Samstag, 27. April 2013
Solidarität mit den kämpfenden TextilarbeiterInnen in Bangla Desh! Korrekte Arbeitsstandards und Bautenstände durchsetzen!
Das geht jetzt richtig ab bei den Bengalen. Aus den Protesten wegen der eingestürzte Textilfabriken könnte ein sozialrevolutionärer Aufstand werden.

http://www.gmx.net/themen/nachrichten/panorama/02aciyi-festnahmen-hauseinsturz-bangladesch#.focus.Zur%20Arbeit%20gezwungen?.244.1127

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Freitag, 26. April 2013
Abenteuer Gartenfauna
Obwohl wir da nie einen Vogel drin gesehen haben, war im letzten Winter ein Futterkästchen in unserem Garten jeden Tag leergefressen. Als jetzt der Frühling ausbrach stellte der G. fest, wer dahintersteckte: Ein Eichhörnchen, das bei uns im Garten lebt. Wir hatten fast ein Jahrzehnt keine Eichörnchen mehr gehabt, und so war die Freude groß. Wir gewannen schnell das Vertrauen des Tieres, und nach wenigen Tagen war es fast handzahm.

Am letzten Sonntag ging ich nachts nochmal um das Haus und meinte, das Eichhörnchen zu sehen. Als ich mich dem Tier näherte merkte ich aber, dass es in der Gestalt zwat eine gwisse Ähnlichkeit hatte, aber so groß war wie eine Katze, und es haute in langen Sätzen ab. Ein Marder!


Am nächsten Morgen fand der G. das Eichhörnchen totgebissen auf der Treppe zum Waschhaus. Seine Zutraulichkeit scheint ihm das Leben gekostet zu haben.

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Donnerstag, 25. April 2013
Ein paar ganz interessante Überlegungen zum Thema Critical Whiteness
finden sich bei Momorulez.

http://metalust.wordpress.com/2013/04/25/critical-whiteness-wieso-eigentlich-diese-ganzen-diskussionen/


Von zentraler Bedeutung ist das hier:

@“Ich war nun aber gar nicht in der Lage, irgendwelche Schuldgefühle zu entwickeln oder Selbstgeißelungen auszuüben. Vielmehr knüpfte das einfach aus mir aus den späten 80ern wohl vertraute Euro- und Ethnozentrismusdiskussionen an. Und ich kenne eben auch gut das Markierungsgeschehen rund um “schwul”; eine Teilanalogie.
Insofern konnte ich das weniger als “Positionierungsterror” erleben noch als irgendwas, was ich nun zu verantworten hätte. Es ist doch vielmehr die im Grunde genommen (das wird mir jetzt vorgeworfen werden, weil es wirkt, als würde ich andere benutzen, denke ich ja auch drüber nach, ob das so ist) unglaublich entspannend, nun nicht ständig in die männliche Selbstbehauptung als Alleserklärer oder Vertreter des Allgemeinen sich begeben zu müssen, sondern einfach mal zuzuhören. Und eben darauf zu reflektieren, wo “White Supremacy” im eigenen Denken und Handeln wirkt, was für politische, historische, geistes-, kultur und kunstgeschichtliche Vorraussetzungen in all dem, was ich studierte und lernte, wirkten, noch bei jenen, die sehr kritisch dachten wie Michel Foucault zum Beispiel.
Der “PoC”-Begriff, der allerdings auch in diesem Blog und von meiner Seite dummerweise zum Gegenteil führte, hat ja zunächst den Zweck, diese Kategorisierungen und Katalogisierungen wie der Insektenarten Nicht-Weißer durch Weiße zu unterbrechen und somit gar nicht, nun wieder andere zu markieren, sondern heraus zu stellen, wer normalerweise kategorisiert und wie er da tut. Das richtet den Scheinwerfer wohl verstanden auf das, was Herrschaftspraxis Weißer über Andere ist.
Das ist nämlich ein Riesenschritt in die Freiheit, das zu erkennen – die der Anderen UND die eigene. Eine Freiheit des Denkens, des Zuhörens, des Nicht-Verteidigenmüssens, des Geschehenlassens und vor allem auch dessen, die Wut Anderer auszuhalten, selbst wenn man individuell für die eigenen Priviliegien nichts kann. Weil es dieses Recht auf Wut Marginalisierter gibt, steht ja auch im verlinkten Text, einfach gibt. Und es geht da auch nicht nur um “Moralisierung”, sondern um Wahrheit und auch Funktionsweisen in der Ökonomie.“ -----

Mal abgesehen davon, dass Momos Leitmotiv „männliche Selbstbehauptung als Alleserklärer oder Vertreter des Allgemeinen“ zwar mal Ausgangsposition feministischer und poststrukturalistischer Gesellschaftskritik war, nach 45 Jahren Neuer Frauenbewegung in der BRD und 25 Jahre nach dem Einzug feministischer Positionen in alle relevanten linken Diskurse aber dort heute keine Rolle mehr spielt, allenfalls als Rückzugsposition einer gestrigen Minderheit teile ich seine Standpunkte zum Zuhören und dem damit verbundenen Schritt in die Freiheit durchaus. Dass er mit Schuldgefühlen und Selbstgeißelungen nichts anfangen kann ist für einen antirassistischen Schwulen, der keine Binnenerfahrungen aus sich als konkrete Lebensgemeinschaften verstehenden subkulturellen linksradikalen Gruppen hat verständlich, verkennt aber deren interne Gruppendynamiken. Nicht das Konzept der Critical Whiteness selber ist da das Problem, sondern wie diese für soziale Hierarchisierungen und Machtkämpfe mißbraucht und instrumentalisiert wird. Auf dem Nobordercamp hielten nicht etwa marginalisierte PoC weißen, heterosexuellen männlichen Paternalisten, die die Antiraszene dominieren würden qua Aktionstheater einen Spiegel unter die Augen, sondern Angehörige einer vor allem aus sehr jungen und sehr akademischen Leuten bestehenden Gruppe platzten in eine aus untereinander solidarischen, gemischt aus weißdeutschen, migrantischen und geflüchteten Zusammenhängen bestehende seit Jahrzehnten gewachsene Struktur hinein und versuchten diese im Tonfall des Niederschreiens zu dominieren. Und das wiederum ist symptomatisch für eine Unkultur, die es seit dem Auseinanderbrechen der APO gibt. Ob das nun dogmatischer Marxismus-Leninismus war, das Verhältnis zur RAF und zu „den Gefangenen“, fundamentalistisches Ökotum, diverse Feminismen, ein Antifa-Konzept, das die BRD kurz vor der faschistischen Machtübernahme sah, Veganismus, Straight Edge (eine Verbindung aus Antikapitalismus und einer No-Drugs-No-Alc und z.T. auch No-Sex-Moral) und aktuell ein Andocken an in anderen Ländern und anderen Zusammenhängen durchaus sinnvollen Queer-Feminismus oder CW-Diskursen: In vor allem studentisch geprägten deutschen Subkulturen fungiert das seit 1969 immer wieder als gruppendynamische Struktur vor einer moralfundamentalistischen Matrix, die mit den vertretenen Inhalten nur bedingt etwas zu tun hat. Dafür aber sehr viel mit denm Erstreiten von Machtpositionen, Distinktionsvorteilen, Rechthaben und allgemein postpubertärem sich Durchsetzen.


