Donnerstag, 27. Dezember 2018
Pink Rose of Cairo oder der schwule Islam
Ständig ist in der Bloggosphäre von der Homophobie und dem Sexismus des Islam die Rede. Hier müsste allerdings eigentlich sehr zwischen Islam und Islamismus unterschieden werden. Denn der Islam an sich ist weit weniger homophob als das Christentum. In islamistischen Staaten wie dem Iran werden Schwule öffentlich an Baukränen aufgehängt, es ist aber noch nicht lange her dass Homoerotisches Auftreten unter Männern in islamischen Ländern zum guten Ton gehörte. Der politische Islamismus wiederum ist kaum älter als 40 Jahre, er ist ein Kind der sozialen Umbrüche der 1970er, des Niedergangs des arabischen Nationalismus und der Revolution im Iran sowie der Radikalisierung des Wahabismus in Saudi-Arabien.

Als ich 1989 zum ersten Mal nach Ägypten kam hatte ich das Gefühl das das Land ein Schwulenparadies sei: Überall die lächelnden Männer die eingehakt oder Hand in Hand gehen, die Anrede „Darling“ hatte ich auch sehr bald.

In arabischen Cafes ist es völlig normal, wenn Männer auf dem Diwan miteinander schmusen (oder es war 1989-1996 normal, ich weiß nicht wie das heute ist), Händchen haltende Männer sind im Straßenbild Kairos oder Assuans eine Selbstverständlichkeit. Arthur Koestlers „Diebe in der Nacht“ vermittelt den Eindruck dass das auch schon zur Zeit der jüdischen Landnahme in Palästina so war. In der Generation meines Vaters gehörte „Fahren wir nach Kairo in den Männerpuff?!“ zu einer der Standard-Stammtischschweinereien, der arabische Orient und männliche Homosexualität waren eindeutig miteinander konnotiert.

So war ich dann überrascht, dass dieser homophile Umgang von arabischen Männern untereinander von eigentlicher Homosexualität zu unterscheiden sei. Homosexualität beginnt nach dortigem Befinden erst wenn Geschlechtsverkehr stattfindet. Offen Schwule würden, obwohl Homosexualität in Ägypten nicht strafbar ist, dort durchaus verfolgt. Männer umarmen, Männer küssen, mit Männern schmusen in der Öffentlichkeit hätten auch damit zu tun dass Frauen aus dem öffentlichen Raum weitgehend verdrängt sind und Intimitäten unter Männern eine Lücke füllen. Zu einem befreundeten heterosexuellen Paar, das ständig in der Öffentlichkeit, z.B. im Bus am Knutschen war meinte Mohammed es läge nur an der ägyptischen Gastfreundlichkeit dass man sie ließe, handele es sich um ein einheimisches Pärchen hätte der Bus schon angehalten, sie wären an die frische Luft gesetzt und schlimmstenfalls gesteinigt worden.


Im traditionellen Islam gibt es eine starke schwule Tradition, Homosexualität unter Männern ist erst seit dem Sichdurchsetzen westlich geprägter Ordnungen verpönt bzw. seit dem Erstarken des Islamismus in Folge erst recht.
 

Ich zitiere aus der Wikipedia: „Nach Aussage des Islamwissenschaftlers Thomas Bauer ist der Islam mehr als tausend Jahre tolerant mit homosexuellen Menschen umgegangen. Bauer betont, dass sich in der arabisch-islamischen Kulturgeschichte zwischen 800 und 1800 „keine Spur von Homophobie“ feststellen lasse.[1] Aus der islamischen Literatur sind zahlreiche homoerotische Gedichte überliefert. Laut Bauer habe erst im 19. Jahrhundert der Westen im Zuge der Kolonialisierung den „Kampf gegen den unordentlichen Sex“ im Nahen Osten eingeführt. Vor dem Jahr 1979 sei in tausend Jahren kein Fall im islamischen Nahen Osten und in Nordafrika bekannt, in dem ein Mann aufgrund einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs mit einem anderen Mann strafrechtlich angeklagt worden sei.[1] Die Auffassung Bauers wird im Wesentlichen von Mounir Baatour geteilt, dem Vorsitzenden von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt: „In Tunesien ist Homosexualität erst seit 1913 unter Strafe gestellt: Es waren die Franzosen, die den entsprechenden Paragraphen 230 einführten. Als sie Tunesien kolonisierten, brachten sie ihre Homophobie mit. Dann sind sie wieder abgezogen, doch die Homophobie blieb... Im Islam gibt es keinen einzigen authentischen religiösen Text, der Homosexualität unter eine konkrete Strafe stellt.“


