Sonntag, 2. August 2026
Ceuta - Invasion oder Flashmob?
che2001, 00:24h
Anatomie einer Inszenierung
Am Donnerstag gelangten 49.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta, spanisches Staatsgebiet. Die Bilder gingen um die Welt. Menschen schwammen ohne Gepäck oder Proviant nach Ceuta, Massen folgten. Rassisten weltweit reagieren mit regelrechter Panikmache. Gehen wir in 5 Punkten durch, was passiert ist und was dahinter steckt.
1) Ceuta ist nicht Europa . Ceuta ist eine Enklave Spaniens in Nordafrika, ein Überbleibsel der spanischen Handelsaußenposten und des Kolonialismus. Es ist also niemand nach Europa gekommen. Alles spielte sich in Afrika ab. In Ceuta leben auch überwiegend Marokkanischstämmige.
2) Weltweit wird von Rechten und Rassisten von einer „Invasion“ gesprochen. Die Darstellung wird durch Panikmache künstlich ausgeschlachtet. Die Realität ist weitaus nüchterner und sachlicher. Wer in Ceuta einreist - ob legal oder illegal - ist offiziell noch nicht in die EU eingereist. Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Um selbständig von Ceuta aufs spanische Festland zu gelangen, braucht man entweder eine EU-Staatsbürgerschaft, eine gültige Einreiseerlaubnis wie etwa ein gültiges Visum oder einen positiv abgeschlossenen Asylprozess. Hier verweise ich auch auf den Kommentar von Arboretum.
Spanien und Marokko kündigten bereits am Donnerstag an, alle Ankömmlinge nach Marokko zurückzuführen. Am Freitag wurde mit den Rückführungen begonnen. Über 40.000 seien bereits zurück.
3) Der Zeitpunkt ist relevant. Spaniens Premier Pedro Sanchez hat letzte Woche nach vier Jahren erstmals wieder Algerien besucht, Marokkos Rivalen in der Region. Spanien will seine Beziehungen zu Algerien verbessern. Das missfällt mehreren Akteuren. Nicht nur den USA, die Algerien isolieren wollen, sondern auch dem König Marokkos, der Algerien als Hauptfeind marokkanischer Interessen betrachtet. Dass Marokkos Regierung die Migranten selbst zur Grenze gebracht haben könnte, zeigen Videos von Transportern voller Menschen, die unter Aufsicht marokkanischer Polizei in Grenznähe halten. Auch Recherchen der New York Times belegen die Annahme. Zahlreiche Beteiligte berichten darin von Aufforderungen durch marokkanische Polizisten, an die Grenze zu gehen.
Marokko hat in der Vergangenheit immer wieder Migrationsströme nach Ceuta und Melilla als politisches Druckmittel gegen Spanien eingesetzt, z.B. 2021. Damals hatte Spaniens Regierung den Anführer der Westsahara-Unabhängigkeitsbewegung Polisario, unter falschem Namen aus dem algerischen Exil einfliegen und wegen schwerer Corona-Erkrankung behandeln lassen, ohne Marokko zu informieren. Für Marokko war das eine Provokation, weil es die Polisario als Gegner in der Westsahara-Frage betrachtet und Algerien Marokko ebenfalls als Feind betrachtet.
4) Spanien hat aktuell extrem schlechte Beziehungen zu Israel und den USA , nachdem Spaniens Regierung Israels Kriegführung in Gaza als Genozid kritisierte und sich nicht am Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran beteiligen wollte. Das sind zwei der engsten politischen Partner des marokkanischen Königs. Israels UN-Botschafter Danny Danon reagierte am Freitag mit Häme auf das Geschehen in Ceuta und brachte es in Zusammenhang damit, dass Spanien ständig „Israel Predigten halten” würde. Bereis 2019 rief Yair Netanyahu, der Sohn des israelischen Premierministers, dazu auf, Ceuta aus spanischer Kontrolle zu „befreien”. Auch die US-Regierung übt sich in offener Feindseligkeit gegenüber Spanien. “Sprecht gar nicht erst mit ihnen. Die sind hoffnungslos. Das sind schlechte Menschen”, sagte US-Präsident Trump Anfang Juli. Dass auch Israel und die USA ein Interesse an Problemen für Spanien haben, liegt auf der Hand.
