Sonntag, 27. November 2022
Shaolin Kung Fu
Wir haben heute wieder Kung Fu Tritte trainiert. Diesmal allerdings hatte ich vorher einen Video geschaut, in dem Mai Duong Kieu zeigt, wie diese in Perfektion aussehen.

Puhhh, das ist noch ein langer Weg!


https://www.youtube.com/watch?v=o75Yq7FyNPI

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Freitag, 25. November 2022
Drosten verkündet Ende der Pandemie
https://www.zeit.de/2022/48/christian-drosten-corona-pandemie-endemie-charite/komplettansicht

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Donnerstag, 24. November 2022
Flüchtlingsräte: Für eine qualifizierte Asylverfahrensberatung
Flüchtlingsräte fordern bessere Standards und eine Einbeziehung auch von NGOs
Die Ampel-Koalition hat einen Entwurf zur Einführung einer bundesweiten behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung vorgelegt. Die Landesflüchtlingsräte kritisieren die Pläne der Bundesregierung und fordern ihre grundlegende Nachbesserung.

Muzaffer Öztürkyilmaz, Flüchtlingsrat Niedersachsen

"Die Pläne der Bundesregierung sind nicht geeignet, eine fachkundige Beratung von Geflüchteten im Asylverfahren zu gewährleisten. Sie sind unzureichend finanziert und lassen zivilgesellschaftlichen Organisationen die Kosten für die Umsetzung einer staatlichen Aufgabe tragen. Zudem schließen die Pläne NGOs, die über langjährige Expertise in der Arbeit mit Geflüchteten verfügen, grundsätzlich von einer Beteiligung an der Asylverfahrensberatung aus und benachteiligen sie dadurch gegenüber den Wohlfahrtsverbänden."

Die Landesflüchtlingsräte fordern die Bundesregierung auf, ihre Pläne wie folgt nachzubessern:

1. Einbeziehung von NGOs
Nach Vorstellungen der Bundesregierung sollen ausschließlich die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrt berechtigt sein, Förderanträge für die Asylverfahrensberatung zu beantragen. Das benachteiligt ohne sachlichen Grund die Zivilgesellschaft, so z.B. Flüchtlingsräte, deren Arbeit vor allem auf die Arbeit mit schutzsuchenden Menschen ausgerichtet ist und deren langjährige Expertise in der Asylberatung somit ungenutzt bleibt. Im Kontext des hier angewendeten Subsidiaritätsprinzips müssen deshalb alle für diese Rechtsdienstleistung geeigneten Träger, v.a. NGO und MSO einen gleichberechtigten Zugang zur Förderung haben.

2. Angemessene Finanzierung
Umfang und Ausrichtung der Aufgabenstellungen in der Asylverfahrensberatung entsprechen dem Grunde nach einer Rechtsdienstleistung. Zwar erkennt die Bundesregierung an, dass eine Asylverfahrensberatung auch eine Rechtsdienstleistung sein kann ? die Vergütung des Personals soll jedoch maximal nach TVöD 9c erfolgen. Damit widerspricht die aktuelle Eingruppierung in eklatanter Weise den tarifrechtlichen Regelungen. Als Orientierungsgröße für die Dotierung der Stellen muss ? entsprechend der mit ihr verbundenen Anforderungen - mindestens TvöD 12 herangezogen werden.

3. Vollständige Finanzierung
Die Ampel-Koalition verlangt von den Trägern der Asylverfahrensberatung, dass diese 10% der entstehenden Kosten aus eigenen Mitteln finanzieren. Da die Bundesregierung jedoch mit der Asylverfahrensberatung eine staatliche Verpflichtung aus der EU-Aufnahmerichtlinie umsetzt, sind die im Rahmen der Asylverfahrensberatung entstehenden Kosten vollständig vom Bund zu übernehmen.

4. Asylverfahrensberatung auch an Flughäfen
Die Bundesregierung muss auch an Flughäfen, an denen Asylanträge im sog. Flughafenverfahren geprüft werden (derzeit Berlin-Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg und München) eine Asylverfahrensberatung für Asylsuchende implementieren, um ihren Verpflichtungen aus der EU-Verfahrensrichtlinie vollumfänglich nachzukommen.

5. Eigenständiges Förderprogramm für die Identifizierung vulnerabler Geflüchteter
Für die Asylverfahrensberatung von Geflüchteten, die aufgrund ihrer Vulnerabilität besonders schutzbedürftig sind, sollen insgesamt 10% der vorgesehenen Mittel verwendet werden. Wie die Beratung von vulnerablen und nichtvulnerablen Personen in der Praxis voneinander abgegrenzt werden soll, bleibt unklar.
Die Identifizierung von Vulnerablen ist nicht nur für das Asylverfahren, sondern auch für Fragen einer angemessenen Unterbringung und Unterstützung im Alltag von entscheidender Bedeutung. Daher sollte für diesen Zweck ein eigenes Förderprogramm aufgelegt werden. Im Rahmen der Asylverfahrensberatung sollten ohne eine feste Quote auch Träger gleichberechtigt einbezogen werden, die sich auf die Beratung von vulnerablen Geflüchteten spezialisiert haben.



Hintergrund:
Die Einführung einer Rechtsgrundlage für eine vom Bund finanzierte Asylverfahrensberatung ist im Entwurf eines ?Gesetzes zur Beschleunigung der Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren? als §12a Asylg -E vorgesehen. Der Entwurf wurde nach der ersten Lesung im Bundestag an den federführenden Ausschuss abgegeben und soll zum Jahresende verabschiedet werden. Begleitend hat die Bundesregierung ein Konzept sowie den Entwurf für ein Merkblatt und eine Interessensbekundung entwickelt.
Mit der Asylverfahrensberatung setzt die Bundesregierung die sich aus Art. 19 Asylverfahrensrichtlinie ergebende Verpflichtung der Mitgliedstaaten um, ?dass den Antragstellern auf Antrag unentgeltlich rechts- und verfahrenstechnische Auskünfte erteilt werden; dazu gehören mindestens Auskünften zum Verfahren unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Antragstellers?. Diese staatliche Aufgabe setzt die Bundesregierung um, indem sie auf Grundlage des Subsidiaritätsprinzips die Wohlfahrtsverbände mit der Umsetzung der Asylverfahrensberatung beauftragt. Für 2022 sind fünf Millionen Euro im Haushalt eingeplant, für 2023 sind es 20 Millionen. In der Folgezeit soll die Asylverfahrensberatung eine flächendeckende Versorgung mit Asylverfahrensberatung gewährleisten, wobei die Bundesregierung davon ausgeht, dass im Schnitt 60% aller Asylsuchenden eine Beratung aufsuchen wollen. Unter Zugrundelegung von 180 Asylsuchenden pro Beratungsstelle berechnet die Bundesregierung daraus einen Bedarf von bundesweit 700 benötigten Vollzeitstellen und Kosten in Höhe von bis zu 80 Millionen Euro. Die Beratung umfasst auch Zweit- und Folgeanträge sowie Widerrufsverfahren.

