Mittwoch, 17. Oktober 2007
Das türkische Militär zivilisiert mal wieder die Kurden
Absolut beschissen, was da wieder statt einer längst überfälligen politischen Lösung abgeht. Falls die türkische Armee allerdings tiefer in irakisches Territorium vordringt, könnte sie eine an sich ja pädagogisch wertvolle Erfahrung machen, nämlich, dass der Kurde diesmal Panzer hat.

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Dienstag, 16. Oktober 2007
Total natural
Die nette Bitch schwelgt in ihren Erinnerungen an ihre nordamerikanischen Abenteuer und sehnt sich nach der Ferne.

http://netbitch1.twoday.net/stories/4352143


Kann ich gut nachvollziehen und ziehe zugleich gleich. Zumal ich gerade anfange, die Bergtouren für nächsten Sommer zu planen. Noch 10 Monate, dann geht es wieder los.









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US-Justizbeamte foltern Jugendlichen zu Tode
Gefunden bei Monoma:

http://autismuskritik.twoday.net/stories/4346750/

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Montag, 15. Oktober 2007
Großstadtpflanzen
Ich wohne in Zentrumsnähe einer Großstadt in einem Haus mit großem Garten, und zumindest diesseits der Stadtgrenze, noch nicht einmal im eigentlichen Stadtrandgebiet, gibt es ein intaktes Flachmoor.

Sage mir niemand, Wohnen in der Stadt hätte keine hohe Lebensqualität.
















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Titanic sagt, wie es ist
Zu Mügeln: "Offenbar geht die Polizei aber nicht von einem organisierten rechtsextremen Hintergrund aus: Zwar seien bei der Hetzjagd Parolen wie "Ausländer raus" zu hören gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Anhaltspunkt für ein generell fremdenfeindliches Motiv ergebe sich daraus aber nicht. Man ermittle in alle Richtungen" - nur gut, sächsische Polizei, dass man dir nicht die Ermittlungen bei den Nürnberger Prozessen überlassen hat: "Zwar seien im Dritten Reich Parolen wie "Juda verrecke" an der Tagesordnung gewesen und Juden in großer Zahl mißhandelt und ermordet worden; ein Anhaltspunkt für eine generelle Judenfeindlichkeit der Bevölkerung ergebe sich daraus aber nicht" - puh!

In dubio pro neo: Titanic.

... und die Tatsache, dass Horx und Maxeiner im gleichen Heft "Pappnasen" genannt werden gefällt mir auch richtig gut.

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Mit den Waffen eines Historikers
Früher dachte ich ja immer, Männer, die Waffen sammeln, seien höchstwahrscheinlich ziemlich verkorkste Persönlichkeiten, wie sie Theweleit in seinen Männerfanatasien beschrieben hatte. Da wusste ich noch nicht, dass ich selbst einmal eine Waffensammlung besitzen würde. Allerdings habe ich nie gezielt und bewusst angefangen zu sammeln. Der Kampfsport bringt es mit sich, dass man auch mit Schwertern trainiert, Interessen und Kontakte, die man als gelernter Historiker so hat und die Gewohnheit, als Gastgeber gerne eine Shakespearian Athmosphere schufen ein Übriges, und inzwischen habe ich einige schöne Stücke beisammen.
Vielleicht sollte ich mir demnächst eine Glasvitrine zulegen, nachdem Netbitch schon meinte, bei mir sähe es aus wie in einem Museum bei der Inventur.

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Samstag, 13. Oktober 2007
Der Belgierwitz
Seit Ossis nicht mehr Ostfriesen, sondern Sachsenpreußenthüringer heißt, ist der Ostfriesenwitz aus der Mode gekommen, und seit Opel die Modelle Tigra und Calibra so ausgelegt hat, dass nicht mehr jeder Hans und Schwanz dran rumschrauben kann gibt es auch keine Manta-Witze mehr. Andere Minderheitenwitze haben in Deutschland zumeist gleich einen offen dikriminierenden, in der Tendenz faschistoiden Charakter. Anders ist dies in Frankreich, wo man ganz unverblümt alle möglichen Minderheiten oder Ethnien durch den Kakao zieht und dabei die weißen Franzosen im Allgemeinen den Rest der Welt verspotten (insofern hat das mindestens unterschwellig schon etwas Chauvinistisches). Besonders gerne macht man Witze über Schweizer und Belgier, wobei Letztere vor Allem als langsam, umständlich, ungehobelt und dauernd Fritten essend beschrieben werden. Das Besondere an den Belgiern (die meisten Belgier, die ich erlebt habe, hatten einen skurrilen Humor) ist aber, dass sie selber über die Belgierwitze lachen.

