Montag, 9. März 2026
Die Ostsee, eine Imbißbude
Die Überdüngung der Ostsee führt dort zur Algenblüte und diese wiederum zur Massenvermehrung von Garnelen, die die Algen fressen und von Sprotten, die sowohl Algen als auch Garnelen fressen. Das wiederum zieht Finnwale an. Die Ostsee ist zu flach, die sprottogarnelischen Beuteschwärme können nicht ausweichen wenn die Giganten mit aufgerissenen Rachen in Hangartorgröße angeschwommen kommen. Die Ostsee als Imbißbude.

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Kümmelöl im Faktencheck: Was ist drin – und was ist medizinisch belegt?
Michael van den Heuvel, Medscape

09. März 2026

Kümmelöl, meist das ätherische Öl aus Carum carvi, wird traditionell bei Blähungen und krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt. In der evidenzbasierten Medizin spielt es vor allem als Kombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie eine Rolle. Für viele weitere beworbene Effekte fehlen meist belastbare Daten. Gleichzeitig gilt: Als ätherisches Öl ist Kümmelöl hochkonzentriert – Dosierung und Produktqualität sind wichtig für die Sicherheit.

Was genau ist Kümmelöl?
Ein Blick auf die Details: Unter dem Begriff „Kümmelöl“ werden im Handel 2 grundsätzlich unterschiedliche Produkte zusammengefasst. Zum einen handelt es sich um ätherisches Kümmelöl, das durch Wasserdampfdestillation aus den Samen gewonnen wird. Dieses Öl ist hochkonzentriert, pharmakologisch wirksam und Thema klinischer Studien. Zum anderen wird Kümmelsamenöl als fettes Öl angeboten, das durch Pressung hergestellt wird und deutlich weniger flüchtige Wirkstoffe enthält.

Für die medizinische Bewertung ist dieser Unterschied wichtig: Nahezu alle klinischen Untersuchungen beziehen sich auf das ätherische Kümmelöl, meist in magensaftresistenten Kapseln und häufig in Kombination mit Pfefferminzöl. Aussagen zur Wirksamkeit lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf andere Zubereitungen übertragen.


Inhaltsstoffe und Variabilität: Wovon hängt die Wirkung ab?
Die Zusammensetzung des ätherischen Kümmelöls bestimmt seine pharmakologischen Eigenschaften. Analysen zeigen, dass Monoterpene, insbesondere Carvon und Limonen, in hoher Konzentration vorhanden sind. Deren Anteile können jedoch erheblich schwanken, abhängig von Herkunft der Pflanzen, Erntezeitpunkt und Verarbeitung.

Diese Variabilität erklärt, warum frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel nicht automatisch mit arzneilich geprüften Präparaten gleichgesetzt werden können. Standardisierung ist hier keine Formalität, sondern Voraussetzung für reproduzierbare Effekte und verlässliche klinische Aussagen.

Klinische Evidenz: Wo ist ein Nutzen belegt?
Die mit Abstand beste Datenlage existiert für Kombinationen aus Pfefferminzöl und Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie. Randomisierte, placebokontrollierte Studien sowie Metaanalysen zeigen eine signifikante Verringerung dyspeptischer Symptome und eine insgesamt gute Verträglichkeit. Auch neuere Übersichtsarbeiten, die mehrere hundert Patienten einschließen, berichten von klinisch relevanten Effekten auf Beschwerden und Lebensqualität.


Für die Praxis ist entscheidend, dass diese Evidenz klar indikations- und produktgebunden ist. Untersucht wurden definierte Kombinationen in spezifischer Dosierung und Galenik. Sie lassen sich nicht unbedingt auf ähnliche Produkte aus Drogeriemärkten oder aus Online-Stores übertragen.

Für das Reizdarmsyndrom (IBS) ist die Datenlage deutlich schlechter. Eine kleinere klinische Studie untersuchte Kümmelöl-Umschläge. Dabei besserten sich die Beschwerden zwar, gemessen anhand von Symptomskalen. Die Ergebnisse sind jedoch eher als Hinweis denn als belastbarer Wirksamkeitsnachweis zu werten. Für oral eingenommene Kümmelölpräparate fehlen im IBS-Kontext überzeugende klinische Daten.

Häufig genannte Eigenschaften wie „antibakteriell“, „entzündungshemmend“ oder „antioxidativ“ lassen sich meist nur in Labor- und Tierexperimenten belegen. Sie erlauben keine verlässliche Aussage über eine therapeutische Wirksamkeit beim Menschen. Belastbare, hochwertige Humanstudien existieren bislang nicht.


Sicherheit und Verträglichkeit: Worauf ist zu achten?
In klinischen Studien zur Pfefferminzöl-/Kümmelöl-Kombination wird die Behandlung insgesamt als gut verträglich beschrieben. Typische unerwünschte Effekte betreffen den oberen Gastrointestinaltrakt, etwa Refluxbeschwerden oder sogenanntes Minz-Aufstoßen. Diese Effekte hängen stark von der Galenik und der individuellen Empfindlichkeit ab.


Dabei ist zu berücksichtigen, dass ätherische Öle hochkonzentrierte Wirkstoffgemische sind. Tierexperimentelle Toxizitätsdaten zu verwandten Ölen verdeutlichen, dass Überdosierung und unsachgemäße Anwendung Risiken bergen können. In der Schwangerschaft, der Stillzeit, im Kindesalter sowie bei Patienten mit relevanter Begleitmedikation sollten Präparate zurückhaltend eingesetzt werden.

Fazit: Evidenz nur bei wenigen Indikationen
Alles in allem ist Kümmelöl ist kein Allheilmittel, besitzt aber plausible pharmakologische Eigenschaften und eine gute klinische Evidenz in Kombination mit Pfefferminzöl bei funktioneller Dyspepsie. Für das Reizdarmsyndrom gibt es allenfalls Hinweise auf einen Effekt.

Ärzte sollten Patienten raten, auf eine geprüfte Produktqualität zu achten und Experimente mit hochdosierten ätherischen Ölen zu vermeiden.

https://deutsch.medscape.com/viewarticle/k%C3%BCmmel%C3%B6l-im-faktencheck-was-drin-und-was-2026a100063z?ecd=WNL_mdplsfeat_260309_mscpedit_de_etid8167132&uac=389796AZ&impID=8167132

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Sonntag, 8. März 2026
Der Chef fragt die Bergsteigerin
"Was haben Sie 2026 für Karriereziele?"

"Meinen Urlaub überleben, damit ich hinterher weiterarbeiten kann."

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Eine Inschrift
Sport war wieder richtig Klasse: Karate mit Muay Thai und Capoeira. Und mächtig vielen Burpees im Marines-Stil.

Hinterher war ich mit unserer Trainerin duschen, bewunderte ihren supersexy Körper und die interessanten Tattoos, die sich darauf befinden. Eines davon ist ein zehnzeiliger Text in einer mir unbekannten Schrift. Ich fragte sie was das sei und sie erwiderte, das sei ein Gedicht von Tolkien aus dem Silmarillion und die Schrift Elbisch.

"Dann kann man von Dir nicht nur lernen, sondern Dich auch lesen?"

"Sagen wir so: Lernen können alle weil meine Kurse öffentlich sind, mich lesen ist schon eine sehr private Angelegenheit."

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Kleiner Hinweis zum Weltfrauentag
Der iranische Flugkörperangriff auf Kuwait erfolgte, weil Kuwait in den Augen der Mullahs ein Sündenpfuhl ist:

Die haben Frauenwahlrecht und legalen Alkoholverkauf.

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Donnerstag, 5. März 2026
Gesinnungsscnüffelei in linken Buchläden
Da hat es dann auch mal meine eigene Homebase erwischt, den Buchladen Rote Straße in Göttingen. Zugegeben, da wohne ich seit 25 Jahren nicht mehr, trotzdem sind da meine roots. Von den beiden anderen Buchläden weiß ich nichts, aber der Buchladen Rote Straße ist in Göttingen eine Institution. Und die BetreiberInnen alte Freunde von mir.

Die Rechtsanwälte der Buchläden zum Thema:
"Die drei Buchläden wurden von einer sachverständigen Jury für den Preis bestimmt, weil sie ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren“, heißt es von den Juristen. Die Buchhandlungen haben aus Sicht der Rechtsanwälte den Preis verdient. „Wir bereiten daher Klagen gegen den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Vergabe des Preises wie von der Jury gewollt vor“, heißt es weiter.

https://taz.de/Deutscher-Buchhandlungspreis/!6159761/


https://www.hna.de/lokales/goettingen/es-hagelt-kritik-kulturstaatsminister-schloss-goettinger-buchhandlung-von-preis-aus-genauer-grund-unklar-94199719.html#google_vignette

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Zum Ende der islamischen Republik Iran
Gilles Keppel sagt wie es ist.


