Montag, 5. November 2018
Die seltsame Welt der Dating-Portale
Aktuell bin ich auf einem Dating-Portal angemeldet, und was sich da tut - oder nicht tut - wundert mich. Es hat schon zwei frühere Phasen in meinem Leben gegeben in denen ich Kontakt über Partnerbörsen gesucht und auch gefunden habe: Einmal in den Neunzigern, über Chiffreanzeigen in einem Stadtmagazin, und einmal so um 2004-6 auf Parship. Beide Male spielte sich das so ab dass beim ersten Briefwechsel bzw. nach der ersten bis spätestens dritten Email Telefonnummern ausgetauscht wurden, am Telefon wurde sich dann zu einem Date verabredet und man traf sich in einer Kneipe, einem Café oder Restaurant. Heraus kamen zwei Techtel, eine Freundschaft und eine Affaire eines Bekannten der mir die Frau auf meiner eigenen Geburtstagsparty ausspannte sowie Dutzende Einmaldates.


Heute ist hingegen alles anders. Schnell zur Sache zu kommen scheint überhaupt nicht angesagt zu sein, in einem Fall fand ein Treffen nach ungefähr 50 Whatsapps statt. In der Zeit der Kontaktanzeigen auf Papier konnten Kennenlernbriefe mehrere Seiten lang sein, entsprechend lang schreibe ich auch im Portal - und ernte dann Reaktionen wie "Das lese ich doch nicht alles durch" oder "danke für den Copy-und-Paste-Text", im zweiten Fall wurde also nicht geglaubt dass ich einen derartig langen Text selbst geschrieben hätte. Wenn ich schreibe dass für mich das Portal kein eigenständiges Flirtforum ist sondern nur ein Stück Software dass der Kontaktanbahnung dient und ich möglichst bald ein Treffen im real life wünsche ist das meistens ein Grund zum Kontaktabbruch.

Strange things.

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Ich muss vorausschicken, dass ich weder mit Kontaktanzeigen noch mit Online-Dating Erfahrungen habe. Aber was ich weiß ist, dass bei jeder Form von Anbahnung das Timing stimmen muss.

Wenn ich schreibe dass für mich das Portal kein eigenständiges Flirtforum ist sondern nur ein Stück Software dass der Kontaktanbahnung dient und ich möglichst bald ein Treffen im real life wünsche ist das meistens ein Grund zum Kontaktabbruch.

Wundert mich nicht, das kommt vielleicht etwas zu ungestüm rüber, während die Damen es in diesem Stadium eher noch beim unverbindlichen Online-Geplänkel belassen möchten. Es ist nun mal die ungeschriebene Regel des Spiels, dass die Frau das Tempo vorgibt, und wer sich da nicht drauf synchonisieren kann, wird ausgesiebt. Entsprechend würde ich auch keine seitenlangen Abhandlungen schreiben, wenn ich dazu nicht in irgendeiner Form ermuntert würde. Es schadet überhaupt nichts, zwischenzeitlich auch mal taktische Zurückhaltung zu üben, das lässt dem Gegenüber den Freiraum, selber einen Schritt nach vorne zu gehen.

Es ist ein Offline-Beispiel, aber im Fall meiner vorigen Lebensgefährtin war es ein Projekt von fast einem Dreivierteljahr, sie klarzumachen, und wenn ich zu früh aus der Deckung gekommen wäre, hätte ich es mit Sicherheit verkackt. Ich habe darauf vertraut, dass ich zu gegebener Zeit schon immer wieder das Signal von ihr kriege, den nächsten Schritt zu gehen. Aber diese subtilen Botschaften zu dechiffrieren, ist selbst mit einiger Erfahrung nicht immer ganz einfach.

Ich denke, hier liegt Dein Hauptproblem.

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Interessant.

Bei mir war vor Internetzeiten ein grobes Limit von vierzehn Tagen (zwecks der Tage miteingerechnet.)
Wenn es dann nicht zu Intimität kam, hat es halt nicht gepasst.

Ein dreiviertel Jahr auf eine Frau und deren Wunsch nach Sexualität, Intimität zu warten?
Warum?

Und dann "Projekt" nennen?

Sehr nüchtern betrachtet.

