Dienstag, 21. August 2012
Aufruf zur koordinierten Aktion aller Flüchtlinge und UnterstützerInnen - from Resistance to Rebellion! AUFSTAND in den Lagern!
Search for the nearest refugee camp in your area, print some and go there please
Most of refugees do not have internet

لطفا نزیک ترین کمپ پناهجویی به محل زندگی خود را پیدا کنید و چند فراخوان پرینت بگیرید و به آنجا بروید
بسیاری از پناهجویان دسترسی به اینترنت ندارند.

Aufruf für Flüchtlinge in 6 Sprachen.
Sucht das nächste Flüchtlingslager in eurer Nähe auf, bringt Ausdrucke dorthin, denn die meisten Flüchtlinge haben keinen Zugang zu Internet oder Drucker.

(German) (English) (persian) (Russian) (French) (kordish)


(German)
Um Freiheit zu erreichen, darf der Mensch nicht in Reih und Glied stehen, sondern muss die Reihe durchbrechen

Ihr, all die Asylsuchenden, die unter unmenschlichen Bedingungen in Deutschland leben und zuschauen wie euer Leben und das eurer Kinder einen langsamen Tod entgegen gehen, ihr, die wie Gefangene in Lagern gehalten werdet, im Angesicht all der diskriminierenden Bedingungen, die euch zu Bürgern zweiter Klasse machen, ihr, die jeden Moment die Abschiebung fürchtet, ihr, die auf der untersten Stufe einer ungerechten Gesellschaft steht und all ihr Gewicht auf euren Schultern tragt, -während ihr der grausamen und unmenschlichen Residenzpflicht gehorchen müsst: JETZT ist die Zeit gekommen, gegen all das aufzustehen.

JETZT ist die Zeit aufzustehen, weil wir nicht länger passiv Zeugen des Todes eines von uns sein möchten, denn die unmenschliche Behandlung der Asylbewerber in Deutschland kann jeden von uns in den Tod treiben.

Die Asylbewerberproteste begannen am 19. März 2012 in Würzburg und haben Asylbewerber in vielen anderen Städten dazu inspiriert, ebenfalls aufzustehen. Nun, 5 Monate später, ist die Bewegung, gestärkt durch die Hartnäckigkeit und den Widerstand der Flüchtlinge, bereit, einen nächsten, viel größeren Schritt zu tun.

Wir werden keine Gesetze respektieren, die uns nicht als Menschen respektieren.

Die streikenden Flüchtlinge in ganz Deutschland, die einen starken und koordinierten gemeinsamen Protest begonnen haben, haben beschlossen am 8. September eine neue Aktion zu starten: Ab diesem Tag werden Asylsuchende auf 2 verschiedenen Routen nach Berlin marschieren um dort der deutschen Regierung zu zeigen, dass auf jede Anwendung des unmenschlichen Abschiebegesetzes eine Reaktion der Bewegung folgen wird. Die Flüchtlinge werden lauter schreien denn je, sie werden ihren Kampf weiterführen, bis die Lager mit ihren katastrophalen Bedingungen geschlossen werden. Mit der Versammlung in Berlin werden die Flüchtlinge aktiv gegen die diskriminierende Residenzpflicht verstoßen, die sie zwingt, sich in einem bestimmten Bereich aufzuhalten.

Diese gut koordinierte Aktion wird allein von Asylsuchenden selbst organisiert und ist unabhängig von jeglichen politischen Parteien oder Gruppen.

Wie oben erwähnt, wird der Marsch nach Berlin gleichzeitig auf 2 verschiedenen Routen stattfinden: Auf der einen werden Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin marschieren. Die andere führt mit Transportmitteln über die Flüchtlingslager Westdeutschlands. Beide Gruppen werden gleichzeitig in Berlin ankommen und dort zusammentreffen. Diese Aktion wird zunächst von Asylbewerbern aus Bayern und Baden-Württemberg ausgehen, wird sich aber nicht auf diese beiden Bundesländer beschränken. Alle Asylbewerber die in Lagern oder Städten auf dem Weg nach Berlin leben, werden besucht und eingeladen, am Protest teilzunehmen.

Wir rufen alle Flüchtlinge auf, die wie wir diese unmenschlichen Lebensbedingungen nicht mehr ertragen und auf verschiedenste Art dagegen gekämpft haben, sich uns anzuschließen. So können wir mit vereinten Kräften die jahrzehntelangen Kämpfe um menschenwürdige Asylrechte zu ihrem langersehnten Ziel zu führen.

In Berlin werden wir solidarisch Hand in Hand nochmals unsere berechtigten Forderungen vortragen:

- Abschaffung aller Flüchtlingslager in Deutschland

- Abschaffung der Abschiebegesetze. Abschiebung ist unmenschlich und dient nur den politischen und ökonomischen Interessen der Mächtigen

- Abschaffung der Residenzpflicht

An alle Asylbewerber, Flüchtlinge und Immigranten in Deutschland:

Wir alle haben unsere Länder aus verschiedensten Gründen verlassen und kamen in dieses Land in der Hoffnung auf ein besseres und sicheres Leben. Die meisten von uns haben Tausende von Kilometern zurückgelegt, haben dabei alle möglichen Qualen, Gefahren und viel Leid ertragen. Wir haben das alles in Kauf genommen in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Nun ist es vielleicht an der Zeit, dieselben Schuhe anzuziehen, die wir auch auf unserer Flucht getragen haben. Nun ist es vielleicht an der Zeit noch ein paar mehr Kilometer zu laufen, diesmal aber nicht alleine, sondern alle gemeinsam für eine bessere Welt.

An die Asylbewerber der südlichen Bundesländer: Am 8. September werden wir uns alle in Würzburg treffen und wir freuen uns über jeden Einzelnen, der uns begleitet.

An die Asylbewerber der anderen Bundesländer, die unser Anliegen teilen: Wir werden unser Bestes geben, zu euren Lagern zu kommen um mit euch gemeinsam nach Berlin zu reisen.



Für weitere Informationen:

Süd- und Ostdeutschland
Ashkan.Khorasani@gmail.com
Tel. 0176 – 798 379 11

Nord- und Westdeutschland
cheislive@gmail.com
Tel. 0176 – 693 810 85


Das Organisationskommitee der streikenden Asylbewerber in Deutschland


(English)

The human being’s mission to achieve freedom is not to stand in line but to disrupt the queue
You, all the asylum seekers that live under inhumane conditions in Germany and see your lives and the lives of your children going through a gradual death, you who like prisoners are kept in asylum seekers’ camps, facing all the Apartheid discriminatory conditions that treat you like second class citizens, you who expect your deportation order to arrive at any moment, you who stand at the lowermost layers of the society, carrying all the weight of the unfair society on your shoulders, whilst the only thing you are allowed to do is to obey the cruel and inhuman rule of limited travelling range, NOW is the time to rise up against all this!
NOW is the time of our uprising because we do not want to passively witness the death of one of us, since the inhumane treatment of the asylum seekers in Germany can lead any human being to a gradual or a sudden death. Now after 5 months since the start of the asylum seekers’ protest in Germany, that began on 19th of March 2012 in Würtzburg and inspired asylum seekers of other cities to rise up, the movement strengthened by the resistance and perseverance of the asylum seeker is going to aim for a much bigger step.
We will NOT respect the laws that do not respect us as human beings
The striking asylum seekers all over the Germany who have initiated a strong and coordinated joint protest, have decided to launch a new action on 8th of September: on this day asylum seekers will move towards Berlin from 2 different routes and after gathering in this city they will show to the German government that any action towards implementation of the inhumane deportation law will be responded back by the asylum seeker’s movement and will not remain unopposed. They will shout louder than ever that they will continue their struggle until the asylum seekers’ camps with their catastrophic conditions are abolished. In fact by gathering in Berlin, the asylum seekers will actively disobey the discriminatory law of limited travelling range, which forces the asylum seekers to remain within a certain area. This well coordinated action, which is solely organized by the asylum seekers themselves and is independent of any political party or group, will be a way to strongly voice the opposition against the ‘limited travelling range’ law.
As mentioned before, the march towards Berlin will start simultaneously from 2 separate routes: one in which asylum seekers will walk from Würzburg towards Berlin and the other where they will use transportation means and will pass through west of Germany. The two marches will arrive at the same time in Berlin and will join each other. This action will first be launched by the asylum seekers from two provinces of South Germany (Bayern and Baden-Württemberg), but will not remain limited to only these two provinces. All asylum seekers living in camps and places that are on the way to Berlin will be visited and they will all be invited to join the protest.
We call all the asylum seekers who like us will no more bear the inhuman conditions and have in different ways revolted against them, to join us so that by uniting our forces we can bring the decades of struggles for the asylum seekers’ rights to its long awaited goal.
In Berlin we will stand hand in hand and in solidarity and we will once more announce our legitimate demands;
- we demand the abolishment of all the asylum seekers’ camps in Germany
- deportation is an inhumane law, a law that solely serves the political and economic interests of those who are in power, this law must be abolished
- we demand that the law of the limited free travelling of the asylum seekers is abolished.
To all asylum seekers, refugees and immigrants in Germany:
we have all left our countries for different reasons, and we all came to this country hoping for a better and safer life. Most of us have come from thousands of kilometers away to this place, going through all sorts of agony, danger and suffering to get here. We have tolerated all the hardship hoping for a better life in future. It is perhaps now the time to wear the same shoes we were wearing when we crossed all the borders on the way to here, it is perhaps now the time to travel for some more tens of Kilometers ahead, this time not alone but all together towards creating a better world.
To the asylum seekers of southern provinces: on 8th of September we will all gather in Würtzburg and will be looking forward to all and each of you joining us.
The asylum seekers of other provinces who share our concerns: we will do our best to come to your camps and to move together with you towards Berlin.
For more information please contact:
Contact for South and East Germany

Email:Ashkan.Khorasani@gmail.com
Tel: 017679837911
Contact for North and West Germany

Email:cheislive@gmail.com
Tel:017669381085
Coordinating committe of the strikning asylum seekers in Germany

(فارسی)
رسالت یک انسان برای رسیدن به آزادی، در صف ایستادن نیست بلکه بر هم زدن صف است.
ای پناهجویانی که در شرایط غیر انسانی‌ پناهندگی در کشور آلمان، زندگی‌ و آینده خود و فرزندانتان را دچار مرگ تدریجی‌ می‌بینید، در کمپ‌های پناهندگی همچون زندانیان در شرایط آپارتاید هویتی و شهروندی درجه۲ به سر میبرید، هر لحظه در انتظار حکم غیر انسانی‌ دیپورت قرار دارید، در آخرین لایه اجتماعی این جامعه جای گرفته اید و در حالی تمام وزن این جامعه را بر دوش می کشید که صرفا موظف به اطاعت قوانین غیر انسانی همچون محدوده تردد می باشید، اکنون وقت خیزش علیه همه این بی‌ عدالتی ها است.آری اکنون وقت برخاستن است چرا که دیگر نمی خواهیم به صورت منفعلانه شاهد خودکشی پناهجویی باشیم که شرایط و قوانین انسان کش حاکم بر زندگی پناهجویان در آلمان، هر انسانی را به مرگ آنی و یا تدریجی سوق می دهد.
اکنون پس از 5 ماه اعتصاب پناهجویان در سراسر آلمان (آغاز اعتصابات پناهجویان در شهر وورتسبورگ به تاریخ 19 مارس ۲۰۱۲ ) و گسترش انگیزه اعتراضی در میان پناهحویان مختلف در شهرهای دیگر این کشور،این جنبش می رود که با اتکا به مقاومت و پایداری پناهجویان، قدمی بزرگتر و بلندتر بردارد.

ما به قوانینی که به انسان بودن مان احترام نمی گذارند، احترام نخواهیم گذاشت.

پناهجویان اعتصابی که در سراسر آلمان دست به اعتصابی هماهنگ و قدرتمند زده اند تصمیم دارند که در روز 8 سپتامبر 2012 حرکتی در دو مسیر مجزا را به سمت شهر برلین آغاز کنند و با تحصن در این شهر به دولت آلمان نشان دهند که هرگونه اقدام دولت برای اجرای قانون ضد انسانی دیپورت، پاسخی درخور از سوی جنبش پناهجویی به همراه خواهد داشت و با صدایی بلند تر از همیشه فریاد بزنند که تا برچیده شدن کمپ های اسف بار پناهجویی دست از مبارزه بر نخواهند داشت. پناهجویان اعتصابی آلمان در شهر برلین به گرد هم خواهند آمد و برای این گردهمایی، به طور عملی متن قانون محدوده تردد را، که طبق آن هر پناهجو موظف به زندگی اجباری در محدوده ای مشخص می باشد، زیر پا خواهند گذاشت و طی یک حرکت هماهنگ و برنامه ریزی شده،که فارغ از هرگونه دخالت حزبی و گروهی صرفا به دست پناهجویان پیشبرده خواهد شد، برای برداشتن قانون محدوده تردد به گرد هم خواهند آمد.
همانطور که گفته شد این گردهمایی از دو مسیر مجزا عبور خواهد کرد که مسیر اول مسیری پیاده از شهر ورتسبورگ، بعنوان شمالی ترین شهر ایالت بایرن به مقصد برلین خواهد بود و مسیری دیگر توسط وسایل نقلیه از غرب کشور آلمان خواهد گذشت و هر دو در یک زمان مشخص، در شهر برلین به یکدیگر خواهند پیوست. این حرکت توسط پناهجویان دو استان جنوبی کشور آلمان (بایرن و باتن بوتنبرگ)، که بناست از شهر ورتسبورگ استان بایرن آغاز کننده این حرکت باشند شروع خواهد شد اما مختوم به این دو ایالت نخواهد بود. طی این حرکت اعتراضی قرار است که از پناهجویان مستقر در کمپ های شهرهایی که این دو مسیر از آنها عبور می کنند دعوت حضوری برای پیوستن به چنین اعتراضی بعمل آید.

به همین منظور از تمام پناهجویانی که همچون ما، قوانین ضد انسانی پناهندگی را بر نتافته اند و تا کنون به هر شیوه و طریقی، در برابر این قوانین دست به اعتراض زده اند دعوت می کنیم تا در این راه با ما همراه شوند تا بتوانیم در نبردی مشترک و شانه به شانه، مبارزه چندین ساله برای حقوق پناهجویان و مهاجران را به نتیجه ای مطلوب برسانیم.

در برلین بازو به بازو خواهیم ایستاد تا مطالبات بر حق خود را به دست آوریم.مطالباتی که از روز نخست اعتصابات به دنبال تحقق آنها بوده و امروز مصمم تر از همیشه فریاد می زنیم:
-ما خواستار برچیده شدن کمپ‌های پناهندگی در سرتاسر آلمان هستیم
-قانون دیپورت قانونی غیر انسانی و وابسته به مراودات سیاسی/تجاری قدرتمداران است و باید که برداشته شود.
-ما خواستار لغو قانون محدوده تردد هستیم

پناهجویان،پناهندگان و مهاجران ساکن کشور آلمان
همه ما به دلایل مختلف کشور خود را ترک کرده ایم و به امید داشتن زندگی امن و سالم به این کشور آمده ایم.اکثر ما راهی کشنده،مخاطره آمیز و طاقت فرسا با فاصله ای چند هزار کیلومتری را تا بدینجا طی نموده ایم تا شاید که زندگی جدید و بهتری را تجربه کنیم. وقت آن رسیده است که کفش هایی را که با آن مرز های بسیاری را پشت سر گذاشته ایم، دوباره به پا کنیم و چند ده کیلومترِ دیگر را،این بار نه به تنهایی که با هم برای ساختن دنیایی بهتر پشت سر بگذاریم.

