Samstag, 17. Oktober 2020
Sinnhaftigkeit
„Das Leben ist viel zu kostbar, als dass wir es entwerten dürften, indem wir es leer und hohl, ohne Sinn, ohne Liebe und letztlich ohne Hoffnung verstreichen lassen.“ Václav Havel

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Mittwoch, 14. Oktober 2020
Corona-Ärztin spricht klare Worte
https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/coronavirus-aerztin-appell-viral-covid-patient-35168878

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Montag, 12. Oktober 2020
COVID-19: Studiendaten zu Remdesivir und Hydroxychloroquin im NEJM – eines ist top, das andere floppt
Dr. Susanne Heinzl


Im New England Journal of Medicine sind online die finalen Ergebnisse der ACTT-1-Studie zu Remdesivir [1] und der RECOVERY-Studie zu Hydroxychloroquin [2] in der Behandlung von Patienten mit COVID-19 publiziert worden.

Remdesivir: Schnellere Genesung, geringere Sterblichkeit
Bei Remdesivir bestätigen die Daten dessen Wirksamkeit: Es verkürzte bei hospitalisierten Patienten mit COVID-19 und Infektionen der tiefen Atemwege im Vergleich zu Placebo die Zeit bis zur Genesung signifikant um 5 Tage. Eine klinische Besserung an Tag 15 war mit Remdesivir wahrscheinlicher als mit Placebo. Die Sterblichkeit an Tag 29 war mit 11,4% unter Remdesivir niedriger als mit 15,2% unter Placebo.

Schwere unerwünschte Wirkungen traten bei 24,6% der Patienten unter Remdesivir und bei 31,6% unter Placebo auf.

Hydroxychloroquin: Malariamittel bringt keinen Benefit
Ganz anders dagegen die Ergebnisse der RECOVERY-Studie, deren Hydroxychloroquin-Arm wegen fehlender Wirksamkeit vorzeitig abgebrochen worden war. Innerhalb von 28 Tagen waren 27% der Patienten unter Hydroxychloroquin und 25% in der Standardtherapie-Gruppe gestorben. Das Risiko für eine künstliche Beatmung oder Tod war unter Hydroxychloroquin mit 30,7% versus 26,9% höher.

ACCT-1-Studie mit Remdesivir
In die vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) der USA durchgeführte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Phase-3-Studie ACCT-1-Studie mit Remdesivir sind zwischen 21. Februar 2020 und 19. April 2020 in 60 Zentren weltweit 1.062 hospitalisierte Patienten mit mittelschwerem bis schwerem COVID-19-Verlauf eingeschlossen worden.


Zusätzlich zur Standardbehandlung erhielten 541 Patienten Remdesivir und 521 Placebo. Remdesivir wurde intravenös appliziert, an Tag 1 mit einer Loading Dose von 200 mg, von Tag 2 bis Tag 10 mit einer Erhaltungsdosis von 100 mg/Tag. Die Patienten wurden bis zum Tag 29 nachverfolgt.

Primärer Endpunkt war die Zeit bis zur Genesung, die nach verschiedenen Kategorien definiert worden war. Wichtiger sekundärer Endpunkt war der klinische Status an Tag 15. Bei einer geplanten Zwischenanalyse am 27. April 2020 waren bereits alle vorgesehenen Patienten in die Studie eingeschlossen, das Follow-Up war aber noch nicht in allen Fällen beendet. Die damaligen Ergebnisse waren am 22. Mai im NEJM publiziert worden.

Raschere Genesung mit Remdesivir
Die nun vorliegenden finalen Ergebnisse sind mit den vorläufigen Daten konsistent. Eine 10-tägige Behandlung mit Remdesivir verkürzte im Vergleich zu Placebo bei hospitalisierten Patienten mit mittelschwerem bis schwerem COVID-19-Verlauf die Zeit zur Genesung von 15 auf 10 Tage im Median (Rate Ratio für Recovery 1,29, p < 0,001). Bei schwerer Erkrankung betrug die Zeit bis zur Genesung unter Remdesivir im Median 11 Tage, mit Placebo 18 Tage.

Remdesivir besserte die klinische Symptomatik an Tag 15 stärker als Placebo. Die Sterblichkeit an Tag 15 betrug 6,7% mit Remdesivir und 11,9% mit Placebo (Hazard-Ratio 0,55), an Tag 29 betrug die Sterblichkeitsquote 11,4% mit Remdesivir und 15,2% mit Placebo (Hazard-Ratio 0,73.

