Donnerstag, 2. Mai 2019
Gegen Desinformation im Europa-Wahlkampf
Ein Foto mit einem Schiff voller Leute, aus dem die Menschen schon fast herausfallen, hat sich wie ein Lauffeuer in ganz Europa verbreitet. Es war dazu gedacht, den EuropäerInnen Angst einzuflößen und sollte ihnen weismachen, dass ihre Küsten mit Migranten ‚überflutet‘ werden. Es gibt da nur ein Problem: die Geschichte ist total falsch.

Extremisten machen sich unsere Social-Media-Feeds zunutze, um uns zu manipulieren und gegeneinander aufzubringen. In den nächsten Wochen planen sie auf diese Weise die Europawahlen massiv zu beeinträchtigen!

Europa könnte das Ziel perfider Desinformationskampagnen werden, die darauf ausgelegt sind, es von innen heraus zu zerstören. Wenn wir nichts dagegen tun, könnten wir den Anfang vom Ende der EU miterleben. Also müssen wir uns wehren!

Wir bringen einige der besten Köpfe Europas zusammen, um diese Gefahr besser zu verstehen und zu bekämpfen. D

Das Europa, das wir kennen, ist in Gefahr -- und die bevorstehenden Europawahlen könnten ein entscheidender Moment sein, in dem entweder die Extremisten gewinnen oder wir sie Kraft unserer Gemeinschaft aufhalten.

Diejenigen, die Falschinformationen und Hass verbreiten, sind wenige. Wir sind Millionen. Nehmen wir den Kampf auf und verteidigen wir ein Europa, das frei von Krieg, Spaltung und Hetze ist. Überlassen wir die Zukunft unseres Kontinents nicht ein paar Extremisten, die all dies zerstören wollen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Muriel, Pascal, Martyna, Martin, Patricia, Luca, Anneke, Christoph und das ganze Team von Avaaz

Weitere Informationen:

Avaaz’s Fake-Watch.eu
https://secure.avaaz.org/campaign/de/disinfo_form/

Wie gefährlich ist rechte Desinformation im Netz?
https://www.tagesspiegel.de/politik/migrationspakt-europawahl-wie-gefaehrlich-ist-rechte-desinformation-im-netz/24218478.html

Systematische Desinformation auch vor der Bundestagswahl 2017 (Süddeutsche Zeitung)
https://www.sueddeutsche.de/politik/facebook-fake-news-falschinformationen-europawahl-1.4420033-2

Neuer Desinformationstrend vor den EU-Wahlen aufgetaucht (Radio FM4 ORF)
https://fm4.orf.at/stories/2978418/

Weitere Informationen auf Englisch:

How fake images spread racist stereotypes about migrants across the global (Observer)
https://observers.france24.com/en/20180105-fake-images-racist-stereotypes-migrants

Under far-right pressure, Europe retreats from migration pact (Politico)
https://www.politico.eu/article/migration-un-viktor-orban-sebastian-kurz-far-right-pressure-europe-retreats-from-pact/

Belgium's government loses majority over UN migration pact (Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2018/dec/09/belgium-government-loses-majority-over-un-migration-pact

How the UN migration pact got trolled (Politico)
https://www.politico.eu/article/united-nations-migration-pact-how-got-trolled/

Image: Albanian refugees arriving in Italy, 1991
https://rarehistoricalphotos.com/albanian-refugees-italy-1991/

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Avaaz gegen Fakenews auf Facebook
Liebe Avaazerinnen und Avaazer in Deutschland,

Kanzlerin Merkel hoffe auf 12 Millionen Flüchtlinge, Renate Künast finde Kindesmissbrauch in Ordnung und die Schulstreiks für Klimaschutz seien zentral gesteuert...

In Deutschland werden WhatsApp Chats und andere soziale Netzwerke mit solchen Nachrichten geflutet. Und sie alle haben etwas Gemeinsam: Sie sind völlig falsch!

