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Anderer Art war eine Wackersdorf-Demo 1985, bei der ein SEK-Beamter einen von uns festnehmen wollte und wir ihn daran hinderten, indem wir ihn zu viert festhielten. Ich war an sich gerade dabei, ein Brot zu essen und so hielt ich mit der Rechten den Cop fest , während ich in der Linken die Stulle hielt und kaute. Schließlich erklärte er sich bereit, nichts zu machen und wieder abzuhauen, wenn wir ihn losließen. Ich dachte mir gar nichts dabei, ich hatte einfach Hunger, erfuhr später aber, wie saucool das gekommen war. Weniger cool war die Nie-wieder-Deutschland-Demo 1990, als die Polizei grundlos eine völlig friedliche Demo zusammenprügelte und ich dabei in der ersten Reihe ging. Es endete so, dass ich bäuchlings auf dem gußeisernen Gitter eines öffentlichen Klos lag, ein Pressefotograf mir ins Gesicht knippste und ein Mann, der auf meinem Rücken lag, windelweich geprügelt wurde. Auf der Rückfahrt zeigten sich dann die Jüngeren, auch und gerade die Frauen, voll offensichtlichem Stolz ihre frischverbundenen Blessuren. Um ein Haar hätten wir noch eine Prügelei mit Eintracht-Hools angefangen. Zu Hause gab es dann, wie meist nach solchen Anlässen, eine rauschende Party, die sehr laut war. Haue-Demos waren damals so etwas wie gefährliche Bergtouren oder Segeltörns bei schwerem Wetter.
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Eine kongolesische Asylbewerberin hat versucht, sich in der
Ausländerbehörde in Syke zu erhängen. Bis zu 15 Menschen sollen
zugesehen haben. In den letzten Jahren haben sich mehrere Flüchtlinge in
der Bremer Umlandgemeinde das Leben genommen
VON CHRISTIAN JAKOB
Roland Springborn kann es immer noch nicht glauben: Als der Mitarbeiter
einer Arbeitsloseninitiative am vorvergangenen Freitag gegen zehn Uhr
das Verwaltungsgebäude des Landkreises Diepholz in Syke betrat, sah er,
wie eine Afrikanerin versuchte, sich mit ihrem Schal an einem in
Kopfhöhe an der Wand angebrachten Heizkörper zu erhängen. "Zehn bis
fünfzehn Personen standen um sie herum und haben zugesehen - aber kein
Einziger hat was unternommen," sagt Springborn. Er selbst schritt ein
und löste den Schal der um sich schlagenden Frau, eine junge
Russlanddeutsche kam ihm zu Hilfe und hielt die Afrikanerin fest. "Die
Frau war völlig außer sich und warf sich mehrfach auf den Boden", sagt
Springborn. "Wir haben sie dann ins Treppenhaus geführt und versucht sie
zu beruhigen." Sie habe dabei immerzu von ihrem Mann gesprochen,
erinnert sich Springborn.
Kongo-Flüchtlinge
Bei der Afrikanerin handelt es sich um eine Asylbewerberin namens B. aus
dem Kongo. Beate Jürgens, zuständige Sachbearbeiterin bei der
Ausländerbehörde in Syke, schildert den Sachverhalt wie folgt: "Frau B.
kam an dem Morgen unangemeldet in mein Büro, fragte, wo ihr Mann sei und
schrie dabei. Weil ich noch einen anderen Besucher hatte, sagte ich ihr,
sie solle auf dem Flur warten. Später hörte ich dann laute Geräusche,
lief hinaus, und sah nur noch, wie der Herr Springborn mit Frau B. auf
einer Sitzgruppe landete."
Die Eheleute B. kamen vor zehn Jahren als Asylbewerber nach Deutschland
und lebten abwechselnd in Syke und Bremen. Ihre drei Kinder waren bei
den Eltern des Ehemannes im Kongo geblieben. Seit der Trennung des
Paares vor einigen Jahren ist die HIV-positive B. in Bremen gemeldet.
