Sonntag, 19. Mai 2019
Kerngedanken zu Marx, Zizek und dem ganzen Drumherum
Bei Bersarin war ein Thread der sich ursprünglich mal mit Theater beschäftigte ausgeufert zu einer Debatte, in der Mitdiskutant Dieter Kief Dinge über Marx formulierte, die entschiedenen Widerspruch bei Bersarin, Nörgler, Netbitch und mir auslösten, wobei er inhaltliche Korrekturen an seiner nachweislich falschen Sicht der Marx´schen Lehre nicht zur Kenntnis nahm und schließlich ohne einen Nachweis dafür zu liefern behauptete, der linke Philosoph Slavoj Zizek hätte sich bei der Torontoer Disputation mit dem kanadischen Psychologen und Neocon Jordan Peterson zu Marx dahingehend geäußert dass er desen Lehre ausdrücklich ablehne und hierbei Übereinstimmung mit Peterson erzielt. Ich hatte angekündigt hierzu noch meine Sicht der fraglichen Theoriezusammenhänge darzustellen, hatte dann zunächst aber keine Zeit, zudem das ganze Thema ziemlich sperrig ist. Nachdem ich heute aber ohnehin meine Kickboxstunde und dort linke Haken und linke Gerade trainiert hatte was ich trotz offiziell kaputter Schulter (mir fehlt der halbe Oberarmkopf) richtig gut konnte möchte ich den Schwung jetzt nutzen.


Um mal Marxens Arbeitswerttheorie und den tendenziellen Fall der Profitrate als wichtigste Kernthemen der Marxschen Theorie zusammenzufassen folgendes:

„Die politische Ökonomie hat nun zwar, wenn auch unvollkommen, Wert und Wertgröße analysiert und den in diesen Formen versteckten Inhalt entdeckt. Sie hat niemals auch nur die Frage gestellt, warum dieser Inhalt jene Form annimmt, warum sich also die Arbeit im Wert und das Maß der Arbeit durch ihre Zeitdauer in der Wertgröße des Arbeitsprodukts darstellt?“
Dass lebendige Arbeit sich in der Warenform niederschlägt, die Ware selbst wird als tot angesehen, ist Marx zufolge ein gesellschaftliches Konstrukt und kein natürliches Ding, Baudrillard sollte später vom Simulakrum, dem gesellschafts- und geschichtsmächtigen Trugbild sprechen. Den bürgerlichen Ökonomen hingegen gelten Dinge wie der „Arbeitswert“ „ihrem bürgerlichen Bewußtsein für selbstverständliche Naturnotwendigkeit“ [Marx: Das Kapital. MEW Bd. 23, S. 95].


„Das Geschwätz über die Notwendigkeit, den Wertbegriff zu beweisen, beruht nur auf vollständiger Unwissenheit, sowohl über die Sache, um die es sich handelt, als die Methode der Wissenschaft.“


„Diese Wertberechnung selbst hat also zu ihrer Voraussetzung eine gegebne historische Stufe der gesellschaftlichen Produktionsweise und ist selbst ein mit derselben gegebnes, also historisches verhältnis“
Daraus ergibt sich, dass der Tauschwert bzw. Warenwert nicht aus dem Gebrauchswert einer Ware erwächst, sondern aus dem Zeitfaktor der zur Herstellung der Ware benötigt wurde und aus den Lohnkosten des Arbeiters.. Entscheidende Größe ist der der kapitalistischen Produktionsweise zugrundeliegende Mehrwert. Dieser Wert ist auch nur in der kapitalistischen Produktionweise denkbar, die Wertbegriffe anderer Gesellschaftsformationen sind grundsätzlich andere.


Da der dieser Lehre zufolge nur die menschliche Arbeit wertschöpfend ist (Mehrwerttheorie), sinkt bei zunehmender Kapitalintensität und konstanter Mehrwertrate die Profitrate (definiert als das Verhältnis von Mehrwert (Profit) zu insgesamt eingesetztem konstantem Kapital und variablem Kapital). Der Profitratenfall zwingt die Unternehmer zu einer Erhöhung der Ausbeutung (Anstieg der Mehrwertrate), zu verstärktem Kapitaleinsatz, um die geringere Kapitalrentabilität durch eine größere Gewinnsumme zu kompensieren sowie zur Anwendung der fortschrittlichsten (Arbeitskräfte sparenden) Technologie.

Dadurch lässt sich der tendenzielle Fall der Profitrate jedoch nicht aufhalten, sondern verstärkt sich nur noch weiter.


Das Ganze findet im Weltmaßstab statt und läuft Marx zufolge auf eine irgendwann stattfindende finale Krise des Kapitalismus selbst hinaus. Marx und Engels zufolge ist eine sozialistische Revolution als Ergebnis dieser Krise in den am weitesten entwickelten kapitalistischen Nationalökonomien zu erwarten.


