Freitag, 16. April 2010
Labsalen
Es war völlig ungeplant, eine absolut spontane Idee: Mit dem G. ein Arbeitsessen zu Mittag in einem Aussichtsrestaurant, er Scaloppini mit Mandeln und Pistazien, ich Languste in Brandysauce mit Spinat, Broccoli und Kartoffeln, 50 Euro, die ich von der Steuer absetzen kann. Ziemlicher Launebringer mitten im Arbeitstag. Sollte man sich öfter leisten...

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Politisch korrekt
Lese ich im Zwischennetz den Begriff Political Correctness bzw. Political Incorrect wird mir immer etwas seltsam zumute. Ob das nun das Klerikalfaschistenblog ist, das sich so nennt, oder ob ein paar Blogs weiter davon die Rede ist, dass die bestürzende Mischung aus Rassismus, Homophobie, Antifeminismus und schlichtem Dumpfbackentum, die seit ein paar Jahren scheinbar als normal wahrgenommen wird ein Ergebnis zahlreicher Anti-PC-Kampagnen sei, in fast keinem Fall ist damit gemeint, was ich unter PC und Non-PC verstehe und was in meiner alten Heimat, der autonomen Szene mal unter diesen Begriffen firmierte. In den 1990ern hatten wir lebhafte Debatten um PC und Non-PC, die sich zwar an der Sexismus- und Rassismus-Debatte entlanghangelten, damit aber keineswegs identisch waren. Während heutzutage der Begriff PC fast nur noch distanzierend-abwertend gemeint ist, hatte er für die Szenemehrheit eher eine überwiegend positive Bedeutung, es gab Leute, die sich selbst als PC-Linke einordneten (zu denen ich auf keinen Fall gehören wollte), und es kam auch vor, dass jemand eine Party als "voll PC" bezeichnete. Das meinte nun nicht, die wäre vor lauter politischer Korrektheit langweilig gewesen, sondern hatte eher die Wortbedeutung von "voll cool", "dufte", "klasse" oder "supi", wie das andere Personengruppen in anderen Zeiträumen ausdrückten. Im engen Sinne bezeichnete Political Correctness in meinem Lebensumfeld eine kollektive Szene-Moral, die sich auszeichnete durch einen exzessiven Gebrauch der feministischen Linguistik mit groß I und klein mensch bis ins breiteste Biertischgespräch hinein, ein striktes Verdikt, jemals "ficken" zu sagen oder überhaupt sexuelle Anspielungen zu machen und einen überhaupt extrem diskriminierungsfreien Sprachgebrauch - so diskriminierungsfrei, das Behinderte "anders Gesunde" genannt wurden. Massenweise wurden Musiker boykottiert, weil sie irgendwann einmal etwas Sexistisches geäußert hatten oder geäußert haben sollten, das reichte von Zappa über IceT bis zu Angelic Upstarts, und manche Leute führten ihre persönliche Zensurliste. Dazu gehörte dann auch, dass man kein Fleisch aß, es kursierten durchaus Parolen wie "Go vegan or bloody", die Tendenz des Umschlagens in Tugendterror schien durchaus angelegt. Auf der anderen Seite gehörte ich selbst in ein Lager, das dieses PC-Tum moralinsauer, wenig hilfreich und nervend fand, und insbesondere zusammen mit Flüchtlings, die oft einen beißenden Selbstverarsche-Humor praktizierten ("ich bin so unzuverlässig, weil ich Kurde bin - immer auf der Flucht!") dem einen bewusst politisch unkorrekten Umgangston entgegenstellten und mit der politicalcorrectness Schabernack trieben (Fleisch in der veganen Volxküche servieren, in Situationen, in denen andere "Scheiße" sagten besonders pointiert "verfickt" sagen o.ä.).

Ein besonderes Highlight war eine Party, auf der ein Song mit dem Refrain "Hier kommt der Zulu-Mann, der Zulu-Mann, der Zulu-Mann, der zwölfmal hintereinander kann" gespielt wurde. Während die anwesenden Schwarzen und deren weiße PartnerInnen sich scheckig lachten, verschwanden die politisch Korrekten von der Tanzfläche und guckten ganz grimmig.