پناهجویان ساکن دو ایالت جنوبی کشور آلمان،بایرن و باتن بوتنبرگ، ما در روز 8 سپتامبر در شهر ورتسبورگ جمع خواهیم شد و برای برداشتن قدم به قدم این راه، چشم به حضور تک تک شما خواهیم بست
پناهجویان ایالت های دیگر کشور آلمان که در این دغدغه با ما سهیم هستید، همه تلاشمان این است که به کمپ های شما بیاییم تا با شما،برای شکل دهی تحصنی بزرگ و فراگیر به سمت برلین حرکت کنیم.

اطلاع از جزئیات این حرکت از طریق تماس های زیر ممکن است:
جنوب و شرق آلمان:
ایمیل:
Ashkan.Khorasani@gmail.com

تلفن:
017679837911

شمال و غرب آلمان:

ایمیل:
cheislive@gmail.com

تلفن:
017669381085

کمیته هماهنگی اعتصابات پناهجویان در کشور آلمان

(Russian)

Чтобы достигнуть свободы, человеку нужно не стоять в строю, а нарушить его

Все вы, ищущие убежища, живущие в нечеловеческих условиях в Германии и наблюдающие за тем, как ваша жизнь и жизни ваших детей постепенно угасают, вы, которых держат в лагерях подобно заключённым, пред лицом всех тех дискриминирующих условий, которые делают вас гражданами второго класса, вы, каждую секунду опасающиеся депортации, вы, стоящие на самой нижней ступени несправедливого общества и несущие всю его тяжесть на своих плечах, в то время как вы должны подчиняться жестокому и бесчеловечному комендантскому режиму: СЕЙЧАС настало время восстать против всего этого.
СЕЙЧАС настало время восстать, т.к. мы больше не хотим быть пассивными свидетелями смерти одного из нас, т.к. бесчеловечное обращение с соискателями убежища в Германии может каждого из нас довести до смерти.
Протесты беженцев начались 19-го марта 2012 г. в Вюрцбурге и вдохновили соискателей убежища из множества других городов на протест. Теперь же, 5 месяцев спустя, движение, усиленное упорством и сопротивлением беженцев, готово сделать следующий, кyда больший шаг.

Мы не станем уважать законы, которые не уважают нас.
Протестующие беженцы со всей Германии, начавшие мощный и скоординированный совместный протест, решили начать 8-го сентября новую акцию: в этот день соискатели убежища пойдут по двум различным маршрутам на Берлин, чтобы там показать немецкому правительству, что на каждое применение бесчеловечного закона о депортации последует реакция движения. Беженцы будут кричать громче, чем кодга-либо, они будут бороться дальше, пока нe будут закрыты лагеря с их катастрофическими условиями жизни. Во время собрания в Берлине беженцы активно нарушат дискриминирующий комендантский режим, который заставляет их находиться на определённой территории.
Эта хорошо скоординированная акция, организованная самими беженцами и независимая от каких-либо политических партий или групп, поможет усилить голос сопротивления против закона о комендантском режиме.

Как было сказано выше, марш на Берлин будет проходить по двум различным маршрутам: по одному беженцы пойдут из Вюрцбурга в Берлин. Другой, при помощи транспортных средств, проходит через лагеря беженцев в Западной Германии. Обе группы одновременно прибудут в Берлин и встретятся там. Эта инициатива исходит от соискателей убежища Баварии и Баден-Вюртемберга, но не будет ограничиваться этими двумя федеральными землями. Все соискатели убежища, живущие в лагерях или городах по пути в Берлин, приглашаются присоединиться к протесту.

Мы призываем всех беженцев, которые, как и мы, больше не могут выносить эти бесчеловечные условия и боролись против них различными способами, присоединиться к нам. Так мы сможем объединными силами довести длившуюся десятилетиями борьбу за право на убежище до долгожданного конца.

В Берлине мы, объединившись в солидарности, ещё раз огласим наши правомерные требования:

- упразднение всех лагерей для беженцев в Германии,
- упразднение депортационных законов. Депортация бесчеловечна и служит лишь политическим и экономическим интересам власть имущих,
- упразднение комендантского режима.

Всем соискателям убежища, беженцам и иммигрантам Германии:

Мы все покинули наши страны по самым различным причинам и прибыли в эту страну в надежде на лучшую и стабильную жизнь. Большинство из нас преодолели тысячи километров, пережив при этом всевозможные страдания, опасности и мучения. Мы пошли на всё это в надежде на лучшее будущее. Возможно, теперь настало время надеть ту же обувь, которую мы носили во время своего бегства. Возможно, теперь настало время пройти ещё несколько десятков километров, в этот раз не в одиночку, а всем вместе во имя лучшего мира.

Всем соискателям убежища из южных федеральных земель: 8-го сентября мы встречаемся в Вюрцбурге и рады каждому, кто к нам присоединится.

Всем соистакелям убежища из других земель, которые разделяют наши цели: мы постараемся дойти до ваших лагерей и добраться вместе с вами до Берлина.

Для более подробной информации:
Южная и Восточная Германия
Ashkan.Khorasani@gmail.com
Tel. 0176 – 79837911

Северная и Западная Германия
cheislive@gmail.com
Tel. 0176 – 69381085

Организационный комитет бастующих беженцев Германии


(French)

Pour achever la liberté, l’homme ne doit pas rester aligné, mais doit battre contre les structures.

Vous, tous les réfugiés vivant en Allemagne dans des conditions inhumaines constatant que vos vies et les vies de vos enfants vont au devant de la mort, vous, enfermés dans des camps comme des criminels, envisageant toutes les conditions discriminantes qui vous en faites des citoyens de 2e classe, vous, qui vous craignez la reconduite dans votre cauchemar, qui vous occupez les échelons les plus bas de la hiérarchie d’une société injuste, portant toute sa charge sur vos épaules pendant qu’il vous faut d’obéir l’exigence d’être résident sur le territoire : C’est maintenant de se lever contre l’injustice.

Il faut se lever maintenant, car nous ne voulons plus rester des témoins passifs de la mort d’un parmi nous : Les conditions de vie des réfugies en Allemagne peuvent chacun et chacune jusque là.

Les manifestations des réfugiés ont commencé le 19 mars 2012 à Würzburg et les actions là ont inspiré des autres requérants d’asile de les soutenir. Aujourd’hui, cinq mois plus tard, le mouvement est préparé grâce à l’entêtement et la résistance des réfugiés de faire le prochain pas.

Nous respectons aucun loi qui nous ne respecte pas entant d’être humain. Les refugiés en grève partout en Allemagne qui ont commencé une protestation forte et coordonnée, ont décidé une nouvelle action : Dès le 8 septembre 2012 des requérants d’asile vont marcher sur deux chemins différents à Berlin pour prouver le gouvernement allemand qu’il y aura une réaction de notre mouvement sur chaque application des lois de déportation. Les réfugiés vont crier plus fort que jamais, ils continueront leur lutte, jusqu’au moment où le gouvernement fermera les centres de rétention des réfugiés avec leurs conditions catastrophiques.

Avec cette marche de protestation à Berlin les réfugiés violeront donc l’exigence d’être résident sur le territoire qui n’est qu’une discrimination et force les femmes et les hommes de rester à un certain endroit.

Cette action bien préparée est organisée seulement par les demandeurs d’asile eux-mêmes, elle est donc indépendante des partis ou groupes politiques.

Comme il a été indiqué précédemment la marche à Berlin aura lieu sur deux routes différentes: Sur la première les réfugiés marcherons de Würzburg à Berlin, la deuxième mène les participants en moyens de transport par les différents camps et centres en Allemagne d’ouest. Les deux groupes se rencontront finalement au même moment à Berlin. Le départ de cette action sera donc la Bavière et la Bade-Wurtemberg, mais elle ne se limite pas sur ces deux landes. Nous rendrons visite à tous les centres et camps de rétention sur notre chemin et inviterons tous les requérants d’asile de participer à notre protestation.
Nous appelons tous les réfugiés qui ne supportent plus les circonstances inhumaines de leur vie et qui l’ont lutté dans des façons différentes de nous joindre. Avec des forces unies nous achèverons notre but attendu pour si longtemps : un asile en dignité humaine.

A Berlin nous allons tendre la main et présenter nos propositions justifiées:

•l’élimination des centres et camps de rétention
•l’élimination des lois de déportation. La déportation est inhumaine et supporte seulement les intérêts économiques des puissants.
•l’élimination de l’exigence d’être résident sur le territoire

A tous les demandeurs d’asile, tous les réfugiés et tous les immigrants en Allemagne:
Nous avons quitté nos pays par des raison les plus différentes. Nous sommes venus dans l’espoir d’une meilleure vie en sécurité. La plupart entre nous est parcourue un long chemin, nous avons fait des milliers de kilomètres, nous avons subir toutes sortes de peine, de danger et de souffrance. Nous avons souffert tout cela pour une futur améliorée. C’est peut-être le bon moment de prendre les souliers de notre fuite à nouveau pour en faire encore quelques kilomètres. Mais pour cette fois nous ne sommes pas seuls, nous sommes beaucoup et nous marchons ensemble pour un meilleur monde.

À tous les demandeurs d’asile dans le sud, en Bavière, en Bade-Wurtemberg, en Rhénanie-Palatinat et en Hesse : Nous nous rencontrons le 8 septembre à Würzburg et nous serons ravis pour chacun et chacune qui nous accompagnera.

À tous les demandeurs d’asile dans les autres landes qui partagent nos objectifs : Nous ferons de notre meilleur de venir dans votre centre pour marcher avec vous à Berlin.
Pour des informations supplémentaires, adressez-vous à :

Allemagne du Sud et de l’est
Ashkan.Khorasani@gmail.com
Tel. 0176 – 79837911

Allemagne du nord et de l’ouest
cheislive@gmail.com
Tel. 0176 – 69381085

La comité des réfugiés en grève en Allemagne


بانگهێشتێك بۆ هه‌موو په‌ناخوازان

به‌رپرسایه‌تی مرۆڤ بۆ گه‌شتن به‌ ئازادی، وه‌ستان له‌ ریزه‌كاندا نیه‌، به‌ڵكوو تێكدانی ریزه‌كانه‌.

ئه‌ی ئه‌و په‌ناخوازانه‌ی له‌ دۆخێكی نامرۆڤانه‌دا له‌ وه‌ڵاتی ئه‌ڵمانیا ده‌ژین و ژیان و داهاتووی خۆتان و منداڵه‌كانتان به‌ڕه‌ورووی مه‌رگێكی په‌یتا په‌یتا ده‌بینه‌وه‌. له‌ كه‌مپه‌كه‌كانی په‌ناخوازیدا و له‌ هه‌ل و مه‌رجێكی هه‌لاوێردراو و وه‌ك هاوڵاتی پله‌ دوو ده‌ژین و هه‌رده‌م چاوه‌ڕێی حوكمی نامرۆڤانه‌ی دیپۆرتن، له‌ حاڵێكدا هه‌موو كێشی كۆمه‌ڵگاتان له‌سه‌ر شانه‌ له‌ دوایین ریزه‌كانیی‌دان و له‌وه‌ش زیاتر ناچار به‌ پێملی كۆمه‌لێك یاسی وه‌كوو سنوورداركردنی هاتووچۆ كراون، ئێستا كاتی هه‌ستان و رووبه‌ڕووبوونه‌وه‌یه‌. چوونكوو چیتر نامانه‌وێت وه‌ك جاران په‌سیڤ و بێكرده‌ بین و سه‌یری خۆكوژی په‌ناخوازان و هه‌ل و مه‌رجی ناله‌بار و دژه‌ مرۆڤانه‌یان بین.

ئَستا پاش تێپه‌ڕینی ٥ مانگ له‌ مانگرتنی په‌ناخوازان له‌ ئه‌ڵمانیا ( كه‌سه‌ره‌تا له‌ مانگی مارسی ٢٠١٢دا ده‌ستی پێكرد و پاشان هه‌موو شاه‌ركانی گرتووه‌)، بزووتنه‌وه‌كه‌مان به‌ره‌و هه‌ڵتگرتنی هه‌نگاوی گه‌وره‌تر و جیدی تر ده‌ڕوات.

ئێمه‌ رێز ناگرین له‌و یاسایانه‌ی رێز له‌ مرۆڤ بوونمان ناگرێت.

په‌ناخوازانی مانگرتوو له‌ سه‌رجه‌م شاره‌كانی ئه‌ڵمانیا ده‌ستیان داوه‌ته‌ كرده‌وه‌یه‌كی یه‌كده‌ست و به‌ هێزه‌ و بڕِیاریان داوه‌ له‌ رۆژی هه‌شتی سێپتامبه‌ری ٢٠١٢ دا له‌ دوو شوێنی جیاوازه‌وه‌ به‌ره‌و به‌رلینی پایته‌خت رێبكه‌ون و له‌وێ به‌ ده‌وڵه‌تی ئه‌ڵمانیا بسه‌لمێنن كه‌ جێ به‌ جێكردنی هه‌ر جۆره‌ یاسایه‌كی نا مرۆڤانه‌ له‌ چه‌شنی دیپۆرت، به‌ تووندی وه‌ڵام ده‌رێته‌وه‌. ئێمه‌ ده‌نگی خۆمان هه‌ڵده‌بڕین و هه‌تا كۆكردنه‌وه‌ی ئه‌و كه‌مپانه‌ی رێزی مرۆڤ بوون تیایاندا مانای نیه‌، ده‌ست له‌ ناڕه‌زایه‌تی خۆمان هه‌ڵناگرین.

په‌ناخوازانی مانگرتوو له‌ شاری به‌رلینی ئه‌ڵمانیا كۆده‌بنه‌وه‌ و به‌ كرده‌وه‌ یاسایی سنووردارێتی هاتووچۆ ده‌خه‌نه‌ ژێر پێ و له‌ پێناوی له‌ناوبردنیدا تێده‌كۆشن.

ئه‌م رێپێوانه‌ به‌ دوو شوێنی جیاوازه‌ودا ده‌ست پێ ده‌كات. یه‌كه‌م به‌ پێ و له‌ شاری ورتسبوورگه‌وه‌ و به‌ مه‌به‌ستی به‌رلین و ئه‌ویتریشیان له‌رێگه‌ی كه‌ره‌سه‌ی هاتوو چۆوه‌ له‌ رۆژائاوای ئه‌ڵمانیا و بڕیاره‌ هه‌ر دوو گرووپه‌كه‌ش له‌ یه‌ككاتدا له‌شاری به‌رلین به‌ك بگرنه‌وه‌.

