Mittwoch, 4. Oktober 2017
EU-Staaten setzen die Ausbeutung afrikanischer Fischgründe fort
alles schon seit vielen Jahren bekannt, als Senegalen mit ihren Pirogen z.B. auf den Kanaren landeten um Asyl zu beantragen, weil man ihnen die Fischgründe ohne Lizensen dezimierte.
Aber große Ankündigen mit künftiger fairer "Partnerschaft", um Flüchtlinge abschieben zu können ...


SZ 29. September 2017, 12:35 Uhr
Fischfang Wie EU-Staaten das Meer vor Westafrika leerfischen
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Der traditionelle Fischfang kann die Menschen in Gambia nicht mehr ernähren, seitdem internationale Konzerne das Gebiet vor der Küste des westafrikanischen Landes leerfischen.
(Foto: imago/Bluegreen Pictures)

Vor Westafrika fischen ausländische Trawler das Meer leer, auch aus Europa.
Die EU wollte illegale Fischerei eigentlich unterbinden, die Mitgliedsstaaten unterlaufen die Bemühungen aber.
Weil die einheimischen Fischer so ihre Lebensgrundlage verlieren, fliehen sie häufig - meist in Richtung Europa.

Von Bernd Dörries, Banjul
Bei gutem Wetter könne man sie sehen, sagt Ebrima Tabang. Er steht am Strand von Gunjur, einem kleinen Dorf an der Küste des auch ziemlich kleinen Staates Gambia. 80 Kilometer Küste hat Gambia zu bieten, sie sind bei britischen Pauschaltouristen beliebt, die dort ihre Körper dunkelrot rösten. Vor allem aber bei Fischern aus der ganzen Welt, die mit ihren riesigen Fangflotten in die Gewässer vor Gambia kommen, die zu den reichsten der Welt zählen. "Die Schiffe kann man am Horizont sehen, sie kommen aus China, Japan und Europa", sagt Ebrima Tabang von der staatlichen Fischereibehörde, der eigentlich dafür zuständig ist, den Küstenabschnitt vor illegalen Fischtrawlern zu schützen. Die Frage ist nur, wie er das machen soll. Manchmal gibt es ein Boot, mit dem er und seine Leute rausfahren können. Manchmal auch nicht.
"Und wenn mal jemand von uns rausfährt, bekommt er einfach 100 Dollar in die Hand von den Kapitänen, wenn sie überhaupt anhalten. Das ist ein Drittel eines Jahresgehaltes. Was würden Sie machen?"
Früher, erzählt Tabang, hätten die gambischen Fischer nur einmal kurz raus fahren müssen mit ihren motorlosen Pirogen, dann hätten sie den Tagesfang beisammen gehabt. Heute fahren viele gar nicht mehr raus, weil sie den Kampf nicht gewinnen können gegen die riesigen Fischfabriken auf dem Meer, die bis zu 30 Tonnen fangen an einem Tag. Viele Pirogen liegen umgedreht am Strand, unter ihnen liegen ein paar Fischer, die rauchen. Sie haben Deutschland-Flaggen an ihre Boote gemalt - der große Traum. Aus keinem anderen afrikanischen Land sind prozentual so viele Menschen nach Europa geflüchtet wie aus Gambia.
Seit einigen Jahren machen sich die Politiker in Europa verstärkt Gedanken, wie man die jungen Menschen von der Flucht abhalten kann. Und tragen gleichzeitig dazu bei, die Fluchtursachen zu verstärken. Etwa 32 000 Stunden fischten Fischtrawler aus der EU zwischen 2012 und 2015 illegal vor Gambia, hat die Nichtregierungsorganisation Oceana jetzt errechnet, die sich für den Schutz der Ozeane einsetzt. Die Daten stammen aus einem Überwachungssystem, das diejenigen Schiffe erfasst, die ihr automatisches Erkennungssystem eingeschaltet haben. Die Dunkelziffer der schwarz fischenden Boote dürfte viel größer sein, glauben sie bei Oceana. Aber auch so zeigten die Daten auf erschreckende Weise, wie stark sich Boote aus Rechtsstaaten an illegalen Praktiken beteiligten, sagt Maria Jose Cornax von Oceana.
