Montag, 20. Juli 2026
Mehr als zwei Geschlechter
Nicht nur im AfD-Lager, aber besonders bei denen, aber auch sonst von konservativer Seite wird ein ziemliches Aufheben von dem Umstand gemacht, dass sowohl die Sozialwissenschaft als auch das LGBTQ-Lager davon ausgehen, dass es außer weiblich und männlich noch weitere Geschlechter gibt.

Immer wieder bemerkenswert was für ein Problem die mit dem Thema sexuelle Diversität haben, deutet darauf hin, dass sie ihrer Geschlechtsidentität alles andere als sicher sind.

Es ist doch faszinierend, wie der sexuelle Dekonstruktivismus, der sich seit Butlers Gender Troubles und dem linguistic turn entwickelt hat so interpretiert wird.

Biologie und Medizin: Das biologische Geschlecht (Sex) wird durch Chromosomen, Hormone und Anatomie bestimmt. Die Biologie erkennt an, dass diese Merkmale nicht immer eindeutig männlich oder weiblich sind. Bei intergeschlechtlichen Menschen (auch Variationen der Geschlechtsentwicklung genannt) stimmen diese Faktoren nicht mit der klassischen Zweiteilung überein. Abweichende Chromosomensätze (wie XXY, YY oder X0) oder hormonelle Besonderheiten belegen ein biologisches Spektrum. Dabei steht nicht die Tatsache in Frage, dass zum Kinder zeugen und kriegen männliche und weibliche Partner Voraussetzung sind, sondern vielmehr sind neben dieser Grundeinteilung noch eigenständige Varianten vorhanden, so, wie es unterschiedliche Blutgruppen gibt.

Soziales Geschlechte im Sinne der Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften (Gender): Hierunter fällt die Geschlechtsidentität und die soziale Rolle. Psychologie, Soziologie und Gender Studies erforschen, wie sich Menschen definieren und wie Geschlechterrollen gesellschaftlich konstruiert sind. Da Identität und soziale Dynamiken höchst individuell sind, geht die Wissenschaft hier weit über zwei Kategorien hinaus.

Anthropologie und Geschichte: Historische und völkerkundliche Studien zeigen, dass das Konzept von "mehr als zwei Geschlechtern" in vielen Kulturen seit Jahrhunderten existiert.

Ethnologen stellten bei exotischen Ethnien in Papua-Neuguinea oder Sibirien fest, dass es dort bis zu 7 Geschlechter gibt, weil Transen, Schwule, Lesben und sehr alte Menschen als eigenständige Geschlechter angesehen werden, für die es auch eigene grammatikalische Genera und eigene Fürwörter gibt.

Die queere Szene hat diesen Aspekt mit Begeisterung aufgegriffen, da solche ethnologischen Erkenntnisse die eigenen Diversitätsvorstellungen wissenschaftlich zu bestätigen schienen. Hierbei wurde aber völlig außer Acht gelassen, dass das bei den indigenen Völkern nichts mit Freiheit im Sinne von "die eigene Rolle neu erfinden" zu tun hat, denn auch bei mehr als zwei Geschlechtern werden die Rollen oft so rigide definiert wie in der heterosexistischen Bipolarität im Patriarchat, nur halt ausgefächerter. Transen zum Beispiel werden in den meisten dieser archaischen Gesellschaftsordnungen immer Schamanen, Schwulen und Lesben werden besondere Aufgaben zugewiesen die damit zusammenhängen dass sie mit der Nachkommensreproduktion nicht beschäftigt sind.

Das ganze Thema der Mehrgeschlechtlichkeit geriet durch die postkonstruktivistische Philosophie aus dem Spezialdiskurs der Ethnologie und der Alltagsgeschichte in die Öffentlichkeit der queerfeministischen Szene und wurde dort mit einer Bedeutung aufgeladen, die ihm eigentlich nicht zukommt, mit hineinprojiziertem Sehnsuchtspotenzial.

Die radikale Rechte kolportiert das Thema dann auf ihre Weise, macht aus mehr als 2 möglichen Geschlechtern, etwa im Sinne von genetischen Sondergruppen einerseits und andererseits Nichtbinär, Transsexuell, Transgender, Travestie-Schwulen und Butch-Lesben, was ganz verschiedene Kategorien durch- und nebeneinander sind behauptete 37 oder gar 300 Geschlechter und verfolgt diese rein projizierte, in der LGBTQ-Welt oder der Linken sooo gar nicht vorhandene Geschlechterkonstruktion mit geiferndem Hass.

Dieser wiederum ist für mich nur erklärbar mit einer tiefsitzenden Angst, die eigene, rigide-spießig-heterosexistische Rollendefinition sei gar nicht so stabil, tief im Inneren stecke vielleicht eine Tunte, man muss auch an Freuds Kastrationskomplex denken.

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Gerne kann ein soziales Geschlecht ‚kon­stru­iert‘ werden. Wenn neben Eunuch und Kind auch Rent­ner dabei ist, ordne ich mich gerne darun­ter ein. Dann wähle ich „wo“ als mein bezüg­li­ches Für­wort. Man mag lin­gui­stic tur­nen wie man will, die Be­griffe Frau und Mann werden strin­gent den­kende Men­schen sich nicht stehlen lassen.

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Es geht nicht darum dass diese Begriffe "gestohlen"werden, das Gekrampfe um männlich und weiblich "gelesene" Menschen, das von bestimmten queerfeministischen Kreisen betrieben wird geht mir am Arsch vorbei. Tatsache ist aber, dass es diese Diskurse nun einmal gibt, sie sind unabhängig davon was sekundär in politischen Diskursen da hineininterpretiert oder herausgeschlussfolgert wird zunächst einmal Bestandteil von Debatten, die sich um Realitätsbeschreibung durch sprachliche Konventionen zum Einen und soziale Rollen von Menschen in der Gesellschaft und deren Verbindung oder Nichtverbindung mit Geschlechtlichkeit zum Anderen drehen.

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Diskurse kann es gerne geben, auch mit dem Geschlecht in Verbin­dung ste­hende Reali­täts­be­schrei­bun­gen. Nur ändert das nichts an der Realität selbst, die sich nicht durch Sprach­spiele verän­dert. Rollen sind keine Ge­schlech­ter. Männer dürfen eine Frauen­rolle spielen. Eigent­lich sind sie dann Trans­männer.

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@wuerg: Das sind keine Sprachspiele, und es gibt keine Realität, die sich außersprachlich vermitteln lässt. Klar, die Sonne existiert unabhängig ihrer Beschreibung durch Sprache, aber die sie selbst seiende Sonne ist durch nichts anderes als Sprache, dazu zählen auch mathematische Formeln, beschreibbar und Menschen mitteilbar. So sehr ich manches, was Butler geschrieben hat für verquast-unempirisch halte, ihre Aussage, dass Realität durch Sprechakte erschaffen wird ist absolut richtig.

Nicht im Sinne von Wortmagie oder Zauberei, wie hier auch schon mal jemand geäußert hatte dass sie so etwas gesagt hat. Sondern in diesem Sinn: Wenn bei der Geburt eines Kindes ein Arzt oder eine Hebamme sagt: "Es ist ein Junge!" bedeutet dies nicht nur die Feststellung eines biologischen Geschlechts, sondern in einer patriarchalen Gesellschaft mit geschlechtsspezifischen Erwartungshaltungen und Rollenzuweisungen einen ganzen Kosmos an Verhaltensnormierungen, die daran gebunden sind.

In einer egalitären Gesellschaft mit weitgehend emanzipierten Geschlechtsrollen bedeutet das hingegen im biologischen Sinne immer noch das Gleiche, im sozialen aber etwas völlig Anderes.

Und diese Unterscheidung gilt in den Sozialwissenschaften als allgemein anerkannte Tatsache.

Versuch mal, eine Konstruktionsanleitung für einen Mikrochip, die Populationsgenetik der Blutgruppensysteme des Menschen oder einen Text über Quantenphysik in biblischen Gleichnissen oder Homerschen Hexametern zu erzählen. Es wird Dir nicht gelingen. Voraussetzung für die technischen Zivilisation in der wir leben und die moderne Wissenschaft die diese erschaffen hat ist eine spezifische wissenschaftlich-logische Sprache inklusive der mathematisch-physikalisch-chemisch-biologischen Formelsprache, und die geht auf eine Sprachentwicklung zurück, die mit dem Universalienstreit im Hochmittelalter (der ist auch noch in anderer Hinsicht für die hier verhandelten Fragen relevant) einsetzte. Für Menschen, die in Kulturen mit magischen, mythischen, mystischen oder mystisch-rationalen Welterklärungen lebten ist unsere heute Welt gar nicht vorstellbar und unsere Physik, Chemie und Biologie auch nicht vorhanden, an deren Stelle stehen dann Götter und ähnliche Kräfte. Die rationale Vorstellungswelt und ihre Sprache hat die Voraussetzungen für die technische Welt in der wir leben überhaupt erst geschaffen.

In einer Welt, die keine Biologie kannte, sind über die Pole Mann und Frau hinaus Geschlechter Rollen, weil biologische Geschlechter nicht bekannt waren.

Für die Biologie sind Geschlechter über die Anatomie hinaus Genotypen.

Der Genotyp XX ist im biologischen Sinn eine Frau, XY ein Mann. XXY und XYY sowie YY stellen Abweichungen dar, die genetisch betrachtet durchaus eigene Geschlechter sind. Die biologische Geschlechtsbestimmung hat aber mit den sozialen Geschlechtsrollen unmittelbar nichts zu tun.


Dies alles ist kein "queerlinksversyphter Schwurbel", wie manche wohl denken werden, sondern Diskussionsstand der Anthropologie.

Und ich, der ich seit Jahrzehnten mit diesen Begrifflichkeiten als Standardmodellen lebe, verstehe schlicht nicht, was für Aggressionen dies bei so manchen Zeitgenossen auslöst.

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Ich sehe keinen Wider­spruch darin, daß es auch ohne Sprache Rea­lität gibt und Sprech­akte ein Teil der­sel­ben sind. Selbst wenn in der Ge­burts­ur­kunde männ­lich steht, muß es kein Junge sein. Und selbst­ver­ständ­lich gibt es Über­schnei­dun­gen und Reste wie Super­weib­chen und eier­legen­de Vögel mit ZW. Sprache ist nütz­lich, gebiert aber auch Schwach­sinn. Mann und Frau gab es auch ohne Sprache, weit vor der Bio­logie.

