Samstag, 26. November 2011
Ach, was waren das für Zeiten!
che2001, 17:12h
Als ich noch ein Junge war, da prügelten wir uns im Schlamm, bauten aus richtigen Backsteinen und echtem Zement im Garten ein Haus, hoben eine Fallgrube aus und ließen den Cliquentrottel reinfallen, spielten in Abbruchhäusern und Weltkriegsruinen Schnitzeljagd und unternahmen abenteuerliche Forschungsexpeditionen in unbekannte Stadtteile, kletterten auf Bäume, um Krähennester auszuheben. Machen kleine Jungs (und vereinzelt auch Mädchen) so was heute auch noch? Ich glaube nicht.
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entdinglichung,
Montag, 28. November 2011, 12:41
wenn sie die Gelegenheit haben durchaus schon ... mit den Weltkriegsruinen funktioniert das nicht mehr
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che2001,
Montag, 28. November 2011, 13:00
Im Zusammenhang mit einer früher von mir durchgeführten Sponsoringkampagne für Kindergärten und -Horte wie auch einem ebenfalls früheren Job als Lehrer würde ich eher sagen: Sie machen das nicht. Die extreme Verbreitung von Allergien, Neurodermitis usw. bei heutigen Kindern und Jugendlichen führe ich darauf zurück, dass die eben nicht mehr im Dreck spielen und daher auch ihre Abwehrkräfte nicht richtig entwickeln. Wobei es in meiner Kindheit auch nicht üblich war, einmal täglich zu duschen. Da wurden Gesicht, Hände und Achselhöhlen gewaschen und einmal in der Woche gebadet.
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entdinglichung,
Montag, 28. November 2011, 13:11
die Gelegenheiten sind zugegebenermassen nicht mehr so häufig ... aber habe selbst vor kurzem zwei ca. 14-jährige gesehen, die sich mit Ferngläsern durch das nasse und schlammige Gras an einige Brachvögel herangerobbt haben
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netbug,
Donnerstag, 1. Dezember 2011, 14:04
Ich glaube schon, dass die Kinder heut Sachen ausserhalb von TV, Console und Computer machen. Ein bisschen klingt das schon so "Früher haben die XY wenigstens noch geschmeckt" et.al. Vielleicht nicht unbedingt das Fahrwasser in das man kommen mag, vielleicht ists auch eine Alterserscheinung...?
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che2001,
Freitag, 2. Dezember 2011, 00:22
Nein, wirklich nicht. Das sind schon empirische Erfahrungen, die ich einerseits als Kind gemacht hatte und andererseits später als Dr. Kita bzw. Lehrer.
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first_dr.dean,
Freitag, 2. Dezember 2011, 14:08
Virtuelle Lebenswelten - Kapitalismus machts möglich
Viele Innenstadtbereiche sind nicht gerade Einladungen für abenteuerlustige Kinder und Jugendliche. Wer im lokalen Park einfach mal nächtigt, macht Bekanntschaft mit dem bezirklichen Ordungsdienst, und die Eltern, wenn sie Pech haben, mit dem Jugendamt wegen angeblicher Vernachlässigung. Wegen Kindern, die durch die Vorgärten steigen, wird schon einmal ganz gerne die Polizei gerufen, Trümmerhäuser gibt es nicht, oder aber, sie sind vorschriftsmäßig gesichert vor unbefugtem Eindringen.
Die hochorganisierte, geregelt kapitalistische Lebensweise unserer Gesellschaft lässt Kindern und Jugendlichen eher wenig Freiheiten, das gilt besonders dann, wenn sie nicht zahlungskräftig genug sind.
Umgekehrt: So etwas wie diese Games und soziale Netzwerke gab es in unserer Jugend nicht. Man könnte sagen: Die Kinder und Jugendlichen von heute toben sich virtuell aus.
Die hochorganisierte, geregelt kapitalistische Lebensweise unserer Gesellschaft lässt Kindern und Jugendlichen eher wenig Freiheiten, das gilt besonders dann, wenn sie nicht zahlungskräftig genug sind.
Umgekehrt: So etwas wie diese Games und soziale Netzwerke gab es in unserer Jugend nicht. Man könnte sagen: Die Kinder und Jugendlichen von heute toben sich virtuell aus.
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