Samstag, 29. August 2015
Auschwitz reinacted
che2001, 20:41h
Zu dem qualvollen Erstickungstod der Flüchtlinge in diesem Kleinlaster in Österreich fallen mir nur noch die Gaskammern der Nazis ein. Es ist eine unsagbare Schande, ein grenzenloses Grauen, was da gerade passiert. Wenn da noch Faschisten rassistische Stimmungen verbreiten oder gar Anschläge begehen gibt es nur eine Antwort: Antifa heißt Angriff!
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 25. August 2015
Nachzeichnung eines Fluchtzugs
che2001, 01:40h
... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 23. August 2015
Zu den rassistischen Ausschreitungen in Heidenau: Schlagt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
che2001, 01:52h
Mein alter Vater rantete ja richtig angesichts der Fernsehbilder von den Anti-Flüchtlingsprotesten. Was da kam ging etwa so: "Nach 1945 wurden Millionen Flüchtlinge in Westdeutschland integriert, die Ossis waren oft selber welche, letztlich 1990 alle von denen, wer sich da gegen die Aufnahme von Leuten aus Syrien, Irak oder Afrika stellt gehört selbst abgeschoben, ab in die syrische Wüste, ohne Wasserflasche. Einsammeln, diese Nazis, und ab in den Flieger!"
War sowohl erstaunt als auch erfreut, was von dem alten Mann so kam. Und rufe meinerseits dazu auf, diesem Dreckspack entgegenzutreten, ob durch friedliche Proteste oder mit dem Rundholz in der Hand. Ein Europa, das das Elend der Flüchtlinge selber zu einem großen Teil verschuldet hat verhält sich als imperialistisches Monster, wenn es sich abschottet gegen diejenigen, denen gar keine andere Möglichkeit mehr bleibt als ins Herz der Bestie zu flüchten. Aktive Solidarität mit Flüchtlings ist in dieser Situation eine der wenigen Perspektiven für praktizierten Antiimperialismus - übrigens seit mindestens 30 Jahren. Feuer und Flamme für dieses System!
War sowohl erstaunt als auch erfreut, was von dem alten Mann so kam. Und rufe meinerseits dazu auf, diesem Dreckspack entgegenzutreten, ob durch friedliche Proteste oder mit dem Rundholz in der Hand. Ein Europa, das das Elend der Flüchtlinge selber zu einem großen Teil verschuldet hat verhält sich als imperialistisches Monster, wenn es sich abschottet gegen diejenigen, denen gar keine andere Möglichkeit mehr bleibt als ins Herz der Bestie zu flüchten. Aktive Solidarität mit Flüchtlings ist in dieser Situation eine der wenigen Perspektiven für praktizierten Antiimperialismus - übrigens seit mindestens 30 Jahren. Feuer und Flamme für dieses System!
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 21. August 2015
Das Merkel-Video einmal anders
che2001, 11:35h
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 19. August 2015
Avaaz-Petition für die Freiheit von Biram Dah Abeid, gegen Sklaverei in Mauretanien
che2001, 11:06h
Liebe Avaaz-Mitglieder weltweit,
Mein Leben als Sklavin begann, als ich fünf war. Tagsüber musste ich das Vieh hüten. Nachts wurde ich von meinem Herrn vergewaltigt. Und ich dachte, das sei normal. Ich wusste es nicht besser.
In Mauretanien, wo ich herkomme, leben noch heute Hunderttausende unter solchen Bedingungen. Aber ich hatte Glück. Mein Bruder entkam seinen Herren und fand eine Organisation, die gegen Sklaverei vorgeht. Um mich zu befreien, bat er sie um Hilfe. Doch als sie mich holen wollten, weigerte ich mich anfangs, mit ihnen zu gehen. Ich konnte mir ein Leben fern von meinen Herren nicht vorstellen. Ein Leben, das aus pausenloser Arbeit bestand, selbst wenn schwanger, selbst unter der Geburt. Ein anderes Leben kannte ich nicht.
Der Mann, der mich befreite und dessen Leben es ist, versklavten Menschen wie mir zu helfen, sitzt jetzt hinter Gittern, weil er die Sklaverei öffentlich anprangert. Doch in fünf Tagen findet ein Berufungsverfahren statt, das seine Freiheit bedeuten könnte. Wenn sich Hunderttausende von uns weltweit für Biram Dah Abeid einsetzen, können wir seine Ketten sprengen, damit er weiter für die Befreiung anderer kämpfen kann. Macht jetzt mit:
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
Zwar hält die sklavenhaltende Oberschicht mit allen erdenklichen Mitteln an den jetzigen Verhältnissen fest, doch allmählich setzt ein Umdenken ein. Und unserem Präsidenten scheint die öffentliche Meinung wichtig zu sein: Schon früher hat er sich massivem öffentlichen Druck gebeugt und politische Gefangene freigelassen, einschließlich Biram selbst. Bitte macht mit und helft mir, Biram abermals zu befreien.