Es geht mir nicht darum, ob man ein sozi­ales Ge­schlecht kon­struie­ren, gar aus­ma­chen kann. Nur sollte dazu nicht das Wort Ge­schlecht gestoh­len wer­den, um sich sodann über das bio­logi­sche zu erhe­ben, wie es „im fal­schen Körper geboren “ sich anmaßt, gleich­wohl zumeist keine körper­liche, sondern eine gei­stige Devia­tion vor­liegt.

Da Streit wider den laut­starken margi­nalen Zeit­geist keinen Sinn hat, will ich ganz aggres­sions­frei nur noch sagen, daß ich bei Be­grif­fen wie Iden­tität, Gleich­heit, Äqui­va­lenz und Gleich­wertig­keit etwas pinge­lig bin und spon­tan er­kenne, wenn sie zur Über­hö­hung miß­braucht werden. Die Zukunft wird das ent­larven. Die Wahr­heit setzt sich durch.

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Na ja, der Begriff soziales Geschlecht macht dann Sinn, wenn an ein biologisches Geschlecht bestimmte Erwartungen von sozialem Verhalten geknüpft werden und diese nicht unbedingt an biologische Funktionen gebunden sind, bzw. es Unterschiede zwischen tradierten und gesellschaftlich neuen Formen von Sozialverhalten gibt.

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Natürlich ist es erlaubt von einem sozia­len Ge­schlecht zu spre­chen, wenn man sich an das bio­losche Ge­schlecht (frü­her das Ge­schlecht) anlehnt. Nur muß mit mehr als war­men Worten und Wunsch­denken begrün­det sein, wenn nun­mehr das sozi­ale Ge­schlecht über dem bio­logi­schen stehen soll, also fortan das Ge­schlecht sei, wo neben der Lieb­lings­farbe und Pro­nomen in die fluide Ge­burts­ur­kunde einge­tragen werden kann. Das mag in hundert Jahren die Regel sein, wenn Fleisch­beschau und Gen­test durch Psycho­scan­ning, Sprech­akt oder You­tube-​Algo­rith­mus abge­löst sind. Dann weiß aber auch jeder, daß diese Ein­träge für den Arsch sind.

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Wieso sollte denn das soziale Geschlecht über dem biologischen stehen? Sagt ja niemand. Das sind einfach unterschiedliche nomenklatorisch-narrative Kategorien.

Im Übrigen scheinst Du das, was ich hier alles an Hintergründen und Entwicklungsgeschichten aufgeführt habe gar nicht zur Kenntnis zu nehmen.

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Natürlich habe ich alles zur Kennt­nis genom­men, nur nicht ver­inner­licht. Ja, es sind unter­schied­liche Kate­gorien. Ich sehe die biolo­gische als die pri­märe, mit der die soziale i.a. har­mo­niert. Keiner zele­briert sein bio­logi­sches Geschlecht als Abwei­chung vom sozi­alen. Umge­kehrt wird gerne damit koket­tiert, vor allem durch bio­logi­sche Männer in nach­läs­siger Frauen­klei­dung.

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Manche nehmen an, daß der Schnee von Frau Holle gemacht wird. Dies ist jedoch eine Legende. Auch wenn es als Narrativ eine Weltdeutung liefert. Wie auch die zahlreichen Mythen der verschiedenen Völker und Stämme über unsere Welt.

Geschlecht als sex ist eine unhintergehbare Unterscheidung, die die meisten Kulturen strukturiert, was auch die Anthropologie und die Ethnologie nicht anders feststellen. Auch dort, wo keine Naturwissenschaften vorliegen und das Geahnte und in Mythen verschlüsselte also noch kein Gewußtes ist. Naturwissenschaft dechiffriert den Mythos, wie schon Adorno und Horkheimer in der DA feststellten - auch mit den fatalen Folgen, daß Aufklärung in Mythologie umschlägt. (Fast könnte das auch ein Bild für bestimmte Positionen der Gender"forschung" sein.)

Gender ist, sofern man diesen Begriff überhaupt gebrauchen möchte, ich ziehe den der Rollen vor, je nach Gesellschaft, eine Kultur der Vereinbarungen im Rahmen konkreter gesellschaftlich oder gemeinschaftlich ausgeprägter Sittlichkeit - also der Sitten, Gebräuche und Normen und damit auch Geschlechterrollen. Hier wäre eh der Rollenbegriff in den Sozialwissenschaften wieder stark zu machen.

Biologisch gibt es bei Menschen genau zwei Geschlechter: XX (Frau) und XY (Mann). Genetische Fehlbildungen sind, wie es der Name sagt, eine Fehlbildung, sie erlauben es keineswegs, biologisch von einem Geschlechterspektrum zu sprechen. So wie der Mensch auch kein Spektrum in Bezug auf die Ausbildung seiner Arme besitzt, weil es auch Menschen gibt, die mit verkürzten oder gar keinen Armen geboren wurden. Dies ist eine genetische Anomalie. Wie auch Intersexualität.

Judith Butlers Satz im Blick auf die Hebamme ist ein Schwachsinn und intellektueller wie auch philosophischer Tiefflug noch dazu - ein Armutszeugnis zudem auch für die Sozialwissenschaften. Daß eine Autorin, die derartigen Quark von sich gibt, in der Akademia tätig ist, zeigt leider, wie heruntergeockt die Sozialwissenschaften sind. Warum? Deshalb: Der Ausruf der Hebamme, die in der Regel keine germanische Norne ist, besagt keineswegs die Vorhersage eines Lebensweges oder die Normierung des Babys, sondern sie teilt den Eltern das biologische Geschlecht mit. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn sie also ausruft: "Es ist ein Junge!", dann ist das kein bloßer Sprechakt, der willkürlich etwas zuweist, das in einem Spektrum auch ganz anders sein könnte, sondern es zeigt sich die Wahrheit dieses Sprechaktes durch einen einfachen naturwissenschaftlichen Nachweis. Das ist Philosophie erstes Semester - nein, Mittelstufe. Ob sich der irgendwann zum Manne gewordene Bursche hinterher zur Armee verpflichtet und sehr männlich agiert, ob er einen weiblichen Touch hat, ob er sich einen Eichhörnchenpuschel in den Anus schiebt und sich mit den neuesten Transhuman-Gender-Theorien gewappnet als Eichhorn imaginiert oder sich als Loretta labelt, liegt keineswegs im Ermessen der Hebamme. Monty Python hat solchen Irrsinn bereits in den 1970er Jahren gut persifliert: https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI

Daß an den Jungen möglicherweise Erwartungshaltungen gebunden sind, die ihn in ein Rollemodell fügen, sagt etwas über die jeweilige Gesellschaft aus, aber es ändert nichts am biologischen Geschlecht, das unhintergehbar bleibt. Insbesondere im Medizinischen hat die Natur ihr Recht und ihre Geltung vor allem, wo wir vehement protestieren würden, wenn der Arzt plötzlich wie ein Medizinmann "pschüüh, pschühh" macht, uns mit Wasser besprenkelt und qua Sprechakt Gesundung behauptet.

Natürlich können in entsprechenden offenen Gesellschaften Männer und Frauen unterschiedlichste Rollen einnehmen und solche Rollenbilder, die einstmals nur Männern vorbehalten waren, können nun auch von Frauen ausgeübt werden. All das wollte aber die Hebamme mit ihren Ausruf keineswegs zum Ausdruck bringen, selbst dann nicht, wenn sie eine ausgebilderte Sozialwissenschaftlerin ist, die umschulen mußte.

Sofern ein Mann sich im falschen biologischen Geschlecht fühlt und sich mit Hilfe der Medizin - und damit sehr naturalistisch und wenig kulturalistisch - in eine Frau sich umoperieren läßt, bleibt er biologisch doch ein Mann. Das biologische Geschlecht bringen keine Hormone und bringt kein OP-Besteck heraus. Das ist und bleibt die materialistische Basis.

Insofern: Transfrauen sind biologisch keine Frauen, so wie Männer, die sich einen Eichhörnchenschwanz in den Anus operieren lassen, keine Eichhörnchen sind, um es polemisch zuzuspitzen und ins Absurde zu steigern.

Die Gefahren, die mit solch ideologischem Umlabeln einhergehen, haben etwa Kathleen Stock in "Material Girls. Warum die Wirklichkeit für den Feminismus unerlässlich ist" und Sara Rukaj in "Die Antiquiertheit der Frau. Vom Verschwinden des feministischen Subjekts" beschrieben.

Das biologische Geschlecht, das als Grundlage des Personenstandes dient, ist nicht frei wählbar und es ist auch kein reiner Sprechakt, sondern hat eine materiale Basis. So wie die Kugelgestalt der Erde ebenfalls keine Interpretation ist und also genauso auch als Scheibe oder als Hohlkörperwelt existieren kann, wenn man nur genau genug hinsieht.

Es geht, nach Adorno und Horkheimer um das "Eingedenken der Natur im Subjekt, in dessen Vollzug die verkannte Wahrheit aller Kultur beschlossen liegt, …"

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Ich halte mich da an Thomas Jefferson
Der über Religion sagte: "The legitimate powers of government extend to such acts only as are injurious to others. But it does me no injury for my neighbour to say there are twenty gods, or no god. It neither picks my pocket nor breaks my leg."

Ich sehe keinen Grund, Transmenschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, ihnen die Identität abzusprechen.

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Dem stmme ich natürlich zu, und ich komme auf ein paar Schlüsselsätze meines Ausgangspostings zurück, die mir gerade unfreiwillig bestätigt wurden.

Immer wieder bemerkenswert was für ein Problem die mit dem Thema sexuelle Diversität haben, deutet darauf hin, dass sie ihrer Geschlechtsidentität alles andere als sicher sind.


Dies wiederum ist für mich nur erklärbar mit einer tiefsitzenden Angst, die eigene, rigide-spießig-heterosexistische Rollendefinition sei gar nicht so stabil, tief im Inneren stecke vielleicht eine Tunte, man muss auch an Freuds Kastrationskomplex denken.

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Die Rede von der Angst vor der Tunte und vom Kastrationskomplex resultiert, wenn man sie ideologiekritisch in den Blick nimmt, auch unter den Kapitalverhältnissen der patriarchalen Gesellschaft, aus einer maskulinistischen Überwältigungsagenda gegen die Frau. Daher auch die Installation der Tunte, um die Frau erneut um die Früchte ihrer Emanzipation zu bringen. Aber Scherz und Phrasendreschmaschine mal beiseite.