Feministische, antirassistische, antikapitalistische Gesellschaftskritik hat immer ihre Berechtigung, sie wird aber in relevanten Zusammenhängen der linksradikalen Szene in der BähRd regelmäßig zur Selbstreproduktion szeneinterner Machtstrukturen benutzt. Da hat Hartmut Finkeldey schon Recht: Es sind Zerknirschungsrituale, die da eingefordert werden. Schon 1991 hatten Leute wie Tuc, Netbitch, der Held der Arbeiterklasse, Frau Nullzeitgenerator, der Coach und ich dem einen grob-sarkastischen NON-PC-Humor entgegengesetzt, der die Political Correctness der Moralspacken angriff, aber keineswegs die Inhalte selber meinte, sondern die praktizierte Moral. Das ist immer noch Thema.

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Frühling in der Stadt und Schöne-Frauen-Wetter
Ich war kürzlich mit dem Auto unterwegs und sah, wie auf dem Bürgersteig sich eine junge Frau mit einem Kasten Bier abmühte. Der nächste Supermarkt war etwa 300 Meter entfernt, so weit musste sie damit also schon gelaufen sein. Sie hielt den Kasten mit beiden Händen umklammert vor ihrem Bauch, und die Anstrengung beim Schleppen war ihr anzusehen. Einmal setzte sie ab, um ihre schwarze Motorradlederjacke auszuziehen, die sie auf den Bierkasten legte, um weiterzuschleppen. Als sie an eine Bank kam setzte sie sich hin, den Schweiß im Gesicht. Ich hielt an und bemerkte: "Das kann man doch nicht mit ansehen! Sagen sie, wo Sie hinwollen, und ich fahre Sie hin!"

Sie fragte, allerdings ohne jegliche Aggressivität im Tonfall: "Ist das jetzt die neue Abschleppmasche?".

So unrecht hatte sie nicht. Ich hatte mein Angebot aus reiner Hilfsbereitschaft gemacht, aber der Anblick - Anfang 20, lange braune Mähne, ausgesprochen hübsch, schwarze Lederjacke, das war schon komplett mein Beuteschema.

"Abschleppen will ich sie nicht, sie müssten schon einsteigen." Sie lachte, wir luden den Bierkasten ein, sie stieg ein und erklärte, wo sie hinwollte. Es war nicht weit, und ich fuhr sie. "Hoffentlich bereue ich das nicht", sagte sie. "Wenn ich der Axtmörder wäre würde ich ihnen das nicht sagen, aber seien Sie versichert, ich bin nicht der Axtmörder."

Sie lachte laut, dann waren wir auch gleich beim Du und kurz darauf auf einer Open-Air-Fußballparty mit studentischem Publikum. Altersmäßig Leute, die meine Kinder sein könnten, aber vom Lebensgefühl mir näher als meine eigene Generation. Ich war eingeladen mitzutrinken, das konnte ich aber leider nicht, da ich noch einen ganz anderen Termin hatte. Schade. Immerhin, ich gelte noch nicht als Opa. Schon viel wert.

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Alltagsrassismus: Schwarze Türsteher, um Schwarze rauszuhalten
Der Arbeitskreis Panafrikanismus München begrüßt die Testing-Verfahrensaktion des Ausländerbeirates der LH München zu Rassismus und Diskriminierung in den Münchner Nachtsclubs und Diskotheken.

Das Ergebnis der Aktion war erschreckend: Von den 25 besuchten Clubs, wurde den Menschen afrikanischer und türkischer Herkunft, die bei der Aktion teilgenommen hatten, nur in fünf Clubs ohne Diskussionen der Einlass gewährt!

Mitglieder des Vereins, die im Rahmen ihrer Tätigkeit im Ausländerbeirat an dieser Aktion teilgenommen haben, zeigen sich fassungslos von ihrem Erlebnis in diesem Testing-Verfahren und appellieren dafür, die Ausübung des Hausrechts der Clubbetreiber in Einklang mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu bringen.

Mehr Information: Hier die Pressemitteilung des Ausländerbeirates


AK. Panafrikanismus München
Augsburger Strasse 13
80337 München
Tel:089-416159959
Tel:0176 62067359
Fax:089-762236
sekretariat@panafrikanismusforum.net
www.panafrikanismusforum.net
...................................................


Der Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V. steht für die Förderung der Völkerverständigung und ist ein Forum für soziale, kulturelle und gesellschaftspolitische (intellektuelle) Interaktionen unter Menschen afrikanischer Herkunft, der afrikanischen Diaspora, und Deutschen bzw. Menschen anderer Nationen. Durch Beratung und Unterstützung zu Integrationsfragen, Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen, Veranstaltungen agiert der Verein als Interessenvertretung von Menschen afrikanischer Herkunft.

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Donnerstag, 25. April 2013
Und weil Solidarität auch immer noch eine Waffe ist, hier ein Aufruf zur Unterzeichnung
https://www.openpetition.de/petition/online/sofortige-ruecknahme-aller-sanktionen-gegen-die-arbeitsvermittlerin-inge-hannemann

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Zum 8. Mai - Kein Mensch ist illegal
"Kein Mensch ist illegal" Mittwoch 8. Mai 2013 von 17.00 bis 19.00 Uhr Rathausmarkt Lüneburg

8. Mai 1945 – 8. Mai 2013 – in Lüneburg

Bis zum Mai 1945 fanden Hunderttausende Menschen aus Deutschland und Europa, die vor dem Faschismus flüchteten, einen lebensrettenden Aufenthalt in anderen Ländern. Vielen von ihnen wurden diese zu einer neuen Heimat. Dagegen verringert sich heute die Zahl der in Deutschland aufgenommenen Flüchtlinge aufgrund der herrschenden Gesetzeslage in Europa drastisch. Sie sind offenbar nicht willkommen. Sie werden allein gelassen, verstricken sich in den Wirren der Bürokratie, sie werden auch wieder zurückgeschickt. Insbesondere Neuankömmlinge werden „bestraft“, indem sie in Sammelunterkünften zusammengepfercht werden - oft fern von Infrastruktur und Gemeinwesen, sie eine Residenzpflicht einhalten müssen, sie langen Verfahren ausgesetzt werden, sie keine Beratung erhalten, ihre medizinische Versorgung kaum gewährleistet ist, ihnen Rechte vorenthalten werden usw.