Patienten in der Remdesivir-Gruppe waren kürzer im Krankenhaus als Patienten der Placebo-Gruppe: 12 versus 17 Tage. 5% der Remdesivir- und 3% der Placebo-Gruppe mussten erneut hospitalisiert werden.

Bei Patienten, die zu Studienbeginn Sauerstoff benötigten, war unter Remdesivir die Sauerstoffversorgung mit 13 Tagen kürzer als unter Placebo mit 21 Tagen. Nach Studienbeginn benötigten weniger Patienten (36%) unter Remdesivir neu Sauerstoff als unter Placebo (44%).

Remdesivir wirkte besser, wenn es früher im Verlauf der Erkrankung eingesetzt wurde.

Schwere unerwünschte Wirkungen traten bei 24,6% der Patienten in der Remdesivir- und bei 31,6% in der Placebo-Gruppe auf.

Die Autoren weisen in der Diskussion auf die zahlreichen Herausforderungen hin, die im Verlauf der Studie aufgetreten waren, denn sie wurde in einer Zeit mit zahlreichen Pandemie-bedingten Einschränkungen durchgeführt. „Allerdings waren die Forschungsteams motiviert, kreative Lösungen zu finden, um diese Herausforderungen zu meistern.“

Darüber hinaus betonen sie, dass Virustatika allein nicht ausreichend seien, um alle Patienten erfolgreich zu behandeln. Daher werde Remdesivir derzeit in der ACTT-2-Studie in Kombination mit dem JAK-Hemmer Baricitinib und in der ACTT-3-Studie in Kombination mit Interferon-beta1a untersucht.

Die RECOVERY-Studie mit Hydroxychloroquin
In der RECOVERY-Studie, einer britischen offenen Untersucher-initiierten Plattform-Studie, die unter der Aufsicht der Universität Oxford stattfindet, werden bekanntlich verschiedene Therapien für die Behandlung hospitalisierter COVID-19-Patienten in 176 Kliniken in Großbritannien untersucht.

Im Hydroxychloroquin-Arm der Studie erhielten 1.561 Patienten Hydroxychloroquin, 3.155 Standardtherapie. Die Initialdosis betrug 800 mg Hydroxychloroquin-Sulfat (4 Tabletten à 200 mg) zu Studienbeginn und nach 6 Stunden, nach 12 Stunden nahmen die Patienten 400 mg und wiederholten die Einnahme alle 12 Stunden über bis zu 9 Tage oder bis zur Entlassung.

Primärer Endpunkt war die Sterblichkeit an Tag 28. Dieser Endpunkt trat bei 27,0% in der Hydroxychloroquin-Gruppe und bei 25,0% in der Vergleichs-Gruppe auf (Rate Ratio 1,09, p = 0,15).

Patienten der Hydroxychloroquin-Gruppe waren im Median 16 Tage hospitalisiert, Patienten der Vergleichs-Gruppe 13 Tage. Für die Hydroxychloroquin-Patienten war die Wahrscheinlichkeit geringer, nach 28 Tagen die Klinik lebend verlassen zu können (59,6% versus 62,9%).

Patienten, die zu Studienbeginn nicht künstlich beatmet wurden, mussten bei Behandlung mit Hydroxychloroquin häufiger beatmet werden als bei Behandlung mit Standardtherapie (30,7% versus 26,9%).

Kardiale Todesfälle waren unter Hydroxychloroquin geringfügig (0,4 Prozentpunkte) häufiger. Schwere kardiale Arrhythmien traten jedoch unter Hydroxychloroquin-Behandlung nicht vermehrt auf.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass Hydroxychloroquin keine wirksame Behandlung für hospitalisierte Patienten mit COVID-19 ist. Sie befassen sich jedoch nicht mit dem Einsatz zur Prophylaxe oder bei Patienten mit nicht so schwerer COVID-19, die im niedergelassenen Bereich behandelt werden“, geben die Autoren zu bedenken.

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Corona-Faktencheck und Allgemeines zu Verschwörungstheorien
https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/gesammelte-faktenchecks-coronavirus-covid-19-34535386


https://www.gmx.net/magazine/politik/30-jahre-schaeuble-attentat-verschwoerungstheorien-gefaehrlich-35159968

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Sonntag, 11. Oktober 2020
Fitness Today
Heute wieder unterschiedlichste Katas gelaufen, Karate, Taekwondo, Muay Thai, Capoera, und für die Strapazen mit dem üblichen Hochgefühl belohnt worden. Und Corona-mäßig die bange Frage: Bleibt der Dojo den Herbst und Winter über offen? Können wir das Training wie geplant fortsetzen, inklusive der neuen Levels?


