Montag, 4. Mai 2026
Keine forcierten Abschiebungen nach Syrien!
Friedrich Merz sorgt für Unruhe: Bis zu 800.000 Menschen will der Bundeskanzler nach Syrien zurückschicken. In einen Alltag, der für viele von ihnen lebensgefährlich wäre. Gewalt, Unterdrückung und eine kritische humanitäre Lage prägen das Land noch immer.

Mit seiner Forderung sorgt er für Angst unter syrischen Familien in Deutschland – sie haben sich hier ein neues Leben aufgebaut.


Friedrich Merz will 800.000 Syrer*innen aus Deutschland abschieben. Er blendet dabei die Realität aus: Syrien ist weiterhin kein sicherer Ort und unsere syrischen Mitbürger*innen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Merz’ Forderungen gefährden Menschenleben, schüren Rassismus und verschärfen Angst unter Schutzsuchenden.

Anlässlich des Staatsempfangs für den derzeitigen syrischen Machthaber Ahmad al-Sharaa sprach sich Bundeskanzler Merz dafür aus, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden syrischen Staatsangehörigen Deutschland verlassen sollten. Laut Merz sei Syrien nunmehr sicher und die Menschen würden dort für den Wiederaufbau gebraucht.

Woran Friedrich Merz dabei nicht denkt: Viele Menschen aus Syrien haben nicht vor, Deutschland zu verlassen, weil Deutschland ihr Zuhause geworden ist. Wir sind alle längst Nachbar*innen, Kolleg*innen und Freund*innen.

Darüber hinaus ist Syrien weiterhin kein sicherer Ort, vor allem nicht für Angehörige ethnischer oder religiöser Gruppen sowie politisch Oppositionelle. Allein in den letzten Monaten gab es unter der Herrschaft von Ahmad al-Sharaa Massaker an Alawit*innen, Drus*innen, Christ*innen und Kurd*innen, hunderttausende Menschen sind nun wieder binnenvertrieben innerhalb Syriens oder verlassen das Land erneut.

Weitaus weniger Menschen als die von Herrn Merz anvisierte Zahl sind tatsächlich ausreisepflichtig – selbst wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge humanitäre Aufenthaltstitel widerrufen würde. Unter den rund 900.000 syrischen Staatsangehörigen in Deutschland befinden sich viele Menschen mit Fachkräfte-, Studien- oder Sprachkursaufenthalten, Menschen mit Niederlassungserlaubnissen und Menschen im Einbürgerungsverfahren.

Bundeskanzler Friedrich Merz spielt mit dem rhetorischen Feuer und bedient rassistische Abschiebediskurse, die Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit vor allem das Gefühl geben sollen: Ihr seid hier nicht willkommen.


Dabei sind wir längst Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen – wir gehen zusammen zur Schule, waren gemeinsam auf den Hand-in-Hand-Protesten und engagieren uns für eine lebenswerte Nachbarschaft für alle!

Und eben deshalb wollen wir keine Gesellschaft, in der Menschen gezwungen werden, ihr Zuhause gegen ein Leben in Unsicherheit zu tauschen.

Wir fordern daher eine Umkehr in der politischen Haltung zum nicht demokratisch legitimierten Machthaber Ahmad al-Sharaa und ein Absehen von zwangsweisen Rückführungen nach Syrien.

Wir stehen für das Recht zu gehen, zu kommen und zu bleiben!
Für eine respektvolle Gesellschaft, in der jeder Mensch willkommen ist.

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Mein Opa sagte immer: Nach dem Krieg war hier auch alles kaputt, und wir konnten nirgendwo hin gehen.

In letzter Zeit sind 1,6 Millionen syrische Flüchtlinge aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien in ihr Land zurückgekehrt:

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus69f22f7f622ae392e46e332c/syrer-kehren-aus-wichtigen-aufnahmelaendern-in-ihre-heimat-zurueck-aber-nicht-aus-deutschland.html?icid=search.product.onsitesearch

Offenbar ist es dort nicht mehr sonderlich gefährlich, sonst hätten die das ja nicht gemacht.

Aus Deutschland sind bisher ganze 4000 ausgereist.

Ist eigentlich ganz klar woran das liegt, in der Türkei oder im Libanon dürfte es ihnen nicht nennenswert besser gegangen sein als in Syrien, in Deutschland hingegen werden sie gut versorgt, auch ohne arbeiten zu müssen.

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Ja, insbesondere die syrischen Ärzte und Zahnärzte werden gut versorgt ohne arbeiten zu müssen ;-)

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Für 6000 Syrische Ärzte mussten wir eine Million syrische Migranten, also potentielle Patienten, aufnehmen. Schlechtes Geschäft.

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Ich bin ja auch gegen die sogenannte Migration in die Sozialsysteme und für die Migration in Arbeit. Wir brauchen einen Zuwachs an Steuerzahlern. Sanchez hat da gerade den richtigen Schritt gemacht: Legalisierung zehntausender afrikanischer Schwarzarbeiter in Spanien und Umwandlung der Jobs dieser Leute in sozialabgabenpflichtige reguläre Tätigkeiten.

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Ja die Spanier sind schon ganz begeistert, dass sie ihre knappen Wohnungen und Krankenhausbetten demnächst noch mit 800.000 Migranten teilen dürfen.

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