Freitag, 15. Februar 2019
Fotos hochladen
Zugegeben, ich bin ein alter Dinosaurier. Diese Handyfotografie ist nie richtig mein Ding geworden, Fotos heißt für mich die Nikon zu verwenden. Wie aber das Bilder verschicken mit Whatsapp funktioniert - um Missverständnisse zu vermeiden, zur Kommunikation nutze ich dieses Medium ausgiebig - oder generell vom Smartphone aus ist mir bis heute ein Rätsel geblieben. Wenn ich Fotos mit dem Smartphone gemacht habe wird das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbunden, die Bilder werden rübergeholt, ordentlich in Photoshop bearbeitet wie es sich gehört - ein Bild ist für mich dann ein Bild wenn es mindestens 300 dpi hat und im CMYK-Modus gespeichert ist - und dann wird es als Anhang einer Email verschickt. So und nicht anders.

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Sonntag, 10. Februar 2019
Aktueller Workout
Halbe Stunde Laufband, viertel Stunde Taek Won Do, viertel Stunde Muay Thai, viertel Stunde Boxen, 100 Liegestütze, Situps in der Vertikalen, aus dem Laufen heraus, dann Sauna. Fühle mich großartig.

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Montag, 4. Februar 2019
Vor 50 Jahren starb B.Traven
Einer der geheimnisvollsten und einer der mir liebsten Autoren.

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Sonntag, 3. Februar 2019
Double Action
Gestern Skilanglauf, heute heftiges Indoor-Training. Kombi kam schon gut. Zwar miaut der Muskelkater, dennoch habe ich das Gefühl mit 50+ fitter zu sein als mit 25. Na gut, da war ich ein Kiffer. Trotzdem schöne Erfahrung. Und mit einer idealen Trainingspartnerin.

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Freitag, 1. Februar 2019
Intensity
Gerade mal einen Monat und eine Woche mache ich das neue Kampfsporttraining - und muss schon neue Löcher in den Gürtel stanzen. Wirkt.

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Sonntag, 27. Januar 2019
Next Level!
In meinem Multistyle-Kampfsportkurs eine neue Trainingsstufe begonnen. Alles noch nen Zacken heftiger. 1000 Kalorien die Stunde.

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Freitag, 18. Januar 2019
Looking Backwards
Überraschend bin ich einer Bekannten aus uralten Tagen, also einer ehemaligen Mitschülerin begegnet, und zwangsläufig kochten alte Dinge wieder hoch die mich geprägt haben, aber irgendwo weggepackt in der zerebralen Dachkammer standen.


Anlass genug, mal schlaglichtartig die eigene Lebensgeschichte zu rekapitulieren.

Als Teenager war ich eher unauffällig, gehörte keiner Subkultur an, trug Parka, eine leuchtend blaue Windjacke, und als Markenzeichen ein buntes Afghantuch mit Glitzerfäden, wegen dem mich manche für schwul hielten. Dabei hat meines Wissens keine schwule Sub je Afghantücher getragen. Politisch sah ich mich als linken Liberalen, so in der Ecke Rudolf Baum, Burkhard Hirsch, Helga Schuchardt, Ingrid Matthäus-Meier. Musikalisch hörte ich was die Clique hörte: Deep Purple, Led Zeppelin, Uriah Heep, außerdem Liedermacher wie Hannes Wader, Klaus Hoffmann und Konstantin Wecker.

Dann kam die Flick-Affäre und die Bonner Wende, und ich erfand mich neu als linker Grüner (allerdings ohne Parteibuch, und meine Eigenbezeichnung lautete "Radikaldemokrat") und Anhänger der Neuen Deutschen Welle, Erscheinungstechnisch im Hippie-Look, obwohl das zum sonstigen subkulturellen Umfeld eher nicht passte. In der Zeit fing ich das Kiffen an und engagierte mich politisch, beim Stadtschülerrat, bei amnesty international und etwas das man heute Antirassismusplenum nennen würde, damals aber altbacken "Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit" hieß.