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Donnerstag, 11. Oktober 2007
Der nächste Sommer kommt!
Während so langsam der Herbst beginnt, habe ich einen Brief von einer Berggefährtin bekommen, in dem sie mich für nächsten Sommer zu einer gemeinsamen Tour einlädt.
Next summer will come soon, waiting for the sun!

http://www.seilschaft.it/brenta.htm

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Mittwoch, 10. Oktober 2007
Weltweiter Aktionstag gegen die Todesstrafe
Zum heutigen Aktiontag stellt amnesty international fest, dass die Zahl der Verurteilten, die zurzeit in ihren Zellen auf die Hinrichtung warten, bei 15 000 - 20 000 Menschen liegt, man könnte eine Kleinstadt damit besiedeln.

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Spiegel TV über Gazale Salame
http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,22444,00.html

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Aleida Guevara erteilt Ayatollahs schallende Ohrfeige
Das hätten sie sich in Teheran so gedacht, Islamismus unter Antiimperialismus zu subsummieren und das breite Bündnis mit allen Kräften zu schließen, die Gründe haben, mit der US-Regierung quer zu liegen. Was mit dem affirmativen Minimal-konsens-Populismus von Chavez geht, geht mit der Tochter Che Guevaras definitiv nicht. Ist auch besser so.

http://ipsnews.net/news.asp?idnews=39503

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Dienstag, 9. Oktober 2007
Todesstag eines großen Revolutionärs
Nachdem zum Todestag von Che Guevara anderswo schon viel gesagt wurde, möchte ich auf den sich demnächst jährenden Todestag eines weit weniger bekannten, aber viel netteren Revolutionärs hinweisen.
Ausgerechnet ich muss das sagen, aber für meinen Spitznamen kann ich ja nichts. Thomas Sankara, der Liebling des Jungen Afrika und Begründer des Staats Burkina Faso, was Land der Unbestechlichen bedeutet, starb am 15. Oktober 1987 durch reaktionäre Militärs, die sich dafür rächten, dass er ihre Korruptionssümpfe trockengelegt hatte (trockengelegt klingt komisch in einem Land wie Burkina Faso):

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Sankara


"Revolutionäre und Individuen kann man ermorden, aber Ideen lassen sich nicht töten."

"Nehmen sie meinen Fall: Von 1000 Kindern, die im gleichen Jahr wie ich geboren wurden, ist die Hälfte in den ersten drei Lebensmonaten gestorben. Ich hatte das unverschämte Glück davonzukommen. Ich hatte auch das Glück, in der Folge nicht Opfer einer jener Krankheiten zu werden, die wir hier in Afrika kennen und die die Menschen aus meinem Jahrgang weiter dezimiert hat. Ich gehöre zu jenen 16 Kindern von 100, die zur Schule gehen konnten. Das war eine weitere unerhörte Chance. Ich gehörte zu jenen 18 von 100 Eingeschulten, die bis zur mittleren Reife kamen, und zu jenen 300 Jugendlichen im ganzen Land, die ins Ausland gehen und ihre Ausbildung vervollständigen und bei der Rückkehr sicher sein konnten, einen Arbeitsplatz zu finden. Ich gehörte zu den zwei auf 100 Soldaten, die in sozialer Hinsicht einen stabilen und gut bezahlten Platz haben . Wir sind es, die in der Stadt leben, die den Ton angeben, die der Weltöffentlichkeit erklären, was hier geht, was nicht geht und wie man die Situation hier einzuschätzen hat. Wir sind es, die von Menschenrechten sprechen, von der sinkenden Kaufkraft, vom Klima des Terrors. Wir vergessen dabei, daß wir Tausende von Kindern zum Tode verurteilt haben, weil wir nicht akzeptierten, daß unsere Gehälter auch nur ein kleines bißchen gesenkt werden sollten, um so eine kleine Gesundheitsstation zu finanzieren. Und wir haben die Weltöffentlichkeit nicht aufgerüttelt angesichts des Skandals, den diese Toten darstellen. Wir tragen unsern Teil bei zur internationalen Komplizenschaft des guten Gewissens. 'Ich vergebe dir deine Fehler, du vergibst mir die meinen. Ich schweige zu deinen schmutzigen Geschäften, du schweigst zu meinen Untaten, und wir beide gehören zu den sauberen Leuten."

"Gewiß",man führt nicht grundlegende Veränderungen durch ohne ein Minimum an Wahnsinn. In diesem Fall wird dies zu Nonkonformismus, zum Mut, den bekannten Formeln den Rücken zu kehren, die Zukunft zu erfinden. Vor allem brauchte es die Verrückten von gestern, damit wir uns heute so außerordentlich klarsichtig verhalten können. Ich möchte zu dieser Sorte von Verrückten gehören."

"Die Kolonialmächte haben eine Welt mit willkürlich gezogenen Grenzen geschaffen, die sie die Dritte nennen, eine Rumpelkammer, mit der sie umgehen,wie es ihnen nützt. Die Dritte Welt muss sich erheben, die drei Kontinente müssen mit einer Stimme sprechen."