Das Netzwerk gegen Rechts will unter besonderer Berücksichtigung der lokalen Situation in Lüneburg an dieses „Missverhältnis“ erinnern. Am Mittwoch, den 8. Mai 2013 von 17.00 bis 19.00 Uhr findet auf dem Marktplatz in Lüneburg eine Veranstaltung statt, auf der betroffene Menschen ihre Lage erläutern, engagierte Menschen Informationen geben und das Ganze von Musik der Gruppe „Barbara“ begleitet wird. Wir sind der Meinung, dass mit einem bisschen guten Willen, nicht zuletzt der politisch Verantwortlichen, viele der Probleme, mit denen Flüchtlinge hier konfrontiert werden, gelöst werden können.

Veranstalter: Bündnis für Demokratie / Netzwerk gegen Rechts - LüneburgerInnen gegen Nazis

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Samstag, 20. April 2013
Von Fröschen, Plastikmeeren und Fair Trade
Momorulez hatte mal gebloggt, für die Zeit, in der man unter Linken noch intensiv über Umweltschutz und Nachhaltigkeit diskutierte und es wichtig fand diese auch zu leben wären Spülmittel und Haushaltsreiniger der Marke Frosch ein typisches Produkt gewesen. Abgesehen davon, dass diese jedenfalls da wo ich lebe noch immer zu den Standardprodukten in den Supermarktregalen gehören markiert Frosch bereits die Spätphase des Sich Durchsetzens von Öko-Produkten am Massenmarkt. Als die grüne Bewegung noch neu und dynamisch war und öko als hip und nicht als langweilig galt, um das mal so platt auf den Punkt zu bringen, da war das entsprechende Produkt Neutralseife aus dem Hakawerk (um da eine Zeitleiste zu haben: Neutralseife gibt es seit 1946 und fand in den 1970ern durch die Landkommunenbewegung Verbreitung, Frosch kam 1986 auf den Markt), und so richtig überzeugte Ökolinke kauften natürlich auch nicht im Supermarkt, sondern in Bioläden, wo es eben Neutralseife gab oder bei Food-Coops oder selbst in linken Buchläden, die damals nebenher auch Ökoprodukte führten. Über Frosch-User rümpften die Hardcore-Ökos und auch die radikalen Linken noch in den 90ern mehrheitlich die Nase. Ähnlich war das bei Fair-Trade-Produkten: Transfair galt als nichts Halbes und nichts Ganzes und war vor allem darum Igittebähbäh weil da die katholische Kirche dran beteiligt war, die GEPA hingegen oder Kaffee aus Nicaragua galt als korrekt. Die Frage, wer mehr Leute erreicht und womit mehr Menschen geholfen wird wurde hier nicht gestellt, es ging eher um so etwas wie moralische und ideologische Reinheit. Geblieben ist davon bis heute kaum etwas, und ich finde es durchaus gut, dass ich im Supermarkt Fair-Trade-Produkte kaufen kann, was erst seit ein paar Jahren der Fall ist und hätte nicht die Zeit und Muße, ausschließlich in Szene-Bezugsquellen einzukaufen.

Wobei der elitäre Dünkel des betuchten grünen Neubürgertums mir durchaus auf die Nerven geht, andererseits z.B. Bloggerin Cassandra mal vorgelebt hatte, dass es möglich ist, ökologisch korrekt vo Hartz4 zu leben. Öko muss nicht teuer sein, kann aber, wenn nicht teuer, mit tatsächlichem Verzicht verbunden sein.

Auf der anderen Seite der soziale Barrikade steht ein staatlicher Ökologismus, der Umweltpolitik von Reichen für Reiche zumindest mitbeinhaltet. Die massive emissionsbezogene Sanierung alter Bausubstanz in metropolitanen Innenstädten wird an der Weltklimabilanz nichts ändern, solange sie nicht in den bevölkerungsreichsten Ländern der Erde sondern nur in der Eurozone stattfindet, aber sie trägt zur Vertreibung einkommenschwacher Menschen aus den Innenstädten bei. Ob Dosenpfand maßgeblich zum Rohstoffsparen durch Recycling beiträgt weiß ich nicht, kann sein, muss es aber nicht. Nun aber wird erwogen, eine Abgabe für Plastiktüten einzuführen und die kostenlose Herausgabe von Plastiktüten beim Einkauf generell zu verbieten. Begründet wird dies mit der Verschmutzung der Ozeane durch Plastiktüten.


Ich weiß, dass es im Pazifik einen viele Kilometer großen Plastikstrudel gibt, in dem Plastiktüten und -Verpackungen, PET-Flaschen usw. die komplette Meeresoberfläche bedecken und irgendwann in die Tiefe sinken und dass das eine der größten Ökosauereien dieses Planeten ist. Aber das ist chinesischer, philippinischer, indonesischer, auch mexikanischer und peruanischer Plastikmüll und das, was von Schiffen so über Bord geworfen wird.

Unser Hausmüll, verpackt in Plastikmülltüten oder auch mal in alte Einkaufstüten landet in einer Müllverbrennungsanlage, wo aus dem Müll Elektrizität gewonnen wird. Das ist in vielen deutschen Großstädten so. Wie gelangen deutsche Plastiktüten in einen Strudel im Pazifik? Von Plastikstrudeln in der Nordsee habe ich noch nie etwas gehört. Oder sind die Wege des Mülls so global, dass, ähnlich wie Elektronikschrott unter den unmenschlichsten Bedingungen in Ghana und Nigeria recycelt wird ein Großteil unseres Plastkmülls letztlich im Pazifik landet?

Oder geht es nur darum, eine neue Abgabe einzuführen?

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Oh America, what kind of show!
Schon krass, wie sich da nach dem Showdown hurra-patriotisch Cops und BürgerInnen vor wehenden Flaggen ablichten. Wäre das ein Spielfilm würden solche Szenen als übertrieben wahrgenommen. Schon beim 11.09. hatte ich ja gedacht "wann erscheinen jetzt Bruce Willis und Denzel Washington?", und die Terroristenhatz - 1000 Cops jagen mit Panzerwagen und Hubschraubern einen Terroristen und eine ganze Stadt steht still, selbst in den Tagen der RAF-Hysterie hätte man in Europa selbst um Carlos zu kriegen einen solchen Aufriss nicht gemacht - erinnerte an die Cyberdyne-Sequenz bei Terminator II, selbst die coolen Sprüche "Die Bullen." "Wieviele?" "Alle, vermute ich." "Ist ja ein richtiger kleiner Krieg hier!" hätten bestens hineingepasst. Amerika, was brauchst Du für Inszenierungen!

