Samstag, 28. Februar 2015
Der Abzug schwerer Waffen in der Ukraine verzögert sich
che2001, 00:52h
Ist ja kein Wunder: Die sind schwer! Also langsam zu transportieren. Ist daher erklärbar, oder?
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Mittwoch, 18. Februar 2015
Auf dem Markplatz der Gemeinplätze
che2001, 13:46h
Dem Markt vom Kapitalismus befreien- das ist wie den Tauschwert ohne Mehrwert erhalten, die Abschaffung der Zinsknechtschaft oder Geschlechtsverkehr ohne Sex. Und zugleich gemahnt es mich, was ich so in grünen Umfeldern an romantisierenden Verpeiltheiten erlebt habe. Einerseits köstliche Realsatire. Andererseits bierernst gemeint.
https://bersarin.wordpress.com/2015/02/18/auf-dem-marktplatz-der-gemeinplatze/
https://bersarin.wordpress.com/2015/02/18/auf-dem-marktplatz-der-gemeinplatze/
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Dienstag, 17. Februar 2015
Robin Detje sagt wie es ist
che2001, 12:58h
Bei den ganzen Debatten um Political Correctness stehe ich ja deswegen stets zwischen allen Stühlen, weil ich weder den Diskriminierern Recht geben noch mich der Moral der Moralischen anschließen will. Und das dialektische bzw. multivektorielle Verhältnis zwischen mackermäßigem Priviliegienverteidigertum, Bemühen um eine diskriminierungsfreie Sprache und Verrennen in Sprachghettos, auf Pflegen eines puritanischen moralischen Rigorismus für ziemlich problematisch und schwer aufzulösen halte. Insofern stimme ich dem was Robin Detje hier schreibt zu, ohne allerdings diese ganzen aktuellen Sprachumbaubemühungen für sinnvoll zu halten.
http://www.zeit.de/kultur/2014-11/lann-hornscheidt-feminismus-gender-maenner-polemik
http://www.zeit.de/kultur/2014-11/lann-hornscheidt-feminismus-gender-maenner-polemik
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Montag, 16. Februar 2015
Das Real Life ist nicht die Bloggosphäre
che2001, 13:59h
Eine Untersuchung hat ergeben, dass das Wahlverhalten von Blogmenschen sich von dem der Mehrheit doch deutlich unterscheidet. Hätte Hamburg so gewählt wie die Bloggosphäre drauf ist, wären FDP und Piraten die stärksten Parteien.
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Gnihihihi
che2001, 13:05h
16% für CDU. *lol*
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Sonntag, 15. Februar 2015
Die drei von der Baustelle
che2001, 23:41h
Die alte Story wurde beim Karneval wieder aufgewärmt, ist hinreichend bizarr und also auch ein Karnevalsthema. Und natürlich auch so herrlich anti-PC-moralisch.
Also: Drei Mitstreiterinnen jobbten während ihres Studiums, in den Semesterferien auf einer Baustelle, bei einem Maurerbetrieb. Das war in den Neunzigern. Die Arbeit war körperlich sehr fordernd, machte aber Spaß, war gut für den Teint, und die ganzen fortwährenden Komplimente von den strammen Jungs waren Zucker fürs Ego. Nach ein paar Tagen bat der Polier die Ladies jedoch zum Gespräch und teilte ihnen mit dass er sie nicht weiter beschäftigen könne, da sie die Arbeitsabläufe beeinträchtigten. Sie waren total erstaunt und erwiderten, wieso, sie arbeiteten doch gut und die Kollegen wären sehr nett. Der Polier kratzte sich am Kopf, wurde knallrot und eierte ziemlich herum, bis Anja verlangte, dass er jetzt gefälligst auf den Punkt kommen solle.
Das kam er dann auch. Die Kalksandsteine fürs Fundament, die mit dem ovalen Loch in der Mitte in das sich so praktisch reingreifen lässt würden wegen dieses Lochs "Fotzen" genannt. Und seit drei Frauen auf der Baustelle arbeiteten traue sich niemand mehr "Harry, schieb mal ne Karre Fotzen rüber!" über den Platz zu schreien und deshalb käme es zu Verzögerungen.
Es gibt Probleme der Arbeitswelt, von denen machen wir uns keine Vorstellung;-)
Also: Drei Mitstreiterinnen jobbten während ihres Studiums, in den Semesterferien auf einer Baustelle, bei einem Maurerbetrieb. Das war in den Neunzigern. Die Arbeit war körperlich sehr fordernd, machte aber Spaß, war gut für den Teint, und die ganzen fortwährenden Komplimente von den strammen Jungs waren Zucker fürs Ego. Nach ein paar Tagen bat der Polier die Ladies jedoch zum Gespräch und teilte ihnen mit dass er sie nicht weiter beschäftigen könne, da sie die Arbeitsabläufe beeinträchtigten. Sie waren total erstaunt und erwiderten, wieso, sie arbeiteten doch gut und die Kollegen wären sehr nett. Der Polier kratzte sich am Kopf, wurde knallrot und eierte ziemlich herum, bis Anja verlangte, dass er jetzt gefälligst auf den Punkt kommen solle.