"Die Freiheit muss die Herzen der Menschen erfüllen. Der Sozialismus darf nicht mit Gewehren und nicht gegen die Massen verwirklicht werden. Nicht mit dem Wort der Gewalt, sondern der Gewalt des Wortes müssen die Revolutionäre siegen."

"Dafür, dass alle Afrikaner etwas zu essen haben und lesen können lohnt es sich, den Reichen etwas wegzunehmen. Solidarische Menschen aber geben freiwillig."

"Ich möchte kein Mensch sein, der für sich selbst kämpft, sondern für alle Anderen und mit allen Anderen."

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Der Münte, die Bezugsdauer und die herrschaftliche Verfügung über Zukunftschancen versus Wirtschaftsdemokratie
Abgesehen von dem Theaterdonner, der um den Rücktritt oder Nichtrücktritt von Münte gemacht wird, der aber auch gar nicht zur Debatte stünde und andererseits doch (wenn ja, warum nicht?) stellt sich die Frage nach Verlängerung des AlG1-Bezugs ja eigentlich nur für die Betroffenen. Und da möchte ich einmal ein paar dissidente Gedanken äußern. Als sich mein Studium dem Ende näherte, so Anfang der 1990er, fingen Diejenigen meiner FreundInnen, die ihr Studium fertig, aber noch keinen Job hatten, meist für ein halbes Jahr bei Bosch oder VW am Band an, um so für Leistungen des Arbeitsamts berechtigt zu sein. Dabei war ihnen weniger das Arbeitslosengeld wichtig als vielmehr die Möglichkeit, eine Umschulung oder Weiterbildung, u.U. auch ein Aufbaustudium finanziert zu bekommen. Wurde aus dem studierten Beruf nichts, schuf man sich so selber Alternatuven. Wir nannte es die selnstorganisierte duale Ausbildung. So lernten Diplomsozialwirte Schreiner, Diplomgeografinnen Buchhändlerin und Diplomchemiker Physiotherapeut, um dann teils im Weiterbildungsberuf, teils im studierten Fach beruflich Erfolg zu haben, oder mal ließ sich zum Mediengestalter oder Grafikdesigner ausbilden und machte aus dem Mix Wissenschaft und Mediakompetenz einen hochattraktiven neuen Job. Ich empfand es damals als einen Skandal, als das SGBIII geändert wurde und man mindestens 1 Jahr beitragspflichtig arbeiten musste, um Leistungen beziehen zu können. Noch immer war die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes, heute AlG 1, recht großzügig geregelt: Bei beitragspflichtiger Arbeit von einem Jahr Dauer 6 Monate AlG, bei drei Jahren Arbeit 9 Monate AlG, bei fünf Jahren 12 Monate AlG, bei zehn Jahren waren das schon 24 Monate, und wer nach einem langen Erwerbsleben mit 50+ arbeitslos wude, konnte davon ausgehen, die Zeit bis Eintritt in die Rente mit Leistungen des Arbeitsamts zu überbrücken. Wer, Finanzierbarkeit vorausgesetzt, für die Bezugsdauer von AlG 1 heute eine vergleichbare Regelung durchsetzen will hätte meine Wählerstimme. Warum gibt es eigentlich keine linke Kampagne dafür?

In Italien wird gerade über den Sozialpakt abgestimmt. Über die Arbeitsmarkt- und Rentenreform befinden die Betroffenen, nämlich Angestellte, Arbeiter und Arbeitslose (und nicht Unternehmer oder Selbstständige) per Wahl. Zur Wahl steht unter anderem eine Heraufsetzung des REntenbezugsalters von 58 auf 62. Abgesehen von einer solch kommoden Lebensarbeitszeitsregelung finde ich, dass das durchgeführte Referendum klare Demokratievorteile bietet.

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Montag, 8. Oktober 2007
Studentenunruhen im Iran
Aber wie in besten Zeiten! Studierende skandieren auf dem Campus "Tod dem Diktator!" an die Adresse Achmachdochdschihads.

http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/ausland/asien/4755196-Studenten-demonstrieren-gegen-Ahmadinedschad,cc=000005507900047551961Z3dET.html

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Tag des Flüchtlings
Irak, Afghanistan, Minderheiten aus dem Kosovo: Pro Asyl fordert
Abschiebstopp und sicheren Aufenthalt*

"Flüchtlinge schützen – nicht abschieben!" Unter diesem Motto steht der
bundesweite Tag des Flüchtlings. In mehr als 50 Städten finden
Veranstaltungen und Aktionen statt.

Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft Pro Asyl fordert anlässlich des
Flüchtlingstages einen Abschiebestopp für Flüchtlinge aus dem Irak,
Afghanistan und Minderheiten aus dem Kosovo.

