Montag, 15. Oktober 2012
Vom Kompromiss zum wunderbaren Bergerlebnis
Die hohen Gipfel hatte ich mir für diesen Herbst abgeschminkt. Zu frostig, um dort noch zu klettern.


Stattdessen halt eine Ebene tiefer - lange Wanderungen und Klettern an Talleitwänden und Klippen. Aber das war eine ganz neue Erfahrung - wunderbare Herbstwälder in den Farben des Indian Summer.







Und kleine Klettertouren müssen ja nicht wirklich klein sein. 8 Klippen am Tag in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sind wie eine große Wand.









Ein "logischer Riss", eine winzige Verschneidung in einer ansonsten glatten und senkrechten Wand aus verkieseltem Sandstein (sonst hat die Gegend eher Granit) bildet die einzige Möglichkeit, raufzukommen.



Niemand, der mich sichert. Kein Seil, nur meine eigenen Hände und Füße und drei Klemmkeile an Schlingen zur Selbstsicherung, sonst habe ich nichts. Trip aus eigener Hand, voll und ganz.






Ach, ja, die herbstliche Kälte: teilweise hatte ich das Hemd ausgezogen und war im Netzshirt unterwegs, so sehr kam ich ins Schwitzen, und die Sonne knallte auf den Fels. Goldener Oktober...

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Respekt! Wo ist das denn?

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In einem oftmals völlig unterschätzten Mittelgebirge: Im Harz.

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Heine zum Thema:
Schwarze Röcke, seidne Strümpfe,
Weiße höfliche Manschetten,
Sanfte Reden, Embrassieren –
Ach, wenn sie nur Herzen hätten!

Herzen in der Brust, und Liebe,
Warme Liebe in dem Herzen –
Ach, mich tötet ihr Gesinge
Von erlognen Liebesschmerzen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunkeln Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.

Lebet wohl, ihr glatten Säle!
Glatte Herren! glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf euch niederschauen.

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Ich wollte es schon schreiben, erraten und hier posten. Denn diese Landschaft erkenne ich unter Tausenden: Es ist der wunderbare Harz.

Die Talsperren, die Felsformationen, diese Vegetation. Im Herbst ist der Harz ein Traum. Im Winter auch, im Frühjahr, im Sommer. Und sogar bei Regen, wenn die Wolken in den Bäumen hängen.

Die Kästeklippen bei der Ocker oder doch eher Ostharz, was da an Klippen zu sehen ist?

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Die Kästeklippen sind nicht eigentliches Kletterrevier, da gibt es im Okertal Spannenderes: Die Marienwand, den Schlafenden Löwen, den eschwegestein und die Studentenklippen. Das hier aber ist am Brocken.

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Auf den Harz wäre ich nicht gekommen, ich kenne mich da aber auch nicht aus. Ich erinnere nur diverse Besuche in Clausthal-Zellerfeld, da sah es aber anders aus.

Bei den Bildern fiel mir spontan Slowenien ein. Aber da kenne ich mich auch nicht aus.

Der Harz scheint in der Tat unterschätzt zu sein.

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Harz, Slowenien, Karpaten, das ist Ähnlicher als man gemeinhin denkt.

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