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Auf dem Markt in der Hauptstadt Banjul liegen zwei Fische an einem Stand.
(Foto: AFP/Getty Images)
Europas Gewässer gelten zu 90 Prozent als überfischt
Die Boote stammen aus Portugal, Spanien, Italien und Griechenland, und sie hatten offenbar die Erlaubnis ihrer jeweiligen Regierungen - obwohl die EU ihre Mitgliedsländer in den vergangenen Jahren mehrfach daran erinnert hatte, dass in Gambia und Äquatorialguinea nicht gefischt werden dürfe, so lange es mit beiden Staaten kein neues Abkommen zum Fischfang gebe. Solche so genannten "Partnerschaftsabkommen" werden abgeschlossen, seit die EU 2014 ihre Fischereipolitik drastisch geändert hat. Im Inneren und auch nach außen.
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Die europäischen Gewässer gelten zu 90 Prozent als überfischt, worauf die europäischen Fischereikonzerne mit einer Ausweitung ihrer Fanggründe reagierten. Die Schiffe wurden größer, die Konzerne handelten mit westafrikanischen Staaten Fanglizenzen aus, die die EU nach Angaben von Greenpeace mit etwa 140 Millionen Euro subventioniert hat. Es dauerte nicht lange, bis auch die westafrikanischen Gewässer überfischt waren, allein die Bestände des dort wichtigen Zackenbarschs gingen um 80 Prozent zurück. Tausende Fischer in Westafrika wurden arbeitslos, viele machten sich auf den Weg nach Europa.
Die neuen Fischereiabkommen sollen hingegen ein "Geben und Nehmen" sein. Die Europäer bekommen Zugangsrechte, zahlen dafür im Gegenzug für den Aufbau einer nachhaltigen Fischwirtschaft und die Überwachung der Fischgründe. Kritiker sagen, dass die Vorteile ziemlich einseitig verteilt seien. Senegal zum Beispiel bekommt für die Lizenz an die Europäer etwa eine Million Euro im Jahr. Die Abkommen seien zudem teilweise undurchsichtig, es gebe zu wenig Informationen, welche Fische gefangen werden und wie viele. Auch scheint die EU-Kommission sehr schnell zur Stelle zu sein, wenn es darum geht, andere Länder zu maßregeln - für die eigenen Mitglieder aber gelten offenbar andere Regeln. Im Mai ermahnte der zuständige Kommissar Karmenu Vella die Regierung von Liberia, sie müsse mehr gegen illegale Fischerei tun. Die Trawler, die aus den Mitgliedsländern illegal vor Gambia unterwegs waren, erwähnte er nicht.
Ein Drittel des nach Europa importierten Fischs könnte illegal gefangen sein
Die EU ist seit Langem der größte Exportmarkt für Fischereiprodukte. Nach Schätzungen könnte bis zu einem Drittel aus illegalem Fang kommen, der wiederum vor allem vor der Küste Westafrikas gemacht wird. Als Guinea-Bissau den Trawlern den Zugang zu seinen Gewässern verbot, begannen die großen Fischkonzerne einfach, eine Armada kleiner Boote unter lokalen Flaggen auszusetzen, die ihren Fang dann zu den Mutterschiffen brachten. Der Staat war machtlos.
In Gambia entsteht gerade ein neuer Staat, zumindest eine neue Politik. Anfang dieses Jahres hat das Volk den alten Diktator verjagt, der über Jahrzehnte viele Millionen aus der Vergabe von Fischereirechten in die eigene Tasche steckte. Die neue Regierung dagegen möchte die schwindenden Ressourcen für das eigene Volk sichern.
Das Land will Firmen aus den USA, Südafrika und Holland damit beauftragen, die eigene Küste vor illegalen Fischern zu schützen, mit Booten und Helikoptern. Ebrima Tabang, der Fischereibeauftragte der Regierung, wird sich womöglich einen neuen Job suchen müssen. Aber vielleicht ist er darüber gar nicht so traurig.

