Dienstag, 3. Februar 2015
Down under
Jetzt erst habe ich den Text von Man of Down under von Men at Work, der herrlich ironisch sich mit Vorurteilen über Australier beschäftigt verstanden. Der hat echt heftige Oma-fiel-ins-Klo und Der-weiße-Neger-Wumbaba-Qualitäten. Fängt schon damit an, dass ich jahrelang "A Man of allala lala" verstanden hatte. Nun ja, australisches Englisch ist auch seltwürdig. "Goodanitometcha" heißt "Good Day, nice to meet you", nur versteht das niemand von Up over;-)

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Sonntag, 1. Februar 2015
Treffendes über die singende Sagrotanflasche Helene Fischer
Ich muss zugeben da nicht ressentimentfrei zu sein und durchaus geprägt vom Populärfeminismus der linken Szene, und da geht eine durchgestylte dauerfröhliche Langhaarblondine nunmal gar nicht. Dass Klischee der Antifrau. Zusammen mit Trällermusik, Wiesngeschunkel, Haha-Fröhlichkeit und dieser Adabeimäßigen Omnipräsenz das Gegenteil von Aufklärung. Kein Wunder, dass diese Musik schon von der Polizei auf einer HoGeSa-Demo zur Beruhigung der Massen eingesetzt wurde. Die Huffington Post bringt gut auf den Punkt, was zu Helene Fischer zu sagen ist - und wieso das durchaus eine politische Dimension hat, denn gerade im unpolitischen liegt ja eine politische Integrationskaft des Systems.

http://www.huffingtonpost.de/2015/01/30/helene-fischer-fans-biedermeier_n_6571464.html

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Sonntag, 18. Januar 2015
Neues aus der Bizarrologie: Wenn progressive Theorie sich selber frisst
Es gibt Menschen, die wirken einem Regieskript von Monty Python entsprungen. Wenn es sich bei dem, was diese Gestalt betreibt um ein Counterintelligence-Projekt handelt das dazu dient, kritische Genderforschung derart lächerlich zu machen dass niemand mehr ein Stück Brot von ihr nimmt könnte ich das nachvollziehen, leider nimmt die sich aber sehr sehr ernst.

http://www.kritisch-lesen.de/rezension/sprachpolitik-als-klassenprivileg


Hier werden wichtige Ansätze linker Theorie umgebürstet in eine Richtung, die zwischen Kindergarten, Dada und narzisstischer Selbstinszenierung liegt, während tatsächlich klassenkämpferische, gesellschaftskritische Ansätze die an ökonomischen Verhältnissen ansetzen praktisch nicht mehr stattfinden. Zumindest wird erkennbar wo solche peinlichen Schmachgestalten wie die StörerInnen des Nobordercamps gezüchtet werden, diese akademische Variante von Orkhorden;-)

Diejenigen die sich daran abarbeiten allerdings tendieren in eine noch weitaus schlimmere Richtung: Biologistische, antifeministische, maskulinistische Privilegienverteidiger der übelsten Sorte, die den medialen Mainstream hinter sich wissen.

http://www.zeit.de/kultur/2014-11/lann-hornscheidt-feminismus-gender-maenner-polemik

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Sonntag, 11. Januar 2015
SM für Arme
Um mir einen günstigen Kalender zu besorgen shoppte ich kürzlich in einem 1-Euro-Laden und war erstaunt, was es dort nicht alles gibt. Unter anderem Flogger, also diese vielschwänzigen Spielzeugpeitschen. Und zwar für 3 Euro fuffzig. Die gleiche Version kostet im Sexshop 20 Euro. Da stellt sich dann die Frage nach Gewinnspanne, Produktionskosten und Produktionsbedingungen.

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Donnerstag, 8. Januar 2015
Was Sie schon immer über Filterblasen wissen wollten
aber nie so zu denken wagten findet sich hier:


http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2466008/#comments


Btw. letztlich lassen sich gewisse Konflikte die es hier so gab auch damit erklären, dass ich nie bereit war, hier eine Filterblase entstehen zu lassen und immer darauf aus bin, eine breite und pluralistische, multiperspektivische und multifaktorielle Diskussion zu führen. Informationen werden einem harten empirischen Faktencheck unterworfen. Wer schreibt, er sei schon seit 25 Jahren diskutierend im Internet unterwegs (und tatsächlich gibt es die Möglichkeit von Blogdiskussionen seit ca. 15 Jahren) bekommt hier ebenso sein Fett weg wie die, die angibt, zwischen Homophobie bzw. ihrem Gegenteil und der Fußballfankultur gäbe es keinen Zusammenhang, alle Linken insgesamt hätten einen bestimmte Mentalität oder Charakterstruktur, die wesentlich anders wäre als der Kollektivcharakter der Liberalen oder bestimmte Blogdiskutanten wären gekaufte Agenten von irgendwem. Oder die Diskriminierungserfahrungen anderer seien ein Mythos wie die Spinne in der Yuccapalme.

