Montag, 19. April 2021
Bis zu 8-fach höhere Mortalität: SARS-CoV-2 gefährdet chirurgische Patienten ? Fachgesellschaft spricht mit der STIKO
Dr. Klaus Fleck



Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCh) plädiert dafür, Patienten im Vorfeld größerer elektiver OPs mit Priorität gegen SARS-CoV-2 zu impfen, um postoperative Komplikationen und Todesfälle zu vermeiden. Untermauert wird diese Empfehlung von aktuellen Ergebnissen einer Modellierungsstudie der internationalen COVIDSurg Collaborative, einer weltweiten Forschungskooperation. Ergebnisse stellte DGCh-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen von der Goethe-Universität Frankfurt am Main anlässlich des 138. Deutschen Chirurgenkongresses vor [1].


Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen

?Zwar handelt es sich bei der aktuellen Analyse von Mortalitätsdaten um eine Beobachtungsstudie mit mathematischer Modellierung und keine prospektiv-randomisierte Untersuchung?, kommentierte Schmitz-Rixen. ?Aufgrund der großen Teilnehmerzahl kann man hier jedoch durchaus von aussagekräftigen und reliablen Daten sprechen.?

Daten von 141.000 Patienten erhoben
An der COVIDSurg Collaborative Studie nehmen bislang 1.667 Kliniken aus 116 Ländern und fast 15.000 Ärzte teil, die anonymisierte Daten zu mehr als 141.000 Patienten lieferten. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr von der Universität Birmingham initiiert.

Die wichtigsten Ergebnisse: Perioperativ (kurz vor, während oder kurz nach einem Eingriff) infizierten sich weltweit zwischen 0,6% und 1,6% aller Patienten mit SARS-CoV-2. ?Dies hatte in allen Altersgruppen einen deutlichen Effekt auf das Risiko der Patienten, innerhalb von 30 Tagen nach der Operation insbesondere pulmonale Komplikationen zu entwickeln und zu sterben?, so Schmitz-Rixen.

Das Risiko nahm wie zu erwarten mit steigendem Alter zu. So war die 30-Tage-Mortalität bei über 70-Jährigen mit einer SARS-CoV-2-Infektion um das 7- bis 8-Fache höher als bei Nichtinfizierten der gleichen Altersgruppe. In der Subgruppe mit operierten onkologischen Patienten stieg die Mortalität besonders hoch auf bis zu 18,6%.

?Daten ? insbesondere aus Israel ? haben nun gezeigt, dass die COVID-19-Impfung die postoperativen Mortalitätsraten deutlich senken kann", erklärte Schmitz-Rixen. So reiche in der Gruppe mit 50- bis 69-jährigen zu operierenden onkologischen Patienten rechnerisch bereits die Impfung von 559 Personen aus, um 1 COVID-19-Todesfall zu verhindern.

Bei gesunden Gleichaltrigen werde dieser Effekt erst mit durchschnittlich 13.000 Impfungen erzielt. ?Die präoperative Impfung ist als äußerst effektiv anzusehen und definitiv besser, als die Patienten nur auf SARS-CoV-2 zu testen?, kommentiert der Experte.

Chirurgen fordern höhere Impf-Priorisierung für Patienten
Daraus folgt nach den Worten des DGCh-Vizepräsidenten: ?Nicht nur vor einer Krebsoperation, sondern vor allen größeren und planbaren chirurgischen Eingriffen sollten die Patienten möglichst gegen COVID-19 geimpft und der Eingriff dann soweit im Einzelfall möglich um einige Wochen verschoben werden.? Ideal sei die komplette Impfung, doch auch bereits mit der Erstimpfung sei einiges gewonnen.

Nicht nur vor einer Krebsoperation, sondern vor allen größeren und planbaren chirurgischen Eingriffen sollten die Patienten möglichst gegen COVID-19 geimpft ? werden. Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen
Als Beispiele für nicht-onkologische Operationen nannte Schmitz-Rixen im Gespräch mit Medscape größere Gefäß-OPs, etwa bei einem Bauchaorten-Aneurysma, aber auch die Adipositas-Chirurgie, Endoprothesen, hier vor allen den Prothesenwechsel, die Korrektur großer Bauchwand-Hernien, nicht-onkologische thorakale Eingriffe wie eine Trichterbrust-Korrektur, OPs bei pulmonaler Hypertonie, elektive Herzklappen-OPs oder Darmresektionen bei gutartigen Krankheiten.

Krebspatienten fallen hierzulande in die Priorisierungsgruppe 2. ?Allerdings ist diese Gruppe noch nicht durchgeimpft?, berichtet der DGCh-Vizepräsident. ?Vor allem aber gehören die meisten für größere Eingriffe vorgesehenen chirurgischen Patienten derzeit noch der Priorisierungsgruppe 3 an, deren Impfung aktuell möglicherweise erst für Juni oder Juli erwartet wird.? Es sei daher geboten, diese Personen baldmöglichst höher zu priorisieren, wozu es von Seiten der DGCH bereits Kontakt mit der Ständigen Impfkommission gebe.

Bei positivem Infektionsbefund OPs möglichst verschieben
Auch Patienten, die kurz vor einem größeren chirurgischen Eingriff positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, haben mittelfristig höhere Risiken. So zeigte eine weitere auf COVIDSurg Collaborative Daten beruhende prospektive Studie, dass sich die postoperative Mortalität bei ihnen in den ersten 6 Wochen nach Infektionsdiagnose zunächst auf das 4-Fache, dann noch auf das 3,5-Fache erhöhte und erst ab der 7. Woche wieder auf Normalwerte verringerte.

?Selbst wenn positiv auf SARS-Cov-2 getestete Patienten keine oder nur milde Symptome haben?, so Schmitz-Rixen weiter, ?gilt hier die Empfehlung, größere chirurgische Eingriffe um mindestens 7 Wochen zu verschieben, sofern die individuelle Situation des Patienten dies erlaubt?. Sollten COVID-19-Symptome nach dieser Zeit fortbestehen, sei eine noch längere Verschiebung angeraten.

Klar ist, dass das Aufschieben von Operationen selbst mit Risiken verbunden sein kann. Nach Schätzungen der COVIDSurg Collaborative hatte sich allein während der 1. Welle der Pandemie innerhalb von 12 Wochen ein weltweiter Operationsstau von 28 Millionen Eingriffen gebildet.