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Eine WhatsApp ist eben kein Brief
Ein Instant Messenger auch nicht. Das sind einfach andere Medien und wenn du ihre Regeln nicht beachtet, führt das zu Irritationen.

Natürlich ist es grundsätzlich möglich, über WhatsApp einen Brief zu schreiben. Du kannst theoretisch vielleicht sogar eine Novelle bei WhatsApp reinhacken. Dafür ist es aber nicht da. Schon eine Email ist etwas anderes als ein Brief.

Du betreibst doch ein Blog, insofern ist digitale Kommunikation doch nichts neues für dich. Es wird eben heute schon über WhatsApp geflirtet. Es funktioniert auch gar nicht groß anders als das in der physikalischen Welt, du musst dich nur drauf einlassen.

Meine aktuelle Freundin (5 Jahre jetzt zusammen) habe ich online kennengelernt. Es war auch für mich eine neue Erfahrung, mich in jemanden zu verlieben, die ich noch nie getroffen habe. Aber es geht. Natürlich nicht nur durch WhatsApp, sondern auch durch Telefonate.
Und da wir weit auseinander wohnten, haben wir lange nur telefoniert und rund um die Uhr whatsgeappt.

Deshalb würde ich das Stück Software nicht so abwerten. Software ermöglicht ja auch das Warlog und es entwertet die hier geführten Diskussionen nicht, dass sie "nur" online stattfinden.

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Um Missverständnissen vorzubeugen: Die langen Texte waren Emails, die Whatsapps bestanden nur aus ein bis zwei Sätzen, einzelnen Bildern oder Emojis. Zum Rest später mehr.

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Ich habe bewusst übertrieben.

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Ansonsten: Wellcome back!

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:-)

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@al bern:
"Projekt" war ironisch gemeint und bezog sich darauf, dass sich das Näherkommen (auch für meine Verhältnisse) ziemlich lange hingezogen hat.

Und warum? Nicht primär aus sexuellem Notstand heraus, meine vorige Gefährtin war zu der Zeit auch weiterhin nicht abgeneigt. Ich könnte nicht mehr sagen, ob eine innere Stimme zu mir sprach, aber es lag beim zweiten Wiedersehen schon was in der Luft, was mir sagte, bleib dran.

Übers verflixte siebte Jahr sind wir dann zwar nicht hinausgekommen, aber wir stehen immer noch in freundschaftlichem Kontakt.

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Notstand sehe ich nicht als Grund für meine "Regel" an, sondern gemeinsames Interesse.
Da will ich nicht warten oder verzichten.
Ansonsten wird halt Freundschaft draus und keine Partnerschaft.
Nicht schlimm.

Seltsamerweise war ich mein Leben lang mehr mit Frauen befreundet, als mit Männern.
Bei Vielen auch rein platonisch.

Freundschaftlicher Kontakt nach der Beziehung gelingt ja nicht sehr oft, finde ich.

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Das alles sagt mehr über die Menschen aus die hier miteinander kommunizieren als über die Sache an sich. Ich habe zum Besispiel eine sehr lange Leitung, monatelang hinter einer Frau herzu sein bis es funkt ist bei mir die Regel, dennoch habe gerade ich auch meine Onenightstands mit Zufallsbekanntschaftenn auf Parties - oder auch mit altbekannten Frauen mit denen vorher nie etwas passiert war. Freundschaftlicher Kontakt nach der Beziehung ist bei mir eher die Regel, und zwar im Sinne lebenslanger Freundschaften. Und auch das Freunde bleiben bei Frauen bei denen ich abgeblitzt bin.


BTW in den Nullerjahren waren Emails von Brieflänge in Kontaktforen völlig normal, heute sind sie das nicht mehr. Twitter und Facebook zollen ihren Tribut.

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Warum nur sollen wir nicht auch noch den Eros der neolioberalen Vergiftung ausliefern
"Bei mir war vor Internetzeiten ein grobes Limit von vierzehn Tagen (zwecks der Tage miteingerechnet.)
Wenn es dann nicht zu Intimität kam, hat es halt nicht gepasst. Ein dreiviertel Jahr auf eine Frau und deren Wunsch nach Sexualität, Intimität zu warten?
Warum?"