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
In Dankbarkeit und Hoffnung,
Haby mint Rabah und das Avaaz-Team
Anmerkung von Avaaz:
Mauretanien hat das schlimmste Sklavereiproblem der Welt. Aktuell sind bis zu 20 Prozent seiner gesamten Bevölkerung Sklaven. Sie werden in die Sklaverei geboren oder an ihre Herren verkauft. Sie werden missbraucht, vergewaltigt und ausgebeutet. Und wie schon der Sklavenhandel des 19. Jahrhunderts hat er auch hier einen rassistischen Hintergrund: Fast alle Sklaven gehören der ethnischen Gruppe der Haratin an.
Mauretanien war weltweit das letzte Land, das die Sklaverei offiziell abschaffte. Unter Strafe wurde es erst 2007 gestellt. Es ist illegal, doch bisher ist nur ein einziger Sklavenhalter verurteilt worden -- obwohl Mauretanien ein Anti-Sklaverei-Gesetz sowie einen Plan zur endgültigen Abschaffung der Sklaverei hat und das Parlament gerade ein Gesetz beschlossen hat, das Sklaverei als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet.
Wenn Gegner der Sklaverei diese Barbarei anprangern, werden sie verhaftet und gefoltert. Biram hat sein ganzes Leben dem Kampf gegen die Sklaverei gewidmet: Er wurde zuletzt von der UN für sein Engagement ausgezeichnet und trat bei den letzten Präsidentschaftswahlen als Kandidat an. Doch die Regierung verweigert seiner Organisation die rechtliche Anerkennung und hat ihn wegen seines öffentlichen Auftretens gerade zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Uns bleiben nur noch fünf Tage bis zu Birams Berufungsverhandlung. Folgen wir Habys Aufruf: Lasst uns Birams Freilassung fordern und gemeinsam über Facebook, Twitter und sämtliche Medien die größte Anti-Sklaverei-Bewegung des 21. Jahrhunderts auf die Beine stellen:
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
Weitere Informationen:
Biram Dah Abeid: Mit Wut und Mut gegen Sklaverei in Mauretanien (Deutsche Welle)
http://www.dw.com/de/biram-dah-abeid-mit-wut-und-mut-gegen-sklaverei-in-mauretanien/a-18062533
Gemeinsamer Entschließungsantrag für eine Resolution zu Mauretanien, insbesondere zum Fall Biram Dah Abeids (Europäisches Parlament)
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+P8-RC-2014-0382+0+DOC+XML+V0...
In Mauretanien leben die meisten Sklaven (Handelsblatt)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/menschenrechte-in-mauretanien-leben-die-meisten-sk...
Sklaverei: Salimas langer Weg in die Freiheit (Die Zeit)
http://www.zeit.de/politik/2013-07/sklaverei-mauretanien
Und auf Englisch/Französisch:
Biram Dah Abeid Still Imprisoned: Latest Developments (UNPO)
http://unpo.org/article/17712
Mauritania: Jailed presidential candidate and anti-slavery activists must be released (Amnesty International)
https://www.amnesty.org/en/articles/news/2015/01/mauritania-jailed-presidential-candidate-and-anti-s...
"Pour les maîtres, violer les esclaves est un droit" (Le Nouvel Observateur - Französisch)
http://tempsreel.nouvelobs.com/monde/20141214.OBS7863/pour-les-maitres-violer-les-esclaves-est-un-dr...
Le combat contre l'esclavage en Mauritanie récompensé par l'ONU (RFI - Französisch)
http://www.rfi.fr/mfi/20131227-mauritanie-biram-ould-dah-ould-abeid-prix-esclavage-nations-unies-dro...
Mauritanie: quand la question de l’esclavage s’invite à la présidentielle (Afrique Décryptages, Ifri - Französisch)
https://afriquedecryptages.wordpress.com/2014/05/20/mauritanie-quand-la-question-de-lesclavage-sinvi...
Forty years a slave: women start new lives in Mauritania (IRIN)
http://newirin.irinnews.org/female-slaves-mauritania-photo-feature/
Mein Leben als Sklavin begann, als ich fünf war. Tagsüber musste ich das Vieh hüten. Nachts wurde ich von meinem Herrn vergewaltigt. Und ich dachte, das sei normal. Ich wusste es nicht besser.
In Mauretanien, wo ich herkomme, leben noch heute Hunderttausende unter solchen Bedingungen. Aber ich hatte Glück. Mein Bruder entkam seinen Herren und fand eine Organisation, die gegen Sklaverei vorgeht. Um mich zu befreien, bat er sie um Hilfe. Doch als sie mich holen wollten, weigerte ich mich anfangs, mit ihnen zu gehen. Ich konnte mir ein Leben fern von meinen Herren nicht vorstellen. Ein Leben, das aus pausenloser Arbeit bestand, selbst wenn schwanger, selbst unter der Geburt. Ein anderes Leben kannte ich nicht.