Es sollte allerdings vermieden werden, die Gesellschaften des Maghreb vor der Kolonisierung oder das Osmanische Reich in dieser Hinsicht zu romantisieren bzw. ihnen positive Aspekte gegenüber dem was dann kam abzugewinnen. Im Maghreb war das eine Sklavenhaltergesellschaft mit Haremshaltung, Piraterie und Sklavenhandel als ökonomischer Grundlage ganzer Staatswesen. Aber sie waren in moralischen, gerade auch sexualmoralischen Fragen wesentlich anders als heutige islamische Gesellschaften, eher antiken Auffassungen ähnlich, und das hat etwas damit zu tun wie Tradition und Moderne in diesen Ländern zusammenstießen. Eine gesetzliche Sanktionierung von Homosexualität in der Türkei gab es erst nach dem Ende des Osmanischen Reiches, weil das von Atatürk eingeführte neue Strafgesetzbuch das von Mussolini-Italien war. Damit behaupte ich nicht dass die Strafjustiz des Osmanischen Reiches besser gewesen wäre - sie war weitaus schlimmer als die Scharia und kannte Strafen wie Pfählung und Schinden, d.h. bei lebendigem Leib die Haut abziehen. Nur ist die in Gesetze gefasste Homophobie ein Kind des Westens, etwas das in der Sattelzeit mit einer spezifischen Form von Bio-Macht, die den Typus des weißen heterosexuellen patriarchalen disziplinierten arbeitenden Mannes zu positiven Norm formte erst erfunden wurde – und in den muslimischen Gesellschaften in der Nachbarschaft heutzutage verfestigter auftritt als im Westen selbst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_im_Islam

http://lysis.blogsport.de/2008/07/15/coming-soon/


Elisabeth Décultot, Daniel Fulda (Hrsg.): Sattelzeit. Historiographiegeschichtliche Revisionen (= Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 52). Berlin: Oldenbourg Verlag 2016. ISBN 978-3-11-044968-6 Rezension auf hsozkult
Reinhart Koselleck: Einleitung, in: Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck (Hrsg.), Geschichtliche Grundbegriffe, Bd. 1, Klett Cotta, Stuttgart 1979, S. XV

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Seyran Ates geht voran
Die Idee einer Moscheesteuer ist der Versuch, den Islam in Deutschland zu normalisieren bzw. in die Gesellschaft zu integrieren und damit den unheilvollen Einflüssen von Kräften wie Ditib, den Moslembrüdern, saudischen Wahabiten und katarischen Salafisten zu entziehen. Es ist höchste Zeit dafür.

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Versuch, die Heilige Nacht vom Kopf auf die Füße zu stellen
Einen Stern von Bethlehem hat es nach dem Wissensstand der Astronomie nie gegeben, höchstens eine Konjunktion von Jupiter und Saturn. Hintergrund der "Jungfrauengeburt" war wohl die Tatsache, dass die 14jährige Maria bei der Hochzeit mit Josef bereits schwanger war und damit nach damaligem Gesetz zu Tode gesteinigt hätte werden müssen, wovor ihr Mann sie mit der Behauptung der Jungfräulichkeit rettete - signifikant auch für das Verhältnis des späteren Jesus zur Steinigung. Dieser wurde wahrscheinlich nicht in Bethlehem sondern in Nazareth geboren, Bethlehem war aber als Geburtsort des Messias angekündigt worden, ebenso gutes Marketing wie das Datum des Geburtstags, mit dem Wintersonnwende und das Geburtsdatum des persischen Sonnengottes Mithras zusammenfallen.

---- Jenseits solcher historischer Fakten liegt der eigentliche Wahrheitsgehalt des Christentums. Jesus, der zeitlebens Jude war, hat sich im Gegensatz zu allen bisherigen jüdischen Propheten, die stets sich an die Eliten, Klerus und Hochadel wendeten auf das einfache Volk bezogen, insbesondere die Ärmsten der Armen. Damit war er der erste proletarische Prophet. Die Botschaft der allgemeinen Menschenliebe, es war eben nicht nur Nächstenliebe und des Nichtakzeptierens vorhandener Hierarchien verband sich mit der Stoa und dem Römischen Bürgerrecht zur Basis von allem, was später Humanität und Menschenrechte begründete. Kein anderes Denksystem dieser Zeit brachte Vergleichbares hervor. Die Verbindung aus Buddhismus und Hellenismus im Graeco-Baktrischen Reich, später Kuschanreich hätte das auch schaffen können, schaffte das aber nicht. Die Bedeutung des Christentums liegt in dem geistigen, zivilisatorischen Kick, den es der Welt außerhalb seiner ursprünglichen theologischen Bezüge verpasste.


Randbemerkung: Das Matthäusevangelium entstand zur Zeit Neros in Rom, und eines der bedeutendsten Ereignisse zu seiner Zeit war der Empfang des neuen armenischen Königs Tiridates durch Nero, der von persischen Sterndeutern begleitet wurde und aufgrund des Erscheinens eines Kometen zum König ausgerufen worden war. Es kann also gut sein dass der Stern von Bethlehem ein reiner Marketinggag gegenüber den Zeitgenossen war.

