16. April 2026
Eine neue Studie sorgt für Schlagzeilen: Tägliche Multivitamine sollen die biologische Alterung verlangsamen. Doch Prof. Dr. F. Perry Wilsons kritischer Blick auf die Daten zeigt: Der Effekt ist minimal – und existiert möglicherweise gar nicht. Wilson ist außerordentlicher Professor für Medizin und Public Health, Direktor des Clinical and Translational Research Accelerator in Yale und regelmäßiger Kommentator auf Medscape.com. Das Transkript wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit redigiert.
"Willkommen bei Impact Factor, Ihrer wöchentlichen Einordnung einer neuen medizinischen Studie. Ich bin Dr. F. Perry Wilson von der Yale School of Medicine.
Momentan sorgt eine neue Studie für Schlagzeilen – immerhin handelt es sich um eine randomisierte Studie. Ihr Ergebnis: Die tägliche Einnahme eines Multivitamins soll die biologische Alterung deutlich verlangsamen.
Doch es gibt ein Problem. Wer die Studie tatsächlich im Detail liest, erkennt schnell: Diese Multivitamine bewirken im Grunde so gut wie nichts.
Beobachtungsstudien mit Bias; randomisierte Arbeiten ohne Effekt
Ich stehe Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln seit Jahren eher kritisch gegenüber. Meiner Ansicht nach ist ein Großteil der Beobachtungsstudien durch den sogenannten Healthy-User-Effekt verzerrt: Menschen, die regelmäßig Vitamine einnehmen, haben häufig auch in anderen Bereichen einen gesünderen Lebensstil. Auch zeigen randomisierte Studien zu Nahrungsergänzungsmitteln überwiegend keine überzeugenden Effekte.
Allerdings leben wir in einer Zeit schneller persönlicher Angriffe. Bevor mir also jemand vorwirft, ich würde im Interesse der Pharmaindustrie argumentieren, sei erwähnt: Bei der Studie, über die ich heute sprechen werde, untersuchten Forscher das Präparat Centrum Silver – damals produziert von einem Joint Venture zwischen Pfizer und GlaxoSmithKline.
Die COSMOS-Studie: Kakao, Vitamine und hohe Erwartungen
Die betreffende Arbeit erschien im renommierten Fachjournal Nature Medicine. Sie ist eine Subanalyse der COSMOS-Studie, der „Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study“.
Wer in dem Bereich arbeitet, kennt diesen Namen vermutlich. COSMOS sollte ursprünglich klären, ob Kakao – oder ein Bestandteil davon – vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen kann. Finanziert wurde die Studie unter anderem vom Süßwarenhersteller Mars. Der primäre Endpunkt fiel jedoch negativ aus. In einigen sekundären Analysen fanden sich zwar Hinweise auf mögliche kardiovaskuläre Vorteile von Kakao. Doch ein klarer Effekt ließ sich nicht belegen.
Die Studie umfasste auch einen Multivitamin-Arm. Genauer gesagt handelte es sich um ein 2×2-faktorielles Studiendesign: Ein Teil der Teilnehmenden erhielt ein Multivitamin plus Placebo, ein anderer ein Kakao-Supplement plus Placebo. Eine 3. Gruppe bekam sowohl Multivitamin als auch Kakao, während eine 4. Gruppe 2 Placebos erhielt. Solche faktoriellen Designs gelten als elegante Methode, um gewissermaßen 2 Studien zum Preis von anderthalb durchzuführen.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Die COSMOS-Studie hat inzwischen eine ganze Reihe weiterer Analysen hervorgebracht. Dazu gehört auch die COSMOS-Mind-Studie, die darauf hindeutete, dass die Einnahme eines Multivitamins möglicherweise positive Effekte auf die kognitive Leistungsfähigkeit zeigen könnte. Der Kardiologe Dr. Chris Labos hat zu dieser Arbeit allerdings einen lesenswerten Beitrag veröffentlicht, der diese Ergebnisse deutlich relativiert.
Untersuchung der Alterung anhand epigenetischer Marker
In der aktuellen Auswertung wird die Studie nun genutzt, um einen anderen Aspekt zu untersuchen: das Altern selbst – genauer gesagt das Altern, gemessen anhand epigenetischer Alterungsuhren. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Im Grunde verändert sich unsere DNA im Laufe des Lebens ein wenig. Dabei geht es weniger um Variationen im eigentlichen genetischen Code – auch wenn sich im Laufe der Zeit durchaus einige Mutationen ansammeln können.
Entscheidend sind vielmehr kleine chemische Gruppen, die sich an DNA-Strang anlagern, insbesondere Methylgruppen. Man kann sie sich ein wenig wie Staub vorstellen, der sich im Laufe der Jahre langsam auf einem Kaminsims absetzt. Mit zunehmendem Alter sammeln sich diese Markierungen an – und mehrere Forschungsgruppen konnten zeigen, dass ihr Muster erstaunlich gut mit dem tatsächlichen Lebensalter eines Menschen korreliert.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Natürlich ist diese Korrelation nicht perfekt. Manche Menschen haben gewissermaßen mehr „Staub auf dem Kaminsims“ ihrer DNA, als es ihr tatsächliches Alter vermuten ließe, andere weniger. Mehrere Studien zeigen jedoch, dass die Differenz zwischen chronologischem und biologischem Alter klinische Bedeutung haben kann, etwa in Hinblick auf ein erhöhtes Risiko für Tod, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.
Das Problem: Während es für das kalendarische Alter nur eine einzige Referenz gibt – schließlich sind sich alle einig, wie viele Tage ein Jahr hat –, existieren verschiedene epigenetische Uhren. Im Grunde handelt es sich dabei um Algorithmen, die auf unterschiedliche Weise trainiert wurden. Sie verarbeiten ähnliche, aber nicht identische Datensätze und liefern am Ende eine Zahl. Diese Ergebnisse stimmen nicht immer überein. Wie stark sie voneinander abweichen können, wird gleich noch deutlich. Doch zunächst ein Blick auf die Grundlagen der Studie.
Von den rund 21.000 Teilnehmenden der ursprünglichen COSMOS-Studie wurden 958 Personen zufällig ausgewählt, bei denen DNA-Methylierungsanalysen durchgeführt wurden und die die Qualitätskontrollen bestanden. Durch die Randomisierung der Gesamtstudie verteilten sich auch in dieser Teilgruppe die vier Behandlungsarme relativ gleichmäßig.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Die untersuchte Gruppe ähnelt stark der Gesamtpopulation der großen COSMOS-Studie: überwiegend ältere Menschen mit einem durchschnittlichen Alter von etwa 70 Jahren, rund die Hälfte davon Frauen. Eine Besonderheit dieser Analyse ist allerdings, dass Personen ausgeschlossen wurden, die innerhalb des 2-jährigen Studienzeitraums Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs als neue Diagnose erhalten haben.