Und das ist wahrscheinlich nur der Anfang: Brasiliens neu gewählter Präsident der extremen Rechten ließ auf WhatsApp HUNDERTE MILLIONEN Nachrichten verbreiten -- mithilfe von falschen Profilen. Diese Strategie hat ihm geholfen, die Wahl zu gewinnen. Und jetzt haben es die extremen Rechten auf die Europawahlen abgesehen!

WhatsApp sagt: Wenn niemand über die Existenz von Falschnachrichten rapportiert, können sie auch nichts dagegen tun. Doch es gibt eine Million AvaazerInnen in Deutschland und viele von uns nutzen WhatsApp. Wenn wir alle jetzt damit beginnen, verdächtige Nachrichten umgehend zu melden, können wir die größte WhatsApp-Beobachtung ins Leben rufen -- rechtzeitig vor den EU-Wahlen.

Wenn Sie eine Nachricht sehen oder gesehen haben, die seltsam oder rassistisch ist, die zu Gewalt aufruft oder wahrscheinlich falsch ist -- leiten Sie dieses umgehend an 015735992265 weiter -- nachdem Sie diese Nummer auf Ihrem Mobiltelefon gespeichert haben. Oder klicken Sie auf den grünen Knopf in dieser E-Mail, um WhatsApp direkt zu öffnen:


WhatsApp verbietet das Senden von Nachrichten, die Hass schüren, einschüchtern oder beleidigend sind - aus rassischer oder ethnischer Sicht. WhatsApp will die Verbreitung von Desinformation und Lügen stoppen, aber wenn niemand über deren Existenz informiert, kann WhatsApp die Regeln nicht durchsetzen.

Auf den sozialen Medien werden extreme Nachrichten verbreitet, um uns Angst einzujagen, uns wütend zu machen und uns gegeneinander aufzuhetzen. Die kommenden EU-Wahlen könnten ein entscheidender Moment sein: Lassen wir solche Taktiken zu - oder wehren wir uns, um unsere Demokratien zu schützen?!

Schließen Sie sich den WhatsApp-BeobachterInnen an! Wenn Sie in den letzten Wochen eine verdächtige Nachricht, ein Foto oder Video gesehen haben, das Hass oder Gewalt schürt, Angst oder Misstrauen erregt -- oder das Sie für potenziell falsch oder absichtlich betrügerisch halten -- dann tun Sie Folgendes:

Klicken Sie auf den Knopf unten
Speichern Sie die Nummer 015735992265 in Ihren Kontakten als “Avaaz WhatsApp-Beobachtung"
Leiten Sie uns die verdächtige Nachricht weiter


Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf: Leiten Sie verdächtige Nachrichten einfach weiter. Das Avaaz-Team wird diese kontinuierlich lesen und die eingehenden Tipps - zusammen mit Faktenprüfern und Partnern - untersuchen. Alles mit dem Ziel, Falschnachrichten aufzudecken, darüber zu berichten und sicherzustellen, dass WhatsApp Maßnahmen ergreift.

Wenn Sie auf anderen Plattformen (z.B. Facebook oder Instagram) verdächtige Nachrichten sehen, können Sie uns auch diese Links (oder Screenshots) an die Nummer 015735992265 schicken.

Nachdem 40.000 von uns gespendet haben, stellte Avaaz ein Team von über 60 Analysten, Forscherinnen, Journalisten und Aktivistinnen zusammen, um Desinformation und Hassbotschaften in sozialen Netzwerken aufzuspüren und zu bekämpfen. Darüber wurde bereits viel in den Medien berichtet und die Plattformen stehen unter großem Druck. Wenn sich jetzt Tausende von uns zusammenschließen, können wir unsere Demokratien verteidigen.