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Mittwoch, 23. November 2022
Remember Statler&Waldorf
Nicht mehr frisch, aber dennoch: Eine gute Replik auf dumme Querdenkerthesen:

https://mobile.twitter.com/schnellenbachj/status/1372988545133068296


http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=27277

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Energiesparen
Ich habe erst in den letzten Tagen, seit es Minustemperaturen gab wieder begonnen zu heizen, von der Viertelstunde morgens im Badezimmer abgesehen. Das hatte immerhin den Vorteil, dass ich 395 Euro Heizkosten vom Versorger erstattet bekam. Nun aber, da ich wieder heize, drehe ich bei 17 Grad die Heizung ab. Nicht nur um Energie zu sparen - ich habe mich inzwischen so an die kalte Wohnung gewöhnt, dass es mir sonst zu warm wird.

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Montag, 21. November 2022
Nichts ist so geschmacklos wie die Wirklichkeit
https://che2001.blogger.de/STORIES/2674045/

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Das türkische Militär zivilisiert mal wieder die Kurden
https://www.youtube.com/watch?v=jiU0VY9YeGM

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Mittwoch, 16. November 2022
Treffendes über Roberto de la Puente
Roberto de la Puente, Mitbeteiber von Neulandrebellen und Overton, ist so ein Blogger, der pseudokritisch-zeitgeistmäßig daherkommt und im Augenblick auf der Querdenker- und Putinversteherwelle surft, wahrscheinlich aber auch nur im Sinne eines aktuellen Inhalteresamples.

Gerade finde ich einen schon älteren Beitrag, wo er die Kritik bekommt die er verdient:

https://www.sueddeutsche.de/politik/blog-politik-geschaeumtes-knapp-durchdacht-1.4026384

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Weltbevölkerung 8 Milliarden - eine Zukunftsperspektive
Um mit Douglas Adams zu sprechen, sind für die sechsbeinige Mehrheit auf diesem Planeten Menschen gar keine Leute. Leute erkennt man am Geruch des Stocks.

Für alle Übrigen dürfte dieser Beitrag hochinteressant sein:

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4911826?src=WNL_mdplsfeat_221116_mscpedit_de&uac=389796AZ&impID=4874588&faf=1

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Montag, 14. November 2022
Bücher-Neuerscheinungen zur Corona-Krise
Mittlerweile sind zu dieser Thematik eine ganze Reihe Bücher erschienen, und drei davon, die ich für recht lesenswert halte, möchte ich hier vorstellen. Diesmal keine Rezension, nur eine allgemeine Charakterisierung.

CORONAVIRUS PANDEMIE 2020
Krankheit und Drama der Menschheit. Dramen 2021/2022
Autor: Rainer König-Hollerwöger
Weltbild


"Mitten im Geschehen der seit Ende 2019 von China ausgehenden, sich 2020 tsunamihaft in ganz Europa, den USA, Indien,Türkei, Russland, letztlich auf allen Kontinenten ausbreitenden Pandemie des Coronavirus SARS-CoV-2 begann sich der in Wien lebende Sozialforscher, Kulturphilosoph, Autor, Historiker, Klaviervirtuose und Komponist Rainer König-Hollerwöger in das dramatische Geschehen der neuen Viruserkrankung zu vertiefen.

Wie im Fluss einer mitfühlenden, nicht endenden Musik schreibt Rainer König-Hollerwöger aus den Erschütterungen, Ängsten, Fragen, Nöten einer menschlichen Dramatik der Ereignisse. Ein seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr da gewesener Shutdown des größten Teils der Wirtschaft, der Kultur, des Sports, der Universitäten, Schulen, Heime, aller Kirchen, Synagogen, Moscheen und anderer Orte religiösen und spirituellenLebens führte zu einer unvergleichbaren Situation, für die erst Begriffe, Gefühle, Vorstellungen gefunden werden mögen. Lebensrettende, lebensschützende Maßnahmen stehen an erster Stelle in dieser Situation. Neue, alte Gefahren lauern da und dort, aber auch Chancen, durch diese weltbewegende Krise menschlicheres Verhalten zu entwickeln und ein Bewusstsein einer verantwortungsvollen Menschheit zu erlangen." (Klappentext)


Notrecht in der Corona-Krise
Hugendubel
Beiträge aus der Wissenschaft

Mehrere Autoren.
Eine Problematisierung der Thematik mit Schwerpunkt auf der Rechtswissenschaft, Verwaltungspraxis und Schulpraxis

Staatsrechtliche Herausforderungen Bernhard Waldmann

Verwaltungsrechtliche Herausforderungen Felix Uhlmann / Martin Wilhelm

Legistische Herausforderungen Stefan Höfler

Beiträge aus der Praxis Erfahrungsbericht aus dem Gesundheitsbereich Mike Schüpbach / Marion Stauffer

Erfahrungsbericht aus dem Bildungsbereich Franziska Gschwend

Erfahrungsbericht aus dem Polizeibereich August Mächler

Erfahrungsbericht aus der Rechtsetzungsbegleitung der Bundesverwaltung Markus Nussbaumer / Miriam Sahlfeld

Dann hat meine Wiener Historkerkollegin Andrea Komlosy aus einer Vorlesungsreihe an der Wiener Universität ein Buch gemacht, das sich mit der Instrumentalisierung der Coronakrise als Katalysator für Digitalisierung, kapitalistische Modernisierung und Wertschöpfung für die Pharmaindustrie beschäftigt.

