Mittwoch, 28. Januar 2026
Gerlinde Kaltenbrunner
Ich hatte die Gelegenheit, die wohl bedeutendste Bergsteigerin unserer Zeit zu treffen. Eine wahrlich faszinierende Begegnung und ein atemberaubender Vortrag, der sich in zwei Teile gliederte: Die geistige Dimension des Bergsteigens und das absolute Nonplusultra einer Tour:

Der K2 über die Nordroute. Schon die Anreise erfolgte spektakulär auf Kamelrücken durch die wüsteste aller Wüsten, die Takla Makan, was eine Woche dauerte.



8611 m ohne Sauerstofflasche und ohne Träger.
Wir erfuhren, dass eine vegane, hauptsächlich aus Obst bestehende Ernährung die Voraussetzung ist das zu schaffen, denn Fleisch oder auch Käse oder fetthaltige Mehlspeisen würden so viel Sauerstoff in der Leber binden, dass man Gefahr läuft zu ersticken.



Klettern bei - 27 Grad und 2 m Neuschnee, das liegt jenseits meiner Vorstellungskraft. Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann ist die Begeisterung bei einer solchen Tour, die auch für mich Ansporn zu neuen Unternehmungen ist. Der Funke sprang über.





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Ein glücklicher Flachland-Tiroler, dem Extrem-Bergsteigen nicht in Kopf und Glieder gefahren ist, fragt sich: Klettern bei -27 Grad und 2 m Neuschnee - was soll das? Allein den Gedanken zu haben, verläßt den Rahmen jeder menschlichen Vernunft! Und dann nichts Ordentliches im Magen! Ohne Fett erfrierst Du doch!

Vorsicht, Laura - da kommen Steine auf Dich zu! Schade, Du warst zur falschen Zeit am falschen Ort! Was sagst Du? So wie es gekommen ist, war es gut, weil es Dich bei dem erwischt hat, was Du liebtest? Naja, ich und Millionen Menschen hätten Dich gerne weiterhin beim Biathlon gesehen. Spielt keine Rolle - eine Bergsteigerin muß tun, was eine Bergsteigerin tun muß!

Frau Kaltenbrunner ist schon 55 Jahre alt. Sie hat Bergkameraden neben sich in den kalten Tod fallen sehen. Egal, immer weiter! Nur nicht beeindrucken lassen! Und Vorträge halten, denn die Flachland-Tiroler wissen ja nicht, wie toll es ist, kurz vorm Sterben seine Leistungsgrenzen neu zu erleben!

Wenn ich den großen Bergsteiger Reinhold M. richtig verstanden habe, will er uns sagen, man muß dorthin gehen, wo man sterben könnte, um nicht zu sterben! Wenn Berge nicht gefährlich wären, würden sie ihn nicht interessieren!

Alles klar?

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Als Mallory gefragt wurde warum er den Everest besteigen wollte antwortete er: "Weil er da ist!".

Und als ich mit Lisi Steurer https://de.wikipedia.org/wiki/Lisi_Steurer auf einem Klettergrat unterwegs zu einem ganz normalen 3000er Gipfel in den Alpen war fragte sie mich: "Was machen wir beide gerade?" und ich antwortete: "Wir klettern zusammen eine für uns neue Route." "Wir riskieren gerade unsere Leben, um auf der schwierigsten Route einen weitgehend unbekannten Berg zu besteigen. Findest Du das vernünftig?" "Nein, aber es ist das ganz große Erlebnis!" "Und genau deshalb sind wir hier!".

Zu meinen Bergerlebnissen gehört die Erfahrung totaler innerer Stille, das Aussetzen aller Gedanken, ein Gefühl des inneren Schweigens, das Stunden anhalten kann und verknüpft ist mit dem Gefühl einer Verbundenheit mit dem gesamten Kosmos. Dazu fallen mir glatt Begriffe wie "unio mystica" und "Gotteserfahrung" ein. Diese Erlebnisse sind für mich, nicht nur, aber zu einem großen Teil, der Sinn meines Lebens. Natürlich kennt Gerlinde das erst recht, darüber haben wir uns auch unterhalten. Sie hatte auch ein Mantra für uns, das ich wirksam fand.

Das erste Mal hatte ich eine solche Erfahrung mit 16, als ich beim Abstieg vom völlig vereisten Ankogel fast abgestürzt wäre, mich an zwei Fingern an einem Felsvorsprung hochgezogen und dann das Gefühl hatte, quasi wiedergeboren zu sein.

Solche Erlebnisse kann man wahrscheinlich bergunerfahrenen Menschen nur sehr schwer schildern, es ist vielleicht so wie einer künstlichen Intelligenz, einer seit Geburt impotenten/frigiden Person oder etwa einem Kleinkind einen Orgasmus zu beschreiben.

@ "Klettern bei -27 Grad und 2 m Neuschnee - was soll das? Allein den Gedanken zu haben, verläßt den Rahmen jeder menschlichen Vernunft! Und dann nichts Ordentliches im Magen! Ohne Fett erfrierst Du doch!"


......... Der Gipfel des K2 hat die Temperaturverhältnisse der Zentralantarktis (-30 im Sommer und -65 im Winter) und gehört meteorologisch schon fast zur Stratosphäre, da wird es nie sehr viel wärmer. Mit Fett im Magen erstickst Du. Als sie wieder im Basislager waren haben sie etwa 12 Stunden lang gegessen. Es waren mehr Menschen im Weltraum als auf dem K2.

Ich bin sehr weit entfernt so etwas zu wagen, es ist nun einmal die extremste Bergtour die es gibt, wie ich oben schrieb das Nonplusultra.

Gerlinde Kaltenbrunner ist 55, wirkt aber eher wie 38. Ich bin mit 62 auch eher wie Anfang 40 und bin der Meinung, dass ich meine größten Bergtouren noch vor mir habe.

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Der von Dir genannte Mallory ist auf dem Mt. Everest geblieben. Ein hoffnungsvoller, talentierter, schöner junger Mann, um den wahrscheinlich viele geweint haben. Ebenso beim Tod von Laura Dahlmeier, einer außergewöhnlichen jungen Frau, die nicht gerettet werden wollte, falls ein anderer Bergsteiger bei der Rettung sein Leben riskieren muß.

Mich nervt diese Arroganz! Das Leben anderer soll um Gottes Willen nicht in Gefahr gebracht werden, aber das eigene Leben setzt man bewußt großer Gefahr aus, weil man, Dein Beispiel nutzend - die totale innere Stille empfinden möchte, die Verbundenheit mit dem Kosmos, das Aussetzen aller Gedanken!

Selbst nach einem tödlichen Unfall will man noch Regeln für andere aufstellen und gleichzeitig den eigenen Tod, und die Verantwortung daran, verharmlosen!

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Arroganz? Ich würde das Demut nennen. Wobei es bei Laura Dahlmeer nicht darum ging nicht gerettet werden zu wollen, sondern darum, dass niemand sein Leben riskieren sollte, um ihre Leiche oder einen komatösen, kaum noch lebensfähigen Körper zu bergen.

Und dieses geschilderte Erlebnis ist für mich tatsächlich das höchste der Gefühle. Etwas, für das allein es sich schon zu leben lohnt, und das wieder zu erlangen ich nicht missen möchte. Ich denke auch, dass es dem, was Buddhisten die Erleuchtung nennen ziemlich nahe kommt.