„Alles, was ich weiß, ist, dass ich kein Marxist bin“ – Karl Marx
Lenin, Stalin, Trotzki, Mao stehen damit außerhalb der Marxschen Lehre. In Russsland und China hätten gar keine sozialistischen Revolutionen stattfinden können. Und aus streng marxologischer Sicht waren das in Wirklichkeit nachholende industrielle Revolutionen in rückständigen Gesellschaften, eine Art Hau-Ruck-Kapitalismus mit dem Staat als einzigem Kapitalisten.
Und insofern haben dann die Anarchisten Bakunin und Kropotkin Recht, die der Auffassung waren, vorderstes Ziel einer russischen Revolution müsste zunächst die Zertrümmerung der zutiefst autoritären Struktur der russischen Gesellschaft und ihr Ersatz durch libertinäre Strukturen sein.


„Nehmt den radikalsten Revolutionär und setzt ihn auf den Thron aller Russen, und in einem Jahr wird er schlimmer als der Zar sein.“ – Michail Bakunin


Und noch Marx dazu:
„Nur durch die Schwankungen der Konkurrenz und damit der Warenpreise setzt sich das Wertgesetz der Warenproduktion durch, wird die Bestimmung des Warenwerts durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit eine Wirklichkeit. Daß dabei die Erscheinungsform des Werts, der Preis, in der Regel etwas anders aussieht als der Wert, den er zur Erscheinung bringt, dies Schicksal teilt der Wert mit den meisten gesellschaftlichen Verhältnissen. Der König sieht meist auch ganz anders aus als die Monarchie, die er vorstellt.“ (Marx: Das Elend der Philosophie, MEW Bd. 4, S. 565-566.)


„Gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist Arbeitszeit, erheischt, um irgendeinen Gebrauchswert mit den vorhandenen gesellschaftlich-normalen Produktionsbedingungen und dem gesellschaftlichen Durchschnittsgrad von Geschick und Intensität der Arbeit darzustellen. Nach der Einführung des Dampfwebstuhls in England z.B. genügte vielleicht halb so viel Arbeit als vorher, um ein gegebenes Quantum Garn in Gewebe zu verwandeln. Der englische Handweber brauchte zu dieser Verwandlung in der Tat nach wie vor dieselbe Arbeitszeit, aber das Produkt seiner individuellen Arbeitsstunde stellte jetzt nur noch eine halbe gesellschaftliche Arbeitsstunde dar und fiel daher auf die Hälfte seines frühern Werts.
Es ist also nur das Quantum gesellschaftlich notwendiger Arbeit oder die zur Herstellung eines Gebrauchswerts gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, welche seine Wertgröße bestimmt. Die einzelne Ware gilt hier überhaupt als Durchschnittsexemplar ihrer Art. Waren, worin gleich große Arbeitsquanta enthalten sind oder die in derselben Arbeitszeit hergestellt werden können, haben daher dieselbe Wertgröße. Der Wert einer Ware verhält sich zum Wert jeder andren Ware wie die zur Produktion der einen notwendige Arbeitszeit zu der für die Produktion der andren notwendigen Arbeitszeit.’Als Werte sind alle Waren nur bestimmte Maße festgeronnener Arbeitszeit.‘


Die Wertgröße einer Ware bliebe daher konstant, wäre die zu ihrer Produktion erheischte Arbeitszeit konstant. Letztere wechselt aber mit jedem Wechsel in der Produktivkraft der Arbeit. Die Produktivkraft der Arbeit ist durch mannigfache Umstände bestimmt, unter anderen durch den Durchschnittsgrad des Geschickes der Arbeiter, die Entwicklungsstufe der Wissenschaft und ihrer technologischen Anwendbarkeit, die gesellschaftliche Kombination des Produktionsprozesses, den Umfang und die Wirkungsfähigkeit der Produktionsmittel, und durch Naturverhältnisse. […]

Allgemein: Je größer die Produktivkraft der Arbeit, desto kleiner die zur Herstellung eines Artikels erheischte Arbeitszeit, desto kleiner die in ihm kristallisierte Arbeitsmasse, desto kleiner sein Wert. Umgekehrt, je kleiner die Produktivkraft der Arbeit, desto größer die zur Herstellung eines Artikels notwendige Arbeitszeit, desto größer sein Wert. Die Wertgröße einer Ware wechselt also direkt wie das Quantum und umgekehrt wie die Produktivkraft der sich in ihr verwirklichenden Arbeit. (Marx: Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 53 ff.)


