Donnerstag, 22. Juni 2023
34 F mit Reminiszenz an den Sozi ohne Partei
Vor Jahren hatten wir hier mal eine ausufernde Diskussion über alles Mögliche in der es unter anderem auch um Finanzanlagen ging und der Sozi ohne Partei sich zu recht eigenwilligen Behauptungen zu ETF-Aktienfonds hinriss. Im gleichen Zusammenhang behauptete er, die Ausbildung zum Vorsorgespezialisten, Vermögensberater oder Finanzmakler beinhalte quasi die Ausbildung zum Trickbetrüger, man lerne dort "Köder legen" und "Kosten verschleiern".


https://che2001.blogger.de/stories/2752179/#2752990

Tatsächlich geht es dabei neben der Sachkunde um rechtskonformes Verkaufen, also das genaue Gegenteil. Ich habe vor einiger Zeit die Prüfung zum Finanzanlagenfachmann nach 34 F absolviert und war richtig enttäuscht, nirgendwo die Aufgabenstellungen "Köder legen" oder "Kosten verschleiern" zu finden. Dafür gab es die Sätze "ETFS haben ein gleich hohes Risiko wie aktiv gemanagte Fonds." und " "ETFS beinhalten eine höhere Profitabilität als aktiv gemanagte Fonds". Wer das als richtig ankreuzt bekommt dafür 0 Punkte.

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Sonntag, 18. Juni 2023
Frust im Copyshop
Ein Kunde hatte mir zwei wichtige Dokumente per Whatsapp in einem Format geschickt das unser WLAN-Drucker nicht ausdrucken kann. Ich düste damit also zu einem Copyshop - wo es keine Selbstbedienung gibt - und bat dort um die beiden Ausdrucke. Die betreffende Mitarbeiterin druckte mir ein und dasselbe Dokument zweimal aus. Als ich sie auf ihren Fehler hinwies beharrte sie zunächst darauf, dass sie richtig gehandelt hätte und brauchte etwas, um ihren Fehler einzusehen. Als sie sich anschickte, das zweite Dokument auszudrucken, kam eine neue Kundin in den Laden und sprach die Mitarbeiterin, ohne Rücksichtnahme darauf, dass ich mich mit ihr im Gespräch befand, darauf an, dass sie Postkarten reproduzieren wolle, und die Copyshoptante ließ mich einfach stehen und sich auf ein längeres Smalltalkgespräch mit der Kundin ein, in dem diese betonte, wie zuvorkommend und kompetent diese ihr Gegenüber fände. Ich hätte am Liebsten "Das stimmt nicht, die ist strohdoof" eingeworfen. Das machte ich nicht, unterbrach die beiden aber und wies darauf hin, dass der Ausdruck meines zweiten Dokuments noch ausstünde. Worum sie sich dann auch kümmerte, ohne ein Wort der Entschuldigung. Natürlich spielte sich das alles vor einem dringenden Termin in einer 50 Kilometer entfernten Stadt ab. Robert Gernhardt hätte jetzt "Muss es solche Menschen wirklich geben?" gefragt und Chlodwig Poth ein Copy-Shop-Mitarbeiterinnen-Hassblatt gezeichnet. Konkret und titanisch.

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Samstag, 17. Juni 2023
I ever lived into a rose garden











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Erfurter Impressionen
Ich war kürzlich dienstlich in Erfurt und war beeindruckt von der architektonischen Schönheit der Stadt.











Es gibt hier einen Juri-Gagarin-Ring und dort an einer Hauswand ein vier Stockwerke hohes Portrait des ersten Kosmonauten.

Neben Gagarin kommt noch Luther monumental zur Geltung.



Der Flughafen wird "Airfurt" genannt.

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Montag, 12. Juni 2023
Was für ein Tag!
Erst im Garten gearbeitet und die wunderbaren Rosen gepflegt, dann Training, Karate, Taekwondo und Muay Thai zum dröhnenden Sound der Carmina Burana, "Blanziflor et Helena".

Heute Abend dann ein Ausnahmekrimi: Der Polizeiruf 110 mit der Folge "Paranoia", einem beklemmenden Verwirrspiel zwischen Wahnsinn und Verstand, in das die Fälle Murat Kurnaz, Ramsi Binalship, Celler Loch und Tiefer Staat sowie die "unzuverlässige Erzählung" im Stile von "Die üblichen Verdächtigen" quasi en passant eingeflochten sind.

Großartig!

Die Rosen allerdings, noch einmal bei meiner nächtlichen Ums-Haus-Runde bewundert, waren der krönende Abschluss.







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Freitag, 9. Juni 2023
Schöne-Frauen-Wetter in der Stadt
Und die Laune steigt beträchtlich. Schmeiße demnächst eine Barbecue-Party für meinen Sportkurs in unserem Rosenpark.

