Dienstag, 6. März 2018
Kurdische Initiative zum Frauenkampftag
Liebe Mitstreiter_innen,

am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, laden wir euch zu
unserem nächsten monatlichen Infoabend in die Rote Zone ein.

An diesem Abend haben wir den kurdischen Frauenrat Ronahi und die
feministische Kampagne "Gemeinsam Kämpfen" eingeladen, um mit ihnen und
euch über die Errungenschaften der kurdischen Frauen*bewegung und die
dringend notwendigen internationalistischen Kämpfe in Rojava und hier zu
diskutieren.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im UJZ Korn (Kornstr. 28-32). Ab 19
Uhr öffnen wir die Türen zum Kneipenbetrieb.

Den gesamten Ankündigungstext findet ihr auf
http://interventionistische-linke.org/termin/rote-zone-maerz2018 und bei
Facebook: https://www.facebook.com/events/1470994576346219/

Außerdem wird es an diesem Tag eine feministische Demo unter dem Motto
"Reclaim Feminism!" in Hannover geben. Die Demo startet um 17:00 Uhr auf
dem Bahnhofsvorplatz.

Für alle, die in regelmäßigen Abständen von uns auf dem Laufenden
gehalten werden wollen, gibt es einen Newsletter. Ihr könnt eure
Mailadresse auf www.is.gd/newsletter_hannover eintragen.

Solidarische Grüße!
--
Interventionistische Linke (iL) Hannover
Kornstr. 28-32 | 30167 Hannover

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Die Türkei auf dem Weg in die Diktatur
Hier noch einmal eine Erinnerung an die Veranstaltung des
Flüchtlingsrats in Kooperation mit Amnesty International an diesem
Freitag. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und hoffen auf viele
Diskussionsbeiträge aus dem Publikum!
Herzliche Grüße,
Sascha Schießl


09.03.2018 | 19:00 - 21:00 Uhr | Kulturzentrum Pavillon Hannover


*Auf dem Weg in die Diktatur? Verfolgung und
Menschenrechtsverletzungen in der Türkei*


Eine Veranstaltung des Flüchtlingsrats Niedersachsen e.V. in
Kooperation mit Amnesty International

Es diskutieren:

*Herbert Schmalstieg*
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover a.D.:
Zur Verfolgung der Kurd_innen

*Dündar Kelloğlu*
Vorstandsmitglied Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.:
Zur Verfolgung der Gülen-Anhänger_innen

*Prof. Gazi Çağlar*
Professor für Soziale Arbeit:
Zur Verfolgung von Akademiker_innen und Intellektuellen

*Martin Roger*
Amnesty International
Zur Verfolgung von Journalist_innen und Menschenrechtsverteidiger_innen

*Claire Deery*
Vorstandsvorsitzende Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.:
Moderation


/Die türkische Armee führt gegenwärtig mit deutschen Panzern Krieg gegen
die von den USA mit Waffen unterstützten kurdischen Milizen in Syrien
und treibt Tausende von Menschen in die Flucht. Gleichzeitig setzt
Europa alles daran, die Grenzen für Flüchtlinge zu schließen.
In der Folge eines gescheiterten Militärputsches am 15./16. Juli 2016
verhängte die Türkei den Ausnahmezustand und setzte die Grundrechte
faktisch außer Kraft. Seither kommt es zu Massenverhaftungen und
Massenentlassungen: Mehr als 150.000 Staatsangestellte in der Armee,
Polizei, Justiz und im Bildungswesen sind davon bislang betroffen./


Präsident Erdogan und die regierende AKP nutzen den Ausnahmezustand, um
vermeintliche Oppositionelle als angebliche „Terroristen“ oder
„Unterstützer_innen des Putsches“ zu verfolgen und politisch
kaltzustellen. Verdächtige kommen für un- definierte Zeit präventiv
unter unzumutbaren Bedingungen in Untersuchungshaft.
Menschenrechtler_innen, Studierende, Medienschaffende,
HDP-Parlamentarier_innen und Bürgermeister, Gewerkschafter_innen und
politisch aktive Kurd_innen werden verhört und inhaftiert. Auch
Angehörige der Gülen-Bewegung geraten als angebliche „Putschisten“ in
den Fokus der türkischen Verfolgungsbehörden und werden zu Tausenden als
„Staatsfeinde“ inhaftiert.
In weiten kurdischen Gebieten im Südosten der Türkei ist der
Kurdenkonflikt bereits 2015 wieder aufgeflammt und teilweise in einen
offenen Bürgerkrieg umgeschlagen. 2016 hat die türkische Armee viele
kurdische Städte belagert und teilweise zerstört, Hunderttausende wurden
aus ihren Wohngebieten vertrieben.
Mittlerweile steigt die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei nach
Deutschland fliehen und hier einen Asylantrag stellen. Im Jahr 2017
flohen über 8.000 Menschen aus der Türkei nach Deutschland und
beantragten Asyl. Trotz der grassierenden politischen Verfolgung und
zahlreichen Menschenrechtsverletzungen hält die Bundesregierung
weiterhin an ihrem Diktum fest, die Türkei sei ein „sicheres Drittland“
für Flüchtlinge.

Wie stellt sich die aktuelle Lage in der Türkei derzeit dar? Welche
Forderungen sind an die Bundesregierung und die EU zu richten? Was
können wir tun, um die in der Türkei verfolgten und inhaftierten
Menschen zu unterstützen? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam
diskutieren.

Links:
https://www.nds-fluerat.org/veranstaltungen/auf-dem-weg-in-die-diktatur-verfolgung-und-menschenrechtsverletzungen-in-der-tuerkei/

Facebook: https://www.facebook.com/events/157856478331661/

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