ئه‌م رێپێوانه‌ له‌ لایه‌ن په‌ناخوازانی دوو پارێزگای باشووری ئه‌ڵمانیا (بایه‌رن و بوونتبێرگ) رێكخراوه‌ به‌ڵام به‌ ته‌نیا ئه‌م دوو پارێزگایه‌ كۆتایی نایه‌ت. بڕیاره‌ خۆپیشانده‌ران له‌ رێگه‌دا په‌ناخوازانی كه‌مپه‌كانی دیكه‌ی شاره‌كانیش هه‌ڵبگرن و به‌ره‌و به‌رلین بیانهێنن تا كوو بتوانین له‌ خه‌باتی هاوبه‌ش دا و شانبه‌شانی یه‌ك ده‌رئه‌نجامی پێویست به‌ده‌ست بهێنین.

له‌به‌رلین شان به‌ شانی یه‌ك تا كوو مسۆگه‌ر بوونی داواكارییه‌كانمان ده‌وه‌ستین. ئه‌و داواكارایانه‌ی له‌ رۆژی یه‌كه‌مه‌وه‌ به‌رز كراونه‌ته‌وه‌ بریتین له‌:

كۆكردنه‌وه‌ی سه‌رجه‌م كه‌مه‌پكانی په‌ناخوازی له‌ هه‌موو ئه‌لمانیا.

پووچه‌ڵ كردنه‌وه‌ی یاسای نا مرۆڤانه‌ی دیپۆرت كه‌ پیملی پێوه‌ندیه‌ سیاسی و ئابووریه‌كانی ده‌سه‌لاتدارانه‌

په‌ناخوازان و په‌نابه‌ران و كۆچبه‌رانی دانیشتووی ئه‌ڵمانیا

ئێمه‌ هه‌موو مان به‌ هۆی جیاواز جیاواز وه‌ڵاتانی خۆمان جێهێشتووه‌ به‌ هیوای ژیانێكی پڕله‌ ئاسایش و ته‌ندرووستی به‌ هه‌زاران كیلۆمه‌تر رێگه‌ی ئه‌م وڵاته‌مان گرتۆته‌ به‌ر. زۆرێك له‌ ئێمه‌ به‌ رێگه‌ی تاقه‌ت پرووكێن و پڕمه‌ترسی دووو درێژدا خۆمان گه‌یاندۆته‌ ئێره‌ به‌ڵكوو ژیانێكی باشتر بۆ خۆمان ده‌ستبه‌ر كه‌ین.

كاتی ئه‌وه‌ هاتوو به‌هه‌مان ئه‌و پێڵاوانه‌ی به‌و رێگه‌ پڕ مه‌ترسیه‌دا پێی هاتین، ئه‌مجاره‌ نه‌ك به‌ته‌نیا به‌ڵكوو پێكه‌وه‌ چه‌ن سه‌د كیلۆمه‌تری دیكه‌ بۆ ده‌ستبه‌ركردنی مافه‌كانی خۆمان ببڕین.

په‌ناخوازانی دانیشتووی دوو ئه‌یاله‌تی باشووری ئه‌ڵمانیا، بایه‌رن و باته‌ن بۆتێنبێرگ و ئێمه‌ له‌ رۆژی هه‌شتی سیُپتامبه‌ردا له‌ شاری ورتسبوورگ كۆ ده‌بینه‌وه‌ بۆ هه‌ڵگرتنی هه‌نگاو له‌م رێگه‌دا چاوه‌رێ ئاماده‌بوونی هه‌موو لایه‌ك ده‌كه‌ین.

په‌ناخوازانی ئه‌یاله‌ته‌كانی دیكه‌ی ئه‌ڵمانیاش چاوڕێمان بكه‌ن. ده‌گه‌یه‌ن لای ئێوه‌ش و بۆ رێكخستنی خۆپیشاندانێكی به‌رفراوان به‌ره‌و به‌رلین ده‌كه‌وینه‌ رێ.

له‌م رێگانه‌ ده‌توانن پێوه‌ندی به‌ ئێمه‌وه‌ بكه‌ن:

ئیمه‌یلی و ژماره‌ ته‌له‌فۆن له‌ باكوور و رۆژهه‌ڵاتی ئاڵمان

017679837911

Ashkan.Khorasani@gmail.com

ئیمه‌یلی و ژماره‌ ته‌له‌فۆن له‌ رۆژهه‌ڵاتی ئاڵمان

017669381085

cheislive@gmail.com

كۆمیته‌ی رێكخستنی مانگرتنی په‌ناخوازان له‌ ئه‌ڵمانیا


Kommentar von meiner Seite: Die meinen das so, da ist nichts symbolisch, und da geht es nicht um Diskurse. Voran im Kampf um Menschenrechte, by any means nessary!

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Montag, 20. August 2012
Wahnsinn und Verstand VI
Der autobiografische Roman geht weiter:

Frauen lügen


Heike spielt mit Dorit Tennis. Dorit nennt das "feministisches Tennis", weil sie sich gerne damit spreizt, etwas mit solch einer hardcore-Powerfrau wie Heike zu tun zu haben. Heike nennt die gleiche Beschäftigung "Spackenklatschen". Der Begriff "Spacke" ist eine in der Bremer und Oldenburger Jugendszene gebräuchliche Vokabel, der etwa die gleiche Bedeutung zukommt wie dem bayerischen "Depp". Heike nimmt ihr Gegenüber nicht mehr sonderlich für voll, seit sie mit ihrer moralinsauren Weltsicht und den klaffenden Unterschieden zwischen der Dorit'schen Selbstdarstellung und der Realität ihre einschlägigen Erfahrungen sammeln konnte. Aber als Trainingspartnerin taugt sie was, und sie hat immer ein paar nette Gerüchte aus Unikreisen auf Lager.


Heute allerdings gestaltet sich alles etwas anders als sonst. Dorit ist nämlich unentwegt dabei, Heike einen vorzulabern, wie toll straight sie doch drauf wäre und wie viel andere linke Frauen von ihr lernen könnten. Es dauert nicht lange, bis es Heike reicht. "Weißt du eigentlich, wo diese power herkommt?" fragt sie schließlich, gut getimt zu 'nem Aufschlag, den Dorit nicht hält. "Wunderst du dich nicht, daß 'ne linke Frau, die ab und an auch Beziehungen mit Frauen hat, mit Typen zusammenwohnt, noch dazu mit welchen, die nicht sonderlich PC sind?" "Was willst du damit sagen?" japst Dorit zurück, etwas außer Atem. "Es ist ganz einfach so, daß in meiner Sozialisation 'ne Menge Teile anders gelaufen sind als bei dir oder den meisten Frauen, mit denen du so zu tun hast. Und ich kann zum Beispiel mit sehr vielen Frauen-unter-sich-Gesprächen, wie sie in der Uni-Szene ablaufen, schlichtweg nichts anfangen. Da wird über Ästhetik geredet, über Frauenliteratur, über Gesundheitsfragen, und wenn mal von Sexismus die Rede ist, geht's nicht darum, was wir tun können - stattdessen wird kollektiv gejammert, wie schlecht diese Welt ist. Das ist alles nicht meine Wellenlänge. Ich finde solche Gespräche im allgemeinen stinklangweilig.


Ich komme auch mit dieser emotionalen Frauensolidarität, die ganz unabhängig von der politischen Gesinnung bei sehr vielen Frauen verbreitet ist, nicht so toll zurecht. Solidarität ist für mich eine politische Sache oder eine Frage der Situation. Also, wenn eine Frau mit 'nem Typen Scheiße erlebt hat, bin ich auf ihrer Seite - das hat für mich aber den selben Stellenwert, wie Solidarität gegen Rassismus oder Justizterror. Ein emotionales Wir-Gefühl, daß mich mit Frauen verbindet, weil sie Frauen sind, habe ich nicht. Eher finde ich viele typische Frauen-Verhaltensweisen für mich selber strange. Im Ernst, wenn die Typen korrekt mit mir und anderen umgehen, gefällt mir die schulterklopfende Kumpligkeit, wie sie unter Männern üblich ist, echt besser!"


Damit hat sie Dorit nun wirklich 'nen Dämpfer verpaßt. Den Rest des Spiels ist diese ziemlich nöckelig und sagt nicht mehr viel. Und als Heike nach Hause kommt, knallt ihr die Dumpfheit gewisser Männer erstmal ins Gesicht. Im Stillen fragt sie sich, ob das stimmt, was sie kurz vorher über ihre inneren Befindlichkeiten zum Besten gegeben hat.
In die Zwei-Zimmer-Wohnung unter ihrer WG ist gestern ein neuer Typ eingezogen. Er hat seine Wohnungstür frisch gestrichen; zur Häfte rot, zur Hälfte schwarz, diagonal geteilt, und darauf steht in schwarz-rot: "Frauen lügen".


Erst stutzt Heike, dann läuft ihr innerer Schnellkochtopf an. Was tun? Reingehen und den Kerl zur Rede stellen? Was draufsprühen?
Sie steht unschlüssig im Treppenhaus, als hinter ihr Alfie zur Haustür reinkommt, frisch aus Frankfurt zurück.


"Alfie, mein Augenstern!" wendet sie sich um. "Hier ist antipatriarchale Solidarität gefragt!" "Was issen los? Ah, ich seh schon! Wer ist das?" "Der Typ heißt Matthias und ist hier neu eingezogen. Kenn ihn nicht, weiß auch nicht, was von dem Scheißspruch zu halten ist." "Weißt du was?" erwidert Alfie. "Ich leg erst mal ab, mach mich frisch und geh dann bei ihm vorbei, falls er da ist. So von Nachbar zu Nachbar, mal kennenlernen, und fühl ihm dabei auf den Zahn. Vielleicht läßt er einem Mann gegenüber ja was raus!" "Ein guter Plan!"

Der Typ ist zu Hause. Mittelgroß, blaß, dünn, mit Dreitagebart, wirkt er nicht eben sehr robust. Der Eindruck verstärkt sich durch ein leichtes Zittern in den Händen und ein nervöses Zucken um die Mundwinkel, als Alfie sich ihm vorstellt. Dann aber hellt sich sein Gesicht auf, und er erwidert: "Und ich bin Matthias! Komm rein, setz dich hin! Willst'n Wein?" Wie üblich, will Alfie, beide werden lockerer und geraten bald ins Plaudern.

Matthias studiert Jura und kommt ursprünglich aus Emden. Er wirkt nett, intelligent und humorvoll, hat aber etwas Düsteres. Alfie bekommt das sichere Gefühl, daß dem Mann irgend jemand fürchterlich vor den Koffer geschissen hat.
Nach etwa einer Stunde unverfänglichem Allgemeintalk kommt Matthias von sich aus zur Sache.
"Der Spruch auf meiner Tür läßt sich ja nicht übersehen!" fängt er unvermittelt an. "Ich hoffe, daß ich damit keine zu derbe Provoebene gefahren habe..." "Hast du."antwortet Alfie in ruhigem Tonfall. "Meine Mitbewohnerin hat sich darüber schon heftig aufgeregt," "Das tut mir leid." meint Matthias und guckt dabei wie ein geprügelter Hund. Er nimmt einen großen Schluck Wein. "Aber ich mußte mich abreagieren." fährt er fort. "Ich hab nämlich eine üble Geschichte hinter mir!" "Erzähl!" fordert Alfie ihn auf.
Und Matthias erzählt. Stockend, verschüchtert, mitunter den Tränen nahe, berichtet er eine Story, zu der Alfie nichts mehr einfällt.
Bis vor kurzem hatte Matthias eine Beziehung mit einer Frau, die er noch aus Emden kannte. In den letzten Monaten hatte es zwischen beiden gekriselt; etwa zum gleichen Zeitpunkt schloß sie sich einer Frauengruppe an, die sich ursprünglich im Frauen-Lesben-Zentrum gebildet hatte, sich mittlerweile aber privat traf und auch an den Diskussionen in den Frauenzusammenhängen nicht mehr teilnahm. Stattdessen wurden nach Auskunft von Matthias Debatten geführt, die, wenn Matthias es den Tatsachen entsprechend darstellt, Alfie höchst seltsam vorkommen.