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Samstag, 20. April 2013
Das müsste mal hier passieren
Der vorbereitete Aufstand, wir bräuchten ihn so dringend. Das System wegfegen!


http://www.youtube.com/watch?v=66I7rYEKkPs

http://www.youtube.com/watch?v=p8VFGdKlABk

http://www.youtube.com/watch?v=Ha-h5bPSxQE

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Revolte gegen die Vernichtung
Zum heutigen Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto, dem Aufbegehren gegen die absoluteste Form der Unmenschlichkeit habe ich einen Literaturtipp und die passende Musik. "Nie wieder" stimmt leider nicht, es hat immer wieder Genozid und Massenvernichtung gegeben, und so lange die Weltordnung eine kapitalistische ist wird es auch so weitergehen. Make Capitalism History!


Der Literaturtipp:

http://www.assoziation-a.de/gesamt/Revolte_gegen_die_Vernichtung.htm


Und die Musik dazu:

http://www.youtube.com/watch?v=LMM086baXps

http://www.youtube.com/watch?v=lwR_1tzUZrA

http://www.youtube.com/watch?v=ej8Aat7btfo

http://www.youtube.com/watch?v=g5RNLn1MhxU

http://www.youtube.com/watch?v=1ft9iuZu0AI

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Montag, 15. April 2013
Von Pässen und Menschen
Joseph Roth sagte einmal: „Und was ist der Mensch ohne Papiere? Weniger als ein Papier ohne einen Menschen!“

Oder Bertolt Brecht in “Flüchtlingsgespräche“ 1940/41

„Der Pass ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustande wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“

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Samstag, 13. April 2013
Zur Identität
LesenswerterBeitrag bei Dean:


http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16104842&postID=6585825340863431828

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Dienstag, 9. April 2013
Zum Tod von Maggie Thatcher eine Würdigung: Eat the Rich!
http://de.video.search.yahoo.com/search/video?p=Youtube+Eat+the+Rich

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Dienstag, 9. April 2013
Link ins Off mit tollem Kommentarthread
Ich hole diesen KOmmentar mal rüber, da zentral:


http://netbitch1.twoday.net/stories/342793720/#342795069

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Eine feministische Synopse in Kurzform
und ein erfrischend anderer Beitrag zum Gender-BloggerInnen-Gezänk findet sich bei der Netbitch:


http://netbitch1.twoday.net/stories/342793720/#342794622

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Freitag, 5. April 2013
8. April - Internationaler Tag der Roma!
8 April 2013 for World Wide Roma Movement "Let thousands of balloons fly in the sky!"


Presseerklärung

Am 8. April wird weltweit der Internationale Tag der Roma gefeiert. 1971, vor 42 Jahren, fand an diesem Tag der erste Welt-Roma-Kongress in London statt, bei dem sich Roma-Vertreter_innen aus 25 Ländern trafen. Von diesem Tag an wurde begonnen, diskriminierende Fremdbezeichnungen mit der Selbstbezeichnung „Roma“ (Mensch) zu ersetzen. An diesem Tag einigte man sich ebenfalls auf eine gemeinsame Fahne (oben blau für den Himmel, unten grün in für die Erde und in der Mitte ein rotes Rad).

Auch heute gibt es noch viel zu tun! Immer noch grassieren rassistische Vorurteile gegen Roma in allen Ländern Europas. Besonders kann man dies in Frankreich, Italien und Ungarn beobachten, wo Roma systematisch vertrieben werden und mit einer breiten öffentlichen Zustimmung Hetze gegen sie betrieben wird. Aber auch Deutschland behandelt hier lebende Roma oft wie Rechtlose. Besonders getroffen werden hiervon Roma, die nach der Bombardierung Ex-Jugoslawiens durch die NATO 1999 nach Deutschland flüchteten. Jahrelang wurden sie nur geduldet, unterlagen der Residenzpflicht und durften nicht arbeiten. Ihnen und ihren hier aufgewachsenen Kindern droht nach dem Rücknahmeabkommen zwischen Deutschland und Kosovo die Abschiebung in ein Land, in dem sie massiv diskriminiert werden und in dem ihre grundlegendsten Menschenrechte gefährdet sind. Mit dem 31. März endet der Wintererlass und viele Familien werden erneut akut von Abschiebung bedroht sein! Bereits für den 10. April ist eine Abschiebung in den Kosovo geplant! Wir wollen das nicht hinnehmen und unsere Solidarität mit den Betroffenen zeigen! Viel zu wenige Menschen konnten von den bestehenden Bleiberechtsregelungen profitieren.

Als Akt der Solidarität und um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen, werden Aktivist_innen in 20 Städten Deutschlands und in vielen Ländern weltweit am 8. April Luftballons in den Farben der Roma-Fahne in den Himmel steigen lassen. In über 50 Ländern auf der Welt setzen Menschen ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und für die Rechte und Selbstermächtigung von Roma.

Wir fordern, dass sich Öffentlichkeit und Politik gegen die Ausgrenzung von Roma einsetzen und ihre Verantwortung für die jahrelange Isolation und Marginalisierung geduldeter Flüchtlinge übernehmen: Wir fordern ein bedingungsloses Bleiberecht sowie Bewegungsfreiheit für alle Menschen, die über Jahre hinweg unter den unmenschlichen Bedingungen der Duldung leben mussten!

Wir fordern ein Ende der Ausgrenzung und Isolation von Flüchtlingen in Lagern – Solidarität mit der Break Isolation Bewegung!

Gegen Zwangsräumungen – Save Dale Farm!

alle bleiben!

2013sind vom Düsseldorfer Flughafen aus folgende Sammelabschiebungen terminiert :
23.04. Serbien
07.05. Kosovo
18.06. Serbien/Mazedonien
16.07. Serbien
24.09. Serbien
08.10. Kosovo
19.11. Serbien

Kontakt: news@alle-bleiben.info

http://europeanromamovement.org/detail_t.php?ID=56&Lang=eng

http://romanationday.org/en/updates.html

http://www.alle-bleiben.info/termine/termine67.htm

http://www.roma-center.de/termine/termine13.htm

Motivation video https://vimeo.com/60460838

www.facebook.com

Weltweite Events zum 8.April 2013 for World Wide Roma Movement

Tirana/Albania * Buenos Aires/Argentina* Perth/Australia* Vienna/Austria * Belarus* Saint Niklas&Brussels/Belgium * Sarajevo/Bosnia* Rio de Janeiro/Brazil * Sofia/Bulgaria * Toronto/Canada * Chile * Bogota/Colombia * Zagreb/Croatia * Cyprus * Prague/Czech Republic * Denmark * Ecuador * London/England * Estonia * Helsinki/Finland * Paris&Cagliari(Sardinia)/France * Georgia * Greece * Germany25 cities*Budapest/Hungary * Chandigarh/India * Iran * Dublin/Ireland * Genoa&Lombardy&Marche&Campania/Italy * Jerusalem/Israel * Jordan* Gnjilane&Haxi&Prizren&Pristina&Mitrovica/Kosovo * Latvia * Luxembourg * Skopje&Kumanovo/Macedonia * Mexico * Moldova* Podgorica/Montenegro * Netherlands * New Zealand * Norway * Bialystock/Poland* Portugal * Sibiu&Cluj(Rata Pata)&Bucarest/Romania * Ekaterinberg/Russia * Glasgow/Scotland * Belgrade&Beocin/Serbia * Bratislava/Slovakia* Ljubljana/Slovenia * South Africa * Barcelona&Valencia/Spain * Sweden * Bern/Switzerland * Istanbul&Edirne/Turkey * Odessa/Ukraine * New York&Houston&San Francisco/USA *