Auf harte Kritik stößt die Praxis des Bundesamtes, das Flüchtlingen aus
dem Irak in mehr als 17.000 Fällen bis 2006 den Asylstatus entzogen hat.
Diese Praxis ist einzigartig in Europa, Flüchtlinge werden so entrechtet
und auf Vorrat abschiebungsreif gemacht. Es genügt nicht, dass das
Bundesamt diese Praxis inzwischen vorläufig gestoppt hat. Die
Betroffenen benötigen einen sicheren Aufenthaltsstatus, fordert Günter
Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl. Auch der
Menschenrechtskommissar des Europarates Thomas Hammarberg hat in seinem
Bericht vom 17. Juli 2007 diese Praxis kritisiert. Angesichts der
prekären Lage von Millionen Irakflüchtlingen, die zur Zeit in den
Nachbarstaaten Schutz suchen, fordert PRO ASYL eine deutsche Initiative
für ein großzügiges Aufnahmeprogramm (Resettlement).

Die weitere Entwicklung in Afghanistan ist ebenfalls völlig
unkalkulierbar. Trotzdem hat das Bundesamt allein im Jahr 2006 600
afghanischen Flüchtlingen ihren ursprünglich im Asylverfahren
verliehenen Schutzstatus mit der Begründung entzogen, die Verhältnisse
im Land hätten sich geändert. Fast 8.000 afghanische Flüchtlinge, davon
über ein Drittel Kinder und Jugendliche, leben mit unsicherem Status in
der Angst, zwangsweise nach Afghanistan zurückkehren zu müssen.

Zur Situation im Kosovo hat Pro Asyl jetzt gemeinsam mit amnesty
international eine Postkartenaktion an die Innenministerkonferenz
gestartet. In Deutschland leben ca. 33.000 Menschen aus dem Kosovo, die
einer ethnischen Minderheit angehören (ca. 23.000 Roma, ca. 8.000
Aschkali und Kosovo-Ägypter sowie 600 Serben). Sie flohen vor schweren
Menschenrechtsverstößen. Bislang hat die UN-Übergangsverwaltung des
Kosovo Abschiebungen von Roma und Serben aus Sicherheitsgründen
abgelehnt. Mit Ende der UN-Zuständigkeit für den Kosovo droht auch ihnen
die Abschiebung. Aus Sicht von Pro Asyl und amnesty international ist
die Sicherheitslage im Kosovo weiterhin instabil und droht, im Zuge der
Statusverhandlungen erneut zu eskalieren. Deshalb kann Angehörigen von
Minderheiten in absehbarer Zeit keine Rückkehr in den Kosovo zugemutet
werden.

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Sonntag, 7. Oktober 2007
Afrika macht Schule
Liebe Freunde und Partner,



im Rahmen des Projektes "Afrika macht Schule" möchte der Freundeskreis Tambacounda, Verein zur Vermittlung afrikanischen Kulturgutes und zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika e.V., Sie recht herzlich zu einem ersten gemeinsamen Treffen am Donnerstag, den 18. Oktober 2007, einladen. "Afrika macht Schule" ist seit dem 1. September 2007 offizielles Projekt des Vereins und wird u.a. durch die Niedersächsische Lottostiftung Bingo - die Umweltlotterie und den EED gefördert. Ziel des Treffens ist, den aktuellen Projektstand sowie die geplanten Aktivitäten für dieses und nächstes Jahr vorzustellen und gemeinsam mit Ihnen zu besprechen.



Zeit: Donnerstag, 18. Oktober 2007, 16.30 Uhr - 19.00 Uhr

Ort: Künstlerhaus Hannover, Sophienstr. 2, 30159 Hannover


Ablauf


16.30 Uhr

Begrüßung

- Abdou Karim Sané, Vorsitzender des Freundeskreis Tambacounda e.V. und Projektleiter von "Afrika macht Schule"

- Sigrid Ortmann, 2. Vorsitzende des Freundeskreis Tambacounda e.V.



16.40 Uhr

Filmvorführung " Spuren des Kolonialismus"



17.15 Uhr - 17.30 Uhr Kaffeepause



17.30 Uhr

Vorstellung des Projekts "Afrika macht Schule"

Katherina Kavungu, Bildungsreferentin und Projektkoordinatorin



17.45 Uhr

Gemeinsamer Austausch über Vorstellungen, Ideen, Wünsche und Anregungen



18.50

Zusammenfassung und Schlusswort

Abdou Karim Sané, Vorsitzender des Freundeskreis Tambacounda e.V. und Projektleiter von "Afrika macht Schule"



19.00 Uhr

Ende der Veranstaltung



Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine verbindliche Zusage bis zum 12. Oktober. Sofern eine Einladung per Post mit Originalunterschrift benötigt wird, können wir ein entsprechendes Schreiben zusenden.



Wir freuen uns auf ein gemeinsames Zusammenkommen und verbleiben



mit herzlichen Grüßen



i.A.