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Hier kann auch nicht von Leichtsinn die Rede sein. Professionalität misst sich daran dass man weiß, wann man umkehren muss. Gerlinde Kaltenbrunner hat 4 Expeditionen und 8 Anstiege unternommen ehe sie den K2 geschafft hat. Ich selbst habe bestimmte Berge 3, 4 mal angegangen ohne raufzukommen und ich werde es wieder versuchen.

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Nach meiner genetischen Ausstattung und den Erfahrungen mit Oma und Vater habe ich gute Aussichten 100 oder älter zu werden, und das betrachte ich als Geschenk, ebenso wie die Erfahrung, nach einem Gelenk-Trümmerbruch wieder fit geworden zu sein und den Krebs überlebt zu haben. Wenn ich aber die Wahl hätte, als noch rüstiger alter Mann - alt heißt für mich so ab 80 - aus einer Felswand in den Tod zu stürzen oder als schwerkranker Greis langsam im Bett dahinzusiechen würde ich mich für Ersteres entscheiden. Es ist besser, auszubrennen als zu verblassen.

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"Buam, des miaßts eich merka: In de Berg, do is da Gipfe immer obn!"
Dabei bist Du doch gar nicht romantisch..;)
https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/alpinwelt/blog/best-of-alpinwelt/lebensgefuehl-berg

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In the mountains, there you feel free.
I read, much of the night, and go south in the winter.

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Ich bin hochgradig romantisch
Sonst wäre ich auch kein Bergsteiger. Die ratiodrahtige faktenbasierte Argumentation derer ich mich befleißige hat nichts mit unemotionaler Verkopftheit zu tun, sondern ist Ergebnis meiner akademischen Ausbildung.

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Und leichtsinnig sind wir wirklich nicht
Bei traumhaftem Wetter, aber Wolken über der Schlüsselstelle des Grats, aus denen es sicher nicht regnen oder schneien würde, sind wir nach mehrstündigem Anmarsch abgebrochen und haben auf den Gipfel, der klar über den Wolken in Himmel ragte verzichtet - denn in solchen Wolken fliegt kein Hubschrauber. Bei einem Sturz ist man verloren.

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Mögen noch etliche Jahre uns Lande ziehen, bevor Du sterbend das Bergvagabundenlied zum Besten gibst.
https://www.sac-cas.ch/de/die-alpen/maenner-am-berg-25059/

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Ich mag die Berge und auch die Menschen, die dort Sport treiben - welchen auch immer! Wenn ich aber z.B. die Erstbesteigung des Matterhorns im Film miterlebe, oder Reinhold Messner vom Tod seines Bruders erzählen höre, frage ich mich, ob manche Bergsteiger nicht zu sehr vom Ehrgeiz gepackt werden, angesichts des nahen Gipfelglücks? Ich vermute, nur die Besten sind in der Lage, auch dann den Abstieg anzugehen, wenn es die Umstände ratsam erscheinen lassen, das Ziel aber nahe liegt.

Sicher kennst Du den 'Watzmann' von Ambros, Tauchen und Prokopetz. Ich hörte die LP 1975 das erste Mal. Wenn der Bua affi geht, gehört ihm die Gailtalerin ganz alleine. Diese Motivation zum Gipfelsturm ist leichter zu verstehen als die Sehnsucht nach innerer Stille!😀

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@" Ich vermute, nur die Besten sind in der Lage, auch dann den Abstieg anzugehen, wenn es die Umstände ratsam erscheinen lassen, das Ziel aber nahe liegt."... Das sollte der Normalzustand sein. Ich vermute dass es die Regel ist dass man abbricht wenn unverhoffte Schwierigkeiten auftreten. Ich habe das schon während meiner Pubertät gelernt und unzählige Male praktiziert.

Ich erinnere mich an eine Übernachtung auf der Lucknerhütte, da war neben mir eine Seilschaft junger Männer aus Göttingen, die wollten den Großglockner besteigen. Sie brachen 50 m unter dem Gipfel ab, weil der mit Rauhreif bedeckt war und es keinen Halt gegeben hätte. Das ist verantwortungsvolles Handeln.

Es gibt aber auch menschliche Inkompetenz von Dritten, gegen die man wenig machen kann. Wir waren zu dritt auf dem Detmolder Grat, einem der schwierigeren Anstiege zur Hochalmspitze. Vor uns war eine andere Dreierseilschaft, zu der gehörte eine Frau, die ihr Steigeisen verlor. Das waren noch diese alten Steigeisen mit einer Bindung aus Lederriemen mit Schnallen, sie hatte ihres nicht richtig gebunden, und dann ´flog das runter über den Firn des Trippkeeses. Sie geriet in Panik und fing an zu schreien, und dann wurde die ganze Gruppe, Person für Person, mit dem Heli ausgeflogen. Das dauerte anderthalb Stunden, anderthalb Stunden die wir fast reglos auf dem Detmolder Grat standen. Der ist 30cm breit, und auf der einen Seite geht eine glatte Felswand mehrere hundert Meter runter und auf der anderen Seite die 40, am oberen Rand bis zu 70 Grad steile Eisfläche des obersten Trippkeeses. Als wir mit großer Verzögerung auf dem Gipfel der Hochalmspitze eintrafen konnten wir schon das Gewitter aus dem Tal hinaufziehen sehen in das wir hinabsteigen würden. Tolles Gefühl- es regnet auf einen Gletscher. Man hängt mit einem stählernen Karabinerhaken eingeklinkt an einem Drahtseil und sieht Blitze.

Wir hatten geplant um 15 Uhr auf der Gießener Hütte zu sein, wir trafen spät abends in völliger Dunkelheit und bis auf die Unterwäsche durchnässt dort ein. "Wo kommt Ihr denn jetzt her?" "Von der Hochalmspitze. Wir bekamen Probleme mit einer anderen Gruppe und unserem eigenen Tempo." "Um das auszuprobieren habt Ihr Euch nicht gerade den kleinsten Berg ausgesucht."





Oben der Abstieg auf das Trippkees von der Lassacher Winkelscharte, unten Blick auf den Detmolder Grat in seiner vollen Länge, im Hintergrund die Hochalmspitze.

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Das Eisklettern im Hochgebirge ist nichts für mich, und war auch nichts für die panisch schreiende Dame, die wohl ihr letztes Stündchen gekommen sah und meine Frage, was sie auf dem Gipfel gerne gefunden, sicher nicht eindeutig beantwortet hätte.

Sie hatte ja nicht das Glück der Erfahrung des überragenden Abenteuers, bei blitzezuckendem Unwetter und triefender Unterhose eine Berghütte zu erreichen, wo sie bei Kaiserschmarrn und heißem Kaffee ihre Lebensgeister zurückgewinnen konnte!

Leider schreibst Du nichts über Deine Emotionen. Die unprofessionelle Dame hat mit eurem Leben gespielt!

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Verantwortungslose Bergtouristen gibt es leider zuhauf. Mir sind auf dem Jubiläumsgrat (anspruchsvoller Klettersteig zwischen Zugspitze und Alpspitze) Leute in leichten Turnschuhen begegnet.