Bundesweite Luftballonaktionen:

Stadt


Ort/Adresse


Uhrzeit


Organisation

Magdeburg


vor dem Hundertwasserhaus am Breiten Weg


16.00 Uhr


Romano Drom

Wiesbaden


Bahnhofstraße am Mahnmal für Sinti und Roma


18:30


Die Linke

Hamburg


voraussichtlich: Zentrum Billstedt


voraussichtlich: 16 Uhr


AK Roma Flüchtlingsrat HH, Roma, Flüchtlingskinder Gruppe an der Schule Arnkielstraße

Freiburg


roma büro freiburg
79110 freiburg
ensisheimerstr. 20


Fest 17-22 h
Ballonaufstieg: 19:30 h


Roma Büro Freiburg

Münster


vor dem Stadthaus 1


14:30 Uhr


Private Organisatorin

Kassel


Vor dem Rathaus vor der Gedenktafel für die Ermordeten Sinti und Roma


17 Uhr


Antirassistische Aktion Kassel

Hannover


Landtag: Treffen mit SPD, FDP und Grünen
Veranstaltung: Lebenslagen von Roma-Familien in Rumänien,Tagungshaus St. Clemens


14 Uhr

18:30 Uhr


Romane Anglonipe,

Hannover


Jugendgästehaus


Jugendgästehaus

Bremen


Kundgebung neben dem Roland auf dem Marktplatz


16-18:30h


Roma.Soli.Bremen

Essen/Mühlhausen


Private OrganisatorInnen

Stuttgart/Ludwigsburg ?


Campus


Private Organisatorin

Erfurt


Erfurter Anger, Kundgebung und Ballonaktion (vor dem Anger 1)


14 Uhr


Gruppe f.r.a.i.

Köln


Veranstaltung: Vielfalt der Sinti-, und Roma- Frauen (mit Anmeldung)

Luftballonaktion: Park der Religionen der Caritas


ab10 Uhr

ab13:30 Uhr


Romane Romnja NRW

Bonn


Stadtzentrum


Romane Romnja NRW

Wuppertal


Stadtzentrum


Romane Romnja NRW

Heinsberg


Stadtzentrum


Romane Romnja NRW

Gronau


Stadtzentrum


Romane Romnja NRW

Berlin


Luftballonaktion: Refugeecamp Oranienplatz
Demo und Gedenkkundgebung: Ungarische Botschaft


ab 12 Uhr

15 Uhr


Refugeecamp Oranienplatz, „Fight Racism Now,“ IniRromnja, Rroma Informations Centrum, Rroma Aether Club Theater u.a.

Gera


Heinrichstraße 38, vor dem Frauenkommunikationszentrum des Demokratischen Frauenbundes


15-16 Uhr


Diakonie Freundeskreis für Flüchtlinge, Netzwerk Integration und Roma-Flüchtlinge

Chemnitz


Am Markt
(vor dem Rathaus)


13 Uhr


Landtagsabgeordnete Annekathrin Giegengack, Chemnitzer Grünen

Jena/Thüringen


The Voice Refugee Forum

Frankfurt ?


KAV?

Recklinghausen


Stadtmitte, Gastkirche


13 Uhr


verschiedene Organisationen

Göttingen


Mensa Foyer
Antirassistischer Stadtrundgang (Beginn: Neues Rathaus)


ab 12Uhr

15:30 Uhr


AK Asyl, Amnesty International,
Roma Center

Dresden


Altmarkt


13-14:30 Uhr


Bündnis 90/Die Grünen ?

Emden


Marktplatz


Initiative in Emden und Krummhörn "Bleiberecht für Roma" / Amnesty International

Waltershausen


Marktplatz


ab 16 Uhr


KoWa

Leipzig


Augustusplatz, am Mendebrunnen


13 Uhr


Bündnis 90/Die Grünen Leipzig

Lörrach


Piratenpartei

Hesepe


No Lager Gruppe Osnabrück

Osnabrück


No Lager Gruppe Osnabrück

Bramsche


No Lager Gruppe Osnabrück

Lingen


No Lager Gruppe Osnabrück

München


Karlsplatz / Stachus


ab 14:30 Uhr Ballonbefüllung,
Aufstieg 16 Uhr





Roma Center Göttingen e.V.
Postfach 30 05
37020 Göttingen
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
www.roma-center.de
mail@roma-center.de
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
+49(0)152/05 919 700
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
www.alle-bleiben.info
admin@alle-bleiben.info
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Zuwendungen können auf das folgende Konto überwiesen werden:
Roma Center
Sparkasse Göttingen
K-Nr. 170 399
BLZ 260 500 01

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Freitag, 5. April 2013
Some Blogs apart oder der antifeministische Herrenabend
Beginnend mit mir einer berechtigt erscheinenden Antwort auf grobe Beleidigung ist auf einem von mir sonst sehr geschätzten Blog, nämlich beim Don, und in der Art nicht zum ersten Mal ein Shitstorm entfacht worden, der sich unterschiedslos gegen Feminismus an und für sich richtet, eigentlich aber nur in erster Linie eine bestimmte Person und in zweiter Linie die in diesem Kontext eigentlich unbeteiligte Mädchenmannschaft meint und inzwischen so weit ist, Feminismus mit maoistischer Gehirnwäsche und anderen Scheußlichkeiten gleichzusetzen. Ich verlinke hier mal nicht, habe keine Lust, mich an solchen Schlammschlachten zu beteiligen, linke jedoch auf den meines Erachtens sehr klugen und differenzierten Beitrag von Kadda.

http://blog.katrin-roenicke.net/?p=2151

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Mittwoch, 3. April 2013
Der Fasan
Osterschmaus war wie gesagt ein gefüllter Fasan. Der geht so:

1 Fasan, Salz, Chili, Koriander, Kurkuma, Anis, Knoblauch, 60 g Butter, Olivenöl, Tiroler Speckstreifen, 200g Weintrauben, Zucker, Rotwein (schwerer Rioja) und ein Fond aus Hühnerbrühe, Bouillon und gehackten Chillies. Dazu Kartoffeln, Rotkohl und Rehragout.