Mehr in die Tiefe gingen dann die Argumente eines Genossen, dass Political Correctness in Deutschland nicht möglich sei. Es handle sich hierbei nämlich um eine Übereinkunft von Umgangsregeln, die zugeschnitten sei auf die Gesellschaften der USA, Kanadas und der Region Greater London. Diese zeichneten sich durch folgende Merkmale aus: Viele ethnische und religiöse Minderheiten, sog. affirmative actions, d.h. Unterstützung dieser Minderheiten durch gruppenspezifische Sonderrechte und Jobquoten, im Allgemeinen bei den religiösen Gruppen eine inbrünstige Volksreligiosität. Die Political Correctness sei sozusagen der interkulturelle Fahrplan für eine solche Gesellschaft und mache als milieuspezifisches Binnenverhalten einer deutschen linken Szene eigentlich keinen Sinn. Die PC in den USA schütze auch keineswegs nur ethnische Minderheiten, Frauen und Schwule: Dass Scientology dort unreglementiert von staatlichen Interventionen machen könne, was sie wolle oder religiöse Fundamentalisten versuchten, den Kreationismus quasi als zu respektierendes Weltbild einzuklagen sei ebenso Bestandteil der Political Correctness, die einen immer wieder neu auszutarierenden zivilgesellschaftlichen Kompromiss zwischen den Interessen unterschiedlichster Gruppen darstelle, aber nichts spezifisch "linkes" ist. Man ging irgendwann uneinig auseinander, politisch wollte man ja das Gleiche, nur über Stilfragen und Moralverständnis wurde man sich nicht einig, ein gewisser Grundkonsens wurde aber auch nie in Frage gestellt.

Und in Anbetracht dieser Erfahrungen muss ich mich regelmäßig wundern, wenn ich im Netz sehe, was da so zum Thema PC zu lesen ist.

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Aktuelle Referrer
Ayran Stutenmilch

Bizarre Verhaltensweisen


Lohn Zimmermädchen

Eichsfelder Ziegenficker


Che Guevara Zahl der Opfer


Reichsdeutsche Flugscheiben in Afghanistan


brauche 2 zimmermädchen im hotel als gewerbe eingestellt in hamburg

Was wurde früher am Meisten gegessen in Jugoslawien im Krieg


MsShakiras Kurven

Vogelspinner Wikipedia


enthaart und gepierct


Hühnerpuster

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Mittwoch, 14. April 2010
Endlich mal die richtigen Referrer!
Seit gestern Abend im ZDF die Dokumentation über den Völkermord an den Herero lief, laufen die entsprechenden Nachfragen auf meinem Blog ein.

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Dienstag, 13. April 2010
Neue Referrer-Hits
Geile Nachbarin


Wie erhängt man sich am Heizkörper?


Sozialpsychiatrischer Dienst Syke

Stundenlohn Zimmermädchen (Das ist ein Dauerbrenner, der immer wieder auf mein Blog führt)

Ausstíeg aus linker Szene

Zulu-Muschis

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Montag, 12. April 2010
Mainstreamblätter wie SPIEGEL und Junge Welt
Echt, das bekam ich in der Redaktionskonferenz eines linken Szenemagazins mal zu hören. Da meinte ein Genosse dann auch, er lese ja keine Yuppie-Cines wie FAZ, ZEIT oder Handelsblatt. Ich meinte dann, das seien überhaupt keine Yuppie-Cines, sondern die ganz normale bürgerliche Presse. Yuppie-Zeitschriften wären Forbes, Esquire, Gentlemen´s Quarterly, Nido oder Popeye. Da meinte er, diese Titel habe er noch nie gehört, wer lese die denn? Na, Yuppies! Ach so.

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Die Speerspitze der Zivilisation
Gerade in Epoc gelesen: Zu Anfang des aktuellen Irakkrieges haben die US-Truppen im Stadtgebiet von Babylon Jahrtausende alte Schutthügel, bestehend aus zerbröselten Mauerresten und voll mit archäologisch ungesichertem Material eingeebnet, um dort Militärcamps zu errichten und mit dem feineren Schutt, der möglicherweise Artefakte enthielt die Sandsäcke ihrer Geschützstellungen gefüllt. So liebt man sie, die Verbreiter von Fortschritt und Demokratie.