In Deutschland habe es 2020 etwa vermehrt Amputationen gegeben, weil Patienten aus Furcht vor Infektionen oder aufgrund fehlender Ressourcen zu spät in die Klinik gekommen seien, so der Experte. ?Auch diese Probleme müssen wir organisatorisch besser in den Griff bekommen.? In Großbritannien etwa würden COVID-19-Patienten in teilweise nur für sie reservierten Krankenhäusern behandelt, um Operationsstaus entgegenzuwirken.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 16. April 2021
Der Journal of Clinical Medicine - Vergleichstest der verschiedenen Covid19-Testverfahren
Verschiedentlich, wie etwa in dem hier rezensierten Buch war davon die Rede, der Drosten-Test hätte in einem Vergleich mit anderen Testverfahren sehr schlecht abgeschnitten und es wäre seine Unbrauchbarkeit nachgewiesen worden. Im Interesse der Transparenz poste ich hier einmal mit minimalen Kürzungen den Wortlaut des betreffenden Reports mit Quellenangabe:


1. Einführung
Ein neues humanes Coronavirus namens schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) ist im Dezember 2019 in China aufgetaucht [1]. SARS-CoV-2 ist verantwortlich für die Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19), die am 12. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) [2] zur Pandemie erklärt wurde. Bis zum 26. Mai 2020 wurden 5.404.512 Fälle gemeldet, darunter 343.514 Todesfälle [3]. Ein zuverlässiger diagnostischer Test ist entscheidend, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu begrenzen, da die Früherkennung neuer Fälle zur Patientenisolierung und Kontaktverfolgung führt. Das erste SARS-CoV-2-Genom wurde am 10. Januar 2020 [4] veröffentlicht und ermöglichte die schnelle Entwicklung eines Echtzeit-Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktions-Assays (RT-PCR) der Charité [5,6]. Dieser Test war der erste, der von der WHO [7] versandt wurde und wurde weithin in klinischen Virologielaboratorien weltweit umgesetzt [8]. Seitdem hat die WHO [9] andere Ansätze veröffentlicht, die von Referenzlaboratorien entwickelt wurden, darunter HKU (Hongkong) [10,11], China CDC (China) [12], US CDC (USA) [13], und Institut Pasteur, Paris (Frankreich) [14]. Diese Assays umfassten mehrere RT-PCRs, die auf zwei oder drei verschiedene SARS-CoV-2-Genregionen abzielten, darunter RdRp (RNA-abhängige RNA-Polymerase), N (Nukleocapsid-Protein), E (Umschlagprotein), ORF1ab nsp10 (nicht-strukturelles Protein 10) und ORF1b nsp14 (nicht-strukturelles Protein 14). In der vorliegenden Studie wollten wir die Empfindlichkeit und Spezifität dieser verschiedenen RT-PCR-Assays vergleichen. Insgesamt schnitten die verschiedenen RT-PCR-Assays für die SARS-CoV-2-Erkennung gut ab und waren alle spezifisch, mit Ausnahme von N Charité, (Deutschland) und N2 US CDC (USA) Assays. RdRp Institut Pasteur (IP2, IP4), N China CDC und N1 US CDC wurden als die empfindlichsten Assays gefunden.
Gehe zu:
2. Materialien und Methoden
2.1. Studiendesign
Zur Beurteilung der Empfindlichkeit wurden verschiedene RNA-Konzentrationen von SARS-CoV-2-Zellkulturüberstand sowie klinischen Proben mit unterschiedlichen Viruslasten(n = 4) mit allen RT-PCR-Assays getestet. Für die drei empfindlichsten Assays wurde die Nachweisgrenze (LoD) ermittelt und zusätzliche klinische Proben (n = 16) mit niedrigen Virusbelastungen getestet. Zur Beurteilung der Spezifität wurden klinische Proben, die für SARS-CoV-2 (n = 50) negativ waren, mit allen RT-PCR-Assays getestet. Alle klinischen Proben (nasopharyngeale Aspirate) wurden vom Hospices Civils de Lyon ? Universitätskrankenhaus, Frankreich, zur Verfügung gestellt und vor der Extraktion bei 80 °C eingefroren.
2.2. Empfindlichkeit
Die Empfindlichkeit für jeden RT-PCR-Assay wurde zuerst mit zehnfachen seriellen Verdünnungen von 10Nr. 3 bis 10Nr. 9 SARS-CoV-2 Zellkulturüberstande (eine Replikation für 10Nr. 3 und 10Nr. 4, drei Replikationen für 10Nr. 5 und 10Nr. 6und fünf Repliken für 10Nr. 7 bis 10Nr. 9). Vier positive klinische Proben wurden dann mit allen RT-PCR-Assays getestet, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
Für die drei empfindlichsten Assays schätzten wir die LoD anhand einer Probitanalyse, indem wir fünf zusätzliche Repliken jeder Verdünnung der Zellkulturüberstandstoffe einbauten. Die Probitanalyse besteht darin, die Beziehung zwischen der Wahrscheinlichkeit der Detektion und der Konzentration mithilfe einer kumulativen Wahrscheinlichkeitskurve zu beschreiben. Für jede Verdünnung wird das Verhältnis (trefferrate) als Anzahl der Replikationen mit einem erkannten Ergebnis pro Gesamtzahl der getesteten Replikationen berechnet. Diese Trefferraten werden mathematisch in kumulative Normalwahrscheinlichkeitseinheiten (Probits) umgerechnet und mit einem Regressionsmodell im Vergleich zu ihren jeweiligen Konzentrationen angepasst. Die LoD ist definiert als die niedrigste Menge an viralem Genom, die mit einer Trefferrate von 95% nachgewiesen werden kann. Bei diesen drei empfindlichsten Assays wurden die mit der Probitanalyse erzielten Ergebnisse durch zusätzliche Tests von sechzehn klinischen Proben mit geringer Viruskonzentration bestätigt.
2.3. Spezifität
Die Spezifität für jeden RT-PCR-Test wurde anhand klinischer Proben (n = 50) bewertet, die negativ auf SARS-CoV-2 einschließlich klinischer Proben (n = 30), die positiv auf andere Atemwegsviren getestet wurden: humane Coronaviren 229E, OC43, HKU1 und NL63, humane Influenza-A- und B-Viren, Rhinovirus, respiratorische synzytiales Virus, Parainfluenzavirus, Adenovirus, Metapneumovirus und Picornavirus.
Die Untersuchung falsch-positiver Ergebnisse wurde mit zusätzlichen negativen klinischen Proben, Wasser und einer zusätzlichen klinischen Probe durchgeführt, die für jedes Ziel positiv getestet wurde. Die Amplicon-Größe wurde mit dem Agilent DNA 1000 Kit (Agilent Technologies, Santa Clara, CA, USA) analysiert.


