Freitag, 18. September 2026
Medscape Nachrichten „Alarmstufe Rot“ bei den Pflegekassen: Finanzierung von Leistungen in Gefahr?
che2001, 11:21h
Christian Beneker, Medscape
Interessenkonflikte
02. September 2026
Die Pflegekassen sind fast leer. Es fehlen bis zum Jahresende rund eine halbe Milliarde Euro. Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sprach im Zusammenhang mit dem zu erwarteten Defizit in den Pflegekassen am vergangenen Montag von „ Alarmstufe Rot“. „Die Ausgaben steigen fast 3-mal stärker als die Einnahmen, die Dramatik ist offensichtlich“, so Blatt.
Defizite in diesem und im kommenden Jahr
In Zahlen: Im1. Halbjahr 2026 hat sich nach Angaben des GKV SV in der sozialen Pflegeversicherung ein Defizit von 770 Millionen Euro angesammelt. Einnahmen und Ausgaben stehen in einem krassen Missverhältnis: Die Ausgaben sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % gestiegen, die Einnahmen aber nur um 3,9%.
Blatt: „In diesem Jahr wird die Pflegeversicherung ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro machen. Selbst mit dem bereits laufenden Notdarlehen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro und mit dem letzten Geld aus dem Pflege-Ausgleichsfonds kann das Defizit nicht vollständig ausgeglichen werden.
Im Oktober werden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Es fehlen bis zum Jahresende schätzungsweise 500 Millionen Euro.“
Im kommenden Jahr sieht es nicht besser aus. 2027 erwarte die Pflegeversicherung einen zusätzlichen Bedarf von 10 Milliarden Euro, der bisher nicht gegenfinanziert sei. Zudem müssten die Pflegekassen unbedingt ihre Betriebsmittel auffüllen, um zahlungsfähig zu bleiben, hieß es.
Interessenkonflikte
02. September 2026
Die Pflegekassen sind fast leer. Es fehlen bis zum Jahresende rund eine halbe Milliarde Euro. Der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sprach im Zusammenhang mit dem zu erwarteten Defizit in den Pflegekassen am vergangenen Montag von „ Alarmstufe Rot“. „Die Ausgaben steigen fast 3-mal stärker als die Einnahmen, die Dramatik ist offensichtlich“, so Blatt.
Defizite in diesem und im kommenden Jahr
In Zahlen: Im1. Halbjahr 2026 hat sich nach Angaben des GKV SV in der sozialen Pflegeversicherung ein Defizit von 770 Millionen Euro angesammelt. Einnahmen und Ausgaben stehen in einem krassen Missverhältnis: Die Ausgaben sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 % gestiegen, die Einnahmen aber nur um 3,9%.
Blatt: „In diesem Jahr wird die Pflegeversicherung ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro machen. Selbst mit dem bereits laufenden Notdarlehen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro und mit dem letzten Geld aus dem Pflege-Ausgleichsfonds kann das Defizit nicht vollständig ausgeglichen werden.
Im Oktober werden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Es fehlen bis zum Jahresende schätzungsweise 500 Millionen Euro.“
Im kommenden Jahr sieht es nicht besser aus. 2027 erwarte die Pflegeversicherung einen zusätzlichen Bedarf von 10 Milliarden Euro, der bisher nicht gegenfinanziert sei. Zudem müssten die Pflegekassen unbedingt ihre Betriebsmittel auffüllen, um zahlungsfähig zu bleiben, hieß es.
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