Der Fasan wird von außen und innen gewaschen und ebenfalls von außen und innen mit Salz, Chili, Koriander, Kurkuma, Anis und Knoblauch gewürzt. Die Brust wird mit den Speckstreifen umwickelt, die mit Garn festgebunden werden. Im Ofen wird der Fond zum Brodeln gebracht und der Vogel darin eine Stunde lang bei 220 Grad geschmort. Inzwischen werden die Trauben halbiert und in der Butter-Ölmischung angebraten und mit Zucker bestäubt. Wenn der Fasan gar ist wird er in diesem Fond noch kurz angebraten. Das Rehragout wird erhitzt - nicht gekocht - und der Fasan damit gefüllt. Dann ist Essen angesagt.






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Das Problem heißt Rassismus
Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde,



gern weisen wir auf folgende Veranstaltung hin, die am kommenden Freitag 5.4.13 in Berlin stattfindet:



Veranstaltung zum NSU Prozessauftakt

Das Problem heißt Rassismus! Wir schauen hin!

Podiumsdiskussion mit Elif Kubaşık, Carsten Ilius und Esin Ermann.



Die Veranstaltung findet mit Simultanübersetzung auf Deutsch und Türkisch statt.



Der RAV ist Mitveranstalter dieses Abends. Einladungsflyer mit allen Infos auf Türkisch oder Deutsch zur Weiterleitung und Auslage befinden sich hier im Anhang.



Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen.



Mit besten Grüßen



Sigrid v. Klinggräff

RAV-Geschäftsstelle





***



Das Problem heißt Rassismus!

Wir schauen hin!



Wie hat Elif Kubaşık die Ermittlungen zum Mord ihres Ehemannes Mehmet Kubaşık in Dortmund erlebt? Welche Auswirkungen hatten die diskriminierenden Ausgangsthesen der Polizei auf die migrantische Community? Was erwarten die Angehörigen und ihre Anwält_innen vom NSU-Prozess, der am 17. April in München beginnt?



Auf der Veranstaltung sollen die polizeilichen Ermittlungen zu den Morden und Bombenanschlägen der Mitglieder des NSU diskutiert und die Konsequenzen des strukturellen Rassismus beleuchtet werden.



Elif Kubaşık, die Ehefrau des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşık und Nebenklägerin in dem am 17. April in München beginnenden Strafverfahren wird davon erzählen, wie sich die Polizei im Rahmen der Ermittlungen ihr und ihrer Familie gegenüber verhalten hat



Carsten Ilius, Rechtsanwalt von Elif Kubaşık, wird zu den einseitigen Ermittlungen der Polizei hinsichtlich der durch die Mitglieder des NSU verübten Morde und Bombenanschläge Stellung nehmen



Esin Erman, Berliner Psychotherapeutin, wird ihre Perspektive auf strukturellen Rassismus im Zusammenhang mit den Reaktionen auf die Morde in der migrantischen Community zur Diskussion stellen.



Moderiert wird die Diskussion von Ferda Ataman, Journalistin und Mitglied der „Neuen deutschen Medienmacher“.



Einleitend wird der Kurzfilm „Kein 10. Opfer“ gezeigt.



Termin:

5. April 2013 um 19.30 Uhr

Ort:

Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.

Urbanstraße 21

10961 Berlin

Mitveranstalter:

Bündnis gegen Rassismus; Allmende e.V., Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.



---

Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.

Haus der Demokratie und Menschenrechte

Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin

Tel +49 (0)30 417 235 55 | Fax +49 (0)30 417 235 57

mailto:kontakt@rav.de | www.rav.de

Mo - Fr 10:00 - 16:00

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Unterstützt die Flüchtlinge in Nordsyrien
Kontoinhaber: Förderverein für bedrohte Völker
Kontonummer: 7400 201
Bankleitzahl: 200 100 20
Institut: Postbank
Verwendungszweck: Hilfe für Nordsyrien

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Na dann macht mal ein paar Terminals dicht
Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Piraten an das Innenministerium NRW geht hervor, dass für 2013 vom Düsseldorfer Flughafen aus folgende Sammelabschiebungen terminiert sind:


23.04. Serbien
07.05. Kosovo
18.06. Serbien/Mazedonien
16.07. Serbien
24.09. Serbien
08.10. Kosovo
19.11. Serbien


Es ist davon auszugehen, dass die meisten dieser Flüge europäisch koordiniert sind unter Beteiligung von Frontex, so dass auch Personen aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden usw. betroffen sein können.

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Kampagnenaufruf Bleiberecht für Alle
Wenn Eure Organisation/Initiative unseren Demoaufruf unterzeichnen möchte dann gebt uns bitte schnellstmöglich eine Rückmeldung per Email!
Unterstützt die Protestaktionen der jungen Flüchtlinge zur Innenministerkonferenz in Hannover!

BLEIBERECHT FÜR ALLE!

In Deutschland leben immer noch über 85.000 geduldete Flüchtlinge, davon ca. die Hälfte schon länger als sechs Jahre. Einige hunderttausend Flüchtlinge leben in Deutschland ohne Aufenthaltsstatus.
Duldung bedeutet permanente Angst vor der Abschiebung, dazu kommt noch eine Reihe von diskriminierenden Sondergesetzen, wie Ausbildungs- und Arbeitsverbot, Residenzpflicht, Wohnen in Lagern, Ernährung durch Essenspakete und vieles mehr.

Noch schlimmer ist die Situation von Menschen ohne Papiere (so genannte „Illegale“). Sie haben keinen Zugang zu Bildung, angemessener Gesundheitsversorgung und auch keinen Anspruch auf Sozialleistungen.


Die fundamentalen Menschenrechte werden Flüchtlingen aufgrund von „migrationspolitischen Erwägungen“ seit Jahrzehnten verweigert, als Teil einer Abschreckungsstrategie, damit möglichst wenige Menschen hier Asyl beantragen. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht erfreulicherweise im Juli 2012 die Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetzes für verfassungswidrig erklärt und einen ersten wichtigen Schritt in Richtung einer Gleichbehandlung von Flüchtlingen gemacht. Aber nun müssen auch Ausbildungs- und Arbeitsverbote, die Residenzpflicht und das Wohnen in Lagern abgeschafft werden.



Bundesverfassungsgericht

„Die Menschenwürde ist

migrationspolitisch nicht zu

relativieren“.