Katherina Kavungu

Bildungs- und Entwicklungsreferentin

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Neues im Fall Gazale Salame
Neulich im Weserkurier:

Kein Bleiberecht für Ahmed Siala
Ehemann der abgeschobenen Gazale Salame unterliegt vor Gericht / Revision
angekündigt Von unserem Mitarbeiter
Reimar Paul

HILDESHEIM·LÜNEBURG. Der Richterspruch ist ein Rückschlag für ihn, doch
aufgeben kommt für Ahmed Siala nicht in Frage. Nach dem gestrigen Beschluss
des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG), der ihm das
Aufenthaltsrecht versagt, will der 28-Jährige weiter kämpfen. Er will
erreichen, dass er in Deutschland bleiben kann und seine abgeschobene Frau
Gazale Salame und zwei gemeinsame Kinder hierher zurückkehren dürfen."Ich
gehe in Revision", kündigte Siala an. Das OVG hat seine Entscheidung damit
begründet, dass Siala Türke ist - und kein staatenloser Kurde, wie nach
seiner Flucht als Sechsjähriger aus dem Libanon nach Deutschland vor 22
Jahren angegeben wurde. Die damalige Bleiberechtsregelung galt nur für
Staatenlose aus dem Libanon, nicht für Türken. Auch ein Bleiberecht nach der
im August in Kraft getretenen Altfall-Regelung hat das Gericht verneint.Es
verwies darauf, dass Siala wegen unsachgemäßen Schlachtens zu einer
Geldstrafe verurteilt wurde. Wegen "grundsätzlicher Bedeutung der
Rechtssache" ließ das OVG aber ausdrücklich eine Revision beim
Bundesverwaltungsgericht zu. Sollte dieses den Lüneburger Beschluss kippen
und Siala ein Aufenthaltsrecht zubilligen, könnte die vor fast drei Jahren
auseinander gerissene Familie doch noch in Deutschland
zusammenkommen.Zusammen mit ihrer einjährigen Tochter war die schwangere
Gazale Salame am Morgen des 10. Februar 2005 vom Kreis Hildesheim in die
Türkei abgeschoben worden. Siala brachte gerade die älteren Töchter Nura und
Amina zur Schule. Die Ankunft der damals 24-jährigen Salame in der Türkei
verlief traumatisch. "Abends lag sie bei der Istanbuler Flughafenpolizei auf
dem nackten Betonfußboden, ohne ihren Mann und die beiden Töchter noch
einmal gesehen zu haben", erzählt die Ärztin Gisela Penteker vom
niedersächsischen Flüchtlingsrat. Gazale sei krank, depressiv und als
alleinstehende Frau sozial isoliert.Die Familien von Salame und Siala
gehören zu den Mahalmi, einer den Kurden verwandten Volksgruppe, die zu
Beginn des vergangenen Jahrhunderts von der Türkei in den Libanon
auswanderte. Als dort nach 1980 der Bürgerkrieg immer heftiger tobte,
flüchteten viele Mahalmi nach Deutschland - auch Gazale Salame und Ahmed
Siala.Ende der 1990er Jahre fand der Kreis Hildesheim heraus, dass die
Eltern des Paares noch in der Türkei registriert seien. Seit Salames
Abschiebung kämpft Siala politisch und juristisch um ein Aufenthaltsrecht
für sich und seine Familie. Vor einem Jahr verpflichtete ein
Verwaltungsgericht den Landkreis Hildesheim, Siala ein Aufenthaltsrecht zu
geben und Salame und ihren Kindern die Rückreise zu ermöglichen. Die
Unterstützer der Familie waren erleichtert. Doch die Freude kam zu früh,
denn der Landkreis legte nach Abstimmung mit der Landesregierung Beschwerde
beim OVG ein. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) wollte "Keinen
Präzedenzfall". Siala könne seiner Frau ja in die Türkei folgen und so
wieder bei seinen Kindern sein. Doch Ahmed Siala, Amina und Nura wollen in
Deutschland bleiben - da, wo sie die Sprache beherrschen, arbeiten und zur
Schule gehen. Bis zur Revisionsverhandlung dauert es noch mindestens ein
Jahr, schätzt die Hildesheimer Bürgerinitiative "Menschen für Menschen". Die
Gruppe will nun erreichen, dass Salame wenigstens bis dahin in die
Bundesrepublik kommen darf. "Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, damit
das klappt", so Sprecher Andreas Vasterling.

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Samstag, 6. Oktober 2007
Vom Stil alter Häuser
Man sagt dem Historismus nach, ein Architekturstil zu sein, der reaktionär war, weil er Altes kopierte, in Furcht vor dem Neuen. Der Bruch, den der Jugendstil und die Sezession angeblich bedeuteten, erscheint im Angesicht der Moderne auch nicht gerade radikal. Und doch! Die Übergangsphase zwischen Historismus und Jugendstil finde ich zumindest gelungener als die gesamte postmoderne Architektur:


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Samstag, 6. Oktober 2007
Mother and Child
Nachdem der lustigste Familienbefürworter der deutschen Bloggosphäre, Franz.Brandtwein, mir und Umfeld Kinderfeindlichkeit unterstellte, finde ich es besonders witzig, eine gänzlich unfamiliäre Mitstreiterin, nämlich die nette Bitch, mit einem Bild zu überführen, dass sie ganz als Mutter erscheinen lässt, die sie nicht ist :-)

<zensiert, Bild entfernt>

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Neues vom Garten
Wenn ich mir meinen Garten so anschaue, wächst da Manches, was ich so haben will oder dort hingebracht habe neben dem, was das feuchte Wetter hervorgebracht hat und sehr, sehr ungenießbar ist. Tel Aviv - so ist das Leben.