Der Mann, der mich befreite und dessen Leben es ist, versklavten Menschen wie mir zu helfen, sitzt jetzt hinter Gittern, weil er die Sklaverei öffentlich anprangert. Doch in fünf Tagen findet ein Berufungsverfahren statt, das seine Freiheit bedeuten könnte. Wenn sich Hunderttausende von uns weltweit für Biram Dah Abeid einsetzen, können wir seine Ketten sprengen, damit er weiter für die Befreiung anderer kämpfen kann. Macht jetzt mit:
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
Zwar hält die sklavenhaltende Oberschicht mit allen erdenklichen Mitteln an den jetzigen Verhältnissen fest, doch allmählich setzt ein Umdenken ein. Und unserem Präsidenten scheint die öffentliche Meinung wichtig zu sein: Schon früher hat er sich massivem öffentlichen Druck gebeugt und politische Gefangene freigelassen, einschließlich Biram selbst. Bitte macht mit und helft mir, Biram abermals zu befreien.
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
In Dankbarkeit und Hoffnung,
Haby mint Rabah und das Avaaz-Team
Anmerkung von Avaaz:
Mauretanien hat das schlimmste Sklavereiproblem der Welt. Aktuell sind bis zu 20 Prozent seiner gesamten Bevölkerung Sklaven. Sie werden in die Sklaverei geboren oder an ihre Herren verkauft. Sie werden missbraucht, vergewaltigt und ausgebeutet. Und wie schon der Sklavenhandel des 19. Jahrhunderts hat er auch hier einen rassistischen Hintergrund: Fast alle Sklaven gehören der ethnischen Gruppe der Haratin an.
Mauretanien war weltweit das letzte Land, das die Sklaverei offiziell abschaffte. Unter Strafe wurde es erst 2007 gestellt. Es ist illegal, doch bisher ist nur ein einziger Sklavenhalter verurteilt worden -- obwohl Mauretanien ein Anti-Sklaverei-Gesetz sowie einen Plan zur endgültigen Abschaffung der Sklaverei hat und das Parlament gerade ein Gesetz beschlossen hat, das Sklaverei als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bezeichnet.
Wenn Gegner der Sklaverei diese Barbarei anprangern, werden sie verhaftet und gefoltert. Biram hat sein ganzes Leben dem Kampf gegen die Sklaverei gewidmet: Er wurde zuletzt von der UN für sein Engagement ausgezeichnet und trat bei den letzten Präsidentschaftswahlen als Kandidat an. Doch die Regierung verweigert seiner Organisation die rechtliche Anerkennung und hat ihn wegen seines öffentlichen Auftretens gerade zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
Uns bleiben nur noch fünf Tage bis zu Birams Berufungsverhandlung. Folgen wir Habys Aufruf: Lasst uns Birams Freilassung fordern und gemeinsam über Facebook, Twitter und sämtliche Medien die größte Anti-Sklaverei-Bewegung des 21. Jahrhunderts auf die Beine stellen:
https://secure.avaaz.org/de/mauritania_anti_slavery_biram_loc_dn/?bVlJxbb&v=63409
Weitere Informationen:
Biram Dah Abeid: Mit Wut und Mut gegen Sklaverei in Mauretanien (Deutsche Welle)
http://www.dw.com/de/biram-dah-abeid-mit-wut-und-mut-gegen-sklaverei-in-mauretanien/a-18062533
Gemeinsamer Entschließungsantrag für eine Resolution zu Mauretanien, insbesondere zum Fall Biram Dah Abeids (Europäisches Parlament)
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+P8-RC-2014-0382+0+DOC+XML+V0...
In Mauretanien leben die meisten Sklaven (Handelsblatt)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/menschenrechte-in-mauretanien-leben-die-meisten-sk...
Sklaverei: Salimas langer Weg in die Freiheit (Die Zeit)
http://www.zeit.de/politik/2013-07/sklaverei-mauretanien
Und auf Englisch/Französisch:
Biram Dah Abeid Still Imprisoned: Latest Developments (UNPO)
http://unpo.org/article/17712
Mauritania: Jailed presidential candidate and anti-slavery activists must be released (Amnesty International)
https://www.amnesty.org/en/articles/news/2015/01/mauritania-jailed-presidential-candidate-and-anti-s...
"Pour les maîtres, violer les esclaves est un droit" (Le Nouvel Observateur - Französisch)
http://tempsreel.nouvelobs.com/monde/20141214.OBS7863/pour-les-maitres-violer-les-esclaves-est-un-dr...
Le combat contre l'esclavage en Mauritanie récompensé par l'ONU (RFI - Französisch)
http://www.rfi.fr/mfi/20131227-mauritanie-biram-ould-dah-ould-abeid-prix-esclavage-nations-unies-dro...