2.4. SARS-CoV-2 Zellkultur Multiplikationen
Zellkulturüberstandstoffe wurden aus einer positiven klinischen Probe gewonnen, die in einem Labor der Biosicherheitsstufe 3 an büffelgrünen Affenzellen angebaut wurde (Zelllinie der Université Louis Pasteur, Straßburg, Frankreich) [15]. Die SARS-CoV-2-Kultur hatte einen infektiösen Titer von 8,2710TCID50/mL nach der statistischen Methode Reed und Muench [16].
2.5. Extraktion und RT-PCR
Die RNA-Extraktion erfolgte nach Herstellerangaben über die EMAG-Plattform (bioMérieux, Marcy-l'Etoile, Frankreich). RT-PCR wurde nach veröffentlichten Anweisungen [5,6,10,11,12,13,14] durchgeführt, die in ®Tabelle 1; Tabelle 2. Da das China CDC-Protokoll keine Polymerase, Thermocycler, Volumen des Nukleinsäureextrakts und Amplifikationszyklen angibt, wurden die gleichen Anweisungen angewendet wie für den HKU-Test. RdRp IP2- und IP4-Assays vom Institut Pasteur, Paris (Frankreich) können multiplexiert oder in simplex [14] verwendet werden. Ein vorläufiger Vergleich mit SARS-CoV-2-Zellkulturüberstandhatungen ergab, dass RdRp IP4 bei Verwendung im Multiplex besser ablief, während IP2 nicht signifikant beeinflusst wurde (Zusatztabelle S1). Die CFX 96 Touch? Real-Time PCR (Bio-Rad, Hercules, CA, USA) wurde für alle RT-PCR-Assays verwendet.

Die für jeden Test ermittelten mittleren Zyklusschwellenwerte (Ct) wurden dann mit Verdünnungen 10 verglichen.Nr. 5 bis 10−8 (Abbildung 1, Zusatztabelle S2). Da die akzeptierte technische Variabilität von RT-PCR unter 0,510, betrachteten wir einen Unterschied von 2 Ct als signifikant [17]. Mit 10Nr. 5 Verdünnung war der niedrigste Ct-Wert 27,7 für RdRp IP4. Mit N1 und N3 US CDC und RdRp IP2 wurde kein signifikanter Unterschied bei den Ct-Werten (Ct von 28,0 bis 29,1) gemeldet. Ein ähnliches Ct-Profil wurde bei diesen Assays bei 10Nr. 6 und 10Nr. 7 Verdünnungen. Mit 10−8 Verdünnung, nur N Charité hatte deutlich höhere Ct-Werte (41,0 vs. 36,7 bis 39,0 für N China CDC, N1 und N3 US CDC, und Duplex RdRp IP2/IP4).
Klinische Proben (n = 4) wurden dann mit allen RT-PCR-Assays getestet, um die Ergebnisse zu bestätigen, die an SARS-CoV-2-Zellkulturüberstand(Zusatztabelle S3) erzielt wurden. ORF1b und N HKU, ORF1ab und N China CDC, N1 und N3 US CDC sowie RdRp IP2 und RdRp IP4 Assays haben alle vier positiven Proben erkannt. S und NS RdRp und N Charité Assays entdeckten die positive Probe nicht mit der niedrigsten Viruskonzentration.
Zusammengenommen waren N China CDC, N1 und N3 US CDC sowie RdRp IP2 und IP4 die sensibelsten Assays.


3.4. Erforschung von E Charité und N2 US CDC Falsch-Positive
Da E Charité und N2 US CDC Assays für alle Proben und Repliken positiv waren, einschließlich negativer Proben und Kontrollen, wurden falsch-positive Ergebnisse weiter untersucht (Zusatzabbildung S1).Für E Charité zeigten negative Proben zwei Amplikone, eines bei 84 Basenpaaren (bp) und eines mit 121 bp, während die positive Probe nur ein Amplikon bei 121 bp hatte, was nahe dererwarteten Größe einer spezifischen Amplifikation. Somit kann die mit E Charité erhaltene falsch-positive Amplifikation aus einer Kontamination (Amplicongröße bei 121 bp) abgeleitet werden, aber auch mit einer aspezifischen Amplifikation (Amplicongröße bei 84 bp) in Verbindung gebracht werden. Mit dem N2 US CDC-Test zeigten negative Proben ein Amplikon bei 73 bp, das nahe an der erwarteten Größe einer spezifischen Amplifikation liegt (Tabelle 1). Daher könnte die falsch-positive Verstärkung, die mit N2 US CDC erhalten wird, auf eine Kontamination zurückzuführen sein. Die Sequenzierung dieser Ampliconprodukte sollte zur weiteren Untersuchung durchgeführt werden.

4. Diskussion

In der vorliegenden Studie wurde die Leistung von fünf RT-PCR-basierten Methoden verglichen, die von Referenzlaboratorien entwickelt wurden.

N China CDC, N1 US CDC und RdRp IP2 und IP4 wurden als die empfindlichsten Assays auf SARS-CoV-2 Zellkultur bewertet und klinische Atemwegsproben gefunden. Vogels et al. verglichen die Leistung vonSARS-CoV-2 PCR-Assays, die von denselben Empfehlungslaboratorien entwickelt wurden, mit Ausnahme der vom Institut Pasteur. Anhand von RNA-spiked Mock-Samples fanden sie heraus, dass ORF HKU einer der sensibelsten Assays [18] war. Hierbei war die ORF HKU empfindlicher als rdRp Charité, aber etwas weniger empfindlich als andere Assays, wie N1 US CDC oder N China. Obwohl die RdRp Charité bei den niedrigsten Verdünnungen gut abgeschnitten hat, erwies sie sich dennoch als weniger empfindlich als andere, was im Einklang mit denen von Vogels et al. [18] stand.

Es ist erwähnenswert, dass der Charité-Assay der erste war, der im frühen Stadium der Pandemie [9] veröffentlicht wurde und weltweit weit verbreitet ist [8]. Dieser Test wurde ursprünglich für die Diagnose von SARS-bezogenen CoVs entwickelt und dann für die SARS-CoV-2-Erkennung optimiert [5]. Dank dieses Assays wurden eine bedeutende Anzahl von COVID-19-Diagnosen durchgeführt, die dazu beitrugen, die Ausbreitung des Ausbruchs zu begrenzen. Im Einklang mit den vorliegenden Ergebnissen wurde berichtet, dass die Empfindlichkeit von RdRp IP2 und RdRpIP4 ähnlich war, wenn sie in Multiplex verwendet wurde [14], was darauf hindeutet, dass der Institut Pasteur-Assay bevorzugt in Multiplex verwendet werden sollte. Bemerkenswert ist, dass wir die oben genannten Ct-Grenzwerte nicht angewendet haben, bei denen eine -Grenzwerte nicht angewendet haben, bei denen eine Stichprobe als negativ angesehen würde, da diese Werte in den von den Referenzlaboratorien zur Verfügung gestellten Protokollen nicht angegeben wurden.
Wie bereits berichtet [19], identifizierten wir eine wahrscheinliche Primerkontamination mit N2 US CDC und E Charité, die uns daran hinderte, ihre Empfindlichkeit und Spezifität weiter zu bewerten. Abgesehen von diesen beiden Tests wurden bei der Prüfung einer Vielzahl von Atemwegsviren keine falsch-positiven Ergebnisse beobachtet, ein Ergebnis, das mit früheren Studien übereinstimmte [5,6,10,11,13,14]. Obwohl hierin nicht beobachtet, wurde auch über die Verstärkung unspezifischer Produkte für ORF1 und N China CDC sowie N2 und N3 US CDC berichtet [18].
Die Leistung anderer kürzlich entwickelter RT-PCR-Tests [7] sollte in weiteren Studien untersucht werden. Darüber hinaus könnte die Quantifizierung von SARS-CoV-2 durchgeführt werden, um die Wirksamkeit potenzieller Behandlungen zu bewerten. Die hier in diesem Zusammenhang vorgestellten Daten sind von größter Bedeutung, um die Auswahl der Ausrüstung aller diagnostischen Laboratorien sowie die Entwicklung von vermarkteten Tests zu erleichtern. Sensible Tests sollten umfassend durchgeführt werden, um die Ausbreitung des derzeitigen Ausbruchs zu begrenzen und sich auf die postepisische Phase und künftige saisonale Epidemien vorzubereiten.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7355678/