„Es ist überhaupt in der Gestalt des Marktpreises und weiter in der Gestalt des regulierenden Marktpreises oder Marktproduktionspreises, daß sich die Natur des Werts der Waren darstellt, sein Bestimmtsein nicht durch die zur Produktion eines bestimmten Warenquantums oder einzelner Waren individuell, für einen bestimmten einzelnen Produzenten notwendige Arbeitszeit, sondern durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit; durch die Arbeitszeit, die erheischt ist, unter dem gegebnen Durchschnitt der gesellschaftlichen Produktionsbedingungen das gesellschaftlich erheischte Gesamtquantum der auf dem Markt befindlichen Warenspezies zu erzeugen.“ (Marx: Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 654)

„Ursprünglich erschien uns die Ware als ein Zwieschlächtiges, Gebrauchswert und Tauschwert. Später zeigte sich, daß auch die Arbeit, soweit sie im Wert ausgedrückt ist, nicht mehr dieselben Merkmale besitzt, die ihr als Erzeugerin von Gebrauchswerten zukommen. Diese zwieschlächtige Natur der in der Ware enthaltenen Arbeit ist zuerst von mir kritisch nachgewiesen worden.“ (Marx: Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 56)

HABERMASENS IRRTUM

Eine eher fatale Rezeption der Werttheorie bzw. ihre Reduktion auf eine reine Arbeitswerttheorie findet sich bei Jürgen Habermas, der wichtige Aspekte der Marx´schen Theorie leider ausblendet.

"Mit der Industrieforschung großen Stils wurden Wissenschaft, Technik und Verwertung zu einem System zusammengeschlossen. Sie verbindet sich inzwischen mit einer staatlichen Auftragsforschung, die in erster Linie den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt auf militärischem Gebiet fördert. Von dort fließen die Informationen in die Bereiche der zivilen Güterproduktion zurück. So werden Technik und Wissenschaft zur ersten Produktivkraft, womit die Anwendungsbedingungen für Marxens Arbeitswerttheorie entfallen. Es ist nicht länger sinnvoll, die Kapitalerträge für Investitionen in Forschung und Entwicklung auf der Grundlage des Wertes der unqualifizierten (einfachen) Arbeitskraft zu berechnen, wenn der wissenschaftlich-technische Fortschritt zu einer unabhängigen Mehrwertquelle geworden ist, gegenüber der die von Marx allein in Betracht gezogenen Quelle des Mehrwerts: die Arbeitskraft der unmittelbaren Produktion, immer weniger ins Gewicht fällt." (Habermas, Technik und Wissenschaft als 'Ideologie', S. 79 f.)


Habermas erfasst nicht das dialektische Wechselverhältnis von Produktions- und Zirkulationssphäre, der tendenzielle Fall der Profitrate findet bei ihm sozusagen nicht statt. Sein Wertbegriff reduziert sich auf die Wertdefinition in Kapital Band 1.


Zu Marxens Zeiten erschien das Industrieproletariat als die revolutionäre Klasse, von deren Emanzipationskampf gesellschaftlicher Fortschritt und letztendlich eine über Zwischenstufen zum Kommunismus führende soziale Revolution ausgehen würden. Auch hier sieht man dass der Marxismus-Leninismus keine Grundlage bei Marx hat:

Analphabetische Bauern als Träger der sozialen Revolution statt politisch bewusster Arbeiter, eine Partei Neuen Typs mit zentralistischer Kaderorganisation statt Massendemokratie, das stand weit außerhalb der Marx´schen Annahmen und auch der Organisationsformen der 1. und 2. Internationale.

Seit damals haben sich Lebensbedingungen und Selbstverständnis der Industriearbeiterschaft in den Metropolenstaaten radikal verändert. Ein objektives Proletariat, d.h. eine Arbeiterschaft die im Zentrum des Produktionsprozesses steht und materiell in Armut lebt gibt es hierzulande in dieser Form nicht mehr.

Etwa die Hälfte der Industriearbeiter die ich so kenne lebt im eigenen Einfamilienhaus, für einige habe ich selber Baufinanzierungen gemacht damit die sich ein zweites Haus als Anlageobjekt bauen konnten. Demzufolge scheidet die Industriearbeiterschaft der hochentwickelten Staaten des Nordens und Westens als revolutionäre Klasse aus. Damit hat aber weder die Weiterentwicklung des Kapitalismus aufgehört noch die Dynamik der Klassenkämpfe.

Um das Ganze begreifen zu können muss es allerdings zum einen aus der Adlerperspektive betrachtet werden, d.h. Im Weltmaßstab, und zum anderen aus der Ameisenperspektive, d.h. dem Alltag der Marginalisierten heraus.

Entsprechende Theoriemodelle wurden hierzu entwickelt.

