Samstag, 30. September 2017
Über die Wahl hinaus
Da hat also eine rechtspopulistische Partei in Deutschland gewonnen. Mensch könnte sagen, nun, ja, die europäische Realität und Normalität hat Deutschland eingeholt - wenn nicht die Wahlergebnisse in Frankreich, Nederlands und Österreich die gewonnenen deutschen Verhältnisse nicht schon wieder überwunden hätten. Es lässt sich aber auch nicht sagen: Deutschland holt nach. Denn ich fürchte, hierzulande hat sich etwas vollzogen, dass nicht nur mit Protestwählertum, politischer Unkorrektheit und Populismus erklären lässt. Mache ja gerade Urlaub, Wandern in den Bergen, ausnahmsweise nicht in den Dolomiten oder Hochzentralalpen, sondern in Deutschland. Und da hatte ich zwei Schlüsselerlebnisse: Angesichts einer Warntafel vor Giftpilzen meinte eine Biodeutsche, es wäre ein Skandal, dass einer vierköpfigen syrischen Flüchtlingsfamilie, die Grüne Knollenblätterpilze gegessen hatte neue Lebern implantiert worden wären obwohl die nie in deutsche Krankenkassen eingezahlt hätten, also der Steuerzahler dafür aufkäme. Das könne doch nicht richtig sein. Obwohl hungrig und durstig und erschöpft ging ich an einem Rastplatz schnell vorbei als ich hörte, dass sich Leute dort darüber unterhielten, dass ein deutscher Weihnachtsmarkt kein deutscher Weihnachtsmarkt mehr sei wenn dort massenhaft Syrer oder Iraner oder Schwarze sich einfinden würden, die sollten doch dankbar sein in Deutschland aufgenommen zu werden was ja auch gut sei, aber sich doch nicht hervortun wollen.

Was bringt Leute dazu, solchen Scheiß zu denken? Ich muss an Brecht denken, "Ein Pferd klagt an"

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Es gibt eben inzwischen reale Interessenkonflikte zwischen Einheimischen und Zuwanderern.

Ich war kürzlich bei einem Bekannten zu Besuch. In seiner Straße werden Flüchtlingsunterkünfte gebaut; nicht grade luxuriös, aber alles neu und pieksauber. Gleichzeitig erzählte er, dass sein Sohn jetzt in Containern auf dem Schulhof Unterricht hat, weil es in der Schule durchregnet. Kein Geld da für die Sanierung.

Völlig klar, dass die Leute da sauer werden.

Spendernieren sind knapp; es gibt mit Sicherheit nicht genug für alle Deutschen und noch für zwei oder drei Millionen Zuwanderer; irgendjemand schaut da in die Röhre. Und zu Zuwanderer und Weihnachtsmarkt kann man auch ganz andere Assoziationen haben.

Womit ich sagen will, dass die ganze Massenzuwanderung ein Wahnsinn ist und zu keinem guten Ende führen wird.

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Ich war kürzlich bei einem Bekannten zu Besuch. In seiner Straße werden Flüchtlingsunterkünfte gebaut; nicht grade luxuriös, aber alles neu und pieksauber.

Handelt es sich dabei um Wohnungen oder um Gemeinschaftsunterkünfte, in denen sich zwei bis sechs Leute ein Zimmer teilen?

Womit ich sagen will, dass die ganze Massenzuwanderung ein Wahnsinn ist und zu keinem guten Ende führen wird.

Dass sehr viele Menschen kommen, ist doch nix Neues. Anfang der 1990er kamen 750.000 Kriegsflüchtlinge aus dem zerfallenden Jugoslawien sowie rund zwei Millionen Russlanddeutsche aus der zerfallenen Sowjetunion - viele davon vor allem aus wirtschaftlichen Gründen (im Gegensatz zu den 1,2 Millionen Aussiedlern, die von 1950 bis Ende der 1980er Jahren kamen, die auch weitaus besser integriert sind). Hinzu kamen noch die jüdischen Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, die Angaben schwanken zwischen 212.000 und 220.000. Und nicht zu vergessen: Hunderttausende von Ostdeutschen seit Sommer 1989. Von denen hat man auch nicht immer alle verstanden - und sehr fremd waren die einem mitunter auch.