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Am Zustieg zum Blauspitz-Klettersteig, das ist ein schwieriger Klettersteig der Kategorie D bei Kals am Großglockner dessen touristischer Erstbegeher zu sein ich die Ehre habe steht ein Schild mit dem Hinweis "Profis tragen Helm". Jenseits des Schildes traf ich Leute in Shorts, T-Shirt und Turnschuhen . Ich weiß aber nicht ob die sich als Analapheten sehen;-)



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Meine Emotionen
@pader brown:
Immerhin kam die Dame in de Genuss eines Hubschrauberflugs am pendelnden Außenseil, ein Vergnügen das ich erst 8 Jahre später hatte. Während des Gewitters empfand ich Stress, Adrenalinrausch, aber keine spezifischen Emotionen, ich war mit Überleben beschäftigt. Als ich um Mitternacht in mein Hotel in Mallnitz kam wo man für uns schon die Kerzen aufgestellt hatte brauchte ich erstmal eine Flasche Rotwein die ich in einem Zug austrank.


https://de.wikipedia.org/wiki/Ankogel

Als ich ein paar Tage später auf den Ankogel, 3252 m stieg kostete mich das große Überwindung obwohl es eigentlich eine schöne Tour war. Aber mir steckte die blanke Angst in den Knochen. Nur musste ich diese Tour jetzt gehen, sonst wäre ich nie wieder auf einen großen Berg gestiegen. Jedoch ging von jetzt an die Angst immer mit. Die fröhliche Unbefangenheit mit der ich bis dahin Berge angegangen war dahin. Ich wurde zu einem sehr vorsichtigen und Touren sorgfältig vorbereitenden Alpinisten. Was mich allerdings nicht davon abhielt beim Abstieg von der Marmolada in eine Gletscherspalte zu fallen oder in der berüchtigten Schotterrinne zwischen Dürrenfeldscharte und Kendlspitze auszurutschen oder bei der Abfahrt vom Glödis mich langzumachen und mir die Stöcke zu brechen.

Ein Wendepunkt kam dann beim Abseilen von der Großen Zinne.









Ich verseilte mich in dem vertikalen Labyrinth und landete nicht auf einem Standplatz sondern mit Luft unter den Sohlen an der senkrechten Wand. Da durchlief mich ein warmer Gedanke der geradezu körperlich spürbar war: "Gestorben wird heute nicht! Entweder Herbert holt mich hier raus oder es gibt nen Hubschrauberflug." Ich versuchte mich mit einem Klimmzug in eine bessere Position zu bringen, dann sah ich aber mein rotes Blut am grünen Seil mir entgegenlaufen. Ich hatte mit den Fingerkuppen in Bergkristalle hineingefasst.

Schließlich gelang es Herbert sich auf einem Standplatz neben mir zu positionieren, er warf mir eine Rettungsleine zu und ich pendelte mich rüber zu seinem Platz. Im Vorjahr hatte sich Ines Papert, ich meine an der Aiguille d´Entreves den Arm an einem Bergkristall geritzt, Lisi hatte sie gerettet, und die Geschichte hatte in der Community die Runde gemacht.



Deshalb kommentierte Herbert, als wir unten waren und er mich blutüberströmt aber nicht ernst verletzt vor sich sah: "Du tust aber auch alles, um Deinen Vorbildern nachzueifern!".

Von da an war die Angst weg und die Unbefangenheit wieder da. Nach einem gemütlichen Mittagessen auf der Auronzohütte - wir waren morgens um 5 aufgebrochenund um 13 Uhr unten - machte ich noch eine gemütliche Wanderung über die gesamte Lange Alm bis ich zum Abendessen zurück in der Drei-Zinnen-Hütte war.



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Ich bin in jüngeren Jahren viel in den Anden unterwegs gewesen und habe dabei mehrere Sechstausender bestiegen (die technisch nicht so anspruchsvollen).

In Gruppen zu gehen habe ich mir damals abgewöhnt, hauptsächlich deshalb, weil viele Teilnehmer einfach nicht die Regeln der Akklimatisation befolgen wollten (gerade Asiaten und Amerikanern dauerte sowas zu lange). Und dann gab's natürlich Probleme.

Heute mache ich lieber Trekkingtouren in wenig begangenen Regionen. Und lasse mir Zeit.

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Kommt drauf an was für Asiaten. Südkoreaner oder Großstadtchinesen sind ein anderer Schnack als Nepali oder Pakistani.

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Letztere sind selten in Südamerika unterwegs.
Habe aber wortwörtlich einen Amerikaner fragen hören, ob man die Akklimatisation stark abkürzen könne, wenn er mehr für die Tour zahle.

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Die gefährlichsten Berge sind nicht die schwierigsten
Die schwierigsten großen Gipfel der Welt sind der K2 aka Chogori aka Mount Godwin Austen, der Daulagiri, der Kandchenzönga, der Nanga Parbat, die Annapurna 1, der Mt. Vinson (Antarktis), der Dinali (Alaska) und in den Alpen die Grandes Jorasses Nordwand, die Matterhorn Nordwand, die Eiger Nordwand, die Nordwände der Drei Zinnen, die Schneewinkelspitz Nordwand, der Nordpfeiler der Hochalmspitze. Eine Spezialität sind auch noch der Cerro Torre, die Torres del Paine und der Cerro Fitzroy in den Anden sowie der Ushba im Kaukasus. Und ansonsten gilt natürlich: Nowhere but Yosemite.



Die Berge mit den meisten tödlichen Unfällen sind der Mount Everest, der Montblanc, Matterhorn auf der Normalroute, Großglockner, Watzmann, Mount Washington.

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Cerro Fotzroy... nana...

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@avantgarde: Südamerika weiß ich nicht, aber in den letzten Jahren viel in den Alpen, sogar Sherpas in den Hohen Tauern, Dolomiten und Brenta.

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Die unterschiedlichen Todesraten ergeben sich, weil auf Grandes Jorasses, Eiger Nordwand, Zinnen usw. nur raufgeht wer genau weiß was er oder sie tut, während auf letztgenannte Berge Hinz und Kunz rauf will.


Auf den Everest torkeln Buchungstouristen beladen mit Sauerstofflaschen wie ein Gerätetaucher, ein Sherpa zieht und einer schiebt. Der Mount Washington ist nicht einmal 2000 m hoch, aber da gehen Leute in Shorts, Turnschuhen und T-Shirt hoch und stehen dann oben im Schneesturm

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Meine höchsten Berge waren Ojos del Salado (6893 m) und Llullaillaco (6723 m). Technisch kein Problem, aber die Höhe macht sich schon bemerkbar. Das sind eher - durch die Höhe - anstrengende Trekkingtouren.

Die faszinierndste Trekkingtour meines Lebens spielte sich aber wesentlich weiter "unten" ab: Die zehntägige Umrundung (nicht Besteigung) von Cerro Fitzroy und Cerro Torre über den Hielo Continental. Der Führer war Ralf Gantzhorn.

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Respekt! Ich war bislang nie über 4000 m, aber bei mir sind es dann Klettertouren.

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Einer bösen Rede nach sterben am Mount Everest Pauschaltouristen, weil sie beim Schlangestehen auf dem Hillary Step festfrieren.