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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Wenn ich mir so anschaue, wie meine Eltern ihre Wohnung dekorieren, muss ich feststellen: Mein eigener Einrichtungsstil ist sehr familiär. Gegen das habe ich mal rebelliert, was ich mir heute Zu Eigen mache? Unglaublich.

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Flüchtlingsalltag im Film
Der in Bremen gedrehte Film "Wie ein Strich
durchs Leben" Als geduldete Jugendliche in Deutschland - wird am 18.10. 2007
beim Unabhängigen Filmfest Osnabrück zu sehen sein wird. Und zwar läuft
er im Wettbewerb "Kinder-UN-Recht".

Alle sind herzlich zur Vorführung eingeladen:

Donnerstag 18.10., 11.30 Uhr - Haus der Jugend, Osnabrück.


http://www.filmfest-os.de/

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Donnerstag, 4. Oktober 2007
Religiöses Erleuchtungslager made by US military
Gefunden bei Doc Dean: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/09/18/AR2007091802203.html

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Spreeblick zu 1989
Auch wenn mich von Johnny die Tatsache trennt, dass ich die damalige Entwicklung nicht mitbekam, weil ich mich gerade in Ägypten aufhielt und Fragen von Ägyptern, was ich von einer deutschen Wiedervereinigung hielte, als Analogie-Vergleiche mit der Situation in den Westbanks fehlinterpretierte, findet sich hier eine ganz brauchbare Beschreibung der Wahrnehmung des Mauerfalls durch westliche Linke/Punx: http://www.spreeblick.com/2005/10/03/die-mauer-fallt-noch-dieses-jahr-1/

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Donnerstag, 4. Oktober 2007
Was das Klettern angeht
wünsche ich Thomas und Alexander Huber mal ganz verstärkt "Bergheil"!

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Feiern wie die Alten
Heute weiß echt niemand mehr, was eine gute Party ist. Man könnte nostalgisch werden: Bei einem römischen Bacchanal wurde köstlich gespiesen, teilweise etwas kitschig (gegrillter Adler, den man wieder in sein Federkleid gesteckt hatte und der einen gleichartig in sein Fell gehüllten Hasen in den Fängen hielt) und auf für uns heute gewöhnungsbedürftige Weise gewürzt (Hauptgewürz war Garum, eine Paste aus kontrolliert vergammeltem Fisch, von der noch heute zeugt, dass wir ein Gericht, das fertig zubereitet ist, als “gar” bezeichnen, es wurde gegessen bis Unterkante Oberkiefer. Dann deklamierte man Gedichte und musizierte zusammen, wer es sich leiste konnte, engagierte Tänzerinnen, dann wurde getrunken, gekaut und geschnupft, was die Botanik hergab, und dann wurde gefickt (vorzugsweise die Tänzerinnen, wenn mann sie sich leisten konnte). Das griechische Symposion war da geistig etwas gehaltvoller: Zunächst führte man philosophische, historische und naturkundliche Diskussionen auf dem höchsten wissenschaftlichen Niveau der damaligen Zeit, wozu außer veritablen Philosophen und Sophein Jünglinge aus gutem Hause, die auf diese Weise unterwiesen werden sollten, ebenso anwesend waren wie gebildete Hetären (Prostituierte mit akademischem Bildungsniveau). Nach dem Disput wurde sehr viel Fleisch gegesssen, dann wurde getrunken, gekaut und geschnupft, was die Botanik hergab, und dann wurde gefickt, sowohl die Jünglinge als auch die Hetären.

Bei einer ägyptischen Orgie war das Programm so ähnlich, wenn auch weniger akademisch, und der kombinierte Konsum von Laudanum (in Likörwein gelöstes Opium), Haschisch, Bethel, Qat, Kanna und Kokain führte dazu, dass man die ägyptischen Götter life erscheinen sah. Römer, Griechen und Ägypter waren sich einig darin, dass die Festtagsbräuche der Babylonier ausschweifend und ziemlich versaut waren.

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Unser täglich Rassismus gib uns heute, amen
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,508998,00.html

Rassismus-TV für die Quote

Von Stefan Schultz

Trommelnde Afrikaner, spießige Deutsche: Die Doku-Soap “Willkommen in der Nachbarschaft” ist noch schlimmer als befürchtet. Die Brandstifter von RTL II erniedrigen Menschen zu Klischees ihrer selbst und versuchen, mit dumpfem Rassismus Quote zu machen.