Es geht nicht darum, Transmenschen vorzuschreiben, wie sie leben sollen. Jeder kann sich fühlen als das, was er möchte und er kann das in seinem privaten Bereich auch so gestalten, wenn es ihn glücklich macht. Wer Frauenkleider trägt, soll das machen. Mit Glück ist es anderen egal oder sie finden es gut, mit Pech lachen sie. Wohlwollen läßt sich nicht vorschreiben. Man kann es nur wünschen und sich erhoffen und versuchen, gesellschaftliche Akzeptanz zu schaffen. Der Film "Ein Käfig voller Narren" hat das auf wunderbare und spielerische Weise geleistet.

Allerdings:Aus Gefühlen lassen sich aber nicht immer Rechtsansprüche ableiten. Es gibt in einer Gesellschaft gute Gründe, bestimmte Aspekte, die durch Gesetze geregelt werden, an den Personenstand und damit an das Geschlecht zu binden. Frauenquoten etwa wären überflüssig und sinnlos, wenn das Geschlecht lediglich aus einem Sprechakt bestünde, indem ich mich mit XY als XX labele oder umgekehrt. (Unabhängig mal, ob Frauenquoten sinnvoll sind oder nicht.) Und nicht jeder Raum, der für Frauen bestimmt ist, sollte von Nicht-Frauen betreten werden - so sehen das zumindest viele Frauen, die Dir den Kastrationskomplex mal eben locker um die Ohren hauen würden: Frauen-Sauna, Toiletten zuweilen auch, Krankenhäuser, Gefängnisse, Frauenhäuser sind solche Orte. Es gibt gute Gründe, warum Frauen das nicht wollen, und hier muß die überwiegend herrschende Meinung und die gesellschaftliche Stimmung zur gesellschaftlichen wie auch gesetzlichen Grundlage gemacht werden. (Wobei in Sauna und Fitness eh der Betreiber entscheidet, wie er das regelt. Und an diese Regel wird sich dann eben gehalten.)

Die Probleme und die Aggressionen entstehen dann, wenn Transfrauen sich in reine Frauenräume hineinklagen wollen, erst recht, wenn sie noch keine Transition hinter sich haben.

In einer absurden Parodie führt der Rechtsextremist Liebich vor, zu welchen Irrsinn solche Auswüchse im Blick etwa auf das Selbstbestimmungsgesetz gesellschaftlich führen: „Marla-Svenja Liebich, vormals Sven Liebich. Jahrzehntelang war Sven Liebich Protagonist in der rechtsextremen Szene in Sachsen. Heute nennt er sich Marla-Svenja Liebich und soll seine Freiheitsstrafe in einem Gefängnis für Frauen absitzen – dank Selbstbestimmungsgesetz.“ Inzwischen wurde dieser Unsinn rückgängig gemacht.

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Es geht ja dabei nicht nur um Lebensstil und persönliche Vorlieben, sondern im Rahmen dieser Ideologie unterzieht man Minderjährige pubertätsverhindernden Therapien oder gar Operationen, die nicht rückgängig zu machen sind.

Darüber hinaus erlässt man Gesetze, nach denen man sich dem subjektiven Empfinden anderer anzupassen hat und das Offensichtliche nicht aussprechen darf, unter Androhung hoher Strafen.

Und im akademischen Bereich versucht man die eigene Ideologie alternativlos durchzusetzen und jede Diskussion über sie zu verhundern.

"Ein wissenschaftlicher Vortrag sorgt einmal mehr für eine Kontroverse an einer deutschen Universität. Die Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die sich kritisch mit „Trans-Identitäten“ auseinandersetzen will, ist ins Visier linker Studentenverbände geraten. Die Aktivisten fordern nicht weniger als den Rauswurf der Professorin und ein Campusverbot."

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a5d716fc72232627649d969/uni-duesseldorf-professorin-haelt-vortrag-ueber-trans-identitaeten-studenten-fordern-rauswurf.html?icid=search.product.onsitesearch

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Übrigens ist niemand im falschen Körper. Wer seiner eigenen Körper nicht akzeptieren kann, hat ein psychisches Problem und braucht eine Therapie, keine Operation.

Jeder hat nur einen Körper, und kein Mann weiß, wie es ist, eine Frau zu sein oder umgekehrt. Die Vorstellung, dass es einem besser ginge, wenn man einen anderen Körper hätte, ist Teil der psychischen Störung.

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Willy, hierin sind wir uns völlig einig. Ich habe hier eine Grundproblematik und eine bestimmte Entwicklung geschidert, nicht die absurden Konsequenzen, die eine im Netz - und ich glaube, nur da - überrepräsentativ sichtbare Gemeinschaft von, nun ja, Sonderlingen daraus ableitet. Meine Ebene ist hierbei im Wesentlichen der diesbezügliche Diskurs in den Geisteswissenschaften, nicht das, was Sonstwie-Aktivisten daraus gemacht haben.

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Und ich bin auch der Meinung, es ist sehr von hinten gedacht, dieses ganze Überthema Sex vs. Gender, Soziales Geschlecht und Inter-Transsexualität aus der Perspektive der vielfältigen Popkultur- Subkultur-Selbsthilfegruppen- und Popdiskurse sowie sumpfigen Niederungen anzugehen, die sich damit befassen, statt zunächst einmal die ethnologischen, humanbiologischen und anthropologischen Diskurse im Auge zu haben, in denen das seinen Ausgang genommen hat.

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Selbst in der Popkultur der 1970er und 1980er Jahre waren wir ja schonmal weiter, wenn man an David Bowie und Boy George denkt.

Natürlich ist es wichtig, die ethnologischen und anthropoligschen und biologischen Diskurse als wesentliche zu nehmen. Aber das schließt eben auch mit ein, hier die Absurditäten zu benenen, die sich aus solchen Formen ergeben, wo Wissenschaft mit Aktivismus verwechselt wird.

Die therapeutische Situation ist nochmal eine andere. Und darin geht es eben auch um Menschenleben. Und da muß gerade bei Jugendlichen sehr genau geprüft werden, was an Problemen vorliegt. Wenn immer mehr Frauen gerne ins Männliche wollen, so kann das durchaus auch etwas mit der Frauenrolle in der gegenwärtigen Gesellschaft zu tun habe, was mit dem Erfolgsdruck anfängt, der gerade auf Frauenkörpern im Sinne bestimmte Schönheitsideale lastet. All das sind Aspekte, die nur bei der Betrachtung des konkreten Falls genauer geschaut werden können. Und da hilft es keineswegs, wenn Trans-Aktivisten im Internet Anleitungen für Psychofragebögen bereitstellen, damit über die richtig gewählten Antworten dann auch das erwünschte Ergebnis Transition zustande kommt.

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Dem stimme ich völlig zu. Wobei meine Ausgangssituation zunächst die des Historikers und Historischen Anthropologen ist, der sich mit Rassismus, Sozialbiologismus und Körpergeschichte beschäftigt hat und den Fluss sozusagen ab der Quelle gefahren ist, die sumpfigen Niederungen aber kaum mitbekommen hat. Und der dann in einer ganz anderen Umgebung, nämlich dem Internet, mit der Absurdistan-Variante konfrontiert wurde, und dann drittens nochmal mit dem Zerrbild, das sich die Rechte von der Thematik macht.

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@bersarin, nachdem ich gerade auf Deinem Blog den allerneuesten universitären Transitionsunsinn gelesen habe bin ich fassungslos. So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten, Geschwister Loretta hin oder her.

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Der Treppenwitz dabei ist der, dass, bevor die Genderdebatte von Amerikanien und Britannien kommend so um 1992 Germanien erreichte hierzulande der Mehrheitsfeminismus implizit biologistische Vorstellungen vertrat, von wegen Frauen aus hormonellen Gründen die sozialeren und Männer die aggressiveren Menschen, wobei Männer aber trotzdem verhaltenstechnisch von Frauen lernen sollten.

Wir betrachteten die Sex-Gender-Unterscheidung ja damals als befreiende Auflösung dieses Biofeminismus, und, ja, auch des Moralinfeminismus.

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Ich würde mir einfach mehr Gelassenheit und weniger Ideologisierung wünschen. Die meisten Transmenschen tun das alles nicht aus Jux und Dollerei. Sie möchten einfach so akzeptiert werden, wie sie sind und sie sich selbst wahrnehmen.

Vor 50 Jahren war Homosexualität noch strafbar, vor 20 Jahren war gleichschlechtliche Ehe voll bäh.

Wir müssen nicht jeden überkandidelten Unsinn mitmachen, aber die meisten Transmenschen, die ich kenne, waren froh, wenn man einfach "normal" mit ihnen umging und Belehrungsversuche unterließ.

Universitäten sind nicht immer sehr nahe am realen Leben angesiedelt.

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!!!!!

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Es ist einstweilen nicht nur nicht befreiend, sondern auch noch sehr kompliziert.

https://www.eggoe.at/buchrezension-az-hakeem-detrans-when-transition-is-not-the-solution/
https://www.autismusspektrum.info/post/auf-dem-spektrum-transgeschlechtlichkeit-und-autismus

Im Übrigen
"There is a basic principle in psychotherapy that you do not enter into the patient’s fantasy. If a patient claims to be Napoleon, the psychotherapist must work to bring them back into the real world. You’re not supposed to give him a uniform and put him in charge of the French Army. We shouldn’t be telling young autistic girls that they are really boys, just because they say so. Instead, we need to impress upon them that they, like millions of others with high-functioning autism, will go on to lead fulfilling lives without unnecessary medical intervention."
https://www.spiked-online.com/2024/07/25/autistic-kids-are-at-the-mercy-of-trans-activism/

https://archive.ph/vRtXI

https://x.com/Heilenderer/status/2080510019787735375

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Gerade
der letzten Absatz enthält das, was ich aus eigener Beobachtung bestätigen würde. Angst, Unsicherheit über die eigenen Vorlieben, die eigene Psyche. Ich gehe davon aus, mich eingeschlossen, dass jedem Menschen sowohl das Interesse am anderen (vereinfacht ausgedrückt) als auch am eigenen Geschlecht innewohnt. In veränderlichen Prozentanteilen.

Auch ich finde, als Mann, bestimmte andere Männer attraktiv. Aber ich bin mir meiner Vorlieben bewusst. Und möglicherweise besitzen andere Menschen eben nicht diese Selbstsicherheit und fürchten sich vor ihren "versteckten", eher aber prozentual gesehen geringer vorkommenden Neigungen. Und kompensieren dies durch (aus Männersicht) "männliches" Verhalten, Kraftsport, laute Motorräder, bis hin zu frauenabwertenden Aussagen. Aus Angst, "weibisch" zu gelten. Besonders die Rechten tun sich hierbei hervor (der neue "Freund" der Ex ist MdL der A*D, hat mich per Drohanrufen belästigt. Bei Augenkontakt aber überaus zurückhaltend). Wenn man aber hinter die Fassade blickt, ist da sehr viel Unsicherheit und fehlende Akzeptanz aller Facetten der eigenen Persönlichkeit.

