Montag, 17. Januar 2011
Skeptische Überlegungen zu Tunesien
Ich sehe es anders, allein schon aus Verbundenheit zum Land und der arabischen Welt generell, aber es lohnt, Nestors Betrachtungen zu lesen:


http://nestormachno.blogsport.de/2011/01/16/tunesiens-praesident-gestuerzt/

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Mubarak, Du bist der Nächste!
Yalla, Intifada hatta kitr Tahrir!

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Marxistische Demokratische Fortschrittspartei an der tunesischen Übergangsregierung beteiligt
Das klingt doch alles sehr interessant:

http://www.ad-hoc-news.de/tunesien-soll-heute-uebergangsregierung-bekommen--/de/Fotostrecke/21853267/0


http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE70G0J420110117


http://web.de/magazine/nachrichten/ausland/11978920-uebergangsregierung-in-tunesien-steht.html#.A1000107

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Die Saat geht auf, jetzt schon an deutschen Schulen
Hammerhart, das hier- dabei ist Küngs Weltethos Standardlehrstoff im Werte&Normen-Unterricht an Gymnasien. Das liest sich ja geradezu, als sei die Lehrerin Agentin des Pietcong.


http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/01/13/lehrerin-bezichtigt-schuler-anonym-als-terroristen/

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Sonntag, 16. Januar 2011
Allen Liberalen mal ins Stammbuch
Märkte verteilen Werte, aber sie schaffen sie nicht.

Und der gängigen Linken: Die Marxsche Theorie ist nicht moralisch, sondern beschreibt Strukturen.

Musste ich mal loswerden.

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Samstag, 15. Januar 2011
Kämpfe in den Straßen von Sfax und Tunis
http://www.youtube.com/watch?v=BxRwlcXEJ1A&feature=related


http://www.youtube.com/watch?v=im4hOTRYUsg&feature=related

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Freitag, 14. Januar 2011
Steht Tunesien vor der Revolution?
Ben Ali geflohen! Das hätte ich ja nicht gedacht noch erleben zu dürfen.Meine Gedanken sind jetzt bei einigen alten Bekannten in Port el Kantaoui, Monastir und Sfax.

Momentan sind die verarmten Massen fröhlich am Einplündern, aber selbst Milizen nutzen das Chaos, um sich im großen Stil zu versorgen. Ansonsten herrscht weiter Ausnahmezustand.


Von anstehenden Neuwahlen ist die Rede.

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Unterstützt die Karawane Bamako-Dakar!
In gut 10 Tagen ist es soweit - die Buskarawane für globale
Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung startet in der malischen
Hauptstadt Bamako. Das afrikanisch-europäische Kooperationsprojekt
bekommt mittlerweile auch prominente Unterstützung.

„Ein neues Europa, ein neues Afrika, neue Räume der Freiheit und
Gleichheit, entwickelt in den Bewegungen und Kämpfen der Migration:
dafür steht in meinen Augen die Buskarawane in Westafrika“ - Lest, warum Sandro Mezzadra aber auch Antonio Negri, Corinna Milborn
und Elias Bierdel, Sevim Dagdelen und Sister Fa, Wolf-Dieter Narr und
Margareta Steinrücke, Ulrich Brand sowie weitere Prominente diese
außergewöhnliche Protesttour zum Weltsozialforum nach Dakar
unterstützen.

Afrique Europe Interact besteht aus Graswurzel-Initiativen beider
Kontinente, die Bustour steht unter dem Motto: für globale
Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung. Der Protest richtet sich
gegen das tödliche EU-Grenzregime und thematisiert gleichzeitig die
Hintergründe von Flucht und Migration. Die Buskarawane fordert "das
Recht zu gehen" UND "das Recht zu bleiben", wie in einer
Projektzeitung , die am 24.12.2010 der Taz beigelegt war, in
Berichten und Interviews ausgeführt wird (siehe http://www.afrique-
europe-interact.net/?article_id=332&clang=0 )