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Montag, 24. Dezember 2018
Frohe Weihnachten!
Das wünsche ich allen, die hier lesen.

https://www.youtube.com/watch?v=8LZpBjnOMYY


https://www.youtube.com/watch?v=EK5mPuAcbh0

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Powertraining!
Samstag abend gemeinsam mit dem G. die Mägen für die Festtage trainiert: Hummer, Austern und Whiskey. Am Sonntagvormittag dann die Sünden des Vorabends ausgeglichen - eine Stunde Laufen, dann Gerätetraining, dann eine Stunde Kickboxen. Unser Trainer war so lustig, nach den ersten 10 Liegestützen auf die Idee zu verfallen, dass wir die nächsten 10 einarmig zu absolvieren hätten. Dann serious fighting. Mein Muskelkater wird morgen wahrscheinlich weder schnurren noch miauen, sondern fauchen -wenn das nicht schon ein wahrer Muskelluchs oder gar Muskeltiger werden wird. Dann ist Weihnachten.

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Samstag, 22. Dezember 2018
Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche.

Einer der größten Satiriker und Humoristen ist von uns gegangen. Es ist die unerbitterliche Schaffenskraft, der wir die verwegene Stunde danken. Oder, wie Adorno zu Thomas Mann sagte, ja ja, die Musik. Ach, soll doch der verblichene Bernstein dieses Lob selber zu Ende hudeln.

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Freitag, 21. Dezember 2018
Wo jo@chim Recht hat hat er recht oder warum Dobrindt nicht zu Deutschland gehört
Die Welt weiß dass Jo@chim und ich keine Freunde sind. Trotzdem ist diesem Beitrag hier zuzustimmen, und es ist eine Polemik die ich gerne lese:

http://www.antibuerokratieteam.net/2018/03/21/dobrindt-gehoert-nicht-zu-deutschland/

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Dienstag, 18. Dezember 2018
MdB Filiz Polat zum Thema Flucht und Migration im Bundestag
UN Pakte für Flüchtlinge und Migrant*innen

Der UN-Migrationspakt und der UN-Flüchtlingspakt standen in den letzten Wochen stark im Fokus der Öffentlichkeit. Die AfD nutzte jede Gelegenheit, um ihr verschwörungstheoretisches Narrativ zu verbreiten. Nicht zuletzt mit ihrer Massenpetition, die mittlerweile leider über 100.000 Mitzeichner*innen erhalten hat. In drei Reden verteidigten Agnieszka, Filiz und Luise den Multilateralismus und die Bedeutung des Pakets für die Rechte von Migrant*innen und geflüchtete Menschen.



Fachkräfte-Einwanderungsgesetz

Die große Koalition hat sich auf einen ersten Referentenentwurf für ein Fachkräfte-Einwanderungsgesetz verständigt, welches ein Formelkompromiss ist, wie er im Buche steht. Es werden Einwanderungswege gezeichnet, die so verbaut sind und so unbegehbar gemacht werden, dass kaum jemand darüber kommen kann. Wir Grünen im Bundestag fordern bereits seit Jahren ein unbürokratisches und transparentes Einwanderungsgesetz (mehr dazu auf der Fraktionsseite). Den „Spurwechsel“ sucht man sogar vergeblich. Im Gegenteil wird neben der Ausweitung von Arbeitsverboten die Ausbildungsduldung (3+2 Regelung) verschärft und eine Beschäftigungsduldung geschaffen, die eher Unsicherheiten produzieren wird, statt Perspektiven für Geduldete aufzuzeigen. Wir Grünen haben deshalb einen Vorschlag vorgelegt, der ein wirksames Bleiberecht für Geduldete ermöglicht. Jetzt ist es an der Bundesregierung und auch den Bundesländern zu zeigen, dass es hier tatsächlich um Lösungen geht (hier geht es zur PM).



Gründung einer Parlamentsgruppe Seenotrettung

Abgeordnete aller fünf demokratischer Fraktionen im Bundestag folgten Luises Einladung zur Gründung einer Parlamentsgruppe „Seenotrettung“. Angesichts der in jüngster Vergangenheit häufig unsachlich und destruktiv geführten Diskussion um das Thema, bei gleichzeitiger Relevanz aufgrund der anhaltenden Dramatik auf dem Mittelmeer, war dies der Versuch, diesem ernsten Thema ein Forum zu bieten. Luise leitet und koordiniert die Gruppe, die sich bei ihrer konstituierenden Sitzung zum Ziel gesetzt hat, abseits aller politischen Unterschiede, sich in regelmäßigen Abständen diesem wichtigen Thema zu widmen und dazu aktiv zu werden und alle relevanten Akteure auf dem Mittelmeer einen Gesprächsrahmen mit Abgeordneten zu bieten.