Zu diesem Komplex hatte ich ja auch einen kurzen Text verfasst und die Thematik auch aus einer von der dahinterstehenden Kapitalismuskritik her gesehen ähnlichen Perspektive wie Komlosy betrachtet.


https://netbitch1.twoday.net/stories/1022684253/#comments

Ihr Werk jedenfalls ist umfangreich und kommt zu einer profunden Systemkritk. Man erkennt in der Herangehensweise den Einfluss Foucaultscher Körpergeschichtstheorie und Bio-Macht-Kritik.
Sie überschreitet allerdings an einigen Stellen die Grenze zu den Gedankenwelten der Querdenker und ist leider auch nicht von medizinischer Kenntnis getragen. Der Analyse der Kapitaloffensive im Pharmabereich ist zuzustimmen, andererseits wird von der Autorin die ursprüngliche Gefährlichkeit des Virus eher verharmlost.

So muss es dann auch nicht verwundern, wenn die Autorin zum Angriffskrieg gegen die Ukraine in Richtung PutinversteherInnen abdriftet. Das allerdings ist ein anderes Thema, das mit dem Buch nichts zu tun hat. Hoffe ich, leider feiert das Ticketdenken ja fröhliche Urstände. Ich möchte dieser im Ansatz von Foucault geprägten Sozialhistorikerin allerdings auch keine Zugehörigkeiten unterstellen, für die mir die Nachweise fehlen.


Andrea Komlosy, Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft
Promedia, Wien 2022

Auszüge:
"Corona-Ausnahmezustand als Datentreiber
Die Corona-Lockdowns dienten als wesentliche Treiber der Verdatung. Dies betraf sowohl die individuellen Nutzerdaten, die aufgrund der Distanzierungsverordnungen bei Information, Kommunikations-, Beratungs- und Behandlungsdienstleistungen sowie im Online-Handel hochschnellten. Hier war ? außer dem Zwang der Verhältnisse ? kein direkter Zwang im Spiel. Anders bei der Ablieferung persönlicher Gesundheitsdaten bei Tests, Kontaktnachverfolgung und Impfung. In der Frage der Preisgabe persönlicher Daten an Behörden und medizinische Institutionen lässt sich ab Beginn der Maßnahmen ein rasanter Einstellungswandel beobachten. Was anfänglich kaum jemand für möglich hielt, wurde binnen Wochen zum Normalzustand."

"Im April 2021 hat die Frankfurter Siemens-Tochter »Siemens-Healthineers« mit einer Produktionsstätte in Shenzhen den US-Medizintechnik-Konzern Varian übernommen. Die Liquidität resultierte nicht zuletzt aus dem Verkauf von Covid-19-Schnelltests in Deutschland, die 2020/21 die Kassen mit 750 Mio. Euro gefüllt haben. Mit der Übernahme des auf personalisierte KI-datenbasierte Diagnose und Krebsbehandlung spezialisierten Unternehmens soll ein Upgrading in eine höhere Wertschöpfungsklasse erzielt werden; das nicht so lukrative Ultraschallgeschäft wird dann abgestoßen werden oder in anderen Worten: »Wir optimieren das Set-up der Sparte«, so Siemens-Healthineers- Vorstandschef Bernd Montag.


Eine durch und durch kriegerische Rhetorik verwendet Novartis, um die Umgestaltung des Pharmariesen auf medizinische Spitzentechnologie zu beschreiben. Diese soll durch den Verkauf der Generika-Sparte und die Übernahme weiterer Anteile von »Alnylam Pharmaceuticals«, bekannt für sein Nobelpreis-ausgezeichnetes Programm zur gentechnischen Behandlung seltener genetischer Erkrankungen, erzielt werden, mit dem erklärten Ziel, die »Kriegskasse« anschwellen zu lassen. »Das ist es, was die Investoren wollen. Nicht diese ganzen Nebenkriegsschauplätze.« Es gelte, so der Novartis-Chef Vas Narasimhan, »Medizin neu zu denken.«


"Diese Ausdrucksweise spiegelt die Verachtung (der Investoren) für die Breitenmedizin wider. Das Augenmerk liegt auf körperlichen Eingriffen, die als Anwendungs- und Experimentierfeld für Gentechnik und Künstliche Intelligenz dienen, weil damit am meisten verdient werden kann."

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Iran braucht uns alle!
Seit mehr als 56 Tagen protestieren Frauen, Männer, Mädchen und Jungen auf den Straßen Irans. Bislang wurden, laut Human Rights Acitivists New Agency (HRANA), mehr als 50 Kinder und Jugendliche und 330 Erwachsene durch das Regime ermordet. Mehr als 15000 Protestierenden wurden verhaftet, die jederzeit unrechtmäßig zum Tode verurteilt und hingerichtet werden könnten. Doch die feministische Revolution im Iran hält an!

Im Anhang sende ich Ihnen einen Informationsflyer, die die Aktivistin Daniela Sepehri zusammen mit anderen Aktivist:innen erstellt hat. Der QR-Code beinhaltet Informationen über die Demos und Unterstützungsmöglichkeiten in Deutschland sowie Informationskanäle auf Social Media.

Die Brutalität des Regimes wird zunehmen, wenn keiner mehr hinschaut und es leise wird! Seien Sie die laute Stimme gegen die Verbrechen dieses Unrechtsregimes gegen Menschenrechte! Denn wenn alle Menschen weltweit frei sind, sind wir hier wirklich frei!

Jin, Jiyan, Azadi- Zan, Zendegi, Azadi- Frau, Leben, Freiheit


https://3c.gmx.net/mail/client/attachment/thumbnail/tatt0_1---tmai1727404558c95880/800/600;jsessionid=82B051321011D98F75E62FB302125ADB-n3.bs51a

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Sonntag, 13. November 2022
Novemberblumen
Heute, in unserem Park, an der Mauer.







Eigentlich waren wir zum Zisternen leeren draußen, haben dann aber auf der Bank in der Sonne gesessen.
Die schöne Seite der Klimakatastrophe.

Inzwischen habe ich eine Abrechnung vom Gasversorger. Bekomme 400 Euro zurück - Sparen und warmes Wetter kamen da zusammen.

Bei der Kampfsportgruppe habe ich die SportsfreundInnen mit Kletterbildern neidisch gemacht.
Toller Tag.

