Montag, 20. Juli 2026
Mehr als zwei Geschlechter
Nicht nur im AfD-Lager, aber besonders bei denen, aber auch sonst von konservativer Seite wird ein ziemliches Aufheben von dem Umstand gemacht, dass sowohl die Sozialwissenschaft als auch das LGBTQ-Lager davon ausgehen, dass es außer weiblich und männlich noch weitere Geschlechter gibt.

Immer wieder bemerkenswert was für ein Problem die mit dem Thema sexuelle Diversität haben, deutet darauf hin, dass sie ihrer Geschlechtsidentität alles andere als sicher sind.

Es ist doch faszinierend, wie der sexuelle Dekonstruktivismus, der sich seit Butlers Gender Troubles und dem linguistic turn entwickelt hat so interpretiert wird.

Biologie und Medizin: Das biologische Geschlecht (Sex) wird durch Chromosomen, Hormone und Anatomie bestimmt. Die Biologie erkennt an, dass diese Merkmale nicht immer eindeutig männlich oder weiblich sind. Bei intergeschlechtlichen Menschen (auch Variationen der Geschlechtsentwicklung genannt) stimmen diese Faktoren nicht mit der klassischen Zweiteilung überein. Abweichende Chromosomensätze (wie XXY, YY oder X0) oder hormonelle Besonderheiten belegen ein biologisches Spektrum. Dabei steht nicht die Tatsache in Frage, dass zum Kinder zeugen und kriegen männliche und weibliche Partner Voraussetzung sind, sondern vielmehr sind neben dieser Grundeinteilung noch eigenständige Varianten vorhanden, so, wie es unterschiedliche Blutgruppen gibt.

Soziales Geschlechte im Sinne der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften (Gender): Hierunter fällt die Geschlechtsidentität und die soziale Rolle. Psychologie, Soziologie und Gender Studies erforschen, wie sich Menschen definieren und wie Geschlechterrollen gesellschaftlich konstruiert sind. Da Identität und soziale Dynamiken höchst individuell sind, geht die Wissenschaft hier weit über zwei Kategorien hinaus.

Anthropologie und Geschichte: Historische und völkerkundliche Studien zeigen, dass das Konzept von "mehr als zwei Geschlechtern" in vielen Kulturen seit Jahrhunderten existiert.

Ethnologen stellten bei exotischen Ethnien in Papua-Neuguinea oder Sibirien fest, dass es dort bis zu 7 Geschlechter gibt, weil Transen, Schwule, Lesben und sehr alte Menschen als eigenständige Geschlechter angesehen werden, für die es auch eigene grammatikalische Genera und eigene Fürwörter gibt.

Die queere Szene hat diesen Aspekt mit Begeisterung aufgegriffen, da solche ethnologischen Erkenntnisse die eigenen Diversitätsvorstellungen wissenschaftlich zu bestätigen schienen. Hierbei wurde aber völlig außer Acht gelassen, dass das bei den indigenen Völkern nichts mit Freiheit im Sinne von "die eigene Rolle neu erfinden" zu tun hat, denn auch bei mehr als zwei Geschlechtern werden die Rollen oft so rigide definiert wie in der heterosexistischen Bipolarität im Patriarchat, nur halt ausgefächerter. Transen zum Beispiel werden in den meisten dieser archaischen Gesellschaftsordnungen immer Schamanen, Schwulen und Lesben werden besondere Aufgaben zugewiesen die damit zusammenhängen dass sie mit der Nachkommensreproduktion nicht beschäftigt sind.

Das ganze Thema der Mehrgeschlechtlichkeit geriet durch die postkonstruktivistische Philosophie aus dem Spezialdiskurs der Ethnologie und der Alltagsgeschichte in die Öffentlichkeit der queerfeministischen Szene und wurde dort mit einer Bedeutung aufgeladen, die ihm eigentlich nicht zukommt, mit hineinprojiziertem Sehnsuchtspotenzial.

Die radikale Rechte kolportiert das Thema dann auf ihre Weise, macht aus mehr als 2 möglichen Geschlechtern, etwa im Sinne von genetischen Sondergruppen einerseits und andererseits Nichtbinär, Transsexuell, Transgender, Travestie-Schwulen und Butch-Lesben, was ganz verschiedene Kategorien durch- und nebeneinander sind behauptete 37 oder gar 300 Geschlechter und verfolgt diese rein projizierte, in der LGBTQ-Welt oder der Linken sooo gar nicht vorhandene Geschlechterkonstruktion mit geiferndem Hass.

