Sonntag, 28. Juni 2020
Kosmisches Rätsel
Gravitationswellendetektoren haben 780 Millionen Jahre alte Schockwellen registriert (also von einem Objekt in 780 Millionen Lichtjahren Entfernung) die höchst erstaunlich sind: Ein Schwarzes Loch mit 23 facher Sonnenmasse ist mit einem Objekt kollidiert, das 2,6 fache Sonnemasse hat und damit für einen Neutronenstern zu massereich und für ein Schwarzes Loch zu massearm ist. Es könnte sich um den ersten Nachweis für eine hypothetische Kategorie von Sternenleiche "dazwischen" handeln, einen Quarkstern oder einen Gravastar.

Oder um etwas noch fremdartigeres, sozusagen außerhalb der bisherigen Physik. Wobei schon ein Quarkstern teilweise aus sogenannter seltsamer Materie besteht.

https://news.northwestern.edu/stories/2020/06/ligo-virgo-finds-mystery-astronomical-object-in-mass-gap/



https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ab961d

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Die Regenbogenfahne in Moskau
https://web.de/magazine/panorama/botschafter-trotzen-kremlkritik-regenbogen-aktion-34832164

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Samstag, 27. Juni 2020
Janis Joplin: Einfach, weil mir gerade danach ist
https://www.youtube.com/watch?v=dKrO4f96T1o

https://www.youtube.com/watch?v=N7hk-hI0JKw

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Freitag, 26. Juni 2020
Lebenslanges Lernen
Ich las gerade wieder einmal, lebenslanges Lernen sei heute absolut notwendig um voranzukommen, die Modernisierungsverlierer erkenne man daran, dass sie dazu nicht bereit seien. Auch wenn in diesem Satze so manche neoliberale Lebenslüge sich versteckt, zumindest kann ich sagen, dass ich ganz und gar nach der Prämisse des lebenslangen Lernens lebe.

Nach dem Abi Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Kunstgeschichte, dann Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und PUK studiert, dann PR-Referent einer Menschenrechtsorganisation, Reporter beim SPIEGEL, zurück an die Uni und fächerübergreifend in Geschichte und Politikwissenschaft zu einem anthropologiegeschichtlichen Thema promoviert, anschließend Fremdenführer auf einer Burg, dann Weiterbildung zum Onlinemediengestalter, anschließend Marketing Manager einer Software AG, dann Pressesprecher eines Baukonzerns, Weiterbildung Business English, Lehrer am Gymnasium, selbstständiger Druckgrafiker, Baufinanzierer, Ausbildung zum Versicherungsfachmann, inzwischen multipler Selbstständiger: Finanzberater, Dozent in der Erwachsenenbildung und Journalist. Zwischendurch auch noch Ratsherr.

Was kommt als Nächstes?

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Ich lebe seit 25 Jahren mit meiner Schlange Leila
und hole deswegen diesen alten Text hervor:

https://che2001.blogger.de/stories/437879/

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Was hat der Lockdown gebracht?
Eine erste Auswertung:

https://www.scinexx.de/news/medizin/corona-was-hat-der-lockdown-gebracht/


Das steht in sehr krassem Kontrast zu dem, was hier ein, nun sagen wir, ungewöhnlicher Kommentator die ganze Zeit verbreiten wollte. Das deutsche Krisenmanagement der Corona-Krise scheint im weltweiten Vergleich Spitzenklasse zu sein.

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Donnerstag, 25. Juni 2020
Medscape zum aktuellen Entwicklungsstand des COV2-Virus
Mehr als 100 Mutationen von SARS-CoV-2-Viren sind bekannt – diesen Effekt haben sie auf weitere Infektionen
Roland Fath

INTERESSENKONFLIKTE 25. Juni 2020
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Vom neuen Coronavirus SARS-CoV-2 sind bereits mehr als 100 mutierte Varianten bekannt. Mutationen helfen beim Nachverfolgen von Infektionsketten über Kontinente hinweg. Keine Evidenzen gibt es bisher dafür, dass Coronaviren im Verlauf der Pandemie schwächer oder pathogener geworden sind. Das berichten Experten bei einem beim virtuellen Press-Briefing des Science Media Center Germany [1].