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Bloggerin des Monats
ist Netbitch.
Erstens für diese Worte hier:


"Dass der Marxismus und die Lehre von Marx selber zwei verschiedene Paar Schuhe sind wurde hier schon öfter erwähnt. Schon zu Lebzeiten des Philosophen, erst recht nach seinem Tod bildeten sich rasch zwei unterschiedliche marxistisch inspirierte Richtungen. Einmal der von Marx selber verspottete Arbeiterbewegungsmarxismus, der die komplexen volkswirtschaftlichen und philosophischen Überlegungen des Kalle zu einem klappernden Mechanismus dialektischer Zwangsläufigkeiten vereinfachte und Marxsche Erkenntnisse sich je nach Situation zu tagespolitischen Zwecken zurechtbog. Und dann zum Anderen etwas später der Kathedersozialismus, eine rein abstrakte volkswirtschaftliche Lehre, die sich von Marx her kommend eher wieder seinem Vorgänger Ricardo annäherte und aus Marx´Diktum “Die Philosophen haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert. Es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.” das genaue Gegenteil machte. Lenin brachte beides dann zusammen, erschuf sein Modell der autoritär aufgebauten, wie ein Geheimbund organisierten “Partei neuen Typs” und plante das nachrevolutionäre russische Staatswesen erklärtermaßen nach dem Vorbild der Deutschen Reichspost – während Marx vom allmählichen Absterben des Staates gesprochen hatte und hier den Anarchisten näher war als Lenin. Stalin, vor dem Lenin noch auf dem Totenbett gewarnt hatte, machte dann daraus ein nationales Projekt – Sozialismus in einem Land – etwas, das Marx selber verworfen hatte.

Gäbe frau für das alles also Marx die Schuld oder nähme an, Stalin ließe sich aus einer “Leerstelle” in Marx´ Schriften ableiten, dann ließe sich dieses Modell auch auf andere politische Systeme und andere Philosophien übertragen. Diktaturen, die sich demokratisch legitimieren, aber trotzdem Diktaturen sind wie der Iran, Zimbabwe oder Tunesien oder Halbdemokratien mit Folter und Hyperkorruption wie Mexiko oder die Türkei müssten Anlass zum Nachdenken geben, weil sie sich demokratisch legitimieren. Da muss dann ja an der Demokratie etwas faul sein, und wir sollten anfangen, in der UN-Erklärung der Menschenrechte nachzulesen, wo da die Leerstelle ist um uns zu überlegen, wie es so schnell von Kant zu Atatürk, von Rousseau zu Ahmadinedschad, von Aristoteles zu Mugabe und von George Washington zu Alfredo Stroessner kommen konnte. Übrigens müssten wir auch “zerschlagt England” fordern, denn der Staat legitimiert sich überhaupt nicht demokratisch, sondern über ein Königtum von Gottes Gnaden. Dass es sich um eine Demokratie handelt, stört da nur geringfügig." und dann dafür:


http://netbitch1.twoday.net/stories/6283465

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Samstag, 10. April 2010
Namenloses Grauen
Dieser Flugzeugabsturz in Smolensk ausgerechnet im Vorfeld einer historisch wegweisenden Gedenkveranstaltung für die Opfer von Katyn verschlägt mir fast die Sprache. Einfach nur totales Entsetzen, jenseits des weiter Kommentierbaren.

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Mittwoch, 7. April 2010
Schüsse in Bischkek
Ziemlich eindrucksvolle Fernsehbilder. Ist das, was sich da in Kirgistan abspielt eine Revolte oder eine Revolution?

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Putins Kniefall
Russland und Polen veranstalten eine gemeinsame Gedenkfier in Katyn, und es wird darüber geredet, nun die Archive des Kreml mit den Unterlagen über die stalinistischen Verbrechen in Polen zu öffnen. Man darf gespannt sein. Als Ereignis ist dies so epochal wie Brandts Kniefall in Warschau.