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Das klingt wieder, als ei das alles eine Angelegenheit, die sich nur zwischen rücksichtslosen, gierigen Europäern und armen, afrikanischen Opfern abspielt.

Was ist denn mit den örtlichen Regierungen?

Guinea-Bissau z.B. erhält 2017 9,2 Millionen Euro von der EU für die Fischereirechte vor seinen Küsten.

https://ec.europa.eu/fisheries/cfp/international/agreements/

Wo bleibt dieses Geld, bekommen die Fischer etwas davon? Warum verkauft die Regierung dieses Recht und entzieht ihren Wählern die Lebensgrundlagen?
Gleichzeitig ist Guinea-Bissau eines der korruptesten Länder der Welt.

https://en.wikipedia.org/wiki/Corruption_in_Guinea-Bissau

Glaubst du, es würde sich etwas wesentliches ändern, wenn die EU dort nicht mehr fischt? Ich ehrlich gesagt nicht.

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Nach allem, was ich seit 2002 blogge muss Dir klar sein dass meine Antwort darauf "soziale Revolution in diesen Ländern" lautet. Dazu allerdings braucht es strukturelle Mindestvoraussetzungen.

BTW dass die EU die Korruption und die Kleptokratie von Ländern wie Guinea-Bissau durch das Pachten von Fischereirechten stützt - und nun andererseits die Armut spanischer Küstenfischer durch die Verpachtung von Fischereirechten vor der Costa de la Luz, dem ältesten spanischen Thunfischrevier an japanische Gesellschaften (der Löwenanteil von spanischem Thun kommt von der Fischbörse in Tokio) selber produziert ist ein Unrecht, das beseitigt gehört. Schade, dass sich nie eine sogenannte terroristische Gruppe dieses Themas angenommen hat. Punktum.

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willy, nun mal nicht so zaghaft. Wir müssen doch den naturwissenschaftlichen Ursachen auf den Grund gehen. Wie siehts denn da aus? Wurzelt nicht die ganze Misere im Naturell des Afrikaners?

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Die soziale Revolution in Afrika wird es nie geben, weil bald alle Afrikaner, die dazu in er Lage wären, sowas zu initiieren, in Europa sein werden.

Und natürlich ist das Modernisierungsdefizit der Afrikanischen Gesellschaften Hauptursache ihrer ökonomischen und sozialen Probleme. Wenn ich mich in erster Linie als Mitglied meines Stammes oder Clans verstehe und nicht als Bürger eines Staates, warum sollte ich mich dann für mein Land einsetzen? Kein junger Afrikaner macht sich noch Gedanken über sowas, sie denken alle nur darüber nach, wie sie möglichst schnell nach Europa kommen können.

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Modernisieung heißt natürlich: Wenn sie so leben wollen wie Europäer (und genau das wollen sie, nicht die soziale Revolution), dann müssten sie auch so werden wie Europäer. Wir waren ja im feudalen Zeitalter genauso wie Afrikaner heute, haben seitdem aber was gelernt. Dazu wären Afrikaner auch fähig, denke ich.

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Und wie erreichst du das?

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Indem ich ihnen die Möglichkeit verschließe, nach Europa auszuwandern. Mein Großvater wäre nach dem krieg sicher auch gerne in die USA ausgewandert, aber das ging nicht, die Alliierten verboten den Deutschen jede Auswanderung, also mussten sie notgedrungen ihr Land selber wieder aufbauen (und er hätte mit Sicherheit auch nicht seine Familie zurückgelassen).