ABSCHIED VOM PROLETARIAT

Einer der prominentesten Ansätze geht auf den neben Horkheimer, Adorno und dem in diesem Kontext meist schwer vernachlässigten Erich Fromm wichtigsten Vertreter der Frankfurter Schule zurück, nämlich Herbert Marcuse. Angesichts der Blüte von Jugendsubkulturen in den USA wie Hippies, Freaks und Yippies und der Verbundenheit der Jugendrevolte mit der Bürgerrechts- und Antivietnamkriegsbewegung postulierte er Randgruppen, Subkulturen und ethnische Minderheiten als neue Träger emanzipatorischer Bewegungen. Wie Habermas verlor er dabei die Ökonomie aus den Augen – politische Bewegungen die keine zentrale Bedeutung im Produktionsprozess spielen machen auch keine soziale Revolution.

In Deutschland wurde die Randgruppentheorie in teilweise bizarrer Weise rezipiert, so vertrat das Heidelberger Sozialistische Patientenkollektiv, eine der Keimzellen der späteren RAF die These, psychisch kranke Menschen seien eine revolutionäre Avantgarde. Ihre Parole „Aus der Krankheit eine Waffe machen“ wurde später von Autonomen mit „Das Brett vorm Kopf zur Waffe machen“ veralbert.

Damit sind wir bei den Autonomen. Diese entstanden ursprünglich nicht als mit dem Punk verbundene Protestbewegung junger Leute, sondern bildeten den militanten Kern der italienischen Arbeiterbewegung in einer Welle wilder Streiks, die völlig überraschend für Medien und Establishment Anfang der 1970er Jahre vom FIAT-Stammwerk in Turin losbrachen.

DER OPERAISMUS

Ironischerweise zu einem Zeitpunkt als die Randgruppentheorie Furore machte brachte die Streikwelle mit spektakulären Aktionen den Klassenkampf in einer sehr harten Form zurück auf die Tagesordnung. Aktionsformen waren Meister verprügeln, Sabotage, Chefs einsperren und Straßenmilitanz bis zum Schusswaffengebrauch gegen die Polizei. Als politische Bewegungen gingen Autonomia als massenmilitante Straßenbewegung und die Roten Brigaden als Stadtguerrilla aus diesen Kämpfen hervor. Die Autonomen dieser Zeit hatten ihre eigenen Theoretiker wie Toni Negri und Mario Tronti die im Bemühen, analytisch zu erfassen wer hier denn eigentlich das revolutionäre Subjekt sei den marginalisierten Migrationsarbeiter ausmachten: Die Träger der Aktionen waren primär Leute, die keinem traditionellen Arbeitermillieu angehörten, sondern erst kürzlich aus dem agrarisch geprägten Süden nach Norditalien gekommen waren und die entfremdete Fabrikarbeit als gewalttätigen Angriff auf ihre Körperlichkeit wahrnahmen.

BIOMACHT UND EIGEN-SINN

Hier ist dann eine Anknüpfung an Foucaults Körpergeschichte und sein Konzept der Biomacht gegeben, zugleich können auch diese unangepassten Arbeiter als eine Art Randgruppe angesehen werden – die allerdings im Gegensatz zu den Jugendsubkulturen oder der Studentenbewegung im Mittelpunkt des Produktionsprozesses steht.

ANTIIMPERIALISMUS

Leider knüpften an diesen als Operaismus bekannt gewordenen Theoriestrang die wesentlichen Theoriestränge der damaligen radikalen Linken nicht an.

Stattdessen wurde die Antiimperialismus-Position gewissermaßen zur Achse des Denkens der nichtparteiförmigen radikalen Linken, von Anarchisten im engeren Sinne abgesehen. In ihrer purifizierten Form, die in Deutschland nur von den sektenartigen Antiimps vertreten wurde, die als Grundtendenz aber sich weltweit bei linksradikalen Strömungen wiederfand und zum Beispiel auch die Programmatik von Arbeiterparteien und Organisationen wie den südafrikanischen ANC bis heute beeinflusst bedeutete sie Folgendes: Der Klassenwiderspruch hat mittlerweile einen geopolitischen Charakter angenommen, das Weltproletariat ist die werktätige Bevölkerung der drei Kontinente Südamerika, Afrika und Asien südlich der damaligen Sowjetunion, nur von dieser kann eine Revolution die nur als Weltrevolution denkbar ist ausgehen.

Aufgabe der Linken in den Metropolenstaaten kann es nur sein, soziale Projekte in diesen Ländern und Flüchtlinge aus diesen Ländern zu unterstützen, jede Form von Ausbeutung dieser Länder zu bekämpfen, z.B. durch Proteste oder Bombenanschläge gegen Unternehmen wie Shell oder Billigkleiderhersteller die in Armutsländern zu Hungerlöhnen produzieren lassen und die Bekämpfung des Militärisch-Industriellen Komplexes in den Metropolen, was von Engagement in der Friedensbewegung bis zur Mitgliedschaft in bewaffneten Gruppen wie der RAF reichen könne.