Vielleicht, weil der Anspruch auf Vertierung dann doch nicht der Anspruch ist, den man haben möchte?
Vielleicht, weil das Langweilige doch langweiliger ist, als das Spannende?
Vielleicht, weil in altmodisch anhaltendem Werben eine Wertschätzung sich ausdrückt, die die Dame erst so richtig erhitzt?
Vielleicht, weil eine 'Die Nutte bringtst nicht; guck ich mal 30 Meter weiter auf dem Straßenstrich'-Haltung das Beste anihiliert, das der Eros zu bieten hat?

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Den Beitrag verstehe ich nicht.
Sexualität ist "Vertierung"?
Echt jetzt?

Da haben wir unterschiedliche Vorstellungen von Sexualität.
Und wohl auch von Eros.

Was hat gegenseitiges Desinteresse (oder auch einseitiges) mit "Nutte bringts nicht" zu tun?

Nee,
ich kapier den ganzen Beitrag nicht.

Ich empfinde es nicht als "schlimm", wenn keine gegenseitige körperliche Anziehungskraft besteht.
Nur, worauf soll ich dann warten?

Nonnisch christliche Enthaltsamkeit entspricht weder meiner Veranlagung, noch meinen Wünschen.

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@ al bern
Geh Bügeln.
Deine Primärbestimmung ist die des Hausmanns.

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Nee, das ist mir zu hart.

Aber danke für die erschöpfende Antwort.
*lol*

Weißt es wohl selber nicht, was Dein Beitrag meint.

Macht aber nix. *tröst*

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Hausmann, voll die Beleidigung. :-)
Ich dachte Mal, dass könnte ne ganz gute Bestimmung sein. Aber erstens fällt mir dann die Decke auf den Kopf und zweitens fällt es ganz schön schwer in diesem Reproduktionsding aufzugehen, Sauberkeit und so kommt in der klassisch männlichen Sozialisation ja nur so am Rande vor.

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Al bern, Du kannst sehr wohl davon ausgehen dass der Noergler sehr genau weiß was er meint. Und ich finde es auch nicht schwer zu verstehen. Nur sind sein und Dein Ereignishorizont wohl zu weit auseinander;-)


Wenn nach 14 Tagen nichts passiert das Interesse zu verlieren und die Partnerwerbung einzustellen kann man machen, muss aber niemand. Daraus eine allgemeine Regel oder gar ein Gesetz ableiten sollte man jedenfalls nicht. Es gibt auch solche Sätze wie "Wenn´s beim Flirten nicht nach ein paar Sekunden funkt passiert nichts mehr." Wahr sind solche Sätze nicht im heuristischen Sinne sondern im Sinne statistischer Wahrscheinlichkeit, deshalb bei behavioristischen Psychologen der simpel gestrickten Sorte, vulgo Gehirnschrumpfer so beliebt. Das sagt aber nichts aus über die romantische und auch erotische Wirkung langanhaltenden Werbens bei bestimmten Frauen.

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Persönliche Meinungen haben mit Allgemeinheit oder (göttlichen) Gesetzen garnix zu tun.
Mir war Sex immer wichtig und Mädels die sich übermäßig "zieren" meiner Vorstellung von Gemeinsamkeit nicht gefällig, solange ich Paarungs- und Partnertechnisch daran interessiert war.

Erotik kann ich da auch keine entdecken.

Aber ich käme niemals auf den Gedanken, von irgendjemandem zu fordern, zu wünschen, oder auch nur zu erwarten, genauso denken oder handeln zu müssen.

Abgesehen davon, kapiere ich weder den ersten Beitrag von Nörgler, noch, was ein Hausmann damit zu tun hat.

Man möge mich dafür als dumm halten, desselben erklären und dies in den Weiten des www. verbreiten, das ist mir herzlich wurscht, aber ich werde weiterhin nachfragen, wenn ich was nicht verstehe und auf Erklärung im Sinne und mit Rücksicht meines niedrigen Erkenntnisstandes und meiner gewaltigen Wissenslücken, hoffen.

Zumindest wenn ich Bock drauf hab.

