Zum Einkauf gehörten natürlich auch größere Mengen Wein, Reservas bzw. große Bordeaux und so. Vielleicht liegt es am kürzlichen Tod meiner Mutter, aber gerade bezüglich des Weins wanderten meine Gedanke in meine Kindheit zurück. Ein solches Superangebot an ordentlichen Rotweinen gab es damals nicht. Der Kaufmann an der Ecke, bei dem man in den 70ern einkaufte, aber auch der gewerkschaftseigene VIVO-Supermarkt hatten vielleicht 8 Weinsorten im Angebot, da bietet heute schon jede Tankstelle mehr. Und das waren meist überwiegend deutsche Weine. Bei uns wurde jeden Sonntag zu Mittags Wein getrunken, auch ich als Kind bekam ab 9 Jahren ein Sherryglas voll Wein. Das waren rheinhessische Spätlesen, Niersteiner Gutes Domtal oder Kerner Spätlese, Liebfrauenmilch oder Gutedel. Trockene Weine galten als schlechte Weine. Der einzige Rotwein in meinem Elternhaus war ein süßer Roter aus dem Kosovo: Amselfelder Kadarka. Das war aber ein Kochwein, außer dem gab es Rotwein mit Ei gequirlt als Hausmedizin von meiner Mutter, wenn einem schwummrig war oder man blutarm aussah. Ansonsten kannte man Rotwein in Form von Kirschwein aus der norddeutschen Region und als italienische Billig-Verschnittweine. Auf Parties war Bowle das Standardgetränk: Kellergeister wurde mit Billigstsekt gemischt und das Ganze mit Kalte Ente aufgebrezelt,
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Ente
hinein kamen dann Erdbeeren, Ananasstücke und Kirschen, die mit dem Cocktailspieß harpuniert und gegessen wurden. Damit erlebte ich als Pubertierender meine ersten Schwipse. Heute wird oft über den Cabernet-Sauvignon-Syrah-Einheitsbrei bei den Weinen im Supermarktregal oder auf Parties abgelästert. In meiner Jugendzeit waren solche Sorten, von irgendwelchen Luxuskanälen vielleicht abgesehen bei uns gar nicht auf dem Markt.
Wenn es im Restaurant Rotwein gab war das normalerweise Spätburgunder.
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Unfassbar! Ein Gericht auf den Malediven hat gerade ein 15-jähriges Vergewaltigungsopfer zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Wenn wir den maledivischen Politikern mit Folgen für ihre kostbare Tourismus-Industrie drohen, können wir das Kind retten und diese Prügelstrafen stoppen. Lassen Sie uns eine Million Unterschriften sammeln und Anzeigen in Reisemagazinen und im Internet schalten:
Jetzt Unterzeichnen
es ist kaum zu glauben -- ein 15-jähriges Vergewaltigungsopfer ist zu 100 öffentlichen Peitschenhieben verurteilt worden! Lassen Sie uns diesen Wahnsinn beenden, indem wir dort ansetzen, wo es der maledivischen Regierung richtig weh tut: Beim Tourismus.
Der Stiefvater des Mädchens soll sie über Jahre hinweg vergewaltigt und ihr Kind getötet haben. Nun sagt das Gericht, dass sie wegen “außerehelichen Geschlechtsverkehrs” mit einem Mann, dessen Name nicht einmal genannt wurde, ausgepeitscht werden muss! Der maledivische Präsident Waheed steht bereits unter weltweitem Handlungsdruck -- wir können ihn dazu zwingen, das Mädchen zu retten und das Gesetz zu ändern, damit anderen Opfern dieses grausame Schicksal erspart bleibt. Nur wenn wir jedes Mal dort einschreiten, wo solche Schandtaten passieren, können wir den Krieg gegen die Frauen stoppen.