Die Welt ist davon aber auch nicht untergegangen.

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Was bringt Leute dazu, solchen Scheiß zu denken?

Zunächst mal das uralte In-group-out-group-Phänomen. Solange man nicht genaueres weiß, ist der Fremde erst mal eine potenzielle Bedrohung. Leider sind das nicht nur diffuse Ängste, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) kann das durchaus mit Zahlen untermauern. Die natürlich mit Vorsicht zu genießen sind (Hell- und Dunkelfeld, evtl. unterschiedliche Anzeigebereitschaft etc.), aber die mehrfach gehörte Aussage, Zuwanderer seien nicht krimineller als Deutsche, lässt sich damit ganz klar als Wunschdenken entlarven, und die Zahlen für 2016 sehen keinen Deut besser aus.

Ansonsten: Was willy56 sagt. Uns Mittelschichtlern fällt das vielleicht nicht groß auf, aber Merkels Neuzugänge konkurrieren sehr wohl mit Autochtonen um bezahlbaren Wohnraum, Sozialleistungen, Arzttermine und Behandlungen. Jahr für Jahr steigen die Kassenbeiträge, aber "jeder hergelaufene Kuffnucke kann sich hier komplettsanieren lassen" (O-Ton meiner Friseurin)? Wer 40 Jahre lang geackert und eingezahlt hat muss nach einem Jahr um jeden Euro ALG II mit dem Amt zackern, und bei Typen, die blöderweise ihren Pass "verloren" haben, fragt keiner, ob die nicht auch in mehreren anderen Ämtern Stütze kassieren? Da stimmen für viele die Verhältnisse nicht mehr, und wenn man sich mal aus seiner politisch korrekten Filterblase rausbewegt, kann man auch erfahren, was die Leute bewegt.

Die Infrastuktur bröckelt, alles wurde in den letzten 15 Jahre fast kaputtgespart, in vielen Schulklos gibt es nicht mal Papier, geschweige denn Putzdienst. Aber für die Flüchtlinge, die zum überwiegenden Teil Wirtschaftsmigranten sind, werden auf einmal alle Geldschleusen geöffnet, wie es scheint. Da stimmen in so vielen Bereichen die Verhältnisse nicht mehr. Und wenn dann mal abgeschoben wird, dann trifft es in erster Linie nicht die Gefährder und Straftäter, an die traut man sich ja anscheinend nicht ran, da holt man lieber irgendwelche Mädchen aus dem Schulunterricht, die schon lange in Schland leben und integrationsmäßig auf gutem Weg sind.

Das ist natürlich alles keine Rechtfertigung, Hilfe zu verweigern, wo sie Not tut und alle Zuwanderer einfach über einen Kamm zu scheren. Aber schwer zu verstehen, wie manche auf diesen Trichter kommen, ist das wirklich nicht.

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Jahr für Jahr steigen die Kassenbeiträge, aber "jeder hergelaufene Kuffnucke kann sich hier komplettsanieren lassen" (O-Ton meiner Friseurin)?

Schönen Gruß an Ihre Friseurin: Flüchtlinge bekommen nicht sofort eine Krankenkassenkarte, sondern müssen sich so lange sie noch Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten erst vom Sozialamt einen Schein holen, um zum Arzt gehen zu können. Diesen Schein gibt es nur bei akuten oder schmerzhaften Krankheiten bzw. akuten Behandlungsbedarf sowie bei Schwangerschaft, Geburt und für Impfungen (bei chronischen Krankheiten und Behinderung ist es Ermessenssache des Amtes). Für diesen Schein gibt es dann die nötigste medizinische Behandlung. Das gilt für Asylbewerber, Geduldete sowie für Ausländer, die zur Ausreise verpflichtet sind.
Die Flüchtlinge, die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse sind, können sich aber auch nicht "komplett sanieren" lassen - das macht nämlich kein Kassenarzt mit.

und bei Typen, die blöderweise ihren Pass "verloren" haben, fragt keiner, ob die nicht auch in mehreren anderen Ämtern Stütze kassieren?