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Oder beim Ka****

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Der Kletterer bin ich nicht so, dafür ziemlich ausdauernd bei langen Touren. Aber ab 6000 m wird jeder Schritt schwerer und schwerer. Dazu kommt in den Anden die Gefahr eines unglaublich schnellen Wetterumschwungs. Du bist bei wirklich wolkenlosen Himmel unterwegs, der Gipfel ist nicht mehr weit, und plötzlich ist da ein kleines, völlig harmloses Wölkchen und der Bergführer sagt: Sofort umkehren! Alles schimpft und flucht, aber es gibt keine Diskussionen. 15 Minuten später war das Not-Biwak erreicht, gleichzeitig mit dem Losbrechen eines Schneesturms, der uns vermutlich umgebracht hätte. Komplettes Whiteout über viele Stunden.

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Es war eines meiner Lieblingslieder in der Jugend und besonders inbrünstig sang ich die Zeilen: "Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder, Brüder auf Leben und Tod!" Ein guter Text für ein junges Herz!

Dann fuhr ich mit dieser Begeisterung im Herzen mehrmals zum Skifahren nach Südtirol und sah hinter jedem Gartenzaun einen geistig Behinderten blöd glotzen. Jedenfalls kam es mir so vor! In den Dolomiten empfand ich das Leben als langsam und alt. Da lebten nicht meine Brüder und nichts lockte mich auf die 'Drei Zinnen' oder in den 'Rosengarten'. Die mußte ich mir schön schauen, was mir gelang!

Ich weiß nicht, warum ich z.B. auf 6000 Metern schweren Schrittes laufen soll? Ich verstehe, daß ich auf einem Berggipfel eine besonders schöne Aussicht genießen und tiefe Freude empfinden kann, aber ich will nicht ums Verrecken stundenlang auf einem schmalen Grat stehen und befürchten müssen, weiche Knie zu bekommen und einem Karabinerhaken ausgeliefert zu sein.

Eine Bekannte ist querschnittsgelähmt, stürzte beim Klettern ab und erzählte mir: "Ich hing kopfüber im Seil, das Blut lief mir in die Augen!" Sie hatte sich wenige Jahre zuvor für einen anderen entschieden, einen Kletterer! Wäre sie mal lieber mit mir gegangen! 😉

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Ich habe im Rosengarten das Klettern gelernt und an der Großen Zinne eines meiner dolleren alpinen Abenteuer erlebt, am Glödis, in der Brenta und rund um den Großglockner inklusive Granatspitzgruppe einige der schönsten Erlebnisse meines Lebens gehabt. Und selbst die Erfahrung, mehrfach dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein machte mich jedesmal reifer und resilienter. Die Gelassenheit, ruhigen Herzens meine Krebserkrankung zu überwinden zum Beispiel hätte ich ohne meine Bergsiege niemals erlangt.


Und den Anblick von einem Gipfel aus zu genießen ist mit dem Dopaminrausch nach mehrstündiger körperlicher Höchstanstrengung etwas ganz Anderes als ohne diesen Hintergrund. So wie neben einer Frau im Theater zu sitzen etwas anderes ist als mit ihr einen gleichzeitigen Orgasmus zu haben.

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Und ich bin ganz generell ein Mensch des extatischen Rausches der aus einer hochintensiven sportlichen Tätigkeit hervorgeht. Ich suche Grenzerfahrungen und Entgrenzungen. Beim Strandurlaub lag ich auch nicht in der Sonne sondern ging Tauchen - mit Hai - Wasserskifahren, Paragliden und im von Karim selbstkonstruierten Flugboot mitfliegen.

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Die Menschheit braucht Menschen wie Dich, um letzten Endes Fortschritte zu machen. Im Nachhinein bewundern wir solche Leute, oder lachen sie aus, weil sie scheiterten. Nach dem Scheitern neu beginnen, nicht liegen bleiben, immer wieder aufstehen! Sag das einem, dessen Körper zerschmettert am Fuße des Berges liegt.

Können wir nicht gegen unsere Natur? Ist des Menschen Wille sein Himmelreich? Kant hat gesagt, Du sollst als Vorbild das Beste für alle wollen, denn Deine Freiheit verpflichtet Dich, das Bestmögliche zu tun. Er war der 'Oberaufklärer' in unserem Land! Nur Gott stand über ihm. Der sagte, sei demütig und vermeide die Eitelkeit. Was also ist zu tun? 😉

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Ich mache einfach nur was mir Spaß macht, und das ist in meinem Fall ziemlich spektakulär. Und ich bin froh und stolz darauf kein Weichei zu sein, und zwar genau deswegen weil ich das früher einmal war und mich aus eigener Kraft weiterentwickelt habe.

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"Ich weiß nicht, warum ich z.B. auf 6000 Metern schweren Schrittes laufen soll?"

Du sollst ja auch nicht sollen. Ich muss heute auch nicht mehr auf einen 6000er. Aber gehe in Patagonien trekken. Da fragen sich dann auch wieder Leute: Warum gehst Du da trekken, bei dem (meist) schlechten Wetter?

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Niemand soll etwas sollen außer denen die von sich aus machen. Das ist jetzt so ähnlich wie mit der Fitnesscenterdebatte.

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Vielleicht der am schönsten bebilderte Kommentarthread überhaupt!

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👆😍 Besonders das erste und vorletzte!

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Pader brown, kann man das bei euch anschauen?
https://on.orf.at/video/14301822/dok-1-lisa-am-limit-was-wir-von-extremsportlern-lernen-koennen

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Natürlich soll ich etwas sollen! Z.B. die Nächstenliebe, die Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Gewaltlosigkeit usw.

Höchstleistungen im Sport sind etwas für Wenige, die dabei ohne Frage Außergewöhnliches erleben können. Alles okay, aber den meisten Menschen ist dieser Weg versperrt, vor allem, weil sie sich nicht ohne Not quälen wollen und können.

Immer sein Bestes zu geben ist ebenfalls eine 'Höchstleistung', die kaum einer erreicht. So ist das Tun bzw. Lassen der meisten Menschen, also die 'Normalität', selten spektakulär, aber das verständlichste Verhalten!

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@" Alles okay, aber den meisten Menschen ist dieser Weg versperrt, vor allem, weil sie sich nicht ohne Not quälen wollen und können." ------- Man kann können, wenn man wollen will. Es ist alles eine Willensentscheidung, insofern ist dieser Weg den meisten Menschen versperrt weil sie ihn sich selbst versperren. Was auch in Ordnung ist, es ist ja niemand gezwungen Sport zu treiben oder auf die Berge zu steigen. Wobei ich meine eigenen sportlichen Tätigkeiten - Kampfsport ohne Körperkontakt und mit der Ernsthaftigkeit eines Leistungssports, aber auf 2-3 je einstündige Termine die Woche betriebenes Kraft/Fitnesstraining als normalen Freizeitsport beschreiben würde. Ebenso meine Bergsteigerei, die alpines Klettern mit Helm und Seil und teils auch mehrtägige Hochtouren bis etwa zum 4. Schwierigkeitsgrad umfasst für mich noch nicht in die Kategorie Extremsport gehört. Für viele Menschen in Österreich oder der Schweiz fällt das unter After Work.

Das, was Frau Kaltenbrunner macht ist masterpiece cutting edge,

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Weiter oben schreibst Du von 'Grenzerfahrungen', von 'Entgrenzungen', von 'Todesgefahr'. Das war mein Ausgangspunkt. Jetzt heißt es 'After-Work-Training'. Vielleicht besteht da ein Mißverständnis. Aber ich will zu einem anderen Punkt und gebe Dir recht: "Man kann können, wenn man will!"