Änderung des Asylgesetzes

Am 09.11.2018 befassten wir uns in einer Sachverständigenanhörung und im Plenum erneut mit dem Gesetzesentwurf zur Änderung des Asylgesetzes der GroKo, mit der die Festschreibung von Mitwirkungspflichten in Widerrufs- und Rücknahmeverfahren eingeführt werden. Anlasslos sollen im Grunde alle Asylbescheide ab 2015 erneut überprüft werden. Dies ist europarechtswidrig wie der DAV und der UNHCR in der Anhörung deutlich machten. Eine solche Maßnahme dürfe nur erfolgen, wenn dem Staat konkrete Anhaltspunkte für einen Widerruf vorliegen oder sich die Lage im Herkunftsland geändert habe. Die Nachweispflicht liegt hier auf Seiten des Staates. Dies ignoriert die Bundesregierung. Die katastrophale Folge: alle Asylberechtigten werden demnächst Post vom BAMF bekommen und aufgefordert, an ihrem eigenen Widerrufsverfahren mitzuwirken. Tun sie dies nicht, droht ihnen Zwangsgeld oder gar eine Zwangshaft. Ein Skandal wie wir finden. So wird aus dem Behördenversagen einen Makel der Geflüchteten. Schaut euch hier die Rede von Filiz dazu an.



Sichere Herkunftsstaaten

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Einstufung Algeriens, Marokkos, Tunesiens und Georgiens als asylrechtlich sichere Herkunftsstaaten vorgelegt. Luise hat in ihrer Rede deutlich gemacht, dass die drei Maghreb-Staaten die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nach welcher „Verfolgungsfreiheit im ganzen Land für alle Gruppen herrschen müsse" nicht erfüllen. Absurd ist, dass die Bundesregierung selbst in der Begründung des Gesetzentwurfs zahlreiche Menschenrechtsverletzungen auflistet: Berichte über Folter und Misshandlungen in Polizeigewahrsam und Haftanstalten, Straflosigkeit von Beamten in solchen Misshandlungsfällen und die gesetzlich angelegte Verfolgung von Homosexualität. Hinzu kommt nach Grüner Auffassung, dass das Mittel der Einstufung großen außenpolitischen Schaden anrichten kann wenn er einseitig innenpolitischen Interessen folgt. Wir werden den Gesetzentwurf ablehnen.



Verpflichtungserklärung für syrische Geflüchtete

Die Bundesregierung verschleppt das Problem der Rückforderungen gegenüber Bürginnen und Bürgen, die sich im Rahmen einer Verpflichtungserklärung zur Übernahme von Kosten für die Aufnahme von syrischen Geflüchteten bereiterklärt hatten. Wir fordern Bund und Länder auf, endlich eine verträgliche Lösung im Sinne der Verpflichtungsgeber*innen zu finden. Es ist ein fatales Zeichen, dass Menschen, die geholfen haben, nun mit den Folgen allein gelassen werden (PM und Themenspecial).



BMI Rückführungskampagne

Im Zusammenhang mit der geschmacklosen bundesweiten Plakatkampagne des BMI „Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt.“ haben wir nachgehakt (Fragen 85 und 86), wieviel sich das BMI diese befremdliche Kampagne hat kosten lassen: zum 23.11.2018 waren es 301.000 €, insgesamt stehen 500.000 € zur Verfügung. Statt verunsichernden Plakaten brauchen wir flächendeckend unabhängige Asylverfahrensberatungen, unabhängige und ergebnisoffene Rückkehrberatungen und eine Investition in tatsächliche Perspektiven für die Betroffenen.



Integrationskosten

Wir haben uns auch wieder mit der Unterstützung der Länder und Kommunen durch den Bund im Bereich der Flüchtlings- und Integrationskosten beschäftigt. Der Vorschlag der Bundesregierung ist enttäuschend, da die jetzige Regelung nur Stückwerk bleibt. Was wir brauchen ist eine auskömmliche und verlässliche Entlastung, gerade der Kommunen. Aber zu den hierfür notwendigen strukturellen Lösungen sind sie weder willens noch in der Lage. Stefan Schmidt macht in seiner Rede deutlich, warum die Fortschreibung der bisherigen Vereinbarungen eine verpasste Chance ist.



Afghanistan-Abschiebungen

Fast täglich gibt es Meldungen über neue Anschläge in Afghanistan. Die Sicherheitslage ist so fragil, wie seit Jahren nicht mehr. Allein in den letzten zwei Wochen sind Dutzende Menschen Anschlägen und gezielten Angriffen zum Opfer gefallen. Luise hat sich in ihrer Rede daher klar für einen Abschiebestopp nach Afghanistan ausgesprochen. Auch die Heinrich Böll Stiftung hat dazu eine Konferenz „Abschiebung in ein umkämpftes Land: Die politische Zukunft Afghanistans und die deutsche Asyl- und Abschiebepolitik“ veranstalten, zu der Luise neben Omid Nouripour als Vertreterin der Grünen Bundestagsfraktion gesprochen hat.



Geführte Gespräche

Zu aktuellen Fragen in der Flüchtlingspolitik hat Luise sich unter anderem mit Human Rights Watch zu Libyen, Gerald Knaus von der „European Stability Initiave“ zur europäischen Flüchtlings- und Migrationspolitik und auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung mit 20 jungen Politiker*innen aus der MENA Region getroffen.