Das kam er dann auch. Die Kalksandsteine fürs Fundament, die mit dem ovalen Loch in der Mitte in das sich so praktisch reingreifen lässt würden wegen dieses Lochs "Fotzen" genannt. Und seit drei Frauen auf der Baustelle arbeiteten traue sich niemand mehr "Harry, schieb mal ne Karre Fotzen rüber!" über den Platz zu schreien und deshalb käme es zu Verzögerungen.
Es gibt Probleme der Arbeitswelt, von denen machen wir uns keine Vorstellung;-)
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Längster Karnevalsumzug Norddeutschlands abgesagt, oder: Der Witzbollah schlägt zu
che2001, 19:39h
Aufgrund von Verdachtsmomenten, es könnte einen islamistisch motivierten Terroranschlag auf den Schoduwel, den Braunschweiger Karnevalsumzug geben wurde dieser kurzerhand abgesagt. Na ja, wir waren schon da - und gingen dann in ein Restaurant, das voll war von KarnevalistInnen. Sehr interkulturell zusammengesetzt, neben uns Mongolen in kostbaren Brokatkostümen, andererseits in mittelalterlich gewandete Bayerin mit erfreulicher Oberweite, die zwei Stunden ununterbrochen redete und dabei wirklich sehr unterhaltend war, auch substanzielles zu sagen hatte, zwischendurch Luftgitarre spielte.
Ansonsten scheint sich ja meine alte Prophezeiung, dass irgendwann ein Witzbollah darüber zu entscheiden habe, über was gelacht werden dürfte und über was nicht bereits bewahrheitet zu haben.
Wobei ich damit ursprünglich gar nicht die tatsächlichen Islamisten auf dem Korn hatte, sondern die linke PC-Moral-Fraktion.
Ansonsten scheint sich ja meine alte Prophezeiung, dass irgendwann ein Witzbollah darüber zu entscheiden habe, über was gelacht werden dürfte und über was nicht bereits bewahrheitet zu haben.
Wobei ich damit ursprünglich gar nicht die tatsächlichen Islamisten auf dem Korn hatte, sondern die linke PC-Moral-Fraktion.
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Freitag, 6. Februar 2015
Gute Vorsätze fürs neue Jahr und die Folgenden
che2001, 01:09h
Dachstein Südwand, Stüdlgrat, Dibona-Kante, Detmolder Grat komplett, Tosa di Brenta.
.........
EIGER NORDWAND
.........
EIGER NORDWAND
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Donnerstag, 5. Februar 2015
Bizarrer geht es nimmer
che2001, 13:58h
Diese Geschichte hier legt nahe, dass all die hier und in der Naxchbarschaft abgelaufenen Blogschlachten und absurden Shitstorms, die, sagen wir mal, mit sehr eindimensionalen und sehr an Formulierungsfragen aufgehängten PC-Moral-Anwendungen zu tun hatten nur die Spitze des Eisbergs sind. Das hier ist dermaßen gaga, dass Monty Python in Zusammenarbeit mit Douglas Adams, Terry Pratchett und Loriot es nicht besser hinbekommen hätten:
http://blogs.faz.net/deus/2015/01/30/die-feministische-aktivistin-im-bett-mit-dem-nazi-2360/
Ich schätze die Bedeutung feministischer Kritik als Bestandteil und eigenständige Komponente linker Kritik außerordentlich hoch ein. Ohne feministische Perspektiven sähen auch die heutigen Gesellschaftswissenschaften, insbesondere Geschichtswissenschaft und Soziologie heute anders, und weit ärmer aus. Der Kampf gegen Sexismus, für gleiche Löhne, für gesellschaftliche Partizipation, für die Hälfte der Welt für Frauen ist eine Sache, die mit ALLEN emanzipatorischen Inhalten zwingend verbunden ist.
Aber das hier ist etwas Anderes, es geht nicht um feministische Gesellschaftskritik, nicht um Verteigigung gegen sexistische Übergriffe oder irgendetwas in der Art, sondern um etwas, das ich Moralinfeminismus nenne und seit den mittleren Achtzigern nur zu gut kenne. Das schreihhalsige Niedermachen mißliebiger Personen durch Sexismusvorwürfe, die in dem Augenblick, in dem sie n der Öffentlichkeit sind sich schon nicht mehr entkräften lassen, selbst wenn sie nachweislich falsch sind, und die Verortung aller Debattenteilnehmenden entlang einer Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Skala. Und da habe ich so Einiges erlebt.
Die Moralinfeministinnen die ich so kennenlernte waren größtenteils keine theoretisch besonders bewanderten Personen, auch keine Streetfighterinnen, sondern ätzend moralistische Sauberfrauen mit Herkunft aus Lehrer- und Pastorenfamilien. Wo ein "Ächtet-den-Macho" Pathos aus einem Guß war mit Bircher-Müsli, Vegetarismus und Mäßigung im Alkoholkonsum, dass alles als unhinterfragbares "Du Musst!"-Programm.