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Mittwoch, 1. Mai 2019
One solution - revolution!
Das war heute neben "alerta, alerta antifaschista!" mal wieder die meistgerufene Parole auf der Maidemo, wie seit 15 Jahren so üblich. Vertreten war ein breites Bündnis, unter anderem auch Gelbwesten und Friday for Future. Bemerkenswert fand ich einen Redebeitrag zweier junger Frauen, vielleicht noch keine 20, beides Azubinen, die forderten die linke Bewegung dürfe sich nicht spalten lassen, Klassenkampf, Feminismus, Antirassismus und Klimaschutz, das ginge nur miteinander verbunden, auch Feminismus ohne Klassenbezug und Rückkopplung zu sozialen Kämpfen und Betriebsarbeit sei völlig sinnlos. Na ja, sind ja auch keine studierenden Höheren Töchter sondern Malocherinnen. Der Großteil der hiesigen Autonomen und Antifas ist in der IGM oder ver.di organisiert und dermaßen was von traditionell klassenbewusst - als würde es die Berliner, Leipziger und Freiburger Blasenwelten gar nicht geben.


Gibt es hier ja auch nicht.









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Dienstag, 30. April 2019
Ikarus in Hannover
im Februar hat bei uns das arabische Theaterstück „Um Himmels Willen, Ikarus“ die Deutschlandpremiere gefeiert. Allerdings durften zwei der ägyptischen Theaterschaffenden wegen Visaproblemen nicht einreisen. Deshalb wurde eine veränderte Fassung des Stücks gespielt.

Nun hat das ägyptische Theaterteam erneut die tolle Möglichkeit, in der originalen Besetzung in Hannover im Pavillon zu spielen.


Das Stück wird auf Arabisch mit deutscher Übersetzung gespielt und behandelt Themen, die auch für Menschen mit Fluchthintergrund besonders interessant sein können.

Um Himmels Willen, Ikarus! "إيكاروس"

Ahmed Ezzat Elalfy in Kooperation mit theaterwerkstatt hannover



Di / 14.05. / 19:30 Uhr

Mi / 15.05. / 11:00 Uhr (für Gruppen)

360° Theater – die einmalige Erfolgsgeschichte eines mehrfach ausgezeichneten Stückes, das jetzt von ägyptischen Kollegen aufgeführt wird. Ein Projekt im Rahmen von „Szenenwechsel“ – einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theater Instituts (ITI):

Das Stück erzählt den Mythos als Vater und Sohn Geschichte. Der Sohn will vom Vater nicht nur wissen, wo es langgeht, sondern fordert auch Antworten. `Wer hat uns hier eingesperrt?` und: `Warum hast du das Labyrinth gebaut?`. Mit einer Feder bringt Ikarus seinen Vater auf eine glorreiche Idee: So erheben sich beide mit Flügeln in die Lüfte der Freiheit! – Aber auch der Sonne entgegen ...
www.theaterwerkstatt-hannover.de
VVK 13 € · AK 16/10 €

Hannover Aktivpass: 0 €

Ermäßigung für Gruppen nach Absprache im Theater



Weitere Infos hier: https://pavillon-hannover.de/programm/veranstaltung/?nr=36832

Facebook: https://www.facebook.com/events/617090672140952/

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Comedy, die niemand braucht
Zunehmend genervt höre ich morgens im NDR-Radio "Wir sind die Freeses". Gespräche, die in einer bildungsfernen, ach was, Hartprol-Familie ohne weiteres so ablaufen könnten, mit stark verzerrten Stimmen erzählt. Was soll das?

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Ein Europa für Alle - Deine Stimme gegen Nationalismus!
am 19. Mai in sieben Städten Deutschlands



Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus mehr als 60 Organisationen und Initiativen plant für den 19. Mai Großdemonstrationen in sieben Städten Deutschlands. Eine Woche vor der Europawahl wollen zehntausende Menschen unter dem Motto „Ein Europa für Alle - Deine Stimme gegen Nationalismus!“ für eine EU der Menschenrechte, Demokratie, sozialen Gerechtigkeit und des ökologischen Wandels auf die Straße gehen. Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine „Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union“, heißt es im Aufruf des Bündnisses. Denn Nationalisten und Rechtsextreme hoffen darauf, mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Alle sind gefragt, am 26. Mai wählen zu gehen und den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern.