Also stellt sich u.a. die Frage, warum soll ich wollen, etwas Außergewöhnliches zu können? Und wenn ich es kann, wie bewahre ich es? Ein Leben am beständigen Limit wäre wohl 'ungesund', also nicht erstrebenswert. Vorteilhaft für Leib und Leben ist dosiertes Sporttreiben, wie Du es heute beschreibst!

Das normale Sporttreiben, auch die Höchstleistung, ist etwas ganz anderes, als der unbedingte Wille der Frau Kaltenbrunner, die höchsten Berggipfel ohne zusätzlichen Sauerstoff zu bezwingen. Das hat z.B. auch der Reinhold Messner gemacht, und sagte (mit meinen Worten): "Ich mußte den Atem des Todes spüren, um zu lernen, ihm aus dem Weg zu gehen".

Das ist es, worum es mir von Anfang an ging und was ich nicht verstehe! Welche Motivation trieb ihn an? Er scheint ja recht gehabt zu haben und lebt glücklich mit seiner jungen Frau, ohne weiterhin sein Leben zu riskieren.

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Die Teilung die Du da machst mache ich nicht mit. Was Extremsport ist und was nicht misst sich an äußeren Maßstäben. Was für einen Menschen eine Grenzerfahrung ist ist aber subjektiv. Für einen übergewichtigen Asthmatiker ist es eine absolute Höchstleistung zu einer 2450 m hochgelegenen Felsscharte hochzukeuchen, wo der Anstieg extrem beschwerlich, aber ohne bergsteigerischen Schwierigkeitsgrad ist. Für mich wäre die gleiche subjektive Leistung vielleicht der Stüdlgrat auf den Großglockner, für Gerlinde Kaltenbrunner der Nordpfeiler des K2. Gerlinde hatte in ihrer Veranstaltung gesagt sie wolle allen Anwesenden Mut machen ihre persönlichen Achttausender zu schaffen, auch wenn das das Bestehen einer Prüfung oder die Pflege eines Angehörigen ist.

Auch die After-Work-Sportler, die am Nachmittag klettern oder paragliden oder in den Boxring steigen riskieren etwas, wenn auch nicht in solch extremer Weise wie Expeditionsbergsteiger.

Auf dem Gipfel der Blauspitze war ich mit jemanden, der nach überstandener und ausgeheilter Leukämie überglücklich war diese Tour geschafft zu haben. Ich gratulierte ihm herzlich und freute mich mit ihm darüber, es war seine Höchstleistung. Für mich war das eine Einlauftour zum Akklimatisieren.










Das oben geschilderte Gespräch, das ich mit Lisi bei einer Gratkletterei in den Hohen Tauerm geführt hatte hatte den Ausgangspunkt gehabt, dass ich den Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck für verrückt erklärt hatte; darauf war ihre Antwort dass der bildlich gesprochen mit Blick auf die Eiger-Nordwand geboren wurde. Für den wäre der Maßstab für großartiges Bergerlebnis und Grenzerfahrung ein anderer als für mich. Aber in unterschiedlichen Ligen spielend machten wir eigentlich das Gleiche.

Das subjektive Erlebnis der Grenzüberschreitung ist nicht quantifizierbar.

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Weise Worte! Aber wie schwierig kann ich mir diese "Einlauftour" denn vorstellen?

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Der Anmarsch erfolgt über einen weite Strecken fast horizontalen Panoramaweg, dann geht es über Kehren sehr steil hinauf und schließlich exponiert über insgesamt 5 Einzelgipfel immer wieder hinauf und hinab, über Hühnerleitern, Drahtseilsicherungen und teils auch leichte freie Kletterei, I+. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Kondition sind absolute Grundvoraussetzungen.

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The Medium is the Massage
"alle 82 Viertausender in nur einem Sommer", che, alles muss man auch nicht mit einem Blick auf eine Aussicht erklären, oder?
https://www.bachelor-master-publishing.de/document/297584 Ein wissenschaftsnahes Schneehuhn!
Meins erschien nicht am Berg oder auf einer Leiter, sondern vorgestern in der Ausschussschachtel vor der Tür eines Antiquariats auf dem Umschlag eines frz. Kochbuchs 🐓. Hm.
Dieser Herr https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/wir-taeuschen-uns-selbst-warum-bergsteiger-extreme-risiken-eingehen;art409965,12138443 hier hat ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht mit leichtsinnigen (Wäscheleine!) "Kollegen". Aber bei ihm liegt der Schwerpunkt auf der toxischen Männlichkeit (der der anderen, nicht seiner natürlich ;) Täuscht mich das, oder findest Du Frauen am Berg auch vernünftiger? Ich bin mir da nicht so sicher. Die Frau eines Freundes (natürlich auch mit Bergblick aufgewachsen) hat es beim Freeclimbing nicht nur einmal runtergeschmissen, was er jetzt auch nicht so prickelnd findet. Wie ich die diversen Scherze gesetzter Vertreter der Rotlicht-, Musikkritik- und Investigativmedienbranche. Sei froh, dass Du in einem seriösen Beruf gelandet bist!

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Was bin ich froh, Genusskletterer und kein Extrembergsteiger zu sein!
Aber da oben sind lauter Sachen zusammengemengt die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Die kolonialen Eroberer vom Typ Whymper und die modernen Freeclimber und alles was dazwischen ist in einem Aufguss, das ist wie Kolumbus, Captain Cook, Alexander von Humboldt, Charles Darwin, Amundsen,
Jacques Cousteau und Dirk Steffens in einem Atemzug zu nennen und die Unterschiede zwischen kolonialer Eroberung, Sklavenfang, christlicher Missionierung, Naturforschung, Umweltschutz und Fernsehunterhaltung einzuebnen. Und was haben Wanda Gumplowicz, Lynne Hill, Gerlinde Kaltenbrunner und Ines Papert mit toxischer MÄNNLICHKEIT zu tun?

Den Pionieren ging es darum, IRGENDWIE auf einen Berg zum ersten Mal raufzukommen, als das geschafft war, eine bestimmte Route oder Wand irgendwie erstmals zu schaffen. Dazu war jedes Mittel recht, es wurden Haken in den Fels gekloppt oder sogar gebohrt, es gibt da eine Strecke in Patagonien, da wurden sogar Pressluftbohrer eingesetzt und man spricht deshalb von der Kompressorroute. Felsüberhänge wurden nicht akrobatisch durchgeklettert sondern durch am Lastgurt mitgeführte Strickleitern überwunden, die man in in den Fels gehauene Haken einhängte und damit den Dachüberhang nicht eigentlich durchkletterte sondern umging. Ich habe auch schon Überhänge überwunden, aber mit Reibungskletterei, dem Arbeiten mit der eigenen Körperspannung, nie mit technischen Hilfsmitteln.