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Dann klärt die Lady mit der wüsten Erosgeschichte mal auf, muss ja wohl mal sein
@"Bei mir war vor Internetzeiten ein grobes Limit von vierzehn Tagen (zwecks der Tage miteingerechnet.)
Wenn es dann nicht zu Intimität kam, hat es halt nicht gepasst. Ein dreiviertel Jahr auf eine Frau und deren Wunsch nach Sexualität, Intimität zu warten?
Warum?"

Weil eine Frau es liebt begehrt zu werden und lange hinter hier her zu sein als Liebesbeweis wertet. Wer als Kerlinger kurze Zeitlimits setzt ist selber schuld und begibt sich ums Erhoffte.

@Vielleicht, weil der Anspruch auf Vertierung dann doch nicht der Anspruch ist, den man haben möchte?

Das werte ich so dass in einem bestimmten Zeitrahmen zur Sache zu kommen oder gar nicht eher der Balz des Hirschen entspricht als

a) dem Interesse an einer partnerschaftlichen Liebesbeziehung

b) der ritterlichen Minne

c) den vielfältigen Möglichkeiten, die sich im erotischen Reigen ergeben. In meiner Studienzeit hatte sich nach jeder Semesteranfangs-und Endparty das Beziehungskarussell neu gedreht, da waren Leute neu-und umverpartnert die sich allesamt seit Jahren kannten.

@Vielleicht, weil in altmodisch anhaltendem Werben eine Wertschätzung sich ausdrückt, die die Dame erst so richtig erhitzt? Definitiv, isso.


@Vielleicht, weil eine 'Die Nutte bringtst nicht; guck ich mal 30 Meter weiter auf dem Straßenstrich'-Haltung das Beste anihiliert, das der Eros zu bieten hat?

Das ist jetzt eine böse Unterstellung, die ich aber nachvollziehen kann.

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Lustig.
Diese Interpretation.

Trotz meiner, nicht eisernen, aber doch groben Faustregel an die ich mich auch "immer" hielt, "feiere" ich mit meiner Frau im Januar kommenden Jahres Dreißigjähriges.

Ganz unabhängig von dieser Regel und mit allen Höhen und Tiefen, die eine gleichberechtigte Partnerschaft mit sich bringt.

Vielleicht hat mir meine Rolle als Hausmann geholfen?
Oder gab es die gar nicht?
Egal.

Begehren soll sich ausleben und nicht nur aus anschmachten bestehen, meiner Meinung nach.
Ich bin kein Minnesänger vor Balkonen und/oder Ritterburgen und meine "Angebeteten" waren keine Burgfrollein hinter Gräben, sondern selbstbewusste Frauen, die im Leben standen und meist wussten, was sie wann wollten.
Und wenn sie (mich) nicht wollten, brach mir auch kein Zacken aus der Krone.

Deswegen glaube ich immer noch nicht, dass mir etwas entging, denn wer schon seiner Neugier auf "Neues" nicht nachgibt, wird wohl kaum besonderes Interesse an "Altem", schon Bekanntem haben, wenn sich denn eine Partnerschaft entwickelt hätte.

In diesem Sinne gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel.





Aber schön? wenn es Dolmetscher braucht und diese sich auch finden, um einen deutschen Text zu übersetzen um "hilfreich" zur Seite zu stehen, der Initiator aber schweigend im Hintergrund verschwindet.
Sehr passender Nick desselben, so scheint mir.
*lol*

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Um zu wissen was der Nick Nörgler bedeutet und was dessen Rolle ist muss man Karl Kraus gelesen haben.

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Ich sach doch, ich bin Proll.

Horizont einer knienden Schildkröte.

Bin schon mit Karl May überfordert.

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"... der ritterlichen Minne ... "

Habe ich ´mal erzählt, daß ich Anfang der 90er mit einer Arbeit an der Uni Bochum bei Mittelalter-Seibt die Ministerialenthese des Romanisten Köhler mit Hilfe mentalitätstheoretischer Ansätze französischer Kultursoziologen abgeräumt habe ?

"Vielleicht, weil in altmodisch anhaltendem Werben eine Wertschätzung sich ausdrückt, die die Dame erst so richtig erhitzt? Definitiv, isso."

Nö. Sagt der Profi.