Heute war auch die Geburtstagsfeier einer Nichte von mir, und meine große Schwester ist der Meinung, dass das vorerst unsere letzte Familienfeier war, Weihnachten würde wohl nicht stattfinden. Ich teile diesen Pessimismus einstweilen nicht. Wobei, Drosdens Vorstellungen von Weihnachtsfeier wären für mich kaum realisierbar: Eine Woche Quarantäne für alle Teilnehmenden vor der Feier. Ich bin Außendienstler mit täglichen Kundenkontakten. Ohne 5 - 15 Kundengespräche die Woche kann ich meinen Job vergessen.

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Freitag, 9. Oktober 2020
Betriebsversicherung für ein Domina-Studio
Ist bei mir tatsächlich angefragt worden.

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Donnerstag, 8. Oktober 2020
Aktualisierte Empfehlungen mehrerer Fachgesellschaften: Therapie von HIV-Patienten in Corona-Zeiten
Dr. Stefanie Reinberger



Mehrere europäische Fachgesellschaften, darunter die Deutsche AIDS-Gesellschaft und die europäische HIV-Gesellschaft, haben eine aktualisierte gemeinsame Stellungnahme zur Situation von HIV-Positiven und COVID-19 herausgegeben [1]. Die wichtigsten Punkte:

Kein erhöhtes Risiko für HIV-positive Patienten unter ART
Bereits zu einem recht frühen Zeitpunkt der Covid-19-Pandemie gingen die europäischen Fachgesellschaften davon aus, dass Menschen mit HIV, die unter einer effektiven antiretroviralen Therapie (ART) stehen, kein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV2 beziehungsweise für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben. Kohortendaten aus China, Deutschland, Italien, Spanien und den USA bestätigen diese Einschätzung. Eine unbehandelte HIV-Infektion und eine CD4-Zellzahl unter 200/µl gelten als Risikofaktor – derzeit aber ohne klare Evidenz.

Komorbiditäten, die einen schweren Verlauf begünstigen, müssen behandelt werden
HIV-Patienten haben mittlerweile eine hohe Lebenserwartung. In Europa ist mehr als die Hälfte aller HIV-Positiven älter als 50 Jahre. In dieser Gruppe treten – wie auch bei Personen ohne HIV-Infektion – Vorerkrankungen häufiger auf, die einen schweren Verlauf begünstigen. Dazu gehören u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Lungenerkrankungen. Als weitere Risikofaktoren gelten das männliche Geschlecht, Bluthochdruck, Adipositas oder Diabetes. Grunderkrankungen müssen umgehend behandelt werden. Außerdem empfehlen Fachgesellschaften für Menschen mit HIV, auf Zigaretten zu verzichten und sich gegen Pneumokokken beziehungsweise Influenza impfen zu lassen.

Wirken HIV-Medikamente gegen SARS-CoV-2?
Zu Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie gab es Berichte, die hoffen ließen, dass bestimmte HIV-Medikamente auch gegen das neuartige Coronavirus wirksam sein könnten. Dies hat sich für HIV-Proteasehemmer nicht bestätigt. Abschließende Ergebnisse zu Studien mit Maravidoc, Leronlimab, Tenofovir beziehungsweise Tenofovir/Emtricitabin zusammen mit niedrig dosiertem Hydroxychloroquin stehen noch aus. Derzeit wird jedoch davon abgeraten, eine laufende ART wegen COVID-19 umzustellen.

Auch während der Pandemie HIV-Patienten gezielt versorgen
Im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie kommt es sowohl global als auch im europäischen Raum zu Einschränkungen bei der Versorgung von HIV-Patienten. Deutschland ist davon bislang aber nicht betroffen.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Univadis.de.

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Studie zur COVID-19-Politik: Nur eine Minderheit ist skeptisch-ablehnend – vor allem AfD-Anhänger
Dr. Thomas Kron


Eine Studie an der Universität Konstanz mit 3.200 Befragten zeigt: Das Vertrauen in unser Gesundheitssystem und unsere Regierung während der Corona-Krise hängt vor allem von der parteipolitischen Einstellung ab. Das geht aus einer Studie des Berliner Think-Tanks „Das Progressive Zentrum“ und des Exzellenzclusters „The Politics of Inequality“ der Universität Konstanz hervor. Autor ist Prof. Dr. Marius R. Busemeyer [1].