Umgekehrt, übertragen wir die Inhalte so mancher Filterblase auf die Realität, so wäre dieses Land bzw. die deutsche Normalbevölkerung in einem Ausmaße rassistisch, das einen Vergleich mit Apartheid-Südafrika zuließe, seien deutsche Fußgängerzonen permanent so eine Art sexuelle-Belästigungs-Spießrutenlauf für ALLE Frauen und wären ökolinks orientierte Leute allesamt zwanghaft autoritäre Menschen mit Blockwartsmentalität.

Und irgendwo glaubt sicher auch jemand an die bevorstehende Invasion der Teletubbies. Alles das und noch viel mehr wär wahr, wenn die Filterbubble König von Deutschland wär;-)

Fakt ist, dass Rassismus, Sexismus, soziale Kälte und diverse Formen politischer Schäbigkeit wichtige Themen sind, die hier und anderswo problematisiert werden, aber nie in der Form Realität sind, die die Filterblasen gerne haben würden. Ich kenne die Erfahrungen mit behördlichem Rassismus oder deutschem Alltagsrassismus, die Geflüchtete oder auch Afrodeutsche gemacht haben aus deren Erzählungen und zum großen Teil auch aus eigenem Miterleben und halte diesen Komplex für ein viel dominanteres Thema als den offenen Rassismus der Biedermänner und Brandstifter. Zugleich will ich jedoch nicht verschweigen, dass viele Bekannte von mir mit Herkunft aus arabischen Ländern, Lateinamerika, China, Japan oder Indien Deutschland für ein verdammt cooles Land halten, in dem sie sich oft freier und ungezwungener bewegen können als in der eigenen Ursprungsheimat. Der deutsche way of life ist für Zuwanderer attraktiv - so lange sie nicht arm sind. Wie dieses Land Arme entmündigt ist nicht lustig.

Es ist erschreckend und deprimierend, wie wenig 45 Jahre Neue Frauenbewegung im heutigen Sinne an sexualisierter Gewalt in diesem Lande geändert haben, ja, dass dieser Bereich zum großen Teil feministischer Diskussion gar nicht mehr zugänglich ist. Die Debatten der Blogfeministinnen und das, was in Frauenhäusern, auf der Straße und in den Betten passiert haben aber, sage ich mal vorsichtig, weitaus weniger miteinander zu tun als zu der Zeit, als der STERN mit "Wir haben abgetrieben" titelte und auch noch als Droste sich über "Mißbrauch mit dem Mißbrauch" lustig machte. Und so weiter und so fort, es lässt sich ins Unendliche weiterspinnen.

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Sonntag, 21. Dezember 2014
Inkonsequent
Ein Opel mit Wolfsburger Kennzeichen. Wer macht denn sowas?

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Samstag, 13. Dezember 2014
Wörter des Jahres
Also irgendwie ticke ich ja doch immer noch völlig anders als der Mainstream. Bei "Lichtgrenze" denke ich nicht an den Mauerfall, sondern an Höchstgeschwindigkeiten in Teilchenbeschleunigern (die bekanntlich im Silicon Valley von Tüftlern in der Garage gezimmert worden, neben dem Biomasse-Rechner "Camenbit") und bei "Götzseidank" nicht an Florian Götze, sondern an eine höfliche Umschreibung von "Leck mich am Arsch".
http://www.tagesschau.de/kultur/wort-des-jahres-lichtgrenze-101.html

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Freitag, 12. Dezember 2014
Damals und heute
Früher kam der Wolf im Schafspelz. Heute kommt der Faschist im Nadelstreifen.

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Montag, 8. Dezember 2014
Bayern müssen nun hochdeutsch lernen
Schließlich soll nach dem Willen der CSU ja die Amtsprache von allen gesprochen werden.

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Sonntag, 30. November 2014
Die Wirtschaft
Was die Weltwirtschaft angeht, so ist diese verflochten. Gerade berichten die Medien wieder dass der Dax klettert. Wird da nicht etwas verschwiegen? Ist es nicht so, dass, wenn der Dax steigt der Fux sinkt?

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