Der Tourismus ist eine große Einnahmequelle für die maledivische Elite und die Minister. Lassen Sie uns diese Woche eine Million Unterschriften an Präsident Waheed sammeln und den Ruf der Inseln gefährden, indem wir schlagkräftige Anzeigen in Reisemagazinen und im Internet schalten, bis er einschreitet, um sie zu retten und dieses ungeheuerliche Gesetz abzuschaffen. Unterzeichnen Sie und leiten Sie diese E-Mail jetzt weiter:
http://www.avaaz.org/de/maldives_global/?bVlJxbb&v=23530
Die Malediven sind ein Paradies für Touristen. Aber leider nicht immer für die Frauen, die dort leben. Es gibt Länder, die noch härtere Auslegungen der islamischen Scharia haben, aber auf den Malediven können Frauen und Kinder öffentlich ausgepeitscht werden, wenn sie für außerehelichen Sex oder Ehebruch schuldig befunden werden. Voreheliche 'Unzucht' ist illegal, aber obwohl dabei normalerweise ein Mann und eine Frau beteiligt sind, sind 90% derjenigen, die bestraft werden, Frauen! Jede dritte Frau zwischen 15 und 49 Jahren ist körperlich oder sexuell missbraucht worden -- doch kein Einziger Vergewaltiger wurde in den letzten drei Jahren verurteilt.
Wenn wir diesen Kampf gewinnen, können wir Frauen überall helfen. Denn die maledivische Regierung bewirbt sich gerade für eine hochrangige Menschrechtsposition in der UNO - auf einer Plattform für Frauenrechte! Die Malediven sind auf ihrer eigenen Reise eine Demokratie zu errichten und möchten ein Vorbild für eine islamische Demokratie darstellen. Der Präsident hat den Generalstaatsanwalt gebeten, Berufung im Fall des 15 jährigen Mädchens einzulegen. Doch das ist nicht genug. Extremisten in seinem Land werden ihn dazu zwingen, weitere Reformen zu verwerfen, wenn die weltweite Aufmerksamkeit schwindet. Lassen Sie uns den Malediven sagen, dass sie ihren Ruf als romantisches Urlaubsziel aufs Spiel setzen, außer sie zeigen umgehend, dass sie die universellen Menschen- und Frauenrechte respektieren.
Wenn genug von uns die Stimmen erheben, können wir Präsident Waheed und die Abgeordneten dazu bringen, den Extremisten die Stirn zu bieten. Der Präsident wurde schon dazu bewegt, in dieser schandhaften, tragischen Geschichte tätig zu werden -- lassen Sie uns diesen Augenblick nutzen, um weitere schreckliche Ungerechtigkeiten gegenüber Mädchen und Frauen zu verhindern. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie sie weiter:
http://www.avaaz.org/de/maldives_global/?bVlJxbb&v=23530
Wenn solch extreme Fälle die weltweite Aufmerksamkeit erreichen, ist es wichtig, dazu Stellung zu beziehen -- egal ob in den USA, Indien oder den Malediven. Avaaz-Mitglieder haben sich oft dafür eingesetzt, den globalen Krieg gegen Frauen zu stoppen. In Afghanistan haben wir zum Schutz eines Mädchens beigetragen, das den Mut gehabt hat, über ihre schreckliche Vergewaltigung zu sprechen; in Honduras haben wir einheimischen Frauen dabei geholfen, gegen ein Gesetz anzukämpfen, unter dem Frauen verhaftet werden könnten, wenn sie die Pille danach nehmen. Setzen wir uns jetzt für die Frauen auf den Malediven ein!
Mit Hoffnung und Entschlossenheit,
Jeremy, Mary, Nick, Alex, Ricken, Laura, Michelle und das ganze Avaaz-Team
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unser Freund und Jugendliche ohne Grenzen Aktivist Nino ist von der Abschiebung bedroht. Bitte unterstützt ihn in seinem Kampf um ein Bleiberecht und unterschreibt hier: https://www.openpetition.de/petition/online/helft-mir-in-meinem-heimatland-zu-bleiben
Aus der Petition: "Ich bin am 04.10.1995 in Einbeck in Niedersachsen geboren und ich bin Roma. Meine Eltern sind 1989 vor dem Krieg in Jugoslawien nach Deutschland geflüchtet. Als ich 8 Jahre alt war, sind wir aus familiären Gründen nach Serbien zurückgekehrt. Ich lebe nun seit Oktober 2011 wieder in meiner Heimat, in Deutschland. In 2011 habe ich den Hauptschulabschluss erworben und strebe zurzeit den erweiterten Realschulabschluss an. Mein Notenschnitt liegt jetzt bei 1,3 und ich erwarte, dass ich meinen Abschluss im Juni sehr gut schaffe. [...] Ich bin leidenschaftlich engagiert und habe viele Pläne für die Zukunft, aber ich bin zurzeit in Deutschland nur geduldet und kann jederzeit abgeschoben werden. Deswegen bitte ich um Eure Unterstützung, mir zu helfen, in meiner Heimat, in Deutschland zu bleiben."