Mauritanie: quand la question de l’esclavage s’invite à la présidentielle (Afrique Décryptages, Ifri - Französisch)
https://afriquedecryptages.wordpress.com/2014/05/20/mauritanie-quand-la-question-de-lesclavage-sinvi...
Forty years a slave: women start new lives in Mauritania (IRIN)
http://newirin.irinnews.org/female-slaves-mauritania-photo-feature/
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 15. August 2015
Aikido-Training für Flüchtlinge in Hannover
che2001, 01:37h
Von Genossin Firi aka Ferdos Mirabadi erreicht mich diese Ankündigung:
Flyer und Übersetzungen:
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_deutsch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_englisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_russisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_franz.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_arabisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_persisch.pdf
Unter dem Motto:
wir üben zusammen - AIKIDO
refugees welcome
Willkommen.
Wenn ihr euch bewegen wollt, zusammen Spass haben und die friedliche
Kampfkunst AIKIDO kennen lernen wollt, so laden wir euch ein bei uns
mitzutrainieren.
Unser Training ist freundlich, entspannt, ohne Gewalt und ohne Wettkampf mit
vielen neuen Bewegungen.
Aikido trainieren bei uns Frauen und Männer und Jugendliche ab 12 Jahren.
Kommt zum Beginner-Kurs und probiert es aus. Besonders für die Kinder ist es eine
schöne Freizeitaktivität mit neuen Freunden.
Flüchtlinge sind bei uns sehr willkommen und können kostenlos mittrainieren. So
trifft man nette Leute, kann die Sprache besser lernen und macht etwas für seinen
Körper und seinen Geist.
8. - 29. September 2015 immer dienstags
Flüchtlinge sind sehr willkommen und können bei uns kostenlos mittrainieren.
Anmelden und Infos: www.kyushindo.de
Flyer und Übersetzungen:
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_deutsch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_englisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_russisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_franz.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/07/flyer_refugees_arabisch.pdf
http://kyushindo.de/wp-content/uploads/2015/08/flyer_refugees_persisch.pdf
Unter dem Motto:
wir üben zusammen - AIKIDO
refugees welcome
Willkommen.
Wenn ihr euch bewegen wollt, zusammen Spass haben und die friedliche
Kampfkunst AIKIDO kennen lernen wollt, so laden wir euch ein bei uns
mitzutrainieren.
Unser Training ist freundlich, entspannt, ohne Gewalt und ohne Wettkampf mit
vielen neuen Bewegungen.
Aikido trainieren bei uns Frauen und Männer und Jugendliche ab 12 Jahren.
Kommt zum Beginner-Kurs und probiert es aus. Besonders für die Kinder ist es eine
schöne Freizeitaktivität mit neuen Freunden.
Flüchtlinge sind bei uns sehr willkommen und können kostenlos mittrainieren. So
trifft man nette Leute, kann die Sprache besser lernen und macht etwas für seinen
Körper und seinen Geist.
8. - 29. September 2015 immer dienstags
Flüchtlinge sind sehr willkommen und können bei uns kostenlos mittrainieren.
Anmelden und Infos: www.kyushindo.de
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 17. Juli 2015
Merkel und das palästinensische Mädchen
che2001, 11:30h
Ohne Kommentar:
http://www.spiegel.de/video/angela-merkel-trifft-fluechtlingsmaedchen-video-1593206.html
http://www.spiegel.de/video/angela-merkel-trifft-fluechtlingsmaedchen-video-1593206.html
... link (1 Kommentar) ... comment
Freitag, 10. Juli 2015
Für Yahja! Kommt nach Hannover - Solidarität ist eine Waffe!
che2001, 18:33h
Für Yahya!
Kein Mensch ist allein!
Demonstration: Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen
(S-Bahn-Station)
https://www.facebook.com/events/119211578417528/
Yahya: Seit 1 Monat in Abschiebehaft, für 3 Wochen im Hungerstreik und
den eigenen Abschiebungsflug in letzter Minute gestoppt
Seit Mitte Juni befindet sich Yahya Mohamed Seleiman in der
Abschiebehaft der JVA Langenhagen. Für 3 Wochen befand sich der Aktivist
des Refugee Protest Camps dort im Hungerstreik, um gegen seine erneute
Abschiebung nach Italien zu protestieren.
Am Freitag, den 03.07.15, 2 Tage nach seinem 28. Geburtstag, sollte
Yahya mit einem Flugzeug ab Frankfurt nach Italien abgeschoben werden.
Bevor das Flugzeug startete stand Yahya aus Protest gegen seine
Abschiebung auf. Als ihn der Pilot fragte, ob die Abschiebung mit seinem
Einverständnis geschieht und er mit nein antwortete, schloss der Pilot
die Abschiebegesellschaft vom Flug aus. Daraufhin wurde er zurück in die
JVA Langenhagen gebracht.