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Freitag, 11. November 2022
Erotisches zum Herbst
Es war in den Neunzigern in Göttingen in der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November.
Das Wohnprojekt Gotmarstr. feierte das Oktemberfest, und mein Freund B., der am
01. November Geburtstag hat, feierte in seinen Geburtstag hinein. Ich ging zu beiden Parties,
erst von 20 bis 23 Uhr zum Oktemberfest, dann zu B., um rechtzeitig zum Gratulieren da zu
sein. Zu seinen Gästen gehörte eine Frau aus einer anderen Stadt, die Nichtraucherin war und unter dem
Zigarettenqualm auf der Party litt. Sie fragte, ob irgend jemand ein Antiaallergikum dabei hätte.
Ich gab ihr eine Terfenadin, das ist ein Mittel gegen Heuschnupfen und Asthma. Als sie das geschluckt
hatte fragte sie: "Das ist jetzt aber nicht so ein KO-Mittel, das mich willenlos machen soll?" und ich
erwiderte: "Wenn es das ist ist es jetzt eh zu spät."

Wir plauderten dann sehr nett und angeregt über alles Mögliche, bis es 2 Uhr war, der Gastgeber sich
schlafen legte und die Gäste nach Hause gingen. Ich wollte auch gerade gehen, da nahm sie mich
bei der Hand, sagte: "Ich bin jetzt willenlos!" und zog mich in ihren Schlafsack. Wir verbrachten eine sehr nette Nacht zusammen, sahen uns aber nie wieder.

Als ihr 30. bevorstand fragte mich ihre beste Freundin, ob sie die Strümpfe haben könne die ich (als einziges Kleidungsstück) in jener Nacht getragen hatte, ein paar sehr auffällig gemusterte Burlington-Socks.

Sie würde mir dafür ein paar Wollsocken stricken. Gesägt, getun getätet.

Zu ihrem Geburtstag bekam sie also ein Geschenk, das aus lauter Gegenständen bestand, die sich auf das
jeweilige Lebensjahr bezogen, mit einem Zettel mit der Jahreszahl dran. Also zu 1 eine Windel, zu 2 einen
Schnuller, zu 3 eine Rassel, und zu 27 meine Strümpfe.



Eine andere schöne Geschichte ereignete sich 2010. Ich saunierte in der heute von mir noch besuchten kleinen Sportvereinssauna in der Nachbarschaft.

Die Stimmung in der schwedischen Sauna war nicht nach schweigsamer Entspannung, sondern eher wie
in einer Kneipe: Alles redete laut und fröhlich miteinander. Dabei war eine sehr schöne Frau mit einem absoluten Traumkörper, Playmate of the Year Qualität, lange schwarze Haare, die sehr munter mitparlierte, dem Wortschatz nach ziemlich gebildet, 27 Jahre alt wie sie sagte.

Ich unterhielt mich small talk mäßig mit ihr und muss gestehen dass ich sie sehr intensiv anschaute,
geradezu mit Blicken ableckte.

Das fand sie aber nicht belästigend, sondern baute sich nach der Sauna in der gemischtgeschlechtlichen Umkleide in Pin up Pose vor mir auf, Hände an die Hüften gelegt. Ich sagte: "So ein cooler Blick und so ein schöner Körper-meine Verehrung!" Da lachte sie und meinte, es würde noch viel schöner, wenn ich heute abend mit ihr käme.

Das tat ich dann auch, sie wohnte in einem kleinen Appartment in der unmittelbaren Umgebung, und wir fielen sofort übereinander her sobald wir in der Wohnung waren. Besseren Sex hatte ich wohl nie. Ich hatte ihr auf dem Hinweg erzählt was ich machte - ich war damals Lehrer auf einer befristeten Stelle, die Selbstständigkeit kam später - und nachdem wir mit dem Vögeln fertig waren fragte ich sie, was ihr
Job wäre.

Und dann sagte sie "Das, was wir gerade gemacht haben." Sie war Escort-Lady, Edelhure der teuersten Kategorie.

Eigentlich hatte sie bei einer großen Bank im Firmenkundenbereich gearbeitet, da hatten öfter Vorgesetzte und Geschäftspartner, Manager und solche sie angebaggert und abgeschleppt, und sie war schnell dazu gekommen, sich dafür bezahlen zu lassen. Inzwischen machte sie das nur noch, weil es sich wirklich lohnte.

Ob sie mit mir angebandelt hatte um mich als Freier zu gewinnen oder einfach nur so weiß ich bis heute nicht, jedenfalls blieb es bei diesem Onenightstand.

Allerdings sah ich sie noch einmal wieder, im Straßenverkehr. Am Steuer eines Carrera Cabrio. Ihr Geschäft schien echt zu laufen.

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Donnerstag, 10. November 2022
RKI warnt ? Influenzawelle rollt schon; schützt Paxlovid® vor Long-COVID und wie lang dauert´s? Kinder-Impfungen vernachlässigt
Michael van den Heuvel, Medscape

Heute Morgen gibt das Robert Koch-Institut (RKI), Berlin, auf seinem Dashboard 262 Infektionen pro 100.000 Einwohner als 7-Tage-Inzidenz an. Am 9. November lag der Wert bei 294.



RKI: Die Grippewelle hat begonnen ? viel früher als sonst

DAK: Deutlicher Rückgang bei STIKO-Kinderimpfungen während Pandemie

Neue Daten: Wer in den Familien in der Corona-Krise am meisten litt

1 Million COVID-Tote, weil Länder Vakzine gehortet haben

Long-COVID: Wie lange die Beschwerden dauern

Verringert Paxlovid® das Risiko von Long-COVID?

Lupus-Risikogene scheinen vor schwerem COVID-19 zu schützen

RKI: Die Grippewelle hat begonnen
Während der COVID-19-Pandemie ist die Grippewelle 2-mal nahezu ausgefallen. Jetzt schreibt das RKI im Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen (ARE): ?Während der letzten Monate wurden deutlich mehr Influenzameldungen ? übermittelt als in den vorpandemischen Saisons um diese Zeit.? Anhand der Zahlen datieren Epidemilogen den Beginn der Grippewelle rückwirkend auf die letzte Oktoberwoche 2022. Vor Corona ging es meistens im Januar los ? und für 3-4 Monate zirkulierten Influenzaviren.

Für die vergangene Woche seien mehr als 2.100 Grippe-Fälle übermittelt worden, schreibt das Institut. Der Verlauf lasse sich jedoch nicht prognostizieren. Risikopatienten rät das Institut, sich bald gegen Influenza impfen zu lassen.