Was glaubst du, was die deutschen Fischer machen würden, wenn die EU die Fischereirechte in der Nordsee an die Chinesen oder sonstjemand verkauft? Die würden mit Sicherheit nicht irgendwo anders Asyl verlangen, sondern einen Riesenaufstand machen und den Politikern die Hammelbeine langziehen.

Warum sollten Afrikaner das nicht können?

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Die Fischereirechte vor der Costa de la Luz wurden an die Japaner verkauft. In Sahara de los Atunes, dem Gründungsort der Thunfischkonservenindustrie sitzen die Fischer frustriert an Land und leben von der Stütze und vom Marihuanaanbau. Dafür fischen die Trawler der großen spanischen Gesellschaften vor den afrikanischen Küsten. Deutsche Fischer aus Büsum und Tönning prognostizieren dass sie die letzte Generation Kutterfischer im Familienbetrieb sein werden, nach ihnen kommen nur noch Aquakulturen und Fabrikschiffe. Die mittelständische Fischerei stirbt aus ohne dass sich jemand dagegen wehrt. Die spektakulären Protestaktionen der Fischer gegen die EU waren in den 1980er und 90er Jahren, und natürlich waren das Franzosen und Holländer, keine Deutschen, die diese Aktionen durchführten.

BTW Deutschland wurde mit Hilfe des Marshallplans wieder aufgebaut weil die USA fürchteten dass es sonst kommunistisch würde. Ohne Marshallgelder wären die Selbstaufbauleistungen der Westdeutschen nicht weit gekommen. Sie hätten vielleicht etwa die Produktivität und den Lebensstandard der DDR auf die Reihe bekommen, oder, an kapitalistischenLändern orientiert, von Portugal oder Griechenland.


BTW Ob das Erreichen eines europäischen Lebensstandards in afrikanischen Ländern über europäische Entwicklungsmodelle ohne zweistellige Milliardeninvestitionen von außen in die Ökonomien dieser Länder möglich ist erscheint äußerst zweifelhaft. Und vielleicht auch gar nicht wünschenswert. Und insofern ist die Möglichkeit sozialer Revolution angesichts der Kleptokratien und Hyperkorruption und der hohen Gewaltpotenziale dieser Gesellschaften nicht so ganz unplausibel.

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Zu irgendeiner Form von Revolution muss es wohl schon kommen angesichts der z. T. korrupten Regierungen. Es ist ja nicht damit getan, wenn alle zu Hause bleiben.

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In Zahara de los Atunes gibt es inzwischen eine florierende Hotelindustrie. ist ja auch eine schöne Gegend.

https://www.holidaycheck.de/dh/hotels-zahara-de-los-atunes/f7f8d6a3-cb1a-3ada-8218-7a1f46d84958?availability=1&travelkind=hotelonly

Nehme an, dass die Fischer jetzt dort arbeiten.

Die afrikanischen Länder haben inzwischen ein mehrfaches der Marshallplan-Gelder als Entwicklungshilfe erhalten und es hat nicht genutzt, ist eben kein finanzielles, sondern ein mentales Problem, genau wie die Korruption.

Revolutionen sind in den letzten 100 Jahren allesamt in die Hose gegangen, und ich halte das für keine gute Strategie für die Zukunft. Die Vorschläge von Paul Collier erscheinen mir sinnvoller; etwa, das europäische Firmen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge (bzw. den sicheren Nachbarländern) Arbeitsplätze schaffen. Oder Stipendien an junge Leute vergeben, damit diese in Europa studieren können und sich verpflichten, nach dem Studium zurück zu kehren.