5) Die Emotion der Menschen in Ceuta ist echt. Selbst wenn zunächst einige der Menschen gezielt geschickt worden sein könnten, versuchten im Laufe des Tages Tausende ihr Glück. So viele, dass im gesamten Norden Marokkos Sicherheitskräfte ausrückten, um Jugendliche und junge Erwachsene von der Weiterreise abzuhalten. 49.000 Menschen schafften es laut Zahlen der spanischen Regierung nach Ceuta. So viele waren es noch nie. Es ist kein Geheimnis, dass die Jugend in Marokko kaum eine Zukunft sieht. Es fehlt an Arbeitsplätzen und Perspektiven. Kosten steigen. Für viele wird es eine Spontanentscheidung gewesen sein, ohne Mittel den Strandabschnitt entlang nach Ceuta zu schwimmen. Um die 60 Menschen starben beim Versuch. Die spanischen Behörden geben an, die Kontrolle in Ceuta wiederhergestellt zu haben. Vereinzelte Auseinandersetzungen soll es dennoch gegeben haben. In marokkanischen Medien heißt es, kriminelle Organisationen würden Jugendlichen falsche Hoffnungen machen und sie zur Grenze fahren. Das mag stimmen, es kann auch sein, dass die marokkanische Regierung da selbst ihre Hand im Spiel hat.
Das Geschehen hat somit keine konkreten Folgen. Außer dass weltweit gegen Sanchez, Spanien , Migranten und Muslime gehetzt wird. Sanchez und Spanien gelten als Kritiker und Gegenmodell zu rechten, netanjahufreundlichen Regierungen weltweit wie die USA, Italien und Co. Das Netz füllt sich mit Endzeitszenarien, Schreckensdarstellungen und Panikmache. Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, ein bekennender Rechter und Unterstützer der US-Regierung , verglich die Situation mit einer Zombieapokalypse. AfD-Politiker schwadronierten von „Angriff”, „Kriegserklärung” oder „Terror”. Stimmen aus der israelischen Regierung und ihrer Nähe stellten die Situation als Bestrafung für Spanien dar. Italiens rechte Premierministerin Meloni kündigte an, das Schengen-Abkommen mit Spanien zu pausieren. Wie gesagt, Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Kurz: Alle scheinen die vorübergehenden Bilder ohne jede Beachtung von Hintergründen für ein Feindbild ausschlachten zu wollen.
Es ist also durchaus deutlich, wessen Interessen aktuell bedient werden. Ob direkt oder indirekt.
Am Donnerstag gelangten 49.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta, spanisches Staatsgebiet. Die Bilder gingen um die Welt. Menschen schwammen ohne Gepäck oder Proviant nach Ceuta, Massen folgten. Rassisten weltweit reagieren mit regelrechter Panikmache. Gehen wir in 5 Punkten durch, was passiert ist und was dahinter steckt.
1) Ceuta ist nicht Europa . Ceuta ist eine Enklave Spaniens in Nordafrika, ein Überbleibsel der spanischen Handelsaußenposten und des Kolonialismus. Es ist also niemand nach Europa gekommen. Alles spielte sich in Afrika ab. In Ceuta leben auch überwiegend Marokkanischstämmige.
2) Weltweit wird von Rechten und Rassisten von einer „Invasion“ gesprochen. Die Darstellung wird durch Panikmache künstlich ausgeschlachtet. Die Realität ist weitaus nüchterner und sachlicher. Wer in Ceuta einreist - ob legal oder illegal - ist offiziell noch nicht in die EU eingereist. Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Um selbständig von Ceuta aufs spanische Festland zu gelangen, braucht man entweder eine EU-Staatsbürgerschaft, eine gültige Einreiseerlaubnis wie etwa ein gültiges Visum oder einen positiv abgeschlossenen Asylprozess. Hier verweise ich auch auf den Kommentar von Arboretum.