So behauptet Matthias, es wäre dort ein Matriarchat mit realer gesellschaftlicher Benachteiligung der Männer als positives Ziel verfochten worden, begründet damit, daß die Männer für Jahrtausende der Dominanz bestraft werden müßten.
"Der Höhepunkt kam dann mit der Penetrationsdebatte." erzählt Matthias. "Es wurde gesagt, daß Geschlechtsverkehr mit Penetration grundsätzlich eine Vorform der Vergewaltigung sei und daß eine Hete _ , wenn sie denn mit einem Typen vaginalen Geschlechtsverkehr hat, seinen Schwanz nur bis zum Eichelrand reinlassen soll. Na, und dann verlangte Ella, das zu praktizieren. Es war furchtbar. Ich kam nicht, sie kam nicht, ich hatte einen stehen bis dorthinaus, sie war völlig feucht, aber ein normaler Geschlechtsverkehr war `böse', und aus irgendwelchen Gründen war Stellung 69 auch verboten. Schließlich kam es zum Eklat. Ich meinte, wir sollten, wie früher, einfach vögeln, wie wir lustig sind, und irgendwann machten wir das auch." "Und?" fragt Alfie. "Es war wunderbar. Wirklich, ich glaube, daß ich nicht nur für mich spreche, wenn ich sage, daß wir beide voll auf unsere Kosten kamen. Das Dumme war aber, daß sie meinte, wir sollten das beide ihrer Frauengruppe erzählen, und obwohl ich nicht wollte, schleifte sie mich zu deren nächstem Treffen mit." "Verstehe ich recht?" hakt Alfie nach. "Ein Mann kommt zu einem internen Treffen einer Frauengruppe?" "Genau so war es." entgegnet Matthias nach einem weiteren tiefen Schluck des guten Weines. "Und das Resultat war grauenvoll. Nachdem wir beide von dem Erlebnis berichtet hatten, verlangten die Frauen kategorisch, Ella sollte sich zwischen ihnen und mir entscheiden, zusammen ginge es nicht. Und ihre Entscheidung fiel nicht für mich aus. Das war vor einer Woche. Und deswegen steht auf meiner Tür `Frauen lügen'."
"Das ist doch völlig bescheuert!" prustet Alfie los. "Das hat weder was mit Feminismus zu tun noch mit dem gesunden Menschenverstand! Das ist crazy! Und wenn du sagst, daß Frauen lügen, gilt das für ein paar durchgeknallte Spinnerinnen, aber nur für die!"
Matthias schweigt eine Weile. "Hast wohl recht." meint er dann. "Aber ich mußte meine Wut irgendwie rauslassen. Nur wegen einem bescheuerten konstruiert-theoretischen Schwachsinn..." "Du hast selbst gesagt, daß eure Beziehung schon vorher in der Krise war. Wie, wenn Ella diese seltsame pseudofeministische Sekte nur als Vehikel benutzt hat, um was in der Hand zu haben? Eine Legitimation, um bye-bye zu sagen?" "Darüber will ich jetzt nicht nachdenken." entgegnet Matthias ärgerlich. "Laß mich in Frieden, ich kenne dich gar nicht, und ich will mich jetzt in Ruhe besaufen!" Er macht dicht. So läßt Alfie ihn mit sich alleine und geht in seine WG zurück, um Heike zu berichten.
In den nächsten Wochen schaut Alfie öfter mal bei Matthias vorbei. Es stellt sich heraus, daß dieser nicht nur säuft wie ein Loch und kifft wie ein Schlot, sondern auch eine Psychodroge nimmt, die Alfie schon von Bernie kennt: Tavor, einen starken Tranquilizer. Erst will er Matthias den Konsum von dem Zeug ausreden, aber das ist eben so vergeblich, wie der Vorschlag, den Spruch von der Tür zu entfernen. Schließlich begnügt Alfie sich damit, die Ansprechbarkeit von Matthias abzutesten, indem er beim Kommen fragt: "Tavor oder tanach?"
In den folgenden Wochen erlebt Alfie mit Matthias so Einiges. Irgendwie hat er an ihm einen Narren gefressen. Mensch kann nicht einmal sagen, daß er ihn so richtig sympathisch findet. Es ist mehr die ambivalente Mischung aus der Faszination des Bizarren, die von Matthias ausgeht, und einer Art Helferimpuls bei Alfie: der Mann ist fertig und braucht Zuwendung. Na ja, und das gemeinsame Weinschütten verachtet Alfie natürlich auch nicht.
Bei einem dieser zweisamen Besäufnisse ist die jeweils eigene Lebenseinstellung Thema. Alfie erzählt viel davon, was er so politisch macht, von dem, was er in der Szene alles erlebt hat, von seinen eigenen politischen Positionen and so on. Im Unterschied zu dem mißlungenen Abend mit Britt ist er gut bei der Sache, seine Statements sind durchdacht und rhetorisch brilliant, und er bemüht sich, auf Nachfragen und Gegenstandpunkte von Matthias präzise und selbstkritisch einzugehen.
Als Matthias dann seine eigene Meinung etwas grundsätzlicher darstellt, stockt Alfie nun allerdings fast der Atem.
"Ich kann gut nachvollziehen, was du in der Szene machst und warum du es machst. Es gibt sicher, bei allem Scheiß, der abläuft, ein gutes Gefühl der Selbstbestätigung, wenn man wie du dazugehört." "Was heißt, dazugehört?" hakt Alfie nach. "Nun ja, wenn man, wie du, da sozial integriert ist, sogar zu denen gehört, die in einer imaginären Hierachie, von der natürlich alle sagen, daß es sie nicht gibt, oben stehen, ist das ganz nett. Bei Aktionen mitmachen, die brenzlig sind, über die niemand groß redet...hat was Romantisches. Und die Leute, die dazu gehören, auch wenn man sie nicht näher kennt, flüchtig in der Fußgängerzone zu treffen und von ihnen gegrüßt zu werden - nicht schlecht!"
"Das ist es nicht..."will Alfie kontern, doch Matthias unterbricht ihn. "Weißt du, wie ich die Welt sehe? Was ihr macht, ist absolut richtig, aber sinnlos. Es hat zu der Atomraketen-und Gorleben-Zeit mal geheißen: `Es ist fünf vor zwölf.' Heute ist es halb eins. Es ist vorbei. Ich bin der festen Überzeugung, daß der Prozeß, der zum Untergang der Menschheit führt - Klimakatastrophe, Umweltverschmutzung, Biowaffen, neue Krankheiten und so, nicht mehr umzukehren ist. Die Welt ist am Arsch, over and out. Und auch wenn ich weiß, warum das so ist und welche Schweine das verursacht haben, nützt es nichts mehr. Ich kann nachvollziehen, wenn Leute RAF-mäßig auf die Schuldigen losgehen - aber Gegenstrukturen aufbauen, anders leben wollen und so weiter, das bringt nichts mehr. Warum soll ich Askese üben, wenn eh alles zusammenbricht? Ich will selber, verdammt noch mal, gut leben. Ich bin nicht schuld!"
Alfie braucht 'nen Moment, ehe ihm eine Antwort einfällt. "Also erstmal bin ich kein Freund von Askese. Dieser ganze Film mit vegetarischer Ernährung, bewußt gekauften Sachen, nur Jobs, die PC_ sind, kein Auto fahren, das ist nicht mein Film, auch nicht der von Heike oder Azad. Und was heißt gut leben? Ich finde mein Leben immer noch besser als ein normalobürgerliches."
"Das sagt sich leicht, wenn du in das normalobürgerliche immer noch zurück kannst. Ich darf doch nicht mal den `Playboy' im Zimmer liegen haben, wenn von euch einer vorbeischaut. Das Nicht-Dogmatisch-Sein der Nichtvegetarier hört auf, wenn ich zuckende Froschschenkel esse oder vorschlage, 'ne Runde bei Mc Donalds auszugeben." "Ist es das, wonach dir der Sinn steht? Playboy lesen und abwechselnd Junkfood und Haute Cuisine? Das soll ein gutes Leben sein? Unter Dolce Vita verstehe ich aber was anderes."
"Ich auch, das war nur ein Beispiel. Was ich meine, ist das: Sobald jemand so lebt, wie Otto Normal, ist das für euch ab einer bestimmten, willkürlich gezogenen Grenze sexistisch, dumpf-unbewußt oder irgendwie böse. Dabei geht es da immer nur um Äußerlichkeiten. Genau so macht sich eure Szene dadurch fest, welche Kleidung die Leute tragen oder welche Musik sie hören. Völlig irrational!"
"Und was schlägst du vor?" fragt Alfie zurück. "Soll sich die Szene öffnen, indem wir Stücke vom normalbürgerlichen Lebensstil übernehmen? Meinst du, so bekommen wir mehr Leute?"
"Genau das meine ich nicht!" erwidert Matthias geradezu aufgebracht. "Macht den Laden dicht, Mensch! Es hat keinen Sinn mehr! Wir haben verloren, die Anderen haben gesiegt! Du kennst doch 'Blowin' in the Wind`. Da heißt es: 'How many times must a man walk down?` Weißt du, was das heißt?"
"Nein, weiß ich nicht." entgegnet Alfie verdutzt. "Das bezeichnet den Cowboy im Wilden Westen, der in breitbeiniger Mackerpose, die Hand überm Colt, die Straße runtergehen muß, um nicht abgeballert zu werden. Er hat sich das nicht ausgesucht, ihm bleibt keine Wahl." "Ja, und?" "Genau da sind wir wieder. Ich brauch doch nur ins juristische Seminar zu gehen. Da verachten die Leute mich schon, weil ich nicht leistungsorientiert wirke und nicht adrett gekleidet bin. Und auch nicht das Gegenbild, der Streetfighter. Männer wie ich, die noch andere Ansprüche haben, die nicht mit den Machonormen einverstanden sind, werden von den Frauen fertiggemacht. Frauen lügen - in Wirklichkeit wollen sie die geraden, akkuraten Männer, die keinen Zweifel an sich selber zulassen, obwohl sie von denen einen reingewürgt kriegen. Es ist einfach mein Fehler, daß ich zu wenig Macker bin. Und daß ich nicht an eure verkackten politischen Ziele glaube!"
Wenn er erwartet hat, Alfie wütend zu machen, hat er sich schwer getäuscht. Langsam und geduldig versucht ihm Alfie auseinanderzusetzen, daß Matthias Sachen zusammenwürfelt, die nichts miteinander zu tun haben, und daß er seinen persönlichen Trennungsschmerz in die Außenwelt projiziert. Es hat keinen Sinn. Jedes Argument wird von Matthias ausgehebelt und dazu benutzt, sich weiter in einer grotesken Mischung aus Weltschmerz und Haß auf jedes politische Engagement zu suhlen. Und je länger er ihm zuhört, desto deutlicher merkt Alfie, daß sein Gegenüber ins Durchgeknallte abdriftet.

Ein paar Tage später kommt Alfie spät nachts nach Hause und sieht, daß bei Matthias die Wohnungstür offen steht. Kurz entschlossen tritt er ein - und merkt sogleich, daß er ziemlich unpassend kommt.
Matthias debattiert heftig mit einer Frau in Leder-Minirock, schwarzen Straps-Strümpfen und Nylonbody, die ihm offensichtlich Vorhaltungen macht. Alfies Anwesenheit nehmen die beiden gar nicht war. Ehe er sich verpieseln kann, bekommt er die Auseinandersetzung mit.
"Wenn du dich mit dieser Scheiße dichtmachst, bist du in 'nem Jahr reif fürs LKH!" fuchtet die Frau. "Du glaubst doch nicht, daß ein Körper das aushält - Tavor und Tramal und Ephedrin und dann noch Tavergil! Das ist blankes Gift! Kein Wunder, daß du keinen hochkriegst!" "Ihr Frauen wollt uns doch nur depotenzieren!" brüllt Matthias zurück. "Müßte dir doch recht sein!" "Jetzt reichts!" schreit die Frau in echter Wut. "Das hier ist mein Job, aber dafür muß ich mich nicht beleidigen lassen! Jämmerlicher Wichser! Ich verzichte mal darauf, mir die Rückfahrt bezahlen zu lassen. Von dir nehm ich nicht mal Geld!" Und rauscht an Alfie vorbei aus der Wohnung. Erst jetzt bemerkt Matthias, daß sie nicht allein waren. Er grinst Alfie schief an. "War 'n los?" fragt dieser. "Ich hatte mir in meinem Frust ein Callgirl kommen lassen." antwortet Matthias. "Stellte sich leider raus, daß sie eine abgebrochene Medizinstudentin ist. Als sie die Medikamente sah, fing sie an, rumzumoralisieren." "Warum machst du die Scheiße bloß?"
ist alles, was Alfie rausbringt. "Komm, ich will mir nicht auch von dir noch was anhören. Zieh Leine!"
Alfie zieht Leine. Fürs erste hat er genug von diesem Gesellen. Zu helfen ist ihm scheint's nicht.

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Schöne Frauen-Wetter 3.0
Dass je heißer es wird umso erfreulichere Anblicke von Körperlichkeit in der Stadt unterwegs sind ist klar, und dass mir das mehr auffällt wenn ich weder Zeit noch Geld habe um in die Berge zu fahren erst recht. Trotzdem scheint dieses Jahr etwas anders zu sein. Ich habe das Gefühl, es gibt einfach MEHR schöne Frauen als sonst;-)

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"Perspektivisch keine Chance mehr"
Genova über Gentrifizierung in Berlin:

http://exportabel.wordpress.com/2012/08/18/perspektivisch-keine-chance-mehr/

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Miners on Strike
Mit Sturmgewehren in die Menge, 34 Tote... Ist, demokratisches Südafrika, dies Deine Botschaft?

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Samstag, 18. August 2012
Congratulations
Liebes JUZI, zu 30 Jahren.

http://www.youtube.com/watch?v=CZUhkWiiv7M

http://www.youtube.com/watch?v=TilW9kN2E0c

http://www.youtube.com/watch?v=0poGRZDiCOI

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Leseempfehlung!
http://www.transcript-verlag.de/ts516/ts516.php

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Freitag, 17. August 2012
Solidarität mit Pussy Riot, jetzt erst recht!
"Weltweit demonstrierten Menschen für eine Freilassung von Pussy Riot, darunter auch in Berlin. In Moskau und Bulgarien stülpten Anhänger der jungen Frauen Denkmälern bunte Sturmhauben über, das Markenzeichen von Pussy Riot. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fällte eine Aktivistin der feministischen Gruppe Femen ein großes Holzkreuz mit einer Motorsäge.

weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/nachrichten/ausland/509jkpm-pussy-riot-schuldig-gesprochen#.A1000146

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Donnerstag, 16. August 2012
Kultmobile
Die meisten Leute mit meiner ungefähren politischen Gesinnung vertreten ja so eine Bonzen-verrecket-Haltung mit ausgeprägtem Hass gegen Statussymbole jeder Art. Mir ist indes das Bekenntnis zu Luxus für alle zu wichtig und das ästhetische Empfinden zu ausgeprägt, um das immer mitzuvollziehen. Wobei Status mir tatsächlich herzlich egal ist, ich habe allerdings ein gewisses Faible für bestimmte Luxusartikel, wel die schön sind. So fuhr ich mal eine Weile ein rassiges Sportauto, eines, das nach einer Raubkatze hieß. Nicht, um damit anzugeben, sondern weil es eine Freude ist, damit zu fahren. Heute bin ich mit einem leicht verkratzten Kombi unterwegs, dies wiederum aus praktischen Erwägungen. Meine Einkommensverhältnisse sind sehr bescheiden und vor allem unregelmäßig, ich kämpfe als kleiner Selbstständiger mühsam ums Überleben, und den sonst üblichen Kletterurlaub konnte ich mir heuer bislang nicht leisten. Mein Bekannten- und Freundeskreis umfasst lebensstandardmäßig das gesamte Spektrum, es sind vermögende Leute dabei und welche, die regelmäßig Containern gehen, d.h. Müllcontainer nach Verwertbarem durchwühlen.


Das war die Vorbemerkung, nicht, dass jemand denkt, hier bei Auto Motor und Sport gelandet zu sein.



Den K70 finde ich einfach formschön, stilistisch das vielleicht Beste, was VW hervorgebracht hat, damals allerdings ein Flop, obwohl technologisch wegweisend.






Dieses rollende Gangsterfilm-Zitat performiert alles, was am Auto Statussymbol sein kann einfach auf so eine übertriebene Art und Weise, dass die Grenze zur Geschmacklosigkeit weit überschritten wird. Mannmannmann....



Son richtiger Lambo hingegen ist zunächst mal Ingenieurskunst in höchster Vollendung, wenn auch ein völlig unpraktisches Fahrzeug. Bei Biogas- oder Hybridantrieb ließe sich drüber reden. Allerdings nicht unbedingt mit mir, in ein Fahrzeug sollte eine Bergausrüstung passen.




Also sowas wäre für Outdoorzwecke schon nett, ist aber leider NUR dafür geeignet.


Die Autos der Zukunft werden wahrscheinlich vom äußeren Erscheinungsbild eher langweilige Solarmobile sein. Oder auch nicht - wir haben ja gerade den Tag des Außerirdischen Mitbürgers, und es ist interessant, mit was die freundlichen Aliens so eingeschwebt kommen. Hier sehen wir einen Jaddar gasatotanischer Bauart, den eine Alabrickerin angeschlossen hat, bevor sie auf den Stadtbummel ging.

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Erste Stellungnahme von Hüseyin Aygün nach Freilassung
Der CHP Abgeordnete aus Dersim, Hüseyin Aygün, wurde in den Abendstunden des 14. August freigelassen. Er war zwei Tage zuvor in der Nähe des Bezirks Ovacik durch die Guerillakräfte der HPG festgenommen worden. Nach seiner Freilassung kam Aygün zunächst mit seiner Familie zusammen, bevor er vor die Kameras trat und seine Erlebnisse aus den letzten 48 Stunden schilderte.

Aygün erklärte, dass die PKK ihn entführt habe, um politische Propaganda zu betreiben. Nach seiner Festnahme habe sich Bahoz Erdal mit der Guerillagruppe aus Dersim in Verbindung gesetzt. Er habe sie angemahnt, sie sollen darauf achten, dass Aygün noch nicht einmal ein Haar gekrümmt werde.

Die Gruppe habe vom CHP-Abgeordneten verlangt, er solle unabhängig Politik betreiben. Aygün habe ihnen erklärt, dass er solch eine Entscheidung nicht unter diesen Bedingungen fällen könne.