Das Hannoversche Bündnis „Bunt statt Braun“ unterstützt den Aufruf und ruft dazu auf, an den geplanten Demonstrationen in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Köln, München und Stuttgart teilzunehmen. „Damit setzen wir ein Zeichen für ein offenes, tolerantes und demokratisches Europa. Uns eint der Wille, die Grundrechte unserer Verfassung zu schützen – und all diejenigen, denen sie abgesprochen werden“, erklärt Werner Preissner im Namen des Bündnisses.



Zeitgleich werden in mehreren europäischen Ländern Demonstrationen zum selben Thema stattfinden. Mit Demonstrationen und begleitender Kampagnen-Arbeit werben wir gemeinsam dafür, am 26. Mai bei der Europawahl wählen zu gehen. Dieses Mal geht es um alles: Wir wollen dem Nationalismus und Rassismus entgegentreten - für ein demokratisches, friedliches, solidarisches und nachhaltiges Europa!

Alle Bürger*innen in der Region Hannover laden wir ein, mit uns am 19. Mai zur Demonstration nach Hamburg zu fahren.


Treffpunkt: z.B. 9:15 Uhr am Hauptbahnhof Hannover, Gleis 3.

Der Regionalzug fährt um 9:40 Uhr, kommt um 12:04 Uhr an und ist mit dem Niedersachsenticket nutzbar.

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Samstag, 27. April 2019
Trump hat ein neues Feindbild
Japaner. Sie wollen partout keine amerikanischen Autos kaufen.

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Donnerstag, 25. April 2019
Veranstaltungen in Hannover am Wochenende
Am Wochenende finden in Hannover mehrere wichtige Veranstaltungen statt, an denen der Flüchtlingsrat Niedersachsen beteiligt ist. Der Flüchtlingsrat ruft zur Teilnahme an den beiden Demonstrationen am Freitag und Samstag auf und freut sich über zahlreiche Besucher_innen bei der Lesung am Samstagabend.

Freitag, 26. April, 16 Uhr
Aufstehen gegen Rassismus Hannover – Demonstration gegen die #noafd
Ort: Schünemannplatz in Hannover-Ricklingen
Die Veranstaltung bei Facebook.

Samstag, 27. April, 13 Uhr
Seebrücke – Niedersachsenweite Großdemo: Sichere Fluchtwege jetzt!
Ort: Ernst-August-Platz/Bahnhofsvorplatz Hannover
Die Veranstaltung bei Facebook.

Samstag, 27. April, 19:30 Uhr
Die Suchenden – Lesung mit Rodrigue Péguy Takou Ndie
Ort: Unter Einem Dach – Society Office „SO!“, Lilienstr. 16b Hinterhaus, Hannover
Die Veranstaltung bei Facebook.

Und außerdem am Samstagabend:

Samstag, 27. April, 21 Uhr
Jugend Rettet-Soliparty
Ort: Sturmglocke, Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, Hannover
Die Veranstaltung bei Facebook.

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Dienstag, 23. April 2019
Esskultur
Bei uns in der Straßen stehen relativ frisch gepflanzte Alleebäume, eigentlich nicht viel mehr als Schösslinge. Rund um diese sind Rasenrabatten angelegt, und zwei davon hat eine Nachbarin mit Blumen bepflanzt und dort Vogeltränken und ähnliches hingestellt, "Pocketparks", wie man das bei uns nennt. In einem dieser Pocketparks bemerkte sie nun, dass irgendjemand dort regelmäßig Toastbrot und Brotkrumen ablegte, zumindest lagen sie da, und auch wenn sie es entfernte fanden sich jedesmal wenige Tage später neue Toasts und Krumen. Nun fand sich des Rätsels Lösung: Eine Krähe kam mit einem Stück Toast im Schnabel angeflogen, tunkte dies ins Wasser der Vogeltränke und aß es dann auf. In der Nähe ist der Müllplatz von Aldi, aber der scheint als Ort zum Verzehren der Nahrungsabfälle nicht gemütlich genug zu sein. Gediegene Esskultur bei intelligenten Vögeln.