Dieser wiederum ist für mich nur erklärbar mit einer tiefsitzenden Angst, die eigene, rigide-spießig-heterosexistische Rollendefinition sei gar nicht so stabil, tief im Inneren stecke vielleicht eine Tunte, man muss auch an Freuds Kastrationskomplex denken.

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Freitag, 14. November 2025
Streifzüge durch die Nacht
Ich war wieder in dem Haus in dem die Frau gewohnt hatte mit der ich mal den besten Sex meines Lebens gehabt hatte. Ihr Name war nicht mehr auf dem Klingelschild, auch auf keinem Briefkasten. Wo die wohl hin war? Mädchen wie sie kommen überall hin.

Kennengelernt hatte ich sie bei einem Saunaflirt.

Die Stimmung in der schwedischen Sauna war nicht nach schweigsamer Entspannung, sondern eher wie
in einer Kneipe: Alles redete laut und fröhlich miteinander. Dabei war eine sehr schöne Frau mit einem absoluten Traumkörper, Playmate of the Year KLasse, lange schwarze Haare, die sehr munter mitparlierte, dem Wortschatz nach ziemlich gebildet, 27 Jahre alt wie sie sagte.

Ich unterhielt mich small talk mäßig mit ihr und muss gestehen dass ich sie sehr intensiv anschaute,
geradezu mit Blicken ableckte.

Das fand sie aber nicht belästigend, sondern baute sich nach der Sauna in der gemischtgeschlechtlichen Umkleide in Pin up Pose vor mir auf, Hände an die Hüften gelegt. Ich sagte: "So ein cooler Blick und so ein schöner Körper-meine Verehrung!" Da lachte sie und meinte, es würde noch viel schöner, wenn ich heute abend mit ihr käme.

Das tat ich dann auch, sie wohnte in einem kleinen Appartment in der unmittelbaren Umgebung, und wir fielen sofort übereinander her sobald wir in der Wohnung waren. Besseren Sex hatte ich wohl nie. Ich hatte ihr auf dem Hinweg erzählt was ich machte - ich war damals Lehrer auf einer befristeten Stelle, die Selbstständigkeit kam später - und nachdem wir mit dem Vögeln fertig waren fragte ich sie, was ihr
Job wäre.

Und dann sagte sie "Das, was wir gerade gemacht haben." Sie war Escort-Lady, Edelhure der teuersten Kategorie.

Eigentlich hatte sie bei einer großen Bank im Firmenkundenbereich gearbeitet, da hatten öfter Vorgesetzte und Geschäftspartner, Manager und solche sie angebaggert und abgeschleppt, und sie war schnell dazu gekommen, sich dafür bezahlen zu lassen. Inzwischen machte sie das nur noch, weil es sich wirklich lohnte.

Ob sie mit mir angebandelt hatte um mich als Freier zu gewinnen oder einfach nur so weiß ich bis heute nicht, jedenfalls blieb es bei diesem Onenightstand.

Allerdings sah ich sie noch einmal wieder, im Straßenverkehr. Am Steuer eines Carrera Cabrio. Ihr Geschäft schien echt zu laufen.

Ja, das war lange her, ich musste nur daran denken als ich in dem Haus zu tun hatte wo sie damals gewohnt hatte. Szenenwechsel, die Kneipe mit dem härtestenDraußensitz-Publikum der Stadt, studentisches Publikum. Als ich in deren Alter war erzählte man Illegales nie in mithörbarer Öffentlichkeit. Eher traf man sich privat bei wem zu Hause, stöpselte das Telefon aus und stellte es in den Kühlschrank, bevor man anfing über nächtlich-vermummte Aktionen oder Dopedeals zu reden.

Nicht so die jungen Leute von heute. O-Ton eines Mittzwanzigers: "Happy Candy May ist das geilste überhaupt, aber der Downturn ist sehr unangenehm."

Alles klar, Herr Kommissar?

https://www.youtube.com/watch?v=dPCu8mQZWqU

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Mittwoch, 12. November 2025
Verbot von Prostitution? Das schwedische Modell
Es gibt tatsächlich das Problem dass Prostitution in Deutschland seit der vollständigen Legalisierung extrem verbreitet ist und dass sich dies auch sehr stark auf Zwangsprostitution von wie oder besser als Sklavinnen beschäftigten Frauen bezieht. Man spricht von Deutschland als dem Bordell Europas. Hier besteht Handlungsbedarf.