Yahyas Protest verkörpert seine letzte Hoffnung auf ein Leben in
Freiheit und Würde. In Italien hatte er auf der Straße leben müssen und
war rassistischen Übergriffen ausgesetzt (Berichte s.u.). Sein
komplettes soziales Netzwerk hat er sich binnen der letzten Jahre in
Hannover aufgebaut.
Sein Protest steht aber nicht nur für einen Einzelfall. Er stellt auch
ein Exempel auf für alle Menschen, die ein Leben in Freiheit, Würde und
Selbstbestimmung an dem Ort ihrer Wahl führen wollen. Das wird Tausenden
Geflüchteten durch den Wahnsinn der europäischen Asylpolitik,
Abschottung und Dublin-Verordnungen unmöglich gemacht. Erst am 02.07.15
wurde im Bundestag die Asylgesetzesverschärfung beschlossen, die es
ermöglicht, viel mehr Geflüchtete als zuvor in Abschiebehaft zu nehmen.
Wir wollen Yahyas kontinuierlichen Protest und seine enorme
Willensstärke zum Anlass nehmen, im Flughafen Hannover zu protestieren,
die JVA Langenhagen zu besuchen, und ihm zu zeigen:
Kein Mensch ist allein!
Für ein Leben in Freiheit und Würde!
Für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen statt Ausgrenzung!
Für Yahya!
Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen (S-Bahn-Station)
Kein Mensch ist allein!
Demonstration: Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen
(S-Bahn-Station)
https://www.facebook.com/events/119211578417528/
Yahya: Seit 1 Monat in Abschiebehaft, für 3 Wochen im Hungerstreik und
den eigenen Abschiebungsflug in letzter Minute gestoppt
Seit Mitte Juni befindet sich Yahya Mohamed Seleiman in der
Abschiebehaft der JVA Langenhagen. Für 3 Wochen befand sich der Aktivist
des Refugee Protest Camps dort im Hungerstreik, um gegen seine erneute
Abschiebung nach Italien zu protestieren.
Am Freitag, den 03.07.15, 2 Tage nach seinem 28. Geburtstag, sollte
Yahya mit einem Flugzeug ab Frankfurt nach Italien abgeschoben werden.
Bevor das Flugzeug startete stand Yahya aus Protest gegen seine
Abschiebung auf. Als ihn der Pilot fragte, ob die Abschiebung mit seinem
Einverständnis geschieht und er mit nein antwortete, schloss der Pilot
die Abschiebegesellschaft vom Flug aus. Daraufhin wurde er zurück in die
JVA Langenhagen gebracht.
Yahyas Protest verkörpert seine letzte Hoffnung auf ein Leben in
Freiheit und Würde. In Italien hatte er auf der Straße leben müssen und
war rassistischen Übergriffen ausgesetzt (Berichte s.u.). Sein
komplettes soziales Netzwerk hat er sich binnen der letzten Jahre in
Hannover aufgebaut.
Sein Protest steht aber nicht nur für einen Einzelfall. Er stellt auch
ein Exempel auf für alle Menschen, die ein Leben in Freiheit, Würde und
Selbstbestimmung an dem Ort ihrer Wahl führen wollen. Das wird Tausenden
Geflüchteten durch den Wahnsinn der europäischen Asylpolitik,
Abschottung und Dublin-Verordnungen unmöglich gemacht. Erst am 02.07.15
wurde im Bundestag die Asylgesetzesverschärfung beschlossen, die es
ermöglicht, viel mehr Geflüchtete als zuvor in Abschiebehaft zu nehmen.
Wir wollen Yahyas kontinuierlichen Protest und seine enorme
Willensstärke zum Anlass nehmen, im Flughafen Hannover zu protestieren,
die JVA Langenhagen zu besuchen, und ihm zu zeigen:
Kein Mensch ist allein!
Für ein Leben in Freiheit und Würde!
Für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen statt Ausgrenzung!
Für Yahya!
Freitag, 17.07., 18 Uhr – Hannover Flughafen (S-Bahn-Station)
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 8. Juli 2015
Völkermord verjährt nicht - Bundespräsidialamt verweigert Empfang einer Delegation aus Namibia
che2001, 10:37h
Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“
Pressemitteilung
6.7.2015
Völkermord kein Thema? Bundespräsidialamt verweigert Empfang von Herero- und Nama-Delegierten in Berlin
Kurz vor dem 100 Jahrestages des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia hat das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ heute am Vormittag um 10 Uhr im Beisein einer hochrangigen namibischen Delegation unter Leitung des OvaHerero Paramount Chief Adv. Vekuii Rukoro und der Parlamentsabgeordneten und Namavertreterin Ida Hoffmann beim Bundespräsidialamt den Appell „Völkermord ist Völkermord!“ mit den ersten 2000 Unterschriften abgegeben. Trotz Voranmeldung waren weder Bundespräsident Gauck noch das Bundespräsidialamt dazu bereit, die aus Berlins Partnerstadt Windhoek (Nam) stammenden Nachfahren der Genozidopfer zu empfangen.