Unten angehängt findet Ihr den Spendenaufruf „Projekt Zurück“. In
diesem Flyer wird nochmals auf das Besondere dieses Projektes
hingewiesen: „15 Flüchtlinge und MigrantInnen reisen zurück nach
Afrika. Sie werden dort von ihrer Fluchtgeschichte erzählen, von
ihren Erfahrungen auf dem Weg nach Norden und von ihren Kämpfen im
europäischen Woanders.“

Weil sich mittlerweile auch Sans Papiers aus Paris dem Projekt
angeschlossen haben und die Busse der westafrikanischen AktivistInnen
Finanzhilfen benötigen, gilt weiter: „Es ist eine Reise, die Unterstützung braucht. Die Reisenden benötigen Fahrkarten und Wegzehrung. Sie hoffen dabei auf Euer Interesse und Eure Solidarität.
Werde ReisebegleiterIn und unterstütze dieses Projekt mit
einer Spende.“

Für alle weiteren Informationen, auch zum laufenden Spendenfluss:
www.afrique-europe-interact.net

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Mittwoch, 12. Januar 2011
Oury Jalloh-war es Mord?
Der Prozess um den Feuertod von Oury Jalloh wird erneut aufgerollt. Bin mal sehr gespannt, was diesmal rauskommt und im Geist bei denen, die da heute in Magdeburg demonstriert haben.


http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/verteidigung-hofft-erneut-auf-freispruch/

http://www.ouryjalloh-derfilm.de/

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Oh, those Fucking Queers!
Fucking Different, Hänsel und Gretel und Anderes, dankenswerter Weise aufgegriffen von Foxxi und Genossin Nullzeitgenerator:


http://foxxiblog.blog.de/2009/08/25/fantasy-film-fest-2009-tag-6817092/

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Dienstag, 11. Januar 2011
Weiß man das noch?
Weiß man noch, dass der Kriegseintritt Großbritanniens auf Seiten der Südstaaten durch Aktionen der britischen Arbeiterbewegung verhindert wurde, die Lincoln unterstützte, weil es um die Abschaffung der Sklaverei ging, obwohl das eine Erhöhung des Baumwollpreises und damit Entlassungen in der britischen Textilindustrie bedeutete?

Weiß man noch, dass Haiti deswegen so arm ist, weil seine Staatsgründung auf einem Sklavenaufstand und daraus begründeten jahrzehntelangen Reparationszahlungen - man kann auch Schutzgelder sagen - an Frankreich wurzelte?

Weiß man noch, dass ein Staat Kurdistan durch einen Öldeal verhindert wurde oder dass die Demokratie im Iran durch einen CIA-Putsch abgeschafft wurde?

Weiß man noch, dass die Piraterie an afrikanischen Küsten mit dem Verkauf von Fischereirechten an Europäer und Japaner zusammenhängt?

Die Welt ist ein Schlachthof, und fast alles, was hierzulande Öffentlichkeit heißt, ist dazu da, darüber hinwegzutäuschen.

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Überlegung
So allmählich denke ich, dass gewisse Blogkommentataren äh Toren nur als Forschungsgegenstand der Bizarrologie etwas taugen.

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Immer noch sehr aktuell
Die Ökonomie handelt nicht von Dingen, sondern von Verhältnissen zwischen Personen und in letzter Instanz von Klassen.


Friedrich Engels

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Die Ratte ist weg
Keine Spur mehr zu sehen.
Und der guckt ganz unschuldig und wirkt irgendwie dicker als sonst.

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Hart an der Grenze
Human Rights Watch über Gewalt an Grenzen sowie Ausbeutungt und Mißbrauch von GrenzgängerInnen


http://www.hrw.org/en/reports/2010/12/12/rights-line-0

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Was heißt hier eigentlich Westen?
Fragt der Don sehr zu Recht.

http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1756257/#1756537

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Bayerischer Flüchtlingsrat veranstaltet Tour der 1000 Brücken
Tour der tausend Brücken

7000 KM mit dem Rad durch Deutschland gegen Diskriminierung und Ausgrenzung - 70 Konzerte. "Strom und Wasser" starten und beenden ihre Konzerttour für eine menschliche Flüchtlingspolitik in Bayern.