Ob allerdings die Idee von Julia Klöckner und Nina Warken Sexkauf auf Freierseite unter Strafe zu stellen sinnvoll ist erscheint mir zweifelhaft.

https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/prostitution-warken-kloeckner-verbot-nordisches-modell-100.html

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich hierdurch die Nachfrage unterbinden lässt. Das hatte ja schon bei der Prohibition gut geklappt, und bekanntlich gibt es keinen Markt für Kokain und Heroin da der Handel mit diesen Stoffen verboten ist. Eine strafrechtliche Verfolgung von Freiern dürfte also eher die Prostitution weiter ins Dunkel treiben und daher die klandestinen Ausbeutungsstrukturen weiter verschlimmern.

Zudem: So, wie nicht jede Sexarbeiterin eine Zwangsprostituierte ist so ist auch Freier nicht immer gleich Freier. Dass Sexkauf bei Männern, die wissend oder billigend in Kauf nehmend mit Zwangsprostituierten vögeln als eine Art mildere Form von Vergewaltigung strafrechtlich verfolgt wird halte ich für angemessen - aber was ist mit freiwillig angebotenen sexuellen Dienstleistungen von einer Escortlady oder einer Hobbyhure ?

https://www.annabelle.ch/leben/schweden-werden-freier-bestraft-eine-gute-sache-50499/

Dass es überhaupt käuflichen Sex gibt offenbart ein gesellschaftliches Bedürfnis das existiert, und zwar solange es Zivilisation gibt. Und ich glaube auch dass es sich hier um ein notwendiges sozial-psychohygienisches Ventil handelt. Zuhälterei und Menschenhandel gehören zweifelsohne hart bestraft und systematisch verfolgt. Die generelle Verfolgung sämtlicher Freier erscheint mir hier aber als der falsche Weg. Und die Vorstellung, es dürfte überhaupt keinen käuflichen Sex geben wirklichkeitsfremd und aber sowas von Vorstellungen romantischer Liebe verhaftet.

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Sonntag, 16. März 2025
Männlichkeit.
Fast alle akademischen und medialen Diskurse hierzulande die sich mit Männlichkeit oder Männerrollenverständnis auseinandersetzen sind , die Maskulinisten und Männerrechtler nehme ich jetzt mal aus, vom Feminismus geprägt und von Infragestellungen der traditionellen Männerrolle und des Patriarchats seit den Sechziger Jahren. Dies ist aber eine Besonderheit liberaler, akademischer oder jedenfalls gebildeter Kreise in Westeuropa und Nordamerika. Im Weltmaßstab oder in bildungsfernen Schichten ist dies durchaus anders. Das Männerbild, wie es in Theweleits Männerfantasien behandelt wird und wie es in den Texten von Ernest Hemingway und Jorge Luis Borges zum Tragen kommt ist da bis heute wirkungsmächtig. In Russland, dem Nahen Osten, Indien, Südostasien, Mexiko oder Venezuela sieht es, spitz auf den Punkt gebracht durchaus so aus, dass der Messerstecher oder Teilnehmer einer Wirtshausschlägerei als ganzer Kerl betrachtet wird.

Bei meinen Reisen durch arabische Länder bekam ich es immer wieder mit, dass arabische Männer, z.B. im Zugabteil, mich zum Armdrücken aufforderten. Dieses Kräftemessen gehörte einfach dazu, um anerkannt zu werden, ich tat dann auch mit. So etwas ist aber nicht nur für den Orient typisch oder Länder der sogenannten Dritten Welt. Es ist nur atypisch für die akademischen, linken oder liberalen Milieus.

Nach meinem Studium der Geschichts- Politik- und Kommunikationswissenschaft, meiner Promotion in diesen Fächern, meiner Weiterbildung zum Mediengestalter und meinen Tätigkeiten als Journalist, Lehrer, Grafikdesigner, Dozent und Googleoptimierer machte ich dann nochmal eine Weiterbildung zum Finanzexperten und war da dann mit Trainees zusammen die altersmäßig meine Kinder hätten sein können. Da gab es dann Handwerksgesellen Anfang Zwanzig, die nach den ersten Gesellenjahren den Entschluss gefasst hatten nicht mehr körperlich arbeiten zu wollen und sich auch ein höheres Einkommen erhofften. Die vertraten zu Geschlechterrollen grauslich reaktionäre Ansichten: Männer sollten versuchen, alle Frauen ins Bett zu kommen die sie kriegen können, Frauen die sich genauso verhielten seien verachtenswerte Schlampen, und über Schwule wurde abgelästert. Gemeinschaftsstiftendes Ritual waren gemeinsame Klimmzüge an den Balken der Pergola unseres Schulungshotels, wer nicht mitmachte gehörte nicht dazu. Der kulturelle Unterschied zwischen diesen Jungs, die aus hessischen und pfälzischen Dörfern stammten und meiner linken Szene war aber fast so groß wie zwischen Deutschland insgesamt und Ländern, die auf stan enden.