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Freitag, 19. April 2019
Alarm in den Rockies
David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelly, alles Weltklassebergsteiger und Bergkameraden zweier befreundeter Extrembergsteigerinnen, eine davon meine Führerin, sind im Baniff Nationalpark wahrscheinlich tödlich verunglückt, mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Lawine erwischt.

https://www.dw.com/de/weltklasse-bergsteiger-nach-lawine-vermisst/a-48396373

https://web.de/magazine/panorama/david-lama-hansjoerg-auer-jess-roskelly-lawinenabgang-gestorben-33666510

https://www.spiegel.de/reise/aktuell/david-lama-familie-aeussert-sich-zum-bergsteiger-unglueck-a-1263731.html

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Mittwoch, 17. April 2019
Konversionstherapie
Kürzlich ging durch die Medien dass Krankenkassen keine Kosten für sogenannte Konversionstherapien zur heterosexuellen Umpolung von Schwulen und Lesben übernehmen würden. Mein Vater war geschockt darüber dass es so etwas überhaupt gibt und meinte "Was soll der Blödsinn, schwul oder lesbisch sein ist doch keine Krankheit. Da meinen wohl ein paar Therapeuten im durchkapitalisierten Gesundheitsmarkt eine Nische gefunden zu haben."


Hat halt nie von Evangelikalen gehört, der alte Mann. Immerhin: Jemand, der noch eine nationalsozialistische Erziehung erlebt hat findet Homosexualität völlig normal. Beruhigend.


BTW ich meine ja wenn schon Umpolung dann sollte die nach dem Gesetz der Gleichbehandlung in beide Richtungen möglich sein, alle oder keiner, von Hetero nach Homo oder sonstwohin. Dass hieße dann Umschwulung;-)

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Echt italienisch: Spaghetti mit Zwiebackskrümeln
In meiner Kindheit gab es bei uns regelmäßig Spaghetti Napolitana mit Zwiebackskrümeln statt Parmesan, eine absolute Lieblingsspeise für uns Kinder. Unsere Mutter betonte stets dass dies ein echt italienisches Rezept sei. Die Krümel wurden hergestellt indem sie mit dem Nudelholz Zwiebäcke (nur Brandt Markenzwieback) zerkleinerte und diese dann in der Bratpfanne in zerlassener Butter anbriet. Die kamen dann anstelle von Parmesan auf die Nudeln. Abgeguckt hatte sie dies bei italienischen "Fremdarbeiterinnen", die sie im "Pflichtjahr", also beim Reichsarbeitsdienst, kennengelernt hatte und die auf diese Weise improvisierten, da es Parmesan damals in Deutschland nicht gab. Der kam bei ihr zeitliebens auch nie auf den Tisch, für sie war das das Originalrezept.

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Samstag, 13. April 2019
Nomen est Omen
Dass eine Boxweltmeisterin die heute nacht in Atlantic City den Fight ihres Lebens haben wird Christina Hammer heißt und ein Karate-Großmeister Mark Haubold finde ich im wahrsten Sinne des Wortes sehr treffend.

BTW

Und morgen boxe ich dann wieder.

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Frühjahrserwachen
Brrr, ist das kalt! Dabei war es letztes Wochenende schon so schön, und ich hatte bei sonnigem Wetter Spaziergänge durch die List und die Wendenmasch gemacht. Ich liebe ja Gründerzeit- und Jugendstilarchitektur.