Eine wirkliche Perspektive und Gleichbehandlung kann jedoch erst mit einem „Bleiberecht für alle“ geschaffenwerden. Obwohl bereits mehrere (sehr eingeschränkte) Bleiberechtsregelungen in den vergangenen Jahren beschlossen wurden, ist das Leben mit einer „Kettenduldung“ immer noch für viele Betroffene eine ernüchternde Praxis. Die Regelungen der Vergangenheit zeigen zwar die Einsicht der Politiker/innen, eine Lösung für geduldete Flüchtlinge finden zu müssen. Gleichzeitig verdeutlichen sie aber auch ihre Unfähigkeit, eine wirkliche Lösung zu finden, also die Kettenduldung vollständig abzuschaffen. Es werden derzeit einige Regelungsentwürfe diskutiert, die jedoch realitätsfern sind und demonstrieren, dass aus den Erfahrungen in der Vergangenheit kaum etwas gelernt wurde. Die diskutierte Aufenthaltsdauer von vier bzw. sechs und acht Jahren sind immer noch viel zu hoch. Auch die anderen Kriterien sind realitätsfern und unangemessen:



? Wie können die Menschen ihren Lebensunterhalt sichern, wenn Arbeitsverbote für sie bestehen und sie jahrelang nicht arbeiten durften?



? Wie sollen Flüchtlinge die Sprachkenntnisse der Stufe B 1 beherrschen, wenn sie keinen Anspruch auf die Sprachkurse („Integrationskurse“) haben.



? Auch der Ausschluss schon bei geringen Straftaten ist absurd, weil dies einerseits ein Doppelbestrafung darstellt, anderseits viele der so genannten Straftaten aufgrund der diskriminierenden Sondergesetze „begangen“ werden, z.B. wegen der Residenzpflicht!



Weil Politiker nicht in der Lage oder willens sind, eine humanitäre Regelung zu beschließen, werden tagtäglich immer noch viele geduldete Flüchtlinge abgeschoben.



Um gegen diese entwürdigenden Zustände zu kämpfen und endlich eine Bleiberechtsregelung für alle durchzusetzen, treffen wir - Jugendliche ohne Grenzen (JoG) – uns wieder zur kommenden Innenministerkonferenz (IMK) im Mai. Diesmal ist der Schauplatz unserer Proteste und Kämpfe Hannover.



Am 22.Mai 2013 um 17:00Uhr laden wir euch alle zur unserer Demonstration in Hannover für ein „Bleiberecht für Alle“ ein!



Unter dem Motto „Bleiberecht für Alle““ veranstalten wir unsere Jugendkonferenz vom 21. bis 24. Mai 2013. Am 23.Mai 2013 werden bei einer Gala der „Abschiebeminister 2013“ gewählt und der Initiativenpreis 2013 an Menschen verliehen, die sich besonders für die Menschenrechte von Flüchtlingen eingesetzt haben.



Wir fordern:

Bedingungsloses Bleiberecht für Alle!

Die Abschaffung ALLER ausgrenzenden Gesetze und Regelungen, wie zum Beispiel Residenzpflicht, Asylbewerberleistungsgesetz und Lagerunterbringung!

Die Legalisierung von Menschen ohne Papiere!

Chancengleichheit bei Bildung, Ausbildung und Arbeit!

Abschaffung der Abschiebungshaft!

Vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für Flüchtlingskinder –auch in der Praxis!

Das Recht für unsere abgeschobenen FreundInnen, in ihre Heimat Deutschland zurückzukehren!

Wenn Sie uns gerne unterstützen möchten, aber leider nicht durch Ihre Anwesenheit beehren können, dürfen Sie natürlich gerne etwas spenden!!!

Spendenkonto:

Bundesfachverband UMF e.V. Bundesfachverband UMF e.V.

Bank für Sozialwirtschaft
Nymphenburger Str. 47
80335 München
BLZ 700 205 00
Konto 88 99 807
Stichwort: JoG


Nevroz Duman
Jugendliche ohne Grenzen

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Netbitch ganz entspannt im Hier und jetzt
Dies ist mal ein Kochbuch der ganz anderen Art:


http://netbitch1.twoday.net/stories/326529139/

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Asyl in Bayern -ein Abgrund
200 Hassmails an Pfarrerin von Rechten und fundamentalistischen Christen mit
teils volksverhetzendem Inhalt und der Bayer. Verfassungsschutz schaut bisher nur zu.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rechte-bedrohen-evangelische-pfarrerin-briefe-voller-hass-1.1636436


Laut Landtagsgrünen innerhalb eines Jahres vier Suizide von Asylbewerbern in Bayern.


http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/asylbewerber-hof-iran-100.html

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Die Frauen von Breitenworbis -ein Aufruf
Im Folgenden dokumentieren wir den offenen Brief der Flüchtlingsfrauen aus dem Isolationslager Breitenworbis. Wir bitten Sie/Euch die heute, am 1. April 2013, gestartete Faxkampagne zu unterstützen und diese zu verbreiten. Sie können auch Ihre / Eure Solidarität öffentlich zu bekennen.

Ein Musterfax zum download als pdf findet ihr in der Anlage und auf unserer Homepage:
http://www.thecaravan.org/node/3712

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An das Landratsamt Eichsfeld , die Eichsfelder Ausländerbehörde und das Eichsfelder Sozialamt




Wir leben in einem alleinstehenden Wohnhaus, 2 km von dem Ort Breitenworbis entfernt. Nebenan befindet sich eine stinkende Kläranlage sowie eine Mastanlage, was das Wohnen besonders im Sommer unerträglich macht. 120 Menschen – Familien und Alleinstehende - müssen sich wenige Toiletten, Duschen und Küchen teilen. Um einzukaufen, zum Arzt, zur Schule oder zum Kindergarten zu gelangen, müssen wir mehrere Kilometer zu Fuß auf einer unbeleuchteten Straße laufen. Eine Bushaltestelle gibt es nur im Ort.




Wir fühlen uns von der Gesellschaft isoliert und ausgegrenzt. Besonders für Frauen, die krank sind und schlecht laufen können sowie Mütter mit kleinen Kindern ist dieses Leben unerträglich. Hinzu kommt, dass wir mit unseren Problemen nicht ernst genommen werden.




Einmal, als es einer alten Frau sehr schlecht gegangen ist, sind die Frauen, die sich um sie gekümmert haben, zum Hausmeister vor Ort gegangen, um einen Taxischein zum Arzt zu bekommen oder zu fragen, ob sie jemand mit dem Auto mitnehmen kann. Die Frau schaffte es selbst nicht mehr zum Arzt. Da wurde uns gesagt, da würde doch ein Einkaufswagen stehen, da könnten wir die Frau doch reinsetzen und zum Arzt schieben. Diese absolut demütigende und herablassende Umgehensweise erleben wir als sehr belastend und macht uns wütend.