Vielleicht sind die Ämter in anderen Städten nicht so auf Zack, hier verschickt das Amt sehr zügig Briefe mit Terminaufforderungen "zur Klärung Ihrer Identität" und der Androhung, sonst keine Leistungen zu zahlen (ich habe so einen Brief schon mit eigenen Augen gesehen, als ich mal jemandem geholfen habe, den Papierkram sinnvoll zu sortieren).

Hier brät das Amt auch bewusst keine Extrawürste für Flüchtlinge, Familien müssen da genauso lange auf einen Kita-Platz warten wie andere. Auch sind die Mietkosten gedeckelt, die das Sozialamt für Flüchtlinge übernimmt - sofern die außerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte eine Wohnung finden -, da gelten dieselben Regeln wie für Einheimische. In den Gemeinschaftsunterkünften werden die Gemeinschaftsküchen, -bäder und Flure hier auch von Flüchtlingen selbst geputzt und nicht von Firmen. Die Stadt vergibt auch dafür Ein-Euro-Jobs an Flüchtlinge, und zwar immer an jemanden, der selbst auf demselben Flur wohnt. Geraten zwei aneinander, werden sie sofort auf andere Gemeinschaftsunterkünfte verteilt.

Wer 40 Jahre lang geackert und eingezahlt hat muss nach einem Jahr um jeden Euro ALG II mit dem Amt zackern,

Das stimmt mal wieder nicht so ganz. Wer tatsächlich 40 Jahre lang geackert und eingezahlt hat, ist schon über gewisse Altersgrenzen hinweg und bekommt länger als ein Jahr lang Arbeitslosengeld: Wer das 50. Lebensjahr vollendet hat, bekommt 15 Monate Arbeitslosengeld, beim 55. sind es 18 Monate und beim 58. sind es zwei Jahre Arbeitslosengeld. Danach erst gibt es ALG II aka Hartz IV - was unbestritten ätzend ist.

Meiner Erfahrung nach sind es meist gar nicht mal so die Ärmeren, die lamentieren, sondern eher Leute aus der Mittelschicht, denen es gar nicht so schlecht geht. Und es wird auch ziemlich viel Zeug kolportiert, das so gar nicht stimmt.

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Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht grundsätzlich Leistungen vor, die unter dem Sozialhilfesatz liegen.

vgl. Wikipedia: "Verfassungswidrigkeit und Novelle vom März 2015

Nachdem die Leistungssätze des AsylbLG seit 1993 unverändert geblieben waren, sah das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 18. Juli 2012[9] die Grundleistungen als „evident unzureichend“ an und erklärte sie für verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht forderte die Bundesregierung auf, unverzüglich eine verfassungskonforme Neuregelung zu schaffen, und traf für die Zeit bis zu deren Inkrafttreten selbst eine Übergangsregelung, die auf den 1. Januar 2011 zurückwirkte.

Am 1. März 2015 trat eine novellierte Fassung des AsylbLG in Kraft, die die grundlegenden Strukturen beibehielt, in diesem Rahmen aber ein Leistungsniveau festsetzte, das sich grundsätzlich an der Sozialhilfe nach dem SGB XII bzw. dem Arbeitslosengeld II orientierte. Eine vollständige Übereinstimmung gibt es allerdings weiterhin nicht; insbesondere sieht das AsylbLG nach wie vor keine Mehrbedarfszuschläge vor, und die medizinische Versorgung bleibt weiter unter dem Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung."

Hinzu kommt die Residenzpflicht, d.h. Asylsuchende dürfen die Gemeinde in der sie untergebracht sind nicht verlassen. Überhaupt sind in der Ausländerkriminalitätsstatistik immer auch Straftaten mit eingepreist, die Deutsche gar nicht begehen können, nämlich Verstöße gegen das Ausländergesetz.