Die Abschiebung der beiden wurde aus humanitären Gründen immer wieder
ausgesetzt. Da Herr B. straffällig geworden sein soll, soll sich die
Ausländerbehörde schließlich zum Vollzug der Abschiebung entschieden haben.
Es ist unklar, ob B.s Ehemann, der an dem Morgen zwei Stunden zuvor zu
einen Termin in der Ausländerbehörde erschienen war, in Abschiebehaft
genommen wurde oder flüchtete. Die Ausländerbehörde verweigert hierzu
die Angabe - "aus Datenschutzgründen".
Brigitte Jäckel ist Mitarbeiterin des sozialpsychiatrischen Dienstes in
Syke. "Als die Sache mit Frau B. im Hausflur passiert ist, wurde ich
dazugerufen. Sie hat geschrien, geweint, gezetert und wollte, dass man
ihr die Ausweispapiere ihres Mannes aushändigt. Das war natürlich
unmöglich." Sie habe versucht, B. zu beruhigen und anschließend die
Angelegenheit mit der Sachbearbeiterin Jürgens besprochen. Daraufhin
habe man B. geraten, sich an die für sie zuständige Ausländerbehörde in
Bremen zu wenden. "Man kann sich doch nicht so erpressen lassen," sagt
Jäckel. Die Ausländerbehörde sei dem Ehepaar immer wieder
entgegengekommen, das Verhalten des Ehemannes sei letztlich Ursache der
geplanten Abschiebung.
Roland Spingborn hat in der Zwischenzeit wegen unterlassener
Hilfeleistung Anzeige gegen Unbekannt erstattet, weil keiner der
Umstehenden B. an der versuchten Erdrosselung gehindert hat.
Rom verbrannte sich selbst
Der Selbstmordversuch von B. ist nicht der erste Fall dieser Art in
Syke. Am 15. November 2002 übergoss sich der serbischstämmige
Roma-Flüchtling Lata Aradinovic im Foyer des Syker Rathauses mit Benzin
und zündete sich an. Augenzeugen zufolge hatte Aradinovic anschließend
vergeblich versucht, sich auf einer Toilette des Rathauses zu löschen
und starb am folgenden Tag an den Verbrennungen. Aradinovic hatte mit
der Selbstverbrennung gegen seine drohende Abschiebung nach Serbien, die
Zustände in seiner Asylbewerberunterkunft und die Behandlung seiner
Familie durch die Behörden protestieren wollen. Die Familie Aradinovic
war dem niedersächsischen Flüchtlingsrat zufolge von der
Ausländerbehörde schikaniert worden, um Aradinovic zu zwingen, sich bei
der jugoslawischen Botschaft Passpapiere für seine Abschiebung zu
beschaffen. Dies war der Familie jedoch nicht möglich, da sie keinen
Nachweis über die jugoslawische Staatsangehörigkeit besaß.
Nach Angaben von Pro Asyl soll sich der Syker Bürgermeister an dem
Trauermarsch für den Flüchtling beteiligt und dort gesagt haben, dass
"Herr Aradinovic selbst an allem Schuld" war.
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Im Kino (besonderer Tipp für Modeste und Netbitch): Nosnoi Dostor 2 "Wächter desTages".
Im Museum: Kunstmuseum Wolfsburg,Die Erweckung der Leere. Der Einfluss der japanischen Kunst auf die europäische Moderne.
Ab November: Die Jeff Wall-Ausstellung im Deutschen Guggenheim Museum in Berlin.
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Also, hier in eigener deutscher Übersetzung:
Pink, Dear Mr.President
Lieber Herr Präsident
Kommen Sie und gehen Sie mit mir spazieren
Lassen Sie uns feststellen
Wir sind einfach zwei Leute
Mein Lieber und Sie sind nicht besser als ich
Ich möchte Ihnen gerne ein paar Fragen stellen
Mein Herr, falls wir ehrlich miteinander sprechen können.