... link (66 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 15. April 2021
Zahlreiche Fallberichte, aber noch wenig Evidenz: Bessern sich Long-COVID-Symptome nach Impfungen mit mRNA-Vakzinen?
Brenda Goodman

Einige Wochen, nachdem Aaron Goyang die 2. Dosis eines mRNA-Impfstoffes erhalten hat, schien sein langer Kampf mit COVID-19 endlich vorbei zu sein. Der 33-jährige Röntgenassistent aus Austin, Texas, hat sich vermutlich im letzten Frühjahr bei einem Patienten mit Husten und Luftnot angesteckt.


Aaron Goyang

Damals gab es kaum Tests, und als er dann schließlich mehrere Wochen nach seiner Erkrankung doch untersucht wurde, war das Ergebnis negativ. Seine anfänglichen Symptome waren verschwunden, aber eine Woche später erlitt er einen Rückfall.

In den folgenden 8 oder 9 Monaten habe er eine Achterbahnfahrt mit wiederkehrender extremer Kurzatmigkeit und Engegefühl in der Brust erlebt, so Goyang. Die Symptomatik war mitunter so stark, dass er in die Notaufnahme musste. Um seine Arbeitstage zu überstehen, brauchte er einen Inhalator.

?Selbst, wenn ich nur herumsaß, konnten Beschwerden einsetzen und mich förmlich wegreißen?, berichtet der Röntgenassistent. ?Es fühlte sich so an, als würde mich jemand umklammern. Ich konnte einfach nicht tief genug einatmen.?

An besseren Tagen ging er ein wenig spazieren, immer darauf bedacht, es nicht zu übertreiben. Einmal versuchte er zu joggen, was ihn beinahe wieder ins Krankenhaus gebracht hätte. ?Ich habe mich gefragt, ob ich wohl jemals wieder normal würde joggen können?, sagt er.

Überraschende Wende nach der Impfung
Doch einige Wochen, nachdem er den Impfstoff von BioNTech/Pfizer erhalten hat, konnte er problemlos wieder 2 Kilometer laufen. ?Ich war unheimlich dankbar.?


Mit dieser Erfahrung ist Goyang nicht allein. In Social-Media-Gruppen tauschen sich Patienten aus, die unter dem sogenannten Long-COVID-Syndrom leiden (auch ?post-acute sequelae of SARS-CoV-2?, PASC, genannt). Sie werden mitunter als ?long hauler? bezeichnet, also Patienten, die etwas ?lange mit sich herumtragen?, doch die Terminologie ist noch im Fluss.

In sozialen Medien wird intensiv über Impfungen und über Long-COVID diskutiert. Manche Patienten berichten, dass ihre Symptome irgendwann endlich verschwunden waren, was die Hoffnung schürt, dass Long-COVID zeitlich begrenzt ist.

Zu den bekanntesten Patienteninitiativen zählt ?Survivor Corps? mit 159.000 Mitglieder. Sie versuchen, einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten. Die Organisation führte kürzlich eine Umfrage durch, um Gerüchten nachzugehen, dass Long-COVID-Patienten von einer Impfung profitieren.

?Von 400 Patienten zeigten 36% eine Verbesserung der Symptomatik. Das konnte eine leichte Besserung bedeuten oder aber auch das völlige Verschwinden der Symptome?, sagte Diana Berrent, die als Long-COVID-Patientin eine eigene Facebook-Gruppe gegründet hatte. Survivor Corps bemüht sich darum, aktiv um die Patienten-Interessen zu vertreten und dient auch als Datenquelle für die COVID-19-Forschung.

Berrent wurde während der Pandemie zu einer wichtigen Person, der man vertraut und zuhört. Im vergangenen Oktober interviewte sie den Leiter der National Institutes of Allergy and Infectious Diseases und US-Regierungsberater in epidemiologischen Fragen Dr. Anthony Fauci.

?Die Konsequenzen aus diesen Ergebnissen sind enorm?, sagt Berrent. ?Einige der Schäden sind dauerhaft. Die Narben im Herzmuskel und die Lungenschädigungen werden durch eine nachträgliche Impfung nicht verschwinden, aber wenn sich die Patienten besser fühlen, ist das ein Hinweis darauf, dass Viren persistieren.? Den Begriff ?post-acute sequelae of SARS-CoV-2? hält sie für wenig treffend.

Ärzte bestätigen die Fallberichte
Dr. Daniel Griffin, Infektiologe an der Columbia University in New York City, berichtet, jeder 5. Patient, den er im letzten Jahr wegen COVID-19 behandelt habe, sei bisher nicht wieder gesund geworden. Viele von ihnen seien ? wie auch Goyang ? im Gesundheitswesen tätig.

?Ich weiß nicht, ob allen klar ist, dass viele unserer Mitarbeiter entweder dauerhaft beeinträchtigt oder gestorben sind?, sagt Griffin.

Ärzte und Pflegekräfte waren auch unter den Ersten, die geimpft wurden. Griffin sagt, dass viele seiner Patienten 1 oder 2 Wochen nach der Impfung zu ihm gesagt hätten: ?Ich fühle mich tatsächlich besser.? Und einige von denen, die das sagten, seien 1 Jahr lang krank gewesen.

Dann kamen Anrufe und Kurznachrichten von anderen Ärzten, welche dieselben Erfahrungen gemacht hatten.

Der Nutzen der Impfung kam für manche Long-COVID-Patienten überraschend. Griffin sagt, dass sich viele seiner Patienten, bevor die Impfstoffe auf den Markt kamen, Sorgen darüber machten, dass eine Impfung ihr Immunsystem überstimulieren und die Symptome verschlimmern könnte.

Tatsächlich berichteten nur 3 bis 5% in den sozialen Medien, dass sich ihre Symptome nach der Impfung verschlimmert hätten, wobei der Grund dafür unklar ist.

Griffin schätzt, dass sich bei 30 bis 50% aller Patienten die Symptome nach Gabe eines mRNA-Impfstoffes bessern. ?Ich treffe all diese Menschen, die mir erzählen, dass sich der Nebel in ihrem Kopf lichtet, dass die dauernde Müdigkeit verschwunden ist und ebenso das dauernde Fieber?, sagt er. ?Aber ich sehe es nicht nur persönlich, sondern höre es auch von meinen Kollegen.?

