Donnerstag, 13. März 2025
Zeit abschaffen: Die Standpauke und der Schweinkram
che2001, 17:31h
Hach, was waren das für Zeiten!
Als ich 20 war war ich mit meiner 9 Jahren älteren Schwester zusammen auf einer Party - oder Fete, wie wir damals sagten. Ich unterhielt mich mit einer Frau über Erotik in Kunst und Literatur, während mein Schwesterherz (zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung) einige Meter neben uns mit einem gerade kennengelernten Freund des Gastgebers eine wilde Knutscherei hatte und im späteren Verlauf des Abends einen Onenightstand.
Später kritisierte sie mich: "Als ich in Deinem Alter war habe ich mich durch sämtliche Betten der Stadt gehurt. Und jetzt erlebe ich, dass Du Dich im gepflegten Plauderton über Erotik UNTERHÄLTST. Die Einen reden darüber und die Anderen tun es." Ich bekam wirklich von meiner großen Schwester eine moralische Standpauke dafür, dass ich kein so schweinöses Liebesleben führte wie sie. Und sie trat mir gegenüber dabei quasi als moralische Autorität auf.
Als ich davon viele Jahre später im Kollegenkreis erzählte erschien den Leuten die ganze Szene als nicht vorstellbar. Allerdings auch keine erotischen Erfahrungen von mir die ich später machen sollte wie etwa die von einer Partnerin die es mochte wenn man Krabbensalat aus ihrer Muschi schleckte. Bzw, es wurde kolportiert dass ich in Clubs verkehren würde in denen solche Praktiken angeboten würden. Dass das eine Form von Sex unter Partnern auf Augenhöhe war konnte nicht vermittelt werden. Und meine liebe Schwester erschien denen schlicht als Schlampe. Wie langweilig sind die Leute geworden.
Als ich 20 war war ich mit meiner 9 Jahren älteren Schwester zusammen auf einer Party - oder Fete, wie wir damals sagten. Ich unterhielt mich mit einer Frau über Erotik in Kunst und Literatur, während mein Schwesterherz (zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung) einige Meter neben uns mit einem gerade kennengelernten Freund des Gastgebers eine wilde Knutscherei hatte und im späteren Verlauf des Abends einen Onenightstand.
Später kritisierte sie mich: "Als ich in Deinem Alter war habe ich mich durch sämtliche Betten der Stadt gehurt. Und jetzt erlebe ich, dass Du Dich im gepflegten Plauderton über Erotik UNTERHÄLTST. Die Einen reden darüber und die Anderen tun es." Ich bekam wirklich von meiner großen Schwester eine moralische Standpauke dafür, dass ich kein so schweinöses Liebesleben führte wie sie. Und sie trat mir gegenüber dabei quasi als moralische Autorität auf.
Als ich davon viele Jahre später im Kollegenkreis erzählte erschien den Leuten die ganze Szene als nicht vorstellbar. Allerdings auch keine erotischen Erfahrungen von mir die ich später machen sollte wie etwa die von einer Partnerin die es mochte wenn man Krabbensalat aus ihrer Muschi schleckte. Bzw, es wurde kolportiert dass ich in Clubs verkehren würde in denen solche Praktiken angeboten würden. Dass das eine Form von Sex unter Partnern auf Augenhöhe war konnte nicht vermittelt werden. Und meine liebe Schwester erschien denen schlicht als Schlampe. Wie langweilig sind die Leute geworden.
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che2001,
Samstag, 15. März 2025, 23:49
Meine Schwester gehört halt zu einer speziellen Generation. Für akademische Linksradikale, deren Studienzeit zwischen späten Siebzigern und frühen Achtzigern lag war überwiegend die offene Zweierbeziehung mit erlaubten Seitensprüngen DAS Beziehungsmodell überhaupt und Sex and Drugs and Rock´n roll ein Lebensmodell. Und so, wie noch die Generation davor solche Verhaltensweisen bei ihren Kindern moralinsauer abgestraft hatte meierte sie ihren kleinen Bruder ab weil er das nicht praktizierte. Nicht dass ich nicht die gleichen Vorstellungen gehabt
hätte wie sie - ich konnte sie nur nicht umsetzen. Fiel einer Frau mit ihrem Äußeren ja aber auch leicht genug, die brauchte ja nur dazustehen um sofort von Männern angesprochen zu werden.
Später, während meines Studiums, das Mitte der Achtziger begann hatte sich das nach dem Aids-Gap schon alles relativiert, aber es war noch immer so dass nach jeder der viermal im Jahr stattfindenden Fachschaftsfeten die Beziehungen in unserer erweiterten Clique etwas neu verteilt waren. Viele Leute gingen auf Parties um da wen aufzureißen und abzuschleppen, ich betrachtete das damals als den Sinn einer Party.
hätte wie sie - ich konnte sie nur nicht umsetzen. Fiel einer Frau mit ihrem Äußeren ja aber auch leicht genug, die brauchte ja nur dazustehen um sofort von Männern angesprochen zu werden.
Später, während meines Studiums, das Mitte der Achtziger begann hatte sich das nach dem Aids-Gap schon alles relativiert, aber es war noch immer so dass nach jeder der viermal im Jahr stattfindenden Fachschaftsfeten die Beziehungen in unserer erweiterten Clique etwas neu verteilt waren. Viele Leute gingen auf Parties um da wen aufzureißen und abzuschleppen, ich betrachtete das damals als den Sinn einer Party.
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