Die Erklärung Aygüns gegenüber der Presse lautet wie folgt:

„Mein zweitägiges Abenteuer in den Bergen ist heute zu Ende gegangen. Die Organisation hat mitgeteilt, dass sie diese Aktion zum Zwecke politischer Propaganda ausgeführt habe. Sie sagten, sie wollen mit der Aktion einen Aufruf zum Frieden und zum Waffenstillstand machen. Von mir haben sie verlangt, ich solle mich im Parlament noch stärker für einen Waffenstillstand einsetzen. Alle Parteien müssten noch stärker hierfür arbeiten. Ich habe ihnen erklärt, dass es gegen den Willen Dersims ist, dass ein unbewaffneter Mensch in den Bergen Dersims festgenommen wird. Auch habe ich ihnen erklärt, dass ich Stolz darauf bin der CHP-Abgeordnete aus Dersim zu sein. Mir ist dort bewusst geworden, dass die Mitglieder dieser Gruppe, die alle zwischen 18 und 25 Jahren sind, eigentlich auch zurück nach Hause wollen. Es gab mir gegenüber keinerlei Drohungen. Sie verlangten lediglich, dass die CHP mehr Mühen aufbringen soll, dem fließenden Blut Einhalt zu gebieten.

Die Gruppe, die uns gestoppt hat, kannte mich. Sie haben keinerlei Gewalt mir gegenüber ausgeübt. Sie haben auch die Waffe nicht auf mich gerichtet. Wir sind sechs bis sieben Stunden marschiert. Um ehrlich zu sein, hatte ich die Berge von Dersim auch vermisst. Aber niemand sollte zurzeit in den Bergen spazieren gehen.

Ich denke, dass auch die Kritik der alevitischen Organisationen, der CHP und des Volks von Dersim dazu beigetragen haben, dass ich innerhalb so kurzer Zeit freigelassen worden bin. Ich wurde aufgrund dieser Kritik binnen 48 Stunden wieder freigelassen. Sie haben diese Aktion durchgeführt, um nach Ankara eine Friedensbotschaft und die Forderung nach einem Waffenstillstand zu richten. Als wir morgens aufgewacht sind, hat Bahoz Erdal sich bei der Gruppe gemeldet, um zu fragen, ob die Meldungen über die Aktion stimmen. Danach hat er gefordert, dass auf meine Sicherheit geachtet werden und ich freigelassen werden soll. Hierauf wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf die höchste Stufe gesetzt und der Befehl gegeben, dass mir nicht einmal ein Haar gekrümmt werden soll.

Sie haben ihre Aktion für erfolgreich erklärt und mich verabschiedet. Sie haben mich umarmt und geküsst. Sie sagten mir, ich solle meine Geschwister auf den Bergen nicht vergessen und ich versprach ihnen, dass ich für den Frieden arbeiten werde.“

Quelle der Erklärung : www.internethaber.com/chp-tunceli-mille...

14.08.2012

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Steht die Ermordung der Polizistin durch die NSU in einer Verbindung zum Ku Klux Klan?
Hochspannende Spur, die die taz hier nachzeichnet:


http://www.taz.de/Ku-Klux-Klan-Affaere/!99280/

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Die Bühne als Ghetto
Der ungarische Antiziganismus und die Hilflosigkeit der Roma:


http://jungle-world.com/artikel/2012/33/46071.html

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Donnerstag, 16. August 2012
Neues zum Nobordercamp und weiterführende Überlegungen
Neues zum Nobordercamp und weiterführende Überlegungen


Es ist ja wirklich nicht einfach, wenn man die widersprüchlichen und widerstreitenden Informationen zum Nobordercamp verfolgt, zu dem ich mitmobilisiert hatte, an dem ich selber aber nicht teilnahm. Aus diesem Nebel an Eindrücken und Wahrnehmungen schält sich erst allmählich ein klares Bild heraus, das für mich aber inzwischen deutlichere Konturen annimmt. Gleichzeitig stellen sich dabei einige zentrale Fragen, die die radikale Linke in der BähRD seit gut zwanzig Jahren umtreiben. Wenn in einem der Kommentarbereiche unten davon die Rede ist, es hätte auf dem Nobordercamp rassistische Gewalt gegeben, ist das erschreckend und macht betroffen, es ist dann nur die Frage, was unter rassistischer Gewalt zu verstehen ist. Ich würde darunter zum Beispiel verstehen, dass jemand wegen der Farbe der Haut geschlagen wurde. Nach dem hier Verlinkten wurden aber Handlungen wie Augenrollen, jemanden unterbrechen oder nicht ausreden lassen bereits als Formen von Gewalt erlebt.

http://de.indymedia.org/2012/08/333635.shtml


http://www1.wdr.de/themen/politik/nobordercamp100.html


https://linksunten.indymedia.org/en/node/64170

Btw: In einem der Kommentare dort werden The Voice und die Karawane als "weiße" Organisationen bezeichnet. Das ist entweder schlecht erkennbare Ironie oder Nullahnung. The Voice ist eine Selbstorganisation von Flüchtlingen überwiegend aus englischsprachigen Staaten Afrikas, die Karawane eine offene Flüchtlingsselbstorganisation. Diese Gruppen als paternalistisch gegenüber PoC zu bezeichnen ist so wie Simon Wiesenthal des Antisemitismus zu beschuldigen.
Seit geraumer Zeit wird, auch und gerade, aber nicht nur von Seiten Traumatisierter, darauf hingewiesen, dass Sprache, Bilder, Umgangsformen usw. gewalthaltig sind. So richtig das ist würde ich doch noch sehr deutlich zwischen dieser symbolischen und/oder strukturellen Gewalt und körperlicher Gewalt unterscheiden. Mein eigener Standpunkt fällt dabei natürlich nicht einfach so vom Himmel. Einerseits bin ich als weißer heterosexueller akademischer Mann mittelschichtiger Herkunft multiprivilegiert. Andererseits habe ich meine eigenen Gewalterfahrungen, und da geht´s gerade nicht um verbale oder symbolische Gewalt. Kürzlich hatte ich zwei aufschlussreiche Gespräche, bei denen es um je eigene Gewalterfahrungen ging. Das Eine fand mit meinem alten Genossen T. statt und das Andere mit meiner alten Freundin S. T. schilderte die vielen gewaltvollen Demosituationen, die er erlebt hatte bis zur Tötung einer Genossin unmittelbar vor seinen Augen durch Staatsgewalt. S. berichtete von den Peitschenprügeln, die zu ihrer Erziehung gehört hatten ebenso wie Einsperren im Keller und dann Erlebnissen extremer Gewalt, die sie als erwachsene Frau hatte. Ich selbst habe meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch Prügeleien erlebt, war da selbst zumeist Opfer, und hatte als junger Erwachsener (“jung” geht da etwa bis ins Alter 35) meine regelmäßigen Erfahrungen mit Haue-Demos, auch schon mal erlebt, wie es sich anfühlt, mit einer Schusswaffe bedroht zu werden. Meine kurdischen und nigerianischen GenossInnen berichteten dann von Gewaltdimensionen, die ich nicht nachvollziehen kann, da ging es um Bombenangriffe, Schießereien und Folter.

Das sind Gewalterfahrungen, die mit rein verbaler, struktureller und symbolischer Gewalt gar nichts zu tun haben. Und das sind auch die Hintergründe der Flüchtlinge auf dem Nobordercamp. Und dann erlebte ich, dass eine Mitstreiterin inzwischen “Triggerwarnungen” über Bilder oder Texte im Internet setzt, die gewalthaltig seien. Eigentlich kommen Triggerwarnungen aus dem Bereich der Traumatisierten-Selbsthilfegruppen oder der PsychiatriepatientInnen, die damit verhindern wollen, dass entsprechende Personen erneut Traumtatisierungen erleben. Ein Trigger kann z.B. dazu führen, dass bei einem paranoiden Menschen ein psychotischer Schub ausgelöst wird. Aber Triggerwarnungen an ein allgemeines, durchmischtes Publikum von einer Frau, die mir gegenüber sagte, als antirassistischer Aktivist müsse ich mich darauf einlassen, dass mich nunmal Faschos bedrohten, wenn die mich zusammenschlagen gäbe es halt zwei Wochen Krankenhaus, dann wäre alles wieder gut. Der Baseballknüppel als zumutbare Härte, aber Bilder oder Texte als abzuwehrender Triggerfaktor? Da stimmt doch etwas nicht.


http://noborder.antira.info/de/texts/definitionsmacht-anders-ausbuchstabiert-2/

http://blog.katrin-roenicke.net/?p=1143

Triggerwarnungen auf Blogs erscheinen mir heute als fast schon so etwas wie eine Mode, und da fühle ich mich dann allerdings sehr an die Vergewaltigungsdebatten so um 1990 erinnert: Ausgehend von real stattgefundenen Vergewaltigungen in Szene-Zusammenhängen wurde die an sich richtige Position (der ich voll und ganz zustimme), dass die Definition von dem, was eine Vergewaltigung sei nur vom Opfer definiert werden könne, dermaßen weit ausgedehnt, dass selbst Situationen, wo einvernehmlicher Sex, der aber schlecht war oder wo Geschlechtsverkehr überhaupt nicht stattgefunden hatte als Vergewaltigungen bezeichnet wurden, mit allen Konsequenzen der sozialen Ächtung für die “Täter”. So ähnlich ist das m.E., ich lasse mich gerne zu etwas Anderem belehren, auch mit dem Begriff der rassistischen Gewalt in diesem Kontext. Ich finde, mit so etwas wird reale Gewalt verniedlicht.

Nach dem mich all die gebloggten Texte zu der Thematik hilflos zurückließen fragte ich einen Flüchtlingsaktivisten aus Sierra Leone, was der davon hält und fand seine Antwort hochinteressant. Er meinte, auf dem Camp wären zwei total unterschiedliche Gruppen zusammengekommen: Die, denen es um Aktionen ging und die, die provozieren wollten. Die AktionistInnen betrachteten das Camp als Basis für Demos und mögliche Blockaden von Abschiebungen auf den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf, die Provokateure wollten auf Diskriminierung von PoC in allgemeinen Diskussionsprozessen aufmerksam machen, wobei sie sich aber bei den konkreten Gruppen, denen sie gegenübertraten eher die falschen Leute ausgesucht hätten.

Da würde sich eine neue Bewegung formieren, die nicht aus den Flüchtlingssoligruppen komme, sondern sich neu bilde aus Afrodeutschen und deutschen Afrikastudienbetreibenden.
Ihr konkretes Auftreten bezeichnete er als “Bullshit”, als ich auf die Kritik an Fleisch grillenden Roma kam lachte er nur und meinte, die seien vor allem sehr jung und müssten jetzt alles Mögliche ausprobieren, er hätte ihre Provokationen eher als Slapstick wahrgenommen. Wir waren ja auch mal jung. Na ja, unser “Spiel mit Grenzen”, indem wir Karstadt-Besucher abgefangen und einem “Asylverfahren” mit Anhörung in Kurdisch zugeführt hatten war dann ja nicht so viel anders. Insofern sehe ich das jetzt viel gelassener.


P.C.: Und viele aktionsorientierte TeilnehmerInnen des Camps haben von den ganzen Auseinandersetzungen nichts mitbekommen, für die war das einfach Penn- Ess- und Feierplatz nach den Demos und Sit-Ins.

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Mittwoch, 15. August 2012
Mutterwitz 2.0 verschärft
Mein Vater erzählte von einem kostenlosen Hörtest für Hörgerätebedarf und meinte, da Mutter da eh nicht hinginge könnte er das ja mal machen und sich für sie erkundigen. Daraufhin erwiderte meine Mutter: "Auf dem linken Auge bin ich eh fast blind."

Ah ja.

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Montag, 13. August 2012
Ausbildungsabbruch wird mit Abschiebung bestraft
Eins ist in der behördlichen Behandlung von nicht EU-AusländerInnen, so sie nicht aus den USA, der Schweiz, Japan oder anderen Privilegienländern kommen immer deutlich: Sie werden weniger wie Menschen mit Rechten als vielmehr Funktionsträger oder Dienstleister betrachtet. Ihr Bleiberecht ist vielfach daran gekoppelt, dass sie "sich nützlich machen". Frei über ihr Leben verfügen sollen sie nicht.

So wie auch in diesem Fall:


http://www.nds-fluerat.org/8765/pressemitteilungen/ausbildungsabbruch-wird-mit-abschiebung-bestraft/

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Afrika ist auch in Bremen
Von Franieshka:



Ich möchte Euch hiermit als Mitglied des Vereins "Afrika ist auch in Bremen" e.V. eine besondere Veranstaltung ans Herz legen, denn auch wenn es gelungen ist, hier in Deutschland einen mehr oder minder sicheren Aufenthaltsstatus zu bekommen, haben viele Geschichten noch lange kein Happy End, denn bestimmte Probleme bestehen fort oder generieren sich neu.


Daher findet in Bremen auch dieses Jahr wieder eine wichtige Veranstaltung statt:
Es geht um die Afrikamesse. Ziel dieses Events ist es, die durch strukturelle und ideologische Diskriminierung vielmals marginalisierte Gruppe der Afrikaner näher an die Mehrheitsgesellschaft zu bringen. Auf der Messe werden sich die Afrikaner daher mit ihren Potentialen, abseits der typischen Klischees präsentieren. Es gibt Möglichkeiten zur Vernetzung untereinander aber auch mit Institutionen der Mehrheitsgesellschaft etc. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme Ihrer Initiativen, Vereine, Organisationen etc.(einzige Voraussetzung ist ein Bezug zu Afrika bzw. der afrikanischen Diaspora in Deutschland und Europa). Auch als Besucher sind Sie herzlich eingeladen. Weiter unten finden sich die offizielle Einladung.
Wir bitten Sie zudem, diese Informationen weiterzutragen.



Im letzten Jahr hat das Regionale Zentrum Bremen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und eine Arbeitsgruppe der afrikanischen Communities in Bremen, mit großem Erfolg die erste Afrika-Messe in Norddeutschland mit 6.000 Besuchern und 90 Ständen veranstaltet! Daran möchten wir in diesem Jahr anknüpfen. Am 14. und 15. September 2012 werden wir, als neu gegründeter Verein "Afrika ist auch in Bremen! e.V.", erneut die größte Afrika-Messe in der Bremer Messehalle 4.1 (1. Stock) während der großen Messe HanseLife durchführen. Die GIZ Bremen unterstützt den Verein in diesem Unterfangen und wir möchten auch Sie herzlich einladen, als Aussteller, Sponsor oder Besucher an dem großen Event teilzuhaben. Fast 70 schriftliche Standanmeldungen liegen uns bereits vor.

Weitere Informationen wie das Anmeldeformular für Info- und Verkaufsstände, Sponsoreninfos sowie Fotos vom letzten Jahr finden Sie in Kürze unter www.bremen-opencity.de (und in der Anlage), Dort werden ständig aktuelle Informationen eingearbeitet, es lohnt sich also gelegentlich einen Blick darauf zu werfen... Auch auf Youtube kann man sich den Film der Messe aus dem letzten Jahr ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=1BqlS2FFCZg.