Diese Beobachtungen hätten, so Griffin, mehrere Studien angestoßen. Es gebe verschiedene Theorien dazu, in welcher Weise die Impfstoffe das Long-COVID-Syndrom beeinflussen könnten.

COVID-19-Impfungen als Schub für das Immunsystem?
Eine Hypothese ist, dass SARS-CoV-2 weiterhin das Immunsystem stimuliert und dieses noch monatelang gegen das Virus ankämpft. Wenn das der Fall sei, so Griffin, könne der Impfstoff dem Immunsystem genau den Schub verleihen, der erforderlich sei, um dem Virus endgültig den Garaus zu machen.

Prof. Dr. Donna Farber, Mikrobiologin und Immunologin an der Columbia University, hat solche Berichte ebenfalls gehört. ?Möglich, dass das Virus bei Long-COVID auf niedrigem Niveau persistiert ? nicht genug, um eine starke Immunantwort zu stimulieren, die das Virus beseitigt, aber gerade genug, um weiterhin Symptome zu verursachen?, so ihre Einschätzung. ?Die Aktivierung der Immunantwort wäre daher ein therapeutischer Ansatz, worüber die Viruselimination angeregt werden kann.

Für Farber gleicht Long-COVID ein wenig der Lyme-Borreliose. Manche Patienten müssen monatelang Antibiotika einnehmen, bis ihre Symptome verschwinden.

Griffin sieht noch einen anderen Erklärungsansatz. In mehreren Studien wurde gezeigt, dass Menschen mit Long-COVID-Symptomen Autoantikörper entwickeln. SARS-CoV-2 könnte vielleicht eine Autoimmunerkrankung auslösen, welche die langfristigen Symptome erzeugt.

Falls dies zutreffe, sagt Griffin, könnte ein Impfstoff den Körper dabei unterstützen, seine Toleranz gegenüber sich selbst wieder zu normalisieren, ?sodass dann vielleicht eine gesunde Immunantwort erzeugt wird?. Um diese Fragen zu klären, seien zweifelsohne weitere Studien nötig.

So oder so seien die Impfstoffe jedoch für Long-COVID-Patienten ein dringend benötigter Silberstreif am Horizont, erklärt Griffin. Besorgten Patienten sei zu raten, dass sie zumindest vor einer weiteren SARS-CoV-2-Infektion geschützt würden.

Dieser Artikel wurde von Markus Vieten aus www.medscape.com übersetzt und adaptiert.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 14. April 2021
Die 7-Tage-Inzidenz und die Alternativen
21.693 Neuinfektionen, 342 weitere Todesfälle und eine massiv gestiegene 7-Tages-Inzidenz von 153,2 Fällen pro 100.000 Menschen (gestern: 140,9) ? diese Zahlen hat das Robert Koch-Institut heute früh veröffentlicht. Vor einer Woche waren es knapp 10.000 Neuansteckungen und 298 Todesfälle. Das Kabinett will, wie berichtet, der 3. Welle mit einer ?Bundes-Notbremse? gegensteuern.

Die ?Bundes-Notbremse? kommt ? aber es dauert ?
Die Regeln, die ab einer Inzidenz von 100 bundesweit gelten sollen, beinhalten auch die ? nicht nur von Aerosol-Experten kritisierten ? Ausgangssperren von 21 Uhr bis 5 Uhr. Außerdem gelten dann verschärfte Kontaktbeschränkungen: Angehörige eines Haushalts dürfen sich nur noch mit einer anderen Person treffen, maximal 5 Menschen dürfen zusammenkommen, Kinder unter 14 nicht mitgerechnet. Gleichzeitig werden Freizeitangebote und Geschäfte geschlossen, von der Grundversorgung abgesehen.

Schulen müssen ihren Präsenzunterricht erst einstellen, wenn der Wert von 200 an 3 Tagen in Folge überschritten wird. Bei niedrigeren Inzidenzen plant die Regierung 2 verpflichtende Schnelltests pro Woche für alle Schüler. Ähnliche Maßnahmen gelten für Kitas, wobei hier eine Notbetreuung möglich sein wird.

Der Bundestag will alle Änderungen des Infektionsgesetzes jedoch nicht im Schnellverfahren beschließen. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren.


Prominente Experten halten 7-Tage-Inzidenz für ungeeignete Bewertungsgrundlage
Kritik kommt nicht nur von der Opposition. In einem offenen Brief an die Regierung fordern Prof. Dr. Detlev H. Krüger, früherer Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin, und Prof. Dr. Klaus Stöhr, ehemaliger Leiter des Globalen Influenza- und Pandemievorbereitungsprogrammes der WHO in Genf, andere Herangehensweisen.

Sie bemängeln, dass die 7-Tages-Inzidenz die Krankheitslast in der Gesellschaft immer weniger abbilde. ?Zudem unterliegt dieser Wert ? schwankenden Erfassungswahrscheinlichkeiten, die völlig unabhängig vom eigentlichen Infektionsgeschehen sind? so ihre Kritik. Der Inzidenzwert unterscheide nicht zwischen verschiedenen Altersgruppen; er berücksichtige auch nicht die Dynamik in benachbarten Landkreisen.

Krüger und Stöhr fordern: ?Bewertungsgrundlage für die Auswahl von Schutzmaßnahmen sollte nicht die Inzidenz der Infektionen sein, sondern vielmehr die Häufigkeit der Erkrankungen und ihrer jeweiligen Schwere, also insgesamt die Krankheitslast.? Das könne etwa über die ?tägliche Anzahl der COVID-bedingten intensivstationären Neuaufnahmen, differenziert nach Landkreis des Patientenwohnortes, Alter und Geschlecht mit Berücksichtigung ? zeitlicher Trends? geschehen.

Britische Variante: erhöhte Transmission bestätigt, erhöhte Mortalität nicht
Als Treiber des Infektionsgeschehens gelten vor allem neue SARS-CoV-2-Mutationen. Deshalb haben Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts, des Robert Koch-Instituts, des Europäischen Virus-Bioinformatik-Instituts und der Medizinischen Hochschule Hannover die neue Plattform CovRadar entwickelt. Sie hilft bei der Überwachung genetischer Codes des Corona-Spike-Proteins, auf das die Impfstoffe abzielen. Über eine Web-Anwendung sollen Vergleiche mit bekannten Sequenzen erleichtert werden. Auch eine regionale Verortung von Mutationen ist möglich.

Solche Daten sind nur die halbe Miete. Ob neue Varianten kontagiöser sind, zeigen erst epidemiologische Studien. Neue Publikationen befassen sich mit dem Effekt von B.1.1.7 (Frampton D et al., Graham MS et al.). Die Ergebnisse legen eine höhere Transmission nahe, geben aber keine Hinweise auf einen schwereren Verlauf von COVID-19. Bislang hatte es die Vermutung gegeben, dass B.1.1.7 mit einer höheren Mortalität in Verbindung steht.