In Filiz Kalender spielten der Austausch mit Vertreter*innen von Minderheiten (Beratender Ausschuss Sinti und Roma, Gesprächskreistreffen des Minderheitensekretariat, Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten), sowie Vertreter*innen von Migrantenselbstorganisationen (Dachverband der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland, Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI)) eine wichtige Rolle."



!!! Spendenaufruf!!!

Luise hat zudem Dr. Sascha Schießl eingeladen, der von der derzeitigen flüchtlingspolitische Lage auf dem Westbalkan berichtet hat. Seit Anfang des Jahres stranden immer mehr Schutzsuchende auf ihrem Weg nach Europa in Bosnien, wo sie ohne angemessene Versorgung und Unterbringung sowie ohne Aussicht auf Schutz ausharren müssen. Angesichts der drohenden humanitären Katastrophe durch den Winter wird Luise hierzu die Bundesregierung befragen. Ihr könnt Euch für die in Bosnien festsitzenden Geflüchteten einsetzen, indem ihr spendet und den Spendenlink teilt: https://www.leetchi.com/c/yalla-yalla-europe-supporting-refugees-along-the-balkan-route








--

Filiz Polat MdB

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag

Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik und Obfrau im Innenausschuss

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Sonntag, 16. Dezember 2018
Lustiges zur Weihnachtszeit
Der Weihnachtsmann wurde interviewt und gefragt was für ihn persönlich am wichtigsten wäre. Da sagte er: "Wichtig ist, dass man an sich selber glaubt."


Direkt neben dem Weihnachtsmarkt ist eine Hochzeitsmesse. Dazu fällt mir ein dass ich als Kind dachte eine Hochzeitsmesse sei eine Veranstaltung wo sich Menschen präsentieren die geheiratet werden wollen. Ich stellte mir das so ähnlich wie einen Sklavenmarkt vor.


Ach, ja und hier nochmal ein unlängst erwähnter Klassiker in voller Länge

Und wenn ein Rentier nicht mehr rennt, wie ein Tier
Dann sind wir jenseits von Schweden.
Wenn durch das Billiregal der Billi abfällt
Zu Dir keiner mehr steht.
Dann kommt der Rückruf viel zu spät.

Und wenn ein Elch nicht mehr weint wie ein Kind
Dann sind wir jenseits von Schweden
Und wenn der Fusel über'n Öresund stinkt
Pappa singt, Mamma schreit
Dann ist der Schwede wieder breit.

Wo der Volvo kleine Lappen überrollt
Wo der Finne seinen Schwedentrunk verzollt
Wo nicht Engholm, sondern Stockholm zählt
Wo man hinterrücks so manche Palme fällt
Wenn Erasure Appas Lieder versaut
Dann sind wir jenseits von Schweden.

Und wenn Karl Gustav unsre Silvia verhaut
Mit dem Ikea-Lineal
Dann ist's den Finninninninnen scheißegal.
Dann ist's den Finninnen scheiß egal.

Wo der Volvo kleine Lappen überrollt
Wo der Finne seinen Schwedentrunk verzollt
Wo nicht Engholm, sondern Stockholm zählt
Wo man hinterrücks so manche Palme fällt

Und wenn Roxette die zwölfte Single auskoppelt
Pellt sich der Schwede ein Ei drauf
Die tote Robbe an den Ostseestrand kriecht
Dann ist das furchtbar gelücht.
Und es reimt sich nicht für fünft Pfennig
Dann haben wir umsonst gesächt.

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Samstag, 15. Dezember 2018
Dunkle Materie
Bisher hat noch niemand sie gesehen, von ihrer Beschaffenheit weiß man absolut nichts, nur dass sie 25 Prozent der Masse des Universums ausmacht. Die Theorie dass Neutronen sich unter bestimmten Umständen in Teilchen der Dunklen Materie verwandeln ließ sich nicht bestätigen. Wie nun aber, wenn die Dunkle Materie etwas ganz anderes ist als eine exotische andere Art Materie?

Die energiereichsten Himmelskörper sind Quasare, supermassive Schwarze Löcher um die große Akkretionsscheiben aus beschleunigter Materie mit relativistischer Geschwindigkeit in einem Strudel von so großer Dichte rotieren dass sie in einem Sektor der nicht viel größer ist als die größten Sterne so hell strahlen wie eine ganze Galaxis. Alle Quasare die wir kennen sind Milliarden Jahre alt, die meisten mehr als 10 Milliarden Jahre, sie repräsentieren ein frühes Stadium unseres Universums. Was ist in der Zwischenzeit aus ihnen geworden? Kann es sein, dass sie alle eine komplette Galaxis verschlungen haben und nun dunkel sind weil es in ihrer Nähe keine Materie mehr gibt die sie verschlingen könnten? Haben Quasare in der Frühzeit des Universums auch in unserer galaktischen Nähe existiert? Sieht es demzufolge so aus dass es Millarden intergalaktische Schwarze Löcher von Galaxismasse gibt, dass der sogenannte Leerraum zwischen den Galaxienclustern gerammelt voll mit diesen Dingern ist und dass sie die Dunkle Materie sind?