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Verdammt wuchtig
Das machtvollste Ding im Universum ist ein Quasar. Wenn etwas heller als Tausende Galaxien ist und Eigenschaften hat, zu denen man nur noch sagen kann: "Die Gesetze von Raum und Zeit gelten hier nicht mehr", was soll man dazu dann noch sagen? Sich bescheiden mit Wolf-Rayet-Sternen begnügen?

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Montag, 5. April 2010
Na, mal wieder tolle Referrerhits heute
Wie werde ich Kriegsberichterstatter?

Fehmi Agani


Genitaltotalenthaarung

Lohn Zimmermädchen

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Sonntag, 4. April 2010
Helicoptering
Bei uns gibt´s zu Ostern Geschenke, und das ist mit einem neuen Hobby verbunden: Einen ferngesteuerten Modellhubschrauber zu fliegen. Mann hört doch nie auf, ein Junge zu sein. Das weckt in mir jetzt aber die Sehnsucht, endlich wieder mit einem richtigen Hubi zu fliegen. Am liebsten wie vor einigen Jahren am pendelnden 50-Außenseil, der ultimate Kick für alle, die in der Achterbahn das große Gähnen kriegen oder denen Bungeejumping einfach nicht lang genug dauert. Vielleicht kriege ich es ja diesen Bergsommer wieder hin. Oder mindestens den Skyshot nach dem Klettern.

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Mene tekel Ofarsim auf dem Straßenpflaster

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An alle, die hier mitlesen
Ehe ich´s vergesse: Frohe Ostern!

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Der zweite Tag im Moor
Das hat sich wirklich gelohnt, heute noch einmal rauszuwandern. So langsam muss ich ja auch fit für die Berge werden, starte also demnächst auch wieder den regelmäßigen Brockenlauf. Jedenfalls gab´s heute wirklich reichlich viel Natur zu sehen.















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Eine kleine Ostergeschichte
Sehr nett: Ein paar Nachbarn haben Osterbescherung für Erwachsene gemacht mit MASSENWEISE alkoholgefüllten Schokoladeneiern und die am Vorabend im Garten versteckt. Das war am nächsten Morgen eine schöne Bescherung, denn man fand nur Stanniolfetzen, aber keine Eier. Dafür einen am Wegesrand laut vor sich hinschnarchenden Igel mit Schnapsfahne!

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Solche Freunde braucht Israel sicher nicht
Ein kleiner Splitter zur Morphologie der Neuen Rechten in den USA

http://rhizom.blogsport.eu/2010/03/20/lunatic-christians-for-israel/

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Randspaltenweisheit
Wer sich selber zum Horst macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn Andere auf ihm brüten.

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Sonntag, 4. April 2010
Geh mit mir den Fluss hinunter
Es ist ja keineswegs so, dass sich mein Architekturgeschmack nur an der unsere Region prägenden Weserrenaissance, dem Späthistorismus, dem Jugendstil und der Reformarchitektur ergötzt. Wandert man am Fluss entlang, finden sich viele neue und alte Häuser, die recht interessant aussehen. *hüstel* Allerdings alles die berühmten "besseren Lagen".






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Ein durchaus lesenswertes kritisches Medienblog
http://www.kaperbrief.de/?p=73

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Das Moor
Vor kurzer Zeit hatte ich hier Bilder von einer Wanderung im nahen Moor gepostet, die geprägt waren durch Schnee und Eis. Nun zeigt sich das Ganze vom Eise befreit - passt ja zu Ostern - und von Froschkonzerten kommentiert, die Kormorane sind nach Norden gezogen, und die Vegetation beginnt so langsam zu erwachen.
















