Montag, 1. Januar 2018
Heia Safari! Oder die Integrationskraft der Kisuaheli-Nation
Mein Neffe ist von einer Safari durch Ruanda, Burundi, Uganda, Kenya und Tansania zurück. Zurückkommend auf eine Diskussion auf diesem Blog, in der ich kritisierte, dass ohne nähere Kenntnis der politökonomischen Verhältnisse dort afrikanische Gesellschaften von Deutschen sehr oft pauschalisierend als Stammes- oder Klangesellschaften bezeichnet würden


https://che2001.blogger.de/STORIES/2667020/

habe ich ihn gefragt, ob denn in diesen Ländern von so etwas wie Nationalbewusstsein oder Identifikation mit dem Staat oder der Kulturnation über Stammensgrenzen hinaus die Rede sein könnte. Die Antwort war interessant: So etwas gäbe es genau in einem dieser Länder, nämlich in Tansania, wo man ausgesprochen stolz darauf sein, dass 120 Stämme konfliktfrei zusammenleben würden, und es gäbe ein gemeinsames Nationalgefühl, dass mit der Sprache Kisuaheli zusammenhinge. Die Kisuaheli-Kultur, hervorgegangen aus einer Verbindung arabischer Kaufleute, iranischer Exilanten und einheimischer Bantustämme hat eine Kontinuität, die etwa auf das Jahr 1000 zurückgeht.

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