Mittwoch, 11. Februar 2015
Rechte unter Israelfahnen?
Am 09.02. demonstrierten in Braunschweig etwa 40 Bragida-Anhänger und 1500 GegendemonstrantInnen. Dem rechten Pack wurde kein Spielraum gegeben, und die Demosprechchöre von unserer Seite waren angemessen und witzig (z.B. als Antwort auf "Wir sind das Volk!" "Nöööö, seid ihr niiiicht!" und "Hooligans sind keine Fußballfans!"). Insgesamt wurde von einem breiten Bündnis die Ablehnung von Rassismus demonstriert, die Bragidisten drangen nicht durch. Was mir an denen aber auffiel: Sie demonstrierten nicht nur unter Deutschlandflaggen, sondern auch mit einer Israelfahne. Nun weiß ich, dass bei denen etliche Neonazis aus dem Spektrum der "freien Kameradschaften" dabei sind. Sind die so dreist, eine Israelfahne zu instrumentalisieren, um "Antiilamismus" zum Ausdruck zu bringen? Oder sind Antideutsche inzwischen so verstrahlt, dass sie mit denen gemeinsame Sache machen?

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German Defence League?

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ich kann mich auch noch sehr gut an die israelfahne im pi-header erinnern. der feind meines feindes...

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Das ist trotzdem nochmal was Anderes. PI waren wirklich mal mit ADs verbündet, so weit reichte Broders Achse damals. Aber das hier waren keine PiPis, sondern harte Neonazis der Stahlkappenstiefelfraktion.

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wie wärs dann mit "noch bekloppter als eh schon"? darf man ja bei aller diskursbeladenen analyse als erklärungsansatz auch nicht völlig ausschließen.

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Der Wahnsinn ist eine Reise zur Hölle
Das Gehirn erkrankt und schwankt in immer neue Dimensionen - da, wo die bösen Mächte wohnen. Stammt zwar von Nina Unbehagen, ist aber auch Lady Shalimars Gesamtkommentar zu Pegida, Ukraine und IS.

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"Aber das hier waren keine PiPis, sondern harte Neonazis der Stahlkappenstiefelfraktion"

Naja, die HoGeSa-Demo hier in Köln wurde von PI ja auch schon verniedlicht bis abgefeiert. Vielleicht gibt es ja einen rechten Rand bei den PiPis, die sich selbst für lupenreine Nazi-Demos nicht zu schade sind.

Hab noch mal ein wenig gegoogelt und das hier gefunden:
https://egoteaist.wordpress.com/2014/12/23/pegida-ein-erfahrungsbericht/

Vielleicht waren es also Antideutsche mit der etwas unausgegorenen Idee, Pegida auf "rationale Islamkritiker" hin zu scannen oder einfach zu provozieren. Bei einer Nazidemo sicherlich auch mutig....

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Dann hätten sie sogar meinen Respekt. Bragida in Braunschweig ist aber noch etwas Anderes als Pegida. Da stecken Leute dahinter, die früher bei der FAP waren oder gewesen wären und z.T. als Freiwillige bei der Hoss in Kroatien gekämpft haben. Das sind also nicht einfach nur Rechte, sondern zum Teil mutmaßliche Mörder.

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Dieses "Stiftung Pegidatest" hat wohl in Dresden angefangen. In München stand auch einer mit Israelflagge dabei.
Vielleicht waren das Nachahmer in Braunschweig, vielleicht war denen nichtmal klar, was da für Typen sind.

Oder es sind doch die "Nationalen Sozialisten für Israel." Vielleicht waren die nur ein Hoax oder Störmanöver, vielleicht gabs die wirklich mal, vielleicht sogar immer noch. So genau weiss ich das nicht. Aber durch den "Ethnopluralismus" eines Benoiste u.ä. ist mittlerweile ja einiges vorstellbar.

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In der Tat. Dieser "Ethnopluralismus" ist auch Ideologie der Gesellschaft für Bedrohte Völker.

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@Entdinglichung: Die German Defence League und die Identitären sind definitiv dabei.