Monsieur Kepel, wie würden Sie die Ereignisse rund um den Irankrieg beschreiben – als einen Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens?
Es ist wirklich ein neues Kapitel, das hier aufgeschlagen wird. Dieses Kapitel begann 1979 mit der islamischen Revolution, die grundstürzend war, weil sie den Beginn des radikalen politischen Islams markierte.

… der eine neue Art von Terrorismus in die Welt trug.
Ja. Es ist außerdem wichtig, sich daran zu erinnern, dass es seinerzeit zu jenem Bündnis zwischen Islamismus und Linksextremismus kam, dessen Nachhall wir gerade heute noch in unseren Universitäten hören und in Frankreich auch sonst beobachten können, beispielsweise in dem Bündnis zwischen La France insoumise und den Muslimbrüdern. Denn 1979 war auch der Zeitpunkt, an dem die marxistischen Kategorien von Frantz Fanon, dem Autor von „Die Verdammten dieser Erde”, vom Sohn des Ajatollahs ins Persische übersetzt wurden, und zwar übersetzt in koranische Kategorien.
Es gab also eine Art Verschmelzung zwischen dem politischen Vokabular des Marxismus und dem religiösen Vokabular des Islams?

Ja, und dass man die ganze Sache damals „islamische Revolution” nannte, war in diesem Sinne völlig gerechtfertigt. Diejenigen, die die Ajatollahs damals begleiteten, die Marxisten, landeten meistens im Gefängnis oder wurden gehängt. Dennoch kam es zu dieser Art antiimperialistischer Tendenz der islamischen Revolution, und das erklärt, warum es auch heute möglich ist, dass sich die Solidarität mit Gaza und mit der Hamas in der Unterstützung der europäischen extremen Linken für den angeblich von Zionisten und Imperialisten bombardierten Iran niederschlägt.

Wenn das Kapitel der islamischen Revolution jetzt aber an sein Ende kommt, wie Sie sagen, bedeutet das zwangsläufig, dass wir auch das Ende des iranischen Regimes als solches erleben werden?
Die außergewöhnliche Stärke der israelischen und der amerikanischen Geheimdienste, die imstande waren, nahezu die gesamte iranische Führung zu lokalisieren und zu bombardieren, ist beeindruckend. Aber sie ist auch an Grenzen gestoßen, denn die Maschinerie der Revolutionsgarden funktioniert weiter – nach der Fassungslosigkeit über den Tod von Khamenei am ersten Tag hat Iran am zweiten Tag seine Fähigkeit zur Gegenwehr gezeigt.
Neu und auffällig waren vor allem die iranischen Angriffe auf die arabischen Nachbarn am Golf.
Und dort insbesondere auf Bahrain und auf Dubai. Diese etwas künstliche Welt der Influencer, der Menschen, die keine Steuern zahlen und in der Sonne leben, ist plötzlich zusammengebrochen. Das Modell der Ölmonarchien, die in einer Art verzauberter Zwischenwelt leben, hat seine extreme Fragilität gezeigt. Gerade erst habe ich gelesen, dass die Iraner Rechenzentren angegriffen haben, weil in den Ländern am Golf mit ihrer billigen Energie sehr viele Rechenzen¬tren angesiedelt sind, darunter auch chinesische. Die Iraner stören also die gesamte kybernetische Funktionskette. Das ist völlig neu und scheint von Amerikanern und von Israelis nicht vorhergesehen worden zu sein.


Die Frage ist wohl, wie lange Iran das durchhalten kann.
Das iranische Regime verfügt meiner Meinung nach nicht mehr über viele Ressourcen, da es sich mit den Unruhen im Januar von seiner Bevölkerung abgeschnitten hat.

Es gab schon früher Proteste in Iran.
Ja, aber die Menschen, die nach der Ermordung von Mahsa Amini im Jahr 2022 protestierten, waren moderne, liberale Frauen und Kurden, die ohnehin nicht zur Basis des Regimes zählten. Im Januar indes protestierte die kleine Mittelschicht, die von der Umverteilung der Öleinnahmen lebte und durch Finanzspekulationen der Banken und Revolutionsgarden ruiniert worden ist. Mit ihnen hat das Regime seine soziale Basis verloren. Es hält sich jetzt nur noch durch diesen Staat im Staat, den die Revolutionsgarden bilden.

(Anmerkung des Che: Basis des Regimes waren unter anderem die Bazaris, also die Markthändler. Auf die stützte sich einst auch das Schah-Regime, und die Erosion seiner Macht zeigte sich zuerst am Verlust der Bazaris)


Bislang verfügen sie über genügend Ressourcen, um der amerikanisch-israelische Offensive vorübergehend die Stirn zu bieten.
Es ist nicht sicher, dass das ewig so bleiben wird. Denn ein weiterer wichtiger Punkt ist der Ölmarkt. Die Straße von Hormus ist zwar blockiert. Die Blockade hat bislang aber keine großen Auswirkungen auf die westlichen Verbraucher, wohl allerdings auf China, weil ein großer Teil der chinesischen Gasimporte aus Iran stammt.
Die eigentliche Herausforderung beginnt wohl an dem Tag, an dem das System der islamischen Revolutionsgarden erschöpft sein wird. Nicht nur die arabischen Nachbarstaaten fürchten, dass Iran auseinanderbrechen könnte.
Es gäbe dann keinen Iran als solchen mehr, sondern ein Mosaik aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Als Benjamin Netanjahu das iranische Volk vor ein paar Tagen zum Aufstand aufrief, hat er sie aufgezählt: die Belutschen, die Aserbaidschaner, die Kurden, die Araber. Für die Region ist ein Iran, der aus kleinen Fürstentümern besteht, sehr gefährlich. Netanjahus Logik lautet hingegen: Wenn diese kleinen Fürstentümer sich gegenseitig bekämpfen, können sie nicht Israel angreifen. Diese Frage der Fragmentierung stellt sich. Noch sind wir nicht so weit, aber der Trend geht in diese Richtung.
Jahrzehntelang ging von Iran und seiner „Achse des Widerstands“ eine Ideologie aus, eine Denkweise, die die Welt in Gut und Böse teilte und mit der sich sehr viele Menschen nicht nur in Iran, auch in Syrien, Libanon und Irak identifizierten.
Ja, aber die Revolutionsgarden selbst haben keine Ideologien, sie sind pragmatisch, sie verdienen Geld. Die Ideologie ist das, was die Bevölkerung zusammenhält. Es wird immer Frauen im Tschador geben, die demonstrieren, und einen Nachrichtensprecher, der weint, wenn er im iranischen Staatsfernsehen den Tod von Khamenei verkündet – das war eine Reverenz an die Frömmigkeit des schiitischen Volkes. Aber ich glaube, dass die Ideologie ihre Kraft verloren hat.
So schnell? Sie ist über Jahrzehnte gewachsen und tief verwurzelt.
Aber es ist nicht mehr viel von ihr übrig. Der Widerstand ist tot. Seltsamerweise haben sich die Huthis im Jemen nicht bewegt, sie wurden nicht aktiviert. Die Hizbullah hat vage angegriffen und den Israelis einen Vorwand geliefert, sie zu liquidieren. Syrien existiert nicht mehr. Die Hamas betreibt nur noch begrenzten Terrorismus in Gaza und wartet darauf, dass sie an der Reihe ist. Die Einzigen, die derzeit noch ein wenig aktiv sind, sind die pro-iranischen schiitischen Milizen im Irak. Ich denke, dass die ideologische Dimension, die sehr wichtig war und mit dem 1979 entstandenen Islamo-Gauchismus aufgebaut wurde, zusammengebrochen ist. Heute bleibt nur noch die Fähigkeit der Revolutionsgarden, für eine gewisse Zeit Schaden anzurichten, von der sie hoffen, dass diese Zeit so lang dauern wird, bis die Amerikaner sagen: „Stopp. Wir hören auf, weil es Trump zu viel kostet und er sonst die Midterm-Wahlen verlieren könnte.“
Wie bewerten Sie die Möglichkeit eines Regimewechsels, etwa der Rückkehr des Sohnes des Schahs?
Die Frage ist, ob die Revolutionsgarden zusammenbrechen oder ob es unter den Wächtern Leute gibt, die verhandeln – und die versuchen, so viel Macht wie möglich zu behalten, um die Rückkehr des Schah-Sohnes zu verhindern. Er ist in der Exil-Diaspora sehr beliebt. Ich bin mir derzeit nicht sicher, wie beliebt er in Iran ist. Aber das wird sich zeigen.
Gilles Kepel gilt als einer der führenden Nahostexperten


https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gilles-kepel-sieht-iran-krieg-als-ende-der-islamischen-revolution-110847469.html

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Mittwoch, 4. März 2026
Fünf Parteien aus Rojhilat gründen Allianz gegen iranisches Regime
Fünf kurdische Parteien aus Rojhilat haben eine gemeinsame Allianz gegen die Islamische Republik Iran angekündigt. Ziel sei der Sturz des Regimes, das Selbstbestimmungsrecht der Kurd:innen und eine demokratische Neuordnung.