Kein Riss in der Gesellschaft
Die Parteinähe sei bei Einschätzungen der Bürger entscheidend, so Busemeyer: Wer der Alternative für Deutschland (AfD) nahestehe, misstraue dem Gesundheitssystem und der Informationspolitik der Bundesregierung weitaus häufiger als Menschen mit anderer parteipolitischer Ausrichtung. Geschlecht, Einkommen, Alter und Bildungsstand der Befragten spielten ebenfalls eine – wenn auch geringere – Rolle.

Die Studie widerlege damit die These, dass es in der Frage des Vertrauens in staatliche Institutionen einen Riss quer durch die Gesellschaft gebe, so der Forscher. Stattdessen liefere sie Hinweise für eine Polarisierung zwischen einer misstrauisch-unzufriedenen Minderheit und dem mehrheitlichen Rest der Bevölkerung.

Die meisten Bürger vertrauen der Regierung
Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung zeigen, dass die Bevölkerung die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystem als hoch einschätzt; 2 von 3 Befragten geben an, dass sie ein „sehr hohes“ oder „hohes“ Vertrauen in das Gesundheitssystem haben, im Fall einer eigenen Erkrankung am Coronavirus die notwendige Versorgung zu bekommen.

Zustimmungswerte unterscheiden sich allerdings stark zwischen den Anhängern verschiedener Parteien. Während diejenigen, die Bündnis 90/Die Grünen unterstützen, zu 80,4 Prozent Deutschlands Gesundheitssystem vertrauen, tun dies nur 44,1 Prozent bei der AfD.

Außer der politischen Prägung hat die Studie auch den sozio-ökonomischen Hintergrund abgefragt. Daraus ergibt sich, dass sowohl Besserverdienende als auch ältere Menschen – die ja sogar vermehrt zur Risikogruppe gehören – ein besonders hohes Vertrauen in das Gesundheitssystem haben.


Mehr Skepsis gegenüber der Informationspolitik der Bundesregierung
Weniger zufrieden zeigen sich die Befragten hinsichtlich der Informationspolitik der Bundesregierung. Im Bevölkerungsdurschschnitt sind lediglich 48,2 Prozent der Meinung, dass die Bundesregierung „ziemlich“ oder „sehr wahrheitsgetreu“ informiert habe.

Auch in dieser Hinsicht sei die Anhängerschaft der AfD besonders misstrauisch, heißt es in einer Mitteilung der Universität: Nur knapp 12 Prozent von ihnen glaubten an ziemlich oder sehr wahrheitsgetreue Informationen. Im Gegensatz dazu hätten diejenigen, die Bündnis 90/Die Grünen (69,4%) oder der CDU/CSU (66%) nahestünden, großes Vertrauen in die Informationspolitik der Regierung.

Mehrheitsmeinung: Deutschland war nicht gut vorbereitet
Trotz des allgemein hohen Vertrauens in die Leistungsfähigkeit und die Fairness des deutschen Gesundheitssystems zeige die Studie auch eine gewisse Skepsis, was die Vorbereitung auf die Corona-Pandemie angehe, schreibt Busemeyer.

Die Krisenreaktion als solche bewerten die Befragten im Durchschnitt nur als moderat gelungen (6,0 auf einer Skala von 0 bis 10). Dass sie dem Gesundheitssystem hier kein besseres Zeugnis ausstellen, ist der Mitteilung zufolge in der Wahrnehmung der Studienteilnehmer der mangelnden Krisenbereitschaft zuzuschreiben. Nur eine Minderheit von 36,2 Prozent meine, das deutsche Gesundheitssystem sei auf eine Krise vorbereitet gewesen, erklärt Busemeyer. Erneut weise die AfD-Anhängerschaft mit 18,8 Prozent den niedrigsten Wert auf, die Anhängerschaft von CDU/CSU mit 45,4 Prozent den höchsten.