Beide Studien wurden letzten Winter in London und Südengland durchgeführt. In den Regionen verbreitete sich B.1.1.7 damals rapide. Bei der 1. Arbeit bestimmten Forscher in Kliniken die Viruslast von Infizierten und erfassten den Schweregrad von COVID-19 bzw. die Zahl an Todesfällen. Sie fanden anhand der Ct-Werte eine höhere Viruslast, klinisch aber keine höhere Mortalität als beim Wildtyp. Bei der anderen Studie meldeten Patienten Symptome über eine App. Sequenzdaten kamen mit hinzu. Auch hier zeigte sich kein signifikanter Unterschied.

?Gut gemachte Sequenzierungs-Studie aus London bestätigt, dass die B.1.1.7-Variante deutlich ansteckender ist und daher auch mehr Jüngere trifft?, kommentiert der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Dr. Karl Lauterbach auf Twitter. Er bezieht sich auf die Arbeit von Frampton und Kollegen. Lauterbach weiter: ?Die erhöhte Sterblichkeit der Bristol-Studie bestätigte sich nicht. Das ist ein gutes wie überraschendes Ergebnis.?

Zur wissenschaftlichen Kontroverse schreibt der Experte: ?Einige Wissenschaftler kommentieren: Da nur Hospitalisierte ausgewertet (worden sind), sei die Aussage, B.1.1.7 sei nicht tödlicher, unbelegt, da B.1.1.7 die Wahrscheinlichkeit der Hospitalisierung erhöhen könnte. Die Autoren halten dagegen, dass dann auch Sterblichkeit bei Hospitalisierten ansteigen müsste.?

Johnson & Johnson: Impfungen in USA pausiert, Start in der EU verschoben
Für Aufregung sorgten gestern neue schlechte Nachrichten zur Vektor-Vakzine von Johnson & Johnson, durch die man auf eine Beschleunigung der Impfkampagne gehofft hatte, weil sie nur einmal gegeben werden soll.

Nachdem ? wie Medscape berichtet hat ? bereits die EMA am Freitag angekündigt hatte, 4 Berichte über thromboembolische Ereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung zu prüfen, haben nun in den USA die FDA und die CDC angekündigt, das Vakzin momentan nicht weiter einzusetzen. Laut FDA sind in den USA bereits 6,8 Millionen Dosen verabreicht worden; man prüfe derzeit 6 Berichte über schweren Thrombosen. Am heutigen Mittwoch wollen Experten der US-Zulassungsbehörde das weitere Vorgehen besprechen.


Originalbeitrag erschienen bei Medscape

... link (31 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 8. April 2021
AstraZeneca-Impfstoff: Warum die EMA ihre Zulassung nicht einschränkt ? und wie die STIKO argumentiert
Michael van den Heuvel, Medscape



Der COVID-19-Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca bleibt in der Diskussion: ?Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz PRAC der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA hat bestätigt, dass die Vorteile des AstraZeneca-Impfstoffs zur Prävention von COVID-19 möglichen Risiken überwiegt?, hatte ? wie berichtet ? EMA-Direktorin Emer Cooke bei einem Pressegespräch gestern verkündet.

Künftig sollen jedoch Blutgerinnsel als seltene Nebenwirkung in den Packungsbeilagen bzw. in den Fachinformationen aufgeführt werden. Weitere Einschränkungen bei der Anwendung, etwa bezüglich der Altersgruppen, in denen der Impfstoff verwendet wird, macht die EMA dagegen nicht [1]. Dagegen hat die STIKO angekündigt, bei Ihrer Empfehlung des Impfstoffes nur für Menschen ab dem 60. Lebensjahr zu bleiben. Der STIKO-Vorsitzende Prof. Dr. Thomas Mertens hat dieses Vorgehen begründet.

Mehr Nutzen als Risiken
Cookes Argumentation: COVID-19 verursache immer noch tausende Todesfälle. ?Der Impfstoff ist nachweislich hoch wirksam, um COVID-19 zu verhindern.? Hospitalisierungen könnten verhindert und Leben gerettet werden. ?Alter, Geschlecht oder Gerinnungsstörungen in der Vorgeschichte konnten nach derzeitigem Kenntnisstand nicht als spezifische Risikofaktoren bestätigt werden?, erläuterte die EMA-Direktorin als Bgründung, warum keine Einschränkungen bei der Anwendung gemacht würden. Vielmehr seien Thrombosen in allen Altersgruppen, bei Frauen und bei Männern, beobachtet worden.

?Eine plausible Erklärung könnte sein, dass es zu einer Immunreaktion gegen den Impfstoff kommt, was zu ähnlichen Auswirkungen führt wie eine seltene Nebenwirkung der Heparin-Gabe, die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT)?, ergänzte Cooke. Sowohl Ärzte als auch Patienten sollten über Symptome informiert werden, die bis zu 2 Wochen nach der Impfung mit Vaxzevria® auftreten könnten.

Alter, Geschlecht oder Gerinnungsstörungen in der Vorgeschichte konnten nach derzeitigem Kenntnisstand nicht als spezifische Risikofaktoren bestätigt werden. Emer Cooke
Die EMA fand bis zum 22. März 2021 in der EU-Datenbank zur Arzneimittelsicherheit (EudraVigilance) Berichte über 62 Patienten mit zerebraler Sinusvenenthrombose und 24 Patienten mit einer Thrombose venöser splanchnischer Gefäße. Insgesamt gab es 18 Todesfälle. Die Informationen stammen hauptsächlich aus Spontan-Meldesystemen des EWR und des Vereinigten Königreichs. Rund 25 Millionen Menschen haben das AstraZeneca-Vakzin inzwischen erhalten.

Deutschland: AstraZeneca-Vakzin nur bei Menschen über 60
Wie auch Deutschland empfehlen inzwischen mehrere Länder den Impfstoff nicht mehr für jüngere Menschen. Die britische Impfkommission hat gestern ebenfalls verkündet, dass sie das Vakzin nur noch bei Menschen über 30 Jahren einsetzen will. Nach Angaben der britischen Medicines and Healthcare products Regulatory Agency habe es bislang 79 Fälle von seltenen Blutgerinnseln in zeitlichem Zusammenhang mit Vaxzevria® gegeben, meist bei jüngeren Menschen. 19 Personen seien gestorben. Alle Berichte kommen aus Großbritannien, das nicht mehr Teil des EWR is

... link (1 Kommentar)   ... comment


Dienstag, 6. April 2021
Rund 60.000 Todesfälle weltweit wären vermeidbar: Plädoyer für COVID-19-Impfungen vor planbaren Eingriffen
Von Andrea Hertlein


Durch eine Impfung gegen SARS-CoV-2 kann das postoperative Sterberisiko in Zusammenhang mit COVID-19 deutlich gesenkt werden. Das belegt eine Studie des Forschungsnetzwerks COVIDSurg unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen. Grundlage waren Daten von über 56.000 Patienten. Den Autoren zufolge sollten Patienten, die auf einen planbaren, aber erforderlichen Eingriff warten, bei Impfungen priorisiert werden. Alle Ergebnisse sind im British Journal of Surgery erschienen .