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Das, mein Lieber, bezeichnet sehr wichtige Aspekte. Überhaupt schön, Dich hier mal wieder zu treffen. Hinter den Kulissen interessiert mich eine Beschreibung der weiteren Ereignisse.

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Ich halte es für sehr problematisch
Transmenschen pauschal ein psychotherapeutisch zu lösendes Problem zu unterstellen. Genau das hat man früher mit homosexuellen Personen gemacht (und in den USA gibt es das in gewissen Kreisen noch immer).

Das ins Lächerlich ziehende "könnte sich ja auch für ein Eichhörnchen halten" halte ich für ebenso unzulässig und würdeabsprechend wie das im Zuge der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe vorgebrachte Argument: "Dann könnte man ja auch ein Eichhörnchen heiraten."

Laut GG ist die Würde des Menschen unantastbar. Dieses Prinzip würde hier verletzt.

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Das mit dem Eichhörnchen heiraten hab ich noch nie gehört. Und Transmenschen wie Menschen allgemein verletzen ihre und anderer Würde auch oft selber. Frauen mit einem * zu versehen und damit zum Verschwinden zu bringen und Spinnern mit Fetisch Tür und Tor zu öffnen, kann es aber wohl auch nicht sein, oder willst Du das mit der Möglichkeit von Schwulenehen gleichsetzen?
Und apropos "weibisch", kennst Du auch ein abwertendes "männisch" oder Transmänner in lächerlich klischeehafter Kleidung, die in Männergefängnisse wollen und dort übergriffig werden?

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Das negative Äquivalent zu "weibisch" ist "machistisch" oder "machomäßig". Das * bezeichnet m.E. keine Frauen, sondern "Diverse", bin mir da aber nicht ganz sicher.

Was meinst Du mit Spinner mit Fetisch?

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Sei ehrlich, macho ist nicht so negativ besetzt wie weibisch, wurscht in welchem Zusammenhang. Natürlich bezeichnet das * den bunten Auflauf, wird aber mit Vorliebe hinter Frau angehängt.
Herren mit Vorliebe für geschmacklose Frauenkleidung.
Ansonsten hat bersarin, mein Held das alles 👇wieder mal in schöner Sprache und Ausführlichkeit zu meiner vollsten Zufriedenheit dargelegt

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Biologische Sexualität ist nichts, was man per Operation bewirken muß. Ein Schwuler oder eine Lesbe brauchen sich für ihre Sexualität nicht operieren zu lassen. Darin liegt der zentrale Unterschied. (Manche in der Schwulen- und Lesben-Szene sagen gar, daß die Transition lediglich dazu dient, Homosexualität zu leugnen, was dann verdeckte und verdrängte Schwulen- oder Lesbenfeindlichkeit wäre. Das muß man aber sicherlich von Fall zu Fall betrachten.)

Wer als ERWACHSENER biologischer Mann als Frau sich sieht und auf eigene Kosten eine Transition macht: da spricht nichts dagegen. Wer aber als Mann sagt "Ich bin eine Frau!", der muß damit rechnen, daß ihm nicht jeder zustimmt. Der Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich, der dieses System auf eine absurde Weise vorführte, ist keine Frau, der Bundestagsabgeordnete Tessa Ganserer ist keine Frau und auch Georgine Kellermann ist biologisch keine Frau. Wofür er/sie sich hält, bleibt auf die gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen. Und das festzuhalten, hat nichts mit Menschenwürde zu tun, die diesen Herren, die gerne Damen wären, keiner abspricht. Aber es muß eben auch nicht jede Selbstzuschreibung und jede Zuschreibung im Bereich des Fetischismus von allen akzeptiert werden. Das Sich-Kleiden in ein Königsgewand mit der Bitte als Karl der Große angeredet zu werden, kann man befolgen. Muß man aber nicht.

Die Menschenwürde – unabhängig mal, was mit diesem Begriff gemeint sein soll, auch (rechts)philosophisch genommen - wird lediglich dann verletzt, wenn es rechtliche Benachteiligungen gäbe. Aber bereits beim Aufenthalt in einem Gefängnis oder überhaupt in öffentlichen Räumen, die aus Gründen des Personenstandes für Frauen geschaffen sind und wo nicht einfach nur das private Hausrecht gilt, wie etwa in einem Fitnessclub, fangen die Probleme an. Alle drei Personen haben weder in einem Frauengefängnis noch im professionellen Frauensport etwas zu suchen. Es gibt keinen Rechtsanspruch für eine Frau gehalten zu werden, wenn man ein Mann ist. Und umgekehrt natürlich auch. Und wenn Kellermann immer wieder in derartig ostentativer Weise das angebliche Frausein betonen muß, dann wird das eher zum Gegenteil führen. Anders etwa als bei Charlotte von Mahlsdorf, die all das lebte und nicht ständig irgendwo proklamierte. Darum geht es und das ist es, was auch vielen Liberale inzwischen auf den Sack oder auf die Eierstöcke geht.

Wer seinen privaten Fetisch oder seine spezielle Sexualität ausleben will, kann das in Deutschland machen. Aber daraus lassen sich nicht beliebige Ansprüche ableiten. Ob es sich um pathologische Formen handelt oder nicht, darüber wird immer nur der Einzelfall entscheiden.

Richtig ist, daß viele der Transmenschen von all diesen Dingen nicht behelligt werden wollen, sondern sie möchten in Ruhe ihr Leben leben, und viele sehen solche wie Tessa Ganserer und ihre transaggressiven Aktivistenfreunde – man google bitte mal Kathleen Stock und Marie-Louise Vollbrecht – nicht als Verbündete, sondern gerade jene Transaggressiven sorgen leider dafür, daß sich die Stimmung zunehmend verschärft hat und zum Gegenteil führt. Es ist wie immer der Dogmatismus und das aggressive Vorgehen von Aktivisten, was genau das Gegenteil bewirkt. Schon beim Thema Rassismus war das zu erleben, wenn man an Noah Sow und die Mohrenlampe denkt. Statt Leute zum Nachdenken zu bewegen, macht man sie sich zu Feinden.

So zu tun aber, als gäbe es all diese Probleme gar nicht oder als kämen die nur an den Unis vor, der denkt naiv. Wer einmal mit Kinder- und Jugendtherapeuten spricht, wird schnell bemerken, daß dies ein Thema ist, was gerade in diesem Bereich einige Wirkungen zeitigt und von erheblicher gesellschaftlicher Relevanz ist. Und auch all die öffentlichen Debatten zeigen das.

Und da es hierbei für den jugendlichen und kindlichen Körper um schwerwiegende medizinische und hormonelle Eingriffe geht und zudem auch um die Rechte der Eltern, ist das auch nicht mit einer Handbewegung wegzuwischen, als hätte das keine wirkliche Relevanz. Gerade dort hat es erhebliche Bedeutung. So wie eine Gesellschaft zu recht auch protestieren würde, wenn es der Wunsch eines Vierzehnjährigen ist, bei der Bundeswehr im Ausland eingesetzt zu werden. Da würde wohl auch kaum einer auf die Idee kommen und sagen: „Kind, Dein Wunsch ist uns Befehl!“

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@avantgarde: Die hat man früher in den USA nicht nur psychotherapiert, sondern lobotomiert.

@netbitch, stimmt, da gab es auch noch einen Widerspruch bürgerliche Frauenbewegung vs. Radikalfeminismus, und der Radikalfeminismus hatte eine antikapitalistische Ausrichtung, Genderfeminismus meets Engels´Ursprung der Familie. Selige Zeiten vernunftsbestimmter Diskurse....

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Ich kann als heterosexueller Mann weder das Gefühlsleben von Homosexuellen noch von Transmenschen nachvollziehen. Nur muss ich das auch nicht. Daher mein Eingangszitat von Thomas Jefferson.

Ob ein Mann einen Mann liebt oder als Frau bzw Divers wahrgenommen werden möchte, hat erst einmal keinerlei Auswirkungen auf mein eigenes Leben. Insofern ist sogar das Wort "Toleranz" fehl am Platz, denn ich habe nichts zu "tolerieren" bzw. zu erdulden/auszuhalten.

Selbst wenn dem so wäre, gilt in einem Rechtsstaat die Interessensabwägung (Thema Frauensport wäre ein Beispiel). Wie gesagt, man muss nicht jeden universitären Unsinn mitmachen, aber mein Leben wurde bisher noch von keiner homosexuellen bzw. Transperson beeinträchtigt.

Bei allem und jedem gibt es Missbrauch, wie z.B. der Fall Liebig zeigt. Aber über dieses Stöckchen müssen wir nicht springen und der Typ ist ja auch im Männerknast gelandet.

Im übrigen gibt es nicht nur in der Transszene, sondern auch beim Feminismus Personen, die ihrer Sache einen Bärendienst erweisen. Wir haben uns ja vor Jahren nicht zu Unrecht über die "Mädchenmannschaft" mokiert. So what?

Abgesehen davon sind Kinder wieder eine andere Sache.

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Dein oder mein Privatleben und Deine oder meine Präferenzen sind auch nicht das Thema. Und wenn Transmenschen andere mit ihrem Krams in Ruhe ließen, dann ergäbe sich manches Problem erst gar nicht. Die meisten Transmenschen nämlich wollen einfach nur ihr Leben leben. Wenn aber bei jedem Vortrag, wo etwas eigentlich Selbstverständliches Thema ist, daß es nämlich genau zwei biologische Geschlechter beim Menschen gibt, von einigen Aktivisten ein Kulturkrieg vom Zaun gebrochen wird, wenn bei einer eigentlich evidenten Tatsache und Aussage von J.K. Rowling ein Haßsturm von bestimmten Leuten im Internet losgetreten wird und diese Frau Morddrohungen bekommt, dann hat das sehr wohl gesellschaftliche Relevanz und betrifft am Ende auch Dich und mich. Genauso wie Morddrohungen von Neonazis gegen Andersdenkende keine Privatsache mehr sind. Und wie geschrieben: Genau diese Transaggressiven tun all jenen, die einfach nur ihr Leben gestalten wollen, keinen Gefallen.

Das Problem fängt immer da an, wo eine winzige Minderheit anderen mit ihrem Gebaren auf den Sack geht. Das ist nicht anders als bei den Antirassisten. Statt ein Thema konstruktiv zu gestalten, werden andere erstmal bepöbelt.