Auf der Messe möchten sich die afrikanischen Mitbürger/innen mit ihrem Potential, ihren Kenntnissen und ihrer Kultur, afrikanische Vereine und Firmen aber auch Vereine und Firmen der Mehrheitsgesellschaft aus der Metropolregion Nordwest und ganz Deutschland vorstellen, sichtbar machen, neue Kontakte knüpfen, potentielle Geschäfts- und Projektpartner oder Geldgeber finden und dazu beitragen, Klischeevorstellungen abzubauen. Unser Programm beinhaltet unter anderem:

• Informations- und Verkaufsstände von afrikanischen und deutschen Unternehmen,
Vereinen und weiteren Akteuren aus Bremen und ganz Deutschland
• Vorträge, Diskussionsrunden und Filme zu Wirtschaft, Migration, Integration und Entwicklung, Tourismus sowie Green Economy
• Musik, Tanz, Essen, Modenschau, Kochshow und Kinderprogramm
• Afrikanisches Business Frühstück
- Expert Round Table

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Erfahrungen mit Kinderpornografie bei Twitter
Neuer Beitrag von Kadda:


http://blog.katrin-roenicke.net/?p=1358

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Montag, 13. August 2012
Mutterwitz 2.0
Meine Mutter mit ihren 86 hat es ja immer häufiger in ihren Kommentaren bei Tisch mit dem Sterben. Als Vater nun meinte, trotz hohen Alters würde er erstmal daran nicht denken und ich hinzusetzte, na ja, da ich noch relativ jung sei sei ich davon noch viel weiter entfernt sagte sie "Ihr wollt auch gar nichts! Noch nicht mal sterben." Nach dem Essen sagte Vater "Es gibt noch Nachtisch" und legte ihr eine Klebfalle mit ca. 30 toten Motten auf den Teller und sagte: "Die sind schon gestorben!" und Mutter versetzte: "Zu dieser Familie hätte Loriot sich nicht das Drehbuch zu schreiben getraut." So ist sie, meine Family.

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BREAK Isolation Flüchtlingsprotestmarsch von Würzburg nach Berlin
+ + + + english and farsi below + + + +


www.refugeetentaction.net

Gemeinsame Pressemitteilung des Koordinationskomitees der protestierenden
Flüchtlinge in Deutschland und
der unterstützenden Gruppen für die Verteidigung der Flüchtlingsrechte



9. August 2012

Vor einiger Zeit ist ein Aufruf seitens des Koordinationskomitees der
protestierenden Flüchtlinge veröffentlicht worden. In diesem haben
bekannte Gruppen und Organisationen in der Flüchtlingsbewegung zu einem
gemeinsamen Treffen aufgerufen, um ein gemeinsames Projekt zu initiieren
und die Kämpfe der Flüchtlinge in Deutschland in einer gebündelten Aktion
zu verbinden. Der Kampf begann am 19. März in Würzburg (Bayern) und hat
sich nun auf sieben Städte in vier Bundesländern ausgeweitet. Dieser Kampf
befindet sich in der Expansion. Am 4. und 5. August fand nun das Treffen
in Frankfurt am Main statt. Das Koordinationskomitee der protestierenden
Flüchtlinge und
Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Gruppen nahmen teil.


Bei diesem Treffen wurde über eine Aktion beraten, welche die
protestierenden Flüchtlinge in der Hauptstadt zusammenführen soll. Zwei
Tage lang wurde über den Vorschlag eines Marsches nach Berlin, Hauptstadt
der Bundesrepublik Deutschland, diskutiert. Über die Idee der Aktion
„Karawane der Flüchtlinge und Streik in Berlin“ wurde hinsichtlich Theorie
und Taktik diskutiert.



Am Ende des Treffens wurden zwei separate Routen ausgehend von Würzburg
als der nördlichsten Stadt Bayerns festgelegt. Die erste kürzere Route ist
als Fußmarsch und die zweite längere Route nach Berlin als Fahrtroute
geplant. Die Präsenz der Flüchtlinge, Aktivistinnen und Aktivisten wird
die Aktionen entlang beider Routen stärken. Nach eingehender Analyse und
Austausch über die Details wurde der 8. September 2012 als Beginn der
Aktion festgelegt.

Das Treffen endete mit der Gründung von fünf Arbeitsgruppen zwecks
Vorbereitung, Planung und Verwirklichung der Aktion. Die fünf
Arbeitsgruppen sind: Finanzgruppe, Arbeitsgruppe zur Planung beider
Routen, Kommunikationsgruppe, Dokumentationsgruppe und Mediengruppe.


Die Vorbereitung und die Aufrufe dieser Aktion werden in verschiedenen
Sprachen erstellt und übersetzt. In den kommenden Tagen werden diese auf
den Internetseiten der protestierenden Flüchtlinge und auf den
Internetseiten der in der Flüchtlingsbewegung aktiven Gruppen
veröffentlicht.


Am 23. August 2012 beginnt in Erfurt Gispersleben im Bundesland Thüringen
das Flüchtlingssommercamp „Break
Isolation“:http://www.thecaravan.org/refugeecamp2012, welches von The
VOICE Refugee Forum und KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und
MigrantInnen in Deutschland organisiert ist.


Solidarisch mit dem Flüchtlingssommercamp „Break Isolation“ erklären wir
seitens des Koordinationskomitees der protestierenden Flüchtlinge und den
anwesenden Aktivistinnen und Aktivisten, dass die Ziele des Marsches nach
Berlin und des Camps nicht voneinander getrennt sind. Der Marsch nach
Berlin ist einer der Aktionen der vom Camp und dessen Organisatorinnen und
Organisatoren ernsthaft unterstützt und solidarisch mit vorbereitet
werden. Aus diesem Grunde werden Flüchtlinge aus den protestierenden
Zelten an zwei Tagen, den 25.08.12 und 26.08.12, die Proteste und die dort
gemachten Erfahrungen in einem Workshop am ersten Tag und in Konferenzen
vorstellen und in einem zweiten Workshop am zweiten Tag die Vorbereitung
des Marsches
vorantreiben.

Wir mobilisieren bundesweit um Isolation zu brechen, gegen Abschiebungen
und Lager, für die Schließung aller Heime und für die Befreiung von der
Knechtschaft der Residenzpflicht in ganz Deutschland.

Koordinationskomitee der protestierenden Flüchtlinge (Aub, Berlin,
Düsseldorf, Regensburg, Würzburg)


KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
KARAWANE München
KARAWANE Berlin
THE VOICE Refugee Forum
Linksjugend ['solid] NRW

+++++++++++++++ english version ++++++++++++




Break Isolation – Refugee Protest March from Würzburg to Berlin!

www.refugeetentaction.net

Joint press release of the coordinating committee of the asylum seekers
and their supporting activist groups in Germany
August 9, 2012

A
call has been published by the coordination committee of striking
refugees in which the several groups of activists in the field of refugee
issues had called for a gathering to organise a new project in the series
of the chain struggles of refugees in Germany in order to stimulate an
all-together event. The struggle had started since 19th March '12 in
Würzburg, Bavaria, and had been extended at the moment to seven cities in
four Regions.

The gathering had been held on 4th and 5th August in Frankfurt with the
presence of coordination committee and the representatives of different
groups and the project is to gather all strikers in the capital of the
Federal republic of Germany, Berlin. The primary plan of the project was
put forward during two days of debate.


In the end two different trajectories were chosen from Würzburg to Berlin.
The shorter trajectory was chosen for the march and the longer one for the
cars to reach Berlin; in both refugees and supporting activists would
participate. The departure day has been set to 8th of September 2012.

The two day meeting lead to the formation of five workgroups to organise
the projects which are: Financial workgroup, Logistics workgroup for both
trajectories, Communication workgroup, Documentation work group and the
Media workgroup.


The call will be translated into several languages and in the following
days will be published in the striking refugees' websites in different
cities and in the official websites of the activists of refugee issues.


The summer camp "Break Isolation " will be started from 23rd of August
2012 in Erfurt, Gispersleben. http://www.thecaravan.org/refugeecamp 2012
that is organised by The VOICE Refugee Forum and The Caravan for the
rights of refugees and migrants in Germany.


The coordination committee is in accordance with the objectives of the
Summer camp "Break Isolation" and declares that the Berlin march and the
summer camp share the same objectives and the Berlin march is an important
serious project for the Camp. The coordination committee will hold a
Conference and workshops to present the way the protest tents will
function on 25th and 26th of August a meeting to organise the march to
Berlin.

We are organizing to break the isolation on a nationwide mobilizzation
against deportation and Lager protest to close down the refugee camps and
to break the Residenzpflicht restriction in all over Germany.

The coordination committee of striking refugees in the Federal Republic
of Germany (Würzburg, Aub, Regensburg, Düsseldorf and Berlin)

KARAWANE Für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantinnen -
The Voice Refugee Forum-
Karawane München-
Karawane Berlin-
linksjugend ['solid] NR

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Ein paar historisch-kritische Anmerkungen zum Jesus-Mythos
Wenn man die wunderbaren Umstände der Geburt und Herkunft Jesu mal unter dem Aspekt dessen, was in der Antike so Usus war kontextualisiert lernt man vor allem Einiges über antike Propaganda und ihre Wirkungsweise. Der Sohn Gottes, das war vielleicht für Juden etwas revolutionär neues, aber in der weitläufigeren regionalen Umgebung sah das schon ganz anders aus. Die ägyptische Pharaonin Hatschepsut, als Frau nicht thronfolgeberechtigt legitimierte ihren Machtanspruch damit, dass sie nicht von ihrem Vater Thutmosis I. sondern vom Sonnengott Amon Re gezeugt worden war. Der griechische Archont und Stratege Alcibiades behauptete von Zeus abzustammen, Alexander in männlicher Linie Nachkomme von Herakles und in weiblicher Linie von Achilles zu sein. Göttliche Abkunft war in der Antike gängige Rechtfertigungsstrategie wenn es darum ging, eigentlich illegitime Thronansprüche zu rechtfertigen. Und so konnte Jesus als Sohn eines Baumeisters für sich reklamieren König der Juden zu sein, auch wenn dabei nur ein rein geistiges Königtum gemeint war. Er stammte nun mal von keinem König und keinem Hohepriester ab. Und es ist sicherlich kein Zufall, dass diese Geschichte ausgerechnet zu dem Zeitpunkt entstand, als die Gesellschaft Judäas erstmals nachhaltigen Kontakt mit dem Hellenismus bekam, der von den Römern exportiert wurde. Eine asketische Reformbewegung innerhalb des Judentums mischt sich mit gnostischer Philosophie und Praxis und der Mythologie des antiken Mittelmeeraums.


Hinsichtlich der Verurteilung und Hinrichtung von Jesus sticht allerdings ganz etwas Anderes ins Auge. Das Prinzip nach dem da vorgegangen wurde - Wahrheitsfindung und Schuldfestellung durch jüdische Priester, Verurteilung und Hinrichtung durch die weltliche römische Obrigkeit, ein Justizmord bei dem beide Seiten sich die Hände in Unschuld waschen konnten, die Einen legten ja nicht selber Hand an, die Anderen vollstreckten nur, ohne selber die Schuld festgestellt zu haben schuf die Blaupause für die spätere Praxis der Ketzer- und Hexengerichte: Die Inquisition ermittelt nur die Schuld, foltern und strafen ist Sache der weltlichen Gerichtsbarkeit. Die Heilige Inquisition als permanente Fortschreibung der Ermordung Christi durch die katholische Kirche selber, das hat etwas.

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Kommt alle: FESTIVAL GEGEN RASSISMUS 17.-19. AUGUST 2012, BLÜCHERPLATZ, BERLIN-KREUZBERG
Hallo liebe Leute,

das Festival gegen
Rassismus startet bald und wir brauchen Eure Unterstützung.


Kommt vorbei, beteiligt Euch, diskutiert mit !!

Konkret benötigen wir auch noch viele helfende Hände beim Auf/Abbau und
direkt während der Festivaltage für den Getränkeverkauf, für die
Schutzstrukturen und Umweltschichten etc.

Ein Vorbereitungstreffen für alle, die sich noch helfend einbringen
wollen, findet am Sonntag, 12.8.2012 um 19 Uhr bei Allmende, Kottbusser
Damm 25-26, 10967 Berlin statt.

Alle Infos, auch
mehrsprachig: http://festivalgegenrassismus.wordpress.com/

AUFRUF ZUR
BETEILIGUNG AM FESTIVAL GEGEN RASSISMUS

17.-19. August 2012,
Blücherplatz,Berlin-Kreuzberg

Das Bündnis »Festival gegen Rassismus«
besteht aus Gruppen und Einzelpersonen, die eine bundesweite
Gegenöffentlichkeit zu rassistischer Diskriminierung und Ausgrenzung
herstellen möchten und sich für eine gerechte Gesellschaft einsetzen.

Selbst nach der Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds"
(NSU) gab es keine öffentliche Diskussion über Rassismus in der
Gesellschaft. Zudem nimmt soziale Ungleichheit in der Krise weltweit zu.
Sie verschärft und verändert die verschiedenen Formen von Rassismus in
Deutschland. Tagtäglich kämpfen Menschen mit Rassismus - in
(staatlichen) Institutionen, in den Medien, in der Wissenschaft, auf dem
Wohnungs- und Arbeitsmarkt, im Bildungssystem sowie im Kunst- und
Kulturbereich.
Deswegen ist das „Festival gegen Rassismus" als bundesweite Plattform
gedacht, um Rassismus sichtbar zu machen und zu diskutieren, was wir
dagegen tun können. Alle sind eingeladen, diesen Raum zusammen
kultur-politisch zu gestalten: wir wollen uns treffen, informieren,
diskutieren, stärken, musizieren, Spaß haben und vieles mehr - mit alt und
jung. Jede_r Interessierte ist eingeladen, sich direkt und aktiv
einzubringen und sich mit Vorstellungen einer gerechten Gesellschaft
auseinander zu setzen.
Wir möchten alle Interessierten zur Beteiligung aufrufen. Bei dem ersten
"Festival gegen Rassismus", das jährlich stattfinden soll, heißt unser
Motto Vernetzung. Wie können wir uns besser vernetzen? Was sind unsere
bisherigen Erfahrungen? Was sind Schwierigkeiten, Widersprüche und
politische Ansprüche dabei? Wie entwickeln wir gemeinsam eine Politik, die
sozialer Ungleichheit in Deutschland entgegen tritt? Und wie können wir
uns stärken, solidarisieren und selbstorganisieren?

--
ARI Berlin -
Antirassistische Initiative e.

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Freitag, 10. August 2012
Wieder ordentlich was los
Na, mit der Ausrüstung werden die Ordnungshüter endgültig zu Robocops.





