Dienstag, 20. Januar 2026
Leipzig: Linke demonstrieren gegen Links
Auf die platte Linie traditions-antiimperialistisch gegen antideutsch lässt sich dieser Konflikt diesmal nicht bringen. Denn die israelpositiven Linken kommen nicht alle aus dem antideutschen Spektrum, sie solidarisierten sich auch nicht alle mit dem israelischen Militär oder der Regierung Netanjahu.

Umgekehrt lässt sich eine antisemitische Beeinflussung von Handala nicht abstreiten, auch wenn wiederum nicht alle propalästinensisch Demonstrierenden auf Handala-Linie sind. Diese Demo markiert eine wohl leider notwendige innerlinke Sollbruchstelle.

Die hochdifferenzierte und zugleich äquidistante Haltung früherer Göttinger Autonomer, die mit Israel- und Palästinaflaggen an einem Flaggenstock für soziale Revolution in Israel, Palästina und weltweit demonstrierten ist heute leider nicht mehr vermittelbar.



https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/polizei-demo-connewitz-antifa-sperrung-104.html

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196926.demos-in-leipzig-links-gegen-links.html

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Mittwoch, 7. Januar 2026
Zornige Randbemerkungen zu Venezuela, Grönland und dem ganzen Rest
Die deutsche mediale Öffentlichkeit regt sich gerade darüber auf, dass die Bundesregierung zu Trumps Überfall auf Venezuela eine verhaltene Antwort hat.

Es muss unmissverständlich gesagt werden: Ein militärischer Angriff auf einen souveränen Staat ist ein Völkerrechtsbruch. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Es gibt da nichts zu relativieren, nichts zu difizilieren, nichts zu verharmlosen, keine Lage für "komplex" zu erklären.

Doch ist die Empörung selektiv. Und der Moralismus schwebt frei im Raum.

Das Ganze hat ja historische Voraussetzungen die nicht mitgedacht, jedenfalls nicht benannt werden.
Seit Jahrzehnten ist der Westen von der militärischen Infrastruktur der USA abhängig. Satellitenaufklärung, Waffensysteme, Logistik, Luftbetankung, Atomwaffen - alles in den Händen von Uncle Sam. Ich vermute, dass die F35 der Luftwaffe nicht voll einsatzfähig sein werden, wenn der Ami die Softwareupdates sperrt.

Die weitgehend autarke Einsatzfähigkeit der Waffensysteme, wie sie Frankreich, Schweden und die Schweiz besitzen hat die BRD nicht, auch nicht die übrigen europäischen NATO-Staaten.

Im High-Tech-Bereich sind wir extrem auf US-Konzerne angewiesen: Clouds, Daten, KI, digitale Infrastruktur.

Damit unterliegt dieser Sektor auch US-Recht und US-Zugriffsmöglichkeiten.

Und dann die Basis von Allem: Money makes the world go round. Und die Weltleitwährung ist nun mal immer noch der Dollar.


Wer das Finanzsystem dominiert, beherrscht Sanktionen, Zahlungswege, internationale Geschäfte – Hier gilt seit jeher "America first".


Europa müsste es erstmal schaffen, sich aus diesen Abhängigkeitsverhätnissen zu lösen.

Das erratische, autoritäre Verhalten von Trump, dessen Herrschaftsstil an den eines Cäsaren erinnert ist die Quittung für die selbstverschuldete Unmündigkeit Europas. Ein Europa, das bisher nicht bereit ist, die Kosten für seine Sicherheit selber aufzubringen und autarke Strukturen zu erschaffen.

Wer Kritik an einem Diktator übt muss das Echo vertragen können.

Und da hapert es gewaltig an der Glaubwürdigkeit der an sich ja berechtigten europäischen Kritik an der Trump-Administration. Ich sage mal: Maximalmoral ohne Kostendeckung. Die westeuropäischen Regierungen verhalten sich da wie Studierende, die lautstark gegen das Schweinesystem demonstrieren, aber von Papis Geld leben.

Es wäre nicht zu fragen
„Warum ist die Kritik der Bundesregierung an der Venezuela-Intervention der USA so verhalten?“

Sondern:
„Ist Deutschland, ist Europa entschlossen und handlungsfähig, den Preis echter europäischer Souveränität zu zahlen? Wenn nicht, wie schaffen wir es, dort hinzukommen?“

Für das, was geschehen würde wenn uns die USA die Cyberverbindungen kappen gibt uns der Anschlag der Vulkan-Gruppe auf die Energieversorgung eines Teils von Berlin eine ungefähre Vorstellung. Es wird Zeit, dass Europa aufwacht und sich die eigene Lage klarmacht.