Fünf maßgebliche kurdische Parteien aus Rojhilat (Ostkurdistan) haben die Gründung der „Koalition der politischen Kräfte Kurdistans in Iran“ bekannt gegeben. Ziel des Bündnisses ist nach eigenen Angaben die Bündelung der politischen Kräfte im Kampf gegen die Islamische Republik Iran sowie die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts der Kurd:innen. Zu den Mitgliedern gehören die Demokratische Partei Kurdistans-Iran (PDK-I), die Partei für ein freies Leben in Kurdistan (PJAK), die Organisation Xebat (Khabat), die Freiheitspartei Kurdistans (PAK) sowie die Komala-Fraktion der Werktätigen Kurdistans. Der Zusammenschluss ist nach längeren Gesprächen und Abstimmungsprozessen zustande gekommen.

„Ziel ist der Sturz der Islamischen Republik“

In der Gründungserklärung der Allianz betonen die Parteien: „Die politische und nationale Bewegung der Kurd:innen in Rojhilat führt seit Jahrzehnten einen organisierten und kontinuierlichen Kampf gegen Autoritarismus und die zentralistische Diktatur, um ihre nationalen und politischen Rechte durchzusetzen.

Auch nach der Revolution von 1979 und der Machtübernahme der Islamischen Republik blieb Kurdistan ein zentrales Zentrum des Widerstands gegen das unterdrückerische Regime. In dieser Zeit hat Kurdistan einen hohen Preis für seinen Kampf gezahlt: Es wurde ihm Krieg aufgezwungen, zahlreiche politische Führungspersönlichkeiten wurden hingerichtet oder ermordet, tausende Aktivist:innen und Kämpfer:innen kamen ums Leben oder starben in Gefängnissen. Kurdistan wurde militarisiert und als besetzte Region behandelt; es wurde unter einer Politik der Repression, Ausplünderung und Unterdrückung verwaltet.



Mitwirkung an der Gestaltung neuen Irans

Wir, die unterzeichnenden politischen Parteien, haben die ‚Koalition der politischen Kräfte Kurdistans in Iran‘ gegründet. Aufbauend auf unserer Geschichte des Widerstands und angesichts der Notwendigkeit, auf die gegenwärtige politische Lage in Iran zu reagieren – in einer Situation, in der die Islamische Republik jegliche politische Legitimität verloren hat, jedoch von der Zersplitterung der oppositionellen Kräfte profitiert –, haben wir unsere Kräfte in Kurdistan gebündelt und eine politische Allianz bekanntgegeben.

Diese Allianz entstand nach einer Phase des Meinungsaustauschs und praktischer Zusammenarbeit im ‚Zentrum für Dialog und Kooperation‘. Ihr zentrales Ziel ist es, die politische Bewegung der Kurd:innen in Iran zu stärken, Kurdistan und seiner politischen Bewegung ein größeres politisches Gewicht im Kampf gegen die Islamische Republik zu verleihen, die Rechte und Freiheiten der Bevölkerung Kurdistans zu sichern und an der Gestaltung eines zukünftigen Iran mitzuwirken.

Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts des kurdischen Volkes

Unser gemeinsames Hauptziel ist der Sturz der Islamischen Republik Iran, die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts des kurdischen Volkes sowie der Aufbau einer nationalen und demokratischen Struktur in Rojhilat auf Grundlage des politischen Willens der kurdischen Nation. In dieser Phase unterstützen wir die landesweiten Proteste und Kämpfe aller Völker in Iran gegen die Islamische Republik.

Wir betonen die Notwendigkeit einer politischen und praktischen Koordination zwischen den politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen Rojhilats sowie mit politischen und zivilgesellschaftlichen Kräften in anderen Teilen des Landes. Während wir die Entstehung einer demokratischen und inklusiven Übergangsphase befürworten, beruht jede Zusammenarbeit oder Allianz mit anderen Kräften auf der Anerkennung der nationalen Rechte der Völker, der Akzeptanz demokratischer Prinzipien und der Ablehnung jeglicher Form von Diktatur.

Ziele: Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung

Innerhalb dieser Allianz bekennen wir uns zum Schutz der Umwelt, zu sozialer Gerechtigkeit, zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, zur Gewährleistung freier Wahlen sowie zur Sicherung der grundlegenden Rechte aller ethnischen und religiösen Gemeinschaften Kurdistans. Ebenso betrachten wir es als unsere Pflicht, für die Errichtung eines demokratischen und säkularen politischen Systems in Iran einzutreten, das die Rechte aller nationalen und religiösen Gruppen garantiert.

Wir sind überzeugt, dass politische Einheit, gemeinsames politisches Handeln und koordinierter praktischer Widerstand heute mehr denn je Voraussetzung dafür sind, die Position der Kurd:innen in den sich ständig wandelnden politischen Konstellationen Irans zu stärken. Daher sind wir bereit, mit allen politischen Parteien und Kräften außerhalb unserer Allianz zusammenzuarbeiten, und laden zugleich alle Menschen Kurdistans ein, sich an dieser Allianz zu beteiligen.“


https://deutsch.anf-news.com/kurdistan/-50416

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Montag, 2. März 2026
Bitte anschnallen, die Geschichte gibt Gas!
زندگی مبارزه برای آزادی است
Zendegi mobareze baraye azadi ast



برکسودان جیانه

Berxwedan jiyane


Nicht, dass ich dem Hojatoleslam Ali Khameney eine Träne nachweine, ich habe im Gegenteil einen Bordeaux entkorkt. Ein scheußlicher Diktator, der fast fünfzig Jahre lang Menschen hat quälen und töten lassen, insgesamt hunderttausende, wurde beseitigt. Dennoch ist das, was Isis und Amis da getan haben ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, und ich unterstelle sowohl Netanjahu als auch Trump, (auch) aus sehr persönlichen Motivationen gehandelt zu haben.

Ich bin jetzt sehr gespannt, was im Iran selber passiert.

Fast zeitgleich hat Pakistan Afghanistan offiziell den Krieg erklärt. Scheint so, dass es den reaktionärsten Islamisten insgesamt an den Kragen bzw. Fez oder Turban geht.

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Freitag, 27. Februar 2026
Blablabla
Die Barbara hat ein paar Barbaren zum Rhabarberkuchen eingeladen. Man nennt sie Barbaras Rhabarberbarbaren. Manche sind adipös, andere ödipal.

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Dienstag, 24. Februar 2026
Hol den Punk aus dem Schrank!
Bersarin hat einen äußerst umfangreichen und sehr lesenswerten Beitrag zur Kulturgeschichte des Punk verfasst und operationalisiert inwiefern dieser mit Protestbewegungen in der Vergangenheit verknüpft gewesen ist; daraus werden Schlussfolgerungen für Gegenwart und Zukunft abgeleitet denen ich nicht zustimme, wobei ich auch einigen anderen Aspekten dieses Beitrags widerspreche.

https://bersarin.wordpress.com/2026/02/14/punk-is-dead-punk-is-not-dead-zwischen-avantgarde-und-museum

Es beginnt schon einmal mit Definitionsfragen über den Gegenstand selber. Sowohl was den Punk angeht als auch die Hippies als subkulturelle Bewegung fasst er diese Begrifflichkeiten viel weiter als ich das tue. Die Gesamtheit der bunt gekleideten, langhaarig und im Falle der Männer meist auch langbärtig auftretenden Angehörigen einer durch Sex and drugs and rock´n roll geprägten Jugend- und Junge-Erwachsenen-Subkultur in zeitlicher Abfolge vor den Punks als Hippies zu bezeichnen, das geht nicht. Neben den Hippies gab es die Yippies und die Freaks, die keineswegs mit den Hippies gleichgesetzt werden können. Jim Morison, der Leadsänger der Doors, machte sich in einem Song über die Hippies lustig, deren Lebensstil er verachtete.