Spanien und Marokko kündigten bereits am Donnerstag an, alle Ankömmlinge nach Marokko zurückzuführen. Am Freitag wurde mit den Rückführungen begonnen. Über 40.000 seien bereits zurück.
3) Der Zeitpunkt ist relevant. Spaniens Premier Pedro Sanchez hat letzte Woche nach vier Jahren erstmals wieder Algerien besucht, Marokkos Rivalen in der Region. Spanien will seine Beziehungen zu Algerien verbessern. Das missfällt mehreren Akteuren. Nicht nur den USA, die Algerien isolieren wollen, sondern auch dem König Marokkos, der Algerien als Hauptfeind marokkanischer Interessen betrachtet. Dass Marokkos Regierung die Migranten selbst zur Grenze gebracht haben könnte, zeigen Videos von Transportern voller Menschen, die unter Aufsicht marokkanischer Polizei in Grenznähe halten. Auch Recherchen der New York Times belegen die Annahme. Zahlreiche Beteiligte berichten darin von Aufforderungen durch marokkanische Polizisten, an die Grenze zu gehen.
Marokko hat in der Vergangenheit immer wieder Migrationsströme nach Ceuta und Melilla als politisches Druckmittel gegen Spanien eingesetzt, z.B. 2021. Damals hatte Spaniens Regierung den Anführer der Westsahara-Unabhängigkeitsbewegung Polisario, unter falschem Namen aus dem algerischen Exil einfliegen und wegen schwerer Corona-Erkrankung behandeln lassen, ohne Marokko zu informieren. Für Marokko war das eine Provokation, weil es die Polisario als Gegner in der Westsahara-Frage betrachtet und Algerien Marokko ebenfalls als Feind betrachtet.
4) Spanien hat aktuell extrem schlechte Beziehungen zu Israel und den USA , nachdem Spaniens Regierung Israels Kriegführung in Gaza als Genozid kritisierte und sich nicht am Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran beteiligen wollte. Das sind zwei der engsten politischen Partner des marokkanischen Königs. Israels UN-Botschafter Danny Danon reagierte am Freitag mit Häme auf das Geschehen in Ceuta und brachte es in Zusammenhang damit, dass Spanien ständig „Israel Predigten halten” würde. Bereis 2019 rief Yair Netanyahu, der Sohn des israelischen Premierministers, dazu auf, Ceuta aus spanischer Kontrolle zu „befreien”. Auch die US-Regierung übt sich in offener Feindseligkeit gegenüber Spanien. “Sprecht gar nicht erst mit ihnen. Die sind hoffnungslos. Das sind schlechte Menschen”, sagte US-Präsident Trump Anfang Juli. Dass auch Israel und die USA ein Interesse an Problemen für Spanien haben, liegt auf der Hand.
5) Die Emotion der Menschen in Ceuta ist echt. Selbst wenn zunächst einige der Menschen gezielt geschickt worden sein könnten, versuchten im Laufe des Tages Tausende ihr Glück. So viele, dass im gesamten Norden Marokkos Sicherheitskräfte ausrückten, um Jugendliche und junge Erwachsene von der Weiterreise abzuhalten. 49.000 Menschen schafften es laut Zahlen der spanischen Regierung nach Ceuta. So viele waren es noch nie. Es ist kein Geheimnis, dass die Jugend in Marokko kaum eine Zukunft sieht. Es fehlt an Arbeitsplätzen und Perspektiven. Kosten steigen. Für viele wird es eine Spontanentscheidung gewesen sein, ohne Mittel den Strandabschnitt entlang nach Ceuta zu schwimmen. Um die 60 Menschen starben beim Versuch. Die spanischen Behörden geben an, die Kontrolle in Ceuta wiederhergestellt zu haben. Vereinzelte Auseinandersetzungen soll es dennoch gegeben haben. In marokkanischen Medien heißt es, kriminelle Organisationen würden Jugendlichen falsche Hoffnungen machen und sie zur Grenze fahren. Das mag stimmen, es kann auch sein, dass die marokkanische Regierung da selbst ihre Hand im Spiel hat.