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Freitag, 5. Dezember 2025
Einschüchterungskampagne gegen Sophie von der Tann und die Solidarität von Reporter ohne Grenzen
Gefunden bei meinem alten Mitstreiter Oliver Hähnel:


https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/4148/einschuchterungsversuche-gegen-sophie-von-der-tann-kolleginnen-zeigen-sich-solidarisch

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Mittwoch, 29. Oktober 2025
War´s das mit Gaza?
Ein bißchen Frieden, für ein paar Tage, gemütlich laden, dann geht es weiter.

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Montag, 20. Oktober 2025
Natalie Amiri zur aktuellen Situation in Gaza
"Die Hamas festigt erneut ihre Kontrolle auf den Straßen Gazas und richtet ihre Waffen gegen Rivalen.

Mitten im Waffenstillstand mit Israel sendet die Hamas damit eine klare Botschaft: Sie bleibt die einzige sichtbare Autorität im Gazastreifen – ein Signal, das die Umsetzung des nächsten Schritts von Trumps Friedensplan, vor allem die Entsendung internationaler Truppen, dringend erforderlich macht."

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Dienstag, 24. Juni 2025
Bombing just for the gallery and fucking international law
Bombentreffer auf unterirdische Atomfabriken bei denen keine Radioaktivität freigesetzt wird? Tatsache, Propagandalüge oder schlicht der Hintergrund, dass das iranische Regime das brisante Material längst woanders hin geschafft hat?

Ein iranischer Gegenschlag mit genauer Ansage, was angegriffen wird damit die Raketen erfolgreich abgewehrt werden können. Das ist, um es mit den Situationisten zu sagen, die Weltpolitik des Spektakels.

Und mit der Art und Weise, wie Trump die Europäer düpiert zeigt Trump, dass es "Den Westen" nicht mehr gibt. Da waren EU und Iran dabei, eine Verhandlungslösung zu entwickeln als Trump sagte, der Iran wolle nur mit ihm verhandeln. Um ihn daraufhin zu bombardieren. Und Leute wie Merz machen Männchen vor lauter Bündnistreue, kläffen fürs Herrchen.

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Montag, 12. Mai 2025
Biji Serok Apo
Historisch: Die PKK legt auf Empfehlung Abdullah Öcalans die Waffen nieder und kündigt ihre Auflösung an. Ob das ein Weg in den Frieden ist bleibt abzuwarten, ebenso, was aus der YPG wird.

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Montag, 17. Februar 2025
Zur aktuellen Trumperei
Mit Interesse, Sorge, Wut, Belustigung und Empörung habe ich die Redebeträge von Vance, Rutte, Scholz und Selensky auf der Sicherheitskonferenz sowie die diversen Talkrunden drumherum verfolgt.

Alles noch etwas schlimmer als gedacht, aber Trump ist so wie man ihn kennt. Im Westen nichts Neues, könnte man sagen.

Und bei aller Kritik ist das, was öffentlich über ihn gesagt wird noch viel zu zahm. Bisher wagt niemand die Vermutung auszusprechen, dass er ganz unmittelbar ein Proxi von Putin ist, und zwar seit mindestens 8 Jahren.

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Dienstag, 28. Januar 2025
Royal Navy zeigt Flagge
Da fährt ein russisches Spionageschiff, das ausgerüstet ist, Telefon- und Nachrichtenkabel in bis zu 5000 m Tiefe anzuzapfen, quer durch die gesamte Nordsee bis in den Ärmelkanal, um sich dort direkt über einem wichtigen Datenkabel zwischen Frankreich und England zu postionieren. Dann schiebt sich ein britisches Atom-Uboot zwischen Kabel und Spionageschiff und beginnt unter diesem aufzusteigen, um direkt neben ihm aufzutauchen. Gleichzeitig erscheint am Himmel ein Helikopter mit einem Boarding-Team an Bord. Das Spionageschiff "Yantar" war während seiner gesamten Fahrt durch die Nordsee von der Fregatte "HMS Somerset" verfolgt worden, die stets hinter der Kímm geblieben war, die "Yantar" aber die ganze Zeit auf dem Radar gehabt hatte.

https://www.navalnews.com/naval-news/2025/01/uk-shadows-russian-ship-yantar-in-demonstration-of-surveillance-role-in-deterring-cui-threats/

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Sonntag, 19. Januar 2025
Waffenstillstand in Gaza
Dazu könnte man ein Lied spielen.
"Ein bißchen Frieden
für ein paar Wochen
gemütlich laden
dann geht es weiter"

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