„Your ballroom days are over, baby
Night is drawing near
Shadows of the evening
Crawl across the year

Ya walk across the floor with a flower in your hand
Trying to tell me what no one understands
Trading your hours for a handful of dimes
Gonna′ make it, baby, in our prime

Come together one more time
Get together one more time.“


Hippie-Musik -das war aus dem Verständnis der eigenen Zeit heraus Greatful Dead, Jefferson Airplane, The Mamas and the Papas, Melanie, Scott McKenzie, Janis Joplin, schon Jimi Hendrix nicht mehr – erst recht nicht die Doors. Die Ära der Hippies war im Übrigen auch schon vorbei, als ab 1975 die Punks zu einer dominierenden Subkultur wurden.

Ich würde auch die Einstürzenden Neubauten und Palais Schaumburg nicht unter Punk subsummieren. Palais Schaumburg ist New Wave oder auch Neue Deutsche Welle, die Einstürzenden Neubauten sind ebenso wie Kraftwerk, Eloy, Tangerine Dream, Amon Düül oder 3Mustafa3 sehr schwer zu kategorisieren, mir fiele allenfalls Experimental oder Avantgarde dazu ein.

Ich kann mich erinnern, dass wir ägyptischen Freunden, gläubigen Muslimen, in Kairo und noch dazu im Ramadan diesen Song vorspielten und simultan auf Englisch übersetzten:

Erstes Geschoss:
Hier leben die Blinden
Die glauben was sie sehen
Und die Tauben
Die glauben was sie hören
Festgebunden auf einem Küchenhocker
Sitzt ein Irrer, der glaubt
Alles was er anfassen kann
(seine Hände liegen im Schoss)
Auf ins nächste Geschoss:
Welches, oh Wunder! nie fertiggestellt
Nur über die Treppe erreicht werden kann
Hier lagern Irrtümer, die gehören der Firma
Damit kacheln sie die Böden
An die darf keiner ran

Viertes Geschoss:
Hier wohnt der Architekt
Er geht auf in seinem Plan
Dieses Gebäude steckt voller Ideen
Es reicht von Funda- bis Firmament
Und vom Fundament bis zur Firma
Im Erdgeschoss:
Befinden sich vier Türen
Die führen
Direkt ins Freie
Oder besser gesagt. in den Grundstein
Da kann warten wer will
Um zwölf kommt Beton
Grundsteinlegung!
Gedankengänge sind gestrichen
In Kopfhöhe braun
Infam oder katholisch violett
Zur besseren Orientierung

Dachgeschoss:
Es hat einen Schaden
Im Dachstuhl sitzt ein alter Mann
Auf dem Boden tote Engel verstreut
(deren Gesichter sehen ihm ähnlich)
Zwischen den Knien hält er ein Gewehr
Er zielt auf seinen Mund
Und in den Schädel
Durch den Schädel
Und aus dem Schädel heraus
In den Dachfirst
Dringt das Geschoss

Gott hat sich erschossen
Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
Gott hat sich erschossen
Ein Dachgeschoss wird ausgebaut
Lüge, Lüge
Ein Dachgeschoss wird ausgebaut

EPILOG

Untergeschoss:
Dies ist ein Keller
Hier lebe ich
Dies hier ist dunkel
Feucht und angenehm
Dies hier ist ein Schoss.

Darüber diskutierten wir dann ganz entspannt miteinander, und unsere ägyptischen Freunde fragten uns, wenn wir an keinen Gott glaubten was denn für uns die universelle Antwort auf die großen Fragen wäre, und wir erwiderten: 42. Später schenkten wir Mohamed eine Ausgabe von „Per Anhalter durch die Galaxis“ und hatten viel Spaß miteinander.
Was waren das für Zeiten, was haben wir seither verloren!

Über die Weltuntergangsstimmung von damals schreibt Bersarin Dinge, die wahr und zugleich falsch sind. Es ist richtig, dass unsere heutige Situation in Europa im Gegensatz zu den späten Siebzigern und frühen Achtzigern tatsächlich bedroht ist und die damalige Sicherheitslage vergleichsweise idyllisch war, was die Weltuntergangsstimmung von damals absurd erscheinen lässt. Das ist faktisch völlig richtig und erklärt vor allem nicht, dass damals Risiken wie Atomkrieg, Super-Gau, Waldsterben und despotischer Computerstaat bis hin zur Somatisierung verinnerlicht wurden.

Und andererseits ist diese Wahrnehmung sozial blind. Während heute in sehr vielen Branchen ein Jobüberangebot herrscht und wir einen durchwegs entspannten Arbeitsmarkt haben zogen damals die geburtenstarken Jahrgänge in einen Arbeitsmarkt der am Kollabieren war. In den späten Siebzigern herrschte im gesamten Westen Stagflation, die Gleichzeitigkeit von Stagnation und Inflation, und in der BRD in den Jahren 1979 – 1982 Nullwachstum. Es gab erheblich weniger freie Arbeitsplätze als Arbeitsuchende. Angesichts der Lebenssituation „Mit 16 arbeitslos“ erschien no future als realitätsnahe Beschreibung der eigenen Berufsperspektive. DAS war die Matrix der mit Atomkriegsängsten und Ähnlichem aufgeladenen Endzeitstimmung. Man schaue sich nur einmal die Biographie eines Klaus Jürgen Rattay an um dafür ein Gefühl zu bekommen.
Nun weiß ich aus Gesprächen und Mails mit Bersarin von ihm dass er einen Zugang zur Realität hat der sich von meinem grundsätzlich unterscheidet, da für ihn keine Objektivität und keine feststehende Wahrheit im Zentrum, sondern Haltungen, Relationen und Stile eher im Vordergrund stehen. Obwohl ich das weiß erscheint mir seine Conclusio vollends absurd.

„Rebellion und Widerstand heute sind konservativ. Freilich nicht in der Weise, daß sie etwas Altes wiederherstellen oder etwas Vergangenes bewahren wollte, sondern als Protest gegen die bestehende Gesellschaft und gegen einen linken Zeitgeist, so wie dies Teile des Punk in den 80er Jahren und davor auch der 1968er-Bewegung gegen den Zeitgeist ihrer Jahre praktizierten – gegen eine deutlich konservativere Gesellschaft. Heute geht es darum, gegen einen progressivem Mainstream im Kulturbetrieb und als politischer Überbau mitsamt seinem Journalismus zu rebelllieren.“ - Abgesehen davon, dass das Überbauphänomene sind die mit dem, was eine Gesellschaft ausmacht, nämlich dem Klassenwiderspruch und wie Klassenherrschaft umgesetzt wird nichts zu tun haben erscheint mir eine solch apodiktische Setzung monströs. Hätte er geschrieben „Ich war mal links und verstehe mich heute aus bestimmten, für mich sehr dezidiert begründbaren Motiven als konservativ“ wäre das plausibel. Hier aber wird die eigene biographische Entwicklung nebst ihren Begründungen als quasi historische Tatsache der ganzen Gesellschaft übergestülpt – eine Kombination aus verkürzter politischer Analyse, Narzissmus und Egozentrik, so, wie das auch schon Momorulez betrieben hatte. Eine Art Polit-Autismus.

Es erscheint mir auch äußerst fragwürdig, wie sich denn Kritik an Mietwucher, Wohnungsnot, Billigjobs und Behördenschikanen konservativ begründen ließe – oder gar Kritik an entfremdeter Arbeit.

In einer Zeit, in der durch internationale Abkommen festgelegt ist, dass deutsche Kommunalbetriebe ihre Aufträge für Onlineportale international ausschreiben müssen und dann indische Billigpixler den Auftrag bekommen statt deutscher Werbeagenturen ist das neoliberale Regime vollendet. Kritische linke Journalisten haben hier die Hofnarrenrolle. Wobei das, was in den öffentlich-rechtlichen Medien oder der Massenpresse so als kritisch und links firmiert dies gar nicht ist.

Für mich bedeutet Kritik stets Kritik am Kapitalismus. Schlüsselerlebnis war für mich ein Treffen linker Gruppen in Bremen im Herbst 1990, am Vorabend der Zweiten Golfkriegs, wo es darum ging, was für Widerstandsperspektiven für die Linke es noch gäbe.

Das Impulsreferat hielt Frank Borris von der Redaktion der Materialien für einen Neuen Antiimperialismus. Er begann mit einem Überblick der Praxis linker Proteste in der BRD seit der „Kampf dem Atomtod“ – Bewegung in den 1950ern bis (zum damaligen) heute, um dann am Beispiel von Verena Stephans Roman „Häutungen“ zu erläutern, wie linke Belletristik sich von einer ursprünglich auf politische Kämpfe bezogenen Ausrichtung sich mehr und mehr zu Innerlichkeit und Nabelschau entwickelt hätte und eine „Rückkehr zum Konkreten“ forderte. Zum Schluss kam er zu der These, dass es anders als in den Sechzigern und Siebzigern nur noch wenig Möglichkeiten zu einem widerständigen Aussteigertum gäbe und wir alle irgendwie in der kapitalistischen Gesellschaft mitmachen müssten, die Korruption habe aber ihre Grenzen. Sehr viele Jobs seien für Linke ein No Go.