www.1000bruecken.de

11. Jan Regensburg Mälzerei
12. Jan Ingolstadt Mana
13. Jan Fürth/Nürnberg Kofferfabrik
14. Jan Bamberg Morph-Club
15. Jan Wunsiedel Ewige Baustelle
[...]
03. Apr Augsburg Abraxas
04. Apr München Feierwerk
Alle Termine: www.1000bruecken.de/termine

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Sonntag, 9. Januar 2011
Mal wieder seltsame Referrer
Da findet sich doch ein Link von einem Umzugsservice in Chicago auf mein Blog.

Hmm. Habe ich zu oft "Friedman" gesagt?


Woanders ist jemand der Meinung, ich hieße mit Vornamen Wolf-Dieter. Das weise ich in aller Form von mir. Obwohl ich weiß, wer da gemeint ist und wieso jemand darauf kommt;-)

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Deutscher Behördenalltag
Am 05.01.11 um 20:20 Uhr sollte eine alleinstehende, staatenlose
kurdische Yezidin über den Frankfurter Flughafen nach Syrien abgeschoben
werden. Die Abschiebung konnte jedoch in letzter Minute durch einen
Folgeantrag gestoppt werden.
Die alleinstehende Frau kam vor 7 Jahren nach Deutschland und beantragte
Asyl. Sie wohnte bis zur Zeit des Abschiebungsversuchs im LK Fulda
(Hessen) .

Die Frau besuchte ihre kranke Mutter in Vechta ( Niedersachsen), als sie festgenommen und zum Frankfurter Flughafen gebracht wurde. Sie hatte die entsprechende Besuchserlaubnis von der Ausländerbehörde bekommen.
Sie hat keine Angehörigen in Syrien mehr. Alle ihre Geschwister haben
Aufenthaltserlaubnisse aufgrund ihrer Staatenlosigkeit in Syrien ( Rote Syrische
Ausweise), ein Bruder ist sogar in Fulda eingebürgert.


Obwohl das deutsch-syrische Rücknahmeabkommen die Abschiebung von
Staatenlosen nach Syrien ermöglicht, ist dies nach unserer Information
der erste dokumentierte Abschiebeversuch von Staatenlosen nach Syrien.
Vorher dachte man, dass die syrische Seite kein Interesse daran hat,
staatenlose Kurden aufzunehmen.

Nun ist unbedingt zu klären, welche Ersatzpapiere die syrische Seite den
deutschen Behörden für die Durchführung der Abschiebung zur Verfügung
gestellt hat. Mit diesem Fall sind wir mit einer neuen Qualität von
Abschiebungen nach Syrien konfrontiert.

Die Frau befindet sich z.Z in Abschiebehaft in Frankfurt /M

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Das nenne ich Chuzpe
Isabell sagte einem Kunden zu, die Organisation und das Marketing für eine Veranstaltungsreihe zu machen, obwohl sie davon weder Ahnung noch freie Kapazitäten dafür hat, aber davon ausging, dass das genau der richtige Job für mich sei. Stimmt ja auch. Und insofern fühle ich mich nicht instrumentalisiert, sondern sehe das eher so, dass sie die Sache des Che mitgedacht hat. Super!

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Haben Frauen hinten Augen?
Ging kürzlich die Straße runter und stellte fest, dass vor mir eine Frau mit einem irre sexy Hintern und einer sehr erotischen Art sich zu bewegen ging. Ich guckte da interessiert hin, was sie wohl merkte, denn sie drehte sich abrupt um, und ich stellte fest, dass es meine Nachbarin Katja war, die mich anlachte und "Frohes Neues Jahr!" wünschte. Ich wünschte zurück. Was ich mich aber immer wieder frage, denn Frauen merken es ja stets, wenn mann ihnen hinterherguckt auch wenn sie einem den Rücken zuwenden ist: Haben Frauen hinten Augen?