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Von wegen selbstverständlich
Das sieht die Wissenschaft inzwischen differenzierter

https://www.spektrum.de/news/die-neudefinition-des-geschlechts/1335086

https://www.science.lu/de/ziel-mir-keng-science-check/intergeschlechtlichkeit-wie-viele-biologische-geschlechter-gibt-es

Und spätestens seit Simone de Beauvoirs berühmten "„Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“ sollte man anerkennen, dass es hier eben nicht nur um Biologie geht.

"Und wenn Transmenschen andere mit ihrem Krams in Ruhe ließen, dann ergäbe sich manches Problem erst gar nicht. Die meisten Transmenschen nämlich wollen einfach nur ihr Leben leben."

Ja eben. Und würde man Transmenschen einfach so leben lassen, wie sie es möchten, dann müssten sie andere auch nicht "mit ihrem Krams" behelligen. Ich hatte schon gesagt, dass wir nicht über jedes Stöckchen gewisser Aktivisten springen müssen.

Aber wir können uns schon mal fragen, wer hier mehr behelligt wird: Die kleine Minderheit (1-2%) von Menschen mit Transidentität (die AUCH biologische Ursachen haben kann), die sehr viel Diskriminierung durch eine oft ignorante oder besserwisserische Mehrheit erfährt, oder eben diese Mehrheit, die glaubt, die Identität anderer definieren bzw abwerten zu können (bis hin zu übelster Hetze), und nunmehr energischeres Kontra von dieser Minderheit erfährt. Wer hat da mehr auszustehen?

Natürlich lehne ich Hasskommentare oder gar Drohungen jeglicher Art ab, egal von welcher Seite sie kommen.

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Nein, das sieht die Wissenschaft, sofern sie seriöse Biologie ist, keineswegs differenzierter. So wie die Wissenschaft es bei Corona auch nicht differenzierter sieht, weil ein Professor Bhakdi seine Behauptungen in den Raum stellt. So wie es im Begriff auf die Erdgestalt eine Wissenschaft inzwischen auch nicht differenzierter sieht, weil es Experten gibt, die die Hohlwelttheorie in Anschlag bringen. So wie die Psychologie es auch nicht differenzierter sieht, weil es Astrologie gibt und der Lebensweg in Wahrheit durch die Sterne vorgezeichnet ist. (Das Thema „Linke, Aberglaube und Esoterik“ wäre inzwischen auch im Blick aufs Geschlecht eine eigene Studie wert.)

Das Geschlecht ist biologisch unter Bezug auf anisogametische Keimzellen definiert: das weibliche Geschlecht produziert Eizellen, das männliche Spermien. Abweichungen sind, wie es der Name sagt, genetische Abweichungen und nicht die Regel. So wie auch die Ausbildung verkürzter Arme oder offener Rücken kein biologisches Spektrum für menschliche Arme und menschliche Rücken darstellt. Ansonsten sei gerne auch die Antwort von Ainsworth auf den Artikel wiedergegeben:

Sex redefined
Claire Ainsworth 18 February 2015
The idea of two sexes is simplistic. Biologists now think there is a wider spectrum than that.
https://www.nature.com/articles/518288a

Non Binary Wino
@martian_munk 10. Juli 2017
@ClaireAinsworth
In your piece 'Sex Redefined' are you making the claim there are more than 2 sexes?

Claire Ainsworth
@ClaireAinsworth
Antwort an
@martian_munk
No, not at all. Two sexes, with a continuum of variation in anatomy/physiology.
https://twitter.com/ClaireAinsworth/status/888365994577735680


Aha, also eben doch genau zwei biologische Geschlechter. Eigentlich traurig, daß man sowas bringen muß. Demnächst vielleicht auch Debatten darüber, daß in Wahrheit Frau Holle den Schnee macht. Ansonsten auch noch: „Pro Realität. Ein Manifest deutschsprachiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter (Biowissenschaften, Medizin)“:

„Der funktionale Begriff “Geschlecht” ist in der naturwissenschaftlichen Community unstrittig: Biologisch gibt es bei allen Arten, die sich über das Verschmelzen ungleich großer Keimzellen vermehren (Anisogamie), nur zwei Arten von Keimzellen – und daraus abgeleitet zwei Geschlechter, die als männlich und weiblich bezeichnet werden. Dieses System ist vor geschätzt 1500 Millionen Jahren entstanden und findet sich bei Pflanzen und Tieren; der Mensch stellt hier keine Ausnahme dar. Organismen, die beide Arten von Keimzellen bilden, Hermaphroditen, sind sowohl männlich als auch weiblich – aber kein drittes Geschlecht. Solche sind zudem beim Menschen noch nicht beobachtet worden – Menschen sind entweder weiblichen oder aber männlichen Geschlechts. Ebenso ergeben sich aus Varianten im Karyotyp, der Hormonproduktion oder der Anatomie – bei sogenannten Varianten der Geschlechtsentwicklung – keine weiteren Geschlechter oder „Geschlecht als ein Spektrum“. Die Binarität des Geschlechts ergibt sich aus der Anzahl der Typen von Keimzellen.“
https://prorealitaet.wordpress.com/?

Dazu kommen genetische Fehlbildungen. Insofern: Biologisch gibt es keine Transidentität. Biologie ist kein Gefühl. Hier handelt es sich um psychologische Befunde, etwa den, sich im falschen Körper zu fühlen. Das mag reale Gründe haben. Hat aber mit Biologie und Geschlecht nichts zu tun.

Simone de Beauvoirs Satz handelt von Rollenmodellen und von dem Frauenbegriff, der insbesondere in den repressiven 1940er und 1950er Jahren ausschlaggebend war. Sie hätte besser geschrieben: man kommt nicht als Hausfrau zur Welt. Biologisch kommt man natürlich, im wahrsten Sinne des Wortes, als Frau zur Welt. Nur hat Beauvoir es richtig erfaßt, daß das Rollenbild aufzubrechen ist. Insofern mein Hinweis auf den Rollenbegriff in der Soziologie, der deutlich zielführender ist als die ideologische Fixierung auf sex und gender. Und insbesondere die Ideologisierung von Wissenschaft. Wie geschrieben: Mich erinnert solches Umlabeln von Wissenschaft an Corona-Leugner und Esoteriker. Und solcher Aberglaube ist alles mögliche, nur eben nicht aufgeklärt.

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Zum Thema Ainsworth, genetischer Forschungsstand und Schlussfolgerungen ist dieser Beitrag hier interessant:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter-5211841.html

Ob Zweigeschlechtlichkeit mit ausgeprägten Variationen oder eine genetische Neudefinition von Geschlechtlichkeit, das ist eine Debatte die in der Genetik schon seit den Neunzigern geführt wird (ich verstehe etwas davon, da meine Forschungen, solange ich mich noch an der Uni befunden habe, sich mit der Fachgeschichte der Anthropologie im Sinne sowohl von Kulturanthroplogie als auch von Humanbiologie beschäftigten) und nichts, das einen Vergleich mit Bhakdi und anderen Scharlatanen zulässt.


Leider hat Herr Bersarin die Eigenschaft, Dinge, von denen er nichts weiß, ins Lächerliche zu ziehen.
Die Frau Holle- und Eichhörnchen- Bezüge kannst Du lassen, Lächerlichmachen des Gegenübers trägt nicht zum rationalen Diskurs bei. Da machst Du eigentlich nichts anderes als die Leute, die inflationär auf Facebook ein Lach-Smiley unter Beiträge peppen die ihnen nicht passen.

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Welche biologische Funktion sollte denn ein drittes oder viertes Geschlecht haben? Das wird nie erklärt.

Zweigeschechtlichkeit bietet einen deutlichen Vorteil gegenüber ungschlechtlicher Fortpflanzung:Die Gene werden in jeder Generation gemischt und führen zu mehr Variationen und Mutationen, die die Anpassung an die Umwelt erleichtern. Außerdem wird die Einnistung von Parasiten erschwert, weil jeder Mensch physisch anders ist und die Parasiten sich dem nicht anpassen können.

Deshalb hat sich Zweigeschlechtlichkeit fast in der gesamten Natur durchgesetzt. Welchen Vorteil würde ein drittes Geschlecht bieten? Ist mir nicht klar. Außerdem müssten zur Zeugung von Kindern drei Individuen (oder mehr?) zusammen kommen, was schwerer ist als bei zwei Individuen.

"Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Licht der Evolution."

https://en.wikipedia.org/wiki/Nothing_in_Biology_Makes_Sense_Except_in_the_Light_of_Evolution

Und solange die Trans-Ideologen nicht erklären können, welchen biologischen Sinn Transsexualität hat (wenn man denn davon ausgeht, dass sie keine Fehlentwicklung ist), reden sie nur daher und müssen nicht ernst geno,mmen werden.

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Bei Leuten, die ernsthaft behaupten, daß es mehr als zwei biologische Geschlechter gibt, sind leider die Schranktassendiebe zu Hause gewesen und insofern reagiere ich da mit einer gewissen Belustigung auf Dich und andere. An dieser biologischen Zweigeschlechtlichkeit gibt es nichts zu debattieren. Solches Gebaren ist auf genau dem Niveau eines Bhakdi. Und nichts anderes sollte mein Vergleich zeigen: daß eine Minderheitenmeinung als allgemeine Gewissheit oder gar als Wissenschaft ausgegeben wird. State of Art der Biologie ist, daß es genau zwei Geschlechter beim Menschen gibt. Und da können Zeitungen noch so viel Einzelmeinungen zitieren, weil das aus ideologischen oder politischen Gründen opportun sein mag - ein wenig auch, wie bei den Leugnern des Klimawandels. Dennoch: nichts anderes als die Zweigeschlechtlichkeit ist bis heute in der Biologie anerkennt. Die Erklärung habe ich Dir oben mehrfach geliefert und ich kann Dir eine Vielzahl an Statements und Forschungen von Biologie nennen, die genau jene biologische Zweigeschlechtlichkeit beim Menschen Dir wissenschaftlich nachweisen.

Das biologische Geschlecht ist ein evolutionsbiologischer Begriff und wird durch Anisogamie definiert, mithin durch die Existenz zweier unterschiedlicher Gametentypen. Alle anderen Merkmale wie Chromosomen, Gonaden, Hormone, Genitalien sind lediglich Mechanismen oder Indikatoren zur Realisierung dieser beiden Fortpflanzungsstrategien. Varianten der Geschlechtsentwicklung stellten keine zusätzlichen Geschlechter dar, sondern atypische Ausprägungen innerhalb der beiden Geschlechter. Das ist grob zusammengefaßt und bis heute der Stand der Biologie. Transsexuelle Menschen sind insofern entweder männlich oder weiblich.