DAK: Deutlicher Rückgang bei STIKO-Kinderimpfungen während Pandemie
Der Kinder- und Jugendreport 2022 der DAK-Gesundheit befasst sich u.a. mit Gesundheitsaspekten vor und während der Pandemie. Grundlage sind Abrechnungsdaten von rund 800.000 Kindern und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren. Was bei den Analysen aufgefallen ist: Im vergangenen Jahr wurden 11% weniger Kinder gegen Nicht-COVID-Infektionen geimpft als vor der Pandemie. Vergleichszahlen kommen aus 2019.

?Wir beobachten schon länger einen Rückgang der Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen. In der Corona-Pandemie hat sich dieser negative Trend verstärkt?, so Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit.

Neue Daten: Wer in den Familien in der Corona-Krise am meisten
Die Corona-Pandemie hat mit ihren Lockdowns, Kontaktbeschränkungen, KiTa- und Schulschließungen Familien besonders stark getroffen. Neue Erkenntnisse kommen aus der Studie FReDA (?Family Research and Demographic Analysis?). In dem Panel sind rund 30.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren vertreten; FReDA ist ein Kooperationsprojekt des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), des GESIS ? Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften sowie der Universität zu Köln. Die wichtigsten Erkenntnisse:

Generell belastete die Pandemie Frauen stärker als Männer. So hatten 43% der Frauen, aber nur 34% der Männer Ängste in Zusammenhang mit der Pandemie.

Männer hatten eher wirtschaftliche Sorgen als Frauen (33% versus 28%).

Bei Eltern, die einige Tage, aber nicht täglich zu Hause gearbeitet haben, war die Lebenszufriedenheit größer.

Eltern aus Haushalten mit niedriger Bildung und niedrigem Einkommen haben eine deutlich geringere Lebenszufriedenheit.

1 Million COVID-Tote, weil Länder Vakzine gehortet haben
Mehr als 1 Million Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die COVID-19-Impfstoffe im Jahr 2021 gerechter unter den einkommensschwächeren Ländern aufgeteilt worden wären. Dies geht aus mathematischen Modellen hervor, die Daten aus 152 Ländern berücksichtigen haben.

Bis Ende letzten Jahres hatte fast die Hälfte der Weltbevölkerung 2 Dosen eines COVID-19-Impfstoffs erhalten. Doch diese Impfstoffe wurden nicht gleichmäßig verteilt: In Ländern mit hohem Einkommen lag die Impfrate bei 75%, in einigen Ländern mit niedrigem Einkommen dagegen bei weniger als 2%. Die wohlhabenden Länder beendeten das Jahr mit gut gefüllten Lagern; sie begannen, Impfungen für gesunde Kleinkinder zu planen. Nur ist deren Risiko für schweres COVID-19 recht gering.

Jetzt haben Wissenschaftler der University of Warwick in Coventry (Vereinigtes Königreich) Daten zur Übersterblichkeit und zur Verfügbarkeit von Impfstoffen herangezogen, um zu modellieren, was passiert wäre, wenn die Impfstoffe nach Bedarf und nicht nach Wohlstand verteilt worden wären.

Das Team kam zu dem Ergebnis, dass eine gerechtere Verteilung der Impfstoffe weltweit 1,3 Millionen Todesfälle hätte verhindern können, wenn keine anderen Maßnahmen wie Social Distancing ergriffen worden wären. Mehr als doppelt so viele Todesfälle hätten vermieden werden können, wenn Länder mehr nicht-pharmazeutische Maßnahmen zur Verringerung der Übertragung ergriffen ? und anderen Ländern größere Impfstoffmengen zur Verfügung gestellt hätten.

Long-COVID: Wie lange die Beschwerden dauern
Symptome nach einer SARS-CoV-2-Infektion stellen Ärzte und Gesundheitssysteme weltweit vor Herausforderungen. Evidenzbasierte Therapien gibt es derzeit keine. Umso wichtiger ist die Frage, wie lange die Beschwerden wirklich anhalten.

Details liefert jetzt eine Querschnittsstudie mit 53.047 Teilnehmern aus 3 bevölkerungsbasierten Kohorten französischer Erwachsener. Alle Teilnehmer wurden gebeten, zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2020 Fragebögen auszufüllen. Zu den Variablen gehörten soziodemografische Merkmale, Begleiterkrankungen, COVID-19-Diagnosen und akute Symptome.

Zwischen dem 1. Mai und dem 30. November 2020 wurden Blutproben für serologische Analysen von Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion entnommen, die durch einen Enzyme-Linked-Immunosorbent-Assay (ELISA) zum Nachweis von Immunglobulin G gegen Spike bestätigt wurde. Und zwischen 1. Juni und dem 30. September 2021 wurde ein Internet-Follow-up-Fragebogen ausgefüllt, der Angaben zu anhaltenden Symptomen, ihrer Dauer und der Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion durch Polymerase-Kettenreaktion enthielt.

3.972 Teilnehmer, darunter 2.531 Frauen (mittleres Alter 50,9 Jahre) hatten sich mit SARS-CoV-2 infiziert. 2.647 (66,6%; 95%-KI 65,1%-68,1%) über mindestens 1 Symptom während der akuten Phase.

Von diesen 2.647 Teilnehmern berichteten 861 (32,5%; 95%-KI 30,8%-34,3%) über mindestens 1 anhaltendes Symptom, das 2 oder mehr Monate nach der akuten Phase noch vorhanden war. Nach 1 Jahr Nachbeobachtung lag der geschätzte Anteil der Personen mit vollständiger Symptomfreiheit bei 89,9% (95%-KI, 88,7-90,9%).

Folgende Begleitfaktoren negativ auf die Dauer aus, weil sich bei diesen Personengruppen die Symptome nur langsam besserten:

ein höheres Alter (>60 Jahre; HR 0,78; 95%-KI 0,68-0,90)

weibliches Geschlecht (HR 0,64; 95%-KI 0,58-0,70)

Krebs in der Vorgeschichte (HR, 0,61; 95% CI, 0,47-0,79)

Tabakkonsum in der Vorgeschichte (HR 0,80; 95%-KI 0,73-0. 88)

ein hoher Body-Mass-Index (≥30: HR 0,75; 95%-KI 0,63-0,89)

eine hohe Anzahl von Symptomen während der akuten Phase (>4; HR 0,43; 95% CI, 0,39-0,48).

Verringert Paxlovid® das Risiko von Long-COVID?
Hinweise auf eine mögliche Prävention von Long-COVID kommen aus den USA. Bislang wurden die Studienergebnisse nur als Preprint veröffentlicht.