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Eine Marktlücke
wurde von der Netbitch gefunden: Was fehlt, ist der Stiftung-Warentest-Vergleich der besten Abtreibungskliniken. Diese und noch ein paar andere Spitzen gibt es hier:


http://netbitch1.twoday.net/stories/1022661956/

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Rätsel der Geschichte
Bekanntlich hieß die Frau des Schwanzus Longus Incontinentia Podexis. Wie aber hieß der Mann von Vagina Profunda?

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Freitag, 14. Dezember 2018
Ich bin analog
Seit der Abschaltung von DVBT1 empfange ich kein Fernsehen mehr. Die Existenz von Netflix und Co ist für mich so relevant wie die Hulatänze von Tonga. Eigentlich war doch das analoge PAL/Secam-Fernsehen völlig ausreichend. Was soll der neumodische Scheiß?

- Als mir kürzlich jemand Sky verkaufen wollte sagte ich: "Ein guter Fernseher muss für mich alle drei Programme und DDR empfangen können."

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Dienstag, 11. Dezember 2018
Schwere Vorwürfe gegen Erdogan: Entführung und geheime Folter politischer Gegner
Solch ein Verhalten kennt man eigentlich nur aus schlechten Agentenfilmen: Laut einer internationalen Medienrecherche unter Leitung von "Correctiv" lässt der türkische Geheimdienst politische Gegner im Ausland und in der Türkei kidnappen, verschleppen und in geheimen Foltergefängnissen gefügig machen.

Wenn es um seine erbittertsten Gegner geht, spielt Recep Tayyip Erdogan mit offenen Karten.

"Wir werden den Kampf gegen die Gülenisten so lange fortsetzen, bis wir sie komplett ausgemerzt haben. (…) Die Gülenisten, die geflohen sind und sich jetzt in Sicherheit wähnen, bringen wir einzeln zurück ins Land und übergeben sie der Justiz unseres Landes", erklärte der türkische Präsident am 7. Juli bei einer AKP-Sitzung im türkischen Parlamentsgebäude.

Weltweites Entführungsprogramm für politische Gegner

Und offenbar reicht der Arm der türkischen Regierung auch über die eigenen Staatsgrenzen hinaus.

Laut einer internationalen Medienrecherche unter Leitung des Rechercheverbunds "Correctiv" betreibt die Türkei offenbar ein Entführungsprogramm, um weltweit politische Gegner aufzuspüren und in türkische Gefängnisse zu verschleppen. Aus Deutschland ist das ZDF-Magazin "Frontal21" an den Recherchen beteiligt.

In der am Dienstag auf blacksitesturkey.com* veröffentlichten Recherche werden der Kosovo, Gabun, der Sudan, die Republik Moldau, Aserbaidschan, die Ukraine und Malaysia als Länder genannt, aus denen der türkische Geheimdienst MIT mutmaßliche Gülen-Anhänger entführt haben soll.

Die Betroffenen seien dann in geheime Folterzentren in der Türkei gebracht worden. Ziel der Verschleppung und der Misshandlung sei, falsche Zeugenaussagen für Prozesse gegen Gülen-Anhänger zu erpressen, so der Vorwurf des Recherche-Teams.
Wochenlange Folter: Schläge und Androhung sexueller Gewalt

Bei "Frontal21" berichteten zwei Opfer übereinstimmend - und unabhängig voneinander -, sie seien auf offener Straße in der Türkei in dunkle Transporter gezerrt und mit einem Sack über dem Kopf in ein Geheimgefängnis gebracht worden.

Beide Männer sagen, sie seien erst nach wochenlanger Folter freigelassen worden, nachdem sie sich zum Schein für Aussagen als "anonyme Zeugen" bereit erklärt hätten. Sie konnten sich jedoch ins Ausland absetzen.

Einer der Männer berichtet von Schlägen, Drohungen mit sexueller Gewalt. "Sie haben mich unterhalb der Gürtellinie ausgezogen und auf den Boden in eine Stressposition gelegt." Dann hätten sie gedroht: "Was wir mit dir machen, werden wir auch mit deiner Frau tun, mit deiner Mutter, mit deinem Vater."

Der zweite Zeuge will Elektroschläge und stundenlanges Stehen in einem engen Schrank erlebt haben. "Aus dem Lautsprecher kamen Anweisungen. Wenn man nicht mehr kann, fällt man auf den Boden und dann gab es Faustschläge und Tritte."
Menschenrechtsorganisationen sehen sich bestätigt

Die Ausführungen der beiden Opfer "Ali und "Tolga" - "Frontal21" und "Correctiv" kennen ihre wahren Identitäten – sind in den Augen mehrerer Menschenrechtsorganisationen glaubwürdig.

"Wir müssen davon ausgehen, dass das systematisch ist", sagt Wenzel Michalski, Direktor von Human Rights Watch Deutschland.