Dann kam das Sportklettern, und es ging darum eine möglichst gerade Linie, die Direttissima zu klettern. Seit den 1970ern setzten sich mehr und mehr Kletterer von der technischen Kletterei ab und machten Freeclimbing: Sicherung nur um den Sturz zu verhindern, keine technischen Hilfsmittel, es werden keine Haken auf Dauer im Fels fixiert, Keile und Friends werden nur kurzfristig angebracht und wieder mitgenommen. Der frühe Messner hat sogar die Mauerhaken aus Kletterstrecken rausgeräumt. Die neue Philosophie hieß: "Man tut dem Berg nicht weh". Wir Freeclimber bezeichnen die alte, technische Art des Kletterns süffisant als "Schlosserei".

Und dazu gehört es dann auch, dass Leute wie Kammerlanders oder Kaltenbrunner auf Trägerkarawanen verzichten und nur tragen, was sie selber tragen können (Alpin- vs. Kolonialstil) und die Ernährung den Verhältnissen anpassen anstatt sich medizinisch aufzupeppen oder Sauerstofflaschen zu verwenden, eine Art "Zurück zur Natur" auch und gerade im Extembergsteigen.

Ich habe kein Verständnis für Rekordjagd und würde mich nie in die Todeszone wagen, wäre dazu körperlich auch gar nicht in der Lage, möchte aber doch ein wenig Verständnis schaffen für eine alpinistische Entwicklungsgeschichte und Philosophie, von der obige AutorInnen nichts zu wissen scheinen.


Aber schön, dass die wunderbare Barre des Ecrins erwähnt wird:

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Einlauftour zum Akklimatisieren über fünf Gipfel mit Kletterstellen, soso. Für Andere dürfte das ein Ziel an sich sein oder zumindest der Höhepunkt eines Bergurlaubs.

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Che, für naive Nurwanderer hat Dein "Genussklettern" schon einen Hauch von Extrembergsteigen.
Dass fast niemand soviel Ahnung hat wie Du ist jetzt auch nichts Neues;) Besagte Kärntner Freundin würde vielleicht gerade noch Gnade vor Deinem strengen Urteil finden.

Der Herr mit der toxischen Männlichkeit will halt ein Buch verkaufen. Das mit der Kompetenzillusion finde ich nicht uninteressant und wollte nur von Dir wissen, ob Du da auch geschlechtsspezifische Unterschiede siehst.

Danke für den blauen Himmel!

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Die bombastisch-brachial-martialische Selbstinszenierung eines Alex Honnold würde ich schon als muy macho bezeichnen. Ansonsten sind das eher Unterschiede der statistischen Verteilungswahrscheinlichkeit: Es sind einfach viel mehr Männer im Extremalpinismus unterwegs als Frauen. Im nichthochalpinen schwierigem Klettern, z.B. Tassili oder El Capitan, gleicht sich das schon allmählich aus. Generell lässt sich ja sagen, dass sich die Gleichberechtigung der Geschlechter auch in den "harten" Sportarten mehr und mehr durchsetzt. In den Sportarten die ich ausübe, Mixed-Style-Kampfsport ohne Körperkontakt, Hammer Strength und Lower Body (das ist quasi eine verschärfte Form von Bauch-Beine-Po wo es um Muskelaufbau geht) und eben Bergsteigen hat sich das schon ziemlich ausgeglichen, was in meiner Jugend noch ganz anders war.

Ansonsten google mal "Lisi Steurer" und "Verhältnis Männer - Frauen Bergsteigen". Niemand kann das kompetenter erzählen als sie.

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Ui, auch noch studierte Pharmazeutin.. Da gugel ich natürlich zuerst Lisi und Corona! https://www.dolomitenstadt.at/2020/04/04/was-soll-die-hexenjagd-am-berg/ Sie ist tapfer und sympathisch. Und auch in Osttirol gibt es ordentliche Bleampeln. "eigensinnig, rücksichtslos, freu steurer, das sagt ihnen und ihren bergkammeraden einer der selbst vor einer woche wegen corina auf der intensiv lag und dringend darauf angewiesen war!"

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Pharmazeutin?
Die ist Sport- und Kulturpädagogin und Ökonomin. Das weiß ich nun ganz genau, wir sind schon zusammen geklettert als sie noch studierte.

Verrückt, wie Du es schaffst, alles auf das Thema Corona umzubiegen!

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@Pader Brown: "Also stellt sich u.a. die Frage, warum soll ich wollen, etwas Außergewöhnliches zu können? Und wenn ich es kann, wie bewahre ich es? " ----- Diese Frage kannst nur Du selber Dir beantworten. Für mich sieht das so aus dass ich jetzt, im Februar, wieder anfangen werde für meine Bergziele im August zu trainieren, denn 9 Monate Vorbereitungszeit sind da notwendig. D.h., neben meinem üblichen Kampfsport Krafttraining, u.a. Liegestütze mit zusätzlichem Gewicht und Laufbewegungen im Liegestütz, Klimmzügen, Burpees,
https://www.youtube.com/watch?v=EalPchO_qRk
Gewichtheben, Hammer Strength, Klettern in Halle und Klettergarten und mindestens einmal im Monat 1000 Höhenmeter Anstieg mit schwerem Rucksack nach Stoppuhr. Bewahren heißt niemals ganz aus dem Training kommen solange mein Körper mitmacht.

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Oh, pardon, das war Andrea Tupi.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/19992229/warum-es-in-oesterreich-noch-immer-wenige-bergfuehrerinnen-gibt

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Um die Verwirrung zu vergrößern: Es gibt an der Uni Wien eine Pharmazeutin Lisa Steurer;-)

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Kucktihr hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lisi_Steurer

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Eine erfolgreiche Comedysendung wie "Was guckst Du?" wäre im heutigen rassistischen Deutschland undenkbar.

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@manhartsberg: Grundsätzlich zu dem Ruoß meine ich, dass dieses ganze Ideologem der "Selbstoptimierung" ein vulgärfoucaultistischer Mythos ist, der tatsächlichen, aber durchaus nicht miteinander identischen Komplexen wie Schlankheitswahn, Muskelwahn, Ableismus, dem mit scheinbarer Askese und Verachtung für den "undisziplinierten" und "unkontrollierten" Lebensstil der Unterschichten verbundenen Dünkel der Tech-Eliten und früheren Yuppies und ähnlichen Phänomenen eine gemeinsame ideelle Klammer verpasst. Und in einem weiteren Schritt auf alle möglichen Lebensbereiche ausgeweitet wird.

BTW in einem der krassesten erlebten Fälle wurde das von einem begeisterten Fußballfan vertreten, der, wäre er konsequent, eigentlich vom FC St. Pauli verlangen müsste, übergewichtige Raucher aufs Spielfeld zu schicken.

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@workingclasshero: Wenn die Betonung auf "erfolgreich" liegt stimme ich Dir zu.

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Geh, papperlapapp, der Ruoß will einfach sein Buch mit toxischem Zeitgeist verkaufen und ist ansonsten genauso ein Gscheithaferl wie Du, der (also natürlich nicht so wie Du zu Recht) glaubt als einer der wenigen Erleuchteten DEM HEILIGEN BERG genau richtig gegenüberzutreten und deshalb nicht als Matsch unten zu landen. Die Frau Steurer ist eine Klasse für sich und war offensichtlich mutig genug, für das Äußern ihrer berechtigten Einwände die blockwartälplerische Variante strukturellen Antigoyimismus in Kauf zu nehmen.
https://www.youtube.com/watch?v=AV1r_pNSI1s
Übt mal schön!