Die Forscher arbeiteten mit einer Datenbank des US Department of Veterans Affairs, um Patienten mit positivem Test auf SARS-CoV-2 zu identifizieren: zwischen dem 01. März 2022 und dem 30. Juni 2022. Sie alle haten mindestens 1 bekannten Risikofaktor für schweres COVID-19.

Innerhalb von 5 Tagen nach dem positiven Test behandelten Ärzte 9.217 Patienten mit Nirmatrelvir; Paxlovid® enthält Nirmatrelvir und Ritonavir. Hinzu kamen 47.123 Patienten ohne diese Pharmakotherapie als Kontrollgruppe.

Im Vergleich zur Kontrollgruppe war die Behandlung mit Nirmatrelvir mit einem verringerten Risiko für postakute Beschwerden verbunden (HR 0,74 95%-KI 0,69-0,81), einschließlich eines verringerten Risikos für 10 von 12 postakuten Folgeerkrankungen im Herz-Kreislauf-System (Herzrhythmusstörungen und ischämische Herzkrankheit), Gerinnungs- und hämatologische Störungen (tiefe Venenthrombose und Lungenembolie), Müdigkeit, Lebererkrankungen, akute Nierenerkrankungen, Muskelschmerzen, neurokognitive Beeinträchtigungen und Kurzatmigkeit.

Nirmatrelvir war auch mit einem verringerten Risiko eines postakuten Todes (HR 0,52; 95%-KI 0,35-0,77) und eines postakuten Krankenhausaufenthalts (HR 0,70; 95%-KI 0,61, 0,80) verbunden.

?Bei Personen mit einer SARS-CoV-2-Infektion, die mindestens einen Risikofaktor für das Fortschreiten einer schweren COVID-19-Erkrankung aufwiesen, war die Behandlung mit Nirmatrelvir innerhalb von 5 Tagen nach einem positiven SARS-CoV-2-Test mit einem verringerten Risiko von Langzeitbeschwerden verbunden, unabhängig vom Impfstatus und der Vorgeschichte der Infektion?, so die Autoren. Viel deute darauf hin, dass Nirmatrelvir das Risiko für postakute Komplikationen verringere.

Lupus-Risikogene scheinen vor schwerem COVID-19 zu schützen
Bestimmte genetische Varianten können das Risiko von Autoimmunkrankheiten erhöhen und gleichzeitig vor den Folgen einer Virusinfektion schützen. Eine Studie liefert Hinweise, dass eine genetische Veranlagung für systemischen Lupus erythematodes (SLE) vor einer schweren COVID-19-Infektion schützen kann.

Forscher verglichen die Genetik von schwerem COVID-19 mit der von SLE unter Verwendung mehrerer Analysen, einschließlich eines Ansatzes, der sich auf bestimmte Bereiche des Genoms konzentrieren kann. Sie fanden heraus, dass TYK2, ein Gen, das sowohl mit SLE als auch mit schwerer COVID-19 assoziiert ist, Schutz vor Virusinfektionen bietet, aber das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöht.

?Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es gemeinsame genetische Effekte zwischen der Autoimmunerkrankung SLE und den klinischen Folgen von COVID-19 gibt?, so die Autoren. Der Genlocus mit den meisten Hinweisen auf eine gemeinsame Assoziation (TYK2) ist an der Interferonproduktion beteiligt, einem Prozess, der als Reaktion auf eine Virusinfektion wichtig ist und von dem bekannt ist, dass er bei SLE-Patienten dysreguliert ist. Bei der Suche nach den Mechanismen, die diesen Zusammenhängen zugrunde liegen, wurde deutlich, dass die funktionellen Auswirkungen der Risiko- und Schutzgenotypen komplex sind.?

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4911807?src=WNL_mdplsfeat_221110_mscpedit_de&uac=389796AZ&impID=4851684&faf=1

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Kundgebung für Freiheitsrechte im Iran
Mit der Ermordung der 22-jährigen Mahsa Amini durch die ?Sitten- und Religionspolizei? der Islamischen Republik Iran wurde der Slogan ?Frau, Leben, Freiheit? zur universellen Parole einer neuen Bewegung. Am 16. September starb Mahsa in Polizeigewahrsam. Seit dem 17. September 2022 nehmen immer mehr Menschen aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten teil. Vor allem Frauen sind auf den Straßen, sie singen, tanzen, verbrennen ihre Kopftücher und fordern lautstark: ?Frau ? Leben ? Freiheit - Nieder mit dem islamischen Regime?.
Sie alle haben ein gemeinsames Ziel, das Regime der Islamischen Republik Iran zu stürzen.
Der Ruf der Demonstrant*innen ?Frau ? Leben ? Freiheit? - hat sich mittlerweile weltweit verbreitet. Jeden Tag und jede Woche demonstrieren Menschen und veranstalten in verschiedenen Städten im Iran und überall auf der Welt Kundgebungen, verlangen internationalen Druck und Sanktionen gegen das iranische Regime. In den letzten Wochen demonstrierten Zehntausende Iraner*innen ausserhalb des Irans gegen das Regime. Am Samstag, den 22. Oktober 2022 kamen mehr als 80.000 Menschen in Berlin zusammen. Auch in Istanbul, New York, London, Paris und vielen weiteren Städten gab und gibt es Proteste.
Längst geht es bei den Protesten nicht mehr nur um die Kopftuch-Pflicht, mit der die Führer der islamischen Republik Frauen aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannen und eine Geschlechter-Apartheid aufrechterhalten wollen. Auf den Straßen und Plätzen macht sich Wut Luft ? Wut auf vier Jahrzehnte Folter und Unterdrückung, Korruption und wachsende Verarmung der Bevölkerung.
Gegen die Proteste schlägt das Regime brutal zurück. Mit Tränengas, Schüssen, Verhaftungen. Wie viele Tote es inzwischen gegeben hat, ist unklar.
Bereits in den letzten sechs Wochen wurden nach groben Schätzungen, ca. 244 Demonstrant*innen, darunter 32 Kinder, bei den Razzien der Sicherheitskräfte getötet.
Mehr als 12.500 weitere Personen, darunter viele Jugendliche und Kinder, wurden inhaftiert.
Wie mit den Verhafteten umgegangen wird, lässt sich nur erahnen: Erniedrigung, Folter, Vergewaltigung, Hinrichtung und verschwinden lassen.
Wir fordern alle freiheitsliebenden Menschen in Hannover auf, sich grenzenlos ohne Wenn und Aber gegen die menschenverachtenden und barbarischen Taten der Islamischen Republik Iran auszusprechen, nicht mehr zu schweigen und die kämpfenden freiheitsliebenden Menschen im Iran zu unterstützen.
Wir treten ein:
Gegen die Todesurteile im Iran sowie die Todesstrafe im Allgemeinen!
Gegen die brutalen Menschenrechtsverletzungen und Repressalien gegenüber Andersdenkenden im Iran!
Wir solidarisieren uns mit der Familie und den Freunden von Mahsa Amini und allen Menschen, die sich zurzeit für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit im Iran einsetzen.