Das Geschehen hat somit keine konkreten Folgen. Außer dass weltweit gegen Sanchez, Spanien , Migranten und Muslime gehetzt wird. Sanchez und Spanien gelten als Kritiker und Gegenmodell zu rechten, netanjahufreundlichen Regierungen weltweit wie die USA, Italien und Co. Das Netz füllt sich mit Endzeitszenarien, Schreckensdarstellungen und Panikmache. Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, ein bekennender Rechter und Unterstützer der US-Regierung , verglich die Situation mit einer Zombieapokalypse. AfD-Politiker schwadronierten von „Angriff”, „Kriegserklärung” oder „Terror”. Stimmen aus der israelischen Regierung und ihrer Nähe stellten die Situation als Bestrafung für Spanien dar. Italiens rechte Premierministerin Meloni kündigte an, das Schengen-Abkommen mit Spanien zu pausieren. Wie gesagt, Ceuta gehört nicht zum Schengen-Raum. Kurz: Alle scheinen die vorübergehenden Bilder ohne jede Beachtung von Hintergründen für ein Feindbild ausschlachten zu wollen.
Es ist also durchaus deutlich, wessen Interessen aktuell bedient werden. Ob direkt oder indirekt.
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willy56,
Sonntag, 2. August 2026, 17:09
1. Ceuta gehörte seit 1415 zu Portugal, dann über die Personalunion beider Königreiche seit 1580 zu Spanien, Marokko ist als Staat sehr viel jünger. Es kann überhaupt keine Rede davon sein, dass Ceuta eine spanische Kolonie ist.
2. Es dürfte sich allmählich herumgesprochen haben, dass die Einreisebestimmungen der EU keinerlei Bedeutung für die illegale Migration haben. Einmal auf dem Festland hindert sie niemand, nach Norden zu gehen und in Deutschland oder anderen Ländern Asylanträge zu stellen. Die Regierung von Pedro Sanchez fliegt seit Jahren Migranten von den Kanarischen Inseln nach Spanien ein.
3. Was du zu Algerien schreibst, stimmt, aber der Hintergrund ist noch ein anderer. 1975 hat Marokko Westsahara, ein großes Gebiet das zu Spanien gehörte, annektiert. Ohne Militär, einfach indem 300.000 Marokkaner über die Grenze gingen und sich dort niederließen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Marsch
Seit dem gehört das Gebiet faktisch zu Marokko, obwohl Marokko keinerlei Anspruch darauf hatte und die UNO das auch nie anerkannte. Die Spanier waren 1975/76 nach dem Tod Francos mit dem Übergang zur Demokratie beschäftigt. Aber sie haben sich immer solidarisch mit den Saharauis (wie die Einwohner genannt werden) verhalten, ihre Kinder für die Ferien nach Spanien gebracht, Kranke in spanischen Hospitäler behandelt. usw.
Nun hat man kürzlich in Spanien beschlossen, Saharauis die vor 1975 geboren wurden, die spanische Staatsbürgerschaft zu geben, was Marokko natürlich nicht gefällt. Das dürfte der Hintergrund sein. Ein bewusst eingefädelte Aktion Marokkos, gewissermaßen die Generalprobe für einen möglichen neuen Grünen Marsch mit anschließender Annektierung Ceutas.