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Das schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung über das Thema
"Selbstoptimierung ist ein sehr kontrovers diskutiertes aktuelles gesellschaftliches Leitbild oder Orientierungsmuster für die individuelle Lebensgestaltung: Jeder und jede soll das Beste aus sich und seinem Leben machen. Von Trendforschern wird das 21. Jahrhundert als "Zeitalter der Selbstoptimierung" ausgerufen, und Soziologen sprechen von "Optimierungsgesellschaften", weil menschliche Optimierungsbestrebungen eine bislang unbekannte Präsenz, Radikalisierung und öffentliche Aufmerksamkeit erlangten.Der Begriff des "Optimierens" geht zurück auf das lateinische "optimus": "der Beste, der Tüchtigste". Entsprechende Handlungen sollen daher zu einem "Optimum" hinführen, d.h. zum bestmöglichen oder vollkommenen Zustand, den ein Mensch erreichen kann. "Selbstoptimierung" lässt sich ganz allgemein definieren als kontinuierlicher Prozess der ständigen Verbesserung der persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten mittels Selbstthematisierung, rationaler Selbstkontrolle und permanenter Rückmeldungen hin zur bestmöglichen persönlichen Verfassung. Das "Self-Tracking" als digitale Selbstvermessung z.B. mithilfe von Schrittzählern oder Pulsmessern ist ein gutes Beispiel für eine solche rationale, disziplinierte und systematische Selbststeuerung über Rückkoppelung. Um eine inflationäre Verwendung des Begriffs zu vermeiden, die ihn letztlich bedeutungslos machen würde, sollten Optimierungsbestrebungen solche typische Charaktermerkmale aufweisen. Das routinemäßige Schneidenlassen der Haare beim Frisör ohne jedes Bestreben, durch gezielte Arbeit an der eigenen Körperoberfläche einem bestimmten Schönheits- oder Lifestyle-Ideal näherzukommen, zählt hingegen nicht dazu.

Viele Kritiker lehnen Selbstoptimierung als solche ab, weil der Begriff des "Optimierens" aus dem technisch-ökonomischen Bereich stammt und daher mit Kriterien der Effizienz- und Produktivitätssteigerung in Verbindung gebracht wird. Eine ökonomisch-technische Grundhaltung scheint aber unangemessen zu sein für die menschliche Lebensführung und das praktische Selbstverhältnis von Personen. Seit Ulrich Bröcklings Diagnose eines "unternehmerischen Selbst" wird Selbstoptimierung in der Soziologie häufig als Chiffre oder Metapher für die neoliberale "Ökonomisierung des Sozialen" gelesen.

"Ökonomisierung" meint das Eindringen der Kriterien und Regulierungsmechanismen des kapitalistischen Marktes wie Konkurrenz, Durchorganisation und Vorteils-Nachteils-Kalkulationen in immer mehr Lebensbereiche. Wie berechtigt und wichtig aber diese Kritik an der Ökonomisierung der Lebenswelt und einem ausbeuterischen neoliberalen Wirtschaftssystem auch ist, handelt es sich bei der beliebten Deutung der Selbstoptimierung als Symptom einer Wettbewerbsgesellschaft um eine reduktionistische Sichtweise. Denn Selbstoptimierungspraktiken wie z.B. die eben erwähnte digitale Selbstvermessung müssen nicht notwendig unter ökonomischem Druck stattfinden, sondern können auch im Rahmen einer "Ästhetik der Existenz" ein experimentell-spielerisches Selbstverhältnis zum Ausdruck bringen oder zu einer "Selbstexpertisierung" und Emanzipation von standardisierten medizinischen oder gesellschaftlichen Normen führen.Selbst wenn die Deutung korrekt wäre, würde die Verwerfung sämtlicher Selbstoptimierungsbestrebungen lediglich eine Symptombekämpfung darstellen.

Selbstoptimierung und Enhancement
"Selbstoptimierung" und "Enhancement" sind Formen menschlicher Selbstverbesserungen. "Selbstoptimierung" ist aber mit Blick auf die dabei verwendeten Mittel der weitere Begriff. Denn Selbstoptimierung umfasst alle möglichen Methoden der Selbstverbesserung, sowohl neuste Technologien als auch weitgehend technikfreie traditionelle Praktiken wie Bildung, Körpertraining, Diät oder Meditation. Auch im Zeitalter der Selbstoptimierung verbessern sich die Menschen keineswegs nur mit technischen Mitteln, sondern zu einem großen Teil durch Überwindung von Gewohnheiten und Feilen an der eigenen Lebensführung, durch Arbeit an sich selbst und ihrer Persönlichkeit: Der Selbstoptimierungstrend hat einen riesigen Selbstentwicklungsmarkt mit einer Fülle an Lebenshilfe- und Ratgeberliteratur, Coaching-Angeboten, Blogs, Vorträgen, Seminaren und Workshops z.B. zum lebenslangen Lernen, Zeit- und Selbstmanagement, Willens- und Motivationstraining hervorgebracht.

Enhancement bildet eine Sonderform der Selbstoptimierung und ist insofern der engere Begriff, als er sich auf bio- und neurowissenschaftlich fundierte technologische Methoden beschränkt. Der Neologismus "Enhancement" von engl. "to enhance" "steigern, erhöhen" impliziert zwar keine Vorstellung von einem optimalen Zustand, aber zur Selbstoptimierung werden durchaus auch sukzessive Selbstverbesserungen gezählt. Ebenso wenig lassen die konkreten Selbstverbesserungsmaßnahmen eine klare Unterscheidung zwischen qualitativen Veränderungen bei der "Selbstoptimierung" und rein quantitativen beim "Enhancement" zu, wie die beiden Termini "Optimum" und "to enhance" nahelegen könnten. Denn beim "emotionalen Enhancement" ("mood enhancement") z.B. ist das Ziel eine Stimmungsaufhellung oder Verbesserung des Wohlbefindens oder Wohlergehens mit eindeutig qualitativer Dimension. Bisweilen wird "Enhancement" wie bei der viel zitierten welfarist definition der Transhumanisten so weit verstanden, dass sie jede physische und psychische Veränderung umfasst, die "die Chancen erhöhen, ein gutes Leben zu führen" Diese Definition scheint aber schon deswegen zu weit zu sein, weil dann auch therapeutische medizinische Maßnahmen zum Enhancement gezählt würden. In den meisten bioethischen Begriffsbestimmungen wird aber das "Enhancement" insofern von einer medizinisch indizierten "Therapie" abgegrenzt, als es dabei um Verbesserungen über ein bestimmtes Maß an "Normalität" oder "normalem Funktionieren" hinausgeht."


------- Die Extrembergsteigerei oder den Trend zum Bergsteigen überhaupt in erster Linie unter Selbstoptimierung einseitig im kritisierten neoliberalen Sinne einer "Ökonomisierung des Sozialen" zu kontextualisieren erscheint mir themenfremd.

Wobei ich weder mit Rekordsucht noch mit Gipfelsammeln oder den Körperweltidealen der Muscle-Beach-Athleten oder Bulämie-Anjatanjas etwas anfangen kann, aber die Fitness- und Leistungssportkritiken von Leuten die selber keinen Sport treiben oder mit speziellen von ihnen kritisierten Sportarten nichts am Hut haben meist völlig daneben finde. Die Möglichkeit, dass jemand an seinem Sport schlicht Spaß hat kommt darin meist überhaupt nicht vor.