Was fühlen sie, wenn Sie all die Obdachlosen auf den Straßen sehen?
Für was beten Sie nachts bevor Sie schlafen gehen?
Was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel schauen?
Sind Sie stolz?
Wie schlafen Sie, während der Rest von uns weint?
Wie träumen Sie, wenn eine Soldatenmutter keine Chance hat, lebewohl zu sagen?
Wie können Sie gehen mit einem so hochmütigen Kopf?
Können Sie mir überhaupt in die Augen sehen
Und mir sagen warum?
Lieber Herr Präsident
Waren Sie ein einsamer Junge?
Sind Sie ein einsamer Junge?
Wie können Sie sagen:
„Kein Kind wird vernachlässigt?“
Wir sind nicht dumpf und wir sind nicht blind
Sie sitzen alle in Ihren Zellen
Während Sie den Weg zur Hölle pflastern.
Welche Art von Vater würde die Rechte seiner eigenen Töchter beseitigen?
Und welche Art von Vater würde seine eigene Tochter hassen wenn sie lesbisch wäre?
Ich kann mir nur vorstellen was die First Lady zu sagen hätte!
Sie sind einen langen Weg dahergekommen
- von Whiskey und Kokain!
Wie schlafen Sie während der Rest von uns weint?
Wie träumen Sie wenn eine Mutter keine Chance hat lebewohl zu sagen?
Wie können Sie gehen mit einem so hochmütigen Kopf?
Können Sie mir überhaupt in die Augen sehen?
Lassen Sie mich etwas über harte Arbeit erzählen.
Leichtlohn mit einem Baby unterwegs.
Lassen Sie mich etwas über harte Arbeit erzählen.
Ihre Häuser wieder aufbauen nachdem die Bomben sie beseitigt haben.
Lassen Sie mich etwas über harte Arbeit erzählen.
Ein Bett errichten aus einem Packen Lumpen.
Lassen Sie mich etwas über harte Arbeit erzählen!
Harte Arbeit!
Harte Arbeit!
Sie wissen nichts über harte Arbeit!
Harte Arbeit!
Harte Arbeit!
Wie schlafen Sie nachts?
Wie können Sie gehen mit einem so hochmütigen Kopf?
Lieber Herr Präsident, Sie werden nie mit mir spazieren gehen…
Oder würden Sie?
Bruce Cockburn, If I Had a rocket launcher
Hier kommt der Helikopter – das zweite Mal heute
Alle rennen auseinander und hoffen, dass er vorbeifliegt
Wie viele Kinder sie ermordet haben kann allein Gott sagen
Und wenn ich mit den Überlebenden spreche über Dinge, die viel zu furchtbar sind, um sie mitzuteilen
Wenn ich einen Raketenwerfer hätte, ich würde es vergelten.
Ich glaube nicht an den Wert von bewachten Grenzen.
Ich glaube nicht an Generäle und ihre stinkenden Folterstaaten.
Am Rio Lacantun warten Hunderttausend darauf, dem Hunger zum Opfer zu fallen, oder auf ein noch weniger humanes Ende
Weint um Guatemala
Mit den Leichen in jeder Toreinfahrt.
Wenn ich einen Raketenwerfer hätte, ich würde nicht zögern.
Ich will jede Stimme wecken – zumindest muss ich es versuchen,
Wann immer ich darüber nachdenke, steigen mir Tränen in die Augen.
Verzweifelte Situationen hallen vom Schrei der Opfer wieder.
Wenn ich einen Raketenwerfer hätte.,.,.Einige Hurensöhne würden sterben.