Hier bekam ich Kontakt zur Devrimci Yol, zur PKK bzw. ERNK und zu den Volksfedayin Iran, entdeckte den Antiimperialismus, las Autonomie Neue Folge und Bakunin und mutierte über das Puppenstadium des Anarchisten zum Autonomen. Der Hippie-Look wich schwarzem Leder, und meine ersten nennenswerten sexuellen Erfahrungen hatte ich mit Frauen aus der linken Szene, die damals noch ein quervögelnder hedonistischer Haufen war und nichts mit dem Moralismus ihrer späteren Jahre am Hut hatte.

Passend dazu vollzog sich der Zerfall der Friedens/Antikriegsbewegung mit dem Verrat der Grünen in Krefeld, die den Antiimperialistischen Block den Knüppeln der Bullen überließ ("Bushfeuer").

Studium und Zivildienst brachten mich tiefer in die autonome Szene hinein, durchaus bis in den Bereich der allerdings kleinen Delinquenz (war fürs Image gut, ein paar Strafverfahren mit politischem Hintergrund aber ohne ernste Konsequenzen brauchte man für die Streetcredibility). Häuserkämpfe, Antifa, Wackersdorf, Scherbendemos, Theoriearbeit, Adorno, Baudrillard, Bourdieu, Das Kapital. Ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Hungerstreik der RAF machte mir damals allerdings furchtbare Angst, unnötigerweise. Da riet mir mein Anwalt all mein Geld auszugeben, umso weniger könne mir der Staat abnehmen, und nach einem Akkordjob bei VW reiste ich mit unbekannten Gefährten nach Ägypten.

Heraus kamen ein großartiges Abenteuer und ein paar wunderbare Freundschaften, eine zweite, noch abenteuerlichere Ägyptenreise folgte, dann machten wir eine Deutschlandreise für unseren Kairoer Freund Mohammed, mit Destinationen wie den besetzten Häusern in der Hafenstraße und einer inszenierten nächtlichen Verfolgungsjagd mit einer Polizeistreife in Oldenburg;-).


Popkulturell-ästhetisch war das ja eine Zeit der Brüche und Regressionen: Das Ende von schwarzgelb auf dem Höhepunkt einer Stagflation ("Nullwachstum") in einer Zeit geradezu verinnerlichter Atomkriegsangst, es war ja schick, psychosomatische Störungen zu haben ging einher mit No-Future-Stimmung, Punk, NDW und einem Bruch mit der bisherigen Popästhetik, die Massenmobilisierung der größten außerparlamentarischen Bewegung die es je im Nachkriegsdeutschland gegeben hat brachte dann alte Arbeiterlieder, gefühlige Kirchentagshymnen ("Wehrt euch leistet Widerstand, schließt euch fest zusammen", bei uns hieß es stattdessen "Aufruhr, Widerstand, es gibt kein ruhiges Hinterland", wir meinten es ernst damit die deutsche Provinz für NATO und Atomindustrie zum Feinesland zu machen und scheiterten kläglich) und manchen Kitsch hoch, Nicole plärrte "Ein bißchen Frieden", es war trendy wenn sich eine Band "Die Deserteure" nannte.

https://bersarin.wordpress.com/2019/01/12/es-war-goldstaub-in-uns-blixa-bargeld-zum-60-geburtstag-und-vom-status-de


Krisenjahre 1989-93
Mitten zwischen diese Ereignisse platzten der Tod von Conny

https://che2001.blogger.de/STORIES/2705581/

und militante Auseinandersetzungen mit Neonazis an der Schwelle zum Rechtsterrorismus, nahtlos gefolgt von Nie-wieder-Deutschland-Protesten, Großdemos gegen flüchtingsfeindliche Pogrome, Protest- und Blockadeaktionen gegen den 2. Golfkrieg, ich immer mittendrin.

Parallel brach ich mit der linken Uniszene die inzwischen vom Moralinvirus infiziert war und orientierte mich neu, in einer Kurdistan-Soligruppe und einem Antirassissmusplenum mit engem Bezug zu den Materialien für einen Neuen Antiimperialismus, die für mich neben Marx und Adorno zur theoretischen Richtschnur wurden.

Auf das Studium folgte eine Tätigkeit bei einer NGO, wegen der mich manche schon als "Karrierist" beschimpften, dann die Promotion, zu der parallel ich als Dozent unterrichtete und Kneipenklos putzte, dann ein Job in der IT (für den mich jemand dann "Verräter" nannte), schließlich über viele Jahre eine Pressesprechertätigkeit für ein Großunternehmen, nach Krach mit der Geschäftsführung und einem befristeten Lehrerjob ein Leben als Multiselbstständiger - Baufinanzierer, Dozent, Webdesigner, Fotoreporter, Werbetexter bunt durcheinander - und heute bin ich Unternehmer.