Vielen Dank und viele Grüße
Jugendliche Ohne Grenzen
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In sieben Städten in der BRD wird es im April zahlreiche Aktionen im Rahmen der Break Isolation Kampagne geben. Neben Göttingen sind dies Berlin, Frankfurt, Bremen, Hamburg, Wuppertal und Essen. Ebenfalls im April wird in Hamburg vom 19. bis 21. die Frauenflüchtlingskonferenz stattfinden. Der Abschluss der Kampagne wird vom 22. bis 26. April in Jena stattfinden. All diese Aktionen und Konferenzen sind die Vorbereitung zum Tribunal gegen Deutschland vom 13. bis 16. Juni in Berlin.
Auf dem Tribunal sollen Geflüchtete und Migrant_innen ihre Klagen gegen die BRD öffentlich erheben. Die Regierung ist mitverantwortlich für die Entstehung von Fluchtursachen, für das Morden an den europäischen Außengrenzen und für das Leid, das Flüchtlinge und Migrant_innen tagtäglich erleben. Unter dem Motto “Wir sind hier, weil ihr unser Land zerstört” soll durch diesen Prozess das Grenzregime unter Kontrolle gehalten und die Ideologie der dominanten Kultur der kolonialen Ungerechtigkeit in der globalen Apartheid und der Unterdrückung der Menschen aufgezeigt werden.
Außerdem ist am 08. April der Internationale Tag der Roma. Unter dem Motto „Gegen die Ausgrenzung und Isolation von Flüchtlingen in Lagern - Solidarität mit der "Break Isolation" Bewegung!“ wird auf die Straße gegangen um für die Rechte der Roma zu kämpfen und auf ihre Situation aufmerksam zu machen. An diesem Tag werden weltweit in vielen Städten Aktionen stattfinden und es werden Luftballons steigen gelassen. „Thousands of balloons will fly“ – auch in Göttingen.
Gegen die rassistische Diskriminierung von Migrant_innen wollen wir zusammen mit Euch auf die Straße gehen. Es liegt mit an uns, ob wir in einer Welt leben, die von Ausgrenzung, Krieg und Rassismus geprägt ist - oder von Solidarität, Sympathie und Menschlichkeit. Seien wir Bestandteil dieses Widerstandes und setzen wir den Rassist_innen unsere gelebte Solidarität entgegen.
„Wir warten nicht darauf, wir brauchen uns gegenseitig, wir müssen lediglich jetzt gemeinsam handeln. Es ist die Revolution unseres Lebens, ohne Kompromisse mit den rassistischen Gesetzen und den rassistischen Ungerechtigkeiten, wenn wir es schaffen, die Ungerechtigkeit des Systems bloßzustellen.“
Montag, 08. April
12 Uhr Infostand Mensa Foyer
15.30 Uhr antirassistischer Stadtrundgang
Start Neues Rathaus
Dienstag, 09. April
20 Uhr Film- und Diskussionsveranstaltung mit Aktivist_innen
Holbornsche Haus
Siehe auch:
papiere-fuer-alle.org
Thevoiceforum.org
Breakisolation.blogsport.de/
Thecaravan.org
europeanromamovement.org/
alle-bleiben.info
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Am 24. Oktober 2012 wurde in Berlin das Denkmal für die über 500.000 von den Nationalsozialisten als „Zigeuner“ ermordeten Sinti und Roma eingeweiht. Die Bundeskanzlerin unterstrich in ihrer Rede, dass der grundrechtliche Schutz der Würde jedes einzelnen Menschen „die Antwort auf die Jahre der unfassbaren Schrecken zuvor [ist]. Und er ist und bleibt die Richtschnur unseres Handelns heute und in Zukunft – und zwar in jedem einzelnen Falle.“ Die Gedenkworte der Bundeskanzlerin blieben für diejenigen Roma, die in den Wintermonaten vor allem aus Serbien und Mazedonien in Deutschland Schutz gesucht hatten, ohne Bedeutung. Die Regierung gedachte diese so rasch wie möglich wieder ins Elend, in die von staatlicher Ausgrenzung und gesellschaftlichem Rassismus geprägten Bedingungen abzuschieben.