Damit sollte sichergestellt werden, dass die Ergebnisse tatsächlich „gesundes Altern“ widerspiegeln und nicht durch den Einfluss einer neu auftretenden Krankheit verzerrt werden. Allerdings widerspricht dieses Vorgehen einem meiner epidemiologischen Grundsätze: „Du sollst deine Analyse nicht von Informationen abhängig machen, die erst in der Zukunft entstehen.“ In diesem Fall wollen wir darüber hinwegsehen.
Zu 3 Zeitpunkten, zu Beginn der Studie sowie nach einem und nach 2 Jahren, wurde bei allen Teilnehmenden das biologische Alter bestimmt. Dafür nutzten die Forscher gleich 5 verschiedene Algorithmen, die auf DNA-Methylierungsdaten basieren.
Genau hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Daten. Denn während man bei einer „Uhr“ normalerweise eine sehr präzise Messung erwartet, trifft das auf epigenetische Alterungsuhren nur eingeschränkt zu.
Das zeigt sich etwa in Streudiagrammen, in denen die Ergebnisse verschiedener epigenetischer Uhren miteinander verglichen werden. Betrachtet man zum Beispiel das biologische Alter nach der Horvath-Methode im Vergleich zur GrimAge-Methode, entsteht eine große Punktwolke. Ein solches Muster deutet darauf hin, dass diese Verfahren trotz des Begriffs „Uhr“ offenbar nicht exakt dasselbe biologische Phänomen messen.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
20 verschiedene Hypothesen im Fokus
Betrachtet man die neue Analyse im klassischen Schema von Exposition und Ergebnis, wird die Struktur der Studie klarer. Es gibt 2 Expositionen: zum einen ein Kakao-Extrakt (finanziert von Mars), zum anderen das Multivitaminpräparat Centrum Silver (damals von Pfizer und GlaxoSmithKline produziert). Beide Interventionen wurden den Teilnehmern zufällig zugewiesen. Methodisch ist das Design zunächst einmal sauber.
Auf der Ergebnis-Seite stehen 5 verschiedene epigenetische Alterungsuhren. Allerdings wurden diese nicht nur einmal gemessen, sondern zu 2 Zeitpunkten – nach einem Jahr und nach 2 Jahren. Eine einfache Rechnung zeigt daher, dass insgesamt 2 × 5 × 2, also 20 verschiedene Hypothesen, getestet werden. Eine klar definierte primäre Hypothese oder ein einzelner primärer Endpunkt wird jedoch nicht angegeben.
Wer sich durch das Supplement der Studie arbeitet, findet tatsächlich alle diese 20 Analysen im Detail aufgelistet. Genau dort tauchen sie auf – sämtliche getesteten Kombinationen.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Von diesen zwanzig Tests überschreiten nur 2 die übliche Schwelle für statistische Signifikanz, also mit einem p-Wert von unter 0,05. Diese Grenze bedeutet: Wenn man 20 statistische Tests durchführt, ist es durchaus zu erwarten, dass mindestens einer davon allein durch Zufall „signifikant“ ausfällt. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass 2 oder mehr solcher scheinbar positiven Ergebnisse rein zufällig auftreten, bei rund 26%.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
In der Studie zeigten sich 2 statistisch positive Zusammenhänge zugunsten der Multivitamin-Gruppe. Teilnehmer, die zufällig der Einnahme eines Multivitamins zugeteilt wurden, wiesen nach 2 Jahren eine geringere Veränderung der epigenetischen Alterungsmarker „PhenoAge“ und „GrimAge“ auf als die Placebogruppe. Konkret stieg der PhenoAge-Wert in der Multivitamin-Gruppe im Durchschnitt um etwa 0,4 Jahre weniger als bei den Personen ohne Supplement.
Allerdings ist dieses Ergebnis mit Vorsicht zu interpretieren. Die Daten weisen eine erhebliche Streuung auf, sodass der Unterschied von 0,4 Jahren statistisch lediglich einem Effekt von 0,08 Standardabweichungen entspricht. In der wissenschaftlichen Forschung gelten Effekte unterhalb von 0,2 Standardabweichungen als sehr klein. Zudem ist nicht sicher, ob der beobachtete Unterschied tatsächlich real ist oder lediglich durch multiple Vergleiche entstanden sein könnte – also dadurch, dass viele statistische Tests gleichzeitig durchgeführt worden sind.
Das Problem der multiplen Vergleiche
Die Autoren der Studie geben selbst an, ihre Analysen nicht für multiple Vergleiche korrigiert zu haben. Ihre Begründung lautet, dass die verschiedenen epigenetischen Uhren miteinander korreliert seien und daher nicht wie vollständig unabhängige Messungen behandelt werden sollten.
Dieses Argument ist jedoch wissenschaftlich umstritten. Zum einen sind diese Marker nicht so stark miteinander korreliert, wie häufig angenommen wird. Zum anderen existieren in der Statistik verschiedene etablierte Methoden, um auch bei korrelierten Endpunkten das Risiko von Fehlentdeckungen zu verringern. Ohne eine solche Korrektur steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein scheinbar signifikanter Effekt lediglich zufällig zustande gekommen ist.
Epigenetische Marker sind nur Ersatzgrößen
Selbst wenn man annimmt, dass der beobachtete Effekt real ist, bleibt eine grundlegende Frage offen: Bedeutet eine Veränderung der DNA-Methylierung tatsächlich, dass sich der Alterungsprozess verlangsamt?
Die epigenetischen Uhren sind klassische Surrogatmarker. Dabei handelt es sich um Messgrößen, die mit wichtigen gesundheitlichen Ergebnissen korrelieren, aber nicht identisch mit diesen sind. Manchmal führt eine Veränderung eines solchen Markers tatsächlich zu einer Verbesserung klinischer Endpunkte – manchmal jedoch nicht.
Ein Beispiel für einen funktionierenden Surrogatmarker ist der Blutdruck. Ein erhöhter Blutdruck ist mit einem höheren Schlaganfallrisiko verbunden, und eine Behandlung, die den Blutdruck senkt, reduziert nachweislich auch das Risiko für Schlaganfälle.
Doch nicht jeder Marker funktioniert auf diese Weise. Griffkraft etwa ist ein guter Indikator für Gebrechlichkeit im Alter. Wenn ältere Menschen jedoch ihre Griffkraft durch regelmäßiges Training mit einem Stressball verbessern, führt das nicht automatisch zu besseren gesundheitlichen Ergebnissen.