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Ich glaube, es ist relativ egal, ob dies von Dir erwähnt/erzählt/veröffentlicht wurde, oder nicht.
Giltst Du doch hier als "Arschloch", wenn ich richtig gelesen/interpretiert habe.

Verlaub hin oder her.

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Der Herold ist hier so eine Art Haustroll, der vor über 10 Jahren hier mit Ablästern über Linke aufschlug die selber höchst bürgerlich-komfortabel leben. Was ich erst für Spitzen gegen bigotte Heuchler hielt stellte sich sehr schnell als pauschales Vorurteil heraus von dem der Herold meinte dass er damit auch Leute wie den Nörger, Netbitch oder mich träfe. Wobei Linke in seiner Klischeewelt ausschließlich Altkommunisten mit Jobs im öffentlichen Dienst sind. Nachdem ich klargestellt hatte dass die Linke der ich nahestehe aus Autonomen besteht die mit dem von ihm aufgespießten Milieu kaum Berührungspunkte hat dauerte es erst mal ein paar Jahre bis er das realisiert hatte (seine Empathie bzw. Lerngeschwindigkeit scheint die Dimensionen einer geistigen Behinderung zu haben) um dann darauf abzuheben dass das ja alles pubertäre Jugendliche seien. Erst seit dem Hamburger Gipfel scheint ihm klar zu sein dass das so nicht ist. Seitdem behauptet er die Autonomen seien regierungstreue Schläger, die Merkels Asylpolitik durch Bedrohung von Rechten, Afdlern und "besorgten Bürgern" durchsetzen sollten. Er vertritt auch dass es keine NSU-Morde gegeben habe sondern dass das verdeckte Operationen des türkischen Geheimdienstes gewesen seien. Die NS-Veteranen Postille "Der Freiwillige" ist für ihn eine seriöse historische Quelle. Ich weiß nicht ob er sich all den Quatsch selber glaubt.

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Interessant zu lesen.

Und wenn der letzte Teil, (grob 9 Zeilen) des Beitrages nicht gewesen wäre, hätte ich es "sogar" für lustig empfunden.

Aber er "darf" hier rumtrollen.

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Er darf das deswegen weil ich die in der Bloggosphäre übliche Moderationspraxis für eine Form von Zensur halte und ich gegen jede Zensur bin. Allerdings lösche ich auch schon Beiträge die in den Bereich der Beleidigung und des sehr groben Unsinns gehen. Und meine Abneigung gegen Zensur umfasst auch, dass die "Texte der RAF", die "Materialien der ETA" (stehen beide bei mir im Schrank), aber auch Hitlers "Mein Kampf" öffentlich frei zugänglich sein sollten. Und nur in diesem Kontext schalte ich das Arschloch frei.

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"!Seitdem behauptet er die Autonomen seien regierungstreue Schläger, die Merkels Asylpolitik durch Bedrohung von Rechten, Afdlern und "besorgten Bürgern" durchsetzen sollten."

Es ist nicht ganz so richtig. Sie bekommen ein Ventil geliefert, vielleicht damit sie nicht auf die Idee kommen bspw. gegen all die schönen Kriegseinsätze seit 1998 "Gewalt anzuwenden".

In Sachsen gibt es reihenweise Attentate, niedergebrannte Kfz durch "Asylfreunde", "Antifaschisten" und "Aktivisten" ... niemand wird verhaftet.
Bei "rechten Terrorgruppen" reichen "Gewaltphantasien", um sie auf Jahre in das Gefängnis zu stecken (sog. OSS) und ein(!) niedergebrannter Pkw, um eine "Gruppe Freital" mit insgesamt 50 Jahren Haft zu belegen.

"Die NS-Veteranen Postille "Der Freiwillige" ist für ihn eine seriöse historische Quelle. Ich weiß nicht ob er sich all den Quatsch selber glaubt."

Die kenne ich überhaupt nicht. Heißt sie wirklich "Der Freiwillige", dann ist sie wohl keine NS-, sondern eine WaffenSS-Veteranenpostille. Soviel Detailreichtum muß sein.

Allerdings ist es möglich, daß in einer solchen "Postille" irgendetwas stehen könnte, daß richtig ist.