COVID-19: Mortalität nach OPs um das 4- bis 8-Fache erhöht
Laut der Erhebung infizierten sich weltweit 0,6% bis 1,6% aller Patienten während oder kurz nach einer geplanten Operation mit SARS-CoV-2. Dadurch erhöht sich ihr Mortalitätsrisiko während des 1. Monats postoperativ um das 4- bis 8-Fache. Speziell bei älteren Personen ab 70 Jahren steige die Sterblichkeitsrate auf 12% an, nach Eingriffen wegen einer Krebserkrankung sogar noch weiter, so die Autoren.

Basierend auf Risiken, denen chirurgische Patienten ausgesetzt sind, berechneten sie den potenziellen Nutzen einer COVID-19-Impfung vor geplanten Operationen. Primärer Endpunkt war die Anzahl der benötigten Impfungen, um einen COVID-19-bedingten Todesfall innerhalb eines Jahres zu verhindern.

Rund 60.000 Todesfälle wären vermeidbar
Insbesondere bei älteren Patienten über 70 oder bei Patienten, deren Eingriff sich aus medizinischen Erwägungen nicht verschieben lässt, könnten Todesfälle durch eine entsprechende Impfpriorisierung vermieden werden, berichtet die Uniklinik Tübingen. Den Berechnungen der Forscher zufolge müssten, basierend auf gemittelten globalen Inzidenzraten von 2020, insgesamt 1.840 Personen über 70 Jahren oder 351 gleichaltrige Patienten speziell vor Tumoroperationen geimpft werden, um 1 Todesfall durch COVID-19 zu vermeiden.

Entsprechende Daten sollten deshalb von politischen Entscheidungsträgern aufgegriffen werden, um chirurgische Patientinnen und Patienten für COVID-19-Impfungen zu priorisieren? Prof. Dr. Alfred Königsrainer
Die Studienautoren gehen davon aus, dass durch eine globale Impfpriorisierung von Patienten vor operativen Eingriffen weltweit etwa 60.000 Todesfälle weniger zu verzeichnen wären. ?Entsprechende Daten sollten deshalb von politischen Entscheidungsträgern aufgegriffen werden, um chirurgische Patientinnen und Patienten für COVID-19-Impfungen zu priorisieren und den Rückstand an planbaren Operationen sicher abzuarbeiten?, betont Prof. Dr. Alfred Königsrainer. Er ist Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie und hat die Studie geleitet.

Speziell in Ländern mit geringem oder niedrigem mittlerem Einkommen, in denen sich Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht flächendeckend umsetzen ließen, würden bei dieser Strategie weniger schwere Erkrankungen und Todesfälle auftreten.

Dieser Artikel ist im Original erschienen auf Univadis.de.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Cortison Standardmedikament in der klinischen Behandlung von Covid 19
Die SARS-CoV-2-Pandemie ist noch lange nicht vorbei ? laut Robert Koch-Institut (RKI) befindet sich Deutschland mitten in der 3. Welle. Politiker setzen vor allem auf den Lockdown, auf Tests sowie auf Impfungen. Doch wie ist eigentlich die Lage bei Pharmakotherapien gegen COVID-19?

?Ich denke, ein Fortschritt ist da?, sagt Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, bei einem Presse-Briefing des Science Media Center Germany . ?Aber es ist keineswegs so, dass es eine Erkrankung ist, die wir heute sehr, sehr gut behandeln können, wenn mal ein intensivpflichtiger Verlauf eingetreten ist.?

Kluge: ?Ich sage mal aus meiner Sicht, 95 Prozent der Medikamente sind in Studien durchgefallen, wahrscheinlich sind es sogar 99 Prozent.? Man dürfe nicht zu optimistisch sein, ?das? Medikament zu finden, welches die Mortalität beatmeter Patienten von derzeit 40% auf 5% reduziere. Laut einer Übersicht des Verbands forschender Arzneimittelhersteller befinden sich ?mehrere hundert? Wirkstoffe in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung.

Ich sage mal aus meiner Sicht, 95 Prozent der Medikamente sind in Studien durchgefallen, wahrscheinlich sind es sogar 99 Prozent. Prof. Dr. Stefan Kluge
Bessere Prognose auf Intensivstationen ? aber kein Durchbruch
Die gute Nachricht: Es gebe Hinweise, dass sich die Mortalität in allen europäischen Ländern verringere, sagt Kluge. ?Wir haben gelernt, dass wir nicht zu früh invasiv, also mechanisch beatmen sollten. Dass wir immer versuchen, den Patienten mit anderen Maßnahmen etwa mit der Sauerstofftherapie und der Maskenbeatmung zu stabilisieren.?

Pharmakotherapien hätten dazu ebenfalls beigetragen. ?Wir haben bei den Medikamenten sicherlich gelernt, dass viele dieser Patienten doch Thrombosen haben: bei bis zu 30, 40 Prozent der COVID-19-Patienten, wenn sie im Krankenhaus sind, findet man Thrombosen, sodass sich der Ansatz der Blutverdünner mit Heparin bewährt hat?, berichtet Kluge.

Er verweist auf die Leitlinie zur stationären COVID-19-Therapie ? anfangs noch S1, mittlerweile in der höchsten Entwicklungsstufe S3. Etliche Wirkstoffe seien bewertet worden, etwa Dexamethason bei beatmungspflichtigen Patienten. Den Benefit habe man in vielen Studien gesehen, so Kluge.


?Das war am Anfang der Pandemie überhaupt nicht klar, weil es bei anderen Virus-Erkrankungen wie zum Beispiel der Grippe eher nachteilige Effekte hatte: dass das Kortison bei diesen schwerkranken Patienten doch wirklich in vielen Studien zu einer Verminderung der Sterblichkeit geführt hat?, so der Experte. ?Und das ist das Standard-Medikament, was bei schwerem Verlauf von COVID-19 im Krankenhaus empfohlen wird.?

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 1. April 2021
Noch mehr Verdachtsfälle ? STIKO will AstraZeneca-Vakzin nur noch über 60-Jährigen geben, warum Experten dies begrüßen
Sonja Böhm, Medscape


Die Sinusvenen-Thrombosen nach der COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca (wir berichteten) haben in Deutschland jetzt doch Konsequenzen. Nachdem immer mehr Wissenschaftler und Institutionen in Deutschland sich gegen die derzeitige EMA-Empfehlung, die Impfungen für alle Bevölkerungsgruppen weiter zu empfehlen, positioniert hatten, hat die STIKO am gestrigen Abend die Altersempfehlung für die Impfung mit dem Vakzin verändert ? und sie erst für Menschen über 60 empfohlen.