Wir wollen aber wissen: Selbst wenn Multivitamine bestimmte epigenetische Marker beeinflussen sollten – bedeutet das tatsächlich, dass Menschen dadurch langsamer altern oder länger gesund bleiben? Genau diese Frage bleibt durch die vorliegenden Daten weiterhin unbeantwortet.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Ist die DNA-Methylierung also tatsächlich der Mechanismus des Alterns – oder lediglich ein Marker dafür?
Falls sie nur ein Indikator des Alterungsprozesses ist, stellt sich die Frage, wie relevant es überhaupt wäre, wenn Multivitamine diese Werte verändern. Genau diesem Punkt gehen die Autoren der Studie nach. Sie argumentieren, dass ein wichtiger Endpunkt in diesem Zusammenhang die kognitive Leistungsfähigkeit ist.
In einer früheren Untersuchung derselben Forschungsgruppe zeigte sich ein kleiner positiver Effekt von Multivitaminen auf die kognitive Funktion. Daher wollten die Autoren wissen, ob diese Verbesserung durch die in der aktuellen Studie beobachteten Veränderungen der DNA-Methylierung erklärt werden kann.
Die Antwort lautet jedoch: nein. Es zeigte sich keine signifikante Vermittlung der kognitiven Leistungsfähigkeit durch Veränderungen der epigenetischen Uhren. Wenn Vitamine tatsächlich das Denken verbessern, dann geschieht dies offenbar nicht über diesen Mechanismus.
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photo of Cocoa Supplement and Multivitamin Outcomes Study
Mittlerweile liegen einige Publikationen aus dieser randomisierten Untersuchung vor, die verschiedene gesundheitliche Bereiche betrachten. Insgesamt sind die Ergebnisse jedoch – offen gesagt – wenig beeindruckend. Es zeigen sich lediglich kleine Effekte in sehr spezifischen Analysen, die sich innerhalb desselben Datensatzes nicht breiter bestätigen lassen und auch durch andere Studien zu Vitamintherapien nicht gestützt werden.
Wir alle altern – das gehört definitionsgemäß zum Leben. Und natürlich möchte ich diesen Prozess ebenso gern verlangsamen wie jeder andere. Mikronährstoffe und Vitamine könnten dabei durchaus eine Rolle spielen. Dennoch bin ich überzeugt, dass der Nutzen einer vielfältigen, ausgewogenen Ernährung als Quelle für diese Nährstoffe deutlich größer ist als der mögliche Vorteil – falls es ihn überhaupt gibt – von Vitaminen in Tablettenform."
Der Beitrag ist im Original erschienen auf Medscape.com.
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Infektiologie-Newsblog, Update vom 16. April 2026
COVID-19, Influenza, RSV – die Trends in Deutschland
Long-COVID: Nach wie vor immense gesundheitsökonomische Folgen
Long-COVID: Antidepressivum Fluvoxamin lindert Fatigue
Influenza: So effektiv ist die Grippeimpfung bei Kindern
H. pylori: Probiotikum kann die Eradikation verbessern
TBC: Impfstoffe zeigen in Phase-3-Studien einen gewissen Schutz
COVID-19, Influenza, RSV – die Trends in Deutschland
Auf der Website „Infektionsradar“ stellt das Bundesministerium für Gesundheit Trends bei akuten Atemwegserkrankungen (ARE) zusammen. Die neuesten 7-Tage-Inzidenzen (laborbestätigte Fälle je 100.000 Einwohner):
Aktuelle Woche Vorwoche
COVID-19 0,3 0,2
Influenza 0,74 1,16
Respiratorisches Synzytialvirus (RSV) 4,29 4,10
Die Erkältungssaison in Deutschland verliert laut RKI weiter an Dynamik. In der 15. Kalenderwoche 2026 ist die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung erneut zurückgegangen: Sie liegt inzwischen auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Wochen: Die typische Winterwelle ist weitgehend abgeklungen.
Ein Blick auf virologischen Daten zeigt, welche Erreger aktuell zirkulieren: In den untersuchten Proben dominierten vor allem Rhinoviren, gefolgt von Adenoviren, Respiratorischen Synzytialviren (RSV) und humanen Metapneumoviren (hMPV). Auffällig ist, dass weder Influenza-Viren noch SARS-CoV-2 in den Sentinelproben nachgewiesen wurden – ein klares Zeichen für das Ende der klassischen Grippe- und COVID-Welle in dieser Saison.
Long-COVID: Nach wie vor immense gesundheitsökonomische Folgen
Long-COVID wirft Jahre nach der Pandemie weiterhin einen langen Schatten auf Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften. Auf dem Höhepunkt des Infektionsgeschehens im Jahr 2021 waren weltweit rund 75 Millionen Menschen betroffen; die direkten Gesundheitskosten beliefen sich auf etwa 53 Milliarden US-Dollar. Inzwischen ist die Prävalenz stark gesunken. Doch selbst unter konservativen Annahmen werden die Behandlungskosten in OECD- und EU-Ländern weiterhin bei rund 11 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen. Darauf weist ein neuer Bericht der OECD hin.
Noch schwerer wiegen die indirekten Folgen, etwa weniger Leistungsfähigkeit bzw. häufigere Fehlzeiten im Job und ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Insgesamt könnten dadurch bis zu 0,2% der weltweiten Wirtschaftsleistung pro Jahr verloren gehen. Das sind etwa 210 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Gleichzeitig kritisiert die OECD im Report, dass viele Länder keine klaren Strategien für Diagnose, Versorgung und berufliche Wiedereingliederung etabliert haben. Einheitliche Leitlinien, strukturierte Versorgungspfade und eine bessere Koordination zwischen der Gesundheits-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gelten als entscheidend, um Betroffene zu unterstützen.
Long-COVID: Antidepressivum Fluvoxamin lindert Fatigue
Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie aus Brasilien liefert Hinweise auf eine mögliche Therapieoption bei Long-COVID: Das Antidepressivum Fluvoxamin könnte Fatigue messbar verringern, wie Forscher in den Annals of Internal Medicine berichten.
An ihrer Studie nahmen 399 Erwachsene teil, die mindestens 90 Tage nach bestätigter SARS-CoV-2-Infektion weiterhin unter ausgeprägter Fatigue litten. Sie erhielten über 60 Tage hinweg entweder Fluvoxamin (100 mg 2-mal täglich), Metformin (750 mg 2-mal täglich) oder Placebo. Als primären Endpunkt haben Forscher die Veränderung der Fatigue Severity Scale (FSS) herangezogen.
Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Vorteil für Fluvoxamin: Nach 60 Tagen veränderte der Fatigue-Score im Vergleich zu Placebo um durchschnittlich -0,43 Punkte. Dieser Effekt blieb auch nach 90 Tagen bestehen und verstärkte sich sogar auf -0,58 Punkte weniger. Zusätzlich verbesserten sich unter Fluvoxamin die Lebensqualität. Metformin zeigte keinen signifikanten Nutzen gegenüber Placebo.
Auch beim Sicherheitsprofil schnitt Fluvoxamin günstig ab. Nebenwirkungen traten bei 20,0% der Patienten auf, verglichen mit 28,8% unter Metformin und 29,7% unter Placebo.
Die Autoren weisen jedoch auf Limitationen ihrer Arbeit hin: Die Nachbeobachtungszeit betrug lediglich 90 Tage, sodass unklar bleibt, ob der Effekt langfristig anhält. Zudem konzentrierte sich die Studie auf Fatigue, während andere typische Long-COVID-Symptome wie kognitive Störungen oder Dyspnoe nicht untersucht worden sind.
Influenza: So effektiv ist die Grippeimpfung bei Kindern
Eine Grippeimpfung kann Kinder wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Zu dem Ergebnis kommt eine umfangreiche, in Pediatrics veröffentlichte Analyse.
Für ihre Arbeit haben Forscher Daten aus 7 pädiatrischen Zentren in den USA ausgewertet, und zwar für die Saisons 2021 bis 2024. Eingeschlossen wurden 19.917 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren, die wegen akuter Atemwegsinfektionen ambulant behandelt oder hospitalisiert werden mussten.
Bei 2.831 Kindern (14%) haben Ärzte Influenza nachgewiesen; 17.086 (86%) waren negativ. 8.523 Kinder (43%) waren geimpft, 11.394 (57%) ungeimpft. Die Impfquote blieb über alle Saisons hinweg niedrig: Unter den Kindern ohne Influenza waren je nach Saison nur 44% bis 51% geimpft.
Die Wirksamkeit der Impfung variierte je nach Saison, lag insgesamt jedoch zwischen 34% und 60% beim Schutz vor Influenza-assoziierten Krankenhausaufenthalten und ambulanten Behandlungen. Je nach Virustyp zeigte sich ein unterschiedlicher Schutz: Gegen Influenza B betrug die Wirksamkeit 69%, gegen Influenza A/H1N1 53% und gegen Influenza A/H3N2 43%.
Damit bestätigt die Analyse, dass die Grippeimpfung das Risiko für schwere Verläufe und Arztbesuche auch bei Kindern deutlich senken kann. Eine generelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt es bislang nicht, trotz der Forderung von Experten.
H. pylori: Probiotikum kann die Eradikation verbessern
Die Ergänzung einer Standardtherapie gegen Helicobacter pylori mit dem Probiotikum Saccharomyces boulardii könnte die Behandlung wirksamer und besser verträglich machen. Darauf weist eine große Analyse aus dem europäischen Register zur Behandlung von H. pylori hin, in der mehr als 41.000 Therapien ausgewertet wurden. Details sind im Journal Helicobacter nachzulesen.
Die Auswertung umfasste 41.298 Therapien zwischen den Jahren 2013 und 2023. In 2.890 Fällen erhielten Patienten zusätzlich Saccharomyces boulardii. Als Kontrolle zogen die Autoren 38.408 mit Standardtherapie ohne S. boulardii heran. Analysiert wurden die Eradikationsrate und das Auftreten von Nebenwirkungen.
Besonders deutlich zeigte sich der Effekt bei einer Begleittherapie mit Clarithromycin, Amoxicillin und Metronidazol beziehungsweise Tinidazol. Mit zusätzlichem Probiotikum lag die Eradikationsrate bei 93%, ohne Probiotikum bei 90%. Gleichzeitig sank das Risiko für Nebenwirkungen um etwa 20%.
Durchfall trat mit Probiotikum bei 5,0% der Patienten auf, ohne Zusatz bei 7,5%. Geschmacksstörungen wurden in 5,0% statt 7,0% beobachtet, Übelkeit in 4,0% statt 7,0%. Das Risiko von Bauchschmerzen halbierte sich (4,0 % vs. 2,0 %). Ähnliche Effekte zeigten sich bei Dyspepsie (2,5% vs. 3,0 %), Schwäche (2,0 % vs. 4,0 %), Sodbrennen (1,0% vs. 2,0%) und Appetitverlust (0,3% vs. 3,0%).
TBC: Impfstoffe zeigen in Phase-3-Studien einen gewissen Schutz
2 neue TB-Impfstoffe sind sicher, verhindern jedoch keine pulmonale Tuberkulose. Gegen extrapulmonale Verläufe zeigen sich allerdings gute Effekte. Das schreiben Forscher im BMJ.
Im Rahmen der Phase-3-Studie PreVenTB haben sie untersucht, ob die experimentellen Impfstoffe VPM1002 und Immuvac vor Tuberkulose schützen. An der randomisierten Studie nahmen 12.717 gesunde Haushaltskontakte von Patienten mit offener Tuberkulose aus Indien teil. Die Probanden erhielten entweder VPM1002, Immuvac oder Placebo. Sie wurden über 38 Monate hinweg nachbeobachtet.
Dabei erkrankten 1,68% aller Probanden im VPM1002-Arm, 2,09% im Immuvac-Arm und 2,13% in der Placebogruppe. Die Autoren fanden keinen überzeugenden Schutz vor allen TB-Formen oder vor pulmonaler Tuberkulose.
Auffällig war jedoch ein deutlicher Effekt bei extrapulmonaler Tuberkulose: Hier lag die Wirksamkeit von VPM1002 bei rund 50%, für Immuvac bei etwa 33%. Bei Teilnehmern mit positivem Tuberkulin-Hauttest erreichten beide Impfstoffe sogar Schutzraten von rund 65%. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 14 Jahren, bei denen VPM1002 die Gesamt-TB-Rate um etwa 65% verringern konnte.