Solltest Du eine dritte Art von Geschlechterzelle finden, dann dürfte Dir der Nobelpreis gebühren. Ich bin schon auf Deine Forschung gespannt, che, wie Du uns einen dritten Typ nachweisen wirst.

Daß solche Analogien zu Bhakdi Genderschwurblern nicht schmecken, interessiert mich nicht. Beim Nichtwissen, che, würde ich den Ball etwas flacher halten, wenn man solchen Blödsinn verzapft, wie Du es hier machst. Daß die politische Linke immer weniger ernstgenommen wird, hat leider auch mit diesem Unsinn zu tun, daß Wissenschaft als Ideologie mißbraucht wird und Linke sich inzwischen auf dem Stand von Flatearthern befinden. Debatten mit Genderschwurblern laufen leider in der Regel genau so ab wie mit Klimawandel- und Coronaleugnern. Der Unsinn einer Minderheit wird als allgemeines wissenschaftliches Statement gelabelt.

Zu mehr als einem Lachemoji reicht es in der Tat bei solchem Unsinn nicht. Und es ist auch sinnlos, mit solchen Leuten zu debattieren.

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Mit selbstgerechten Ignoranten
kann man schlichtweg nicht diskutieren. Es wurde hier schon zu oft versucht.

Es geht übrigens nicht um ein "drittes Geschlecht", sondern darum, dass kategorische Zuordnungen wissenschaftlich heute differenziert betrachtet werden. Darum auch die Bezeichnung "divers" oder "non-binär".

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Zur biologischen Zweigeschlechtlichkeit gibt es keine differenzierteren Betrachtungen. Das ist wissenschaftlicher Unfug und Humbug. Und das biologische Geschlecht ist insofern auch kein Spektrum. Auch das ist Unsinn. Sehr wohl aber kann es unterschiedliche sozialen Rollen geben, die das biologische Geschlecht übersteigen. Aber das alles sind Themen der Sozialwissenschaften. Diese Rollen können sicherlich divers und auch nonbinär sein. Aber sie unterlaufen eben nicht das biologische Geschlecht.

Und hier geht es auch nicht um Selbstgerechtigkeit, sondern um Fakten. Selbstgerecht ist es, sich über die Biologie und damit über die Wissenschaft erheben zu wollen. Selbstgerecht ist es, wenn Tessa Ganserer und Marla-Svenja Liebich sich erdreisten, in Frauenräume einzudringen.

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"Zur biologischen Zweigeschlechtlichkeit gibt es keine differenzierteren Betrachtungen"

Selbstverständlich gibt es die, wie bereits mehrfach mit seriösen naturwissenschaftlichen Quellen belegt. Es geht ja nicht darum, dass es neben "männlich" und "weiblich" etwas völlig anderes beim Menschen gibt, sondern um genetische bzw. hormonelle Ausdifferenzierung.

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Die lassen es nur eben nicht zu, von einem Spektrum beim Geschlecht zu sprechen. Hier gibt es lediglich männlich und weiblich. XX oder XY, dazwischen gibt es nichts, wie Du auch selber oben festgestellt hast, und durch genau diese Struktur wird das biologische Geschlecht bestimmt. Habe ich oben alles erklärt. Wer die biologische Zweigeschlechtlichkeit leugnet, ist keine seriöse Quelle, sondern ein Scharlatan und muß dann halt damit rechnen, daß man ihn auslacht und daß er zur Lach- und Hampelsacknummer wird. Deshalb mein Hinweis auf Bhakdi und Konsorten. Natürlich kann man zwischen sex und gender differenzieren. Aber auch gender beruht auf biologischer Zweigeschlechtlichkeit.

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@Willy: "Welche biologische Funktion sollte denn ein drittes oder viertes Geschlecht haben? Das wird nie erklärt." ---- Wie schon gesagt, es geht hier nicht um dritte und vierte Geschlechter, eher um Ausdifferenzierung zwischen dem männlichen und weiblichen Pol oder um zufällig zustandegekommene genetische Varianten, die evident nachweisbar sind.

Ansonsten ist die Genetik ein Spiel mit Zufallskombinationen, und man könnte ebenso fragen: "Welche biologische Funktion soll denn ein zeugungsunfähiger Mann oder eine gebärunfähige Frau haben?"

Etwas anderes ist die Sache mit den bis zu 7 Geschlechtern bei exotischen Völkerschaften, wo soziales und biologisches Geschlecht sozusagen verschwimmen: Männer und Frauen sind tatsächlich Männer und Frauen, Transsexuelle sind tatsächlich transsexuell, dass Schwule, Lesben und alte Menschen weit jenseits des gebär- und zeugungsfähigen Alters als eigene Geschlechter angesehen werden ist hingegen eine rein kulturelle Angelegenheit, allerdings oft, anders als die Queerem sich das so vorstellen, mit rigiden Rollenzuweisungen verbunden: Transen werden immer Schamanen, Schwule und Lesben haben besondere Aufgaben, die damit zusammenhängen, dass sie nicht mit Kinderaufzucht beschäftigt sind. Es gibt Anthropologen, die dies ganz biologistisch auf die Gesellschaft an sich übertragen haben und meinen, queeren Menschen besondere Rollen in unserer Gesellschaft zuweisen zu können.

Die Gesellschaften mit den vielen Geschlechtern sind hingegen Grabstock- und Hackbauernkulturen, teils auch solche, bei denen das heitere Beruferaten zwischen Sammlern und Jägern unterscheidet.

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Es gibt neben XX und XY auch noch u.a. XXX, XYY, YY oder X0 Chromosomensätze. In der Vergangenheit wurden XYY und YY Männer als krank betrachtet und teilweise psychiatrisiert, in einer sehr plumpen Vorstellung von Männlichkeit, wie sie heute noch ein Minister Hegseth vertritt, nahm man an, zuviel Y bedeute automatisch Gewalttätigkeit.

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Noch einmal auch im Blick auf XYY usw.: "Sex ist biologisch und 99,98 Prozent der Menschen sind entweder männlich oder weiblich ohne Unklarheiten. Es wird bei der Konzeption und Befruchtung bestimmt und ist in jeder Zelle, jedem System, all unseren Hormonen, jedem Organ und in unserer gesamten Biologie zu beobachten. Sex wird nicht zugewiesen, es wird als physische, materielle und biologische Tatsache beobachtet. Letztendlich geht es nur um die Gameten. Wenn du Sperma produzierst, bist du männlich. Wenn du Eizellen produzierst, bist du weiblich. Kein Mensch wurde jemals ohne den haploiden Beitrag sowohl männlicher als auch weiblicher Gameten geboren.

Und was Intersex angeht, so tritt dies bei etwa 0,017 Prozent der Menschen auf und jeder Fall ist eine Störung der sexuellen Entwicklung entweder eines Mannes oder einer Frau. Wir haben eine Menge guter Daten und die DSD-Kategorien sind gentechnisch gut verstanden. Dies sind die sechs biologischen Karyotyp-Geschlechtsstörungen, die nicht zum sofortigen Tod des Fötus führen:

X – Ungefähr 1 von 2.000 bis 1 von 5.000 Personen (Turner's )
XX – Die häufigste Form der Frau
XXY – Ungefähr 1 von 500 bis 1 von 1.000 Personen (Klinefelter)
XY – Die häufigste Form von Männchen
XYY – Ungefähr 1 von 1.000 Menschen
XXXY – Ungefähr 1 von 18.000 bis 1 von 50.000 Geburten

Wenn du 46 bist, XX, bist du weiblich. Wenn du 45 bist, XO, bist du immer noch weiblich, aber mit Turner-Syndrom. 47 XXX, 48XXXX und 49XXXXXX sind kein Spektrum der Frauenheit, sie werden als weibliche Chromosomenerkrankungen eingestuft. Wenn du 46 bist, XY, bist du männlich. Wenn du 47, XXY bist, bist du männlich, aber mit Kleinfelter Syndrom. Wenn du 48 bist, XXYY, bist du männlich, aber mit XXYYY Syndrom. 48,XXXY, 49,XXXY. Alle sind noch männlich. Diese sind nicht auf einem Spektrum - sie werden als männliche genetische Störungen kategorisiert. Sie gelten nicht als intersexuelle Zustände, aber viele Transaktivisten behaupten gerne, dass sie es sind.

Wenn jemand Trisonomie 21 hatte, sagen wir nicht, dass er sich auf einem menschlichen Spektrum jeglicher Art befindet, wir klassifizieren ihn als Down-Syndrom.

Intersexuelle Zustände können in einem Spektrum existieren, aber nur in Bezug auf die Schwere dieser speziellen Erkrankung. Aber selbst über dieses Spektrum haben sie klar definierte Kategorien. Das Android-Unsensibilitätssyndrom ist jemand, der gentechnisch männlich ist, aber seine Fortpflanzungsorgane nicht maskul Es hat 3 Kategorien von Schweregrad.

Es gibt keinen Spektrumverlauf zwischen Männchen und Männchen mit Android-Insensibilitätssyndrom. Dies sind klar definierte Kategorien. Es gibt keinen Spektrumverlauf zwischen weiblichen und Android-Insensibilitätssyndrom. Sie gehören entweder in der Kategorie weiblich oder männlich mit Android-Insensitivitätssyndrom. Es gibt keinen Spektrumverlauf zwischen einem intersexuellen Zustand und nicht.

Wenn du alle typischen Indikatoren deines Geschlechts hast, bist du dieses Geschlecht, du gehörst zu dieser Kategorie. Wenn Sie mit der Anzahl und Art der Geschlechtschromosomen von Ihren äußeren Genitalien geboren werden, mit unpassenden oder gemischten Arten von Gonaden, mit zweideutigen inneren Fortpflanzungsanatomie und/oder zweideutigen äußeren Genitalien, dann gehören Sie zur intersexuellen Kategorie. Es gibt KEIN Spektrumverlauf oder Überlappung zwischen typischer männlicher und intersexueller Erkrankung. "

Fazit: Intersex ist eine bestimmte Reihe individueller genetischer Störungen der sexuellen Entwicklung - nicht ein drittes Geschlecht oder eine Sammlung unterschiedlicher Geschlechter."

https://twitter.com/genderisharmful/status/1195674912381427713?lang=de

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Bei Trisomie 21, Klinefelter und Turner Syndrom spricht man von einer pathologischen Chromosomenaberration, aber nicht jede Aberration hat Krankheitswert. Und Transsexualität oder Intersexualität als Krankheit zu betrachten, nun, das hat man mit Schwulsein oder Lesbischsein auch vor noch nicht allzu langer Zeit gemacht. Normalität wird gesellschaftlich definiert.