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Freitag, 2. April 2010
Die Nachbarin
Vom Einkaufen kam mir meine Nachbarin entgegen, wie immer die Kippe im Mundwinkel und lesend: Maxim Gorki. die Frau ist ein Faszinosum. Tief in hochgeistige literarische Werke versunken, läuft sie sicher durch den Straßenverkehr. Sie ist unheimlich belesen, ohne formelle schulische Bildung und lebt und arbeitet absolut prekär. Sie erwirbt die dollsten literarische Werke als Remittenden und stellt sie, wenn sie sie ausgelesen hat, zur Mitnahme für die Nachbarschaft auf ihre Fensterbank. Wie auch mein gerade verstorbener Sandkastenfreund ist sie ein Beispiel für wirklich kluge und bildungshungrige Leute, denen diese Gesellschaft keine Aufstiegsmöglichkeit lässt, weil sie unten geboren wurden.

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Donnerstag, 1. April 2010
Er war ein Freund
Wir kannten uns seit dem Sandkasten. Als Abenteurer Jim und George erkletterten wir Urwaldriesen in Gestalt des Fliederbaums meiner Eltern und entdeckten dort die "Leinfeder", eine Pflanze mit sensationellen Eigenschaften. Mit Gewehren bewaffnet patrouillierten wir in unserer Wohnstraße, denn wir waren der Vietkong. Wir versteckten uns in Baumhöhlen und Hausruinen, wo in einem Fall unser Lagerfeuer uns verriet und ein Erwachsener uns verjagte, daraus machten wir einen Überfall der "Langen Messer". Später war er ein fantastischer Zeichner und ich ein guter Texter, und wir träumten von einer Comic-Karriere: Wir zwei als deutsches Äquivalent von Goscinny und Uderzo. Die Orientierungsstufe brachte die soziale Selektion: Seine Leistungen waren gar nicht so schlecht, aber ressentimentgeladene LehrerInnen witterten in ihm den Subprol, den Kriminellensohn, und empfahlen ihn für die Hauptschule. Da wurde er dann früh gebrochen. Unsere Freundschaft bestand fort, auch wenn ich auf dem Gymnasium in eine andere Clique ging, erst einige Jahre nach Wehr- und Zivildienst verloren wir uns aus den Augen. Jetzt erfahre ich von seinem Tod.

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Mittwoch, 31. März 2010
Wann brennen in London die Barrikaden?
Wir erinnern uns aus der Ära Thatcher: Der Staat kürzte soziale Leistungen und privatisierte Staatsbetriebe, begründet mit dem Abbau von Staatsverschuldung, die dadurch aber nicht weniger wurde, und die Klasse wehrte sich mit Streiks und riots. Der lange lange Streik der Minenarbeiter brachte diese z.T. bis an den Rand ihrer physischen Existenz, und Thatcher schien gegen Scargill einen Privatkrieg zu führen. Kommen diese Bilder demnächst wieder? Tatsache ist, dass England noch Pleiter ist als Griechenland, niemand weiß, wie die Schulden zu tilgen sind und ob der Staatsbankrott noch abzuwenden ist.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69518850.html


http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,410734,00.html

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Mittwoch, 31. März 2010
Boaaahhhh!
Was für ein Fußballthriller heute abend! Geiles Spiel!

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Bücher, die dringend nicht geschrieben werden sollten
Von Marx zu Stalin. Versuch einer Annäherung

Von Hegel zu Lenin. Versuch einer Verweltgeistlichung

Von Kant zu Kautsky. Versuch einer Konkretisierung

Von Freud zu Karadzic. Versuch einer Einweisung


Nicht zu vergessen: Der ewige Antisemit. Von Luther zu Hitler - Versuch einer Austreibung und Der Schweinepriester. Vom Seelsorger zum Kinderschänder - Versuch einer Abt-Reibung

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Montag, 29. März 2010
Großglockner
Da erzählte ich kürzlich einer Bekannten, dass ich diesen Sommer den Großglockner über den Stüdlgrat besteigen will. Sie meinte, auf dem Großglockner wäre sie schon fünfmal gewesen. Nun mutet diese Frau überhaupt nicht sehr sportlich an, und ich würde ihr eine Besteigung des Großglockner, auch auf dem Normalanstieg, überhaupt nicht zutrauen. Als ich also nachfragte, welche Route sie genommen habe, meinte sie, na ja, die Großglockner-Hochalpenstraße. Sie war mit dem Auto über die Glocknerstraße gefahren und betrachtete das als "auf dem Großglockner gewesen"!