Die Gegenseite der Frisörinnenperspektive ist die, dass fast alle geflüchteten Schwarzen die ich kenne eine rassistische Diskriminierung in Arztwartezimmern erleben: Sie kommen als letzte dran. Dahinter steckt kaum echter Rassismus, sondern Zusammenhänge die diese Leute nicht erkennen: Bevorzugung von Privatpatienten und chronisch Kranken in Dauerbehandlung.


Sich komplett sanieren lassen können heute nur noch Privatpatienten in bestimmten Tarifklassen beim Deutschen Ring.

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Meine Schwester hörte mal von einem Teenager aus Somalia, dass er bei seinem ersten Arztbesuch in Deutschland den halben Tag im Wartezimmer zubrachte, bis ihn die Arzthelferin gegen Abend entdeckte. Der Knabe wusste nicht, dass er sich zuerst bei ihr an der Rezeption hätte melden müssen. Er setzte sich einfach brav ins Wartezimmer und wartete darauf, dass er aufgerufen würde. Passierte nicht, weil die Sprechstundenhilfe nicht wusste, dass er zum Termin erschienen war und ihn aufgrund der räumlichen Gegebenheiten auch nicht gesehen hatte.

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@aboretum:
Ich habe die Aussagen, die ich so aufgeschnappt habe, nicht im Einzelnen auf Stichhaltigkeit überprüft, mir ging es mehr um die gefühlten Wahrheiten, die im Detail durchaus falsch oder verzerrt sein können (ich wusste ja, dass Sie mit einem einschlägigen Faktencheck kommen würden ;-))

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wir sehen darin in aller klarheit das der knollenblätterpilz
die rache der germanen am sein is bei den allahu akbaries

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Dann frag mal deine Friseurin, wie viel die denn jeden Monat in ihre Krankenkasse einzahlt.
Hat die vielleicht einmal erlebt, dass ein Höchstsatzzahler einen auf laut macht.
Du solltest die Dame vielleicht mal aufklären, dass es Leute gibt, die monatlich 789,53 in die Solidarische Krankenkasse einzahlen. Und denen kommt es nicht in den Sinn, Sonderbehandlung zu beanspruchen, nur weil sie mehr zahlen.

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da sehen wir die problematik bei obamacare
obamacare hat einen selbstbehalt
also es gilt ab 10000 dollar krankheitskosten
so krank will natürlich keiner sein
aber die beiträge verdoppelten sich

wundert sich noch einer warum trump gewählt wurde?

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Nur weil man eine Spenderleber benötigt, heißt das ja noch lange nicht, dass es eine passende gibt und man die auch bekommt (und nicht ein anderer, der sie genauso nötig braucht und für den sie ebenfalls geeignet wäre).

Ein 16-jähriger Syrer, der sich mit Knollenblätterpilzen vergiftet hat, ist vor Kurzem in Münster gestorben, weil es keine passende Spenderleber gab. Vier weitere Patienten, darunter die Mutter des Jungen, werden ebenfalls dort wegen einer Pilzvergiftung behandelt, einer davon braucht auch eine neue Leber. Es handelt sich dabei nicht um die syrische Familie aus Frankfurt, dort hatten ein Vater und drei Kinder die giftigen Pilze gefunden und gegessen. Von denen sollen zwei Kinder laut dpa eine neue Leber brauchen. Was aus dem Vater und dem dritten Kind wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor.

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aus dem bericht geht aber hervor das kein idiot pilze sammeln sollte
und idioten ham wir in diesem land schon genuch!

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@mark "Und wenn dann mal abgeschoben wird, dann trifft es in erster Linie nicht die Gefährder und Straftäter, an die traut man sich ja anscheinend nicht ran, da holt man lieber irgendwelche Mädchen aus dem Schulunterricht, die schon lange in Schland leben und integrationsmäßig auf gutem Weg sind."