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Pussy Riot!
Aus gegebenem Anlass:

http://www.youtube.com/watch?v=qEiB1RYuYXw&feature=autoplay&list=PL596119EEA8603CA5&playnext=1

http://www.youtube.com/watch?v=Tax4wFFBSLo&feature=fvwrel

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BREAK Isolation
Flüchtlingsprotestmarsch von Würzburg nach Berlin

www.refugeetentaction.net

Gemeinsame Pressemitteilung des Koordinationskomitees der protestierenden Flüchtlinge in Deutschland und der unterstützenden Gruppen für die Verteidigung der Flüchtlingsrechte

9. August 2012

Vor einiger Zeit ist ein Aufruf seitens des Koordinationskomitees der protestierenden Flüchtlinge veröffentlicht worden. In diesem haben bekannte Gruppen und Organisationen in der Flüchtlingsbewegung zu einem gemeinsamen Treffen aufgerufen, um ein gemeinsames Projekt zu initiieren und die Kämpfe der Flüchtlinge in Deutschland in einer gebündelten Aktion zu verbinden. Der Kampf begann am 19. März in Würzburg (Bayern) und hat sich nun auf sieben Städte in vier Bundesländern ausgeweitet. Dieser Kampf befindet sich in der Expansion. Am 4. und 5. August fand nun das Treffen in Frankfurt am Main statt. Das Koordinationskomitee der protestierenden Flüchtlinge und Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Gruppen nahmen teil.


Bei diesem Treffen wurde über eine Aktion beraten, welche die protestierenden Flüchtlinge in der Hauptstadt zusammenführen soll. Zwei Tage lang wurde über den Vorschlag eines Marsches nach Berlin, Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, diskutiert. Über die Idee der Aktion „Karawane der Flüchtlinge und Streik in Berlin“ wurde hinsichtlich Theorie und Taktik diskutiert.


Am Ende des Treffens wurden zwei separate Routen ausgehend von Würzburg als der nördlichsten Stadt Bayerns festgelegt. Die erste kürzere Route ist als Fußmarsch und die zweite längere Route nach Berlin als Fahrtroute geplant. Die Präsenz der Flüchtlinge, Aktivistinnen und Aktivisten wird die Aktionen entlang beider Routen stärken. Nach eingehender Analyse und Austausch über die Details wurde der 8. September 2012 als Beginn der Aktion festgelegt.


Das Treffen endete mit der Gründung von fünf Arbeitsgruppen zwecks Vorbereitung, Planung und Verwirklichung der Aktion. Die fünf Arbeitsgruppen sind: Finanzgruppe, Arbeitsgruppe zur Planung beider Routen, Kommunikationsgruppe, Dokumentationsgruppe und Mediengruppe.


Die Vorbereitung und die Aufrufe dieser Aktion werden in verschiedenen Sprachen erstellt und übersetzt. In den kommenden Tagen werden diese auf den Internetseiten der protestierenden Flüchtlinge und auf den Internetseiten der in der Flüchtlingsbewegung aktiven Gruppen veröffentlicht.

Am 23. August 2012 beginnt in Erfurt Gispersleben im Bundesland Thüringen das Flüchtlingssommercamp „Break Isolation“:http://www.thecaravan.org/refugeecamp2012, welches von The VOICE Refugee Forum und KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen in Deutschland organisiert ist.


Solidarisch mit dem Flüchtlingssommercamp „Break Isolation“ erklären wir seitens des Koordinationskomitees der protestierenden Flüchtlinge und den anwesenden Aktivistinnen und Aktivisten, dass die Ziele des Marsches nach Berlin und des Camps nicht voneinander getrennt sind. Der Marsch nach Berlin ist einer der Aktionen der vom Camp und dessen Organisatorinnen und Organisatoren ernsthaft unterstützt und solidarisch mit vorbereitet werden. Aus diesem Grunde werden Flüchtlinge aus den protestierenden Zelten an zwei Tagen, den 25.08.12 und 26.08.12, die Proteste und die dort gemachten Erfahrungen in einem Workshop am ersten Tag und in Konferenzen vorstellen und in einem zweiten Workshop am zweiten Tag die Vorbereitung des Marsches vorantreiben.

Wir mobilisieren bundesweit um Isolation zu brechen, gegen Abschiebungen und Lager, für die Schließung aller Heime und für die Befreiung von der Knechtschaft der Residenzpflicht in ganz Deutschland.

Koordinationskomitee der protestierenden Flüchtlinge (Aub, Berlin, Düsseldorf, Regensburg, Würzburg)

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
KARAWANE München
KARAWANE Berlin
THE VOICE Refugee Forum
Linksjugend ['solid] NRW

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Donnerstag, 9. August 2012
Flüchtlinge im Streik - Solidarität ist eine Waffe
Bundesweit sind Flüchtlinge im Streik! (9.8.12)
"Wir, Asylsuchende, Flüchtlinge, Migranten und Aktivisten sind Teil der Protestbewegung, die sich aus den Lagerunterkünften über ganz Deutschland ausbreitet. Wir werden auf der Strasse kämpfen bis unsere Rechte und Forerungen erfüllt sind. Wir gehen nicht zurück ins Lager!

Die aktuelle Welle des Protests nahm ihren Anfang in Würzburg, wo eine Gruppe Asylsuchender in einen Hungerstreik trat in Reaktion auf den tragischen Selbstmord eines Freundes.
Die menschenunwürdigen Bedingungen und das jahrelangen Warten in Ungewissheit über eine Entscheidung über seinen Asylantrag trieben diesen Menschen in seine verzweifelte Tat. Die Würzburger Gruppe fordert nichts weniger als die sofortige Umsetzung und Anerkennung von Menschenrechte für Flüchtlinge und Asylsuchende. Viele Menschen in Lagerunterkünften und Aktivisten in Solidarität sind in diese Kampf mit eingestiegen und unterstützen die Forderungen:

STOPPT ALLE ABSCHIEBUNGEN
jede Abschiebung ist ein Vebrechen gegen die Menschlichkeit
SCHLIEßUNG ALLER LAGERUNTERKÜNFTE
Wir entscheiden Wo und unter welchen Bedingungen wir leben wollen
ABSCHAFFUNG DER REIDENZPFLICHT, ÜBERALL!
STOPPT DIE ERNIEDRIGUNGS-MASCHINIERIE!
Essenspakete / Gutscheine statt Bargeld / Arbeitsverbot
Europas Krieg gegen Migration, in der Deutschland eine führende Rolle einnimmt,
ist im vollen Gange. An den Grenzen, sowie innerhalb der einzelnen Ländern werden die mörderischen Methoden als Sicherheitskonzepte angewandt. Etliche Sterben täglich an den Toren der Festung Europa koordiniert und umgesetzt von Frontex, die gemeinsame europäische Grenzpolizei, “offiziell “Migrationsanalyse genannt”)

Jede Migrationsgeschichte hat ihre eigene Gründe und Bedingungen, der Feind jedoch ist uns allen derselbe: Die staatlichen Kräfte, die uns in unmenschlichen Verhältnissen einsperren und die uns die fundamentalen Menschenrechte vorenthalten.

Wir rufen alle auf sich diesem Protest anzuschließen!
Organsiert Euch! Erzählt es euren Freunden!"

hier die aktuellen Streik-Webseiten:



Berlin
http://asylstrikeberlin.wordpress.com


Würzburg
http://gustreik.blogsport.eu/


Aub
http://asylaub.wordpress.com/


Regensburg
http://strikeregensburg.wordpress.com/


Bamberg
http://fluechtlinge-bayerns.com/


Düsseldorf
http://refugee-resist-duesseldorf.de/





Break Isolation! Refugee Summer Camp 2012in Erfurt, Thueringen
http://breakisolation.blogsport.de/

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Mittwoch, 8. August 2012
Solidarität für Pussy Riot
http://derstandard.at/1343743722523/Kuenster-Solidaritaet-mit-Pussy-Riot


diepresse.com/home/kultur/popco/1273432/Solidaritaet-mit-Pussy-Riot


Hier geht´s zur Petition:


https://www.openpetition.de/petition/online/free-pussy-riot-fortsetzung

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Die Kadda über das System der Vouchers in Chile
Na, das ist bestimmt auch ein Thema bzw. Fressen für Saltofthearth:


http://blog.katrin-roenicke.net/?p=1304

Wobei ich ja allerdings bei dem Namen Milton Friedman nervöse Zuckungen kriege.

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Keine Abschiebungen nach Elfenbeinküste! Nervt die Schweine!
Hallo Leute
english later francais plus tard
dies ist ein sehr kurzfristiger Aufruf, euch irgendwie einzubringen im Protest gegen eine ominöse Botschaftsdelegation aus der Elfenbeinküste, die in
Dortmund am Donnerstag 9.8.12 stattfindet
höchtwahrscheinlich in der zentralen Ausländerbehörde dort (Olpestr.2)
wo von Asylbewerbern bzw Geduldetet die Identitäen festgestellt werde sollen.
10 Personen, die aufgefordert sind nach Dortmund zu fahren (ihnen wurde nicht mal die Adresse mitgeteilt, sie werden einfach abgeholt) sind im Lager in Bramsche/Hesepe untergebracht und da ihnen sonst die Leistungen gesperrt werden, wollen sie da hin gehen.
Sie werden am Donnerstag früh um 6.00 Uhr abgeholt, das heißt sie werden wohl so ab 8.00 Uhr in Dortmund zu erwarten sein.
-> wer kann, komme da hin und mache Lärm!
-> nervt die BehördenmitarbeiterInnen! Ruft dort an!
Leiter Frank Binder 0231/5029601
Sammelanhörungen: Sabine Karlmann: 0231/5029610, Günter Derstedt 0231/5029638
-> wenn ihr noch Anwälte wisst, die damit schon befasst waren gebt die Infos weiter!
viele, auch der Anwalt Jan Sürig, der viel zu dem Thema gemacht hat und ja in der Nähe ist und auch Leute vom Flürat Niedersachsen sind in Urlaub..

Infos geben und bekommen bei Doukouré 017667645027, doko2008@yahoo.fr

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Dienstag, 7. August 2012
Unglaubwürdiges Pack
Wäre die CDU offen homophob wäre sie zumindest ehrlich. Was soll man denen denn noch glauben?

http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/189i2ae-steuer


Uneingeschränkte Gleichberechtigung aller Lebensverhältnisse und Beziehungsformen ist die einzige Antwort.

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Dienstag, 7. August 2012
Stoppt den Naziaufmarsch in GÖppingen!
Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
Liebe Freundinnen und Freunde,

Für den 6. Oktober planen Neonazis einen Aufmarsch durch Göppingen. Sie
geben vor unter einem "antikapitalistischen" Motto auf die Straße gehen
zu wollen. Mittlerweile unterstützen fast 20 Nazigruppierungen aus
mehreren Bundesländern den faschistischen Aufruf.
Als Redner ist u.A. der als "Bombennazi" bekannte Thomas Horst Baumann
angekündigt, der mehrere Sprengstoffanschläge auf alternative Zentren
und ein Gewerkschaftshaus in Freiburg geplant hatte.

Auf den faschistischen Aufmarsch wird vor Allem von so genannten
"Autonomen Nationalisten" mobilisiert. In Göppingen existiert eine
aktive Neonaziszene. Aus dem Umfeld der "Autonomen Nationalisten" und
der NPD in Göppingen kommt es seit mehreren Jahren kontinuierlich zu
Propagandaaktionen, Einschüchterungsversuchen bei politischen Gegnern,
bis hin zu gezielten körperlichen Angriffen auf Andersdenkende. 2012
versuchten sie schon mehrmals in der Region Göppingen mit Kundgebungen
an die Öffentlichkeit zu gelangen. Nur durch vielseitigen
antifaschistischen Protest konnte dies mehrmals verhindert werden.

Um auch am 6. Oktober daran anzuknüpfen müssen wir uns schon frühzeitig
vorbereiten.
Deshalb laden wir alle interessierten AntifaschistInnen aus der Region
zu einer *Aktionskonferenz *am *Samstag*, den *18. August* ein. Diese
wird um *16 Uhr* im Linken Zentrum Lilo Herrmann (Böblingerstr. 105 in
Stuttgart-Heslach/)/ beginnen. Ziel hierbei ist es gemeinsam Ideen für
spektrenübergreifende, kreative und effektive Protestaktionen zu
sammeln, zu diskutieren und gemeinsam nächste Schritte konkret werden zu
lassen! Zu Beginn werden wir kurz über den aktuellen Stand der
Nazimobilisierung informieren.

/Lasst uns gemeinsam und koordiniert den Naziaufmarsch am 6. Oktober in
Göppingen verhindern!/

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The Voice ruft zum Sommercamp gegen Frontex auf
Wie Ihr wisst, wird The VOICE Refugee Forum gemeinsam mit der Karawane für
die Rechte der Flüchtlinge und Migranten ein Sommercamp gegen Ausgrenzung
veranstalten, das ”Break Isolation – Refugee Summer Camp”, in Erfurt,
Thüringen vom 23. August bis zum 2. September 2012, in Solidarität gegen
Koloniales Unrecht.

Dies ist ein politisches Arbeits-Camp, Treffen und Workshops werden
stattfinden, in denen unterschiedliche Gemeinden von Migranten und
Flüchtlingen zusammenkommen.

Wir rufen auf:
alle Selbstorganisationen und Organisationen für Flüchtlinge, alle
Unterstützer und Freunde, Leute, die sich in antirassistischen Kampagnen
engagieren Sich mit uns zusammen zu tun und Flüchtlinge und Migranten aus
verschiedenen Regionen und Lagern zu für dieses Sommercamp zu mobilisieren
unseren täglichen Kampf gegen Unrecht und Missachtung unserer Rechte,
gegen Diskriminierung, gegen sozialen und institutionellen Rassismus
fortzuführen und zu unterstützen.

Wir wollen unsere Solidarität und unseren Zusammenhalt gegen koloniales
Unrecht verstärken – in Solidarität mit einer wachsenden internationalen
Bewegung gegen Ausbeutung und Unterdrückung und gegen ein solches Monster
wie FRONTEX. FRONTEX ist Bestandteil von paramilitärischen Instrumenten,
um eine neo-koloniale Okkupation zu beschleunigen. Es geht um die
Kontrolle der Heimatländer von Flüchtlingen und deren Grenzen durch
Europa. Dabei bildet Deutschland die energisch vorangehende Speerspitze
und brüstet sich der Ausgrenzung von Flüchtlingen und Isolationslagern,
mit Diskriminierungsmethoden wie Gutscheinen, Residenzpflicht,
Polizeibrutalität und Deportation als wegweisend und vorbildlich für
andere europäische Länder, die gedrängt werden, dies ebenfalls so zu
machen.

Das Sommercamp wird den Widerstand der Flüchtlinge im Angesicht von
Einschüchterungen öffentlich sichtbar machen. Es wird den europäischen
Krieg gegen Migration kritisch analysieren als die Fortsetzung kolonialen
Erbes, einer Unkultur von Ausbeutung, Vandalismus und Brutalität in
unseren Heimatländern.

Protestiert gegen den Rassismus von staatlichen Institutionen in Deutschland!

Die Kampagnen gegen Deportations-Kollaboration werden Teil der
Manifestation und ein Beitrag für das Sommercamp sein. Wir werden die
verschiedenen Formen der Abschiebungspraxis des deutschen Staates in
Verbindung mit kollaborativen Institutionen, sowohl auf Bundesebene wie
auch lokaler Behörden in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisation
und Agenturen beleuchten. Darunter fällt auch die Kollaboration der
Botschaften der Flüchtlinge und deren Heimatländer.

Die Macht von Protest und Widerstand – sie zeigt sich!

