Dienstag, 23. Dezember 2025
Weihnachten ohne Mythos
che2001, 12:58h
Jeshua ben Joseph wurde nicht am 24.12. geboren sondern irgendwann im Frühling. Er wurde auch nicht in einem Stall geboren, lag aber wohl in einer mit Heu und Stroh gefüllten Krippe - dem Aufbewahrungsort für jedes Neugeborene in jener Zeit. Der Stern von Bethlehem war eine Konjunktion von Jupiter und Saturn, die so nahe beieinander standen dass sie wie ein Stern aussahen und heller strahlten als die Venus. Aus astrologischer Sicht war das bedeutsam, da Jupiter für den gleichnamigen Gott stand und Saturn für das Volk Israel, die Konjunktion also für die Geburt des Königs der Juden stand. Die drei Weisen aus dem Morgenland hingegen kamen etwa 60 Jahre später, nämlich als Gesandte des Schah der Parther an den Hof des Kaisers Nero, um diesem eine glückliche Regierungszeit zu prophezeien. Dass nun Jesus und Nero upgemixt wurden ist ebenso unfreiwillig komisch wie die Tatsache dass Nero keine glückliche Regierungszeit hatte.
Das angebliche Geburtsdatum am 24. oder 25. Dezember ergibt sich aus der Tatsache, dass in die Zeit zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar mehrere religiöse Hochfeste fielen, die es schon gab: Das jüdische Chanukka, das Fest des römischen Sonnengottes Sol Invictus und des griechischen Sonnengottes Helios, des keltischen Lichtgottes Belenos, die germanische Wintersonnenwende, das Fest des persischen Heilsgottes Mithra und das Fest des römischen Gottes Janus, d.h. das Neujahrsfest.
Das angebliche Geburtsdatum am 24. oder 25. Dezember ergibt sich aus der Tatsache, dass in die Zeit zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar mehrere religiöse Hochfeste fielen, die es schon gab: Das jüdische Chanukka, das Fest des römischen Sonnengottes Sol Invictus und des griechischen Sonnengottes Helios, des keltischen Lichtgottes Belenos, die germanische Wintersonnenwende, das Fest des persischen Heilsgottes Mithra und das Fest des römischen Gottes Janus, d.h. das Neujahrsfest.
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manhartsberg,
Dienstag, 23. Dezember 2025, 14:27
Typisch, Du musst einem sogar Weihnachten wissenschaftsnah entzaubern. 😛
https://www.youtube.com/watch?v=XS088Opj9o0
https://www.youtube.com/watch?v=XS088Opj9o0
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wuerg,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 00:25
Ja, im Frühling, und zwar am 6. April. Aber in welchem Jahr und nach welchem Kalender? Und wie fanden die Heiligen Drei Könige nach Bethlehem? War die Konjunktion im restlichen Israel etwa nicht zu sehen?
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che2001,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 00:32
Die Heiligen Drei Könige zogen überhaupt nicht nach Bethlehem sondern nach Rom, im Jahre 55, um Kaisr Nero zur Thronbesteigung zu gratulieren und ihm ein nettes Horoskop vorzutragen. Hatte ich oben geschrieben. Da hat die Überlieferung Geschichten zusammengemixt die nichts miteinander zu tun haben.
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pader brown,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 01:41
Wer will das wissen, wie es tatsächlich war? Eine gute, frei erfundene Geschichte ist allemal besser als die belanglose Wahrheit! Wer den christlichen Schäfchen ihre Weihnachtsgeschichte raubt, ist ein böser Mann im Range eines Kinderschänders!
Ich will tot umfallen, wenn es nicht wahr ist, daß mir draußen auf dem Feld ein Engel erschienen ist, als ich gerade den Nachbars-Jungen ihre erste Zigarette drehte! 😉
Ich will tot umfallen, wenn es nicht wahr ist, daß mir draußen auf dem Feld ein Engel erschienen ist, als ich gerade den Nachbars-Jungen ihre erste Zigarette drehte! 😉
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manhartsberg,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 08:42
Ihr Schäfchen... https://www.youtube.com/watch?v=QrqQtEPsEE8
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wuerg,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 23:00
Schön, daß eine der vielen Konjunktionen nach Bethlehem benannt wurde und nicht vier nach Lodz fuhren, sondern drei zu Nero und gar keine Könige waren. Aber wie leitet sich aus diesen Belanglosigkeiten ab, daß Jesus irgendwann im Frühling geboren wurde? Oder war es irgendein Jesus?
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avantgarde,
Mittwoch, 24. Dezember 2025, 11:05
Se non è vero, è ben trovato.
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che2001,
Donnerstag, 25. Dezember 2025, 23:30
Es ist Stand neuerer historischer Forschung. Ich kann dafür aber keine Quelle nennen. Ich lese die Zeitschriften Historische Anthropologie, Geschichte und Gesellschaft und Spektrum Geschichte in ihren Papierausgaben. In irgendeiner hat es gestanden.
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che2001,
Donnerstag, 25. Dezember 2025, 23:45
Alternativ hat natürlich auch der von manhartsberg verlinkte Video etwas für sich;-)
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manhartsberg,
Donnerstag, 25. Dezember 2025, 23:57
Ich lese auch theology.de 🚢
https://www.theology.de/service/buecher/zuadventweihnachtenneujahr/guenther-r-jesusmariaundjosef.php
Und im ORF erfährt man: Der kleine Jesus war demzufolge „ein richtiger Fratz, frech und erziehungsresistent“, so Paganini.
„Er verwandelte Spielkameraden in Tiere und wieder zurück.“
https://www.theology.de/service/buecher/zuadventweihnachtenneujahr/guenther-r-jesusmariaundjosef.php
Und im ORF erfährt man: Der kleine Jesus war demzufolge „ein richtiger Fratz, frech und erziehungsresistent“, so Paganini.
„Er verwandelte Spielkameraden in Tiere und wieder zurück.“
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manhartsberg,
Samstag, 27. Dezember 2025, 00:27
Vor Silvester in Köln.
https://www.welt.de/geschichte/article130259216/Religionsgeschichte-Wer-wirklich-im-Sarg-der-Heiligen-Drei-Koenige-liegt.html
https://www.welt.de/geschichte/article130259216/Religionsgeschichte-Wer-wirklich-im-Sarg-der-Heiligen-Drei-Koenige-liegt.html
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che2001,
Samstag, 27. Dezember 2025, 01:09
Auf mittelalterlichen Märkten wurden Federn afrikanischer Kronenkraniche und Strauße verkauft und behauptet, dies seien Federn von den Flügeln des Erzengels Gabriel.
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