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Samstag, 8. Januar 2011
Mit Mutterwitz den Vogel abgeschossen
Nach diesem Klirrwinter hat man heute, mitten im Januar, das Gefühl des Frühlingserwachens. Meine Mutter kommentierte das trocken mit: "Wenn die Vögel jetzt schon anfangen zu brüten haben Sie aber echt einen Vogel."

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Freitag, 7. Januar 2011
Muss mal was loswerden
Ignorantia non est argumentum.

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Dienstag, 4. Januar 2011
Völlig außerhalb des Diskurses
Wo zurzeit schon so vielfältig über sexistische, rassistische usw. Diskursmuster debattiert wird möchte ich anekdotisch auf einen alten Schnack zurückkommen, der ein klein wenig die Differenz zwischen Alltagserfahrung und abstrakten Theoriedebatten aufgreift. Ich diskutierte vor einigen Jahren mal mit einer Feministin über Hate Speech, verbale Sexismen und die Frage, ob die sich schichtspezifisch unterscheiden würden. Meine These war die, dass sexistische Umgangs- und Verhaltensweisen in allen Gesellschaftsschichten in etwa gleich stark verbreitet seien, sich aber höchst unterschiedlich manifestierten - bei Bürgers eher in Form von geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen, die mit sozialer Selektion/Segregation/Hierarchisierung aus der Perspektive von oben nach unten gesehen gekoppelt sind (die Projektion grob sexistischer Verhaltensweisen auf Unterschichten, die Wahrnehmung sexueller "Devianz" als Verhalten unterhalb der eigenen Klasse, die "primitive Schlampe", der "dumpfe Lustmolch", die "perversen Homos" usw.), bei Prols eher im Sinne einerseits einer Verlagerung eben genau der sog. "Devianz" eher nach oben (Homos, BDSMer und andere seien "bürgerlich-dekadent") und allgemein den Gebrauch einer gröberen Sprechweise. Sie hingegen vertrat den Standpunkt, die Oberschicht sei insgesamt sexistischer als die Unterschicht. Mir schien dies darauf hinauszulaufen, das Proletariat insgesamt sozusagen vom Mittragen des Patriarchats ein Stück weit freisprechen zu wollen und Letzteres sehr eng mit der herrschenden Klasse gleichzusetzen. Wir kamen von Höckchen auf Stöckchen, und schließlich berichtete ich etwas, das sich in meinem Bekanntenkreis zugetragen hatte.

Drei Genossinnen von mir hatten sich kurzfristig auf einer Baustelle als Handlangerinnen verdingt. Ihnen gefiel die Arbeit, war zwar ein Knochenjob, sie nahmen den aber sportlich und fanden es nett, von den Bauarbeitern angehimmelt oder doch zumindest mit Komplimenten versorgt zu werden. Doch eines Tages bestellte der Chef sie zu sich und meinte, man müsste sich voneinander trennen, sie gefährdeten den Arbeitsfortschritt auf der Baustelle. Wieso, entgegneten sie, sie arbeiteten doch fleißig, das Klima wäre auch sehr kollegial, wo läge denn das Problem. Der Chef druckste ziemlich lange herum, dann meinte er, das Problem bestehe darin, dass die Bauarbeiter eine bestimmte Sorte von Kalksandsteinen, die in der Mitte ein sphärisch-ovales Loch hätten wegen der Form dieses Lochs als <frauenfeindliches Wort mit F> bezeichneten. Da sie alle bemüht seien, die drei Ladies höflich zu behandeln, sei es nicht mehr möglich, laut über die Baustelle "Günter, bring mal ne Karre mit ****** rüber!" zu brüllen, und deshalb kämen die Steine nicht an ihren Platz.

Meine Gesprächspartnerin ging ziemlich hoch und meinte, so ein abgefahrener durchgeknallter Kram hätte doch überhaupt nichts mit feministischen Diskursen zu tun. Ich machte damals Marketing für ein Unternehmen der Bauindustrie und antwortete "Wie sich Bauarbeiter gegenüber Frauen verhalten, hat mit meinem momentanen Leben sehr viel mehr zu tun als die von Dir angesprochenen Diskurse!" Und sie meinte dann: "Cut. Da weiß ich nicht mehr weiter."

