Donnerstag, 17. Februar 2022
Was bleibt, wenn die Pandemie vorbei ist?
Werden sich die Spardenker und Verschwörologen ein neues Thema suchen oder die aktuellen Friktionen sich beruhigen? Die eigentlichen gesellschaftlichen Widersprüche liegen ja woanders.

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Die Antidemokraten suchen sich garantiert ein neues Thema und werden versuchen, die Spar- und Nichtdenker wie auch die Verschwörologen mit sich zu ziehen.

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Ich glaube nicht, daß ein neues Thema gefun­den werden muß, weil es schnel­ler von selbst kommt als das Geden­ken an Milli­onen von Impf­toten ver­blaßt.

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Die Frage ist, ob die krude Mischung aus Rechtsradikalen, Esoterikern, Spar- und Leerdenkern, Anti-Schulmedizinern, Gentechgegnern und Verschwörologen zusammenwächst oder wieder auseinanderdividiert.

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Erstmal abwarten, bis kein Geimpfter mehr eine Maske tragen muß. Die Impfgegner könnten dann sehr schnell merken, das sie ihren wichtigsten Schutz vor einer Infektion verlieren - und daß gerade ihretwegen die Impfpflicht eben nicht kommt...

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Da hätte ich jetzt ein besonderes Gustostückerl an unverhohlener Lust an der Impfpflicht für Dich.
Vielleicht kennst Du Herrn Rainer ja schon.
Club 3 mit BioNTech-Co-Founder: ?Impfpflicht? Man muss neu überlegen?
https://www.youtube.com/watch?v=-9s-1i0fo6Q

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Eine sehr vernünftige Diskussion.

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fritz_, 10.01.2022 22:21
Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken gemacht, was ihr nach Coroner machen wollt? Wenn die große Leere ins Leben tritt?

Wenn die Feindbilder, die Rudel, die Kleinbürgerwut einen neuen Aufhänger brauchen? Wird schwer, aber wird schon.

fritz_, 11.01.2022 11:48
Da fragt man das offensichtliche, "Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken gemacht, was ihr ohne Coroner machen wollt?", und die direkte Antwort ist, immer weiterschwafeln ohne Punkt und Komma, "in olpe die 98% bei den erwachsenen zu 2%"

Keine Sekunde innehalten, keine Sekunde den Schwafelflash abstellen, die Leere muss mit Stroh gestopft werden. Ihr seid so scheiße lost.


https://zahlwort.blogger.de/stories/2826675/#2836517

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Das lässt meine Teflonhaut abperlen. ICH beschäftige mich normalerweise mit anderen Dingen. Die Covidioten-Problematik bearbeite ich nur, weil sie nun einmal in mein Leben getreten ist. An und für sich sind hier politische Theorie, Flucht- und Asylthemen, soziale Ungerechtigkeit, Klassenkämpfe, ökonomische Hypes, Geschichte, Astrophysik, gutes Essen und Bergsteigerthemen die wesentlichen Inhalte.

Und meine Begleitung befreundeter BloggerInnen wie Bersarin oder Netbitch.

Mit Kleinwürgerblut kann ich auch nicht dienen, da bevorzuge ich immer noch meine Mischung aus proletarischem Klassenhass und akademischer Arroganz;-)

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Bei mir ist leider in letzter Zeit nicht mehr sehr viel zu begleiten, hoffe aber, dass da noch bessere Zeiten kommen. Insgesamt sehne ich mich nach den großen politischen Debatten in der Bloggosphäre zurück. Es gibt ja nun leider keine Acht-Seiten-Tweets.

Hach, was waren das für Zeiten! Erst das Zerlegen unkoscherer Geschäftsmodelle bei Dotcomtod, dann die großen Diskussionsschlachten mit den Liberalen und Neokonservativen. Heute schon Blogarchäologie.

Und solche Knalldeppenkommentare wie da oben taugen als Aufreger nicht mehr.

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Dass Du wieder dazu kommst, geistreiches auf Deinem Blog zu schreiben ersehne ich geradezu, und ich denke, dass es Bersarin, Arboretum, Avantgarde und Are genauso geht.

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Dem stimme ich mit aller Schärfe zu!

