Bauhausarchitektur in Burundi
Jagtzwillen
Affenleben
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Aufewachsen im Arbeiter- und Studentenviertel, ein Drittel meiner Sandkasten- und Schulkumpels Türken, und in wir waren halt richtige Jungs. Das hieß, als wir in der 2. Klasse in den Zoo gingen und unsere Lehrerin sich freute, mit uns auf die Streichelwiese zu gehen und Kaninchen und Zicklein in den Arm zu nehmen, hat meine Clique aus mehrheitlich Jungs und ein paar toughen Mädchen sich verachtungsvoll abgewandt und ist zum Schimpansenkäfig gegangen, um mit dem Affen um die Wette zu rennen und ihn zu reizen und zu Wutanfällen zu provozieren, schließlich war jeder von uns Tarzan. Erst später, so kurz vor der Pubertät, führte die Tatsache, dass ich außerschulisch durch meine Mutter und zwei große Schwestern geprägt wurde dazu, dass ich in vielen Dingen anders mich verhielt als meine männlichen Altersgenossen, in Mann-Frau-Konflikten identifiziere ich mich bis heute meist instinktiv mit der Frau (was ein männlicher Freund sogar mal als "Entsolidarisierung" mit sich wahrnahm), und so mit 20 sagte ein psychologisches Gutachten über mich, ich gäbe eine klassische weibliche Selbstschilderung ab. Das änderte sich dann im Verlauf meiner 20er und vor allem jenseits der 30, nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, tougher zu werden, und auch durch Sportarten wie Karate und Bergsteigen und militantes Demotum. In der linken Szene erlebten mich Männer eher als Macho.
Btw: Das mit „rot“ war nochmal was Spezielles. In meiner Familie war ja der Großteil der Eltern- und Großeltern-Generation aktive Nazis gewesen, und während der Schleyer-Entführung waren die politischen Meinungsunterschiede zwischen Vater und meiner Lieblingschwester so groß, dass im Streit ein Locher geworfen wurde, zum Glück, ohne zu treffen. Gewalt hat mich immer umgeben, wenn auch niemals als Mittel der Erziehung. Die Grünen habe ich dann unterstützt, als sie aufkamen und wegen ihres Konservatismus wieder gebrochen. Es gab damals im grünen Umfeld eine Konservatismus-Debatte, in der zwischen Wertkonservatismus, Normkonservatismus und Strukturkonservatismus unterschieden wurde. Wertkonservativ war demzufolge das Erhalten erhaltenswerter materieller oder ideeller Werte, von Umweltschutz über Denkmalschutz bis Brauch- und Volkstumspflege, normkonservativ hingegen autoritätsgebundene Verhaltensweisen und Umgangsformen wie Knicks und Verbeugung sowie Achtung traditioneller Hierarchien, strukturkonservativ hingegen Aufrechterhaltung tradierter Produktionsweisen, aber auch Machtverhältnisse, ohne dass dies an offen normkonservative Verhaltensweisen gebunden wäre. Viele Grüne sahen sich damals als Wertkonservative, Normliberale und Strukturprogressive. Konservativ wären nurLeute, die alles drei zusammen wären. Ich hielt das alles für Mumpitz und Umweltschutz nicht für wertkonservativ begründbar, sondern eine pure Überlebensfrage, Denkmalschutz für eine Frage der Achtung vor der Geschichte und Brauch- und Volkstumspflege für pillepalle bis reaktionären Scheißdreck. Ich selbst fand im Oberstufenalter meine wichtigen Politkontakte vor allem bei iranischen und palästinensischen Exilanten, das waren meist Leute, die bewaffneten Guerrillakampf hinter sich hatten, und ihrer deutschen UnterstützerInnenszene sowie bei der Devrimci Yol, aus der unter anderem die PKK sich abspaltete, und sah da definitiv überhaupt keine Gemeinsamkeit mit irgendeiner Spielart von Konservatismus. Zum endgültigen Bruch kam es dann, als auf einer der großen Antikriegsdemos in Krefeld die Cops den antiimperialistischen Block zusammenprügelten und die Kellys und Schoppes dieser Welt das erst ignorierten und Leuten, die auf dem Podium der schön außerhalb von Krefeld auf die grüne Wiese verlegten Kundgebung über dieses Ereignis berichten wollten die Lautsprechr abdrehten und dann dazu aufforderten, Autonome, Antiimps und Anarchos den Bullen auszuliefern. Da war mir klar: Die waren nicht „wert“, die waren konservativ.
Zur Alternativen Liste gab es damals dann den schönen Antiwahlaufkleber: „Von Krefeld bis zum Kirchentag – Die LiberALen.“ Damit war durchaus auch der Kommunistische Bund gemeint. Ich war im Lager der Autonomen angekommen – die durchaus nicht durch die Bank gewalttätigen Protestformen verbunden waren, wie das von grün bis braun immer dargestellt wurde.