Männlichkeit wird als verbunden angesehen mit roher Kraft, Kräftemessen und einer gewissen Aggressionsbereitschaft sowie Frauenfeindlichkeit.
Und leider ist diese patriarchale Vorstellungswelt weltweit dominierend. Wer diese nicht als wesentliche Grundlage von Handlungsmustern erkennt wird den Ukrainekonflikt, den Kurdistan- und Nahostkonflikt, das Handelns Trumps und auch das von Narendra Moody nicht verstehen können.

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Donnerstag, 13. März 2025
Zeit abschaffen: Die Standpauke und der Schweinkram
Hach, was waren das für Zeiten!

Als ich 20 war war ich mit meiner 9 Jahren älteren Schwester zusammen auf einer Party - oder Fete, wie wir damals sagten. Ich unterhielt mich mit einer Frau über Erotik in Kunst und Literatur, während mein Schwesterherz (zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung) einige Meter neben uns mit einem gerade kennengelernten Freund des Gastgebers eine wilde Knutscherei hatte und im späteren Verlauf des Abends einen Onenightstand.

Später kritisierte sie mich: "Als ich in Deinem Alter war habe ich mich durch sämtliche Betten der Stadt gehurt. Und jetzt erlebe ich, dass Du Dich im gepflegten Plauderton über Erotik UNTERHÄLTST. Die Einen reden darüber und die Anderen tun es." Ich bekam wirklich von meiner großen Schwester eine moralische Standpauke dafür, dass ich kein so schweinöses Liebesleben führte wie sie. Und sie trat mir gegenüber dabei quasi als moralische Autorität auf.

Als ich davon viele Jahre später im Kollegenkreis erzählte erschien den Leuten die ganze Szene als nicht vorstellbar. Allerdings auch keine erotischen Erfahrungen von mir die ich später machen sollte wie etwa die von einer Partnerin die es mochte wenn man Krabbensalat aus ihrer Muschi schleckte. Bzw, es wurde kolportiert dass ich in Clubs verkehren würde in denen solche Praktiken angeboten würden. Dass das eine Form von Sex unter Partnern auf Augenhöhe war konnte nicht vermittelt werden. Und meine liebe Schwester erschien denen schlicht als Schlampe. Wie langweilig sind die Leute geworden.

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Samstag, 8. März 2025
Anzüglichkeit im Woke-Zeitalter
Zum Weltfrauentag gab es im Radio eine Rezension von Erica Jongs "Angst vorm Fliegen." Dort wurde gesagt, zum Zeitpunkt seines Erscheinens wurde dieses Buch in einer sexistischen, frauenverachtenden Sprache rezensiert, und als Beispiele dafür fielen Ausdrücke wie "Eine Nummer schieben" und "Superfick". Was soll daran sexistisch und frauenverachtend sein? So redet mein Umfeld heute noch.

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Montag, 9. Dezember 2024
Ein perfekter Tag
Heute habe ich anderthalb Stunden mit der Kultischen Mixed Martial Arts trainiert. Anschließend gingen wir zusammen in die Sauna, 4 Saunagänge. Das war auch Klasse, etwas nervend nur, dass fast alles, was einen Schwanz hatte, ohne weibliche Begleitung da war und unter 60 alt war sie anquatschte.

Das ist wohl der Nachteil daran, mit einer Traumfrau befreundet zu sein. Mich darüber zu beschweren wäre aber wohl klagen auf zu hohem Niveau.

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Dienstag, 19. November 2024
"Heiße" und "scharfe" Frauen
Über solche schreibt der Partnersuche-Coach Mark Lambert, dass die Intensität bzw. partielle Ausschließlichkeit, mit der viele Männer auf diese abfahren bei den Männern ein Defizit offenbare: Mangelndes Vertrauen in die eigene Attraktivität oder mangelndes Selbstvertrauen allgemein bringe sie dazu, die Nähe möglichst schöner Frauen mit möglichst großem Sexappeal zu suchen, um sich gewissermaßen in ihrem Glanz zu sonnen. Wirklich in sich selbst ruhende Männer könnten jede Frau lieben, unabhängig vom Äußerem.