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Mittwoch, 9. November 2022
Biji Serhildan, Margbar Diktator!
Solidarität mit den Kämpfenden im Iran!

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Wie-iranische-Gefluechtete-die-Proteste-in-der-Heimat-erleben,hallonds76614.html

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Gewichtig
In den letzten 3 Monaten habe ich 4 Kilo zugenommen.
Mein Bauchumfang ist dabei aber der gleiche geblieben. Alles Muskelmasse.

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Dienstag, 8. November 2022
Russentrolle oder Putin hört Stimmen aus seinem Arsch
Ein erstklassiger Beitrag von Bersarin:

"Was aber all diesen Verschwörungsideologen gemeinsam ist: Sie betreiben Täter-Opfer-Umkehr, sie waren auf die eine oder andere Weise bereits bei den Montagsmahnwachen dabei, als es darum ging, die russische Annexion der Krim zu rechtfertigen, indem sie immer wieder Themenumlenkungen betrieben. Mit anderen Worten: diese Angelegenheit ist nicht neu. Das, was sich als Milieu ?alternativer Medien? bezeichnet, ist eine seit mindestens einem Jahrzehnt orchestrierte Angelegenheit. Teils von Spinnern, wenn man sich die Esoterikszene bei den Montagsmahnwachen 2014 anschaut, teils von Hetzern und Verschwörungsideologen, wenn man sich Leute wie Ken Jebsen, Matthias Bröckers und Dirk Pohlmann anschaut.

Wie solche Verschwörungshetze funktioniert und weshalb sie geglaubt wird, formuliert Volker Eichener in seinem Essay "Russlands Krieg gegen die Ukraine: Kann man mit habituellen Lügnern verhandeln?""


https://bersarin.wordpress.com/2022/11/04/kommt-putin-zum-arzt-wie-verschworungsideologie-funktioniert-und-wie-sie-wirkt/#comment-24254

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Montag, 7. November 2022
Simples Mittel gegen Angst und Paranoia:
Vogelgezwitscher ? vielleicht sogar als Hintergrundgeräusch in Kliniken
Batya Swift Yasgur, MA, LSW


Hören Menschen Vogelgesang, scheint sich dies positiv auf ihre psychische Gesundheit und ihre Stimmung auszuwirken ? mit einer signifikanten Verbesserung, wie eine neue Studie zeigt.

Forscher fanden heraus, dass sich bei Menschen, die Aufnahmen von Vogelgesang hörten, Angst und Paranoia deutlich verringern. Verkehrsgeräusche, einschließlich Automotoren, Sirenen und Baustellenlärm, scheinen hingegen depressive Zustände zu verstärkten.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich lohnen könnte, den gezielten Einsatz von Naturgeräuschen wie Vogelgezwitscher in einem klinischen Umfeld zu untersuchen.

Emil Stobbe:
?Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich lohnen könnte, den gezielten Einsatz von Naturgeräuschen wie Vogelgezwitscher in einem klinischen Umfeld zu untersuchen ? zum Beispiel in Wartezimmern von Krankenhäusern oder in psychiatrischen Einrichtungen?, sagte Studienleiter Emil Stobbe, Doktorand am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, gegenüber Medscape. ?Wenn jemand auf der Suche nach einer leicht zugänglichen Intervention zur Verringerung von Stress ist, könnte es eine gute Möglichkeit sein, sich Audioclips mit Vogelgesang anzuhören.?

Die beruhigende Wirkung der Natur
Ziel des Projekts sei gewesen, ?zu untersuchen, wie sich die physische Umgebung auf das Gehirn und die psychische Gesundheit auswirkt?, so Stobbe weiter. Visuelle Eigenschaften der menschlichen Umgebung seien wesentlich besser erforscht worden als auditive.

Stobbe wies darauf hin, dass Angst und Paranoia bei vielen Menschen auftreten würden, ohne dass sie sich dessen bewusst seien. ?Wir wollten untersuchen, ob die wohltuende Wirkung der Natur auch von Nutzen ist.? Vögel stünden für eine natürliche und vitale Umwelt, was sich beim Anhören entsprechender Geräusche auf Menschen übertrage.

Schon früher hatten Wissenschaftler Natur- und Stadtgeräusche verglichen. Sie fanden heraus, dass Naturgeräusche die kognitive Leistung der Teilnehmer verbesserten, nicht aber die Stimmung.

Wir wollten untersuchen, ob die wohltuende Wirkung der Natur auch von Nutzen ist. Emil Stobbe
Die aktuelle Studie untersuchte deutlich mehr verschiedene Geräusche. Sie konzentrierte sich nicht nur auf die kognitiven Fähigkeiten und auf die allgemeine Stimmung, sondern auch auf Paranoia. Wie Stobbe betont, könnten Änderungen speziell bei Paranoia gut gemessen werden ? und man wisse, dass Beschwerden ?nachweislich als Reaktion auf Verkehrslärm zunehmen?.


Details der Studie
Für ihre Untersuchung rekrutierten die Forscher Teilnehmer (n = 295) über eine Crowdsourcing-Plattform. Das Durchschnittsalter lag bei Ende 20, wobei der Anteil der männlichen Teilnehmer höher war als der der weiblichen.

Um in die Studie aufgenommen zu werden, durften die Teilnehmer keine psychischen Erkrankungen, keine Hörprobleme, keinen Substanz-/Drogenmissbrauch und keine Suizidgedanken/-tendenzen haben.