Nun begannen wir für uns selber eine Art kategorischen Imperativ der Jobwahl im Kapitalismus zu entwickeln, Borris-Line genannt. Für die Meisten gehörte dazu, dass akzeptable Jobs Tätigkeiten für NGOs, Alternativjobs in mitarbeitergeführten Kollektivbetrieben, als InvestigativjournalistInnen, in Forschung und Lehre, im pädagogischen und heilenden und pflegenden Bereich und als GenossInnen vertretende RechtsanwältInnen seien, sicher nicht als Angestellte in der „freien Wirtschaft“. Als ich nach Promotion und Weiterbildung zum Mediengestalter Marketingmanager für eine Softwarefirma wurde musste ich mich als „Verräter“ bezeichnen lassen. Ich möchte lieber nicht wissen, was die Leute von damals zu meiner heutigen Tätigkeit in der Finanzbranche sagen würden. Dabei sehe ich es durchaus als eine soziale Aufgabe an, kleinen Leuten zu ihrem Eigenheim zu verhelfen oder durch Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen gegen Schicksalsschläge abzusichern. Dennoch gilt für mich auch immer noch: Identifizieren darf ich mich mit einer Arbeit im Kapitalismus nicht. Irgendwie fühle ich mich über die 25 Jahre, die ich in der Wirtschaft arbeite, immer noch wie ein Agent auf feindlichem Territorium. Für viele meiner alten Mitstreiter bin ich ein Opportunist.

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Dienstag, 17. Februar 2026
Business Heros
Dieser Ray Ban muss ja ein Vermögen mit seinen Sonnenbrillen gemacht haben. Genauso wie dieser Kroate Vokuhila mit seinen Friseursalons.

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Go on, Lindsay Vonn!
Aber das tut sie ja sowieso, wie sie angekündigt hat. Nur die Harten kommen in den Garten!

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Freitag, 13. Februar 2026
In Erinnerung an eine großartige Tour






































Das ist die Stelle, als ich mit Luft unter den Sohlen am Seil hing, sozusagen aus der Schwebe fotografiert.





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Einfach weil es so schön ist






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Mittwoch, 11. Februar 2026
Von wegen "Extrembergsteigen"
Das ist die Nordwand der Westlichen Zinne. Die kleinen schwarzen Punkte sind BergsteigerInnen.





In Totale:

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Mittwoch, 4. Februar 2026
Neue Empfehlungen zur Krebs-Prävention; jeder Zweite bekommt Krebs; Bewegung hilft bei Darmkrebs; morgendliche Immuntherapie ist besser
Dr. Susanne Heinzl, medscape

03. Februar 2026


Krebs: Neue Empfehlungen zur Prävention
Krebs in Deutschland: Fast jeder 2. erkrankt im Lauf des Lebens
Krebssterblichkeit: Vorhersagen für Europa
NSCLC: Prospektiv gezeigt – eine morgendliche Immuntherapie wirkt besser
Kolorektalkarzinom: ESMO empfiehlt strukturierte Bewegung als Behandlungsmethode
Nierenzellkarzinom: Stuhltransplantation verbessert Wirkung der Immuntherapie
Multiples Myelom: OS-Daten mit Cilta-Cel vielversprechend
Krebs: Neue Empfehlungen zur Prävention
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die 5. Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs in The Lancet und in zusammengefasster Form online publiziert. Er enthält wissenschaftlich belegte Empfehlungen, mit denen sich das persönliche Krebsrisiko senken lässt, und richtet sich erstmals auch direkt an politische Entscheidungsträger.

Neu ist, dass der Kodex nun 14 statt 12 Regeln umfasst und Umweltverschmutzung ausdrücklich als Krebsrisikofaktor benennt. Empfohlen werden unter anderem mehr Bewegung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto sowie der Verzicht auf offene Feuerstellen in Innenräumen. 2 Ratschläge betreffen speziell Frauen: möglichst langes Stillen nach der Geburt und ein zurückhaltender, zeitlich begrenzter Einsatz von Hormonersatztherapien in den Wechseljahren nach ärztlicher Beratung.


Außerdem fordern die Wissenschaftler im Kodex gesetzliche Maßnahmen, damit gesunde Entscheidungen im Alltag leichter fallen. Genannt werden höhere Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte, auf Alkohol, auf sehr zuckerhaltige Lebensmittel und auf stark verarbeitetes Fleisch. Kampagnen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz sollten ebenfalls eine höhere Priorität bekommen.

Empfohlen wird zudem der Ausbau von Impfprogrammen gegen Hepatitis B und gegen humane Papillomaviren. Politische Maßnahmen sollen den Arbeitsschutz für Menschen verbessern, die im Freien oder mit krebserregenden Stoffen arbeiten, und durch vorausschauende Stadtplanung die Luftqualität erhöhen, etwa indem Bildungseinrichtungen nicht an stark befahrenen Straßen entstehen.

Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum fordern, dass Deutschland seine Präventionspolitik stärker an diesen Empfehlungen ausrichtet.


Krebs in Deutschland: Fast jeder 2. erkrankt im Lauf des Lebens
Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2026 veröffentlicht das Robert Koch-Institut im Epidemiologischen Bulletin aktuelle Zahlen zu Krebsinzidenz und -sterblichkeit in Deutschland.

Laut Krebsregister haben Ärzte im Jahr 2023 bundesweit 517.800 Krebserkrankungen diagnostiziert, davon 276.400 bei Männern und 241.400 bei Frauen. Etwa die Hälfte aller Fälle betraf Prostata (79.600), Brustdrüse (75.900), Lunge (58.300) sowie Kolon und Rektum (55.300). Rechnet man den Anstieg durch die Zunahme älterer Personen in der Bevölkerung heraus (Altersstandardisierung), ist die Neuerkrankungsrate bei Männern und Frauen weiterhin leicht rückläufig. Sie betrug im Jahr 2023 bei Männern 418 und bei Frauen 347 Fälle pro 100.000 Personen.

Die Krebssterberaten sind altersstandardisiert in den letzten 25 Jahren bei Männern um 31% und bei Frauen um 21% gesunken. Im Jahr 2023 starben in Deutschland laut Todesursachenstatistik 229.000 Menschen an Krebs (123.000 Männer und 106.000 Frauen).



Die 4 häufigsten Diagnosen waren bösartige Tumoren...

der Lunge (45.000),
des Dick- und Enddarms (22.700),
der Bauchspeicheldrüse (19.400),
der Brustdrüse (18.700).
Aus den jährlichen Inzidenzraten lässt sich berechnen, dass im Lauf des Lebens fast jeder 2. Mann (49%) und mehr als 2 von 5 Frauen (43%) an Krebs erkranken, wobei es jede 6. Frau und jeden 7. Mann vor dem 65. Lebensjahr trifft. Medscape hat einen eigenen Beitrag zum Thema veröffentlicht.

Krebssterblichkeit: Vorhersagen für Europa
Aktuelle, in den Annals of Oncology veröffentlichte Schätzungen gehen davon aus, dass die Krebssterblichkeit in der Europäische Union auch im Jahr 2026 insgesamt weiter sinkt – mit 2 Ausnahmen: Pankreaskarzinome bei Frauen in der EU sowie Kolonkarzinome bei Frauen im Vereinigten Königreich.


Die Forscher erstellen seit dem Jahr 2011 jährliche Prognosen. Für das Jahr 2026 erwarten sie rund 1.230.000 Krebstodesfälle. Das entspricht altersstandardisierten Raten von 114,1 Fällen pro 100.000 Männern (-7,8% gegenüber den Jahren 2020-2022) und 74,7 pro 100.000 Frauen (-5,9%). In den 5 bevölkerungsreichsten EU-Staaten und in der EU insgesamt zeigen sich bei den meisten häufigen Krebsarten rückläufige Trends. Die Ausnahme bleibt Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Frauen. Auch im Vereinigten Königreich entwickeln sich die Sterberaten überwiegend günstig, außer bei Darmkrebs von Frauen.

Beim Lungenkrebs setzt sich der deutliche Rückgang der Sterblichkeit bei Männern fort. Bei Frauen stabilisieren sich die Raten in der EU und in den 5 größten Mitgliedstaaten bei etwa 12,5 pro 100.000, mit Ausnahme von Spanien, wo ein Anstieg um 2,4% erwartet wird. Ein Rückgang zeigt sich bei Frauen nur unter 65 Jahren, während in höheren Altersgruppen weiterhin ungünstige Entwicklungen beobachtet werden.