SOZIALREVOLUTIONÄRE POSITION UND NEUER ANTIIMPERIALISMUS

Als Gegenposition wurde die Theorie der permanenten Neuzusammensetzung der Unterklasse in den 1990er Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten von dem deutschen Historiker Karl Heinz Roth, der Redaktionsgruppe Materialien für einen neuen AntImperialismus und etwas später auch Slavoj Zizek entwickelt.

Hierbei geht es um folgendes: Da die Industriearbeiterschaft in den Metropolenstaaten kein objektives Proletariat mehr ist – sie lebt nicht mehr in Armut und hat einen bürgerlichen Lebensstil angenommen, zugleich aber ständig neue Armut produziert wird – Leiharbeiter, Zeitarbeiter, Billiglohnsektor, Pauperisierung kleiner Angestelltenmilieus – kann davon gesprochen werden dass ein neues, heterogenes Proletariat am Entstehen ist. Dazu gehört dann auch die Deklassierung von Berufsfeldern die früher mal Hochlohnsektoren waren, z.B. in der IT und im Marketing, Stichwort Dauerpraktikanten und outgesourcte Billigpixler.

Bei Hartmann, Roth und den Materialien für einen neuen Antiimperialismus wird das mit einer Entwicklungstheorie verbunden die nach den Interessen der armen Menschen im Trikont und nach den Möglichkeiten praktischer Solidarität fragt, also sich für die kleinen Leute interessiert und sich von der ausschließlichen Orientierung des alten Antiimperialismus an der Solidarität mit Befreiungsbewegungen abwendet.


Zizek hingegen hat eine operaistische Sichtweise zusammengebracht mit Laclau und Mouffe, die davon ausgingen dass in der postmodernen Gesellschaft andere Kämpfe als bisherige Klassenkämpfe relevant werden, nämlich die Kämpfe marginalisierter Gruppen – Frauen, Schwule, Lesben, Migranten u.a. und dass für diese Gruppen eine Befreiungsperspektive nur sichtbar wird wenn sie ihre radikal subjektive Eigenperspektive gegen den gesellschaftlichen Mainstream wenden.

Wobei Chantal Mouffe als Antwort auf den erstarkenden Rechtspopulismus weltweit einen Populismus von links fordert, der polemisch, laut, aggressiv und politisch unkorrekt zu sein habe, bei ihr vermischen sich die Positionen Foucaults und des Operaismus mit situationistischen Ideen.

Daran anküpfend vertritt Zizek einen radikalen Partikularismus der erst in der Auseinandersetzung mit dem Bestehenden zur Möglichkeit kommt Einfluss auf das Allgemeine zu nehmen oder sogar zum Allgemeinen zu werden. In der gemeinsam mit Detlef Hartmann verfassten Antwort auf Empire von Negri und Hardt läuft das auf eine neue Revolutionstheorie hinaus.

Das markiert in etwa das Kräftevektorenumfeld, in dem sich Zizeks theoretische Vorstellungen entwickelt haben, und das hat nichts wie von Kief behauptet mit einem Philosophen zu tun der Marx grundsätzlich ablehnt weil dessen Lehre zu gewalthaltig sei.

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Zum Operaismus und zu jenen Kämpfen aus dieser Zeit ist unbedingt sehenswert auch von Jean-Luc Godard „Tout va bien“ (1972). Der Film handelt von einer Fabrikbesetzung und zeigt schön, wie man mit üblen Chefs umgeht.

Bei Zizek ist unbedingt auf seine (neueren) Bücher zu Hegel und Marx und auch auf die älteren zu Lacan zu verweisen, weil da einerseits gesellschaftliche wie auch psychoanalytische Ansätze verbunden werden, um die Konditionierung des Subjekts, wie auch die Mechanismen des objektven Geistes zu zeigen. Und in bezug auf die gesellschaftliche Gewalt empfehle ich unbedingt von Zizek "Das fragile Absolute. Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen" Vom Untertitel sollte man sich nicht abschrecken lassen, sei für die Agnostiker und Atheisten hier gesagt.