Beide Impfstoffe wurden gut vertragen. Etwa 1 Drittel der Teilnehmer hatte milde lokale Reaktionen. Immunologisch führten beide Vakzine zu Mycobacterium-tuberculosis-spezifischen polyfunktionalen CD4-T-Zellen.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse: VPM1002 und Immuvac sind sicher, bieten jedoch keinen klaren Schutz vor pulmonaler Tuberkulose. Für extrapulmonale, oft schwerere TB-Verläufe deutet sich ein Nutzen an.
https://deutsch.medscape.com/viewarticle/nutzen-grippeimpfung-kindern-fluvoxamin-long-covid-neue-2026a1000b26?ecd=WNL_mdplsfeat_260416_mscpedit_de_etid8270065&uac=389796AZ&impID=8270065
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Sagt die N. : "Früher waren das alles gute Deutsche Namen, Niehoff, Meyer, Wagner, Heidemann, Schultheiß, Wörner, gibt es keinen Einzigen von mehr, eine Schande ist das!".
Sagt der G.: "Ja, seit der Arisierung ist das so, vorher hießen die Levi, Salomon, Rosenthal, Samuelson, Silbermann, Blumenstein....."
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So, wie wir ja auch in meiner Jugend eine Sprache gebrauchten die die Altvorderen nicht beherrschten. Und deren Ausdrücke heute eher unter Spracharchäologie fallen: Dufte, knorke, toff, schocke, geht ab wie Hacke, Connections haben, GV, Härtner, Drogist, stengelieren, Tausendsassa, Springinsfeld, Maulaffen feilhalten, Turteltäubchen, hurtig, Katzentisch, Tranfunzel, Tropi, Mehlauge, Wuchtbrumme.
Oder der Sprachschatz der Generation meiner Eltern, wo Knast Kittchen hieß oder ein Strafzettel ein Beet war, tanzen schwoofen genannt wurde (dieser Begriff war in meiner Alterskohorte nicht Tanzen allgemein sondern das was heute Klammerblues heißt) und flirten poussieren, leer ausgehen Neese machen oder Korb bekommen hieß. Ein Aufreißer oder auch Dauerkneipenbesucher Geher oder Gänger genannt wurde, ein Mann ohne Charme ein Stiesel und eine schüchterne und unvorteilhaft gekleidete Frau ein Mauerblümchen war. Und ein Ferkel das kein Fett ansetzte als Nichtraucher bezeichnet wurde.
Ich schätze mal, die Youngsters wären auch überfordert wenn man ihnen mit diesem Wortschatz käme ;-)
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Und er selbst so eine Art spiritus rector der eigenen Bewegung und väterlicher Freund eines alten Genossen.
https://www.youtube.com/watch?v=1nrLu7M6iB8&t=2863s
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Was dann zur Rechtfertigung der Tatsache gebraucht wird, dass ganz Gaza in Schutt und Asche gelegt wurde.
Abgesehen davon, dass hier historische Situationen ineins gesetzt werden die völlig unvergleichbar sind und die Antisemitismuskeule zur Komplexitätsreduktion eingesetzt wird stimmt das auch auf einer ganz anderen Ebene faktisch nicht.
Wie ich sowohl als ehemaliger Historiker mit dem Schwerpunkt Faschismus/NS/Zweiter Weltkrieg als auch als Kind von Zeitzeugen weiß bestand die massenpsychologische Breitenwirkung des Bombenkriegs in erster Linie darin, die Deutschen als Kollektiv zusammenzuschweißen. Und das auch bezogen auf Leute, die mit dem NS nicht einverstanden und überzeugt waren, dass Deutschland den Krieg verlieren würde. Man traute den Westallierten nicht zu, dass sie, wie sich dann später zeigen sollte, menschliche Besatzer sein würden. Ein häufig im Schwange befindlicher Spruch in den Jahren 1943-45 lautete: "Genieß den Krieg, der Frieden wird schrecklich!"
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Nun zum Sport....
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https://www.youtube.com/watch?v=E1EppPc2c4A
https://www.youtube.com/watch?v=ezS01hIxaCk
https://www.youtube.com/watch?v=SxHK9Io1cLE&list=RDSxHK9Io1cLE&start_radio=1
https://www.youtube.com/watch?v=OF8jVYTErC4&list=RDOF8jVYTErC4&start_radio=1
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Die Art Angst kenne ich, war ich doch als ich vor langen Jahren massiven Observationen ausgesetzt war selber mal der Paranoia nahe gewesen. Dennoch, würde ich Derartiges erleben - Die Mobber lassen sich nicht ausfindig machen, die Polizei tut nichts, die eigenen Haustiere werden ermordet, es gibt eindeutige Mordaufrufe - verhielte ich mich nicht so verhuscht-passiv wie die Protagonistin. Ich würde nach Antwerpen fahren, einen der spezielleren Flohmärkte dort besuchen und mir mindestens eine Schrotflinte, eher ein Sturmgewehr besorgen um das Mörderpark beim Showdown am Ende des Films vor der eigenen Haustür mit "Bumm" oder "Rattattatat" zu begrüßen.
https://www.stern.de/kultur/tv/streaming--und-tv-ausblick--zdf-film--eine-bessere-welt---es-ist-doch-nur-ein-shitstorm-37245344.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_bessere_Welt_(2025)
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Ich möchte jetzt nicht die ganze Veranstaltung wiedergeben sondern mich darauf beschränken was auf meine Fragen geantwortet wurde. Was hier in wörtliche Rede gesetzt ist entspricht meiner eigenen Mitschrift und wurde nicht ganz wörtlich aber sinngemäß so gesagt.
„Was ich nicht ganz verstehe ist die Schwäche und Passivität der Demokraten. Welche Rolle spielen Gavin Newsom, Gretchen Widmer, Abigail Spanberger und Tim Walz aktuell? Was ist mit MAGA-kritischen Kräften bei den Republikanern, mit den Bushs und Cheneys, Mitch McConnell und Mitt Romney? Wie ist die Basisbewegung in Minnesota einzuschätzen?“
Antwort Hannah Winnick u.a.
„Es gibt einen Unterschied zwischen der Administration und dem Kongress. Da Trump nur über Erlasse regiert und kaum Gesetzesvorlagen einbringt geht das Regierungshandeln am Parlament vorbei. Die Demokraten sind streng legalistisch ausgerichtet und auf der Ebene des praktischen Handelns, der unmittelbaren politischen Aktionen weit von der Bürgerrechtsbewegung entfernt und damit im Augenblick kaltgestellt. Ihre Stunde wird erst mit den Midterms kommen.
Von den Republikanern steht nur etwa ein Drittel hinter Trump. Das ist die MAGA-Bewegung im engeren Sinne, also America-first-Leute, dann weiße Rassisten bis hin zu Alt Right und Ku Klux Klan und die High-Tech Leute (nicht nur die IT-Milliardäre), denen es um freie Bahn für Investitionen in ihr Business geht. Die Mehrheit der Republikaner ist in einer Art Schockstarre. Viele Abgeordnete ziehen sich ins Privatleben zurück, nehmen ihre Mandate nicht wahr oder gehen vorzeitig in den Ruhestand. Die fürchten tatsächlich ermordet zu werden wenn sie sich gegen Trump wenden.