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Sonntag, 7. April 2019
Smart Coal
Es ist schon seltsam: In den 0er Jahren schien Smart Coal das Big Issue zu sein, heute, wo die Energiewende viel angesagter ist als damals redet niemand mehr davon. Es gab schon ausgearbeitete Pläne wie Kohlekraftwerke "emissionsfrei" betrieben werden sollten, mit Auffangen des Rauchgases und Verflüssigung des CO2, das als Kohlensäure in unterirdischen Kavernen, hauptsächlich den abgebauten alten Steinkohle- und Eisenbergwerken deponiert oder in einem zweiten Schritte durch chemische Reaktion mit Asche und anderen Abfallstoffen in Karbonat verwandelt werden sollte. So sollte die Deckung des Energiebedarfs bis zur vollständigen Umstellung auf nichtfossile Energieträger, also für eine Übergangsperiode von vielleicht zwei, drei Jahrzehnten sichergestellt werden. Wie gesagt, das gesamte Thema ist completamente weg vom Fenster.

Natürlich wäre ein solcher Umbau mit gewaltigen staatlichen Investitionen und sehr großem Aufwand verbunden. Das war seinerzeit beim Atomprogramm kein Hinderungsgrund gewesen. Nur fällt dieses in die keynesianische Zeit mit ihrer formierten Gesellschaft, und heute haben wir Neoliberalismus. Dass Windenergieparks, die reinsten Vogel- und Insektenschredder die für nachhaltiges Artensterben sorgen und Solarenergieanlagen bevorzugt werden (es wäre auch andere Alternativen wie etwa Gezeitenkraftwerke denkbar) hat seinen Grund darin, dass sie privaten Investoren die Möglichkeit eröffnen hier ihr Geld anzulegen, im Falle der Fotovoltaik sogar extrem profitabel, da hier nicht nur Gewinn aus der Stromeinspeisung sondern extreme Steuerersparnis durch Abschreibung der Investition möglich ist.

Das steckt hinter der politisch korrekten, idyllisch-heimattümelnd-basisdemokratisch-handmade-lebensweltlichen Bevorzugung der kleinen Strukturen gegenüber der bösen harten Großtechnologie: Privater Profit von Mittelschichtlern oder jedenfalls Leuten die keine Kapitalgesellschaften sind verbunden mit einem guten Gewissen und dem Nimbus des ökologisch verträglichen Fortschritts. Die Grünen, eine Partei von Kleinkapitalisten.

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Freitag, 5. April 2019
Raus aus der NATO
Rein ins Vergnügen

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Montag, 1. April 2019
Netbitch ist wieder da
Ihr Blog funzt wieder nachdem längere Zeit ganz twoday platt war.

https://netbitch1.twoday.net/



Wobei es allerdings um dieses Blog lange schon ziemlich still geworden ist wenn ich daran denke was für schöne Dinge dort früher mal zu lesen waren:

https://netbitch1.twoday.net/stories/3181263/

https://netbitch1.twoday.net/stories/1687425/#169430

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Sonntag, 31. März 2019
Goldener Horst an den Landkreis Lüchow-Dannenberg
28.03.2019 - VON ROUVEN GROß
Hitzacker. Die Meldung überraschte im Herbst 2018: Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hatte ab dem Jahr 2012 mit den Flüchtlingen, um die er sich zu
kümmern hatte, rund 1,66 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet. Das Land Niedersachsen hatte dem Landkreis mehr Geld überwiesen, als er für
Unterkunft und Versorgung der Geflüchteten aufbringen musste - und dieses Geld verblieb als Einnahme im Kreishaushalt, der sich nicht zuletzt deswegen ausgeglichen präsentierte. Auf der jüngsten Kreistagssitzung in Hitzacker übergab nun die Initiative "Solidarische Provinz Wendland/Altmark" den
Kreistagsabgeordneten einen Forderungskatalog, was ihrer Ansicht nach mit dem Geld zu geschehen habe. Und die Kreistagsmitglieder samt Verwaltungsspitze bekamen von der Gruppe den "Goldenen Horst" verliehen.