Das die Jugend in Marokko schlechte Zukunftsperspektive hat stimmt, aber das ist natürlich kein legitimer Grund für die Massenmigration. Ursache ist die marokkaniosche Gesellschaft mit ihrer Korruption und Ungelichheit. Marokko ist kein armes Land wie Afghanistan oder Somalia, sondern es hat eine florierende Landwirtschaft und exportiert auch in die EU. Die spanischen Bauern sind stinksauer auf die Regierung, weil sie marokkanische Waren ins Land lässt die wesentlich billiger sind, weil sie nicht nach EU-Standards hergestellt werden. Durchaus denkbar dass es da Absprachen mit der Regierung Sanchez gibt, und Marokko über kompromittierendes Material verfügt. Sanchez und seine Regierung sind bis an die Nase in zahlreiche Korruptions-Skandale verstrickt, von der Bezahlung von Prostituierten mit Staatsgeldern durch einen Ex-Minister über die Rettung einer spanisch/venezolanischen Fluggesellschaft, die wohl im wesentlichen dazu diente, gestohlenes Geld aus Venezuela in Sicherheit zu bringen, durch EU-Covid-Gelder. Sanchez Frau hat man den Pass abgenommen, damit sie nicht das Land verlassen kann wegen diverser Verdächte, und sein Bruder steht wegen Korruption vor Gericht. Eine sympathische Familie. Als er vorgestern nach Ceuta kam, empfingen ihn die Leute dort mit Sprechchören, die ih als „Hijo de Puta“ (Hurensohn) bezeichneten.
https://www.youtube.com/shorts/be7bUI0m5r8
2. Es dürfte sich allmählich herumgesprochen haben, dass die Einreisebestimmungen der EU keinerlei Bedeutung für die illegale Migration haben. Einmal auf dem Festland hindert sie niemand, nach Norden zu gehen und in Deutschland oder anderen Ländern Asylanträge zu stellen. Die Regierung von Pedro Sanchez fliegt seit Jahren Migranten von den Kanarischen Inseln nach Spanien ein.
3. Was du zu Algerien schreibst, stimmt, aber der Hintergrund ist noch ein anderer. 1975 hat Marokko Westsahara, ein großes Gebiet das zu Spanien gehörte, annektiert. Ohne Militär, einfach indem 300.000 Marokkaner über die Grenze gingen und sich dort niederließen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Marsch
Seit dem gehört das Gebiet faktisch zu Marokko, obwohl Marokko keinerlei Anspruch darauf hatte und die UNO das auch nie anerkannte. Die Spanier waren 1975/76 nach dem Tod Francos mit dem Übergang zur Demokratie beschäftigt. Aber sie haben sich immer solidarisch mit den Saharauis (wie die Einwohner genannt werden) verhalten, ihre Kinder für die Ferien nach Spanien gebracht, Kranke in spanischen Hospitäler behandelt. usw.
Nun hat man kürzlich in Spanien beschlossen, Saharauis die vor 1975 geboren wurden, die spanische Staatsbürgerschaft zu geben, was Marokko natürlich nicht gefällt. Das dürfte der Hintergrund sein. Ein bewusst eingefädelte Aktion Marokkos, gewissermaßen die Generalprobe für einen möglichen neuen Grünen Marsch mit anschließender Annektierung Ceutas.
Das die Jugend in Marokko schlechte Zukunftsperspektive hat stimmt, aber das ist natürlich kein legitimer Grund für die Massenmigration. Ursache ist die marokkaniosche Gesellschaft mit ihrer Korruption und Ungelichheit. Marokko ist kein armes Land wie Afghanistan oder Somalia, sondern es hat eine florierende Landwirtschaft und exportiert auch in die EU. Die spanischen Bauern sind stinksauer auf die Regierung, weil sie marokkanische Waren ins Land lässt die wesentlich billiger sind, weil sie nicht nach EU-Standards hergestellt werden. Durchaus denkbar dass es da Absprachen mit der Regierung Sanchez gibt, und Marokko über kompromittierendes Material verfügt. Sanchez und seine Regierung sind bis an die Nase in zahlreiche Korruptions-Skandale verstrickt, von der Bezahlung von Prostituierten mit Staatsgeldern durch einen Ex-Minister über die Rettung einer spanisch/venezolanischen Fluggesellschaft, die wohl im wesentlichen dazu diente, gestohlenes Geld aus Venezuela in Sicherheit zu bringen, durch EU-Covid-Gelder. Sanchez Frau hat man den Pass abgenommen, damit sie nicht das Land verlassen kann wegen diverser Verdächte, und sein Bruder steht wegen Korruption vor Gericht. Eine sympathische Familie. Als er vorgestern nach Ceuta kam, empfingen ihn die Leute dort mit Sprechchören, die ih als „Hijo de Puta“ (Hurensohn) bezeichneten.