Demnächst: Per Seilbahn auf die Eiger-Nordwand;-)

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Werter Blogstalker
ich heiße weder Henning Bonsen noch Micha Brumlik, nur zur Information.

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Coole Kids wollen hoch hinaus
Selten ein Baumhaus gesehen, das so hoch in der Baumkrone hängt. Da möchte ich glatt nochmal Kind sein.


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Mächtig viel Polizeipräsenz auf den Straßen
Ich fühle mich wirklich unsicher, solange die da sind.

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Nach dem Regen
Der Frühling kommt nur so allmählich in die Gänge, aber er kommt. Ein paar Luftratten, die sich ganz unfriedlich auch mal mit Elstern zanken versammeln sich, wo Essbares zu finden ist.





Zumindest schimmert in den Kanälen und Wallgräben das Wasser schon ganz manierlich. Nur sollte es langsam trockener werden; ich will endlich wieder klettern.





Immerhin: Als ich an einer der Villen in der Nachbarschaft vorbeikam, schien die Sonne auf den Palazzo. Schönes Haus, übrigens.

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Das hätte jetzt von mir sein können
Drüben bei Rhizom, ich zitiere:

"Die Nazis projektierten im Generalplan Ost die “Dezimierung der slawischen Bevölkerung um 30 Millionen”, und noch bevor die Juden und Roma in den Gaskammern ermordet wurden, hat die deutsche Bürokratie die gesamte Technologie dafür an der Ermordung der so genannten Geisteskranken entwickelt – “lebensunwertes Leben” in der rassistischen Terminologie der Nazis. Dass sich deren Mordwille nur gegen die Juden und gegen niemand anderen gerichtet hätte, ist eine ziemlich einäugige Wahrnehmung der historischen Realität.

Der Antisemitismus war nur eine Planke – obschon eine sehr zentrale -, in einem rassistischem System, das wesentlich weiter gespannt war und auf die Ermordung einer ganze Reihe von Bevölkerungsgruppen zielte. Und wenn du dir nur mal die heutigen Neonazis anguckst – du siehst doch, wen die alles umbringen: Juden, Türken, Roma, Obdachlose, “Ausländer_innen”, Leute mit etwas dunklerem Teint, Afrodeutsche, Schwule, Punks … und natürlich Linke als ihre politischen Widersacher.

Das nur auf den Punkt Antisemitismus zu bringen, verkennt den größeren Kontext einer rassistischen Ideologie, die den Nazis, aber im Grunde jedem modernen Nationalismus inhärent ist, und beläuft sich auf eine interessierte Verdrehung der Wirklichkeit in der Absicht, genau diesen Nationalismus, bloß ohne seine antisemitischen Erscheinungsformen, weiter fortzusetzen und sich dafür historisch unverdächtiger Ersatzfeindbilder zu bedienen – wie etwa der muslimischen Immigranten heute, gegen die eine Oriana Fallaci verschwörungstheoretische Bilder abruft, die früher eins zu eins auf die Juden gemünzt waren.

Dass die Nazis unter ihren prospektiven Opfern, den für die deutsche Siedlungspolitik im Zigmillionenmaßstab zu dezimierenden “slawischen Untermenschen” – die als Nationalisten häufig auch selbst vom Antisemitismus und Antiziganismus, d.h. der Ideologie der “Reinhaltung” ihres Volkstums, beseelt waren -, noch so manche Helfer für ihr Projekt des “Zigeuner-” und Judenmords fanden, mag vielleicht als historische Ironie durchgehen, sehr viel mehr aber auch nicht."

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Hohl und doch substanzvoll
Dieser hohle Ahornbaum steht nun schon bei uns in der Gegend rum seit ich ein Kleinkind bin, und er war auch damals schon hohl (ich hatte mich mal in ihm versteckt). Er lebt aber noch immer. Wenn es in Tolkiens Umgebung häufiger solche Bäume gab, dann verstehe ich, wieso er sich Ents ausdachte.


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