Nö, da werden ständig massenhaft Leute abgeschoben, sogar eigene Jets nur zu dem Zweck gechartert. Die Mädchen die aus dem Schulunterricht gezogen werden sind halt die einzigen die eine Lobby haben, machen aber vielleicht ein Prozent aus. Und die Abgeschobenen die keine kleinen Mädchen sind werden mit starken Psychopharmaka abgespritzt in Hand- und Fußketten und geknebelt abgeschoben, z.B. tschetschenische Kriegsdienstverweigerer oder Illegale aus dem Kongo. Von denen spricht niemand.

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Die einzelnen Bundesländer handhaben das unterschiedlich, es hängt auch vom Herkunftsland ab. Einige Bundesländer schieben derzeit gar nicht nach Afghanistan ab, andere wie beispielsweise Hessen nur Straftäter. Bayern schiebt meines Wissens am meisten Leute ab - und da erwischt es oft die, die sich sehr um Integration bemühen, weil die Behörden - wie es Herr Mark schon schrieb - denen am leichtesten habhaft werden. Da sie in die Schule gehen, eine Ausbildung machen oder arbeiten, wissen die Behörden ziemlich genau, wo sie sie finden.

Die Abschiebepraxis Bayerns verunsichert auch in anderen Bundesländern Unternehmen, die bereit wären, Flüchtlingen eine Einstiegsqualifizierung oder Ausbildungsplatz zu geben oder als Arbeitskräfte einzustellen. Zwei IHK-Mitarbeiter, deren Job es ist, Kontakte zwischen Flüchtlingen und Unternehmen herzustellen und beide entsprechend zu beraten, haben mir das unlängst erzählt. Sie arbeiten in einer Region, wo Unternehmen zum Teil schon händeringend Azubis suchen.

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die abschiebepraxis is doch ne lachnummer bei 10000 terroristen
bedenke doch das eine gutmensch arboretum:

um die 10000 flächendeckend zu überwachen braucht es einen polizeistaat
und eine aufgedunsene menge von sicherheitskräften

merkst du nich das du mit deiner ideologischen haltung deutschland faschistisierst?

du kontakarierst ja deine gutmenschen-beweggründe

möchtest du in einem polizeistaat leben?

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Ich denke, das ist leider normal
Mit ähnlichen Gerüchten und Vorurteilen hatten sich schon meine Großeltern mütterlicherseits auseinanderzusetzen als sie nach dem Krieg aus Schlesien ins Ruhrgebiet aussiedelten.
Ähnliches lese ich auch vereinzelt über Chile, nachdem die 2016 übrigens einen anteilig zur Gesamtbevölkerung höheren Anteil aus vornehmlich Wirtschaftsflüchtlingen v.a. aus Südwest-Kolumbien, Haiti, Venezuela und deren Klassiker Peru aufnahmen als Deutschland in diesem Zeitraum.
Erschreckend sind die Berichte Venezolanischer Wirtschafts/Politflüchtlinge aus dem neu"reichen" Panama.

Ich persönlich find allerdings Deutschland so dermassen top of the notch organisiert, dass diese Leute das nörgeln auch sein lassen könnten.
Ich persönlich halte unsere humanitären Angebote für Flüchtlinge auch als Legitimation für unseren sub-NATO Standard Verteidigungshaushalt und den beständig gewaltigen Außenhandelsüberschuss.

Japan ist ein Land, dass praktisch überhaupt keine Flüchtlinge aufnimmt. Bei abnehmender Bevölkerung läuft deren Wirtschaft seit Jahrzehnten alles andere als rund und die hocken bis heute wirklich bis 11 Uhr nachts im Büro, wie ich selbst bei Kyocera Deutschland erfahren konnte. Und ich verfüge wirklich für deutsche Verhältnisse ein erstaunliches "Sitzfleisch", was Überstunden in Krisenzeiten angeht.

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pick your battle
Bin irgendwann im Leben zu der Theorie gelangt, dass in jeder Gesellschaft circa 30 bis 60% der Leute schlicht und einfach bescheuert sind und sich eine Auseinandersetzung überhaupt nicht lohnt. Durch staatliche Bildungspolitik und ein nervenberuhigendes Sozialsystem lässt sich der Anteil auf 30% senken. Dadrunter scheint leider einfach nicht möglich.