NSCLC: Prospektiv gezeigt – eine morgendliche Immuntherapie wirkt besser
In über 20 retrospektiven Studien haben Forscher eine Verbesserung der Wirksamkeit von früher am Tag verabreichten Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) im Vergleich zur späteren Applikation nachgewiesen. Eine Metaanalyse von 13 retrospektiven Studien bei verschiedenen Tumorentitäten zeigte, dass sich das OS und das PFS bei Patienten, die ICI als Mono- oder Kombinationstherapie früher am Tag im Vergleich zur später erhielten, nahezu verdoppelten. Nun hat eine internationale Arbeitsgruppe mit deutscher Beteiligung zu dieser Fragestellung eine prospektive Studie in Nature Medicine publiziert.

In der randomisierten Phase-3-Studie LungTIME-C01 erhielten 210 therapienaive chinesische Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) die ersten 4 Zyklen einer Immunchemotherapie vor bzw. nach 15 Uhr.


Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 28,7 Monaten betrug das PFS (primärer Endpunkt) bei früher Therapie 11,3 Monate, bei später Behandlung 5,7 Monate (HR 0,40, p < 0,001). Das mediane OS betrug 28,0 Monate bei früher und 16,8 Monate bei später Therapie (HR 0,42, p < 0,001). Auf die frühe Therapie sprachen 69,5% der Patienten, auf die späte Gabe 56,2% an. Immunbedingte Nebenwirkungen unterschieden sich zwischen den beiden Gruppen nicht.

Weitere Analysen ergaben, dass in der frühen Gruppe mehr CD8+-T-Zellen im Blut zirkulierten und dass das Verhältnis von aktivierten zu erschöpften CD8+-T-Zellen höher war als in der späten Gruppe. Dies könnte die höhere Wirksamkeit der Therapie in dieser Gruppe erklären. Allerdings müssen diese Mechanismen zum Zusammenhang von zirkadianem Rhythmus und Wirkung der ICI weiter untersucht werden.

Kolorektalkarzinom: ESMO empfiehlt strukturierte Bewegung als Behandlungsmethode
Ein Express-Update der ESMO-Leitlinien, publiziert in ESMO Open, empfiehlt bei Patienten mit lokalisiertem Kolonkarzinom körperliche Bewegung mit Teilnahme an strukturierten Programmen. Die Empfehlung basiert auf den Ergebnissen der CO.21 Colon Health and Lifelong Exercise Change (CHALLENGE)-Studie, die auf dem ASCO-Kongress 2025 vorgestellt (Medscape hat berichtet) und parallel im NEJM publiziert wurde.


Nierenzellkarzinom: Stuhltransplantation verbessert Wirkung der Immuntherapie
Die italienische Phase-2a-Studie TACITO, veröffentlicht in Nature Medicine, liefert überzeugende Beweise dafür, dass die Stuhltransplantation (FMT) die Wirksamkeit von Immuntherapien bei Patienten mit fortgeschrittenem metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) verbessern kann.

45 nicht vorbehandelte Patienten mit mRCC, die mit Pembrolizumab plus Axitinib behandelt worden waren, erhielten randomisiert entweder eine Spender-FMT (d-FMT) oder ein Placebo (p-FMT). Primärer Endpunkt war das PFS nach 12 Monaten. Nach 1 Jahr war bei 70% der Patienten in der d-FMT-Gruppe die Erkrankung nicht fortgeschritten – im Vergleich zu 41% in der Placebo-Gruppe. Allerdings war dieser Unterschied statistisch nicht signifikant (p = 0,053).

Das mediane PFS, ein sekundärer Endpunkt, war mit 24,0 vs. 9,0 Monaten signifikant unterschiedlich (HR 0,5, p = 0,035). Im d-FMT-Arm sprachen 52%, im Kontroll-Arm 32% auf die Immuntherapie an. Das Gesamtüberleben war mit 41 Monaten im Verum- und 28,3 Monaten im Kontroll-Arm unterschiedlich, allerdings war auch dieser Unterschied nicht signifikant.

Nach Aussage der Autoren stützten die Ergebnisse die Sicherheit und potenzielle Wirksamkeit der selektiven Spender-FMT zur Verbesserung der ICI-basierten Therapie bei mRCC, was weitere Untersuchungen rechtfertige.


Multiples Myelom: OS-Daten mit Cilta-Cel vielversprechend
Eine aktuelle Analyse der Phase-3-Studie CARTITUDE-4, publiziert von Prof. Dr. Hermann Einsele, Würzburg, und Kollegen in The Lancet Oncology, zeigt: Die einmalige Infusion von Ciltacabtagen Autoleucel (Cilta-Cel) bei Patienten mit Lenalidomid-refraktärem multiplem Myelom (MM) verlängert das OS im Vergleich zur Standardtherapie signifikant (HR 0,55, p = 0,0009). Diese Ergebnisse legen nahe, CAR-T-Zell-Therapien bereits nach dem 1. Rezidiv einzusetzen.

In der offenen, randomisierten, internationalen Studie wurden 419 MM-Patienten mit 1 bis 3 Vortherapien zwischen Juli 2020 und November 2021 randomisiert mit einer Infusion von Cilta-Cel (n = 208) oder der Standardtherapie (n = 211) aus Pomalidomid/Bortezomib/Dexamethason oder Daratumumab/Pomalidomid/Dexamethason behandelt.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 15,9 Monaten war in der 1. Analyse das mediane PFS in der Cilta-Cel-Gruppe nicht erreicht, in der Vergleichsgruppe lag es bei 11,8 Monaten (HR = 0,26). In der zweiten Zwischenanalyse mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 33,6 Monaten wurde das mediane PFS mit Cilta-Cel weiterhin nicht erreicht (HR 0,29). Das mediane OS war mit Cilta-Cel (95%-KI = nicht auswertbar bis nicht auswertbar) und mit der Standardtherapie (95%-KI = 37,7 Monate bis nicht auswertbar) nicht erreicht (HR = 0,55, p = 0,0009).


Nebenwirkungen vom Schweregrad 3 traten bei 14% in der Cilta-Cel-Gruppe und 37% in der Standardtherapie-Gruppe auf, von Nebenwirkungen vom Schweregrad 4 waren 75% bzw. 56% der Patienten betroffen. Meist handelte es sich um Anämien und Neutropenien.

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Der CDU-Wirtschaftsrat
Ich hatte mit dieser aggressiven Lobbyorganisation des Sozialabbaus schon in meiner Zeit als Journalist zu tun, damals war die Agenda die Abschaffung des Kündigungsschutzes. Ziel dieser Organisation ist eigentlich die Erhöhung der Profitrate - oder das Entgegenwirken gegenüber dem tendenziellen Fall der Profitrate - durch Verschärfung oder Erhöhung der unmittelbaren Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Und solange das im öffentlichen Diskurs nicht gesagt wird haben wir auch keine linksgrünen öffentlichen Medien. Jetzt also Auskopplung der Zahnarztbehandlung aus den Kassen. Wer Solches vorschlägt dem gehören die Zähne mit einem Vierkantholz ausgeschlagen. Wahrscheinlich denken die auch noch, all die ArbeitnehmerInnen und Arbeitslosen könnten sich ja auch privat versichern. Oder sich mit Winkelspiegel und Dremel selbst behandeln.

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Dienstag, 3. Februar 2026
Neuer Trend: „Hara Hachi Bu“: Ist es gesünder, den Magen nur zu 80% zu füllen?
7 Tipps für achtsames Essen
Maria Weiß

30. Januar 2026

„Hara Hachi Bu“ steht für eine konfuzianisch-japanische Ernährungsphilosophie, die vor allem auf Mäßigung und Achtsamkeit beim Essen beruht. Kernpunkt ist, dass man aufhört zu essen, wenn der Magen zu etwa 80% gefüllt ist. Als reine Diätmethode, mit der sich schnelle Gewichtsverluste erzielen lassen, sollte man es aber nicht betrachten.

Hara Hachi Bu ist in vor allem in Regionen etabliert, in denen besonders viele gesunde über 100-Jährige leben. Dazu gehören auch die Okinawa-Inseln, auf denen Hara Hachi Bu als Ernährungsform angeblich seit Jahrhunderten etabliert ist.

Viele wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Konzept gibt es nicht. Die wenigen dazu durchgeführten Studien zeigen im Durchschnitt eine geringere langfristige Gewichtszunahme und einen niedrigeren durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI). In einer Studie mit 330 Männern wurde beobachtet, dass eine Befolgung des Ernährungskonzeptes mit einer gesünderen Ernährung mit mehr Gemüse und weniger Kohlenhydraten einhergeht.