In ihrem Appell rufen das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“, mehr als 150 prominente Erstunterzeichner*innen aus Wissenschaft und Politik, Kirche, Kultur und Black Community sowie fast 50 NGO den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung dazu auf, zum 100. Jahrestag des Endes von „Deutsch-Südwestafrika“ am 9. Juli 2015 endlich auch den Völkermord an den OvaHerero und Nama beim Namen zu nennen. Außerdem drängen die Unterzeichnenden auf eine offizielle Bitte um Entschuldigung, zur Rückgabe der vielen für rassistische Forschungen geraubten menschlichen Überreste aus Afrika und zur direkten Einbeziehung der OvaHerero und Nama in die Verhandlungen über geeignete Versöhnungsmaßnahmen.
Am morgigen 7. Juli 2015 um 17 Uhr werden die Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der namibischen Opferverbände am beschämenden „Namibia-Stein“ – dem einzigen Berliner Gedenkort für die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft - auf dem Garnisonsfriedhof am Columbiadamm in Neukölln gemeinsam Blumen niederlegen. Um 19 Uhr werden sie als Gäste des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ in der Werkstatt der Kulturen im Rahmen einer Podiumsdiskussion über den Genozid 1904-08 sowie über ihren anhaltenden Kampf für „restorative justice“ berichten.
Ida Hoffmann, Mitglied im namibischen Parlament und Vertreterin der Nama, erklärt zur heutigen Übergabe: "Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass wir trotz Ankündigung unseres Besuchs vom Bundespräsidenten nicht einmal hineingebeten und schon am Eingangstor abgefertigt wurden. Geht man so mit den Nachfahren von Opfern eines Genozids um? Ich sorge mich sehr um die namibisch-deutschen Beziehungen: Die herablassende Haltung des deutschen Staates ist heute leider erneut deutlich geworden - wir werden sehen, wie die namibische Regierung darauf reagiert, dass ihre Bürgerinnen und Bürger hier derart behandelt werden. Unser Dank gilt den Organisatoren des Appells in Deutschland, der ohne Zweifel einen Durchbruch darstellt."
Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V.
Augsburger Strasse 13
80337 München
Tel:089-416159959
Fax:089-762236
sekretariat@panafrikanismusforum.net
www.panafrikanismusforum.net
Pressemitteilung
6.7.2015
Völkermord kein Thema? Bundespräsidialamt verweigert Empfang von Herero- und Nama-Delegierten in Berlin
Kurz vor dem 100 Jahrestages des Endes der deutschen Kolonialherrschaft im heutigen Namibia hat das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ heute am Vormittag um 10 Uhr im Beisein einer hochrangigen namibischen Delegation unter Leitung des OvaHerero Paramount Chief Adv. Vekuii Rukoro und der Parlamentsabgeordneten und Namavertreterin Ida Hoffmann beim Bundespräsidialamt den Appell „Völkermord ist Völkermord!“ mit den ersten 2000 Unterschriften abgegeben. Trotz Voranmeldung waren weder Bundespräsident Gauck noch das Bundespräsidialamt dazu bereit, die aus Berlins Partnerstadt Windhoek (Nam) stammenden Nachfahren der Genozidopfer zu empfangen.
In ihrem Appell rufen das Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“, mehr als 150 prominente Erstunterzeichner*innen aus Wissenschaft und Politik, Kirche, Kultur und Black Community sowie fast 50 NGO den Bundespräsidenten, den Bundestag und die Bundesregierung dazu auf, zum 100. Jahrestag des Endes von „Deutsch-Südwestafrika“ am 9. Juli 2015 endlich auch den Völkermord an den OvaHerero und Nama beim Namen zu nennen. Außerdem drängen die Unterzeichnenden auf eine offizielle Bitte um Entschuldigung, zur Rückgabe der vielen für rassistische Forschungen geraubten menschlichen Überreste aus Afrika und zur direkten Einbeziehung der OvaHerero und Nama in die Verhandlungen über geeignete Versöhnungsmaßnahmen.
Am morgigen 7. Juli 2015 um 17 Uhr werden die Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und der namibischen Opferverbände am beschämenden „Namibia-Stein“ – dem einzigen Berliner Gedenkort für die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft - auf dem Garnisonsfriedhof am Columbiadamm in Neukölln gemeinsam Blumen niederlegen. Um 19 Uhr werden sie als Gäste des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“ in der Werkstatt der Kulturen im Rahmen einer Podiumsdiskussion über den Genozid 1904-08 sowie über ihren anhaltenden Kampf für „restorative justice“ berichten.