Eine weitere Polarisierung verhindern
Die Analyse der Befragung habe gezeigt, dass verschiedene Dimensionen des Vertrauens systematisch miteinander zusammenhängen, so Busemeyer: „Wer glaubt, bei einer Corona-Infektion nicht ausreichend versorgt zu werden und die Krisenvorbereitung als mangelhaft bewertet, der meint oft auch, dass die Bundesregierung die Bevölkerung nicht ausreichend, rechtzeitig oder wahrheitsgemäß informiert.“

In der nächsten Phase der Krisenbewältigung wird es mehr um wirtschaftliche und soziale Folgen gehen als um rein gesundheitliche Gefahren. Prof. Dr. Marius R. Busemeyer
Für die Zukunft schlussfolgert der Autor: „In der nächsten Phase der Krisenbewältigung wird es mehr um wirtschaftliche und soziale Folgen gehen als um rein gesundheitliche Gefahren. Wenn diese sozialen Folgen von der Politik mehr in den Blick genommen werden, besteht eine Chance, dass die in unserer Studie festgestellte Polarisierung nicht noch weiter zunimmt. Darum ist es nun besonders wichtig, sozioökonomische Unterschiede und Benachteiligungen auszugleichen.“

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Univadis.de.

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Impfzentren und Priorisierung: Das sind Spahns Pläne für die Corona-Impfungen
Presseagentur Gesundheit (pag)



Noch ist nicht klar, wann genau ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung steht und welcher es sein wird. Nichtsdestotrotz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits klare Vorstellungen, wie die Impfungen zu Beginn ablaufen sollen.

Auf der EU-Gesundheitskonferenz der Kassenärztlichen Bundesvereinigung erläuterte Spahn, er glaube, dass man in Impfzentren starten müsse [1]. „Das sind aus meiner Sicht eher keine Turnhallen, sondern eher Messehallen“, so der Minister. Als Grund führt er die voraussichtlich extrem niedrigen Transport- und Lagerungstemperaturen für die Impfstoffe zwischen minus 20 und minus 70 Grad an. Mit den Ländern sei man zu dem Thema bereits im Gespräch, versicherte Spahn.

Priorisierung nötig
Er kündigte außerdem an, anfangs bei den Impfungen priorisieren zu wollen. Zwar rechnet Spahn damit, dass im Zeitraum „Dezember, Januar, Februar, März“ bereits mit den Impfungen begonnen werden kann. Jedoch sei zu dieser Zeit wohl noch nicht genügend Impfstoff für alle da. Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Ständige Impfkommission seien deshalb damit beauftragt, bis Ende Oktober Kriterien zu erarbeiten, wer vorrangig geimpft werden sollte. Spahn nannte Risikogruppen und Beschäftigte im Gesundheitswesen als Beispiele.

Hinsichtlich der Finanzierung sagte der Gesundheitsminister, die Kosten der Impfstoffe könnte der Bund übernehmen. Im Gegenzug sollen Krankenkassen und Öffentlicher Gesundheitsdienst gemeinsam für die Infrastruktur der Massenimpfungen aufkommen.

Es bleibt beim Impfangebot. Jens Spahn
Spahn nutzte die Gelegenheit auch, um seine Absage an eine immer wieder ins Spiel gebrachte Impfpflicht ein weiteres Mal zu erneuern. „Es bleibt beim Impfangebot“, so der Minister. Er sei sich sicher, dass man das Ziel auch mit einer freiwilligen Lösung erreiche.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Univadis.de.

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Corona-Tests-Nachtrag zu einer irreführenden Debatte
Im Frühjahr hatten wir hier eine ziemlich lange Debatte mit einem Coronamaßnahmen-Skeptiker zu angeblich falschen und irreführenden bzw. sogar betrügerischen Testverfahren. Inzwischen kann nachgelesen werden, wie substanzlos die ganze Argumentation des Gegenübers war.

Der betreibt inzwischen ein Selbstgespräche-Blog, auf dem er vor sich hinlügt, zum Beispiel mit der Behauptung, ich würde meine eigenen Threads löschen.


https://www.roche.de/diagnostics/tests-parameter/cobas-sars-cov-2.html#Allgemeine-Informationen

https://correctiv.org/faktencheck/2020/07/02/nein-die-who-empfahl-keine-voellig-unspezifischen-corona-tests

In der Debatte selber hatte ich noch angenommen, solche Sachverhalte wie die Geschichte mit dem Labor in Augsburg seien auf seinem eigenen Mist gewachsen, inzwischen stellte sich aber heraus, dass das alles Allgemeinplätze sind die in der Querdenker-Szene verbreitet werden. Der direkte Schulterschluss mit QAnon ist zwar nicht zu sehen, dennoch bleibt das ein sehr seltsames Umfeld für jemanden der sich als Linken sieht.

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