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NaSoFI
Es gab vor einigen Jahren mal eine kurzlebige, aber umso skurrilere Erscheinung namens "Nationale Sozialisten für Israel", aus der niemand so recht schlau wurde. Kulla hat das dankenswerterweise festgehalten:
http://www.classless.org/2008/05/16/israelsolidaritat-bizarr/

Und die "Realschullehrerfraktion mit den Beulenanzügen" (HATE Mag) ist auf Pegida gar nicht schlecht zu sprechen:
http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/20150103pegida.html

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Danke für diese Links!


Der Beitrag von Kulla ist recht erhellend, der Bahamas-Artikel hat auch einigen Erklärungswert, wäre da nicht der Riesensplitter, den diese antideutsche Fraktion immer im Auge hat.

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Inwiefern ist der Beitrag erhellend?

Nicht genaues weiss mensch nicht. So weit bin ich mit ner halben Stunde googeln auch gekommen. ;-)

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Zu NASOFI gibt es kaum etwas jüngeres zu googeln als von 2008. Aber das heisst natürlich nicht, dass es entsprechendes Gedankengut nicht mehr gibt. Da muss mensch natürlich bei den Rechten selbst gucken. Ich will hier keine Nazi-Seiten verlinken, aber wens interessiert: mal Detlef Nolde und NASOFI googeln.

Die Idee ist, das die Haltung zu Israel die Rechte spaltet in Nationalisten wie Pro-Deutschland, DVU, Republikaner und vielleicht AfD und Nazis wie die NPD oä.

Deshalb ist es bei einer Demo, die laut che doch ziemlich harte Naziknochen umfasste vielleicht wahrscheinlicher, dass es szeneinterne Versuche waren, diese Spaltung aufzuweichen. Pegida bietet sich dafür ja an, weil gedacht als Sammelbecken für ein breites rechtes Bündnis. Also so ein Signal in Richtung AfD und Pro: "hallo, wir sind nicht nur die ganz krassen Nazis, kommt doch, schliesst euch uns an."

Erscheint mir dann doch wahrscheinlicher als ein paar wagemutige szenefremde Antideutsche, die wahrscheinlich ziemlich schnell gemacht worden wären.

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@"Inwiefern ist der Beitrag erhellend?

Nicht genaues weiss mensch nicht. So weit bin ich mit ner halben Stunde googeln auch gekommen. ;-)" ---- Ich erfuhr dadurch Dinge, die ich noch nicht wusste. Die Zeit, eine halbe Stunde nach Informationen zu googeln hätte ich nicht. Ich habe eine 50-Stunden-Arbeitswoche als selbstständiger Unternehmer und arbeite mitunter die Wochenenden durch.

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und ich hatte nasofi seinerzeit als diskordianisches popcornkino verortet...

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..findet man in Frankfurt
"n der Tat hatte ein nach eigener Aussage islamophober israelischer PEGIDA-Demonstrant gestern in einer Mischung aus Englisch, Deutsch und Hebräisch auf Seiten von PEGIDA in Mikrophon gebrüllt: PEGIDA, das seien keine Nazis, sondern Patrioten und sich dabei als stolzer Deutscher bezeichnet (“we are Germans! – Israel is with Germany, we respect you, we love you, we are with you!“). Die Nazis seien die Antifa und alle PEGIDA-Gegner
https://www.youtube.com/watch?v=90jcFnRYQRw

Zu den “Patrioten” zählen für den verwirrten deutsch-israelischen PPEGIDA-Fanatiker und für Heidi Mund offenbar auch Stefan Jagsch (NPD Hessen) und Kai König (Nationale Sozialisten Rhein-Main), die sich während der Reden von Mund und ihrem israelischen Sympathisanten, Rotem Avituv, direkt neben ihnen befanden. Nazi oder Israeli – ganz egal, Hauptsache gegen den Islam."

ANK: https://antinazi.wordpress.com/2015/01/27/heidi-mund-erkennt-nazis-noch-nicht-einmal-wenn-sie-neben-ihr-stehen/

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Heftigst! Schade, dass diese Verirrten sich nicht dazu bringen lassen, für ihr Klasseninteresse zu kämpfen....wenn dieses denn im Gegensatz zur herrschenden Klasse steht.

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