Die Basisbewegung, von Minneapolis und überhaupt Minnesota ausgehend, verbreitet sich inzwischen über die ganzen Staaten. Es handelt sich um eine furchtlose, sehr rasch wachsende Bürger- und Menschenrechtsbewegung und auch Fundamentalopposition wie es sie seit den 68ern nicht mehr gegeben hat. Die demonstrieren inzwischen auch wenn geschossen wird.“
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass ein Teil der Bewegung in Minnesota mit Sezessionsplänen liebäugelt: Dem Austritt aus den USA und dem Eintritt in Kanada, was vom Gouverneur der kanadischen Provinz Ontario auch befürwortet wurde. Von „Minnetoba“ wurde in diesem Zusammenhang schon geredet.
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(Frank Zappa)
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Öl gehört jemandem.
Gas gehört jemandem.
Uran gehört jemandem.
Und dann kommt die Sonne.
Und plötzlich gehört die Quelle niemandem.
Genau darin liegt das eigentliche Problem. Jahrzehntelang war Energie ein Geschäft, weil sie kontrolliert, verknappt und bepreist werden konnte. Wer Zugriff auf Rohstoffe, Förderung und Infrastruktur hatte, bestimmte nicht nur die Versorgung, sondern auch die Abhängigkeit. Energie war nie bloß Technik. Energie war immer Macht.
Mit der Sonne gerät diese Logik ins Wanken. Die Quelle selbst entzieht sich dem Besitz. Wer eine Anlage betreibt, verändert seine Rolle. Aus dem reinen Zahler wird ein Erzeuger. Nicht völlig unabhängig, aber sehr viel schwerer kontrollierbar. Und genau das trifft den Kern eines Systems, das von zentralem Zugriff gelebt hat.
Und kommt mir jetzt keiner mit China. Ja, viele Module werden dort produziert. Aber danach passiert der entscheidende Punkt. Du kaufst Technik einmal und erzeugst dann über Jahre selbst Energie. Kein Konzern kassiert bei jeder Kilowattstunde mit, kein Förderland sitzt dauerhaft am Hebel, kein fossiles Kartell bestimmt, ob deine Quelle fließt oder versiegt.
Natürlich braucht auch Solar Netze, Technik, Speicher und Wartung. Aber die Quelle selbst bleibt frei. Sie lässt sich nicht monopolisieren. Und genau das ist der eigentliche Bruch.
Davor haben Energiekonzerne und alle, die an fossilen Rohstoffen oder Atomkraft verdienen, nicht bloß Respekt. Sie haben Angst. Denn jede Anlage auf einem Dach verschiebt ein Stück Macht. Leise, unspektakulär, aber dauerhaft. Und genau das ist es, was dieses Modell so gefährlich macht für alle, die jahrzehntelang von Kontrolle gelebt haben.
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Ihn selbst habe ich gelesen und im Fernsehen reden gehört, aber nie persönlich erlebt, im Gegensatz zu seiner Tochter Rebecca, die ich als Lehrende an der Universität Göttingen, aber vor allem als Mitherausgeberin der Zeitschrift Historische Anthropologie intensiv erlebte und die leider, ebenso wie Alf Lüdtke, viel zu früh verstorben ist.
Da es mir an Zeit und Muße fehlt, sich mit Vita und Hinterlassenschaft dieses Denkers hier und jetzt auseinanderzusetzen verweise ich auf den sehr lesenswerten Beitrag bei Bersarin sowie meine eigene Adorno-Rezeption.
https://bersarin.wordpress.com/2026/03/17/gesellschaftskritik-in-kommunikativ-verwasserter-gestalt-zum-tod-von-jurgen-habermas
https://che2001.blogger.de/stories/2909919/
https://che2001.blogger.de/stories/1460591/#1462349
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09. März 2026
Kümmelöl, meist das ätherische Öl aus Carum carvi, wird traditionell bei Blähungen und krampfartigen Magenbeschwerden eingesetzt. In der evidenzbasierten Medizin spielt es vor allem als Kombination aus Pfefferminzöl und Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie eine Rolle. Für viele weitere beworbene Effekte fehlen meist belastbare Daten. Gleichzeitig gilt: Als ätherisches Öl ist Kümmelöl hochkonzentriert – Dosierung und Produktqualität sind wichtig für die Sicherheit.
Was genau ist Kümmelöl?
Ein Blick auf die Details: Unter dem Begriff „Kümmelöl“ werden im Handel 2 grundsätzlich unterschiedliche Produkte zusammengefasst. Zum einen handelt es sich um ätherisches Kümmelöl, das durch Wasserdampfdestillation aus den Samen gewonnen wird. Dieses Öl ist hochkonzentriert, pharmakologisch wirksam und Thema klinischer Studien. Zum anderen wird Kümmelsamenöl als fettes Öl angeboten, das durch Pressung hergestellt wird und deutlich weniger flüchtige Wirkstoffe enthält.
Für die medizinische Bewertung ist dieser Unterschied wichtig: Nahezu alle klinischen Untersuchungen beziehen sich auf das ätherische Kümmelöl, meist in magensaftresistenten Kapseln und häufig in Kombination mit Pfefferminzöl. Aussagen zur Wirksamkeit lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf andere Zubereitungen übertragen.
Inhaltsstoffe und Variabilität: Wovon hängt die Wirkung ab?
Die Zusammensetzung des ätherischen Kümmelöls bestimmt seine pharmakologischen Eigenschaften. Analysen zeigen, dass Monoterpene, insbesondere Carvon und Limonen, in hoher Konzentration vorhanden sind. Deren Anteile können jedoch erheblich schwanken, abhängig von Herkunft der Pflanzen, Erntezeitpunkt und Verarbeitung.
Diese Variabilität erklärt, warum frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel nicht automatisch mit arzneilich geprüften Präparaten gleichgesetzt werden können. Standardisierung ist hier keine Formalität, sondern Voraussetzung für reproduzierbare Effekte und verlässliche klinische Aussagen.
Klinische Evidenz: Wo ist ein Nutzen belegt?
Die mit Abstand beste Datenlage existiert für Kombinationen aus Pfefferminzöl und Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie. Randomisierte, placebokontrollierte Studien sowie Metaanalysen zeigen eine signifikante Verringerung dyspeptischer Symptome und eine insgesamt gute Verträglichkeit. Auch neuere Übersichtsarbeiten, die mehrere hundert Patienten einschließen, berichten von klinisch relevanten Effekten auf Beschwerden und Lebensqualität.