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Grundhaltung ist sehr ehrenwert und zeigt, wie wenig die offizielle Afghanistan-Politik, zumindest aber ihre von den NATO-Partnern eingeforderten Konsequenzen an der Basis sind. Nun ist dieses ganze Vorgehen auch bei der deutschen Normalbevölkerung, anders als bei der politischen Klasse, generell unpopulär, dies aber im Schnitt wohl aus weniger ehrenwerten Gründen. Den Meisten dürfte Afghanistan am Arsch vorbei gehen, und ich befürchte, vielen Deutschen, gerade und besonders im Osten, ließe sich Zustimmung für Bundeswehreinsätze dort abgewinnen, wenn man statt humanitärer Begründungen sagen würde: "Bevor die Afghanen als Flüchtlinge und Asylbewerber zu uns kommen, erschießen unsere Soldaten sie bei sich Zuhause". Nun, was der Mob denkt, der, siehe Mügeln, mehrheitsfähig sein könnte, erfüllt mich mit Grausen, und ich sehne mich nach der Zeit zurück, als der Bundeswehr mit Rücksichtnahme auf die NS-Vergangenheit Out-of-Area-Einsätze generell verboten waren. Nicht, weil ich an eine deutsche Kollektivschuld glaube, sondern, weil ich generell gegen Out-of-Area-Einsätze irgendwelcher Truppen bin. Mit der Bundeswehr war sozusagen ein Anfang gemacht; ich hätte gerne eine Welt, in der kein Staat in entfernten Gebieten offensive Truppeneinsätze durchführen darf.
Von daher gehe ich weiter als die grüne Basis:
Keine fremden Truppen in Deutschland - keine deutschen Truppen im Ausland!
Raus aus der NATO - rein ins Vergnügen!
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Das erste Plenum. Alle waren betroffen, entsetzt, die Frage lautete "Wie kann sich die Linke dazu verhalten? Was ist unsere Position?" Einer der absoluten Hardcore-Typen sagte, die Linke hätte ein derartiges Attentat nie zustande gebracht, eine antiimperialistische Stoßrichtung hätte diese Aktion ja schon gehabt. Workinglasshero schrie ihn an, was denn an einer Bewegung antiimperialistisch sein sollte, die Afghanistan ins die Barbarei geführt hätte, er wäre froh, wenn die Russen noch da wären, dann gäbe es da zumindest Frauenrechte, es wäre nur sehr ironisch, dass die USA diese Spinner aufgerüstet hätten. Ich meinte, antiimperialistisch wäre nur, was sich gegen Unterdrückung und Ausbeutung richte, aber kein Massenmord an Unschuldigen und Wehrlosen. Da erwiderte der Typ, das Ganze sei so entsetzlich, dass er nur zynische Sprüche von sich geben könnte, um das Ganze nicht an sich heranzulassen. Es waren wohl Viele ziemlich wirr an diesem Abend.
Ich schrieb dann ein Papier, in dem ich die Taliban als fleischgewordene Kriegsneurose und Bin Laden&Co als durchgedrehte Upperclasssöhne bezeichnete und das reale Geschehen mit dem Oliver-Stone-Film "Ausnahmezustand" verglich. Irgendwo las ich die Bezeichnung "Gucci-Guerrilla" für Leute vom Schlag Bin Ladens, wodurch ich erstmals von der Existenz dieses Labels, von dem ich mir später auch Accessoires zulegte, erfuhr. Dann kam die Phase der paranoiden Verschwörungstheorien, die in Kreisen von Hizbollah bis DKP wohl weiter gepflegt werden.
Wie die Linke mit alldem umgehen soll ist mir bis heute unklar, obwohl ich meine, alle Ursachen zu kennen.
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Randnotiz: Angst
Angst ist eines der entscheidenden Mittel der Herrschaft in totalitären Systemen. Der Stalinist und der Faschist leben von der Fähigkeit Angst zu erzeugen und zu verbreiten.