Als wir im Oktober 2011 unser Engagement für das Sommercamp im August 2012
in Thüringen starteten, da dachten wir, dass es das erste und einzigste
Flüchtlingscamp in Deutschland dieses Jahr sein würde. Aber als die
iranischen Flüchtlinge in Würzburg im März diesen Jahres ihr Protest-Zelt
starteten und der Hungerstreik der Flüchtlinge übergriff auf andere Städte
und Ortschaften und bis heute weitergeht, da „hatten wir zu begreifen, das
viele Camps unterwegs waren zum Flüchtlings-Sommercamp in Erfurt“ hob
Osaren Igbinoba hervor.

Das Flüchtlings-Sommercamp wird Ausstellungen und Filme über
Flüchtlingsprotest beinhalten sowie Diskussionen mit den Teilnehmern der
Protestzelt –Streiks und anderen iranischen Flüchtlingen aus Würzburg und
anderswo, wo die Streiks sich ausgebreitet hatten.

Flüchtlings-Protestaktionen werden diskutiert.

Mobilisierung, Organisation und Spenden für das Break-Isolation Camp in
Thüringen:
Bitte informiert Flüchtlinge und Migranten in Eurer Nachbarschaft und
darüber hinaus um mit uns im Camp zusammen zu kommen.

Für eine erfolgreiche deutschlandweite Mobilisierung, für Dokumentation
und Reiskosten für Aktivisten von Flüchtlingen und Migranten in- und
außerhalb Deutschlands benötigen wir dringend Eure finanzielle Hilfe und
Spenden, auch für die Infrastruktur des Erfurter Camps.

Link zu dem zentralen Aufruf in anderen Sprachen:
Deutsch, Cagri Türkce, English, Farsi, Appel Francais, Arabic:
http://thecaravan.org/refugeecamp2012

Bitte verfolgt die Aktualisierung von Informationen, besonders je näher
das Ereignis heranrückt. Für jene Unterstützer und Aktivisten, die nicht
in das Karawane-Netzwerk eingebunden sind, bitte informiert Euch über den
Kampf der Flüchtlinge in Deutschland auf unseren Web-Seiten:
http://thecaravan.org und http://thevoiceforum.org

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Sachbearbeiterin aus der Ausländerbehörde entreisst bei Abschiebung Mutter ihr Baby und schimpft „Schluss mit diesen Zigeunerdiskussionen!“
Versuchte Abschiebung einer siebenköpfigen Romafamilie nach Mazedonien Sebastijan A. getrennt von seiner Familie aus dem Flüchtlingslager Billstieg abgeführt

Am 27.7.2012 überfielen ungefähr 10 PolizeibeamtInnen eine Wohnunterkunft in Hamburg-Billstedt. Mit Fotos der siebenköpfigen Familie A. bewaffnet, suchten sie freitagabends ab ca. 20.00 Uhr nach der Romafamilie aus Mazedonien. Als sie den Familienvater, seine Frau und das jüngste Kind antrafen, sagten sie, dass sie eine halbe Stunde Zeit zum Packen hätten – danach würden sie alle zusammen abgeschoben.


Als klar wurde, dass die vier Schwestern im Alter zwischen 4 und 8 nicht bei den Eltern sind, stellten sie die Eltern vor die „Wahl“, wer von ihnen beiden als erstes und allein abgeschoben werden sollte. Der Vater,
der am erst 12.7.2012 nach einem erneuten zweiwöchigen Klinikaufenthalt wegen schwerer Depression und dem Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung entlassen worden war, nahm die Abschiebung auf sich.


Um von den Eltern den Aufenthaltsort der vier Mädchen zu erpres-sen, riss eine Polizeibeamtin das Baby an sich und drohte, es wegzunehmen, wenn sie nicht sagen würden, wo die Kinder seien. Daraufhin gab die
erschrockene Mutter der Polizei den Anmeldezettel für die Ferienfreizeit der Kinder, um ihr Kind zurückzubekommen. Die Polizei stahl den Eltern die Adresse, sodass es später stundenlanger Telefonate bedurfte, um eine Te-lefonnummer zu finden, wo die Kinder und ihre Betreuer zu erreichen waren.

Die Polizei sperrte dann den Flur ab, wo sich die Räume der Familie befinden, und verhinder-te damit jeden Kontakt und auch die Möglichkeit, dass besser deutsch sprechenden Mitbe-wohner übersetzen. Sodann wurde der Familienvater in einen Reisebus der Firma „Hansa Rundfahrt“ aus Hamburg-Bramfeld (seit Jahren für den Einsatz bei Massenabschiebungen bekannt) gebracht, der von Polizeibeamten in Lederhandschuhen und mit Knüppeln und Waf-fen bewacht wurde. Obwohl Bewohner und ein den schwer depressiven Vater versorgender Psychotherapeut die Beamten auf die Erkrankung hinwiesen, wurde diese mit der Bemerkung abgewiesen, eine Ärztin sei im Bus. Als diese verlangt wurde, hieß es plötzlich, sie sei doch keine Ärztin.

Offensichtlich wurde die geklaute Adresse sofort genutzt, um bei der angegebenen Telefon-nummer anzurufen. Es wurde angedroht, die Kinder abzuholen und abzuschieben. Aus wel-chen Gründen auch immer nahm die Polizei dann von diesem perversen Vorhaben Abstand.

Die Familie stammt aus ärmlichsten Verhältnissen aus einem Romaslum in Mazedonien. Die Lebenssituation (14 Menschen in einem unbeheizten Raum von 16 Quadratmetern) ist doku-mentiert. Die Eltern sind Analphabeten und haben keine Chance, ihre Familie in Mazedonien menschenwürdig zu
versorgen. Es wurden mehrere Petitionen eingereicht, auch die kirchliche Beratungsstelle fluchtpunkt ist tätig. Es gibt zwei schulpflichtige Kinder, die gut deutsch ge-lernt haben. Der Vater weist eine wiederkehrende psychische Störung auf.



polizei

Diese brutale Maßnahme kann nur als eine weitere Verschärfung einer menschenverachten-den Säuberungspolitik gegen Angehörige einer nachweislich besonders in Südosteuropa bru-tal verfolgten Minderheit betrachtet werden. Die Hamburger Ausländerpolitik setzt damit die grausame Verfolgungspolitik fort.


Da die Duldung der Mutter und Kinder am 30.7.2012 ausläuft, ist Präsenz an diesem Tag in und vor der Ausländerbehörde wichtig.



UPDATE



Am Tag nach der Aufregung um das brutale Auseinanderreißen der Romafamilie A., durch die Abschiebung des Vaters gibt es nicht nur ein per Internet geführtes Interview mit Sebastijan über die Art und die Folgen der Abschiebung, sondern auch Ergänzungen und Korrekturen zum Ablauf der Verschleppungsaktion am Vorabend:



Inzwischen ist der Name der Person bekannt, die das Baby der Mutter entriss, um damit den Aufenthaltsort der Schwestern abzupressen: Es handelt sich nicht um eine Polizistin, sondern um die zuständige Sachbearbeiterin aus der Ausländerbehörde, Frau Th. Die junge Frau, die zu Öffnungszeiten in der Amsinckstraße in Zimmer 216 ihr Unwesen treibt, ist vielen BewohnerInnen des Billstieg bekannt. Auch bei ihrer Teilnahme an dem Auseinanderreißen der Familie A. ließ sie es sich nicht nehmen, anderen Roma anzukündigen, dass man sich bei der „Verlängerung“ ihrer Duldung wiedersehen werde.

Angesichts des Vorgehens bei Familie A. und der Tatsache, dass in der Nacht vom 27. auf den 28.Juli 2012 die Polizei noch einmal wiederkam, um drei weitere Familien aus dem Billstieg zur Abschiebung abzuholen, kann diese Ankündigung von Frau Th. nur als massive Drohung verstanden werden. Gepaart mit der Ankündigung ihrer Vorgesetzten aus dem SPD-Senat, in den Sommermonaten knapp 1.000 Roma aus Serbien und Mazedonien abzuschieben, sprechen wir erneut von einer Säuberungsaktion der Hamburger Regierung an einer verfolgten Minderheit.

In den Räumen der Familie A. stritten sich die verschiedenen Behörden dann noch darüber, wer für die aus ihrer Sicht misslungene Aktion verantwortlich sei. Die Ausländerbehörde hätte nämlich eigentlich wissen können, dass die vier Mädchen nicht in Hamburg waren: die Falken hatten Verlassenserlaubnisse beantragt und bewilligt bekommen (wegen der rassistischen Residenzpflicht dürfen Geduldete ihren Landkreis bzw. in Hamburg die Stadt nicht verlassen.) Der Streit wurde mit dem Spruch beendet, dass es ja ohnehin die Familie sei, denen die Abschiebekosten zur Last gelegt würden (Wollen Abgeschobene später wieder einreisen, müssen sie tatsächlich vorher ihre Abschiebekosten bezahlen, auch wenn sie bei der Abschiebung noch Kinder waren). Als dann aber die von der Abschiebung betroffene Mutter fragte, warum Frau Th. ihr nicht beim letzten Besuch gesagt habe, dass sie „freiwillig“ ausreisen müssten, befahl die Sachbearbeiterin ihr, zu schweigen: „Schluss mit diesen Zigeunerdiskussionen!“

Inzwischen sind auch die Gründe klarer, warum die Polizei im Auftrag der Ausländerbehörde nicht die vier Schwestern – die übrigens zwischen 6 und 12 Jahren alt sind – mit dem verängstigen und psychisch kranken Vater aus dem Ferienlager entrissen: es fuhr schlicht keine Fähre mehr nach Föhr!


Noch ein paar Worte zum Gespräch mit Sebastijan:
Es war bewegend und traurig für uns, mit unserem Freund zu sprechen, den wir noch am Tag zuvor im Billstieg gesehen hatten. Seine Frau, mit dem Baby auf dem Arm, hörte sich unser Gespräch nur an. Sie fühlte sich nicht in der Lage, mit ihrem Mann zu sprechen.

INTERVIEW

Sebo kann ich dich ein paar Sachen fragen?
Ja.
Wie haben sie dich im Bus behandelt?
Die haben mir gesagt, ich muss ruhig sein und ich darf nichts sagen. Ich
bin ruhig gewesen ich habe Medikamente getrunken.
Haben sie dir die Medikamente gegeben?
Der Arzt hat mir ein Medikament gegeben
Es war ein Arzt die ganze Zeit dabei?
Es war eine Ärztin. Sie war mit, bis wir in Mazedonien gelandet sind.
Gab es einen Dolmetscher? Damit du mit der Ärztin reden kannst?
Bis Bieberhaus waren Dolmetscher. Danach sind wir in einem Kleinbus aus
Sportallee, diese grauen gefahren. Da war kein Dolmetscher mit mir bis
Mazedonien.
Was hat das Medikament mit dir gemacht: bist du müder geworden oder wach
oder ruhig?
Ich war so ruhig, so müde, konnte mich gar nicht bewegen und so.
Waren auch andere Leute, die abgeschoben wurden?
Es war normales Flugzeug mit Touristen. Nicht getrennt. Ich allein und
die Polizei nur wegen mir.
Wie viel Polizei?
Bis Düsseldorf im Kleinbus waren 5 Leute mit mir. Dann sind 2 zurück
nach Hamburg. Drei sind mit mir nach Mazedonien gefahren.
Das Flugzeug hatte ziemliche Verspätung , lag es an dir?
Die haben mich zweimal raus und rein genommen. Etwas wegen Motor haben
sie gesagt.
Als du in Skopje angekommen bist, was ist passiert?
Die Polizei hat schon gewartet wegen mir. Hat die Papiere genommen von
unsere Polizei (er meint die deutschen) die mazedonische Polizei hat
gefragt: Was hast du da gemacht, dass sie dich zu dritt begleiten? Wer
bist du: ein großer Krimineller? Bandit, Mafia, was bist du? Sie sagten
bis jetzt hatten sie das nie gesehen, dass sie jemand mit so großer
Bewachung bringen, so viel Polizei. Was hast du getan in Deutschland?
Als ich runtergegangen war, war ein großer Polizist, ein Kommandeur. Er
fragte mich, mit welchem Bus ich nach Deutschland gekommen war damals.
Wer hat mich gebracht und so...
Die Ärztin hat gesagt: Bitte nicht so viel fragen wenig Stress. Der Mann
ist krank. Wenn ihr Fragen habt, schickt einen Brief, dass er später
kommt, in 1-2 Wochen, wenn er sich beruhigt hat. Jetzt bitte Ruhe, er
braucht Ruhe.
Wir nehmen deine Dokumente jetzt, haben sie gesagt. Ist neues Gesetz:
wenn Leute Asyl in einem anderen Land wollten, dann wird dein pass beim
Ankommen weggenommen und du bekommst strafe. Du bekommst ein Termin zum
Interview und dann gucken wir weiter.
(Anwesende Mazedonier erklären uns, dass die Strafe 2 Jahre keine
Krankenversicherung und kein Sozialgeld bedeutet plus eine Geldstrafe
von 2 bis 3.000 Euro.)
Vor mir war ein Junge aus Deutschland, auch abgeschoben wie ich, der
musste nach 2 Wochen zur Polizei. Sie haben seinen Pass weggenommen für
Minimum ein Jahr. Die andere Strafe ist Geld.
Dann bist du mit dem Bus nach Kumanovo gefahren?
Ich habe einundhalb Stunde gewartet und Autostop gemacht, dass jemand
mich mit nimmt nach Kumanovo. Ich habe die Leute gebeten, habe gesagt:
Ich bin aus Deutschland abgeschoben hierher , meine Frau und Kinder sind
da, ich habe gar nichts und so. Dann hat mich einer mitgenommen.
Was ist mit dem Geld passiert, was du mit hattest?
Vom Billstieg bis zur Ausländerbehörde hat die Polizei alles untersucht:
meine Handtasche. Sie haben gesagt: Du brauchst nichts. Wir geben dir
die Fahrkarte, so brauchst du kein Geld da.
Hattest du Geld selber?
Fast 120.- habe ich gehabt bei mir.
Die haben sie weggenommen?
Ich hatte fast 200.- Euro. Ich habe etwas gegeben an die Leute, die in
mein Zimmer kamen, damit sie auf meine Frau und Kinder aufpassen die tage.
Die habe dir kein Geld gelassen?
Nein, ich hatte nichts zu essen. Heute habe ich wieder was gegessen.
Und haben sie dir ein Papier gegeben, dass sie dir das Geld weggenommen
haben?
In Düsseldorf die deutsche Polizei hat mir meine Tasche genommen, mein
Telefon und Geld. Ich dachte, wenn ich ins Flugzeug gehe, dann geben sie
mir das. Aber sie haben mir meine Sachen gegeben, aber nicht mein Geld.

Zum Abschluss nur eine kurze Anmerkung für die, denen es nicht aufgefallen ist: Die selbe Ärztin, die sich weigerte, sich bei der Verschleppung Sebos über die psychische Erkrankung informieren zu lassen, sondern ihn für reisefähig erklärte, ihn dann während der Reise mit Medikamenten ruhigstellte, gibt gegenüber der mazedonischen Polizei die Anordnung, dass der kranke Mann nicht interviewfähig sei. Vielleicht wollte sie einfach nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass derüberlastete Mann in ihrer Anwesenheit dekompensiert oder zusammenbricht.



http://romas-in-hamburg.blogspot.de

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