Auch dem türkischen Menschenrechtsverein IHD liegen Berichte von Angehörigen vor, wonach Opfer auf offener Straße verschleppt worden seien, "mit einem schwarzen Kleintransporter mit dunklen Scheiben", wie Öztürk Türkdogan, Vorsitzender des IHD, gegenüber "Frontal21" erklärte.


Erdogans Regierung geht seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli 2016 mit großer Härte gegen die Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen vor, die sie für den Umsturzversuch verantwortlich macht.

Seitdem wurden Zehntausende mutmaßliche Gülen-Anhänger festgenommen oder aus dem Staatsdienst entlassen. Tausende suchten Zuflucht im Ausland, insbesondere in Deutschland, wo die umstrittene Bewegung über ein dichtes Netzwerk verfügt.

Erdogans ehemaliger Verbündeter befindet sich seit 1999 im Exil in den USA. Bisherige Forderungen nach seiner Auslieferung hatten keinen Erfolg.
Bundesregierung hat Hinweise auf geheime türkische Folterstätten

Die türkische Regierung hat bislang nicht auf Nachfragen zu den aktuellen Vorwürfen reagiert. Und was sagt die Bundesregierung dazu?

Auf eine parlamentarische Anfrage der Linken im Bundestag antwortete sie im November 2018: "In den allermeisten Fällen dürfte es sich bei den zwangsweisen Rückführungen nach Kenntnis der Bundesregierung jedoch um offizielle Maßnahmen der jeweiligen Gastländer handeln, die von türkischer Seite zwar initiiert, von dieser aber nicht eigenständig auf fremdem Staatsgebiet durchgeführt wurden."

Die islamisch-konservative Partei für Entwicklung und Gerechtigkeit (AKP) von Präsident Erdogan war lange mit der Gülen-Bewegung des islamischen Predigers verbündet, bevor sich Gülen und Erdogan 2013 im Kampf um Posten und Macht überwarfen.

Heute wirft Erdogan der religiösen Bruderschaft vor, die staatlichen Institutionen unterwandert und versucht zu haben, ihn bei dem Militärputsch zu stürzen.

Seit dem gescheiterten Putschversuch und der anschließenden Säuberungs-Aktion hätte die Gülen-Bewegung durchaus Gründe, sich international als Opfer darzustellen und Berichte über Folter zu lancieren, um Erdogans Regierung zu diskreditieren.

Die an der Recherche beteiligten Medien hegen allerdings keine Zweifel an den Darstellungen von "Ali" und Tolga", ihre Glaubwürdigkeit wurde mehrfach auf die Probe gestellt.

Aus einem internen Papier des Auswärtigen Amtes zur Situation in der Türkei vom Februar 2017 geht zudem hervor, dass der Bundesregierung schon länger Hinweise auf geheime türkische Folterstätten vorliegen. (hub/afp/ZDF

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Von den Grundzügen autonomer Theorie und autonomen Selbstverständnisses
Bei Bersarin habe ich ein Thema angerissen das eigentlich nicht wirklich in die Diskussion auf seinem Blog gehört. Daher kann bei Interesse an dieser Stelle weiterdiskutiert werden.


https://bersarin.wordpress.com/2018/12/08/die-tonspur-zum-samstag-oder-der-75-geburtstag-von-jim-morrison/#comment-15530

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Sonntag, 9. Dezember 2018
Und auf einmal ist alles ganz anders
Erstmals konnten genaue Größenmessungen im subatomaren Bereich der Atomkerne durchgeführt und eine Auswertung durch eine der weltgrößten Rechenanlagen, Titan, durchgeführt werden. Mit frappierendem Ergebnis: Die Messunterschiede deuten darauf hin, dass Protonen und Neutronen nicht immer exakt den selben Durchmesser haben, möglicherweise ist der Durchmesser eines Hadrons an seinen Quantenzustand gebunden. Es kann sein, dass wir am Anfang einer ganz neuen exotischen Physik stehen.

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Sie sind verhungert - Beitrag von Avaaz
85.000 Kinder unter fünf Jahren sind im Jemen verhungert. Das sind 85.000 Menschenleben, die ausgelöscht wurden, bevor sie überhaupt beginnen konnten.

Sie sind die unschuldigen Opfer einer Hungersnot, die durch einen von Saudi-Arabien angeführten Krieg verursacht wird. Alle ZEHN Minuten stirbt im Jemen ein weiteres Kind.

Es zerreißt einem das Herz. Und das Schlimmste daran ist: Unsere Regierungen tragen eine Mitschuld. Trotz der Hungersnot, trotz des Luftangriffs auf einen Schulbus voller Kinder, liefern Länder wie die USA, Großbritannien, Frankreich und Kanada den Saudis immer noch Panzer und Raketen im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar.

Das darf so nicht weitergehen -- und deshalb bringen wir sie vor Gericht!

Kleine aber hartnäckige Organisationen in Großbritannien, Frankreich, Kanada und weiteren Ländern führen bahnbrechende Prozesse, um Regierungen wegen der Waffenverkäufe an Saudi-Arabien zu verklagen. Doch ihr Budget ist klitzeklein -- um weiterzumachen, brauchen sie dringend unsere Hilfe. Wenn sie gewinnen -- und das könnten sie -- wäre dies ein unglaublicher Präzedenzfall, der Saudi-Arabiens brutalem Krieg im Jemen endlich ein Ende setzen könnte.