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Empfehlenswerte neuere Bücher von Zizek
Gewalt - 6 abseitige Reflexionen

Weniger als nichts - Hegel und der Widerschein des dialektischen Materialismus

Living in the End Times

Absoluter Gegenstoß: Versuch einer Neubegründung des dialektischen Materialismus

Wie ein Dieb bei Tageslicht

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Zizek zu Hegel und Marx
So, und hier wird deutlich wie Zizeks Aussage zu Marx, Hegel und dem Kommunistischen Manifest zu werten ist. Da ist in dem was Dieter Kief meinte ein Körnchen Wahrheit, aber eben nur ein Körnchen. Entscheidend ist in welches Umfeld Zizek diese Betrachtungen stellt.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/slavoj-zizek-ueber-das-kommunistische-manifest-heute-wenn.2162.de.html?dram:article_id=416803

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Na ja, Hegel ist in solchen gesellschaftlich-dialektischen Analysen auf alle Fälle die Basis, weil dort eine Vielzahl an Vermittlungen gedacht sind und Gesellschaft nicht statisch gesehen wird, zudem kann man sich bei Hegel von der Analysemethode einiges abschauen. Daß man andererseits Marxens Manifest heute, nach über 160 Jahren nicht mehr eins zu eins übernehmen kann (zumindest nicht für westliche Industriegesellschaften), sollte klar sein und ist eine Trivialität eigentlich. (Davon ab, daß man den Marx der Politischen Ökonomie und den des tagespolitischen Geschäfts sowie der Glossen mit Aktualitätsbezug unterscheiden sollte. Daher rühren sicherlich eine Vielzahl an Interpretationsfehlern.) Und wie Du richtig gezeigt hast, che, hat die heutige Klassenlage anderer Komponenten.

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"Mit der Industrieforschung großen Stils wurden Wissenschaft, Technik und Verwertung zu einem System zusammengeschlossen. Sie verbindet sich inzwischen mit einer staatlichen Auftragsforschung, die in erster Linie den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt auf militärischem Gebiet fördert. Von dort fließen die Informationen in die Bereiche der zivilen Güterproduktion zurück. So werden Technik und Wissenschaft zur ersten Produktivkraft, womit die Anwendungsbedingungen für Marxens Arbeitswerttheorie entfallen. Es ist nicht länger sinnvoll, die Kapitalerträge für Investitionen in Forschung und Entwicklung auf der Grundlage des Wertes der unqualifizierten (einfachen) Arbeitskraft zu berechnen, wenn der wissenschaftlich-technische Fortschritt zu einer unabhängigen Mehrwertquelle geworden ist, gegenüber der die von Marx allein in Betracht gezogenen Quelle des Mehrwerts: die Arbeitskraft der unmittelbaren Produktion, immer weniger ins Gewicht fällt." (Habermas, Technik und Wissenschaft als 'Ideologie', S. 79 f.)


Habermas erfasst nicht das dialektische Wechselverhältnis von Produktions- und Zirkulationssphäre, der tendenzielle Fall der Profitrate findet bei ihm sozusagen nicht statt. Sein Wertbegriff reduziert sich auf die Wertdefinition in Kapital Band 1.


Das würde zur Realität werden wenn von künstlichen Intelligenzen entwickelte und von Robotern gebaute Roboter in Gänze die industrielle Produktion übernehmen würden, hier also die lebendige Arbeit komplett und mit ihr auch das Proletariat komplett verschwindet. In Anlehnung an die in diesen Blogwelten schon aufgetauchten Mad-Max-und Waterworld-Vergleiche wäre das dann eine Harriehausen bis Bladerunner-Welt.

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Im Übrigen möchte ich mal festhalten dass Che hier einen absolut großartigen Beitrag geschrieben hat der Jahrzehnte linker Ideen- und Begriffsgeschichte auf den Punkt bringt, insofern ist das trotz der für einen Blogbeitrag außerordentlichen Länge auch nicht sperrig, sondern komprimiert auf ein paar Seiten Inhalte die normalerweise Bibliotheken füllen. Chapeau!

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Dem schließe ich mich an. Selten eine so konzise Zusmmenfassung gelesen.

Ich würde gern noch ein wenig an dem Umschlagpunkt verweilen, an dem Randgruppen, deren Mitglieder nicht zwingend öknonomisch ausgebeutet werden, zum neuen Proletariat gekürt wurden. Ich verkenne die gute Absicht nicht, bin aber fast geneigt, darin einen Sündenfall, eine Abkehr von der reinen Lehre zu sehen, ab hier dominiert dann das, was der politische Gegner Kulturmarximus nennt, in dem gefühlte Benachteiligungen als gravierender empfunden werden als knallharte ökonomische Ausbeutung. Eine echte Opposition zum neoliberalen Paradigma kann auf diese Weise nicht stattfinden. Um es zuzuspitzen: Wir verdanken der Frankfurter Schule letztlich das linke Moralspackentum. Na, danke...

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Es gibt keinen "Umschlagpunkt,an dem Randgruppen, deren Mitglieder nicht zwingend öknonomisch ausgebeutet werden, zum neuen Proletariat gekürt wurden."