Ida Hoffmann, Mitglied im namibischen Parlament und Vertreterin der Nama, erklärt zur heutigen Übergabe: "Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass wir trotz Ankündigung unseres Besuchs vom Bundespräsidenten nicht einmal hineingebeten und schon am Eingangstor abgefertigt wurden. Geht man so mit den Nachfahren von Opfern eines Genozids um? Ich sorge mich sehr um die namibisch-deutschen Beziehungen: Die herablassende Haltung des deutschen Staates ist heute leider erneut deutlich geworden - wir werden sehen, wie die namibische Regierung darauf reagiert, dass ihre Bürgerinnen und Bürger hier derart behandelt werden. Unser Dank gilt den Organisatoren des Appells in Deutschland, der ohne Zweifel einen Durchbruch darstellt."
Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V.
Augsburger Strasse 13
80337 München
Tel:089-416159959
Fax:089-762236
sekretariat@panafrikanismusforum.net
www.panafrikanismusforum.net
... link (2 Kommentare) ... comment
Freitag, 3. Juli 2015
che2001, 02:11h
Pressemeldung der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS)
vom 30. Juni 2015
Flüchtlinge ins Studium
Bildungsgenossenschaft beginnt neues Unterstützungsprojekt
Göttingen. Am 1. Juli 2015 beginnt in Göttingen ein neues Pilotprojekt, das Flüchtlingen die Aufnahme eines Hochschulstudiums ermöglichen soll. Dies gab die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) nun bekannt. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Erwerb von Deutschkenntnissen auf Hochschulniveau.
Dr. Natalia Hefele, Leiterin der Bildungsberatung bei der BIGS, begründet die Notwendigkeit des Projektes: "Wer vor der Flucht ein Studium angestrebt hat, sieht sich in Deutschland einer hohen sprachlichen Hürde und einem völlig anderen Bildungssystem gegenüber." Damit dieser Einschnitt nicht zu einem dauerhaften Bruch der Bildungsbiografie führe, müssten geeignete Ansätze gefunden werden. "Für studieninteressierte Flüchtlinge fehlen bislang erprobte Fördermittel - anders als für Ausbildungsberufe." Hier solle das Pilotprojekt Abhilfe schaffen.
Das neue Projekt der Bildungsgenossenschaft richtet sich an bis zu 15 Teilnehmer aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode ab dem 18. Lebensjahr. Die Teilnahme ist für sie kostenlos, auch anfallende Fahrtkosten können übernommen werden.
Die Teilnehmer erwerben in einem sechsmonatigen Intensivkurs an der Volkshochschule Göttingen fortgeschrittene Deutschkenntnisse. Anschließend werden sie in weiteren vier Monaten auf die Deutsche Sprachprüfung zum Hochschulzugang (DSH) vorbereitet. Neben grundlegenden Sprachmodulen wird besonders auch die Fach- und Wissenschaftssprache vermittelt. Parallel findet durch die Bildungsgenossenschaft eine individuelle Beratung rund um Studium und Studienfinanzierung statt - beispielsweise eine Orientierungs- oder Anerkennungsberatung -, ergänzt um Maßnahmen wie die Vermittlung in Praktika oder Vorbereitungskurse.
Das Modellprojekt wird finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im Rahmen der Landesinitiative "Offene Hochschule Niedersachsen". Es ist Teil eines Programmes zur Unterstützung von Geflüchteten, das am 19. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es werden fünf Projekte an den Niedersächsischen Hochschulstandorten Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück mit insgesamt 350 000 Euro gefördert.
Als ausschlaggebend für die Auswahl der Bildungsgenossenschaft als Projektträger sieht Natalia Hefele neben der langjährigen Erfahrung in der Bildungsberatung vor allem die Berührungspunkte zu anderen Projekten der Genossenschaft: "Der neue Ansatz ergänzt das Projekt FairBleib Südniedersachsen-Harz, das den Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge verbessern soll, und die Beratung zur Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen im Netzwerk IQ - Integration durch Qualifizierung."
Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) ist ein Zusammenschluss von derzeit 26 Bildungseinrichtungen aus der Region. Sie verfolgt das Ziel einer Weiterentwicklung der Bildungslandschaft und der Verbesserung des Zugangs zu Bildungsangeboten insbesondere für Benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Seit 2008 unterstützt sie gemeinsam mit vier anderen Projektpartnern im Rahmen des Netzwerkprojekts FairBleib Südniedersachsen Bleibeberechtigte und Flüchtlinge auf dem Weg in langfristig tragfähige Beschäftigungsverhältnisse. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds. Seit 2009 bietet die BIGS als einer von acht Modellstandorten in Göttingen eine trägerunabhängige Bildungsberatung an, gefördert durch das Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Im Rahmen des Netzwerks IQ - Integration durch Qualifizierung bietet die BIGS seit Januar 2013 eine Beratung zur Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse und Qualifikationen an. Die Finanzierung dieses Angebots stammt aus Mitteln des BMAS, des ESF und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Seit Juli 2012 koordiniert die Genossenschaft darüber hinaus die Integrations-Sprachkurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für alle anerkannten Sprachkursträger in der Region.