Manch einer ist versucht, dieses Prinzip auf Klein-Bloggersdorf zu übertragen. So glaubt dann ein Napalm Libertärer und Möchtegern Lutscher vom großen Arthur möglicherweise, er sei im Besitz dieser Fähigkeit, der Fähigkeit Angst zu erzeugen. Dem ist definitiv nicht so. Hier kommt es dann zur klassischen Verwechselung einer ausgesprochenen “Leck mich am Arsch” Einstellung mit Angst und führt zwangsläufig dazu, dass ein Nick, Nack oder Nuck seine Grenzen völlig falsch einschätzt
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Mehr Infos folgen demnächst, Neuigkeiten zur Kampagne gegen Abschiebungen in den Irak immer auf: http://irak.antira.info/
Eine gute Adresse für Protestfaxe, -briefe etc:
ALIRAQ Aviation-Travel GmbH
GSA Zagros Air
Wilhelm-Leuschner Str. 7
60329 Frankfurt am Main
Deutschland
fly@zagros.eu
info@irak-reisen.com
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Handelt es sich bei Eva Hermans Aussagen wirklich nur um ein "schlichtes Gemüt" und einer naiven Verharmlosung der NS-Zeit ("Hitler, ein durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker"), oder trägt sie tatsächlich Sympathien für die nationalsozialistische Gesinnung? Wie spiegel.de berichtet, hätte die Ex-"Tagesschau"-Sprecherin im März beinahe einen Vortrag beim Österreichischen Freiheitlichen Parlamentsklub, einer Unterorganisation der rechtsnationalen FPÖ, gehalten. Kurzfristig sagte sie dann aber doch ab.
Wie gesagt: Au weia!
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Zum Begriff Liberalismus fand ich eine recht kontroverse Darstellung, derzufolge das Eineinsfallen von Freimarkt/Freihandelsvorstellungen und politischem Liberalismus ("klassischer Liberalismus") nur im 19. Jahrhundert als gegeben angesehen werden kann. Im 20. Jahrhundert hat der Wirtschaftsliberalismus hingegen eine Sonderentwicklung genommen. Zielt eine Politik auf niedrige Steuern, wenig regulierte Märkte, eine niedrige Staatsquote und geringen Staatsinterventionismus ab, dann spricht man auch dann von einer liberalen Wirtschaft, wenn der Staat überhaupt nicht liberal, sogar autoritär und repressiv ist. Umgekehrt werden eine wenig repressive Rechts- und Innenpolitik, großzügig gewährte Minderheitenrechte, aufgeklärte Sexualpolitik etc. auch dann als liberale Poltik bezeichnet, wenn die Wirtschaft eines Staates überhaupt nicht liberal ist. Wirtschafts- und politischr Lberalismus klaffen also seit dem 20. Jahrhundert auseinander, bzw. sind zwei verschiedene Begrifflichkeiten, die nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben, die sich gegenseitig decken können, aber nicht müssen. Als Neoliberalismus werden dann die liberalen Strömungen der Nachkriegszeit bezeichnet, wie sie durch Eucken, Röpke, Popper, Albert, Topitsch, Dahrendorf und Hayek begründet wurden und als Hauptströmung der Ordoliberalismus ausgemacht. Der Begriff Neoliberalismus, wie ich ihn hier als Ordnungs- und entwicklungspolitisches bzw. auch betriebswirtschaftliches Modell aufgeführt habe
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/898796/comments/899104
findet sich dort nicht, wäre aber zumindest anhand der vorgenommenen Unterscheidung zwischen politischem und wirtschaftlichem Liberalismus aus dieser herleitbar. Mir fällt hierzu ein, dass ich den Begriff "Neoliberalismus" mit dieser Sinngebung zum ersten Mal Anfang der 1990er gelesen habe, und zwar ausschließlich bezogen auf Südamerika. Bis dahin kannte ich als Terminus hierfür nur den Begriff Postfordismus.