Katastrophal ist die ärztliche Versorgung. Es steht uns nur eine Arzt zur Verfügung, der alles mit den selben Medikamenten behandelt - Paracetamol, Magenmittel und Beruhigungsmittel. Wir können uns mit ihm auch nicht richtig verständigen. Außerdem werden wir nicht richtig darüber informiert, welche Hilfe ( z.B FachärztInnen oder PhysiotherapeutInnen...) wir noch in Anspruch nehmen können. Obwohl wir ein Recht auf freie Arztwahl haben, wird uns dies vom Sozialamt verwehrt. Sie behaupten, sie hätten einen Vertrag mit diesem Arzt und deswegen müssten alle dort hin und der Krankenschein wird nur für diesen Arzt ausgestellt. Wenn wir doch Mal eine Überweisung zum Facharzt bekommen, ist der Weg sehr weit und wir müssen die Fahrtkosten selbst bezahlen. Erst wenn es ganz schlimm ist und andere einer helfen sich zu beschweren, können wir den Krankenwagen rufen, der uns ins Krankenhaus bringt. Einmal hat sich sogar ein Arzt aus dem Krankenhaus über die schlechte Behandlung beschwert, aber auch das hat nichts bewirkt.




Viele von uns brauchen dringend auch psychologische Hilfe, wegen dem was wir schon im Heimatland erlebt haben und jetzt kommt die Isolation hier dazu. Wir bekommen in dieser Hinsicht aber keinerlei Unterstützung und wir können uns auch nicht selbst informieren, weil alles zu weit weg ist.




Auch unsere Kinder leiden sehr unter dieser Lebenssituation und wir machen uns große Sorgen um sie. Einige Kinder haben immer noch keinen Kindergartenplatz, wo sie was lernen und mit anderen Kindern spielen können. Der Kinderraum im Lager ist meist zugeschlossen. Wir wollen, dass unsere Kinder deutsch lernen und in einen richtigen Kindergarten mit ausgebildeten ErzieherInnen gehen. Gute Bildung für unsere Kinder ist uns sehr wichtig.




Einige von uns hält nur noch die Tatsache am Leben, dass sie die Verantwortung für die Kinder haben. So verzweifelt sind sie oft. Die Kinder sollten doch Ruhe haben, das war das Ziel der Flucht. Jetzt sind sie in diesem Loch gelandet, in diesem Lager, wie in einem Gefängnis.




Es gibt im Lager aktuell für alle Frauen nur 3 funktionierende Duschen und so müssen wir oft anstehen. Außerdem ist es so, dass es nur morgens und abends jeweils für 2 Stunden warmes Wasser gibt. Das ist besonders für Frauen mit kleinen Kindern und die kranken Frauen schwierig, die dann auch anstehen müssen oder kalt duschen. Weil sich die Duschen im Keller befinden, ist das zusätzlich problematisch, wenn Frauen mehrere Kinder haben und dann weit weg von den Räumen sind, wo sich die anderen Kinder aufhalten.




Unsere Wäsche dürfen wir nicht selber waschen. Wir müssen sie der angestellten Wäschefrau bringen, die dann regelmäßig wäscht. Dafür müssen wir zahlen, auch wenn wir lieber selber waschen wollen, aber die Wahl wird uns nicht gelassen.

Pro Etage gibt es nur eine Küche für jeweils 40 Menschen, aber nur eine Küche im ganzen Haus hat funktionierende Herde. Das bedeutet, dass dort alle Menschen aus dem Lager kochen. Die hygienischen Bedingungen in den Küchen und den Duschen sind so schlimm, dass es im Lager sowohl Ungeziefer als auch Mäuse gibt. Im Winter funktionieren die Heizungen nicht immer gut, so dass die Räume zu kalt sind.




Sobald wir nicht machen, was der Hausmeister sagt, droht er damit, die Polizei zu rufen. Die Polizei kommt dann zwar nicht aber viele haben Angst davor und machen deshalb, was der Hausmeister sagt, auch wenn es nicht in Ordnung ist.




Schon lange beschweren wir uns über diese schrecklichen Zustände im Lager aber wir wurden nicht ernst genommen und über unser Anliegen nach einer eigenen Wohnung wurde sich lustig gemacht. Das Einzige, was sich bisher geändert hat, ist, das einige Wände neu gestrichen wurden. Das ändert aber nichts an unserem Leben in der Isolation.




Ein schönes Gefängnis bleibt ein Gefängnis!

Wir wollen hier raus, wir wollen selbstbestimmt in Wohnungen leben.
Wir wollen selber entscheiden wo wir wohnen.
und wir wollen endlich ein Aufenthaltsrecht bekommen.




Frauen aus dem Flüchtlingslager Breitenworbis






Kontakt:

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Marienstraße 52, 42105 Wuppertal
Telefon: 0049 (0) 202 94 67 920
E-Mail: wuppkarawane {ät] yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org

Bankverbindung:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer: 4030780800
Bankleitzahl: 43060967
GLS Gemeinschaftsbank eG

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Montag, 1. April 2013
Roarrrrr!
Da ist gerade ein Ferrari vorbeigefahren. Verglichen mit DEM Sound ist ja das Motorgeräusch eines Carrera S oder eines Maserati schallgedämpftes Kleinwagentuckern. Und es klingt sehr ähnlich dem Röhren eines Hirsches..

Darin liegt wohl auch der tiefere Sinn: Ferrari fahren ist eine Brunft.

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Rechtfertigung
Der G. meinte kürzlich in einem Gespräch, dass meine Antwort sehr harsch und aggressiv rübergekommen wäre und fragte mich, ob ich meine, mich rechtfertigen zu müssen, es höre sich so an, dazu gäbe es ja keinen Grund. Ich dachte darüber nach. Ich fürchte, dass ich mir selber im Lauf meine Lebens sehr viele Türen dadurch zugeschlagen habe, weil ich so reagiert habe, als ob ich mich rechtfertigen müsste. Aber - ich muss mich rechtfertigen! Mindestens seit ich 4 Jahre alt bin lebe ich in dem Gefühl, mich für meine pure Existenz rechtfertigen zu müssen. Dass mich jemand so akzeptiert wie ich bin ist für mich eine Ausnahmeerfahrung. Im Allgemeinen bin ich bemüht, meine Gefühle zu verbergen, rede zwar sehr offen darüber, was ich fühle und denke, habe mein Herz auf der Zunge, bin aber regelmäßig entsetzt, wenn mir nahestehende Leute (also: so nahestehend wie eine gute Freundin, mein Vater, mein bester Kollege usw.) aus meinem Gesichtsausdruck ableiten, wie es mir geht. Das sollte eigentlich niemand mitbekommen, ich nehme es als mein persönliches Versagen wahr, wenn das jemand merkt.



Es ist absurd: Ich weiß, dass ich als Einziges meiner Geschwister gezielt gezeugt wurde, als absolutes Wunschkind. Und ich nahm mich seit früher Kindheit als "Mißgeburt" wahr, als jemand, der eigentlich gar nicht da sein sollte.

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