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Meine früheste bewusste Erinnerung ist es, dass ich als Baby gewickelt wurde. Als ich davon auf der Grundschule erzählte, bescheinigten meine Lehrerinnen eine „krankhafte Fantasie“, weil es damals Lehrmeinung war, dass ein Kind sich nicht weiter als bis 5 zurückerinnern könnte. Als ich sagte, von Fünfjährigen verstünde ich mehr als sie, das wäre bei mir ja erst 2 Jahre her bekam ich einen Eintrag wg. Frechheit. Meine Mutter sagt ja heute, bei der Erziehung meiner Lieblingsschwester sei sie an ihre Grenzen gestoßen, daher habe sie gar nicht erst versucht, mich zu erziehen. Das ist so natürlich überspitzt, aber im Großen und ganzen ließ sie mich machen, was ich wollte und gab mir kein Rollenmuster vor. Vater brüllte mich öfter mal übel an, wenn ihm meine Kleidung oder meine politischen Ansichten nicht passten, hielt aber Erziehung für Frauensache und mischte sich daher in den permissiven Erziehungsstil meiner Mutter nicht ein. Ein Großteil meiner MitschülerInnen wurde hingegen klassisch autoritär erzogen, das beinhaltete auch Schläge mit Gegenständen. Mein auf dem Gymnasium bester Freund wurde regelmäßig von seinem Vater, einem Dachdeckermeister mit Geltungswahn (umgab sich nur mit porschefahrenden Mittelständlern, aß in Restaurants, wo es auf Hundert Mark mehr oder weniger nicht ankam und führte seinen alteingessesenen Traditionsbetriieb in den Konkurs) mit Gürteln oder Latten versohlt. Ein paar Tage später musste er seinem Vater dann die Striemen zeigen, ob die auch ausreichten oder im wahrsten Sinne des Wortes Nachschlag fällig sei. Der arme Junge wohnte zeitweise im Exil bei mir, und meine Eltern dachten sogar daran, ihn zu adoptieren. Eine solche Erziehung traumatisierte zwar, aber nicht in die Richtung, Maßstäbe der Eltern zu verinnerlichen un die eigene Persönlichkeit in Frage zu stellen, sondern eher in Richtung Abgrenzung und „ich will nicht werden, was mein Alter ist“. Die Kinder-Eltern-Konflikte meiner meisten MitschülerInnen in den 1970ern bis frühen 80ern waren noch die gleichen wie die der 67er.r
In unserem Viertel haben wir ständig draußen gespielt. Überall waren Labyrinthe und Himmel-und-Hölle-Spiele mit Kreide auf die Bürgersteige gezeichnet, an bald jedem Vorgartenzaun hing ein Gummitwist, und wir machten Seilspringen. Es standen noch ungeräumte Trümmerhäuser aus dem Zweiten Weltkrieg rum, und es war herrlich, wenn auch streng verboten, darin Verstecken zu spielen. Einmal bekamen wir furchbaren Ärger, als wir in so einem Trümmerhaus ein Lagerfeuer machten. An jeder Straßenecke war ein Tante-Emma-Laden, es gab noch einen Milchmann, und einmal die Woche kam der Kartoffelmann mit seinem Lieferwagen, bimmelte und rief „Kattoffeln, Kattofeln, lange gelbe“, und ich verstand „Plagegeld“. Auch die Bettler waren noch nicht diec Berber von heute, sondern gingen in den Häusern von Wohnung zu Wohnung, klingelten und baten um eine Spende. Abgesehen davon gab es auch Hausierer, die Seife, Kurzwaren und Spielzeug aus dem Bauchladen anboten. Die wichtigste Supermarktkette neben ALDI und EDEKA (das waren damals aber eher Tante-Emma-Läden von der Größe her) hieß VIVO und gehörte dem DGB.
Das Alles ist kaum über 30 Jahre her.
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Freitag, dem 15. Januar 2010 um 16.00 Uhr eröffnet im Foyer der Lokhalle Göttingen (direkt am Bahnhof in Göttingen, Bahnhofsallee 1b) die Geschichtsausstellung zur Zwangsarbeit. Gemeinsam mit der FH Hannover haben mehrere Geschichtswerkstätten sowie Opferverbände in Italien, den Niederlanden und Polen ein von der EU gefördertes Projekt
"Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit"
durchgeführt. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Wanderausstellung, die das Thema exemplarisch an Beispielen aus Süd-Niedersachsen behandelt.
