Mittwoch, 29. Juli 2026
Stellungnahme Berliner Imame zum Anschlag auf den CSD

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Worte sind billig. Ich möchte zumindest eine Demo sehen mitten durch Berlin, mit entsprechenden Plakaten: Schluss mit dem Terrorismus im Namen des Islam, nieder mit Hamas und Isis usw.

Werden sie aber nicht machen, weil sie Angst haben, dass niemand kommt.

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Genau so ist es, Willy. Das ist taktisches, billiges Gefasel. Wo bleibt die Demo am Wochenende, vorm Brandenburger Tor, zu der der Zentralrat der Muslime und die Moscheen in Berlin aufrufen: "Nicht in unserem Namen!" Das Kind wird aber nicht beim Namen genannt: Es ist der Islam selbst. Ich habe da einen besseren Aufruf. Er ist von Thierry Chervel: "Jene mühsam erkämpfte Freiheit", darin heißt es unter anderem:

"Wer heute noch wiederholt, dass der Islamismus nichts mit dem Islam zu tun habe, beweist nur, dass ihm am Status Quo gelegen ist. In der Tat gibt es große Gruppen in der hiesigen Gesellschaft, die von einem Arrangement mit dem Islam - der heute in den meisten Fällen ein "politischer Islam" ist - profitieren. Parteien werben um muslimische Wähler, auch um den Preis eines israelbezogenen Antisemitismus, Kirchen unterstützen den Anspruch von Muslimen auf einen konfessionsgebundenen Religionsunterricht, weil sie um ihren eigenen Status fürchten, Medien, vor allem öffentlich-rechtliche, würden es niemals wagen, diese Konsense in Frage zu stellen. DissidentInnen des Islam wie Güner Balci, Ahmad Mansour, Necla Kelek und einige andere weisen seit Jahrzehnten auf diese Widersprüche hin. Es ist nicht so, dass ihre Stimmen nicht gehört werden - aber werden sie verstanden?

Die von der deutschen Politik lange umworbenen Islamverbände haben sich inzwischen in der üblichen Prosa vom Attentat auf den CSD distanziert. "Aber lest genau, was fehlt ", schreibt Eren Güvercin zur Pressemitteilung des Koordinationsrats der Muslime auf Twitter: "Kein Wort darüber, wer angegriffen wurde - queere Menschen. Kein Wort zum Ort des Anschlags - der CSD. Kein Wort darüber, was das Motiv war - Islamismus. Solidarität, die weder das Ziel noch den Täter benennt, ist keine Solidarität. Sie ist eine Leerstelle.""

Hier dann der gesamte Text:

https://www.perlentaucher.de/intervention/nach-dem-csd-attentat-sollte-nicht-nur-ueber-sicherheitsfragen-diskutiert-werden.html?

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