watch?v=mLUE0xsMBtk


Und nun feiert Russland die Befreiung vom Faschismus, während seine Streitkräfte im von der NS-Aggression in der UDSSR am stärksten betroffenen Land bemüht sind, mit der Wehrmacht gleichzuziehen.

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Mittwoch, 1. Mai 2024
Weiter arbeiten am Freizeitpark Deutschland!!

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Montag, 29. April 2024
Was hat die FDP mit einer Weinschorle gemein?
Gelb, trocken, 4 Prozent.

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Alles andere als ein Kompliment
Da unterhalte ich mich mit der S. über eine gemeinsame Bekannte. Die S. meint, diese Frau definiere sich selber über Sex und führe eine innere Abhakliste, mit welchen Männern in ihrem Bekanntenkreis sie schon gevögelt hat und wer noch drankomme. Eine richtige Schlampe.

Ich entgegnete, den Ausdruck Schlampe würde ich im Zusammenhang mit einfach nur viel Sex mit wechselnden Partnern nicht verwenden wollen, und wenn ein Mann das täte würde er als toller Hecht gelten. Warum dann nicht auch als Frau? Außerdem wäre ich da befangen, weil ich selbst schon Sex mit ihr gehabt habe.

Darauf erwiderte die S., "Da siehst Du es ja! Sex mit Dir! Das beweist ja, dass sie überhaupt gar nicht wählerisch ist, sondern es wirklich mit jedem treibt!."

Darauf fiel mir echt keine Antwort ein.

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Zum Jubiläum der Pet Shop Boys
Mit denen ist es wie mit dem weißen Neger Wumbaba, Oma fiel ins Klo oder auch den seltsamen Verständnis-Interpretationen des Textes von No woman, no cry: Akustische Missverständnisse sind geil.

Für mich hießen die zehn Jahre lang die Patch up Boys.

Ich dachte mir, das seien Jungs die Schwerverletzte zusammenflicken und ordnete die in einen ähnlichen Kontext ein wie die Band Latin Quarter.

"I get knocked down" in Tubthumping by Chumbawamba verstand ich stets als "I had no doubt."

Bekannte verstanden übrigens "All what she wants is another babe" von Ace of Base als "What she not wants is another baby" und hielten das für einen Pro-Abtreibungssong.

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Portugal vor 50 Jahren
https://www.youtube.com/watch?v=Uk51LkPF2vE

https://www.youtube.com/watch?v=gx7Jp8p-a7k

https://www.youtube.com/watch?v=kOIL9XEGRGY

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Dienstag, 23. April 2024
Flow!
Heute beim Combat mit extatischer Euphorie trainert, zum Beispiel beim Boxen mit den Beinen getanzt, Karatesprünge mit Kiai. Als wir Attacke gelaufen sind habe ich mich beim Rückwärtslaufen auf dem arschglatten Parkett langgemacht, den Schwung des Falls für eine Judorolle und eine Purzelbaum genutzt und war dann im Sprung auf den Beinen - vor den strahlenden Blicken meiner TrainingskameradInnen, , die das für eine Technik und nicht für einen kompensierten Unfall hielten. Schon geil, wie das läuft, wenn man richtig in Fahrt ist. Und auch keinerlei Schmerz beim Aufprall auf das harte Holz. Ohne derart in Bewegung zu sein könnte das Prellungen oder Knochenbrüche geben. Aber ich habe die Karategrundregel ja seit Jahrzehnten verinnerlicht: Man muss immer im Fluss sein.

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