Die "Tötung lebensunwerten Lebens" galt auch mal als medizinisch sinnvolle Maßnahme.

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Ja, das Geschlecht schlecht­hin (neu­deutsch biolo­gisch) bildet ein Zwei­linien-‚Spek­trum‘ mit mini­malem Grund­rau­schen. Gehörte ich dazu, stünde mir nicht der Sinn nach Sicht­bar­keit, CSD und Queer­gequat­sche.

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Was gibt es Schöneres
als selbsternannte Hobbybiologen, die Menschen vorschreiben, was sie zu sein haben, weil war ja schon immer so und sonst halt krank und pervers.

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Du kannst dir dein Geschlecht ncht aussuchen, dass legen die Gene fest.

Wenn hier jemand anderen etwas vorschreiben will, dann sind es die, die behaupten, dass das Geschlecht nur von subjektiven Empfindungen abhängig ist und alle anderen sich danach richten müssen.

Wenn mir da ein Kerl entgegen kommt mit rasierten Beinen und langen Haaren und behauptet er wäre eine Frau, und der Staat mich unter Strafandrohung zwingt, ihn als solche anzureden obeowhl man sofort sieht, dass er keine Frau ist, dann wird mir etwas vorgeschrieben, aus purer Willkür.

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@ Che: Also du gehst auch von nur zwei biologischen Geschlechtern aus, es freut mich das zu lesen.

Natürlich gibt es da ein weites Soektrum, es gibt feminine Männer und maskuline Frauen, ganz klar.
Aber alles nur zwischen diesen beiden Polen. Ich kann mir ehrlich gesagt auch keinen "nichtbinären" Menschen vorstellen. Das müsste jemand sein, der weder männliche noch weibliche Züge hätte. Absolut irre.

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Menschen, die sich nicht als ausschließlich männlich oder weiblich definieren, werden als nicht-binär (oder non-binär) bezeichnet. Ihre Geschlechtsidentität liegt zwischen den Polen oder außerhalb dieses klassischen Entweder-Oder-Musters.

"Wenn mir da ein Kerl entgegen kommt mit rasierten Beinen und langen Haaren und behauptet er wäre eine Frau, und der Staat mich unter Strafandrohung zwingt, ihn als solche anzureden obeowhl man sofort sieht, dass er keine Frau ist, dann wird mir etwas vorgeschrieben, aus purer Willkür."

Es gibt sehr wohl Menschen, da sieht man sowas gar nicht sofort. Thailändische Kathoeys sind so ein Beispiel. Es gibt auch Frauen, die sehr burschikos aussehen. Selbstverständlich würde willys Röntgenblick sofort das vorhandene bzw. nicht vorhandene y-Chromosom entdecken. Es wäre willy selbstverständlich nicht zuzumuten, eine Person, die sich als Christiane vorstellt, höflicherweise als Christiane ansprechen zu müssen, wenn diese Person willys Meinung zufolge nicht genau so aussieht, wie eine Christiane willy zufolge auszusehen hat.

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Was soll der Quatsch? Wenn da jemand auf mich zukommt und sagt, er wäre Julius Cäsar, muss ich den dann auch als Imperator anreden?

Jeder kann machen was er will, aber ich akzeptiere nicht, dass ich mich anderer Leute macken anpassen muss.

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Mit Flatearthern, Kreationisten und Esoterikern sind Wissenschaftsdebatten leider sinnlos. Aus Querdenkern werden zuweilen Queerdenker, die Taubenschach spielen.

Ich schreibe im übrigen niemandem vor, was er wie zu sein hat. Aber ich lasse mir auch keinen Unsinn als Wahrheit vorschwurbeln. Wenn sich jemand Frau nennt, obwohl er ein Mann ist, so redlich das alles abgeht, dann ist der Begriff Frau unangemessen oder zumindest kann man ihn problematisieren - was im übrigen auch die Sicht vieler Frauen und auch vieler Transmenschen ist. Wir haben es mit einer Transfrau zu tun. Und das ist etwas anderes als eine biologische Frau, hat aber auch nichts mit einem ominösen Spektrum zu tun, was da plötzlich herbeifabuliert wird. Und das hat auch nichts mit Entwertungen zu tun. Man IST keine Frau, so wie ich als Norddeutscher auch kein gebürtiger Bayer bin, wenn ich mir Lederhosen anziehe und vorgebe in München geboren zu sein. Tatsachenwahrheiten kann man nicht umlabeln.

So einfach ist die Sache im Sinne der Biologie im Blick aufs Geschlecht: XX und XY. Alle anderen Merkmale sind Spezialfälle, die für bestimmte Ausprägungen sorgen können, so daß es maskuline Frauen und feminine Männer gibt. Aber das ändert alles nichts an XX und XY. Gameten sind's, die keinem Spektrum unterliegen. Und selbst nach einer Transition bleibt das Geschlecht bei XY. Und das hat auch nichts mit Krankheiten zu tun - wenn man mal von Geschlechtsdysphorie absieht, bei der wir insbesondere und zumeist im Kinder- und Jugendalter sprechen, was dramatische Folgen haben kann, weshalb hier ein Kinder- und Jugendtherapeut auch hinzuzuziehen und also eine Behandlung anzusetzen ist, um genauer zu sehen, was da ist. Und genau deshalb schrieb ich wiederholt, daß es immer auf den Einzelfall ankommt. Hier nun von der Tötung lebensunwerten Lebens zu faseln, ist eine Dummheit und zeigt einmal wieder das Niveau solcher Debatten an. Wer in der Lage ist, einen Text unfallfrei und ohne Unterstellungen zu lesen, der wird auch geistig erfassen, was dort zu genetischen Fehlbildungen steht, zumal nicht ich es war, der sie zuerst anführte. Ich habe die doch recht laxen Ausführungen von che lediglich präzisiert.

Was ich im übrigen geschrieben habe, sind nicht meine Privataussagen, wie Avantgarde zu insinuieren versucht, sondern die von Biologen, mithin von renommierten Wissenschaftlern, etwa Tim Janicke et al. (2026), mit "Biological Sex Is Binary and Rooted in Anisogamy" (Ecology Letters), Carole Hooven (Harvard), Colin Wright und darunter auch die hochdotierte Biologin, Biochemikerin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Und das steht auch in jedem Lehrbuch zur Biologie.

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@bersarin: "Hier nun von der Tötung lebensunwerten Lebens zu faseln, ist eine Dummheit und zeigt einmal wieder das Niveau solcher Debatten an. Wer in der Lage ist, einen Text unfallfrei und ohne Unterstellungen zu lesen, der wird auch geistig erfassen, was dort zu genetischen Fehlbildungen steht, zumal nicht ich es war, der sie zuerst anführte. Ich habe die doch recht laxen Ausführungen von che lediglich präzisiert." ----

Du hast nicht im Entferntesten begriffen worauf ich hinauswollte. Was das Niveau angeht weise ich darauf hin, dass meine Forschungen zur Verbindung biologisch-anthropologischer Diskurse mit politischer Praxis, von der NS"Rassenhygiene" bis hin zur Bevöllkerungspolitik des Internationalen Währungsfonds immerhin in einer Arbeit ihren zentralen Ausdruck fanden, die mit magna cum laude bewertet wurde, als Referenzwerk zur Geschichte des NS-Staats in der libary des London Institute for German History steht und von einem der bis zu seiner Emeritierung bedeutendsten Biologie-Fachdidaktiker Deutschlands, Ulrich Kattmann, in der Zeitschrift "Praxis Geschichte" als Standardlektüre für den Unterricht an deutschen Gymnasien empfohlen wurde.
Grundthema war die Verschränkung von wissenschaftlicher Theorie und politisch-gesellschaftlicher Praxis.

Es geht mir bei meiner Bezugnahme zur "Euthanasie" um Folgendes: Die Triage entstand ursprünglich im Zusammenhang mit der Militärmedizin des Ersten Weltkriegs, es ging um die Versorgung von Verwundeten an der Front.
Da die Anzahl der Opfer unübersehbar, die der medizinischen Ressourcen aber begrenzt war traf man eine Dreiteilung: Die Soldaten bei denen gute Aussichten auf eine Genesung bestanden wurden bevorzugt behandelt, wobei nicht deren Wohl im Mittelpunkt stand, sondern die Wiederverwendbarkeit für den Kampfeinsatz.

Eine reduzierte Behandlung bekamen diejenigen, bei denen Behinderungen zu erwarten waren oder der Heilverlauf sehr langwierig sein würde. Lebensgefährlich Verwundete, die nicht mit unkomplizierten Methoden zu retten waren oder solche, bei denen Vollinvalidität zu erwarten war ließ man sterben oder tötete man direkt mit einer Überdosis Heroin.

Da während des Krieges die Mehrzahl der Insassen der Heil- und Pflegeanstalten entweder an Grippe starb oder verhungerte überlegten nach dem Ersten Weltkrieg Psychiater, Ärzte und Juristen, ob man durch Anwendung der Triage hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung den "wertvolleren Teil" der Patienten nicht hätte retten können. Folgerichtig wurde nun überlegt, ob künftig dieses Prinzip nicht auch auf die Patienten der Heil- und Pflegeanstalten übertragen werden könnte:
Bevorzugte Behandlung für diejenigen mit guten Rehaaussichten und die wissenschaftlich „interessanten Fälle“, Minimalbehandlung und Zwangssterilisierung für die Unheilbaren und Ermordung der kostenintensiven Pflegefälle. 1920 erschien das Buch „Die Freigabe der Tötung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form“ von Binding und Hoche und wurde in der Weimarer Republik zum Bestseller. Umgesetzt haben das dann die Nazis, Grundlage war aber ein in demokratischen Zeiten geführter Diskurs um die Kostensenkung in der Psychiatrie.

Hintergrund waren außerdem eugenische Vorstellungen hinsichtlich der Erblichkeit psychischer Krankheiten und geistiger Behinderungen, die als "Keimvergiftungen" im Volkskörper" angesehen wurden. Karikaturen, die einen gesunden Menschen zeigten, der auf einem Joch drei "Geisteskranke" trug waren damals gang und gäbe und wurden nicht nur von der politischen Rechten, sondern auch von medizinischen Organisationen und sogar der Inneren Mission propagiert. Dies brachte ich als ein Beispiel dafür, wie sehr die Behandlung von biologisch definierten Menschengruppen den Zeitläuften unterliegt und zu was für entsetzlichen Missbräuchen es in der Hinsicht schon gekommen ist.