Bis heute fällt mir dazu auch keine Lösung ein, finde aber den grobschlächtigen Sprachgebrauch viel harmloser als komplexe sexistische Zuschreibungsmuster "von oben", und meine Genossinnen fanden das eher abgefahren-komisch als bedrohlich.

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Montag, 3. Januar 2011
Der Staat als freies Produkt der Menschen
Hegel geht vom Staat aus und macht den Menschen zum versubjektivierten Staat; die Demokratie geht vom Menschen aus und macht den Staat zum verobjektivierten Menschen. Wie die Religion nicht den Menschen, sondern wie der Mensch die Religion schafft, so schafft nicht die Verfassung das Volk, sondern das Volk die Verfassung.


Karl Marx

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Neulich, beim Gewerbeamt
Ich hatte mal wieder einen Termin beim Gewerbeamt und musste etwas warten. Auf dem Flur war eine kürzere Schlange und direkt vor mir wartete eine hübsche, sehr nett und ungemein charmant, auch hocherotisch wirkende Frau, mit der ich ins Gespräch kam. Sie erzählte, sie hätte bisher nacheinander zwei äußerst unterschiedliche Berufe ausgeübt, erst wäre sie Krankenschwester gewesen, diesen Beruf aber wegen schlechter Bezahlung und blöder Wechselschichten aufgegeben und nach einer Weiterbildung als Sekretärin gearbeitet. Nach einigen Jahren arbeitslos geworden, mache sie sich jetzt selbstständig und melde ein Gewerbe an. Kurz bevor sie ins Zimmer der Sachbearbeiterin eintrat fragte ich sie, was für ein Gewerbe das denn sei. Sie lächelte, zwinkerte mich mit beiden Augen an und hauchte "Das Älteste!", ehe sie hinter der Bürotür verschwand. Na denn. Beste Wünsche dafür, ich fand sie für den Job schon sehr überzeugend.

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Das Lied von den Antideutschen
Gefunden bei txxx666:


http://misanthrope.blogger.de/stories/1753151/

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Sonntag, 2. Januar 2011
Die Weihnachtslanze
Meine ältere Nichte war zur Weihnachtsfeier mit einem Speer erschienen, angeblich, um sich auf den vereisten Wegen abzustützen (dass das nicht stimmte, wäre eine andere Geschichte). Wie ich sie so dastehen sah meinte ich zu ihr: "Du siehst aus, als würdest Du sofort zustoßen, wenn Du einen Wal blasen siehst!"., Da erwiderte sie: "Das mit Blasen und Zustoßen ist nochmal eine ganz eigene Geschichte."


Solche Familienszenen liebe ich.

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Genusstatus
Über die Festtage gab es eine einzige große Völlerei, und erst heute habe ich mit dem Sport wieder angefangen. Ich bin ja ein ausgesprochener Genießer, sowohl Gourmet als auch Gourmand, und von Lachs, Austern, Jacobsmuscheln, Langusten sowie edlen Rotweinen und Single Malts könnte ich nie genug bekommen, bzw. die Grenze liegt dann halt nur da, wo es wirklich sehr ungesund wird.











Nicht alle gönnen mir immer diese Neigung zum Luxusgastrokonsum. Ab und an sagt schon mal jemand pikiert "Ich brauche solche Statussymbole nicht", und das finde ich dann wiederum ziemlich panne. Erstens, weil gehaltvolle Wein- und Whiskeysorten ebenso wie Meeresfrüchte vor allem gut schmecken, Status im Sinne sozialer Distinktion ist mir in diesem Kontext nicht wichtig, steht jedenfalls nicht im Vordergrund. Zum Anderen aber ist da noch eine ganz andere sozioökonomische Komponente mitverbunden: Die Ichbrauchkeinestatussymbolesager in meinem Dunstkreis kommen nämlich ausnahmslos aus akademischen Mittelschichtfamilien. Da gilt Luxunahrungsmittelkonsum als dekadent und vulgär und bewusste Bescheidenheit als distinguiert, in Schattierungen, die von bewusst proletarisch-bodenständiger Hausmannskost über Asiaküche und Vollwerternährung bis hin zu Vegetarismus und Veganismus reichen. Hummer, Langusten und Co. gelten als Aushängeschilder der Bourgeoisie, die Frage, ob des Essen lecker ist oder nicht spielt aus dieser Perspektive keine Rolle.