Die Leute sollten einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass wir ökologisch, wirtschaftlich, sozial, politisch, spirituell usw. dermaßen über Kulturräume vernetzt sind, dass es zwei Arten von Problemen gibt: Globale Probleme und Pseudo Probleme.

Das mit den Flüchtlingen war angesichts der Geburtenraten in verschiedenen einfach abzusehen. Natürlich beginnen Menschen bei Überbevölkerung zu migrieren. Sonst hätte sich der Homo Sapiens ja nie über den gesamten Globus verbreitet.
Hoffnung gibt, dass in vielen Regionen die Geburtenzahlen sinken. In Nordafrika und in weiten Teilen des Nahen Ostens übrigens sehr stark. Lateinamerika weist heute praktisch europäische Geburtenraten auf. Knapp über 3 Geburten pro Frau haben nur noch Guatemala und Honduras. In Chile und dem riesigen Brasilien droht eher Bevölkerungsschwund (1,75 bzw. 1,78)

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Besonders schlimm ist aus meiner Sicht, dass das ganze Unternehmen "Massenaufnahme von Migranten" so wenig hilfreich, ja schädlich ist.

Erst einmal wird nur denen geholfen, die sich die Reise nach Europa leisten können; die Mafia kassiert 5000 bis 10.000 Euro dafür (bei Gewinnspannen ähnlich wie im Drogenhandel). Für die Linken (und die Bundesregierung) existieren die Flüchtlinge eigentlich erst, wenn sie im Mittelmeer schwimmen, bzw. and die EU-Grenzen klopfen. Kurz vor der illegalen Grenzöffnung 2015 hat die Bundesregierung ihre Zahlungen an die Flüchtlingshilfe der UNO gekürzt (ähnlich kürzte Schweden seine Gelder für Entwicklungshilfe, um die Flüchtlinge in Schweden finanzieren zu können). Das Geld wäre sich besser angewandt in der Finanzierung der heimatnahen Flüchtlingslager, anstatt den Söhnen (es sind fast nur junge Männer) der dortigen Mittelklasse ihr Leben in Europa zu bezahlen.

Ja sie schicken Geld an ihre Familien, wenn sie können, aber das entspricht in etwa dem, was sie erwirtschaftet hätten, wenn sie im Lande geblieben wären, hilft der dortigen Wirtschaft also wenig.

Und die Situation in den Herkunftsländern wird durch die massenhafte Abwanderung der Jugend natürlich nicht besser, sondern immer schlechter. Angeblich sind bereits fünf von 18 Millionen Syrern auf der Flucht, wie wird es dort in zehn Jahren aussehen?

Ich bin mir auch sicher, dass kaum ein junger Afrikaner mehr darüber nachdenkt, wie er die Situation in seinem Lande verbssern kann. Alle überlegen nur noch, wie sie am schnellsten nach Europa kommen.

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/gambia-flucht-armut-100.html

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"Gewonnen" haben sie ja nicht, weil sie ins Parlament eingezogen sind, sondern weil sie die politische Debatte bestimmen und dazu beitragen, Narrative zu verändern. Und das spiegelt sich wiederum auch in dem wieder, was man an Gesprächen aufschnappt. Oder umgekehrt: dieser Mief schwelte schon immer in Kneipen oder Wohnzimmern aber er ist salonfähig geworden. Die kommen jetzt alle aus ihren Löchern. Und neue gesellen sich hinzu. Von den Haudrauf-Sprüchen, die im Nachhinein "relativiert" werden, mal abgesehen (taktisch plaziert oder spontan geäussert, sei mal dahingestellt), ist die AfD meines Erachtens dann am Gefährlichsten, wenn sie im Schafspelz daher kommt.

Bei diesen Leuten die "Nazikeule" herauszuholen, bringt übrigens nichts. Die freuen sich sogar darüber, weil damit eine "Welle der Solidarität" ausgelöst wird. "Ich denke das und das. Bin ich deshalb ein Nazi?"

Nein, da hilft nur ein kühler Kopf und eine nüchterne aber harte Auseinandersetzung.

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