Nicht mehr für Menschen im Alter bis 60
In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz informierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die in Deutschland nun veränderte Praxis. Weil inzwischen neue Verdachtsfälle von atypischen gefährlichen Thrombosen bekannt geworden sind ? Spahn bezifferte die Zahl auf derzeit 31 für die Bundesrepublik, 9 davon verliefen tödlich (bei rund 2,7 Millionen in Deutschland verimpften Dosen) ? und die meisten bei jüngeren Frauen aufgetreten sind, sollen nun vor allem über 60-Jährige das Vakzin erhalten.

Jüngere können sich den Impfstoff zwar auch spritzen lassen, aber nur nach ausführlicher Beratung, einer individuellen Risikoanalyse und vom Hausarzt ? falls der den Impfstoff bekommt. Diejenigen, die schon eine 1. Dosis der AstraZeneca-Vakzine erhalten haben, das sind rund 2 Millionen Menschen in Deutschland, sollen mit der Zweitimpfung warten, bis die STIKO über das weitere Vorgehen entschieden hat, etwa ob die 2. Impfung mit einer anderen Vakzine erfolgen kann.

Dass mit dem Hickhack um den AstraZeneca-Impfstoff Verunsicherung in der Bevölkerung ausgelöst werde, wollten beide nicht abstreiten. Merkel betonte aber auch, dass Offenheit und Transparenz, ?die beste Möglichkeit sind, mit einer solchen Situation umzugehen". Man könne aber eine gewisse Verunsicherung ?jetzt nicht einfach weg reden". Interessant daher die Reaktion der Kanzlerin auf die Abschlussfrage, ob sie selbst (sie ist 66) sich mit der Vakzine impfen lassen würde. ?Wenn ich dran bin, lasse ich mich impfen ? auch mit Astra Zeneca", lautete die (zu erwartende) Antwort.

Bei jüngeren Frauen ist ein komplizierter Verlauf einer COVID-Erkrankung so selten, dass die Chance der Vermeidung eines tödlichen Verlaufs durch die Impfung in der gleichen Größenordnung liegt wie das Risiko dieser seltenen Nebenwirkung. Prof. Dr. Bernd Salzberger
Schon vor der STIKO-Entscheidung hatten sich die Stimmen aus Wissenschaft und Klinik gemehrt, die auf eine Änderung der Impfempfehlungen gedrängt hatten. So äußerte sich z.B. auf Anfrage des Science Media Center Prof. Dr. Bernd Salzberger, Bereichsleiter Infektiologie, Universitätsklinikum Regensburg, eindeutig: ?Bei Frauen ist ein komplizierter Verlauf einer COVID-Erkrankung von vornherein seltener; bei jüngeren Frauen so selten, dass die Chance der Vermeidung eines tödlichen Verlaufs durch die Impfung bei Frauen ohne Komorbiditäten in der gleichen Größenordnung liegt wie das Risiko dieser seltenen Nebenwirkung.?

... link (1 Kommentar)   ... comment


Montag, 29. März 2021
Wird es jemals Herdenimmunität geben?
Lesenswerter Beitrag im Spiegel:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-warum-herdenimmunitaet-vielleicht-unmoeglich-ist-und-impfen-trotzdem-hilft-a-328abe87-b1af-46ab-bbb2-e10a129f5c5e?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

... link (0 Kommentare)   ... comment


200 falsch positiv, 8 entdeckt, 2 übersehen ? warum Kinder- und Jugendmediziner Massen-Schnelltests skeptisch sehen
Ute Eppinger, Medscape



Aktuell sind in verschiedenen Bundesländern Massen-Tests an Schülern und Lehrpersonal geplant, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. Dass dabei der Teufel im Detail steckt und Schnelltests für Kinder und Jugendliche sinnvoll und richtig angewendet werden müssen ? darauf weisen jetzt die Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin (DGKJ) und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in ihrer Stellungnahme hin [1].

Die ? verglichen mit der PCR ? geringere Sensitivität der Schnelltests und auch die bei einer geringen Prätest-Wahrscheinlichkeit herabgesetzte Spezifität müssten berücksichtigt und positive Ergebnisse natürlich über Post-PCR-Tests abgesichert werden. ?Bei einer Wahrscheinlichkeit von über 96%, zwar im Schnelltest positiv im PCR-Kontrolltest aber negativ zu sein, ist eine umfassende Aufklärung über die Limitationen der Schnellteste vorher zwingend notwendig, bevor man anlasslose Massen-Schnellteste in Schulen und Kindertagesstätten einführt?, schreiben DGKJ und BVKJ in ihrer Stellungnahme.

Das Dilemma ist: Zum einen leiden Kinder und Jugendliche unter den aktuellen Bedingungen der Pandemie mit Kita-/Schulschließungen ganz erheblich und ihr Recht auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung ihrer Lebensbedingungen muss berücksichtigt werden. Zum anderen sind sie aber auch Teil des Infektionsgeschehens und können Infektionen weitertragen. Mit Hilfe der Tests lassen sich infizierte Personen identifizieren und frühzeitig isolieren.

Zwar könne das Konzept einer anlasslosen flächendeckenden regelmäßigen Testung an Schulen potenziell zur Verhinderung von Infektionsausbreitungen an Schulen beitragen, so die DGKJ, ?eine durchdachte umfassende Teststrategie mit Folgeabschätzung ist dabei aber unabdingbar?.

Nasenvorhof -und Gurgeltests müssen richtig durchgeführt werden
Der PCR-Test auf SARS-CoV-2 gilt als Goldstandard für den Infektionsnachweis, Schnelltests erkennen Eiweißbestandteile des Virus, sind aber weniger zuverlässig. Je höher die Viruskonzentration, umso verlässlicher das Testergebnis. Das gilt für beide Tests. Die Viruslast an der Rachen-/Nasenhinterwand ist am höchsten, ein solcher Abstrich sollte allerdings durch medizinisches Personal vorgenommen werden.

Für Kinder deutlich angenehmer sind die auch durch geschulte Laien durchführbaren Nasenvorhof- / Speichel- / Spuck- / Gurgeltests. Um dabei eine ausreichende Virusmenge zu bekommen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören u.a. Schnäuzen vor dem Nasen-Test, Räuspern vor dem Gewinnen von Material aus dem Mundraum, Nüchternheit, kein Zähneputzen. Die Herstellerangaben müssen genauestens beachtet werden inklusive der Anleitung zur Aufbereitung der Proben und Ablesezeit.

Auch seien mindestens 2 Tests in der Woche sind notwendig, um eine ausreichend sichere Aussage zur individuellen Infektionslage treffen zu können. Aus Sicht von DGKJ und BDKJ ist die Organisation von Schnelltesten in Schulen/Kitas zwar ?denkbar, aber zeitaufwändig, es muss dokumentiert werden, es ist datenschutzrechtlich nicht unbedenklich und es besteht eine erhöhte theoretische Infektionsgefahr des anleitenden Lehrpersonals?.

... link (1 Kommentar)   ... comment