Der Witz ist dabei der, dass ich das Seafoodessen, Singlemalttrinken und Zigarrenrauchen im Wesentlichen mit Freunden und -Dinnen kultiviert und entfaltet habe, die aus Arbeiterfamilien stammen, Haupttendenz Küstenproletariat. Der Geiz bzw. bewusste Verzicht hinsichtlich Luxusnahrung ist eben etwas genuin protestantisch-kleinbürgerliches, in Relation zur Höhe des Einkommmens geben, so meine persönliche Erfahrung, Arbeiterhaushalte bzw. arbeiterfamiliensozialisierte Leute viel mehr Geld für Essen und Trinken aus - allein schon, weil ein gepflegtes Gelage oft schon der höchste Luxus ist, den man sich leisten kann und man sich vielfach daran erinnert, dass sich den die eigenen Kreise vor geraumer Zeit noch nicht leisten konnten. Da zählt dann der Status tatsächlich, aber nicht in dem Sinne, wie einige mit der eigenen Bescheidenheit herumschnöselnde Bekannte meinen als Insignie der Zugehörigkeit zur Bourgeoisie, sondern eher in dieser Richtung "Vater hat noch auf der Werft geknülzt, ich kann mir Singlemalt leisten."

Nicht umsonst ist ja auch die Grillparty klassischerweise eine überwiegend proletarisch geerdete Veranstaltung, die der grünen Lehrerfamilie mit Vollwertspaghettiernährung mit Bärlauchsoße eher nicht einfiele. Ich erinnere mich mal an eine Diskussion um Ernährungsfragen, in der die entschiedenste Großemengenfleischvertreterin eine griechische Migrantin war.


In meiner Studienzeit wohnte ich in einer Art Spontivilla in einer WG, wo immer gemeinsam gut gekocht wurde und wir nur Premiumbiere tranken. Dafür kritisierten uns die Nachbar-WGs, wir galten als "unproletarisch" - bei Leuten, die sich zwar als links verstanden, aber entweder aus Mittelschichts- oder aus Bauernfamilien kamen, wir hatten ja hingegen einen Müllergesellen und eine studierende VW-Arbeitertochter unter uns.










Howauchever, auch für mich ist Edelfood keineswegs etwas, mit dem ich aufgewachsen wäre oder was in meiner Familie Tradition hätte, sondern etwas, von dem ich sehr genau weiß, dass man sich das erstmal leisten können muss, ein rares Gut, für das man dankbar ist. Wobei ich dann weit genug außerhalb der normalen Esstradition stehe, um zu Sylvester Heringssalat mit Langostinhos und Bockwürsten mit Senf zu kredenzen. Man gönnt sich ja sonst alles.







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Samstag, 1. Januar 2011
Frohes Neues Jahr für alle!
Ob nun nörgelnde Salonmarxologen, queere Philosophen und Gastronomen, Peitschen schwingende Cabriofahrerinnen, jobwechselnde oder freischaffende IT-Ingenieure, 1-Tuc-Unternehmen, bajuwarische Rodler, Dresdner Marathonläufer, Westerwälder Lehrerinnen, Düsseldorfer PR-Schaffende oder Consultants, Helden der Arbeiterklasse, Entdinglicher, jüdische Doktoren, Göttinger Marketingberater oder Krankengymnastinnen, Bremer Dozentenfamilien oder auch fränkische Antibürokraten und Berliner Badener, der ganzen Bande ein flottes 2011!

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Donnerstag, 30. Dezember 2010
Und es hieß mal "Nie wieder!"
Lesenswerter Beitrag auf news.de:

http://www.news.de/politik/855100189/die-militarisierung-der-gesellschaft/1/

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