Sonntag, 10. Mai 2020
Frühlingserwachen 3
Seit meine große Schwester keine Todesangst vor dem Virus mehr schiebt spielt sie jetzt täglich Tennis. Und überhaupt habe ich das Gefühl, die sportlichen Aktivitäten von allen und jedem nehmen angesichts der Corona-Krise zu. Wenn ich es zeitlich hinbekomme werde ich auch jetzt viermal die Woche trainieren.

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Es haut den Förster aus dem Loden
im Stadtpark äsen Sauropoden.

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Möglicher Durchbruch bei der Behandlung von Covid 19
Schon länger hatte ich ja vermutet, dass der in Ostasien begangene Weg erfolgversprechend ist, nicht nur nach einem einzelnen Gegenmittel zu suchen, sondern fixe Kombinationen bereits vorhandener, bereits eingesetzter Medikamente zur Behandlung ganz anderer Krankheiten einzusetzen. In Hongkong ist es nun gelungen, eine halbwegs belastbare Erfolgsquote mit der Kombination Beta Interferon und zwei unterschiedlichen Virostatika zu erzielen.

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31042-4/fulltext


Wie sehr das weiterhilft bleibt allerdings noch zu klären: Bisher sind die Erfolge nur für milde bis mittelschwere Fälle nachgewiesen, wobei sich dann die Frage stellt, ob die überhaupt behandelt werden müssen, und dann gleich mit Hammermitteln wie Interferon.

Ob diese Therapie auch in schweren Fällen hilft und dann Menschenleben rettet bleibt also die eigentlich spannende Frage. Erfolge mit Chloroquin haben sich bisher als statistisch nicht verifizierbare Zufallstreffer erwiesen, es hat auch Tote durch Chloroquin gegeben, was nicht verwundert, wenn man weiß, dass eine der Hauptrisikogruppen Herzpatienten mit Bluthochdruck und Tachykardie sind und Herzrasen eine der Hauptnebenwirkungen von Chloroquin ist.

Anfang März, noch vor dem Lockdown in Deutschland, hatten Forscher u.a. vom Primatenzentrum in Göttingen ihre Hoffnung auf das nur in Japan eingesetzte Medikament Camostat gesetzt.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/110887/Pankreatitismittel-aus-Japan-stoppt-SARS-CoV-2-in-Zellkulturen

Nachteil von Camostat: Es muss in genau dem Augenblick verabreicht werden, in dem der Virusbefall sich von den oberen Atemwegen in die Lunge verlagert. Funktionieren tut das nur unter Kliniksbedingungen, die PatientInnen müssen sich unter stationärer Überwachung befinden, um diesen Zeitpunkt überhaupt feststellen zu können. Vor dem Befall der Lunge - oder anderer innerer Organe - ist aber von einem schweren Befall gar nicht die Rede, und die Betroffenen sind nicht in der Klinik. Eine möglicherweise erfolgreiche, aber nicht praktikable Therapie also, es sei denn man verabreicht ein auf dem Markt außerhalb Japans bisher gar nicht vorhandenes Medikament im Blindschuss prophylaktisch, ohne etwas über die Nebenwirkungen zu wissen. Fazit: Fortschritte werden gemacht, es eröffnen sich neue Perspektiven, aber es bleibt schwierig.

Möglicherweise ist eine Antikörpertherapie vielversprechend: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/braunschweiger-forscher-erzielen-erste-erfolge-bei-covid-19-behandlung-16757615.html

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