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Dem stimme ich ebenfalls zu. Besser wird es ja nur, wenn die guten Leute mitmachen und wir nicht das Feld jenen Arschlatzen überlassen.

Aber die Zeit der langen Debatten in der Bloggosphäre ist vermutlich in der Tat vorbei. Die Diskussionen haben sich zu Twitter verlagert und da ist - leider - jeder irgendwie sein eigener Kurzblog mit irgendwie 140 Zeichen pro Text.

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Womit halt nur wenige Leute wirklich Geistreiches produzieren. Nicht jeder ist ein Lichtenberg.

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Dito! Lange Debatten gibt es wohl noch in anderen Welten, bei Instagram oder Telegram. Aber die sind zum Teil so, na, das wollt Ihr gar nicht wissen....

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280 Zeichen.

Twitter taugt nicht für gewinnbringende Auseinandersetzung. Mit dieser 280-Zeichenbegrenzung kommen nur Parolenbrüller und Geisteswissenschaftler zurecht, die nach dem Pawlowschen Reiz-Reaktion-Schema funktionieren. Die Medienzensur tut ihr Übriges. Die sorgt nämlich nicht dafür, daß die Parolenbrüller der einen Partei Ruhe geben, weil die Parolenbrüller der anderen Partei wegzensiert wurden, sondern für allgemeine Verödung, weil Parolenbrüller unter sich nur wenig zu sagen haben.

Wir brauchen Blogs, die nicht nur erlauben, Graphiken und Diagramme einzubinden sondern auch chemische und mathematische Gleichungen, ausführliche Erörterungen mit Literaturverzeichnis, Überschriften, Tabellen und was man sonst so braucht.

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und den Spamfilter bei wordpress hätte ich auch gerne abgeschossen. Man sollte die Diskussion fördern und nicht behindern. Man sorgt für schlechte Kommentare, indem man z.B. die Anzahl der Links pro Kommentar begrenzt und im HTML-Text von Kommentaren ein Zeichen setzt, damit sie nicht in Suchmaschinen indiziert werden.

Und Klorollen-Struktur ist besser als Baum-Struktur.

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Videos finde ich auch furchtbar. Das ist das einzige, was man bei Twitter bequem handeln kann. Videos sind die Pest. Heutzutage hat man sich sorgfältige Dokumentation von Software abgewöhnt und sie durch stundenlange Webinare ersetzt, die wohl Analphabeten nicht ausschließen sollen.

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Fußnoten hingegen brauchen wir nicht. Das schränkt Geisteswissenschaftler ein. Die formulieren ja ihre Abwandlungen gewöhnlich zweidimensional. Hierzu verwenden sie massenhaft seitenlange Fußnoten. Eine echte Zumutung für die Leser.

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Twitter bietet die Möglichkeit des Blockierens, also einer symbolischen Vernichtung des Andersdenkenden. Logisch dass sowas Fanatiker und Spinner anzieht.

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Eine echte Zumutung sind mal wieder die Ressentiments des Sozis.

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Vor allem zeigen dessen Beiträge, wie wichtig es am Ende ist, manche Leute vor sich selbst zu schützen und ihre Kommentare zu moderieren oder eben all die Punkte aufzuzeigen, wo sie falsch liegen oder wie der sozi Fake News produzieren. Ein Reigen an Pauschalisierungen. Und zu jedem Beispiel lassen sich 20 Gegenbeispiele finden, daß es genau so wie behauptet nicht ist. Anstatt, daß in einer Kritik der sozialen Medien genau hingeschaut und differenziert wird, reiht der sozi eine dogmatische Setzung an die andere. Warum das alles so ist, wie da in einem Reigen an Behauptungen ins Feld gerülpst wird, weiß kein Mensch. Daß etwa in einer wissenschaftlichen Arbeit Form und Inhalt sich bedingen und Fußnoten ein Teil des operativen Vorgehens sein können (und sogar exzessiv genutzt werden können) oder daß in Fußnoten Referenzierungen stehen, die den laufenden Text schwerer lesbar machen und insofern am Ende der Seite einen besseren Ort haben, all das kann dem sozi nicht einleuchten. Das verhindert die dogmatische Setzung von halbgaren Thesen.