Kontakt: Dr. Natalia Hefele, Bildungs- und Anerkennungsberatung, Tel.: 0551 49569436, n.hefele@bildungsgenossenschaft.de<mailto:n.hefele@bildungsgenossenschaft.de>
vom 30. Juni 2015
Flüchtlinge ins Studium
Bildungsgenossenschaft beginnt neues Unterstützungsprojekt
Göttingen. Am 1. Juli 2015 beginnt in Göttingen ein neues Pilotprojekt, das Flüchtlingen die Aufnahme eines Hochschulstudiums ermöglichen soll. Dies gab die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) nun bekannt. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Erwerb von Deutschkenntnissen auf Hochschulniveau.
Dr. Natalia Hefele, Leiterin der Bildungsberatung bei der BIGS, begründet die Notwendigkeit des Projektes: "Wer vor der Flucht ein Studium angestrebt hat, sieht sich in Deutschland einer hohen sprachlichen Hürde und einem völlig anderen Bildungssystem gegenüber." Damit dieser Einschnitt nicht zu einem dauerhaften Bruch der Bildungsbiografie führe, müssten geeignete Ansätze gefunden werden. "Für studieninteressierte Flüchtlinge fehlen bislang erprobte Fördermittel - anders als für Ausbildungsberufe." Hier solle das Pilotprojekt Abhilfe schaffen.
Das neue Projekt der Bildungsgenossenschaft richtet sich an bis zu 15 Teilnehmer aus den Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode ab dem 18. Lebensjahr. Die Teilnahme ist für sie kostenlos, auch anfallende Fahrtkosten können übernommen werden.
Die Teilnehmer erwerben in einem sechsmonatigen Intensivkurs an der Volkshochschule Göttingen fortgeschrittene Deutschkenntnisse. Anschließend werden sie in weiteren vier Monaten auf die Deutsche Sprachprüfung zum Hochschulzugang (DSH) vorbereitet. Neben grundlegenden Sprachmodulen wird besonders auch die Fach- und Wissenschaftssprache vermittelt. Parallel findet durch die Bildungsgenossenschaft eine individuelle Beratung rund um Studium und Studienfinanzierung statt - beispielsweise eine Orientierungs- oder Anerkennungsberatung -, ergänzt um Maßnahmen wie die Vermittlung in Praktika oder Vorbereitungskurse.
Das Modellprojekt wird finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im Rahmen der Landesinitiative "Offene Hochschule Niedersachsen". Es ist Teil eines Programmes zur Unterstützung von Geflüchteten, das am 19. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es werden fünf Projekte an den Niedersächsischen Hochschulstandorten Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück mit insgesamt 350 000 Euro gefördert.
Als ausschlaggebend für die Auswahl der Bildungsgenossenschaft als Projektträger sieht Natalia Hefele neben der langjährigen Erfahrung in der Bildungsberatung vor allem die Berührungspunkte zu anderen Projekten der Genossenschaft: "Der neue Ansatz ergänzt das Projekt FairBleib Südniedersachsen-Harz, das den Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge verbessern soll, und die Beratung zur Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen im Netzwerk IQ - Integration durch Qualifizierung."
Die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG (BIGS) ist ein Zusammenschluss von derzeit 26 Bildungseinrichtungen aus der Region. Sie verfolgt das Ziel einer Weiterentwicklung der Bildungslandschaft und der Verbesserung des Zugangs zu Bildungsangeboten insbesondere für Benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Seit 2008 unterstützt sie gemeinsam mit vier anderen Projektpartnern im Rahmen des Netzwerkprojekts FairBleib Südniedersachsen Bleibeberechtigte und Flüchtlinge auf dem Weg in langfristig tragfähige Beschäftigungsverhältnisse. Gefördert wird dieses Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds. Seit 2009 bietet die BIGS als einer von acht Modellstandorten in Göttingen eine trägerunabhängige Bildungsberatung an, gefördert durch das Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Im Rahmen des Netzwerks IQ - Integration durch Qualifizierung bietet die BIGS seit Januar 2013 eine Beratung zur Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse und Qualifikationen an. Die Finanzierung dieses Angebots stammt aus Mitteln des BMAS, des ESF und des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Seit Juli 2012 koordiniert die Genossenschaft darüber hinaus die Integrations-Sprachkurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge für alle anerkannten Sprachkursträger in der Region.
Kontakt: Dr. Natalia Hefele, Bildungs- und Anerkennungsberatung, Tel.: 0551 49569436, n.hefele@bildungsgenossenschaft.de<mailto:n.hefele@bildungsgenossenschaft.de>
... link (1 Kommentar) ... comment
... nächste Seite
