Dekadenz? Aber immer her damit!
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Axolotl Overkill
Inzwischen hat DRadio nochmal nachgelegt: Heute wurde von der 18.-Geburtstagsfeier der Helene Hegemann berichtet und davon, wie eine PR-Tante die Wogen zu glätten versuchte nach dem Prinzip "kommuniziert wird nicht". GAU. Aber die Entscheidung für den Literaturpreis wird nicht rückgängig gemacht. Als mir mal jemand eine Seminararbeit abgegeben hatte, in der einzelne Textpassagen auftauchten, die aus dem Netz kopiert waren hatte ich eine 6 gegeben. Aber das Fäuleton hält so etwas für preiswürdig....
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1126026/
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Blanker Hass
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BEATS AGAINST ALL BORDERS
Am Freitag, den 19. Februar 2010, ab 22 Uhr findet im Juzi eine
antirassistische Soliparty statt.
Gründe gibt es leider genug: FRONTEX und die Jagd auf Menschen im
Mittelmeer, rassistische Gesetze, Residenzpflicht, Lager,
Gutscheinpraxis, mangelnde medizinische Versorgung. Und jetzt aktuell
die bevorstehenden Deportationen der Roma ins Kosovo.
Antirassistische Arbeit kostet Geld – und aus diesem Grund findet BEATS
AGAINST ALL BORDER statt. Ein Teil des Geldes ist für die
Rechtsanwaltskosten für einen Asylantrag eines Menschen bestimmt, der
Rest wird für andere antirassistische Arbeit verwendet.
WER BLEIBEN WILL, SOLL BLEIBEN!
NO BORDER, NO NATION! STOP DEPORTATION !
Wann? Freitag, 19. Februar, ab 22 Uhr
Wo? JuZI Göttingen, Bürgerstr. 41, Göttingen [http://www.juzi.de/]
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Keine Leseempfehlung des Tages
Aufgrund eines zutreffenden Kommentars des Lebemanns habe ich hier das Kritiknetz entlinkt, das sich für mich vordergründig wie ein Forum zur Kritischen Theorie las, tatsächlich aber wohl eher die Ecke des adornitisch daherkommenden antideutschen Kulturalismus gehört.
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Das bizarre Verhalten in Dating-Communities
Ab und an habe ich Kontakte in Beziehungsanbahnungsportalen gesucht und bin dabei auf m.E. höchst merkwürdige Verhaltensweisen gestoßen. Da wurden schon Verbindungen abgebrochen, nachdem ich meine Telefonnummer, meine Email oder meinen Klarnamen bekannt gegeben hatte, weil ich damit die Diskretion meines Gegenübers verletzt bzw. Grenzen nicht eingehalten hätte. Habe ich den Schuss nicht gehört? Solche Communities sind dazu da, Kontakte für das Real Life herzustellen; auf eine Kontaktanzeige in der Printzeitschrift antwortet man normalerweise mit einem Brief, in dem man die eigene Telefonnummer mitteilt oder sich direkt zu einem Date verabredet. Wollen die Online-Daterinnen rein virtuelle Kontakte pflegen und wittern im Realtreffen die Begegnung mit dem Axtmörder?
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Wieviele HartzIV-Bezieher sind eigentlich FDP-Mitglieder?
Oder meinetwegen auch solche ohne Glied?
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Ist das Asylbewerberleistungsgesetz verfassungswidrig?
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Those fucking runabouts
Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit das Gleiche: Das Verkehrsleitsystem gibt eine Richtgeschwindigkeit von 80 km/h vor, und die 40Tonner überholen mit 120, PKWs hupen mich an, weil ich zu langsam, d.h. 9-100 fahre und jagen ihrerseits mit 140 über die verschneite Piste. Abgesehen davon, dass man mit Winterreifen gar nicht schneller als 120 fahren darf will im Falle eines Unfalls natürlich niemand schuld gewesen sein. Ansonsten bin ich ja alles andere als ein Freund großer Polizeinsätze, aber hier täte es sich mal lohnen, genug Einsatzkräfte zusammenzuziehen und jeden Geschwindigkeitsüberschreiter zu blitzen oder bei mehr als 20 km/h zu schnell gleich rechts ran zu winken. Auch wenn das bedeutet "alle LKWs" und "60% aller PKWs".