Das neue Buch von Collier kann man hier herunterladen: https://www.goodreads.com/topic/show/18955600-download-pdf-epub-ebook-gestrandet-by-alexander-betts-paul-collier

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Was die Korruption betrifft, gibt es ein sehr interessante Untersuchung der mexikanischen Regierung:

http://contralacorrupcion.mx/anatomiadigital/content/index.php

(leider nur auf Spanisch)

Mexiko leidet auch unter extremer Korruption, und die Untersuchung kommt zu dem Ergebniss, dass alle wissen, dass sie extrem schädlich ist, sowohl für das Land als ganzes, dessen Wirtschaft extreme Wettbewerbsnachteile hat, als auch für die einzelnen Bürger, die unter schlechteren Dienstleistungen und vielen Nachteilen im Alltagsleben zu leiden haben. Gleichzeitig bekennen sich aber auch alle (anonym) dazu, selber korrupt zu sein. Auf die Frage, warum? wird geantwortet, dass keiner der Dumme sein will, der sich ein Schnäppchen entgehen lässt, und 2. dass die Politiker (deren Aufgabe es wäre, gegen die Korruption zu kämpfen) ja auch korrupt sind. Man hat also als Nichtkorrupter eigentlich nur Nachteile, darum ändert sich nichts.

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Das klassische Gefangenendilemma

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Ganz genau. Die Frage ist eben, wie man das aufbrechen kann? Machtwechsel reichen jedenfalls nicht, das zeigt z.B. Venezuela.

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Du weißt also auch keine Lösung. Und trotzdem plädierst du dafür, keine Migranten aufzunehmen, damit diese stattdessen in ihren Ländern die Situation irgendwie verbessern, allerdings ohne Revolution und sonst weißt du auch nicht so recht, wie eigentlich.

Hab ich das soweit zutreffend zusammengefasst?

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Die Entwicklungshilfe wurde ja nicht aus humanitären Gründen gezahlt, sondern um diese Länder als Marktpartner für die Interessen europäischen und amerikanischen Kapitals zuzurichten. Das Vorbild Europa und Nordamerika war über Jahrzehnte Leitmotiv der Entwicklungspolitik, nicht die genuinen Bedürfnisse der Länder selber.


Literatur zu dem Thema:

Kidron und Segal, Die Armen und die Reichen = Hunger und Waffen 2

https://archive.org/details/diearmenunddiere00kidr

sowie Detlef Hartmann, Vökermord gegen soziale Revolution. Das US-imperialistische Wirtschaftssystem von Bretton Woods als Vollstrecker der nationalsozialistischen neuen Ordnung, in Klassengeschichte - soziale Revolution = Autonomie Neue Folge 14, Göttingen/Berlin/Gießen 1985

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@futuretwin: Hast du nicht. ich habe durchaus Lösungsvorschläge gemacht; schließe mich da im wesentlichen an Collier an: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/alexander-betts-und-paul-colliers-gestrandet-14962168.html

1) Heimatnahe Unterbringung von Flüchtlingen und Unterbindung der Flucht nach Europa. Dass sollte man finanzieren, nicht die Vollversorgung der Söhne des gehobenen Mittelstandes, die die Mehrheit der Flüchtlinge in Deutschland bilden. Die Bundesregierung hat 21014 übrigens ihre Zahlungen an dei UNO für Flüchtlingscamps gekürzt ("die deutsche Bundesregierung halbierte im Jahr 2014 ihren Beitrag." schreibt Collier). Man kann den € nur einmal ausgeben, und in den Heimatnahen Lagern nutzt er mehr als hier.

2) Es gibt einen schönen Aufsatz dazu: http://foreignpolicy.com/2010/06/15/why-bad-guys-matter/ Da werden die Schuldigen genannt, und unsere Politiker müssten die auch mal beim Namen nennen und ihnen kein Geld mehr geben. In soweit bin ich da bei euch.

3) Und man müsste natürlich die Afrikaner und Muslime mal an ihre Verantwortung für ihr eigenes Leben erinnern, anstatt ihnen als Opfern des Kolonialismus den Bauch zu pinseln und Respekt für sie zu fordern. Vielleicht würde das zu einem Prozess der Selbstreflexion führen, der Ausgangspunkt für politische Entwicklungen werden könnte.

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