Das kannte ich bisher nur aus einer anderen, feministischen Perspektive, nämlich dergestalt, dass die Haltung der Männer, die hauptsächlich auf Frauen mit Top-Aussehen und Top-Ausstrahlung fixiert sind eigentlich Frauenverachtung beinhalte, weil die sich nicht für die Frauen an sich interessierten, sondern deren Schönheit als eine Art Trophäe betrachteten.

Beides deckt sich miteinander insofern, als dass es einen entfremdeten, verdinglichten Begriff von sexueller Anziehung beinhaltet. Und theoretisch haben beide Perspektiven Recht.


Und praktisch gesehen ist es so, dass ich jedenfalls nur bestimmte, schon weitgehend, nicht immer, aber überwiegend normschöne Frauen überhaupt sexuell anziehend finden kann. Ich habe schon Frauen, die mich begehrten, sogar sehr ernsthaft in mich verliebt waren abgewiesen weil mich ihr Äußeres nicht anzog (das muss nicht einmal Erscheinungsbild sein sondern wie sich die Haut anfühlt) und noch viel häufiger bin ich von Frauen aus, vermute ich mal, in manchen Fällen weiß ich es, demselben Grund abgewiesen worden. Für mehrere der traumhaftesten Traumfrauen die mir über den Weg gelaufen sind lebe ich im falschen Körper: Falsche Größe, falsche Haarfarbe, falsche Augenfarbe, falsche Gesichtsform.

Da kann man überhaupt nichts machen. Und auch wer mein Typ ist ist sehr eindeutig und unwandelbar festgelegt. Ach ja: ziemliche mainstream intentions.

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Donnerstag, 19. September 2024
Was heißt hier Rape Culture?
Dass es ausgeprägte Rape Cultures in unserer Gesellschaft gibt und dass dem entgegengewirkt werden muss halte ich für unstrittig. Ich denke da an frauenfeindliches Gruppendenken in verschiedensten Männerrunden, sehr ausgeprägt bei Soldaten, Seeleuten oder die Runden der das Donaulied singenden Twentysomethingbesuffksys in Kneipen bzw- schlimmer versammelt davor.

https://www.ff-sarstedt.de/diesdas/liedergut/Donaulied.pdf

Nun hörte ich im Radio eine hochwoke Sendung, in der der Begriff in einer Art und Weise gedehnt wurde die mir völlig überzogen erschien. Etwa, dass jedes Frauen hinterhergucken durch Männer bereits eine Vorstufe zur Vergewaltigung sei. Da fällt mir gleich die Vergewaltigung am Joghurtbecherregal ein (Insider, bei Interesse gerne erläutert).

Entscheidend scheint mir die Ernsthaftigkeit und reale Bedrohlichkeit einer entsprechenden Grundhaltung zu sein. Den genannten singenden Saufrunden würde ich jederzeit reale Tätlichkeiten gegen Frauen zutrauen, pfeifenden Bauarbeitern eher nicht.

Erinnere mich da an eine Mexikanerin, die sich beleidigt fühlte, weil ihr die Männer in Deutschland nicht nachpfeifen;-)


BTW. In meiner Jugend, so mit 16-17, gehörte auf Parties Antanzen von Mitschülerinnen und ungefragtes Anfassen ebenso zum üblichen Verhalten wie mit 12-13 in der Jungsumkleide beim Sport "Eier ausnehmen", d.h. dem Mitschüler die Hoden durchkneten. Beides würde ich nicht unter Rape Culture fassen, sondern unter "übliche Neckereien bei Teenagern" subsummieren. Auch wenn die gewalttätig waren. Ich bin ja weder gläubig noch Landei, schätze aber doch die Kirche, die im Dorf gelassen wird.

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Dienstag, 6. August 2024
Gibt es überhaupt eine LGBTQ-Community?
Die Vorstellung, dass die Schwulen, ob in der Subkultur oder in bürgerlicher Ehe lebend, mit den Butch-and-Femme-Lesben, den linksradikalen Bewegungslesben, heterosexuellen SadomasochistInnen, Szenetransen, Dragqueens und biologischen Transgendermenschen eine Interessenidentität haben, die über die Abwehr einer gemeinsamen Diskriminierung dieser Gruppen hinausgeht erscheint mir fragwürdig.

Abgesehen mal von der sperrigen und immer sperriger werdenden Gruppenbezeichnung.

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