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Hier bekommt der Begriff des Nichtidentischen eine konkrete, auf gesellschaftliche Verhältnisse bezogene Funktion, die weit enger fassbar ist als in der begriffsgeschichtlichen Herleitung bzw. Reflektion wie etwa hier: http://www.blogfrei.de/metalust/2007/09/heute_hier_morgen_da_lief_gera.html
Ist in der Hegel´schen Philosophie der Weltgeist als eine abstrakte Größe gesetzt, die sich im Schaffen des Menschen realisiert (Selbstverwirklichung in der Selbstverdinglichung), für die Junghegelianer also die Industrialisierung die Verwirklichung des Weltgeistes unter den konkreten Gegebenheiten eines bestimmten Zeitalters, womit die malochenden Arbeiter in der Industrie dann sozusagen eine individualisierte Form sind, in der der Weltgeist (moderner gesprochen: Die historische Haupttendenz einer Epoche) zu sich kommt, kritisierte Marx die heteronom, entfremdete Form, in der dies geschieht. Der vom Bürgertum als Arbeiter identifizierte, auf seine Rolle beschränkte Proletarier ist ebenso nichtselbsbestimmt wie der klassenbewusste Proletarier, der sich mit dieser Rolle identifiziert und auf seine Arbeit stolz ist, selbst wenn er um Partizipation und Verbesserung seiner Stellung kämpft. Das Nichtidentische wird hier bei Adorno zur Gegenposition: Keine Rolle mehr zu akzeptieren, die eigenen Wünsche, Ziele und Träume entgegen dem bisher historisch Gewordenen oder darüber hinaus zu realisieren, ist einerseits die radikalste mögliche Konsequenz, andererseits das Einzige, was als Gegenposition zu einer restlos dem Diktat der jeden Lebensbereich organisierenden Industriegesellschaft noch möglich ist. Hier, und nur hier, liegt bei Adorno ein utopischer Gehalt.
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Als ich mal meinte, ich hoffte, dass sie mir noch möglichst lange erhalten bliebe, kam "jemand muss ja schließlich die Suppe kochen, wenn Du hier bist." Als ich daraufhin meinte, dass ich sie für einen der wertvollsten Menschen hielte, die ich kenne, kam als Antwort "Das geht mir natürlich runter wie Öl. Übrigens gibt es von Biskin da eine neues Olivenöl, das wäre was für Dich."
Und kürzlich erzählte ich, dass ich nur zweimal im Leben von einer Wespe gestochen wurde, einmal als Kind und einmal mit 30, da meinte sie "Dann wird die Wespe sich wohl gefreut haben, dich wiederzuerkennen."
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Einer seiner stärksten Texte ist der hier:
Bürgerkriegserklärung
Armeen von Anschmiegsamen
Armadas von Anverwandlern
gegen die Horden des Mittuns
Sturmtrupps von Spielverderbern
Geschwader von Vereinzelungskämpfern
Gegen die Meuten der Gedemütigtwerdenwoller
Stehgreifvögel
gegen den Pöbel
Schaumschlagfertige
gegen den Abschaum
Wenn bei Fernsehgewinnspielen
wieder die Frage gestellt wird
wer Fußballer ist
Franz Beckenbauer
oder Donald Duck
Rufen Sie an
faxen Sie mailen Sie
schicken Sie eine SMS
mit der Antwort Donald Duck
Donald Duck natürlich
Wer sonst
überfluten Sie den Sender
mit der Antwort Donald Duck
bis er zusammenbricht
bis die Redakteure wahnsinnig werden
Und sich aus den Fenstern stürzen
antworten Sie überhaupt auf jede Frage
nur noch mit Donald Duck
außer natürlich
wenn nach Donald Duck gefragt wird
Bringen Sie dieses Gebäude
in dem wir tot gehalten werden
zum Einsturz
und wenn Politiker
Abscheu und Empörung äußern
Bei der Hinrichtung unschuldiger Geiseln
überschütten Sie alle Zeitungen
mit jubelnden Leserbriefen
Hurra
die Schweine sind tot
Bis sich die Journalisten erbrechen
das eigene Papier auffressen
und daran ersticken
wer hat gesagt daß man die Welt nicht ändern kann
wir können die Welt ändern
Gewaltlos
respektlos und ohne Taktgefühl
für den Rhythmus der Vernichter
werden Sie Situationist und passen Sie endlich
nirgendwo mehr hinein aber gut auf alles auf
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