Mutationen sichern das Überleben von SARS-CoV-2
Zum Hintergrund: Mutationen, eigentlich Fehler während der Reproduktion des Genoms, sind im positiven Sinne eine Lebensversicherung für die Spezies. Über Mutationen kann sich das Virus immer besser an den Wirt anpassen. „Es ist eine Evolution im Zeitraffer”, erklärt Dr. Andreas Bergthaler aus Wien. Er ist Leiter der Forschungsgruppe Virale Pathogenese und antivirale Immunantworten am Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM), Wien, und Leiter des Projektes Mutationsdynamik von SARS-CoV-2 in Österreich.

In meinen Augen ist das Virus schon gut angepasst und muss nichts unternehmen. Prof. Dr. Friedemann Weber
RNA-Viren, zu denen SARS-CoV-2 gehört, mutierten ständig, das sei ganz normal, sagte der Experte. Manche Mutationen seien genetische Einbahnstraßen, bei anderen hänge es von den Rahmenbedingungen ab, ob das Virus dadurch eventuell einen Selektionsvorteil hat.

Eine effiziente Transmission von Mensch zu Mensch sei für das Überleben von SARS-CoV-2 besonders wichtig, bestätigt Prof. Dr. Friedemann Weber, Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Gießen. Werde die Transmission zum Beispiel durch das Tragen von Masken erschwert, könne eine Abschwächung der Pathogenität ein Vorteil sein, weil dadurch das Virus mehr Chancen hat, längere Zeit unbemerkt zu bleiben.

Aktuell gibt es aber nach Einschätzung des Biologen für das Virus gar keinen Selektionsbedarf. „In meinen Augen ist das Virus schon gut angepasst und muss nichts unternehmen”, sagt Weber.

Mutation alle 2 Wochen
Seit dem Auftreten der ersten SARS-CoV-2-Fälle Ende des letzten Jahres haben Molekularmediziner weltweit Erstaunliches geleistet. Bereits in der ersten Januarhälfte 2020 wurde das Genom des Erregers entschlüsselt, und inzwischen wurden 40.000 bis 50.000 Genome von Coronaviren aus allen Teilen der Welt komplett sequenziert. Das berichtet Prof. Dr. Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien an der Universität Basel.

Entlang der Infektionsketten mutiert das Virus im Schnitt alle zwei Wochen.Entlang der Infektionsketten mutiert das Virus im Schnitt alle zwei Wochen”, sagte Neher. Das sei ein Durchschnittswert, manchmal seien laut den Genomanalysen auch drei Mutationen auf einmal und dann sechs Wochen keine möglich.

Die meisten Mutationen haben nach bisherigen Einschätzungen keine funktionellen Auswirkungen. Sie beeinflussen weder die Transmission noch die Virulenz des Erregers. Prinzipiell sei dies aber nicht auszuschließen, so die Experten. „Die Pandemiedauer von rund sechs Monaten ist zu kurz, um Auswirkungen einer einzelnen Gensequenz zu verstehen”, sagte Bergthaler.

Bislang keine Veränderung der Pathogenität
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat kürzlich erklärt, dass es bisher keine Hinweise für eine veränderte Pathogenität von SARS-CoV-2 gebe und auch kein Risiko bestehe, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe aufgrund von Mutationen rasch wieder unwirksam würden. Die Experten des SMC-Pressebriefings schlossen sich dieser Einschätzung an. „Das ist nicht meine primäre Sorge”, so Neher.

Eine Mutation mache in der Regel nicht gleich einen Impfstoff unwirksam, das gehe graduell und dauere ein paar Jahre. Viel wahrscheinlicher sind sogenannte Escape-Mutationen nach Angaben der Experten beim Einsatz sehr spezifisch wirkender Medikamente, die relativ schnell zu deren Unwirksamkeit führen könnten, etwa bei HIV.

Infektionsketten nachverfolgen
Den größten Nutzen bieten umfangreiche Daten aus Genomanalysen, um Infektionsketten zu verfolgen. Es gebe große Sicherheit, dass die Pandemie in Wuhan in China ihren Anfang genommen habe, sagt Neher.