Ich meinte das oben eigentlich deutlich gemacht zu haben, wenn nicht präzisiere ich es noch einmal: Die Theorie von der permanenten Neuzusammensetzung der Klasse hat nichts mit Marcuses Randgruppentheorem zu tun. Hier geht es vielmehr darum, dass, während der Kern der traditionellen Industriearbeiterschaft in den Metropolen kein proletarisiertes Leben mehr führt, ständig neue Berufsgruppen und soziale Schichten proletarisiert werden und deren Ausbeutung aktuelle Wertschöpfung erst möglich macht da sie die Produktionskosten verbilligt. Es sind dies zum Beispiel Leiharbeiter mit Zeitverträgen (VW hat sich mit der WOB-AG, die mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit subventioniert wird, in der Automontage eine Billiglohnkonkurrenz innerhalb des eigenen Konzerns geschaffen), Ein-Euro-Jobber, Schwarzarbeiter (die in solchen Massen als Metzger oder Erntehelfer eingesetzt werden dass sie zu einem ernsthaften Wirtschaftsfaktor werden), aber auch Programmierer und Grafiker die als de facto Scheinselbstständige oder als Langzeitpraktikanten zu einem Bruchteil der normalen Lohnkosten für solche Leute eingesetzt werden, dazu kommt bei migrantischen Leichtlohnarbeitermilieus der Faktor Dritte Welt in der Ersten und schließlich die Auslagerung bestimmter Produktionsprozesse an Subunternehmer im Ausland (verlängerte Werkbank) . Und auch die schlecht bezahlten VerkäuferInnen in Supermärkten oder Bekleidungsläden, die als Angestellte in "klassischen" Zeiten sozial mal oberhalb der Arbeiterschaft angesiedelt waren und heute deutlich unter ihr stehen. War schon mal Thema in dem hier und auf Shifting Reality heftig diskutierten Cluster-Band der Materialen für einen neuen Antiimperialismus von Hartmann und Geppert. Forderung von Roth, Hartmann, Laclau und Mouffe ist dass diese Leute auch ein proletarisches Bewusstsein entwickeln und Formen der Solidarität miteinander entwickeln müssten. Dass sie das nicht tun ist einer der Gründe für das Funktionieren des Systems.

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Ich bezog mich da auf den ersten Absatz nach der Zwischenüberschrift ABSCHIED VOM PROLETARIAT.

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OK, i´ve got you. Festzuhalten ist allerdings dass die damaligen Jugendsubkulturen in keiner Weise politisch korrekt oder moralinsauer waren, der damalige Aufbruch stellte vielmehr einen Frontalangriff auf bisherige bürgerliche Moralvorstellungen dar.

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Auch wieder wahr.

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Ein paar kleine Kommentare dazu.

„Der Klassenwiderspruch hat mittlerweile einen geopolitischen Charakter angenommen, das Weltproletariat ist die werktätige Bevölkerung der drei Kontinente Südamerika, Afrika und Asien südlich der damaligen Sowjetunion, nur von dieser kann eine Revolution die nur als Weltrevolution denkbar ist ausgehen.“

Das halte ich für falsch. Erstmal gibt es inzwischen große Unterschiede zwischen Chinesen/Indern, Südamerikanern und Afrikanern und Muslimen auf der anderen Seite. Asiaten und Südamerikaner haben wesentlich bessere Aussichten, die Armut zu überwinden, als Afrikaner und Muslime. Zunächst mal durch die zurückgehenden Geburtenzahlen (in Kolumbien sieht man das ganz deutlich, die jungen Leute haben nur zwei oder drei Kinder, nicht mehr fünf bis acht oder noch mehr wie früher üblich). Und dann eben durch die fortschreitende gesellschaftliche Modernisierung, die in katholisch oder konfuzianisch/hinduistisch geprägten Gesellschaften auf weniger Widerstand trifft als in afrikanischen oder islamischen Clangesellschaften.

Darüber hinaus haben diese Menschen (abgesehen von einigen wenigen politischen Aktivisten) keinerlei proletarisches „Klassenbewusstsein“, weil ihre Identität von Religion und Loyalität zu ihrem Stamm bzw. Clan geprägt ist. Die Flüchtlinge, die nach Europa drängen, wollen nicht die Weltrevolution vorantreiben oder den Kapitalismus überwinden, sondern sie wollen ein Leben auf dem materiellen Niveau der Europäer, für sich und ihre Familie.