Für die Praxis ist entscheidend, dass diese Evidenz klar indikations- und produktgebunden ist. Untersucht wurden definierte Kombinationen in spezifischer Dosierung und Galenik. Sie lassen sich nicht unbedingt auf ähnliche Produkte aus Drogeriemärkten oder aus Online-Stores übertragen.
Für das Reizdarmsyndrom (IBS) ist die Datenlage deutlich schlechter. Eine kleinere klinische Studie untersuchte Kümmelöl-Umschläge. Dabei besserten sich die Beschwerden zwar, gemessen anhand von Symptomskalen. Die Ergebnisse sind jedoch eher als Hinweis denn als belastbarer Wirksamkeitsnachweis zu werten. Für oral eingenommene Kümmelölpräparate fehlen im IBS-Kontext überzeugende klinische Daten.
Häufig genannte Eigenschaften wie „antibakteriell“, „entzündungshemmend“ oder „antioxidativ“ lassen sich meist nur in Labor- und Tierexperimenten belegen. Sie erlauben keine verlässliche Aussage über eine therapeutische Wirksamkeit beim Menschen. Belastbare, hochwertige Humanstudien existieren bislang nicht.
Sicherheit und Verträglichkeit: Worauf ist zu achten?
In klinischen Studien zur Pfefferminzöl-/Kümmelöl-Kombination wird die Behandlung insgesamt als gut verträglich beschrieben. Typische unerwünschte Effekte betreffen den oberen Gastrointestinaltrakt, etwa Refluxbeschwerden oder sogenanntes Minz-Aufstoßen. Diese Effekte hängen stark von der Galenik und der individuellen Empfindlichkeit ab.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass ätherische Öle hochkonzentrierte Wirkstoffgemische sind. Tierexperimentelle Toxizitätsdaten zu verwandten Ölen verdeutlichen, dass Überdosierung und unsachgemäße Anwendung Risiken bergen können. In der Schwangerschaft, der Stillzeit, im Kindesalter sowie bei Patienten mit relevanter Begleitmedikation sollten Präparate zurückhaltend eingesetzt werden.
Fazit: Evidenz nur bei wenigen Indikationen
Alles in allem ist Kümmelöl ist kein Allheilmittel, besitzt aber plausible pharmakologische Eigenschaften und eine gute klinische Evidenz in Kombination mit Pfefferminzöl bei funktioneller Dyspepsie. Für das Reizdarmsyndrom gibt es allenfalls Hinweise auf einen Effekt.
Ärzte sollten Patienten raten, auf eine geprüfte Produktqualität zu achten und Experimente mit hochdosierten ätherischen Ölen zu vermeiden.
https://deutsch.medscape.com/viewarticle/k%C3%BCmmel%C3%B6l-im-faktencheck-was-drin-und-was-2026a100063z?ecd=WNL_mdplsfeat_260309_mscpedit_de_etid8167132&uac=389796AZ&impID=8167132
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"Meinen Urlaub überleben, damit ich hinterher weiterarbeiten kann."
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Hinterher war ich mit unserer Trainerin duschen, bewunderte ihren supersexy Körper und die interessanten Tattoos, die sich darauf befinden. Eines davon ist ein zehnzeiliger Text in einer mir unbekannten Schrift. Ich fragte sie was das sei und sie erwiderte, das sei ein Gedicht von Tolkien aus dem Silmarillion und die Schrift Elbisch.
"Dann kann man von Dir nicht nur lernen, sondern Dich auch lesen?"
"Sagen wir so: Lernen können alle weil meine Kurse öffentlich sind, mich lesen ist schon eine sehr private Angelegenheit."
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Die haben Frauenwahlrecht und legalen Alkoholverkauf.
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Die Rechtsanwälte der Buchläden zum Thema:
"Die drei Buchläden wurden von einer sachverständigen Jury für den Preis bestimmt, weil sie ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren“, heißt es von den Juristen. Die Buchhandlungen haben aus Sicht der Rechtsanwälte den Preis verdient. „Wir bereiten daher Klagen gegen den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Vergabe des Preises wie von der Jury gewollt vor“, heißt es weiter.
https://taz.de/Deutscher-Buchhandlungspreis/!6159761/
https://www.hna.de/lokales/goettingen/es-hagelt-kritik-kulturstaatsminister-schloss-goettinger-buchhandlung-von-preis-aus-genauer-grund-unklar-94199719.html#google_vignette
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Monsieur Kepel, wie würden Sie die Ereignisse rund um den Irankrieg beschreiben – als einen Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens?
Es ist wirklich ein neues Kapitel, das hier aufgeschlagen wird. Dieses Kapitel begann 1979 mit der islamischen Revolution, die grundstürzend war, weil sie den Beginn des radikalen politischen Islams markierte.
… der eine neue Art von Terrorismus in die Welt trug.
Ja. Es ist außerdem wichtig, sich daran zu erinnern, dass es seinerzeit zu jenem Bündnis zwischen Islamismus und Linksextremismus kam, dessen Nachhall wir gerade heute noch in unseren Universitäten hören und in Frankreich auch sonst beobachten können, beispielsweise in dem Bündnis zwischen La France insoumise und den Muslimbrüdern. Denn 1979 war auch der Zeitpunkt, an dem die marxistischen Kategorien von Frantz Fanon, dem Autor von „Die Verdammten dieser Erde”, vom Sohn des Ajatollahs ins Persische übersetzt wurden, und zwar übersetzt in koranische Kategorien.
Es gab also eine Art Verschmelzung zwischen dem politischen Vokabular des Marxismus und dem religiösen Vokabular des Islams?
Ja, und dass man die ganze Sache damals „islamische Revolution” nannte, war in diesem Sinne völlig gerechtfertigt. Diejenigen, die die Ajatollahs damals begleiteten, die Marxisten, landeten meistens im Gefängnis oder wurden gehängt. Dennoch kam es zu dieser Art antiimperialistischer Tendenz der islamischen Revolution, und das erklärt, warum es auch heute möglich ist, dass sich die Solidarität mit Gaza und mit der Hamas in der Unterstützung der europäischen extremen Linken für den angeblich von Zionisten und Imperialisten bombardierten Iran niederschlägt.
Wenn das Kapitel der islamischen Revolution jetzt aber an sein Ende kommt, wie Sie sagen, bedeutet das zwangsläufig, dass wir auch das Ende des iranischen Regimes als solches erleben werden?