In Zeiten, in denen es noch kein Internet und kein Twitter gab passierten so Sachen dass Steckbriefe von Männern, die verdächtigt wurden einen Pornofilm sehen zu wollen - was nicht mal stimmte, es handelte sich um einen Revolutionsschinken - mit Foto und vollem Namen und der Überschrift "Alle Wixer in den Mixer, alle Macker untern Acker" und der Forderung, sie aus allen linken Zusammenhängen auszuschließen öffentlich plakatiert wurden.
Da passierte es, dass regelmäßig Sexismusvorwürfe gegen die Frontmänner bestimmter Punkbands erhoben wurden mit der Forderung, ihnen Hausverbote in einem Kulturzentrum zu erteilen. Tatsächlich ging es da um einen Verdrängungswettbewerb um Probenräume. Der instrumentelle Einsatz eines aus der Luft gegriffenen Vergewaltigungsvorwurfs gegen einen Genossen von mir wurde auch schon mal erwogen, scheiterte aber an mächtigen Verbündeten: Wer mit lokalen Szenegrößen befreundet ist, zu denen auch die Vorturnerinnen vom FrauenLesbenzentrum gehören ist da halt einfach die falsche Zielperson. Denn nicht um zutreffende und unzutreffende Vorwürfe, Schuld und Unschuld geht es bei diesem Spiel, sondern darum, wer mit wem wie gut vernetzt ist.
http://blogs.faz.net/deus/2015/01/30/die-feministische-aktivistin-im-bett-mit-dem-nazi-2360/
Ich schätze die Bedeutung feministischer Kritik als Bestandteil und eigenständige Komponente linker Kritik außerordentlich hoch ein. Ohne feministische Perspektiven sähen auch die heutigen Gesellschaftswissenschaften, insbesondere Geschichtswissenschaft und Soziologie heute anders, und weit ärmer aus. Der Kampf gegen Sexismus, für gleiche Löhne, für gesellschaftliche Partizipation, für die Hälfte der Welt für Frauen ist eine Sache, die mit ALLEN emanzipatorischen Inhalten zwingend verbunden ist.
Aber das hier ist etwas Anderes, es geht nicht um feministische Gesellschaftskritik, nicht um Verteigigung gegen sexistische Übergriffe oder irgendetwas in der Art, sondern um etwas, das ich Moralinfeminismus nenne und seit den mittleren Achtzigern nur zu gut kenne. Das schreihhalsige Niedermachen mißliebiger Personen durch Sexismusvorwürfe, die in dem Augenblick, in dem sie n der Öffentlichkeit sind sich schon nicht mehr entkräften lassen, selbst wenn sie nachweislich falsch sind, und die Verortung aller Debattenteilnehmenden entlang einer Schwarz-Weiß-Freund-Feind-Skala. Und da habe ich so Einiges erlebt.
Die Moralinfeministinnen die ich so kennenlernte waren größtenteils keine theoretisch besonders bewanderten Personen, auch keine Streetfighterinnen, sondern ätzend moralistische Sauberfrauen mit Herkunft aus Lehrer- und Pastorenfamilien. Wo ein "Ächtet-den-Macho" Pathos aus einem Guß war mit Bircher-Müsli, Vegetarismus und Mäßigung im Alkoholkonsum, dass alles als unhinterfragbares "Du Musst!"-Programm.
In Zeiten, in denen es noch kein Internet und kein Twitter gab passierten so Sachen dass Steckbriefe von Männern, die verdächtigt wurden einen Pornofilm sehen zu wollen - was nicht mal stimmte, es handelte sich um einen Revolutionsschinken - mit Foto und vollem Namen und der Überschrift "Alle Wixer in den Mixer, alle Macker untern Acker" und der Forderung, sie aus allen linken Zusammenhängen auszuschließen öffentlich plakatiert wurden.
Da passierte es, dass regelmäßig Sexismusvorwürfe gegen die Frontmänner bestimmter Punkbands erhoben wurden mit der Forderung, ihnen Hausverbote in einem Kulturzentrum zu erteilen. Tatsächlich ging es da um einen Verdrängungswettbewerb um Probenräume. Der instrumentelle Einsatz eines aus der Luft gegriffenen Vergewaltigungsvorwurfs gegen einen Genossen von mir wurde auch schon mal erwogen, scheiterte aber an mächtigen Verbündeten: Wer mit lokalen Szenegrößen befreundet ist, zu denen auch die Vorturnerinnen vom FrauenLesbenzentrum gehören ist da halt einfach die falsche Zielperson. Denn nicht um zutreffende und unzutreffende Vorwürfe, Schuld und Unschuld geht es bei diesem Spiel, sondern darum, wer mit wem wie gut vernetzt ist.
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Dienstag, 3. Februar 2015
Vergleichende Mythologie
che2001, 01:47h
Durch Querlesen unterschiedlicher Bücher gerade mal festgestellt, wo das "Mein Schaaaatz!" des Gollum aus dem Herrn der Ringe eigentlich herstammt, wie der gesamte Sprachduktus: Ben Gunn, Schatzinsel.
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