Die interessierenden Ergebnisse (Stimmung, Paranoia, kognitive Leistung) wurden vor und nach der Exposition mit der Geräuschkulisse gemessen, und jede Geräuschkulisse hatte eine Version mit geringer bzw. hoher Diversität. Daraus ergaben sich mehrere Analysen, die 2 Arten von Geräuschen (Vogelgesang vs. Verkehrslärm), 2 Diversitätsniveaus (geringe vs. hohe Diversität) und 2 Zeitpunkte (vor vs. nach der Exposition) verglichen.

Die Klangexposition dauerte 6 Minuten. Danach wurden die Teilnehmer gebeten, auf einer visuellen Skala von 0 bis 100 anzugeben, wie vielfältig/monoton, schön und angenehm sie die Geräuschkulisse empfanden.

Verringerung der depressiven Symptome
Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt:

Geräuschkulisse mit geringer Vielfalt an Verkehrsgeräuschen (n = 83)

Geräuschkulisse mit hoher Vielfalt an Verkehrsgeräuschen (n = 60)

Geräuschkulisse mit geringer Vielfalt an Vogelstimmen (n = 63)

Geräuschkulisse mit hoher Vielfalt an Vogelstimmen (n = 80)

Zusätzlich zum Hören der Geräusche füllten die Teilnehmer Fragebögen zur Messung der Stimmung (Depression und Angst) und der Paranoia aus. Hinzu kam ein Test zur kognitiven Leistung.

Die Art die Diversität und Art x Diversität der Geräusche zeigten alle signifikante Effektgrößen (F[3,276] = 78,6; p < 0,001; ηp2 = 0,461; F[3,276] = 3,16; p = 0,025; ηp2 = 0,033; und F[3,276] = 2,66; p = 0,028). Die Ergebnisse deuteten darauf hin, ?dass alle diese Faktoren sowie ihre Interaktion einen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung von Geräuschkulissen, sprich auf die Bewertungen von Monotonie/Vielfalt, Schönheit und angenehmer Wahrnehmung hatten?, kommentieren die Forscher.

Ein unzureichend untersuchter Bereich
In einem Kommentar für Medscape bezeichnete Dr. Ken Duckworth, medizinischer Leiter der National Alliance on Mental Illness (NAMI), die Studie als ?interessant, aber hinsichtlich ihrer Aussagekraft begrenzt?.

Duckworth, der nicht an den Arbeiten beteiligt war, sagte, dass ?Vorteile der Natur zu wenig untersucht werden? und stimmte mit den Forschern überein, dass es möglicherweise wichtig sei, den Einsatz von Vogelgesang in psychiatrischen Einrichtungen zu untersuchen.

Künftige Studien könnten auch die Rolle des Vogelgesangs mit den psychischen Vorteilen/Aspekten des akustischen Naturerlebens in Beziehung setzen, dem eine gewisse Wirkung zugeschrieben wird.

Ergebnisse der Post-hoc-Untersuchung
Eine Post-hoc-Untersuchung ergab, dass depressive Symptome in urbanen Klanglandschaften mit geringer und hoher Vielfalt signifikant zunahmen, in den Vogelgesang-Klanglandschaften mit hoher Vielfalt jedoch signifikant abnahmen (T[1,60] = -2,57; p = 0,012; d = -0,29).

Die Post-hoc-Analysen innerhalb der Gruppen ergaben keine Auswirkungen auf die Ängstlichkeit bei Verkehrslärm mit geringer und hoher Diversität (T[1,82] = -1,37; p = 0,174; d = -0,15 bzw. T[1,68] = 0,49; p = 0,629; d = 0,06). Im Gegensatz dazu gab es signifikante Rückgänge in beiden Vogelstimmen-Bedingungen (geringe Vielfalt: T[1,62] = -6,13; p < 0,001; d = -0,77; hohe Diversität: T[1, 60] = -6,32; p < 0,001; d = -0,70).


Die Post-hoc-Analysen innerhalb der Gruppen ergaben keine Auswirkungen auf die Ängstlichkeit bei Verkehrslärm mit geringer und hoher Diversität (T[1,82] = -1,37; p = 0,174; d = -0,15 bzw. T[1,68] = 0,49; p = 0,629; d = 0,06). Im Gegensatz dazu gab es signifikante Rückgänge in beiden Vogelstimmen-Bedingungen (geringe Vielfalt: T[1,62] = -6,13; p < 0,001; d = -0,77; hohe Diversität: T[1, 60] = -6,32; p < 0,001; d = -0,70).

Zusammengenommen bieten die Ergebnisse der aktuellen Studie eine weitere Facette, warum Interaktionen mit der Natur für unsere psychische Gesundheit von Vorteil sein können. Emil Stobbe
Ebenso gab es keine Veränderungen bei Teilnehmern mit Paranoia, wenn sie Verkehrsgeräusche mit geringer oder hoher Diversität hörten (T[1,82] = -0,55; p = 0,583; d = -0,06 bzw. T[1, 68] = 0,67; p = 0,507; d = 0,08). Andererseits führten beide Vogelgesang-Settings zu einer Verringerung der Paranoia (geringe Vielfalt: T[1, 62] = -5,90; p < 0,001; d = -0,74; hohe Diversität: T[1, 60] = -4,11; p < 0,001; d = -0,46). Keine der Klanglandschaften beeinflusste jedoch die Kognition.

Stobbe: ?Zusammengenommen bieten die Ergebnisse der aktuellen Studie eine weitere Facette, warum Interaktionen mit der Natur für unsere psychische Gesundheit von Vorteil sein können und warum es äußerst wichtig ist, die Natur zu erhalten.?

Künftige Forschungsprojekte sollten sich auf die Untersuchung gemischter Klanglandschaften konzentrieren, einschließlich der Untersuchung, ob natürliche Geräusche in städtischen Umgebungen Stressfaktoren wie Verkehrslärm verringern könnten.

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4911792?src=WNL_mdplsfeat_221107_mscpedit_de&uac=389796AZ&impID=4839089&faf=1#vp_3

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Sonntag, 6. November 2022
Klaus Gestwa: Osteuropa-Experte kontert den Reutlinger Vortrag von Krone-Schmalz heftig
https://www.t-online.de/region/stuttgart/id_100072528/-die-chance-zum-kritischen-diskurs-hat-die-vhs-reutlingen-leichtfertig-verspielt-.html

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Russische Whistleblowerin Maria Dmitriewa berichtet über eine Prä-Putsch-Situation
https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/bereit-die-schlimmsten-schritte-einzuleiten-russische-whistleblowerin-die-russische-armee-gibt-es-schon-nicht-mehr_id_172804982.html

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