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Solidarität bleibt eine Waffe
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Ice Age
Die Kälte hat mittlerweile zahlreiche größere Vögel in die Stadt getrieben, weil sie hier bessere Überlebenschancen haben. Bei uns im Garten habe ich schon einen Falken gesehen, heute morgen kreiste ein paar Großgreifvögel über der Nachbarschaft, und auch zwei beachtlich große Möwen (oder sind das gar Sturmvögel) sitzen nebenan im Stadtwald. Dass aber dieser Ahnherr der Vögel Eis ansetzt finde ich schon witzig;-)

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Seltwürdige Fragen
Da frug mich doch eine Kollegin, ob ich Kinder hätte, und als ich verneinte, frägte sie wieso nicht. Das war nun kein verkappter Normalisierungsangriff, sondern echtes Interesse, aber ist es denn tatsächlich ein verallgemeinerbarer Durchschnittszustand, dass Leute in meinem Alter bekindert sind? Und was antwortet man da - ob es Kinder gerade günstig im Discount um die Ecke gäbe?
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Immer her mit der römischen Dekadenz!
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Abschiebungswelle läuft - es kann etwas dagegen getan werden
Ich zitiere einen Beitrag aus dem Göttinger Tageblatt:
Göttinger Tageblatt vom 05.02.2010:
Initiativen machen mobil gegen Abschiebepraxis
Roma fürchten im Kosovo um ihr Leben
Viele der zumeist vor mehr als zehn Jahren während des Balkankrieges nach Deutschland geflüchtete Roma stehen unmittelbar vor der Abschiebung in den Kosovo. Sie haben dort häufig keine Verwandte mehr, keine Perspektive und zudem Angst vor erneuter Verfolgung. Göttinger Initiativen sehen in dem Vorgehen der Bundesrepublik einen "Skandal" und eine Verletzung von Menschenrechten.
In Stadt und Landkreis leben etwa 500 geduldete Flüchtlinge, die nach Abkommen zwischen der Bundesrepublik und der Republik Kosovo bis 2010 in das Kosovo zurückgehen sollen. Nach Angaben von Bastian Wrede vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat sind in Niedersachsen zwischen 3500 und 5000 Menschen betroffen.
Laut Arbeitskreis Asyl stehen 64 Roma aus Stadt und Landkreis auf der sogenannten Rückführungsliste. Sie haben keine Duldungsverlängerung mehr bekommen und müssen jederzeit mit der Abschiebung rechnen.
Zu ihnen gehört auch Sead Barisa aus Duderstadt. Der 25-Jährige, der als 14-Jähriger nach Deutschland kam, soll gehen. Da er dreimal gegen die sogenannte Residenzpflicht verstoßen hat, kann er aus Sicht der Behörden kein Bleiberecht mehr bekommen. Er gilt als Straftäter, weil er beispielsweise einmal mit dem Freund zur Disco nach Worbis fuhr, ohne zu wissen, dass er den Landkreis verließ. Er arbeitete zeitweise im Göttinger Klinikum, durfte aber nicht nach Göttingen ziehen. Sein Vater Fadil wird noch wegen seiner kranken Frau geduldet. Seine Schwester und ihre sechs Kinder seien umgekommen und sein Haus sei verbrannt, sagte Fadil Barisa gestern in Göttingen. Er will aus Angst auf keinen Fall nach Pristina zurück. "Lieber im Zelt in Deutschland als in einer Villa im Kosovo."
Die Göttingerin Dulijeta Tahiri bangt um ihren Mann, der kurz vor ihrer Hochzeit abgeschoben wurde. Das Aufgebot war bereits bestellt. Nach illegaler Wiedereinreise sitzt er derzeit in Kassel in Abschiebehaft. Er sei mitten in der Nacht verhaftet worden. Ihre zwei kleinen Kinder stünden noch unter Schock. Ihr Mann habe sich im Kosovo weder registrieren können, noch habe die Polizei eine Anzeige von einem Roma aufnehmen wollen, weil er bedroht worden sei.