Die außergewöhnliche Stärke der israelischen und der amerikanischen Geheimdienste, die imstande waren, nahezu die gesamte iranische Führung zu lokalisieren und zu bombardieren, ist beeindruckend. Aber sie ist auch an Grenzen gestoßen, denn die Maschinerie der Revolutionsgarden funktioniert weiter – nach der Fassungslosigkeit über den Tod von Khamenei am ersten Tag hat Iran am zweiten Tag seine Fähigkeit zur Gegenwehr gezeigt.
Neu und auffällig waren vor allem die iranischen Angriffe auf die arabischen Nachbarn am Golf.
Und dort insbesondere auf Bahrain und auf Dubai. Diese etwas künstliche Welt der Influencer, der Menschen, die keine Steuern zahlen und in der Sonne leben, ist plötzlich zusammengebrochen. Das Modell der Ölmonarchien, die in einer Art verzauberter Zwischenwelt leben, hat seine extreme Fragilität gezeigt. Gerade erst habe ich gelesen, dass die Iraner Rechenzentren angegriffen haben, weil in den Ländern am Golf mit ihrer billigen Energie sehr viele Rechenzen¬tren angesiedelt sind, darunter auch chinesische. Die Iraner stören also die gesamte kybernetische Funktionskette. Das ist völlig neu und scheint von Amerikanern und von Israelis nicht vorhergesehen worden zu sein.
Die Frage ist wohl, wie lange Iran das durchhalten kann.
Das iranische Regime verfügt meiner Meinung nach nicht mehr über viele Ressourcen, da es sich mit den Unruhen im Januar von seiner Bevölkerung abgeschnitten hat.
Es gab schon früher Proteste in Iran.
Ja, aber die Menschen, die nach der Ermordung von Mahsa Amini im Jahr 2022 protestierten, waren moderne, liberale Frauen und Kurden, die ohnehin nicht zur Basis des Regimes zählten. Im Januar indes protestierte die kleine Mittelschicht, die von der Umverteilung der Öleinnahmen lebte und durch Finanzspekulationen der Banken und Revolutionsgarden ruiniert worden ist. Mit ihnen hat das Regime seine soziale Basis verloren. Es hält sich jetzt nur noch durch diesen Staat im Staat, den die Revolutionsgarden bilden.
(Anmerkung des Che: Basis des Regimes waren unter anderem die Bazaris, also die Markthändler. Auf die stützte sich einst auch das Schah-Regime, und die Erosion seiner Macht zeigte sich zuerst am Verlust der Bazaris)
Bislang verfügen sie über genügend Ressourcen, um der amerikanisch-israelische Offensive vorübergehend die Stirn zu bieten.
Es ist nicht sicher, dass das ewig so bleiben wird. Denn ein weiterer wichtiger Punkt ist der Ölmarkt. Die Straße von Hormus ist zwar blockiert. Die Blockade hat bislang aber keine großen Auswirkungen auf die westlichen Verbraucher, wohl allerdings auf China, weil ein großer Teil der chinesischen Gasimporte aus Iran stammt.
Die eigentliche Herausforderung beginnt wohl an dem Tag, an dem das System der islamischen Revolutionsgarden erschöpft sein wird. Nicht nur die arabischen Nachbarstaaten fürchten, dass Iran auseinanderbrechen könnte.
Es gäbe dann keinen Iran als solchen mehr, sondern ein Mosaik aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Als Benjamin Netanjahu das iranische Volk vor ein paar Tagen zum Aufstand aufrief, hat er sie aufgezählt: die Belutschen, die Aserbaidschaner, die Kurden, die Araber. Für die Region ist ein Iran, der aus kleinen Fürstentümern besteht, sehr gefährlich. Netanjahus Logik lautet hingegen: Wenn diese kleinen Fürstentümer sich gegenseitig bekämpfen, können sie nicht Israel angreifen. Diese Frage der Fragmentierung stellt sich. Noch sind wir nicht so weit, aber der Trend geht in diese Richtung.
Jahrzehntelang ging von Iran und seiner „Achse des Widerstands“ eine Ideologie aus, eine Denkweise, die die Welt in Gut und Böse teilte und mit der sich sehr viele Menschen nicht nur in Iran, auch in Syrien, Libanon und Irak identifizierten.
Ja, aber die Revolutionsgarden selbst haben keine Ideologien, sie sind pragmatisch, sie verdienen Geld. Die Ideologie ist das, was die Bevölkerung zusammenhält. Es wird immer Frauen im Tschador geben, die demonstrieren, und einen Nachrichtensprecher, der weint, wenn er im iranischen Staatsfernsehen den Tod von Khamenei verkündet – das war eine Reverenz an die Frömmigkeit des schiitischen Volkes. Aber ich glaube, dass die Ideologie ihre Kraft verloren hat.
So schnell? Sie ist über Jahrzehnte gewachsen und tief verwurzelt.
Aber es ist nicht mehr viel von ihr übrig. Der Widerstand ist tot. Seltsamerweise haben sich die Huthis im Jemen nicht bewegt, sie wurden nicht aktiviert. Die Hizbullah hat vage angegriffen und den Israelis einen Vorwand geliefert, sie zu liquidieren. Syrien existiert nicht mehr. Die Hamas betreibt nur noch begrenzten Terrorismus in Gaza und wartet darauf, dass sie an der Reihe ist. Die Einzigen, die derzeit noch ein wenig aktiv sind, sind die pro-iranischen schiitischen Milizen im Irak. Ich denke, dass die ideologische Dimension, die sehr wichtig war und mit dem 1979 entstandenen Islamo-Gauchismus aufgebaut wurde, zusammengebrochen ist. Heute bleibt nur noch die Fähigkeit der Revolutionsgarden, für eine gewisse Zeit Schaden anzurichten, von der sie hoffen, dass diese Zeit so lang dauern wird, bis die Amerikaner sagen: „Stopp. Wir hören auf, weil es Trump zu viel kostet und er sonst die Midterm-Wahlen verlieren könnte.“
Wie bewerten Sie die Möglichkeit eines Regimewechsels, etwa der Rückkehr des Sohnes des Schahs?
Die Frage ist, ob die Revolutionsgarden zusammenbrechen oder ob es unter den Wächtern Leute gibt, die verhandeln – und die versuchen, so viel Macht wie möglich zu behalten, um die Rückkehr des Schah-Sohnes zu verhindern. Er ist in der Exil-Diaspora sehr beliebt. Ich bin mir derzeit nicht sicher, wie beliebt er in Iran ist. Aber das wird sich zeigen.
Gilles Kepel gilt als einer der führenden Nahostexperten
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/gilles-kepel-sieht-iran-krieg-als-ende-der-islamischen-revolution-110847469.html
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