Der Text des Grundrechtekomitees geht auf diese strukturellen Widersprüche im Umgang mit den Roma-Minderheiten ein, setzt diesen eine menschenrechtsgemäße Alternative entgegen und klärt über die gesellschaftlichen Bedingungen des Antiziganismus auf.
Der Text „Roma und Sinti als Bürgerinnen und Bürger in Deutschland – Anmerkungen zum Antiziganismus“ kann auf unserer Website heruntergeladen oder als DINA-5-Heft (24 Seiten) im Sekretariat für 3,50 € angefordert werden.
Link: http://www.grundrechtekomitee.de/sites/default/files/Sinti%20und%20Roma.pdf
2. Petitionen abgeschlossen
Der Bundestag hat am 31. Januar 2013 über zahlreiche Bürgereingaben entschieden unter anderem auch über zwei Sammelpetitionen des Grundrechtekomitees. Darunter die Sammelpetitionen zur Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes vom 20. Oktober 2008, die 3.461 Bürger/innen mitunterzeichnet haben, und derjenigen zur Ratifizierung der „Internationalen Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen“ vom 21. Juni 2004, der sich über 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie wie zahlreiche Bürger- und Menschenrechtsorganisationen angeschlossen haben. Die Petitionen sind nun nach langer Beratungszeit abgeschlossen. Den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, ein menschenrechtsgemäßer Umgang mit Asylsuchenden und Arbeitsmigranten, ist das Parlament jedoch nicht nachgekommen.
Einen Kommentar zu den abschlägig beschiedenen Petitionen von Thomas Hohlfeld und Dirk Vogelskamp:
Wenn’s dem Parlament der Menschenrechte genug ist!
ist hier zu finden:
http://www.grundrechtekomitee.de/node/559
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http://bersarin.wordpress.com/2013/03/25/vom-lesen-vom-halten-des-himmlischen-kindle-leseubungen-fur-ungeubte/
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"Warum sich in Deutschland jedoch die Diskussion um die Ursachen des Rechtsextremismus hauptsächlich auf die Frage psychischer und sozialer Problemlagen konzentriert, kann damit zusammenhängen, daß es hier so gut wie keine Rassismusforschung gibt. Es wurde anfangs bereits darauf hingewiesen, daß hier in erster Linie oder nahezu ausschließlich Rechsextremismusforschung betrieben wird und der Rassismus weitgehend als Begriff und als Forschungsgegenstand ausgeblendet wird. Das hat eine Vielzahl von Gründen, u. a. sicherlich auch den, daß der Rassismusbegriff in einem engen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus steht und deshalb ungern in einem heute alltäglichen Kontext benützt wird; zum anderen aber auch, weil in Deutschland die weltweit geführte Entkolonialisierungsdebatte bisher so gut wie nicht zur Kenntnis genommen worden ist. Das führt dazu, daß im Unterschied zur Rassismustheorie der Rechtsextremismus nicht ein eine Machttheorie eingeordnet und deshalb weitgehend als ein soziales oder psychologisches Krisenphänomen verstanden wird."
Birgit Rommelspacher, Anerkennung und Ausgrenzung, Deutschland als multikulturelle Gesellschaft, 2002
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Aber ein herrliches Sonnenlicht, ein trunk´nes Blau. Abgemagerte Wasservögel auf der Suche nach Essen.




Sogar ein Fischadler war unterwegs über dem Moor. Nun, da das Wasser nicht mehr gefroren ist wird er wohl keine Schwierigkeiten haben mit dem Beutemachen. Wir mussten keine Beute machen sondern hatten in einem Ausflugsrestaurant einen Tisch reserviert.
Das Essen nach der Wanderung war indessen vom Feinsten.

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den Gesetzentwurf Hamburgs für eine stichtagsunabhängige
Bleiberechtsregelung in den Bundestag einzubringen.
Hier ist der Entwurf im Wortlaut:
http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/pdf/505-12%28B%29_GE_BR_Bleiberecht.pdf
Dem Gesetzesantrag sind die Länder Baden-Württemberg, Brandenburg,
Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und
Niedersachsen beigetreten.