Spenden Sie den Wert einer Mahlzeit -- etwas, was die meisten Familien im Jemen heute nicht haben werden -- wenn genug zusammenkommt, könnten wir die Kriegsmaschinerie der Saudis stoppen und zahllose Menschenleben im Jemen retten.


Saudi-Arabiens kleines Geheimnis ist, dass das Land fast vollständig auf unsere Regierungen angewiesen ist -- die dem Land Waffen verkaufen, ihm Öl abkaufen und Legitimität verleihen. Doch seit dem brutalen Mord an Jamal Khashoggi und dem tragischen Tod von Amal, einem hungernden 7-jährigen Mädchen im Jemen, dessen Foto in der New York Times erschien, zögern diese Regierungen jetzt mit ihrer Unterstützung.

Dies ist die beste Gelegenheit, die wir je hatten, Saudi-Arabien ins Visier zu nehmen und seinen brutalen Angriffen auf den Jemen endlich ein Ende zu setzen.

Sollte der Druck nachlassen, wird sich Saudi-Arabien weiterhin das Schweigen unserer Regierungen erkaufen und ihnen Milliarden für Waffen geben, um diese gegen Zivilisten im Jemen und sein eigenes Volk einzusetzen -- obwohl die Regeln unserer eigenen Regierungen das eigentlich verbieten!

Doch wenn wir den Druck hochfahren und diesen Einsatz nicht nur vor Gericht, sondern auch in die Flure der Macht tragen, um einen echten Friedensprozess zu fordern und dabei mit erstklassigem Enthüllungsjournalismus das Ausmaß des menschlichen Leidens aufdecken -- dann können wir diesen Krieg ein für alle Mal beenden.

Setzen wir jetzt alles daran, diese Gerichtsfälle zu gewinnen und die Kampagnenarbeit anzukurbeln, um den blutigen Waffenhandel überall zu beenden.


Avaaz hat Undercover-Journalisten bereits mit finanziellen Mittel geholfen, in den Jemen zu reisen und Berichterstattung zu leisten. Gemeinsam haben wir breite öffentliche Unterstützung dafür mobilisiert, dass Gesetzgeber in den USA, Großbritannien, der EU und Kanada handeln. Ziehen wir jetzt mit unserer Entrüstung vor Gericht und halten wir unsere Regierungen davon ab, das Leid dieser Kinder zu schüren.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Allison, Marigona, Danny, Jenny, Bert, Martyna, Camille, Rosa und der Rest des Avaaz-Teams

Weitere Informationen:

UNICEF-Chefin nach Jemen-Besuch: Alle zehn Minuten stirbt ein Kind (Deutsche Welle)
https://www.dw.com/de/unicef-chefin-nach-jemen-besuch-alle-zehn-minuten-stirbt-ein-kind/a-44544118

Kaufe Waffen - fordere Wohlwollen (Zeit Online)
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/saudi-arabien-aussenpolitik-ruestungsindustrie-waffenkaeufe-militaer

Zehntausende Kinder verhungert (Tagesspiegel)
https://www.tagesspiegel.de/politik/krieg-im-jemen-zehntausende-kinder-verhungert/23665348.html

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Energie sparen beim Reisen
Im Rahmen der Klimadebatte kommen jetzt Ernährung und Reisegewohnheiten mehr und mehr in die Kritik. Vegane Ernährung wird mehr und mehr eine politisch-ökologische Verhaltensweise auch außerhalb linkssubkultureller oder dunkelgrüner Kreise, Fernreisen mit dem Flugzeug erscheinen aufgrund des Energieverbrauchs und der CO2-Ausschüttung als eigentlich unvertretbar. Wie nicht anders zu erwarten erscheint in heftiger linken Kreisen das alles noch etwas gesteigert im Sinne von moralischen Geboten man müsste sich grundsätzlich vegan ernähren und man dürfe grundsätzlich keine Urlaubsreisen nach Thailand oder Kuba durchführen. So sehr ich den Grundansatz teile desto weniger überzeugend finde ich den moralischen Rigorismus und die Grundsätzlichkeit mit der das vorgetragen wird. Zugegeben, die Billigfliegerei hat vieles verändert. Früher nannte man mal Manager, Stars, internationale Korrespondenten und Politiker das Jet Set. Heute, in der Welt der Billigflüge, sind alle Jet Set und wird viel zu viel geflogen. Wenn ich nach Lyon oder Milano müsste, ich würde dort mit dem Auto hinfahren oder den Zug nehmen ich käme nie auf die Idee eine solche Strecke zu fliegen. Die massenhafte Ferienfliegerei auf den Mittelstrecken, die muss wirklich nicht sein.


BtW: Andererseits - lautet die Alternative zur Mandelblüte auf Mallorca Algenblüte auf Norderney?

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