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Samstag, 3. Juni 2023
Bodyshaming vs. Bodyshaping
In der Nachbarschaft meines Büros gibt es seit einiger Zeit eine Selbsthilfegruppe für Bodyshaming-Betroffene.

Da sitzen jetzt lauter Dickerchen zusammen und diskutieren darüber, wie abgrundtief gemein das Schönheitsideal dieser Gesellschaft sei und üben sich in positivem Denken, um sich selbst schön zu finden.

Ich würde denen ja eher empfehlen, sich in einem Fitnessstudio anzumelden, einen Kardiosport anzufangen, einen Tanzkurs zu nehmen und ihre Ernährung umzustellen. Damit ihre Körper bald so aussehen dass es nichts zum shamen gibt.

Aber das ist wahrscheinlich zu lösungsorientiert gedacht.

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Samstag, 27. Mai 2023
Morgenstund hat Schweiss im Mund
Seit der Frühling lospowert jogge ich jeden Morgen nach dem Aufstehen mit nüchternem Magen, bevor es Frühstück gibt. Kommt gut, sowohl für den Stoffwechsel als auch für die Kondition und das Gefühl. Das behalte ich bei, solange es nicht regnet.

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Mittwoch, 24. Mai 2023
Farewell, Tina!
https://www.youtube.com/watch?v=d4QnalIHlVc

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Samstag, 20. Mai 2023
Arbeit, Liebe, Irrungen und Wirrungen
Kürzlich erzählte ich dem G., dass ich womöglich demnächst in einer anderen Stadt arbeiten werde, in einem 10.000 Einwohner-Städtchen, sehr ländlich geprägt, mit 70 km Pendelstrecke. Da meinte er, das sei eine auf Dauer ganz und gar unmögliche Entfernung, langfristig müsste ich mir da eine Bleibe nehmen. Er insistierte geradezu darauf, dass das gar nicht anders ginge.

Da erwiderte ich, was das denn alles solle, morgens und nachmittags jeweils eine Stunde autozufahren erschiene mir sehr zumutbar, wo ist das Problem? Und was sollte ich denn nach meiner Arbeit in solch einem Kaff?

In einer solchen ländlich geprägten Umgebung seien die Kontakte sehr viel enger als in der Großstadt, entgegnete G., und daher gäbe es viele Möglichkeiten, mit Frauen anzubandeln. Er dachte da wohl so an das Modell Bauernwitwe mit Resthof und Vermögen.


Das wäre das, woran ich zuallerletzt gedacht hatte.

Der G. scheint immer noch die Hoffnung zu haben, ich könnte die Frau meines Lebens treffen, eine Hoffnung, die ich vor mindestens 25 Jahren aufgegeben habe, falls ich sie jemals gehegt haben sollte, was ich nicht mehr weiß.

Ich sagte ihm dann, dass ich nicht wüsste, wie da überhaupt ein Kontakt zustandekommen sollte, worauf er antwortete, ich würde da dann zu den Lokalautoritäten gehören, es könne also nicht schwer sein. Es sei denn, es müsse für mich gleich die große Liebe sein, dann wäre es natürlich nicht einfach. Am Liebsten hätte ich "Geh mir weg mit Liebe!" geantwortet, aber wie üblich schwieg ich.

Ich kenne romantisches Verliebtsein als etwas aus der Pubertät und dem Alter unter 30, da gehört es hin und ist sehr schön, für einen Menschen meines Alters passt das nicht. Und ich kenne die reife Liebe aus der Anschauung z.B. meiner Eltern, die finde ich rührend, ist mir aber fremd. Dazwischen denke ich, dass es mit "der Liebe" ein existenziell fauler Zauber ist, der sich rationaler mit "mit jemandem ficken wollen" übersetzen lässt.

Alle Frauen, in die ich jemals schwer verliebt war haben mich abgewiesen, von Frauen zurückgewiesen zu werden ist für mich der lebenslange Normalzustand.

Und ich habe Frauen, die mich begehrten, die ich aber unattraktiv fand zurückgewiesen und dabei eine sadistische Genugtuung gefühlt angesichts meiner eigenen Zurückweisungen.

Die, mit denen ich dann doch was hatte, waren für mich entweder Ersatz, niemals Erfüllung oder erotische Freundschaften, aber nicht Liebe. Oder Onenightstands ohne Fortsetzung. Mein ideales Beziehungsmodell wäre eine allgemeine Freundschaft, wie mit meinen (männlichen und weiblichen)Freunden und Kumpanen, bei der aber außerdem Sex stattfindet. Und mein Sex ist eher hart als zart, Kuschelsex finde ich einfach langweilig.


Heute kam der G. dann nochmal damit, dass er nicht verstehen könne, wieso sich die Frauen um einen solch attraktiven Mann wie mich nicht reißen würden.

ich erwiderte lapidar und lakonisch, ich könne das sehr gut verstehen. Ich finde mich weder attraktiv noch erotisch.

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