Gleichzeitig sei der aktuelle SARS-CoV-2-Ausbruch in Peking vermutlich auf ein Wiedereinschleppen des Erregers aus Europa zurückzuführen. Im Genom der aktuell in Peking zirkulierenden Erreger wurde die D614G-Mutation nachgewiesen, die sich vor allem bei den in Europa verbreiteten Stämmen durchgesetzt hat.


„Die D614G-Mutation ist die bisher relevanteste“, erklärt Weber; sie habe den Erreger vermutlich stabiler gemacht. Chinesische Forscher berichten über erste Hinweise dafür, dass diese Mutation auch das Virus infektiöser mache. Ob auch die Pathogenität erhöht wird, ist unklar.

Im an der Universität Basel bereits seit einigen Jahren laufenden Forschungsprojekt „Nextstrain“ werden Stammbaum-Analysen von Virusgenomen, jetzt auch zu SARS-CoV-2, in Echtzeit interaktiv verfügbar gemacht. Dadurch werde die Diversität von Virusstämmen nachvollziehbar, berichtet Neher.

Das Projekt, in dem bisher auch Verläufe von Influenza-Epidemien untersucht worden seien, habe durch die Corona-Pandemie eine noch höhere Aufmerksamkeit bekommen. Nach den Daten zu weltweit zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten gebe es bisher keine eindeutigen Hinweise dafür, dass Erreger in Regionen mit hohen Fallzahlen, zum Beispiel Italien oder Großbritannien, infektiöser als in anderen Regionen seien, berichtete Neher.

Daten bestätigen allerdings die Einschätzungen, dass am Anfang der Pandemie in Europa viele SARS-CoV-2-Stämme aus Wintersport-Orten in andere Regionen weitergetragen wurden.

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Sonntag, 21. Juni 2020
Coronaboxen oder allein unter Frauen
Heute wieder zum Kickboxkurs gegangen, Schattenboxen mit 5 Metern Abstand. Auch die Duschen können wieder benutzt werden, darf halt nur immer eine Person gleichzeitig. Alles kein Problem. Nur dass ich eine Trainingspartnerin gerne küssen würde, aber Abstand halten muss ist eins. War übrigens heute der einzige Mann im Kurs, und die Boxerinnen, auch außer der speziellen, ach, hinschmacht.

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Samstag, 20. Juni 2020
Corona: Heilerfolge mit Ruxolitinib
https://www.giessener-allgemeine.de/hessen/krebs-medikament-corona-patienten-ruxolitinib-gibt-hoffnung-bemerkenswerter-erfolg-marburg-zr-13803806.html

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Freitag, 19. Juni 2020
Ironie
Nach meiner Dissertation hatte ich eine Weiterbildung zum Online-Mediengestalter gemacht, denn mit einem Doktor der Geistes- und Sozialwissenschaft ist ja heute kein Staat mehr zu machen. Entsprechend habe ich eigentlich eine hohe IT-Affinität, nur ist das schon nicht mehr die IT von heute. Wir lernten damals noch HTML und Javascript von Hand zu coden und Rechner zu reparieren. Ein Screen hat für mich 22 Zoll zu haben, ein Rechner ist ein Gerät, in dem man herumlötet, upgraden tut man indem man neue Chips einbaut. Ein Notebook ist ein Zweitgerät, und ein Handy ist zum telefonieren da.

Insofern bin ich IT-Profi auf dem Stand von vor 20 Jahren. Mit der ganzen Mikromobilwelt konnte ich mich nie anfreunden, wenn mir jemand eine Email aufs Handy schickt leite ich die an meinen Computer weiter, um sie auf einem vernünftigen Monitor lesen zu können. Whatsapp-Fotos werden per Kabel auf den Rechner übertragen. Und Fotos mache ich mit der Nikon oder der Canon. Ich habe Waipu-TV auf meinem Smartphone, käme aber nie auf die Idee, es zu nutzen. Die Vorstellung, auf einem so kleinen Gerät Filme zu sehen finde ich völlig absurd in einer Welt, in der die Fernseher immer größer werden und Surroundsound die Wohnzimmer erobert hat.

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