Dienstag, 14. Mai 2024
Dammbruch
Normalerweise bin ich es ja, der gegen die Staatsgewalt ist. Aber was aktuell angesichts einer rechtsdiffusen, in Berlin auch propalästinensisch-irgendwielinken Protestbewegung geschieht halte ich für gefährlich. Insbesondere als Habeck sich nicht gegen die Bauern mit ihren Traktoren durchsetzen konnte. In der Situation hätte es "Knüpppel frei!" heißén müssen. Und gegen Traktoren helfen Bulldozer und Sondereinsatzfahrzeuge (also: Radpanzer). Wenn da mal 60 dieser Fahrzeuge geschrottet worden wären hätten die Wutbauern halt gesehen, wo der Hammer hängt. Wäre vielleicht pädagogisch wertvoll gewesen.

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Über viele Jahre erlebte ich im größten deutschen Bundesland, wie sich die Wahlbevölkerung darin gefiel, einer Partei mit einem Stimmanteil von "50% + X" den alleinigen Regierungsauftrag zu erteilen. Es wurde gesagt, die Katholiken und die Bauern seien dafür verantwortlich, daß sich die CSU keinerlei Sorgen um ihre Zukunft zu machen brauche.

Es gab noch kein Internet, keinen Fakten-Check, aber es wurde glaubhaft berichtet, daß in entlegenen Dörfern des Regierungsbezirks Oberpfalz der Pfarrer und der Bürgermeister dafür sorgten, daß auch Alte und Gehbehinderte mit dem Gemeindebus zum Wahllokal gefahren wurden, solange sie in der Lage waren, ihr Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.

Doch eines Tages begann das Sterben der Kleinbauern. Hoftor um Hoftor blieb für immer geschlossen, und manchmal hörte man einen jungen Bauern murren, ja sogar auf die Regierung schimpfen. Das Jungvolk wurde immer grüner hinter den Ohren, nur die Roten haben und hatten nie eine Chance. Dann, vor Kurzem, geschah ein Wunder. Hunderte von Traktoren fuhren durch die Hauptstraße meiner Kleinstadt. Ich dachte, wie kann das sein? Wo kommen die alle her? Leben Totgesagte tatsächlich länger?

Es kam zum Stau, ich überholte dutzende "Bulldogs", wendete am Eingang zum Friedhof und betrachtete mir bei der Rückfahrt die künstlerischen Werke der kreativen Landwirte. Immer wieder fielen mir Ampeln und Galgen ins Auge. Die Fahrer der Traktoren machten einen freundlichen, um nicht zu sagen "besoffenen" Eindruck. Alles war gut. Die leidgeprüfte Landbevölkerung streikte für die Rücknahme der Aberkennung ihrer Sonderrechte. Sie würden ja hauptsächlich auf dem Acker unterwegs sein, nicht auf den öffentlichen Straßen!

Ich weiß nicht, ob die Fahrzeuge der streikenden Bauern gleich geschrottet hätten werden sollen. Andererseits, das Jungbauernvolk ist schlau, geht studieren, gehört "Burschenschaften" an. Und von diesen Studentenverbindungen hören wir nichts Gutes. Sie organisieren sich in der AfD, und ausgerechnet in meiner Gegend, in der Nähe von Würzburg, gibt es besonders üble Burschenschafter.

Im Umgang mit denen würde ich ein "Knüppel aus dem Sack" empfehlen. Die sind gefährlicher als die Bauern im Allgemeinen, welche zwar irgendwo zwischen CSU und AfD lustwandeln, aber meist keine überzeugten Demokratiefeinde sind.

In vielen Burschenschaften hingegen will man einen radikalen Wechsel. Dort bereitet man den Tag des Umsturzes vor!

https://www.ardmediathek.de/video/report-mainz/report-mainz-braune-burschenschaften-das-rechtsextreme-netzwerk-der-afd/das-erste/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwNDk4OTQ

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