Mit kurzfristigen Duldungen gebe es keine Arbeit, und ohne Arbeit gebe es kein Bleiberecht, beklagte Kaja Schellenberg vom Göttinger Projekt "Fairbleib". "Da beißt sich die Katze in den Schwanz." "Es ist skandalös, was geschieht", findet Pastor Peter Lahmann. "Uns bleibt nur der Appell an Politik und Zivilgesellschaft, als Menschen mit Verantwortung durch die Vergangenheit", so Wrede. Selbst Deutsche könnten derzeit die Bedingungen für ein Bleiberecht nicht erfüllen. Am Dienstag startet der nächste Abschiebeflug in den Kosovo. Von Gerald Kräft
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Die Torfbombe
Ach, Hochgenuss, ach! Genieße gerade einen Bruichladdich (und einen 21 Jahre alten Glenfarclas). Vor dem Schädel am Morgen wie auch gegen Erkältung schützen tut eine Mischung aus gehacktem Ingwer, ebenfalls gehackten Peperoni, Piri-Piri, Zitronensaft, Knoblauch und Zucker, zu essen mit dem Löffel.
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Der Heimslang
gerade wieder auf einem Familientreffen gewesen und festgestellt, dass viele Ausdrücke, die in unserer Sippschaft so gebräuchlich sind im heute aktiven Wortschatz anderswo schon gar nicht mehr vorkommen, Begriffe, die während meiner Kindheit in den Sechziger und Siebziger Jahren noch weit verbreitet waren. Zum Beispiel kekhalsig, Beist, Lodderbast, Jetzt schlägts 13, spornstreichs, dufte, knorke, du bist ja´n Happen detsch, Dösbaddel, auf dem Kieker, Klafalle, Spökenkieker, Molle bzw. mit Mollen schütten, eine Packe Bratschen. Kennt man diese Ausdrücke noch?
P.S.: Eine Packe Bratschen kenne ich sogar in der englischen Übersetzung, in beiden möglichen Versionen;-)
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Sic transit....
Der edelste Schrank, jener aus Massivholz mit Nußbaumfurnier und Intarsien, in denen Rosenholz und Perlmutt verarbeitet wurden steht auf dem Speicher, wo das Gerümpel lagert. Das sollte ich vielleicht mal ändern.

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Der Schrank
Er ist sicher ziemlich altmodisch und ein wahrhaftig dicker Klotz, und völlig out of time. Zur Unterbringung großer Bücher- VHS- und DVD-Mengen aber genau das Richtig, besser als all die Regale, in denen bei mir die Bücher dreigestaffelt hintereinander stehen.

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Arktische Zeiten
Bei mir auf dem Hof stapeln sich die übereinander geschichteten Eisschollen - und das mit der Arschkälte soll so weitergehen. Nun ja, ich bin gewappnet. Im Zweifelsfall hilft das Zwiebelbekleiden. Das kenne ich von Bergtouren im Winter bzw. auf Viertausender in den Westalpen und vom Expeditionsbergsteigen: Eine lange Unterhose, darüber eine lange Radlerhose, die bis zu den Knöcheln reicht, darüber die Trekkinghose, darüber eine Regenhose. An die Füße Skisocken bis zu den Knien, darüber Übersocken, darüber Plastikmülltüten, darüber Schwerbergstiefel, darunter Steigeisen. Langärmeliges Searsuckerhemd, darüber Holzfällerhemd, darüber Fleecepullover, darüber Outdoorjacke. Auf den Kopf eine gefütterte Skimütze über den Plastikhelm. Wer solche Bekleidungsgewohnheiten kennt, den schreckt keine Winterkälte;-)
Und tatsächlich konnte ich sogar Outdoorgerät wie Eispickel und Klappspaten schon sinnvoll einsetzen.
Btw: Und die richtigen Extrembergsteiger tragen dann Expeditionsstiefel, die wie Abwärtslaufstiefel mit Profilsohle aussehen und über Finessen verfügen wie Laminatschaft und Sohlenheizung (Modelle mit einem Gewicht von 2,5 kg pro Stiefel heißen "ultraleicht") und tragen darunter Neoprensocken. Die Hersteller weisen darauf hin, dass bei Höhen über 7000 m das einwandfreie Funktionieren nicht mehr garantiert werden kann. Na dann.
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Auch eine kleine Mahlzeit kann mit Stil gegessen werden
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Brutalstmögliche kapitalistische Ausbeutung in einem sich "kommunistisch" schimpfenden Staat
Wenn der Stalin´sche GULAG und Weltmarktkapitalismus sich begegnen, kommt eine wahrhaft grausliche Mischung heraus. Die nette Bitch hat es mit gewohnt scharfer Zunge (oder Feder oder Tastatur, oder auch der Tastatur einer scharfen Frau) auf den Punkt gebracht:
http://netbitch1.twoday.net/stories/6149065/
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