„Aufgabe der Linken in den Metropolenstaaten kann es nur sein, soziale Projekte in diesen Ländern und Flüchtlinge aus diesen Ländern zu unterstützen, jede Form von Ausbeutung dieser Länder zu bekämpfen“
Aufgabe der Linken sollte es sein, die Vorteile unserer Kultur auch den Menschen in der III. Welt zugänglich zu machen. Diese Vorteile beruhen nicht auf einer inhärenten Überlegenheit der europäischen Kultur über alle anderen, sondern auf bestimmten geographischen, biologischen und auch historischen Vorteilen, die Europa genossen hat, ohne dass dies ein Verdienst der Europäer gewesen wäre. Die europäische Kultur entstand 2000 Jahre vor der chinesischen (die die zweitälteste ist), und hatte immer einen entsprechenden Entwicklungsvorsprung, den sie den anderen Kulturen gegenüber nach Kräften ausnutzte. Dass die Europäer Südamerika kolonialisierten und nicht die Azteken Europa, ist darauf zurückzuführen, nicht auf die besondere Bosheit der Weißen gegenüber allen Nichtweißen.

Dazu sollten wir und zu unserer Kultur bekennen und ihre Wertvorstellungen offensiv vertreten, den Individualismus, den Säkularismus, den Liberalismus (in dem Sinne, dass man nicht versuchen sollte, Vorgänge zentral zu steuern, die zu komplex dazu sind), den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der bereit ist, mit allen zu kooperieren, die ihrerseits kooperationsbereit sind, egal welchem Stamm oder welcher Religion sie angehören. Kapitalismus ist kein „System“ und keine Verschwörung weißer Männer zur Unterdrückung der Welt, sondern das Ergebnis zahlloser Handlungen zahlloser Menschen, die alle nur ihren individuellen Nutzen suchten.

Die Völker Afrikas und des mittleren Ostens können das alles genauso wie wir, sie müssen es nur wollen (und wir müssen sie natürlich dabei unterstützen, aber nicht durch Import möglichst vieler von ihnen in unsere Sozialsysteme). Voraussetzung dafür, anderen helfen zu können ist der Fortbestand unserer Kultur in ökonomischer, politischer und sozialer Hinsicht.

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@"„Der Klassenwiderspruch hat mittlerweile einen geopolitischen Charakter angenommen, das Weltproletariat ist die werktätige Bevölkerung der drei Kontinente Südamerika, Afrika und Asien südlich der damaligen Sowjetunion, nur von dieser kann eine Revolution die nur als Weltrevolution denkbar ist ausgehen.“

Das halte ich für falsch. Erstmal gibt es inzwischen große Unterschiede zwischen Chinesen/Indern, Südamerikanern und Afrikanern und Muslimen auf der anderen Seite. Asiaten und Südamerikaner haben wesentlich bessere Aussichten, die Armut zu überwinden, als Afrikaner und Muslime." ------ Ich halte das auch nicht für richtig, außerdem ist die Position selber historisch überholt. Dieser "alte" Antiimperialismus wurde so um 1970 formuliert und wird in einer abgeschwächten Variante vom ANC, dem linken PLO-Flügel und auch Teilen der Labour-Linken sozusagen als traditional noch weitergepflegt.

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@"Darüber hinaus haben diese Menschen (abgesehen von einigen wenigen politischen Aktivisten) keinerlei proletarisches „Klassenbewusstsein“, weil ihre Identität von Religion und Loyalität zu ihrem Stamm bzw. Clan geprägt ist." ----- Das ist in Ansätzen richtig, kann aber auch nicht so pauschal gesagt werden. In Ägypten zum Beispiel, wo ich die Situation aus eigener Anschauung kenne, gibt es ein gehobenes Kairoer Bürgertum, das sicher nicht in Klanzusammenhängen denkt und in politisch-gesellschaftlichen Fragen säkular ausgerichtet ist, ein klassenbewustes Proletariat und Fellachen im Niltal und Beduinen in der Wüste, die sowohl in Stammeszusammenhängen als auch religiösen Regeln denken und bei denen ich mir vorkam wie in die Mittelaltervorlesung versetzt. Ein klassenbewusstes Proletariat gibt es auch auf den Ölbohrfeldern Libyens und Nigerias, in den Minen des Kongo usw.

Bezogen auf einen Großteil der aktuellen Geflüchteten ist Dir aber wohl Recht zu geben.


Wobei ich allerdings Deiner Pauschalisierung "Muslime" nicht zustimme. Darunter fallen Araber, Nordafrikaner, schwarzafrikanische Muslime, Türken, Kurden, Iraner, Afghanen, Pakistani, Bengalen, Aseri, Turkmenen, Usbeken, Tadjiken, Kirgisen, Uighuren, Malayen, Indonesier (Die Schnittmenge "Muslime" und "Asiaten" ist hier sehr hoch, der weitaus größte Teil der Muslime sind zugleich Asiaten), so what?


Die mentalen Unterschiede zwischen muslimischen und christlichen Palästinensern dürften weitaus geringer sein als die zwischen nigerianischen und chinesischen Muslimen.

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