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Lisis Äußerungen zum Lockdown da hineinzumischen sagt nur über Dein spezielles Verhältnis, manhartsberg, zum Thema Corona etwas aus.

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Was Bierbaum right?
Jetzt lass mir doch meine spezielle Ästhetik der Existenz, deren Nervfaktor zugegebenermaßen..
Hier jedenfalls bezweifelt wohl keiner, dass Du Spaß an Deinem Sport hast, wäre ich ihn jüngeren Jahren schon draufgekommen, wie saugeil Wildwasserkajak ist, könnte ich jetzt in einen Bildstreckenwettkampf mit Dir einsteigen. So reichte es nur zu Blümelein am Wegesrand.
Und zu erfolgreicher Comedy, bei euren Landsleuten geht so einiges, sogar Simultankritik von Links/Mitte/Rechts, gelacht wird trotzdem.
Das Toxische manifestiert sich ebenfalls in harmonischer, geschlechtergerechter Bewertungslust.
Woraus sich also ein ganz natürlicher Führungsanspruch nicht nur am Berg ableiten lässt.
Ois fia Deitschlond!

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Die ist auch noch jung und knackig.😜
An Spezialisten gebricht es eh nicht, aber wenn meine Knochen brechen..
Ich sehe Seekajak. Wilde Zeiten auch schon vorbei?

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Hast Du mal auf die Daten der verlinkten Beiträge geschaut?

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Freilich:)
Aber heißt das jetzt, sie fährt gar nicht mehr?
Den talentierten Ilia hat es jetzt auch zerlegt, habe ich gelesen, aber ohne Unfall gottseidank.

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Der Ilya ist so jung dass er jederzeit reüssieren kann.

Soweit ich weiß hat Netbitch in jüngster Zeit das Stechpaddel gegen Segel und die Wildwässer gegen Ozeane ausgetauscht.

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Oh, das erinnert mich daran, dass ich endlich Female Tars, das hier irgendwo rumliegt lesen sollte.
https://bookdna.com/best-books/women-at-sea-through-history-including-pirates#female-tars
Und ich erlaube mir, hier diesen Deinen Beitrag mit interessanten Kommentaren zu verlinken.
https://che2001.blogger.de/stories/2635784/#2639235,

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Ja, das passt alles und es lassen sich Tausend interessante Diskussionen daran anknüpfen.

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Wobei die Diskutanten sozi ohne partei und lacommune schon lange nicht mehr dabei sind.

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Das Thema "Umkehren können" ist bei mir übrigens durchaus ambivalent. Ich bin sogar häufiger aus Vorsichtsgründen vorher umgekehrt als auf Gipfel gelangt, wobei ich die allermeisten Gipfel am Ende nach mehreren Anläufen doch geschafft habe. Dennoch hatte ich oft nach einem Abbruch, wie vernünftig der auch gewesen sein mag, ein sehr intensives Gefühl der Scham, Schmach und Schande. Es lässt sich für mich oft nur schwer unterscheiden, ob es vernünftig war umzudrehen oder ob es sich hier um den inneren Schweinehund gehandelt hat.

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Aber wo ist da die Schande? Oder willst Du Olympia-Experte werden?
Dieser Ruoß taucht auch bei der Großglocknergeschichte auf. https://www.derstandard.at/story/3000000307822/grossglockner-prozess-tod-am-berg Denen hätte mehr Schweinehund auch nicht geschadet.

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Die Schande besteht aus dem Gefühl versagt zu haben. Und aus der Überlegung, dass ich noch sehr weit von meiner Leistungsgrenze entfernt gewesen bin und dass es nicht Vorsicht oder Vernunft gewesen ist die mich umkehren ließ sondern eine neurotische Hemmung. So ähnlich wie wenn Bindungsangst einen davon abhält mit der absoluten Traumfrau zusammen zu sein obwohl man die kriegen könnte. Und das führt dann dazu dass ich mir emotional selbst nicht über den Weg traue.


Mit dem Problem stehe ich aber nicht alleine. Zum Beispiel hatte eine absolute Weltspitzenbergsteigerin eine neue Route auf einen der schwierigsten Gipfel der Welt eröffnen wollen und war daran gescheitert dass ihre Expeditionsmitglieder im entscheidenden Moment meuterten so dass sie gezwungen wurde eine Route zu nehmen die schon mal jemand gemacht hatte.

Das führte bei ihr zu einem Gefühl tiefer Niedergeschlagenheit, von dem sie mir berichtete. Ich tröstete sie damit, sie höre sich an wie Buzz Aldrin, der einen Minderwertigkeitskomplex davon hatte, nur der Zweite auf dem Mond gewesen zu sein.

Mich wiederum tröstete ein Buch von Alexander Huber: Die Angst, mein bester Freund.

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Hm, verstehe. Den Vergleich mit Bindungsangst/Traumfrau allerdings nicht. Aber bei Dir steht wohl bei allem sportlicher Ehrgeiz an erster Stelle. Malinin tanzt auch brav zu FEAR und nächstes Jahr dann den 5fachen?
ich kann hier bald eine Karnerzweigstelle (was das wieder gekostet hat!😜) eröffnen (Tulln samt Jungfrauen mit und ohne Öl!) und ALLe sind grantig. Dann noch ein Buch und ich sitz aus Statikgründen wieder einen Stock tiefer, hehe - mit Badewanne. Da lachen natürlich nicht nur die Hühner und deshalb bin ich für allerstrengstes Internetverbot für ALLE über 59!

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Mir geht es eigentlich nicht um sportlichen Ehrgeiz
Was mich antreibt ist Abenteuerlust. Aber klar, ohne ein hohes Maß an Trainiertheit geht es nicht.

Der Vergleich mit Bindungsangst/Traumfrau ergibt sich daraus, dass ich nicht weiß, worum es bei meinem häufigen Umkehren vor Gipfeln wirklich geht.

Ist das eine begründete Angst vor zu hohem Risiko und körperlicher Erschöpfung, die mich eigentlich beschützt?

Oder ist das eine destruktive Kraft in mir, die verhindern will, dass ich glücklich bin und daher vor Gipfelsiegen die traumhafte, rauschartige Erlebnisse wären zurückscheuen lässt?

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Abenteuerlust. Ob Dich beim nächsten Mal wieder wer aus der Gletscherspalte kletzelt?
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/woher-kommt-den-inneren-schweinehund-ueberwinden-106.html
https://www.youtube.com/watch?v=rqmFmttQm6o

Hm, verschwunden.
Kannst Du mir jetzt sagen, was da im Frühjahr 2023 los war?

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Da ich solche Touren ja nie alleine mache sondern immer in Seilschaft wird mich auch beim nächsten Mal jemand aus der Gletscherspalte ziehen. Deine letzte Frage kann ich nicht beantworten.

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Eh klar, war nur der Neid, dass das bei Dir so einfach geht.
Super Abenteuer, wenn ich deshalb jemandem hinter einem Baum auflauern muss. Das wird ein Rausch!

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Hinter einem Baum auflauern???

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Nicht Du! Als Baumkuchen verkleiden wäre auch eine Möglichkeit..

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?????

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https://www.herr-m.at/2012/09/23/die-baumente/

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ROFL!*lol*

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