https://www.youtube.com/shorts/be7bUI0m5r8
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che2001,
Montag, 3. August 2026, 12:04
Willy, eine Anmerkung zur Vorgeschichte:
1975 war die bisherige spanische Kolonie Spanisch-Sahara von Spanien unabhängig geworden und die Demokratische Arabische Republik Sahara ausgerufen worden. Dieser Staat gelangte niemals zur Existenz, da zuvor Marokko in einer Demonstration mit 350 000 Teilnehmern, dem „Grünen Marsch“ den Rückzug der Spanier erzwungen hatte, ein größerer Teil der Marokkaner nun aber im Land blieb und Marokko Truppen stationierte. Seither führte die Befreiungsbewegung der Westsahara-Bewohner, der Sahraoui, die Frente Polisario bis 1991 einen Partisanenkampf gegen Marokko und wurde dabei von Algerien unterstützt. Bis heute flammen immer wieder kleinere Scharmützel auf. Marokko geht es bei der De-facto-Annektion der Westsahara nicht um die dort angesiedelten marokkanischen Menschen, sondern um die riesigen Phosphatvorkommen der Westsahara und die reichen Fischfanggründe vor der Küste.
Die traditionelle Gegnerschaft zwischen Marokko und Algerien hat noch andere Gründe: Marokko ist eine legitimistische Erbmonarchie die sich auch stark über den Islam in seiner malikitischen Auslegung legitimiert, Algerien eine laizistische Republik, die so eine Mischung aus französischer Revolution, Panarabismus und Antiimperialismus kubanischer Lesart zur Staatsdoktrin hat. Zwischen beiden Ländern gibt es einen ideologischen Gegensatz der dem früheren Ost-West-Konflikt stark ähnelt.
1975 war die bisherige spanische Kolonie Spanisch-Sahara von Spanien unabhängig geworden und die Demokratische Arabische Republik Sahara ausgerufen worden. Dieser Staat gelangte niemals zur Existenz, da zuvor Marokko in einer Demonstration mit 350 000 Teilnehmern, dem „Grünen Marsch“ den Rückzug der Spanier erzwungen hatte, ein größerer Teil der Marokkaner nun aber im Land blieb und Marokko Truppen stationierte. Seither führte die Befreiungsbewegung der Westsahara-Bewohner, der Sahraoui, die Frente Polisario bis 1991 einen Partisanenkampf gegen Marokko und wurde dabei von Algerien unterstützt. Bis heute flammen immer wieder kleinere Scharmützel auf. Marokko geht es bei der De-facto-Annektion der Westsahara nicht um die dort angesiedelten marokkanischen Menschen, sondern um die riesigen Phosphatvorkommen der Westsahara und die reichen Fischfanggründe vor der Küste.
Die traditionelle Gegnerschaft zwischen Marokko und Algerien hat noch andere Gründe: Marokko ist eine legitimistische Erbmonarchie die sich auch stark über den Islam in seiner malikitischen Auslegung legitimiert, Algerien eine laizistische Republik, die so eine Mischung aus französischer Revolution, Panarabismus und Antiimperialismus kubanischer Lesart zur Staatsdoktrin hat. Zwischen beiden Ländern gibt es einen ideologischen Gegensatz der dem früheren Ost-West-Konflikt stark ähnelt.
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willy56,
Montag, 3. August 2026, 16:51
Enrique Fonseca meint, was da aktuell in Ceuta geschah, war eine Generalprobe für einen neuen grünen Marsch wie 1975, mit Annektierung des spanischen Territoriums.
Spätestens nach der Fußball-WM 2030 in Spanien, Marokko und Portugal dürfte es rund gehen.
https://www.youtube.com/watch?v=QdVxXbLlPI0
Spätestens nach der Fußball-WM 2030 in Spanien, Marokko und Portugal dürfte es rund gehen.
https://www.youtube.com/watch?v=QdVxXbLlPI0
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