Im Prinzip ähnelt Hara Hachi Bu dem Konzept des achtsamen oder intuitiven Essens, bei dem man verstärkt auf die eigenen Hunger- und Sättigungssignale des Körpers achtet, erklärt Aisling Pigott, Dozentin für Ernährungswissenschaft an der Cardiff Metropolitan University, Wales/UK. Essstörungen wie übermäßig restriktives Essen, Essattacken und übermäßige Nahrungsaufnahme werden dadurch reduziert, und es wird häufiger zu gesunden Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse gegriffen.

Die Ernährungsexpertin gibt 7 Tipps, wie sich solch ein achtsames intuitives Ernährungskonzept umsetzen lässt:

1. Bestandsaufnahmen
Hier sollte man sich fragen, ob man wirklich körperlich Hunger empfindet, der auch nicht nach wenigen Minuten wieder verschwindet. Bei solch einem „echten Hunger“ sollte man auch essen. Wird das Bedürfnis ignoriert, wird der Hunger nur größer und das Risiko sich zu überessen nimmt zu.


Beruht der Wunsch nach Essen dagegen nur auf Gewohnheit, Langeweile oder Stress, sollte man einen Moment innehalten, um das Essen nicht als standardmäßige Kompensation einzusetzen.

2. Keine Ablenkungen während des Essens
Es sollte während der Mahlzeit nur ums Essen, Genießen und Nachspüren gehen. Essen vor dem Bildschirm sollte tabu sein, da dadurch verhindert wird, dass man körperliche Sättigungssignale wahrnimmt. Auch dies fördert Überessen.

3. Langsam essen und jeden Bissen genießen
Man sollte dem Essen immer die gleiche Aufmerksamkeit wie in einem Gourmetrestaurant zukommen lassen. Das führt dazu, dass man langsamer isst, bewusster kaut und versucht zu schmecken, was in dem Gericht enthalten ist. Dies hilft auch zu bemerken, wann man ausreichend satt ist.


4. Angenehm satt, aber nicht überfüllt
Teilt man das Bedürfnis nach Essen in eine Skala von 1 bis 10 ein (Hunger wäre 1, 10 dagegen ein Sättigungsgefühl, dass man sich am liebsten hinlegen will), sollte man eine 8 – entsprechend 80% Sättigung – anstreben. Hierbei fühlt man sich wohlig und zufrieden, ohne ein übermäßiges Völlegefühl. Dies spürt man leichter, wenn man langsam und in Ruhe isst.

5. Mahlzeiten in Gemeinschaft einnehmen
Mensch, die allein essen, neigen viel eher dazu, die Mahlzeiten vor dem Bildschirm einzunehmen. Essen ist aber eine gesellige Angelegenheit, und der Genuss wird zusammen mit anderen Menschen größer. Die Mahlzeit bekommt so auch eine größere Bedeutung zu. Auch dies kann ein Schlüssel zur Langlebigkeit sein.


6. Nährstoffe bewusst auswählen
Auch bei Hunger sollte man nicht einfach nach den nächstbesten sättigenden Nahrungsmitteln greifen. Vielmehr sollte jede Mahlzeit eine ausgewogene Nährstoffbilanz mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen haben. Bekommt der Körper nicht genug von diesen Stoffen, wird er schnell wieder Hungersignale aussenden.

7. Empathie für sich selbst
Im Rahmen von Hara Hachi Bu ist es nicht nötig, perfekte Mahlzeiten nach strengen Regeln einzunehmen oder Kalorien zu zählen. Solche restriktiven Ernährungskonzepte führen nur dazu, dass man sich schlecht fühlt, wenn Regeln verletzt wurden. Vielmehr sollte man sich der Bedürfnisse des eigenen Körpers bewusstwerden und sich im Einklang mit dem eigenen Körper ernähren. Dies führt in der Regel von ganz allein zur Mäßigung.

Vorsicht ist bei sportlich sehr aktiven Menschen, Kindern, Älteren und chronisch Kranken geboten, die einen höheren oder spezifischen Ernährungsbedarf haben. Für allen anderen gilt: Genussvoll essen, ohne dabei zu übertreiben.


Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Coliquio.de.

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Donnerstag, 29. Januar 2026
Streets of Minneapolis - The Boss singt wie es ist
https://www.youtube.com/watch?v=wWKSoxG1K7w

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Michael Klauß, AfD, fordert ICE-Agenten, die auf Deutschlands Straßen aufräumen
Zitiert nach Folgsschwärmer auf Facebook

"Wenn ein AfD-Abgeordneter davon fantasiert, ausländische Abschiebe-Behörden nach Deutschland zu holen, um „auf den Straßen aufzuräumen“, dann ist das kein Ausrutscher. Es ist ein Blick in die politische Zukunft, die uns droht, wenn diese Partei Macht bekommt. Sprache wie diese ist der erste Schritt: Menschen werden zu „Problemen“, Straßen zu „Schauplätzen“, staatliche Gewalt zur Lösung.
Genau so beginnt autoritäre Politik. Nicht mit Panzern, sondern mit Worten. Mit der Normalisierung von Entmenschlichung. Mit der Idee, dass Rechtsstaat, Grundrechte und Menschenwürde verhandelbar seien.
Wer heute in die USA schaut, sieht, wohin das führt: Militarisierte Behörden, politische Feindbilder, der Abbau demokratischer Kontrolle, Angst als Regierungsinstrument. Eine Gesellschaft, in der Macht nicht mehr begrenzt, sondern demonstriert wird. Wer glaubt, „das könne hier nicht passieren“, verkennt die Geschichte – und die Strategie der AfD.
Die AfD steht nicht für Ordnung, sie steht für Willkür. Nicht für Sicherheit, sondern für Einschüchterung. Nicht für Freiheit, sondern für ein autoritäres Staatsverständnis, in dem Gewaltfantasien offen ausgesprochen werden.
Dieses Zitat ist keine Meinung. Es ist eine Warnung. Und wer sie ignoriert, wird sich später nicht darauf berufen können, man habe es nicht kommen sehen."

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Ernährungstrends auf dem Prüfstand: Was bringen Omega-3-Fettsäuren, Keto-Diäten und Intervallfasten wirklich?
Fabienne Rigal, Medscape

29. Januar 2026


Paris – Ob Supplemente mit Omega-3-Fettsäuren, ketogene Diäten oder intermittierendes Fasten – viele Ernährungstrends versprechen schnelle Erfolge für Gewicht, Herz und Stoffwechsel. Doch bei den Journées européennes de la Société française de cardiologie (JESFC 2026) wurde klar: Entscheidend sind wissenschaftliche Belege – und diese sind oft deutlich ernüchternder als Versprechen von Anbietern. In einer Fachsession präsentierten Experten den aktuellen Stand der Forschung.

Omega-3-Fettsäuren: Wissenschaftler raten zu ausgewogener Ernährung
Dr. François Paillard, Kardiologe am Zentrum für kardiovaskuläre Prävention des Universitätsklinikums Rennes, ging der Frage nach, welche Rolle Omega-3-Fettsäuren tatsächlich in der Herz-Kreislauf-Prävention spielen. Dabei stellte er zunächst klar, dass vor allem 3 Omega-3-Fettsäurderivate relevant sind: ALA, EPA und DHA.

ALA (Alpha-Linolensäure) findet sich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinsamen, Walnüssen, Chiasamen oder Rapsöl. Daneben gibt es die beiden „marinen“ Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die vor allem in fettem Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering sowie in Fischöl enthalten sind.


Wer regelmäßig Fisch isst – idealerweise 2 Fischmahlzeiten pro Woche, darunter mindestens eine Portion fetten Fisch – kann nach aktueller Datenlage mit einer moderaten Senkung kardiovaskulärer Ereignisse rechnen. Auch die Gesamtsterblichkeit scheint in diesem Zusammenhang niedriger zu sein als bei Menschen mit niedrigerem Konsum.

Deutlich negativer fällt sein Fazit für Nahrungsergänzungsmittel aus: Die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren in niedriger Dosierung, also etwa 1 g pro Tag, ist für die Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen weitgehend wirkungslos. Eine mögliche Ausnahme könnten Menschen sein, die überhaupt keinen Fisch verzehren oder durch Nahrungsergänzungsmittel zumindest einen Mangel ausgleichen.

Hochdosis-Omega-3-Supplemente: Nutzen möglich – aber nicht ohne Risiko
Bei hochdosierten Präparaten ergibt sich ein deutlich differenzierteres Bild. Paillard verwies darauf, dass mehrere randomisierte Studien positive Effekte einer EPA-Supplementierung gezeigt hätten.