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"Er vertritt auch dass es keine NSU-Morde gegeben habe sondern dass das verdeckte Operationen des türkischen Geheimdienstes gewesen seien."

Es gibt keine NSU. Es gibt keine Zeugen, die Böhnhardt oder Mundlos oder andere Neonazis auch nur an einem Tatorte gesehen haben. Es gibt an keinem der mehr als 25 Tatorte Spuren der NSU oder anderer Rechtsextremer.
Und ja, selbstverständlich wurde von Anfang an auch eine Beteiligung von Rechtsextremisten von der Polizei in Erwägung. Alle anderen Bekundungen sind falsch.

Kann man auch nachlesen:
https://fdik.org/nsuleaks/BAO_Bosporus_2007_und_2008_Sachstandsberichte.pdf

Es gibt auch praktisch keine internationale Berichtersttatung über die größte Nazimordserie in Deutschland. Und nein, kein deutscher Reporter, nicht von Spiegel, ND, Stern oder taz, ist ab November 2011 nach Zwickau oder Eisenach gefahren, um zu recherchieren oder zu fragen.

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Es gab übrigens 10 Ceska-Morde.
Der fand in Döbeln statt. Merkwürdigerweise wird sofort bestritten, daß es sich um einen weiteren "NSU"-Mord handelt.
Vielleicht, weil es zuviele deutsche Zeugen gab, die ganz andere Tatverdächtige beschrieben haben ?

Falsch es waren kein 10 ... der 11. Ceska-Mord fand in Laichingen statt.
Warum ist das kein "NSU"-Mord ?
Vielleicht, weil das Opfer ein Kurde war ?
Oder vielleicht, weil zwei weitere kurdische Blumenhändler auch Laichingen tot aufgefunden wurden ... in einem Massengrab in der Türkei ?

Verstanden ?
Es gab zweitere Ceska-Morde !

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Che, wie alt sind denn die Frauen, denen Sie schreiben, Ihr Alter oder eher deutlich jünger?

Wenn ich schreibe dass für mich das Portal kein eigenständiges Flirtforum ist sondern nur ein Stück Software dass der Kontaktanbahnung dient und ich möglichst bald ein Treffen im real life wünsche ist das meistens ein Grund zum Kontaktabbruch.

Die fühlen sich wahrscheinlich etwas bedrängt, weil sie selbst noch am Sondieren sind, mit wem ein Treffen angenehm sein und Potenzial haben könnte. Denn in den meisten Fällen dürften die Frauen auch schon einige langweilige oder blöde Treffen hinter sich haben
[die älteste Freundin berichtete mir vor einigen Monaten von einem Typen, der nach dem ersten Treffen zu ihr oder zu ihm wollte und durchblicken ließ, er habe doch schließlich das Abendessen bezahlt. Abendessen und Lokalität hatte wohlgemerkt er selbst vorgeschlagen].

In der Zeit der Kontaktanzeigen auf Papier konnten Kennenlernbriefe mehrere Seiten lang sein, entsprechend lang schreibe ich auch im Portal

Dazu vielleicht zwei Dinge: Briefe wirken immer noch anders als E-Mails, schon allein wegen der Haptik [ich freue mich über Post im Briefkasten doch immer mehr als über eine Mail]. Seitenlange Mails zu Beginn einer Bekanntschaft können einen auch etwas erschlagen. Später, wenn man sich besser kennt, ist das etwas anderes, aber auch da erzielt ein Brief wahrscheinlich mehr Effekte [es setzt sich heute ja nicht jeder mehr hin und schreibt einen Brief, schon gar nicht Männer] - Minne, Sie wissen schon.

Von daher lautet meine Empfehlung, anfangs eher kürzer - aber nicht zu kurz, zwei, drei Sätze sind definitiv zu wenig und wirken desinteressiert - zu schreiben und auf jeden Fall auf das von ihr Geschriebene einzugehen [machen viele Männer nicht, hörte ich von der Freundin - grober Fehler]. Falls es ein Thema ist, wozu es viel zu sagen gibt, ergibt sich die Gelegenheit entweder eh im Verlauf des weiteren elektronischen Austausches - oder aber es bietet sich an, anzudeuten, dass man sich darüber vielleicht auch noch bei einer Tasse Kaffee austauschen könne [damit aber nicht schon nach der ersten Mail um die Ecke kommen, weil das bedrängend oder aber verzweifelt wirken könnte].