Buckow, so heißt ein Vorort Berlins, in dem leicht erkennbare Vorortmerkmale in fernsehgerecht hoher Dichte auftreten: weiße Zäune, Stiefmütterchenrabatten mit Gartenzwergen und Männchen machenden weißen Pudeln, Wohnzimmer mit Landschaftsmalereien an den Wänden und Kaffeekännchen auf dem Couchtisch, ein Gasthof namens Mauerblümchen, in dem zwischen Yuccapalmen elektrische Dartscheiben blinken.

Buckow, so heißt auch der Schauplatz der neuen RTL-II-Doku-Soap “Willkommen in der Nachbarschaft”. Fünf sogenannte Randgruppenfamilien werden hier in den nächsten fünf Wochen auf der Matte stehen, und sich um ein 250.000-Euro-Haus bewerben. Zu den Kandidaten zählen Schwarzafrikaner, Transsexuelle, Punks und Palästinenser. Um das Eigenheim zu gewinnen, müssen sie um die Gunst ihrer spießigen Nachbarn buhlen, denn die entscheiden am Schluss, wer neben ihnen einziehen darf.

Quotenfernsehen also, das die Provokation sucht und auf ein Spannerpublikum spekuliert. Politiker, Medienvertreter und Schauspieler hatten die Sendung bereits im Vorfeld als “diskriminierend” eingestuft. Doch RTL II ließ sich nicht beirren: Gestern Abend um 21.15 Uhr hatte das “Hetz-Fernsehen” (“Bild am Sonntag”) Premiere. Fazit: RTL II betreibt tatsächlich Hetze übelster Sorte, Menschen werden zu Klischees ihrer selbst verkürzt, dumpfe Stereotypisierung wird unkommentiert stehen gelassen.

Multikulti-Liebe aus dem Trommelkurs

Kopa, 41, ist Afrodeutscher, Musiker und Dauerlächler – einen Nachnamen bekommt er von RTL II nicht. Er isst sein Essen gerne in der Hocke, am Tisch zu sitzen, findet er spießig. Er besitzt ein ihm heiliges Batiktuch, einen Koran und eine Bibel. In der Anfangssequenz posiert Kopa vor Leopardenfell, Kongas und Schrumpfkopfpuppen und erklärt RTL II in schleppendem, untertiteltem Deutsch die Geschichte seiner Liebe.

Seine erste Frau Veronika habe er beim Trommelkursus kennen gelernt. Einblendung Veronika: “Hihi, ganz komisch, ich weiß auch nicht so recht, wie das kam.” Die zweite Frau, mit der er schläft und Kinder hat, heißt Haddy, genannt Mama Afrika. Beide Frauen wissen voneinander und akzeptieren die jeweils andere.

Der Rest der Familiengeschichte ist von allen Beteiligten schlecht geschauspielerte Belanglosigkeit. Mama Afrikas Rolle wird sich im weiteren Verlauf der Sendung aufs Kochen, Trommeln und Die-Zukunft-aus-Muscheln-Lesen beschränken. Irritierend ist auch, dass sie, als sie vorgestellt wird, vor derselben Ethnokulisse sitzt wie zuvor Kopa. Dabei liegen zwischen Kopas und Mama Afrikas Wohnungen laut RTL II rund 15 Minuten Fahrradweg.

Auch die Verhältnisse in Buckow sind bei der Ankunft von Kopas Familie klar strukturiert. Damit jeder sofort begreift, wer im sozialen Geflecht welche Rolle spielt, versieht RTL II die Protagonisten mit Typenbezeichnungen aus der Stock-Charakter-Mottenkiste.

In Buckow residieren unter anderem die “Klatschbasen”, drei Enddreißigerinnen, die heimlich in Kopas Sachen herumschnüffeln und Veronica beim Kaffeeklatsch entlocken, dass ihr Mann eine zweite Ehefrau hat. Es gibt die “Augenzeugen”, ein Rentnerpaar auf deren Balkon ein Fernrohr steht, mit dem sie alle Vorgänge auf dem Kiesweg haargenau verfolgen. Und es gibt den pensionierten “General”, der Kopa zum Hecke- und Büscheschneiden verdonnert, weil einige Äste aufs Nachbargrundstück ragen.

“Gemüse für Kopa, statt Brot für die Welt”

Bis zu diesem Punkt ist die Sendung ein dämliches Spiel mit Symbolen und Stereotypen deutscher Spießigkeit und afrikanischer Kultur. Wirklich schlimm wird es immer dann, wenn die dumpfe Schwarzweißmalerei die Grenze zum unkommentierten Rassismus überschreitet – zum Beispiel in der Szene, in der Kopa dem General die Hecke schneidet.