Weitere Informationen findet ihr hier in den Anhängen und unter:
http://www.fakultaet3.fh-hannover.de/fileadmin/media/img/f3/oeffentlichkeitsarbeit/Flyer_Auf_der_Spur_041209.pdf
sowie
http://www.fakultaet3.fh-hannover.de/aktivitaeten/veranstaltungen/sys/ws-2009-2010/2009-12-10-ausstellungseroeffnung-zwangsarbeiterprojekt/index.html
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Seit dem vom BMI verfügten Abschiebungsmoratorium für Flüchtlinge aus Syrien am 16.12.2009 war dies bundesweit der bislang erste und einzige Abschiebungsversuch nach Syrien. Das BMI hatte aufgrund diverser Fälle von Festnahme nach Abschiebung die Bundesländer gebeten, auf Abschiebungen nach Syrien vorerst zu verzichten und auf die Möglichkeit der Folgeantragstellung hinzuweisen.
Das nach Bekanntwerden des Abschiebungsversuchs um 10 Uhr eingeschaltete niedersächsische Innenministerium hatte die Abschiebung bis 13.00 Uhr nicht gestoppt und war für uns telefonisch nicht mehr zu erreichen. Die Ausländerbehörde des Landkreis Wesermarsch teilt stattdessen mit, dass das Innenministerium die Abschiebung befürwortet habe. Daraufhin stellte der vom Refugium Wesermarsch kurzfristig beauftragte Rechtsanwalt Hausin aus Oldenburg beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Asylfolgeantrag beim Bundesamt in Oldenburg. Dieses ordnete vor einigen Minuten an, dass die Abschiebung nicht vollzogen werden dürfe.
Es spricht für sich, wie das niedersächsische Innenministerium mit der Bitte des BMI verfahren ist, vor dem Hintergrund mehrerer Fälle von Inhaftierungen nach Abschiebung vorerst keine Flüchtlinge mehr nach Syrien abzuschieben. Auch drei Wochen nach Eintreffen des Schreibens des Bundesinnenministeriums weiß in Niedersachsen offenbar keine einzige Ausländerbehörde davon.
Einzugreifen ist also nötig, sinnvoll und möglich. In diesem Sinne frohes Schaffen an alle Aktiven!
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http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/530693/index.do?direct=530956&_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/530799/index.do&selChannel=107
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Am Schluss, als ich mich völlig erschöpft wähnte, musste ich dann noch wieder auf Posten, weil ein Bergkamerad vermisst wurde und kam, aufgebrochen um 6.30, um 22.30 unten an, mitten in einem schweren Gewitter. Das war mein gefühltes äußerstes Können, zumindest konditionell. Jetzt geht es darum, die Leistungsgrenze nach oben zu verschieben.





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Bin gespannt, was da noch kommt. Vielleicht gibt es ja wirklich einen heißen Frühling.
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http://damenwahl.blogger.de/stories/1554099/#
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http://loghmanahmedi.com/2009/12/20/clash-between-the-irgc-and-residents-of-deolan/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+loghmanahmedi%2FChPX+(Loghman+H.+Ahmedi)
http://loghmanahmedi.com/2009/12/24/mustafa-hijris-latest-interview/
http://www.komala-germany.com/komala/html/Deutsch/07-2008-deutsch/todesstrafe%20weblagnewis%20wa%20sahebane%20saytl.htm
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http://video.web.de/watch/7208401
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Blond und schlüpfrig
Hoden-Tattoo
Rechts von Dschingis Khan
Objektiv erkennbare Wirklichkeit Lacans
Geh an Deinen Trog, Du Schwein
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Als man mir nach einer Schwerstverletzung eröffnete, dass ich wohl mit bleibenden Bewegungseinschränkungen zu rechnen hätte, fing ich nur kurze Zeit später das Sportklettern an mit dem Impetus "Euch werde ich es zeigen!" im Hinterkopf. Und ich würde heute sagen, dass ich mit über 40 weitaus fitter, vitaler und insgesamt zufriedener mit meiner Körperlichkeit bin als damals in meinen 20ern. Und auch emotional habe ich wenig gemein mit dem irritierbaren Nervenbündel von früher. Von der allgemein veränderten Grundhaltung abgesehen: Ein paarmal dem Tod ins Auge geschaut zu haben festigt das Selbstbewustsein ungemein.
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Antideutsche Stefan Herre
Antiimps
Autonome Antifa (M)
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Übrigens gab es damals Eintopfgerichte auch am oberen Ende der feudalen Nahrungskette. Eine der vornehmsten Speisen überhaupt, wie sie bei Herzögen und Erzbischöfen oder großen Handelsherren auf den Tisch kamen war die Blanchemanger, die weiße Speise, eine Terrine aus verschiedenen Weißfischsorten, Hühnerfleisch, Mehl und Reis in Milch, gewürzt mit Kapern und Rosenwasser. Eine Variante wurde zu einer puddingartigen Paste aus geschnetzeltem Fisch, Gelatine und Mandelmilch bereitet.
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