Kurzum: Texten Sie die Frauen bitte nicht tot, die wollen keinen schriftlichen Vortrag gehalten bekommen. Anfangs geht es doch vor allem darum, Interesse zu wecken, damit überhaupt ein Treffen zustande kommt.

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Überwiegend mein Alter. Aus dem Lager der Mittzwanzigerinnen hingegen weiß ich dass es da meist schon nach der dritten Mail in die Kiste geht. Gaaaaaanz andere Welt.


Ja danke für die Hinweise, das meiste kann ich bestätigen. Beim Thema "auf jeden Fall auf das von ihr Geschriebene einzugehen" - das mache ich regelmäßig, bekam aber auch schon den Vorwurf dass ich es nicht täte. Scheint eine Frage der Gewichtung und des selektiven Lesens zu sein.

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Möglicherweise. Oder sie haben erwartet, dass Sie an der ein oder anderen Stelle auch mal nachfragen.

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Genau das tue ich, es scheint aber nicht auszureichen. Oder es sind unterschiedliche Geschwindigkeiten, ich bin ja eher der Schnell-Kontakt-Mensch und habe nur wenn es in Erotik-Liebesdingen ernst wird eine mitunter sehr lange Leitung.

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@Herold: ""Die NS-Veteranen Postille "Der Freiwillige" ist für ihn eine seriöse historische Quelle. Ich weiß nicht ob er sich all den Quatsch selber glaubt."

Die kenne ich überhaupt nicht. Heißt sie wirklich "Der Freiwillige", dann ist sie wohl keine NS-, sondern eine WaffenSS-Veteranenpostille. Soviel Detailreichtum muß sein." ----- Auf dem Blog Shifting Reality hast Du Dich in dem Thread "Wie der Nörgler und der Herold die DDR besuchten lang und breit auf diese Postille bezogen, ja, es ist eine WaffenSS-Veteranenpostille, und Du hast Dich dort ebenso lang und breit positiv auf Weikersheim bezogen.

@"Bei "rechten Terrorgruppen" reichen "Gewaltphantasien", um sie auf Jahre in das Gefängnis zu stecken (sog. OSS) und ein(!) niedergebrannter Pkw, um eine "Gruppe Freital" mit insgesamt 50 Jahren Haft zu belegen." ----- Tatsächlich ging es da um 5 Brandanschläge und einen versuchten Mord.

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Ich habe mich 2009(!) auf irgendetwas "berufen" ?

Lieber ché, soweit ich weiß, ging es bei "Freital" um Einsatz dieser Polen- und Tschechenböller. Die werden bei "Rechten" als "Sprengstoffanschläge" bezeichnet; bei Akticisten heißt das "Böllerattacke" oder "(Einsatz von Pyrotechnik".

Und ja, jeder Brandanschlag von Rechtsradikalen ist selbstverständlich ein Mordversuch. Oder, wie es der mdr schreibt, "wird von der Staatsanwaltschaft als Mordversucht bewertet".
*lol*
Kein Brandschlag von Aktivisten oder von Brandanschlägen von Moslems gegen Synagogen wird jemals als "Mordversuch bewertet". Die 3 Palästinenser, die einen Brandanschlag gegen die Synagoge in Wuppertal verübten, bekamen Bewährungsstrafen. Kemal N., der in Bergisch-G. einen Deutschen erschlug, ebenfalls.

Der NPD-Trottel, der einen Brandansatz in das leere Haus in Nauen, das als Asylheim genutzt werden sollte, legte, bekam 8 jahre Gefängnis.

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Bei Freital ging es auch um den Aufbau einer milizartigen Organisation und um einen Überfall auf einen PKW, in dem Linke saßen, da wurde mit einer Brechstange, der wars ne Baseballkeule, die Windschutzscheibe zerschlagen, und mehrere Faschisten bedrohten mit ähnlichen Waffen die Insassen, die sich dann aber wiksam zur Wehr setzten. Dieser Vorgang lässt sich auf jeden Fall als versuchter Mord werten.

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