Gebäck mit Seehofer-Konturen
Ein kleines, gold-gefärbtes Gebäckstück stellten Mitglieder der Initiative den Abgeordneten und der Verwaltung auf die Tische, ein Keks mit den Konturen
von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). "Unser Heimatminister wäre stolz auf Sie", betonte eine Rednerin während der Bürgerfragestunde, für die
die Kreistagssitzung unterbrochen worden war. Die Initiative kritisierte, dass das Geld, das eigentlich für die Betreuung von Geflüchteten vorgesehen war,
nun im allgemeinen Haushalt des Landkreises verplant sei, statt es für Flüchtlinge und Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagierten, einzusetzen. Man fordere "die vollständige Leistungsauszahlung für
Geflüchtete", steht dazu in einem Papier. Man fordere, dass Flüchtlinge keine Gutscheine mehr statt Bargeld bekommen, dass sie menschenwürdig
untergebracht werden, dass der Landkreis die Kautionen übernehme, wenn Geflüchtete eine Wohnung anmieten wollen, und nicht zuletzt auch eine
finanzielle Unterstützung der Ehrenamtlichen, die oft genug draufzahlen würden, etwa durch den Einsatz des eigenen Autos, so eine Sprecherin.


Harte Vorwürfe gegen den Landkreis
Der Landkreis "drangsaliere, schikaniere und kriminalisiere geflüchtete Menschen", monierten die Mitglieder der Initiative. Der Landrat "kritisiert
öffentlich das Dublin-Abkommen als Abwehrbollwerk und schlägt dann in Bezug auf Überalterung und Schrumpfung im Landkreis die Ansiedlung von Menschen aus Großbritannien vor", heißt es in der Erklärung. Dabei gebe es "junge
Menschen, die bereits im Landkreis leben, Beziehungen knüpfen und Deutsch büffeln, um irgendwann einen Ausbildungsplatz bekommen zu können". Doch
"anstatt sie in ihren Bemühungen zu unterstützen, wird mit bürokratischer Engstirnigkeit, Zeit und Personalaufwand immer wieder versucht, diese jungen
Leute abzuschieben".


Beantwortet wurden die Fragen, die die Sprecherin der Initiative stellte, nicht.
Unter anderem wollte sie wissen, was die Kreistagsmitglieder "dazu bewogen hat, der Überführung der Flüchtlingsgelder in den Haushalt zuzustimmen" und den damaligen Antrag der Gruppe grüneXsoli, die Gelder für die Flüchtlingsintegration einzusetzen, abzulehnen. Wie man "diese Form der
Haushaltssanierung rechtfertige" und ob das so gesetzeskonform sei, wollte die Initiative wissen, und ob dem Kreistag "Bemühungen des Landkreises bekannt" seien, "die Mittel zweckgebunden auszugeben". Die Fragen hätte man bereits
im Vorfeld der Kreistagssitzung den Mitgliedern des Gremiums zukommen lassen und "äußerste spärliche und unpräzise Antworten bekommen". Mit der
Aktion während der Bürgerfragestunde wolle man daher auch "das Bedauern über die zum Teil ausweichende und ignorante Kommunikation von
Abgeordneten gegenüber zivilgesellschaftlichen Akteuren auszudrücken".


Die Kreisverwaltung werde die Fragen schriftlich beantworten, sagte Landrat
Jürgen Schulz (parteilos) zu.
rg

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Antikapitalistischer Widerstand im Alltag oder der subjektive Faktor
Ich hole diese Debatte von Bersarin mal zu mir herüber da sie mir wichtig ist aber in Bersarins eigenem Thread eigentlich ein Randthema darstellt:

https://bersarin.wordpress.com/2019/03/26/in-schoener-ferne/#comment-16374

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Samstag, 30. März 2019
Dinge benennen
Die Macht des Wortes wurde schon immer benutzt um Macht auszuüben und Realität zu kontrollieren. Im NS wurden Juden nicht vergast, sondern "sonderbehandelt" oder "evakuiert".

Der Sozialstaat spricht nicht von integrieren, kontrollieren und drangsalieren, sondern von "Fördern und fordern".

Und Japan hat keine Armee, sondern "Selbstverteidigungskräfte" und keine Flugzeugträger, sondern "Zerstörer mit Luftunterstützung".

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