Vor diesem Hintergrund seien auch Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zu verstehen: Experten schlagen auf dem Evidenzniveau IIa vor, bei ausgewählten Hochrisiko-Patienten Omega-3-Fettsäuren in Erwägung zu ziehen – konkret eine hochdosierte EPA-Therapie mit 2-mal 2 g pro Tag zusätzlich zur Statin-Therapie. Das gilt vor allem bei Personen mit erhöhten Triglyzeridwerten zwischen 1,5 und 5,6 mmol/l, deren Werte trotz Statinen nicht ausreichend kontrolliert werden.

Gleichzeitig warnte Paillard vor Gefahren, die häufig unterschätzt werden: dem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern. Zwischen der Einnahme von EPA und DHA und diesem Risiko bestehe offenbar eine U-förmige Beziehung, so der Experte. Während eine Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren über natürliche Nahrungsquellen tendenziell eher mit einem sinkenden Risiko verbunden sei, könne es unter hochdosierter Supplementierung ansteigen. Genau deshalb, so Paillard, sei eine sorgfältige Auswahl geeigneter Patienten entscheidend, wenn eine Hochdosistherapie in Betracht gezogen werde.

Keto-Diät und intermittierendes Fasten überzeugen kaum
Im 2. Teil der Session standen aktuelle Diättrends wie die ketogene Ernährung („Keto“) und „Low Carb“ im Fokus. Gemeint ist damit ein Ernährungskonzept, das stark kohlenhydratreduziert ist, ohne jedoch zwingend Fett, Eiweiß oder die Gesamtkalorienmenge zu begrenzen. Das Grundprinzip ist keineswegs neu: Es reicht bis in die 1970er-Jahre zurück, als der Ansatz unter dem Namen Atkins-Diät populär wurde und bereits kurz darauf in JAMA kritisch diskutiert wurde. Inzwischen liegt mit einem Cochrane Reviewauch eine umfassende Auswertung zur Evidenz vor.


Prof. Dr. Claire Carette, Ernährungsmedizinerin und Diabetologin am Pariser HEGP, wies auf eine methodische Herausforderung hin: In der Ernährungsmedizin ließen sich randomisierte Studien praktisch nie doppelblind durchführen. Dieses strukturelle Problem müsse bei der Interpretation aller Diätstudien grundsätzlich mitgedacht werden.


Insgesamt zeigen die Daten, dass eine ketogene Ernährung langfristig zu keiner besseren Gewichtsabnahme führt als andere Diätformen. Es gibt auch keine überzeugenden Hinweise auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Damit wird die häufig geäußerte Behauptung, Keto sei grundsätzlich „gefährlich fürs Herz“, zumindest durch die aktuelle Evidenz nicht gestützt. Dennoch schneiden in vielen Untersuchungen hinsichtlich Blutzuckerparametern und metabolischer Kontrolle mediterrane Ernährungsmuster besser ab.

Carette machte außerdem deutlich, dass die wissenschaftliche Diskussion oft Idealformen von Diäten betrachtee, während die eigentliche Hürde meist im Alltag liege: Die langfristige Adhärenz sei bei nahezu allen restriktiven Ernährungsformen schlecht; hohe Abbruchraten seien in Studien ein wiederkehrendes Problem.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Atkins-Diät, die häufig mit einer deutlich reduzierten Ballaststoffzufuhr einhergeht. Das könnte langfristig mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko in Zusammenhang stehen.


Intermittierendes Fasten: Bei Übergewicht keine Vorteile in großen Studien
Auch das intermittierende Fasten wurde auf dem Kongress eher kritisch eingeordnet. Das Konzept zielt darauf ab, das tägliche Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme zu verkürzen. Allerdings existieren dafür sehr unterschiedliche Varianten und Protokolle, was die Studienlage zusätzlich schwer vergleichbar macht.

Für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas zeigen große Studien, unter anderem veröffentlicht in JAMA Internal Medicine und im NEJM, keinen klaren Vorteil – weder beim Gewichtsverlust noch bei wichtigen metabolischen Parametern.

Bei Menschen mit Diabetes könnten sich dagegen durchaus kardiometabolische Verbesserungen abzeichnen, etwa bei bestimmten Risikomarkern oder sogar bei der linksventrikulären Auswurffraktion. Carette mahnte jedoch zur Vorsicht: Viele dieser Ergebnisse basieren auf Studien mit kurzer Laufzeit und mit vergleichsweise kleinen Teilnehmerzahlen, sodass ihre Aussagekraft begrenzt bleibt. Belastbare Langzeitdaten fehlen.

Einen breiteren Überblick liefert ein im NEJM publizierter Review, der insgesamt vor allem 2 Ernährungsmuster bewertte werden: Die mediterrane Ernährung weist die robusteste Evidenz für positive Effekte auf die kardiovaskuläre Gesundheit auf, während die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) vor allem in der Behandlung des Bluthochdrucks gut untersucht wurde. Carette erinnerte auch daran, dass restriktive Ernährungsformen grundsätzlich Risiken bergen, etwa ein erhöhtes Auftreten von Essstörungen oder ein problematischem Essverhalten.


Zucker bleibt Zucker: Entscheidend ist die Menge – nicht die Moral
Zum Abschluss der Session richtete Dr. Kévin Seyssel, Ernährungsberater aus Corbas bei Lyon, den Blick auf die oft emotional und moralisierend geführte Social-Media-Debatte rund um Zucker. Formate wie „No sugar challenge“ oder die Darstellung von Zucker als regelrechter „Teufel“ seien aus seiner Sicht vor allem populistisch – und wissenschaftlich meist viel zu grob vereinfachend. Statt dramatischer Botschaften plädierte Seyssel daher für einen pragmatischen Umgang und eine Orientierung an etablierten, evidenzbasierten Empfehlungen.

Als Maßstab nannte er unter anderem die Leitlinien der WHO: Bei einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kilokalorien sollte die Zuckeraufnahme 50 g pro Tag nicht überschreiten. Und die französischen Behörde ANSES (Agence nationale de sécurité sanitaire de l'alimentation, de l'environnement et du travail) rät, täglich rund 30 g Ballaststoffe aufzunehmen.

Jenseits dieser vergleichsweise moderaten Orientierungswerte sei eine gewisse Skepsis gegenüber Panik machenden Botschaften angebracht, insbesondere, wenn sie mit Schuldzuweisungen arbeiteten und mehr moralischen Druck erzeugten als wissenschaftlich fundierte Orientierung zu bieten, gab Seyssel zu bedenken.

https://deutsch.medscape.com/viewarticle/ern%C3%A4hrungstrends-dem-pr%C3%BCfstand-was-bringen-omega-3-2026a100024i?ecd=WNL_mdplsfeat_260129_mscpedit_de_etid8065251&uac=389796AZ&impID=8065251

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Mittwoch, 28. Januar 2026
Gerlinde Kaltenbrunner
Ich hatte die Gelegenheit, die wohl bedeutendste Bergsteigerin unserer Zeit zu treffen. Eine wahrlich faszinierende Begegnung und ein atemberaubender Vortrag, der sich in zwei Teile gliederte: Die geistige Dimension des Bergsteigens und das absolute Nonplusultra einer Tour:

Der K2 über die Nordroute. Schon die Anreise erfolgte spektakulär auf Kamelrücken durch die wüsteste aller Wüsten, die Takla Makan, was eine Woche dauerte.



8611 m ohne Sauerstofflasche und ohne Träger.
Wir erfuhren, dass eine vegane, hauptsächlich aus Obst bestehende Ernährung die Voraussetzung ist das zu schaffen, denn Fleisch oder auch Käse oder fetthaltige Mehlspeisen würden so viel Sauerstoff in der Leber binden, dass man Gefahr läuft zu ersticken.



Klettern bei - 27 Grad und 2 m Neuschnee, das liegt jenseits meiner Vorstellungskraft. Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann ist die Begeisterung bei einer solchen Tour, die auch für mich Ansporn zu neuen Unternehmungen ist. Der Funke sprang über.





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Was Ice über den Tod von Pretti erzählt und was der erste Untersuchungsbericht sagt
https://www.gmx.net/magazine/politik/us-politik/starb-alex-pretti-bericht-stellte-us-regierung-dar-41833158

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Einer meiner liebsten Verhörer
Ist Big City Life von Mattafix, wo es in einem etwas eigenartigen Englisch (karibo-kreolisch) heißt: "Pressure nah ease up no matter how hard me try"

(in normalem Englisch hieße das "The pressure doesn't let up, no matter how hard I try.")

und ich jedesmal verstehe "It pressed me up to the Matterhorn, hard to try".

Na ja, das liegt wohl auch an meinem Hobby.



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