Als der General erfährt, dass Kopa bereits seit 18 Jahren in Deutschland lebt, entfährt es ihm: “Na, ein bisschen besseres Deutsch hätten Sie dann ja ruhig mal sprechen lernen können.” Der General betont, dass man in Buckow Wert auf nachbarschaftlichen Zusammenhalt lege. Das tue man in Afrika auch, erwidert Kopa. “Na, bei euch ist der Zusammenhalt bestimmt noch viel größer, weil ja auch die Not größer ist”, weiß da der General zu erwidern.

Als der General Kopa schließlich zum Dank fürs Heckeschneiden einen Teller Tomaten und zwei Gurken überreicht, setzt RTL II den Rassismusdiskurs sogar auf der Metaebene fort. “Gemüse für Kopa statt Brot für die Welt”, witzelt der Sprecher aus dem Off.

Rassismus ohne erklärenden Kontext

Es sind diese Passagen, in denen man sich fragt, ob sich RTL II eigentlich der Außenwirkung bewusst ist, die es als Massenmedium hat und mit der man gar nicht verantwortungsvoll genug umgehen kann. Offenbar nicht – weder werden die Ressentiments in einen erklärenden Kontext eingeordnet noch werden die Protagonisten in der Erzählung für ihren Rassismus zur Rechenschaft gezogen. Wer sich so verhält, ist ein Biedermann, der die Brandstifter gewähren lässt.

Beendet werden die Ressentiments in der Sendung stattdessen durch ein aufgepfropftes Happy End. RTL II filmt Kopa bei einem Wutausbruch, in dem er einige Bewohner Buckows als Rassisten beschimpft, die weisen den Vorwurf entrüstet zurück. Die Kandidatenfamilie schmeißt daraufhin ein versöhnendes Gartenfest, bei dem die Afrikaner trommeln, die Deutschen tanzen und ein vor Rührung weinender Kopa sagt: “Die Deutschen sind gar nicht böse.”

Wie Recht hat doch der Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss, der im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE gestern forderte: “Die Entwickler der Sendung sollten dazu verdonnert werden, ihre eigene Sendung einen Nachmittag lang auf einem Zeltplatz in Mecklenburg-Vorpommern zu gucken – um zu begreifen, was für Reaktionen sie hervorruft.”

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Sonntag, 30. September 2007
Diese deutsche Freundlichkeit
Man wuss wahrscheinlich eine Weile abroad gewesen sein, um die Eigenheiten des eigenen Heimatlands so richtig schätzen zu lernen. Nach unserer zweiten Nahostreise wurden wir auf dem Flughafen systematisch gefilzt, in der preußischen Weise, die ich so schätze, gefragt: "Was haben Sie denn ausgerechnet im Nahen Osten gemacht, hmmmm?", und man war drauf und dran, unsere Souvenirs aufzusägen, weil ja klar war, dass Leute wie wir Sprengdrogen und Rauschpulver mit uns rumtransportierten. Dann saßen wir drei als einzige Fahrgäste in einem Linienbus. Unser Aufenthalt in der Fremde war zu intensiv gewesen, wir hätten jetzt erwartet, dass der Busfahrer sich wie ein Orientale verhalten und gefragt hätte, wo wir eigentlich hinmüssten, vielleicht könne er uns ja vorbeifahren. Natürlich machte er das nicht, sondern fuhr stur seine Route ab, war schließlich ein deutscher Busfahrer. Ich glaube, ich kann gut nachvollziehen, wie verloren sich ein palästinensischer oder irakischer Asylbewerber in diesem kalten Land fühlen muss. Anderes Beispiel, andere Situation: Nach einem schweren Autounfall wurde ich mit vier Brüchen, einer Verrenkung und einer Wirbelsäulenverstauchung ins Krankenhaus eingeliefert und in zwei OPs wieder zusammengeschraubt. Am ersten Tag nach meiner Krankenhausentlassung kaufte ich in einem Supermarkt ein und bewegte mich an der Kasse sehr langsam. Hinter mir giftete jemand: "Machen Sie mal hin, Sie halten ja den ganzen Laden auf!" "Ich erwiderte: "Tut mir leid, ich bin schwerverletzt, ich kann nicht schneller!"
"Das ist keine Entschuldigung, Sie können sich trotzdem beeilen!"

Das ist sie, diese spezifisch deutsche Herzlichkeit mit der ausgeprägten Empathie für andere Leute ;-)

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Geburtstag!
Dieses Blog wird nunmehr 4 Jahre alt. Voll Freundschaft, Dankbarkeit, Zärtlichkeit und Trauer denke ich an Medvech, der Che´s Warlog programmiert und ursprünglich gehostet hat und der den Zugang zu dieser Welt verloren hat.

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Bandinis Mönch
http://bandini.twoday.net/stories/4298775

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Schanghai!
Ich muss ja sagen, ein emotionaleres Fußballspiel habe ich selten gesehen. Und freuen können sie sich noch richtig, unsere Ladies. Wirklich schön!


Nur, dass da ausgerechnet Li (nomen est omen) Peng den Grüßaugust machte, nee du...

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