Meine Formulierung: "Bei Trisomie 21, Klinefelter und Turner Syndrom spricht man von einer pathologischen Chromosomenaberration, aber nicht jede Aberration hat Krankheitswert. Und Transsexualität oder Intersexualität als Krankheit zu betrachten, nun, das hat man mit Schwulsein oder Lesbischsein auch vor noch nicht allzu langer Zeit gemacht. Normalität wird gesellschaftlich definiert.

Die "Tötung lebensunwerten Lebens" galt auch mal als medizinisch sinnvolle Maßnahme." beschreibt dies in historischer Dimension und hat nichts mit irgendwelchen bersarinschen Ausführungen zu tun, auf die ich angeblich reagieren würde. Ich habe lediglich innerhalb des behandelten Diskurses das Augenmerk auf einen anderen Aspekt gelenkt.

Möglicherweise bist Du ja so narzisstisch und egozentrisch, dass Du einen Text der mit Dir gar nichts zu tun hast automatisch auf Dich beziehst.

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In der Schule und an einer Universität würde ich sagen: Netter Ansatz, nur leider das Thema verfehlt. Denn: Deine Forschungen interessieren im Kontext des biologischen Geschlechts und im Blick auf Transgender und Biologie nicht, sowenig wie Deine universitären Abschlußnoten allenfalls anekdotische Evidenz besetzen. Weil sie mit diesem Thema nichts zu tun haben. Zu konstatieren, daß es genetische Defekte gibt und zu konstatieren: daraus müssen wir ein politisches Programm zu Eliminierung gestalten, sind zwei Paar Schuhe. Das dürfte vielleicht auch ein Uniabsolvent mit Magna cum laude realisieren können. Du überträgst hier ohne Sinn und Verstand in einer wilden "Logik" der Assoziation den einen Themenkomplex auf einen anderen - in der wirren Annahme, daß das eine schon irgendwie etwas mit dem anderen zu tun haben wird, weil da das Wort "Bioloigie" vorkommt, das für Dich so eine Art von Triggerwort zu sein scheint.

Wenn Du direkt unter meinem Kommentar und damit also direkt auf meinen Kommentar mit genau solch einem Unsinn von der Tötung unwerten Lebens antwortest, wo es ums biologische Geschlecht und genetische Defekte geht, dann beziehe ich das natürlich auf meine Ausführungen. Worauf denn sonst? Ansonsten solltest Du Dich - insbesondere als Absolvent mit Magna cum laude - klarer und besser ausdrücken und Deinen Kommentar an anderer Stelle dann positionieren, wenn er keinen Bezug zu meinen Ausführungen aufweist.

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Meine Forschungen bezogen sich auf die Fachgeschichte der Anthropologie in Deutschland und damit auch auf biologische, insbesondere humangenetische Fragestellungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche politischen, juristischen und "volksmedizinischen" Folgerungen aus einerseits ethnologischen und andererseits humanbiologischen Befunden im Laufe der Fachgeschichte, d.h. vom 19. Jahrhundert bis in die 1990er Jahre abgeleitet wurden, und in wieweit politische Zielsetzungen in die Biologie hineinprojiziert wurden. Insofern haben diese meine Forschungen sehr viel mit dem Thema dieses Threads zu tun. Wieso sollte Biologie für mich ein Triggerwort sein? Ich habe mich sehr gründlich mit biologischen Fragestellungen, insbesondere Populationsgenetik auseinandergesetzt.

Und das in Zusammenarbeit mit namhaften Biologen, wie Ulrich Kattmann und dem früheren Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik und Herausgeber des Anthropologischen Anzeigers, Hubert Walter.


@"Du überträgst hier ohne Sinn und Verstand in einer wilden "Logik" der Assoziation den einen Themenkomplex auf einen anderen - in der wirren Annahme, daß das eine schon irgendwie etwas mit dem anderen zu tun haben wird, weil da das Wort "Bioloigie" vorkommt, das für Dich so eine Art von Triggerwort zu sein scheint.

Wenn Du direkt unter meinem Kommentar und damit also direkt auf meinen Kommentar mit genau solch einem Unsinn von der Tötung unwerten Lebens antwortest, wo es ums biologische Geschlecht und genetische Defekte geht, dann beziehe ich das natürlich auf meine Ausführungen." ------- Mein Ausgangsposting beschäftigt sich mit der Tatsache, dass das Thema sexuelle Diversität und insbesondere die Vorstellung, es könnte mehr als zwei Geschlechter geben für Rechtsradikale einen extremen Aufreger darstellt, entsprechend habe ich die verschiedenen Aspekte dieses Themas, soziale, biologische und wissenschaftsgeschichtliche in einer kurzen Synopse zusammengefasst. Und daran habe ich mehrfach im weiteren Verlauf dieses Threads angeknüpft. Insofern habe ich auch nicht wild assoziiert, sondern, hier an Foucaults Axiom der Biomacht orientiert den Faden stringent weitergesponnen. Von repressivem Vorgehen und Gewalt gegen "Andersartige" war in diesem Thread ja auch schon, seitens Avantgarde und seitens mir, mehrfach die Rede gewesen.

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Ich hatte keine Schwierigkeiten, da einen Bezug zum Anfangsposting zu sehen. Und wer Che kennt weiß, dass er sich bei solchen Fragestellungen immer mit Dispositiven der Macht auseinandersetzt.

Zum Rest meine 2 Cent: Es gibt in der Biologie – bis auf in dem Zusammenhang völlig irrelevante Ausnahmen im Pflanzenreich, bei bestimmten Fischen und Insektenlarven oder Einzellern – genau zwei biologische Geschlechter, die sich miteinander geschlechtlich fortpflanzen können: Männchen und Weibchen. Es gibt aber Individuen, die sich keiner dieser beiden Kategorien klar zuordnen lassen. Ob mensch die auch als "Geschlechter" bezeichnet oder einen anderen Begriff verwendet ist, öhem, eine Stilfrage.

Die Intersexualität ist daher als Zwischenbereich zu betrachten. Entscheidend ist doch, dass Menschen die diesen Kategorien angehören nicht diskriminiert werden.

Etwas ganz Anderes ist der an Foucault und Butler anknüpfende Gender-Dekonstruktivismus, der sich sowohl mit sozialen Rollen als auch mit der Frage, wie Realität in den Kopf kommt beschäftigt, aber zu biologischen Fragen keine Aussage trifft.

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Netbitch, die Diplomatin ;-)
Diese Lösung gefällt mir!

Mir wäre allerdings auch nicht in den Sinn gekommen, in Ches Erwähnung der "Tötung lebensunwerten Lebens" einen Affront gegen Bersarins Argumente oder einen unsachlichen Ausrutscher zu sehen. Das passte schon zur Sache.

Die regelmäßigen Medscape-Beiträge auf diesem Blog sind übrigens ein Beleg dafür, dass hier immer auch biologische und medizinische Themen zu Hause sind.

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Es ging im Ausgangsposting um die Frage
warum Transmenschen Rechtsradikale so triggern. Die Nazi-Ideologie setzte (und setzt) auf Konformität. Menschen haben gewissen, willkürlich aufgestellten Normen zu entsprechen, sonst kann es gefährlich werden.

Biologie wird da gerne bemüht, wie man aktuell auch an dem unsäglichen Begriff "Biodeutsche" sieht (als hätte Biologie irgendetwas mit "Deutschsein" zu tun.

Transmenschen entsprechen auch nicht der von Rechtsradikalen gewünschten Norm. Wenn man dann sagt, "ihr seid nur das Ergebnis eines Gendefekts" bzw. "geht zum Psychiater", dann ist das eine Ausgrenzung, die - wie die Euthanasie im Dritten Reich beweist - extrem gefährlich werden kann, denn Menschen mit "Gendefekt" wurden damals als "lebensunwertes Leben" umgebracht, und Geistig Behinderte eben auch. Homosexualität galt als "widernatürlich" und bedeutete Konzentrationslager.

Niemand unterstellt Bersarin dieses Gedankengut. Es ging lediglich um den Hinweis, was "Gendefekt" bei Rechtsradikalen bedeutet.

Ich hatte betont, dass mich Transsexualität nicht berührt. In einer liberalen Gesellschaft kann und soll jeder Mensch so leben, wie er es möchte, solange er nicht die Rechte anderer, ebenso zu leben, wie sie es möchten, verletzt. Im Zweifelsfall gilt im Rechtsstaat die Rechteabwägung.

Wenn in einem demokratischen Verfahren entschieden wurde, dass ein Mensch den Geschlechtseintrag im Perso ändern kann und auch seinen Vornamen, ist es anderen nicht unzumutbar, dies zu respektieren, egal wie "männlich" bzw. "weiblich" diese Person aussieht bzw. nach Meinung anderer auszusehen hat. Und Chromosomen stehen niemanden auf der Stirn geschrieben.

Transmenschen als solche einfach zu akzeptieren ist keine Zumutung, sondern Selbstverständlichkeit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat.

Und wie gesagt, wenn im universitären Milieu auch mal Unsinn verzapft wird, dann ist das halt so und auch kein größerer Aufreger.

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Das klingt wieder so, als würden irgendwelche verklemmten Reaktionäre nur anderen ihren Spaß nicht gönnen.

Es geht aber um sehr reale Probleme. Da wird schon im Grundschulalter mit der Therapie zur Geschlechtsveränderung begonnen, pubertätsunterdrückende Medikamente verabreicht und später der Körper operativ dem eingebildeten Geschlecht angepasst.

Wenn der Penis oder die Brüste ab sind, kommen sie nicht wieder. und es hat bereits eine ganze reihe von Klagen gegen Chirurgen gegeben, denen man vorwarf, Patienten vor der Operation nicht ausreichend beraten zu haben.

Und natürlich hat jemand, der über Muskeln und Knochen eines Mannes verfügt, im Frauensport nichts verloren. Und auch nicht im Frauengefängnis oder in der Sauna.

Hier passieren ausgemachte Sauereien unter Berufung auch Vielfalt und Toleranz.

Und es stellt sich natürlich auch die Frage, ob es eine objektive Realität gibt, die sich nicht menschlichen Vorstellungen unterwirft.

Wenn dem nicht so sein sollte, wenn alles nur sozial konstruiert und von Diskursen erschaffen ist, kann man keine Wissenschaft betreiben. Und auch nicht die Realität zielgerichtet und bewusst gestalten.

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Kein Mensch schneidet Grundschülern den Schniedel ab. Was sollen diese Stories?

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