Zwischendurch saß ich für eine lokale linke Liste im Rat, meine Ansichten haben sich nicht groß geändert. Ich finde immer noch dass die Materialien für einen Neuen Antiimperialismus und Wildcat Recht haben und die Welt so beschreiben wie sie ist.

Insgesamt kann ich aufgrund beruflicher Einbindung nicht mehr so viel Engagement bringen wie früher, Sport und Alpinismus, die immer wichtig waren, haben im Lauf des Lebens eher an Bedeutung gewonnen, und ich bin bemüht eine gute Work-Life-Balance hinzubekommen.

Parallel zu allem also ein ganz anderer Strang von der Teenager-Zeit bis jetzt, der da heißt: Hochalmspitze-Großglockner-Fluchtkogel-Marmolada-Tofana-Klettersteige-Cevedale-Glödis-Drei Zinnen-Brenta-Grate und Wände

Und: Judo-Karate-Bo-Karate-Escrima-Mixed Style, allerdings mit berufsstress- und verletzungsbedingten jahrelangen Intervallen.

Seit einigen Jahren bin ich auch gesundheitspolitisch engagiert. Szenekontakte habe ich nach wie vor, aber ich lebe nicht in der Szene. Bürgerlich würde ich meinen Lebensstil allerdings auch nicht nennen, im Grunde hat sich auch mit 50+ ein eher studentisches Lebensgefühl erhalten. Und rückblickend gesagt: Es war nie langweilig. Bisher ein Leben mit Vollgas.

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Montag, 20. Mai 2013
Von der Herkunft der Redewendungen
Die ursprüngliche Bedeutung volkstümlicher Sprechweisen ist etwas, mit dem ich als Alltagshistoriker mich regelmäßig beschäftige und die ich hochinteressant finde. Als das öffentliche Waschen der Hausfrauen auf den Ratsbleichen um 1800 herum mehr und mehr von professionellen Waschfrauen übernommen wurde, die die Wäsche in den Haushalten, die in der Lage waren sie zu bezahlen abholten und dort auch wieder ablieferten erlangten diese Waschweiber eine wichtige soziale Funktion. Ob ein Mann die Ehefrau schlug oder er sie oder sie ihn betrug, die Kinder die Schule schwänzten etc., nichts entging den Waschfrauen, und sie unterhielten sich bei der Arbeit auf der Bleichwiese darüber, ebenso, wie Einsteigediebe aus den Erzählungen der Waschfrauen wertvolle Informationen gewinnen konnten. Die Bezeichung für diese Gespräche wurde aber lautmalerisch aus den Geräuschen abgeleitet, die bei der Wäsche entstanden: Klatschen und tratschen.


Noch in meiner Kindheit drohten Eltern ungezogenen Kindern "Du fängst dir heute noch ne Naht ein", und das kommt daher, dass die Prügelstrafe, z.B. Peitschenhiebe, in früheren Zeiten so heftig zur Anwendung kam, dass hinterher Wunden genäht werden mussten. Adlige Jünglinge waren von der Prügelstrafe ausgenommen, sie hielten sich einen eigenen Prügelknaben, der statt ihrer geschlagen wurde. Makaber ist auch die ursprüngliche Bedeutung von gespannt sein oder etwas spannend finden, denn das bezieht sich auf die Streckbank, auf der Delinquenten vom Henker so lange gespannt wurden bis die Oberarmköpfe aus den Gelenken sprangen. Nicht ungeschoren davonkommen bezieht sich darauf, dass zum Tod durch Enthaupten Verurteilten vor der Hinrichtung die Haare geschoren und der Nacken ausrasiert wurde, damit der Axt oder dem Schwert keine Haare im Weg waren.


Auf den Hund gekommen sein hat gleich mehrere Bedeutungen: Im Dreißigjährigen Krieg begruben Bauern, die Plünderungen fürchteten, ihre Notgroschen unter dem eigenen Hof und markierten die Stelle als Grab für einen toten Hund. Aber auch die Kassetten, in denen Geld aufbewahrt wurde zeigten an ihrem Boden die bildliche Darstellung eines Hundes, wer auf den Hund gekommen war hatte also kaum noch Geld in der Kassette. Schließlich gab es den Brauch, dass ein vom Galgen Begnadigter mit einem toten Hund auf den Schultern um die Stadt ziehen musste.