Der Entwurf beinhaltet für bisher Geduldete eine Aufenthalts- und
Arbeitserlaubnis nach § 25 b AufenthG, wenn sie
* sich als Familie mit minderjährigen Kindern mindestens 6 Jahre hier aufhalten,
* sich ohne mdj Kinder mindestens 8 Jahre hier aufhalten,
* mindestens Deutschkenntnisse A2 besitzen und ihren Lebensunterhalt
durch Arbeit sichern oder dieses absehbar in Zukunft tun werden, diese
Voraussetzungen gelten nicht wenn sie wegen Alter, Krankheit,
Behinderung nicht erfüllt werden können,
* ihre Identität offenbaren und einen Pass vorgelegen bzw sich
nachweisbar vergeblich um einen Pass bemühen, und
* straffrei sind, Strafen unter 50/90 Tagessätzen sind unschädlich.
Stichtagsunabhängiges Blieberecht bedeutet, dass anders als bei der
Altfallregelung von 2007 nach § 104a AufenthG das Bleiberecht nicht mehr
von einem bestimmten Einreisestichtag abhängig ist (nach § 104aAufenthG
musste die Einreise vor dem 1.7.1999/1.7.2001 erfolgt sein), sondern
die Mindestaufenthaltsdauer von 6 bzw. 8 Jahren zum Zeitpunkt der
Aufenthaltserteilung erfüllt sein muss. Damit ist die Regelung anders
als § 104a "nachhaltig" und auch zukünftig wirksam. Anders als bei §
104a schließt die Regelung Alte, Kranke und Behinderte nicht mehr de
fakto aus, da für sie kein zahlungskäftiger Sponsor mehr gefordert wird.
Änderung § 25a AufenthG - Bleiberecht für gut integrierte Jugendliche
Zudem soll die Mindestaufenthaltsdauer für das eigenständige Bleiberecht
für gut integrierte Jugendliche nach § 25a AufenthG von sechs auf vier
Jahre verkürzt werden. Der Antrag kann wie bisher im Alter von 14 - 20
Jahren gestellt werden, die Einreise muss spätestens mit 16 Jahren
erfolgt sein (bisher mit 13 Jahren).
Der Bundestag - wie geht es weiter?
Nunmehr muss der Deutsche Bundestag sich hierzu politisch positionieren.
Was jetzt dabei herauskommt, hängt maßgeblich von Lobbyarbeit der NGOs und Initiativen und davon ab, ob der Entwurf im Rahmen der weiteren
Beratungen noch in die bereits laufenden ausländerrechtlichen Gesetzgebungsverfahren dieser Legislaturperiode http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/zuwgAendG_AufenthG_RL_Umsetzung_2013.html
mit aufgenommen werden wird, oder das Ganze erstmal bis nach der Bundestagswahl aufgeschoben wird.
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http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Geldwaesche-Falscher-Doktor-betruegt-Goettinger-Pferdezuechter
Schöner Satz: "Die Türken, die auf getürkte Geldbündel nicht reingefallen waren, hatten ihn seinerzeit gefesselt in einem Hotelzimmer in Münster an einen Haken gehängt und über den Betrugsversuch ansonsten geschwiegen."
Klasse Umgang mit Betrugsversuchen;-)
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http://de.indymedia.org/2012/10/335966.shtml
Hervorgehoben:
"Leider haben es in der vergangenen Zeit Aktivist_innen von reclaim society (im Folgenden rs) vorübergehend, auf subtile Art und Weise, geschafft, die No Border Berlin Gruppe als Teil der rs Organisation erscheinen zu lassen; hauptsächlich um ihre eigenen egoistischen Gruppenidentitäts-Zwecke voranzubringen während sie sich gleichzeitig hinter NBB Vorbereitungsstrukturen verstecken.