Und die wenigen Ansätze, die darin stecken, werden durch jenes Ressentiment wieder eingerissen. Das ist wie mit den Nachdenkseiten und bei Ken Jebsen: Form, Darbietung und Rhetorik ruinieren am Ende die Inhalte und Kritik wird zur Kasperbude.

Du kannst nur froh sein, daß che mit Dir solch eine Geduld hat.

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Mit Literaturnachweisen in Fußnoten könnte ich mich ja noch anfreunden, obwohl ich meine, daß STEM-Arbeiten das besser machen (Literaturverzeichnis im Anhang, deren Einträge Schlüssel haben und im Text referenziert werden, etwa so: [KluErh1982]). Hier geht es um Fußnoten über mehrere Seiten und das gleich an zahlreichen Stellen.

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Alles das ist leider kein sinnvolles Kriterium. Weil Du persönlich etwas so siehst, heißt das nicht, daß die Sache so ist. Du verabsolutierst, wie leider fast immer, Deinen Privatmaßstab. Und warum sollte das, was Du für Dich privat so siehst, für andere Verbindlichkeit beanspruchen?

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Wissenschaftliche Methodiken und ihre Interpretation
Weder sind lange Fußnoten ein Spezifikum der Geisteswissenschaften, noch sind letztere, wie der Sozi behauptet, autoritär oder hierarchisch strukturiert.

Bislang war der Vorwurf von VertreterInnen angewandter Wissenschaften (leider ist applied sciences nicht wörtlich übersetzbar) an Diskursen der Geisteswissenschaften ja eher, dass diese wischwaschi bzw. unexakt und beliebig seien und umgekehrt der Vorwurf von Geistes/SozialwissenschaftlerInnen gegen ihre KritkerInnen aus stark positivistischen Naturwissenschaften, diese betrieben einen objektivistischen, jede subjektive Perspektive ausblendenden Reduktionismus.



Der Gebrauch von Fußnoten ergibt sich aus Aufbau und Gegenstand der Forschungsarbeit. Arbeite ich empirisch, und da ist es egal, ob es um ein physikalisches Experiment, eine biologische Laboruntersuchung, eine archäologische Ausgrabung, eine soziologische Fallstudie, eine psychologische Panelanalyse oder um alltagshistorische Zeitzeugeninterviews geht stehen Studienaufbau und Resultate im Mittelpunkt.

Werte ich hingegen schriftliche Quellen aus, die aus einer Zeit stammen, aus der niemand mehr lebt oder versuche ich eine Integration neu gewonnener Forschungsergebnisse zu Themen der Geschichte oder Physik oder Biologie oder Theologie, so kommt man ohne umfangreichste Zitate, Querverweise und somit Fußnoten nicht aus. Ganz zu schweigen von der Rechtswissenschaft

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Meine eigene Dissertation befasste sich mit der Entwicklung einer bestimmten Schule der Humangenetik über mehrere Generationen und deren Verwicklung in die Politik. Das war einerseits ein Buch über Bücher, andererseits eine Auseinandersetzung mit dem gesamten Forschungsstand zu diesem Thema. Das bedeutete Tausende von Fußnoten, auch über mehrere Seiten hinweg. Weggefährten lobten meine Zitationsweise als eleganten Stil. Na, zumindest habe ich Textbezüge auf Aussagen in Fußnoten vermieden;-).


Vom klassischen positivistischen Empirismus weit entfernt sind etwa die Populationsgenetik oder die Quanten- und Astrophysik, die zwar auch mit beobachtbaren Fakten und mathematischen Formeln zu tun haben, deren Überlegungen und Diskussionen aber ebenso sehr in den Bereich des multipel Interpretierbaren gehen wie etwa die Geschichtsforschung, die Sprachwissenschaft oder die Musiktheorie (Einstein hätte gesagt, das gehöre ja auch zusammen).


Ich habe noch keine Arbeit in Architektur, E-Technik oder Informatik gelesen, mag sein, dass man da ohne Fußnoten auskommt.


Die antigeisteswissenschaftlichen Sich-auf-objektive-Realitäten-Berufer dürften mit der Welt zwischen Heisenberg, Bell, Rosen, Podolsky und Hawking wenig bis gar nüscht anfangen können.

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