Sich matt fühlen, matt sein kommt aus dem Arabischen (mata=besiegt, überwältigt, tot), Schachmatt hingegen ist umstritten: Schah mat hieße in persisch-arabischer Wortkombination "Der König ist bedroht oder auch tot", "Shah margbad" "Tod dem König" und "Shah mordebad" "Der König wurde getötet".

Festzuhalten bleibt, dass Begriffe aus orientalischen Sprachen schon sehr früh Eingang ins Deutsche hielten und dass die Gemeinsamkeiten indogermanischer Sprachen (deutsch: "Wissen", Sanskrit/Hindi: "Veda") teils frappierend sind. Aber auch aus dem Arabischen haben die Deutschen viele Lehnwörter:
"Machāzin" arabisch bebilderte Texte (Magazin), "Maṭraḥ" Bodenkissen (Matratze, Matte), "Ta´rifa" Bekanntmachung des Preises (Tarif) usw.

Eine in dem Kontext sehr erhellende Sprache ist Serbokroatisch mit einer gesamtslawischen Grundstruktur und etwa gleich vielen Lehnwörtern aus dem Venezianischen, Deutschen, Türkischen, Griechischen und Lateinischem. Sexualnost i psyckiki Problemski sim absoluti Tabutemi verstehen alle, ebenso, wie ein Friserski, ein Palatschino (Palatschinken) oder eine Konnoba (Kneipe) nicht weiter erklärt werden müssen. Ein Kiosk ist übrigens eigentlich ein türkischer Pavillon (Köschke) bzw. der persische Begriff für eine gemauerte Ecke (Göse), meist als Basis eines Gewölbebogens (Iwan), in der bwz. unter dem sich Sitz-und Liegegegenheiten (Diwan) befanden.

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Sonntag, 13. Mai 2012
Interkulturelle Didaktik in der Praxis
Ein indischer Kollege, sehr südindisch aussehend leitet seine Wortmeldungen sehr regelmäßig mit "Ich bringe jetzt etwas Farbe in die Sache" ein. Als ich kürzlich einer polnischen Projektpartnerin gegenüber meinte "Ich habe bei dieser Sache den Hut auf, ist es OK, wenn ich bestimme, was veröffentlicht wird?" erwiderte sie: "Ja! Ich bin Deine willige Polin." So wird in multikulturellen Projekten, in denen ich mitmische, ständig geredet, auch weit fernab der durch einen spezifischen Galgenhumor bestimmten Flüchtlingsszene. Die hochmoralistisch aufgeladene Notwendigkeit politisch korrekter Sprache, die ich seitens bildungsbürgerlich sozialisierter weißdeutscher Linker erlebt habe wird öfters von den eigentlich Betroffenen nicht nachvollzogen. Da ist eher der veräppelnde Umgang mit rassistischen Klischees die Regel. Und Political Correctness ein Streitthema zwischen sich von marginalisierten Minderheiten eingeschränkt fühlenden Rechtsradikalen, die sich nicht eingestehen, dass sie das sind einerseits und andererseits formulierungszentrierten, praxisfernen Verbal- und Theorielinken.

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Samstag, 5. Mai 2012
Dölmer, Kapalken oder Doffelmoffel?
Na, das war ja wieder festlich an der Supermarktkasse. Hinter mir zwei junge Männer, die sich darüber unterhielten, wie man die eingekauften Getränke mischen könnte. Eingekauft hatten sie mehrere Flaschen Wodka, mehrere Flaschen Bier, eine Flasche Amaretto und so etwa 10 Liter taurinhaltigen Energydrink. Mischen? Au weia. Entsprechend sahen die Typen aus. Beiden schaute die Dumpfheit nur so aus den Augen, beide wirkten extrem kräftig, einem fehlt die Hälfte der Frontzähne, und in seinem Gesicht befanden sich frische Platzwunden sowie Narben in unterschiedlichen Verheilungsgraden, die recht deutlich darlegten, weswegen ihm Zähne fehlten.

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