Teil ihrer Strategie war geschickt ihre Kontrolle über die ehemalige NBB Blog-Webseite ( http://noborderberlin.wordpress.com) zu nutzen, genauso wie über den ehemaligen offiziellen Email-Kontakt (noborderberlin [at] riseup.net, nobordercampberlin2013 [at] riseup.net) und die ehemalige offizielle Mailing-Liste (nobordercampberlin2013andbeyond [at] ists.riseup.net). Zur gleichen Zeit wurde die Teilnahme von anderen Gruppen und Individuen an der Vorbereitung vorübergehend verhindert, indem die Vorbereitung als untrennbar mit rs verbunden dargestellt wurde. Das ist, zum Beispiel, durch das Zurückhalten von Informationen und das Vertuschen von Fakten, die relevant für die No Border Vorbereitung sind, passiert. Das hat letztendlich sogar dazu geführt, dass andere No Border Aktivist_innen als Teil von rs wahrgenommen wurden, was sie tatsächlich nicht waren.
Auf die gleiche Art und Weise wie rs das NBB Netzwerk in Beschlag genommen hat, haben sie sich auch den Critical Whiteness Diskurs angeeignet, nicht nur um ihre Gruppenidentität als rs zu stärken sondern auch um sich selbst als Critical Whiteness Gruppe darzustellen, die die Berechtigung hat, ihre Interpretation dieses Diskurses durchzusetzen als ob es die einzig politisch korrekte Auffassung davon wäre. Hier fand eine strategische Instrumentalisierung des Critical Whiteness Diskurses auf eine dogmatische Art statt, die von Menschen gefordert hat, ihre Fähigkeit autonom zu reflektieren aufzugeben und stattdessen einem sogenannten politisch korrekten Dogma zu folgen. Auf diese Art wurden Menschen dermaßen psychologisch gefangen gehalten, dass die Furcht davor sogenannte Critical Whiteness Standards nicht einzuhalten, die tatsächlich rs Identitäts- und Machtstandards waren, zu Entfremdung geführt hat. Diese Folgen waren sowohl auf emotionaler als auch auf politischer Ebene gefährlich.
Dadurch hat die NBB-Vorbereitungsgruppe als Machterhaltungsinstrument in einem aktivistischen Kontext gedient. Das hat eher etwas mit der Profilierung als „radikale Aktivist_in“ als mit der Sache an sich zu tun. Eine rs Person of Color die sich auch als „überlebende Geflüchtete, PoC in einem frauisierten Körper“ identifiziert war gezwungen sich als nichtweiß zu identifizieren um mit Schwarzen Menschen zu arbeiten während eine andere sogenannte PoC von rs sich nicht selbst als nicht-weiß sehen wollte sondern nur als PoC, während er als weiß durchgeht. Sie benutzte weiße Strategien, die sogar die andere sogenannte PoC/“white“-Position instrumentalisierten, um eine Machtposition aufrechtzuerhalten und versteckte sich hinter einer PoC-Identität um jede Kritik an der Aneignung weißer Strategien zu vermeiden und verleugnen. Die oben beschriebene essentialistische Sichtweise des Critical Whiteness-Diskurses hat dies möglich gemacht, da dadurch weiße per se keine Kritik äußern durften und People of Color, die diese Instrumentalisierung kritisiert haben sofort aus der Gruppe ausgeschlossen wurden. Dementsprechend war NBB ein weiteres Werkzeug für die „überlebende Geflüchtete, PoC in einem frauisierten Körper“ um ihr eigenes Ego zu stärken, während dadurch der gesamten Bewegung geschadet wurde. Dies geschah nicht nur auf dem „aktivistischen“ sondern auch auf einem akademischen Niveau, da die Arbeit von Wissenschaftler_innen of Color, die versuchen und versucht haben den PoC Begriff und ein Bewusstsein für rassistische Strukturen in Deutschland zu etablieren, diskreditiert wurde.
Deshalb ist das Problem nicht der Critical Whiteness / white awareness Diskurs sondern vielmehr die Gruppe rs selbst, die versucht, den Critical Whiteness / white awareness Diskurs – anstatt die Gesellschaft – zu reclaimen, und zu monopolisieren.
Dies stellt jedoch keine Entschuldigung dafür dar, sich nicht mit Critical Whiteness oder white awareness auseinanderzusetzen, da Rassismus in weißen, sogenannten linken Strukturen re_produziert und unzureichend behandelt wird. Das NBB Netzwerk hält Critical Whiteness für ein unerlässliches Konzept, um Rassismus und seine Funktionsweise zu erklären. Es sollte jedoch nicht der Moralisierung, Essentialisierung, Instrumentalisierung und als Ideologie dienen, so wie es im Fall der Gruppe rs passiert ist."
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