Sonntag, 9. Oktober 2022
Unter Geiern
Jetzt habe ich die ersten Fernaufnahmen mal raufgezoomt. Ich hoffe, es ist halbwegs nachvollziehbar, wie eindrucksvoll es ist, diese Vögel über sich kreisen zu sehen. Flügelspannweite immerhin fast 3 m.



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Montag, 27. September 2021
Old School - New School
"Ihr sichert Euch mit Klemmkeilen? Das ist ja Oldschool!" meinte die aufreizend schöne blonde Klettertrainerin. Oldschool. In meiner Welt ist Oldschool Schlosserei, d.h. man kloppt mit dem Hammer Haken in den Fels, an denen das Seil fixiert wird oder nutzt einen Akkuschrauber, um sich sozusagen einen befristeten Klettersteig anzulegen.

Das machen wir Freeclimber natürlich nicht. Alles Sicherungsgerät wird wieder mitgenommen. Hier verwendet man Klemmkeile - Stahlstücke, die in natürlich vorhandene Spalten gesetzt werden - und Friends, aufklappbare Klammern, die sich vielfach im Fels verkanten und einen sicheren Halt bieten sowie Standplatzschlingen, die um eine Felsnase herumgeschlungen werden.


Aber die jungen Sportkletterasse machen das wieder anders, nur mit Schlingen, ohne Metall. Oder halt reine Partnersicherung durch den Nachsteigenden, Vorstieg ohne Hilfsmittel, aber mit kurzer Rücksicherung.

Free Solo macht kaum jemand.

Freilich sind die Ähnlichkeiten zwischen urbanen norddeutschen Sportkletterern und uns Alpinisten nicht überwältigend groß. Und Freeclimber verachten zum Teil Klettersteiggeher, während Free Solo in der öffentlichen Wahrnehmung das Nonplusultra darstellt, aber extrem lebensgefährlich ist. Mich kümmern die ideologischen Unterschiede nicht, ich gehe Klettersteige ebenso gerne wie Bohrhaken-gesicherte Routen, auch Rotpunkt, einmal hatte ich auch schon eine Direttissima. Und auch wenn ich auf die 60 zugehe will ich mich weiter steigern. Nur als Kraxler darf mich niemand bezeichnen.








Lisi, die Meisterin, von der ich die wichtigsten Dinge gelernt habe.

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Mittwoch, 21. September 2011
Das Drahtseil
Ein Drahtseil, gespannt über eine Schlucht. Ein Zweites, etwas oberhalb zum Einhängen der Sicherung. Unser eigenes Seil, das uns verbindet. Ich denke "Wenn ich Angst habe, fange ich an zu zittern, dann überträgt sich das auf das Drahtseil, es fängt an zu schwingen, und ich falle." Also beschließe ich, keine Angst zu haben. Ich war schonmal von einem Drahtseil gestürzt, weil ich ins Zittern geraten war, und das Drahtseil hatte mir einen Streifen Haut vom Unterschenkel abgezogen, also nicht die ganze Haut, nur die Epidermis, und ich musste dann gerettet werden. Als ich später in der Sauna gefragt wurde, was das für eine Wunde sei meinte eine Kumpeline: "Er wurde mit einem Stahlseil gezüchtigt." Muss ich nicht wieder haben. Also habe ich keine Angst und gehe rüber. Ganz locker und sehr entspannt. Nun habe ich langjährige Bergerfahrung, ohne die hätte ich das nicht so cool gemacht, wundere mich aber hinterher dennoch: So locker geht das? Ich beschließe, keine Angst zu haben, und also habe ich sie nicht?!

Wenn nur alles im Leben so leicht wäre. Ich sollte viel mehr klettern.

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