Donnerstag, 10. Dezember 2020
Die Alternative zum Lockdown
Ich hatte es schon einmal ausgesprochen, aber leider scheint im Publikum die Konsequenz kaum wahrgenommen worden zu sein bzw. im Gequatsche untergegangen, also wiederhole ich es noch einmal ganz explizit:

Letztlich müsste, wenn wir diese Lockdownwellen nicht wollen ein gesellschaftlicher Dialog stattfinden anstelle ständiger Verordnungen von oben. Das wäre, ganz ernsthaft, dann aber auch ein Dialog, bei dem diskutiert wird, ob wirtschaftliche Folgen gegen Menschenleben gerechnet werden können und wieviele Opfer denn so verkraftbar sind und wen wir opfern wollen.

Also zumindest die kranken Alten und viele Schwerstbehinderte in den Tod gehen lassen. Euthanasie 2.0

Schade, dass die Querdenker und Impfgegner nicht ehrlich (zunächst sich selbst gegenüber) genug sind das SOOO zu formulieren.

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Unsinn
Es geht auch anders

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Das geht zumindest in Tübingen anders. Ob es auf Hotspotregionen, z.B. bestimmte Berliner und Bremer Kieze, Peine und Wolfsburg übertragbar ist ist die andere Frage. Der Boris Palmer hatte übrigens sich für eine frühe Aufhebung des ersten Lockdowns ausgesprochen und gesagt, dass eine florierende Wirtschaft in der Ersten Welt Voraussetzung sei um Hungertote in der Dritten Welt zu vermeiden und Coronatote unter den Hochrisikogruppen für verschmerzbar gehalten. Palmer wörtlich: " „Ich sag's Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen."

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Aber zumindest sollte es schleunigst überall praktiziert werden, wo es möglich ist, oder nicht?

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Ja, wo es möglich ist. Bei uns bräuchten wir gar keinen Lockdown, 20 Kilometer weiter sieht es schon ganz anders aus.

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Was bitte ist dafür verantwortlich, dass die Tübingen-Strategie nicht schon viel früher von viel mehr Entscheidungsträgern gewählt wurde?

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Kann ich nur mutmaßen. Wahrscheinlich eine Gemengelage aus weit ernsterem Covid-Geschehen in anderen Städten das eine derartiges Vorgehensweise nicht zulässt, einem von Handlungseifer, latenter Panik und straight obrigkeitsstaatlichem Sicherheitsdenken inklusive einer Prise behördlichem Sadismus geprägtem vorherrschenden Diskurs, möglicherweise auch Denkfaulheit.

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Der Palmer ist als Bürgermeister in vielen Dingen ziemlich gut: egal ob kommunale Asylpolitik, Klimapolitik oder jetzt eben die konkreten Maßnahmen in bezug auf Covid-19. In Berlin allerdings, einer Stadt, wo auch sonst viele Dinge der Verwaltung nicht funktionieren - Termine beim Bürgeramt sind nicht unter einer Wartezeit von zwei Monaten zu haben, das eigene Kfz sollte man besser nicht in Berlin anmelden -, sind solche Maßnahmen kaum durchführbar. Es würde zumindest an ein Wunder grenzen in einer Stadt, in der es an vielen Schulen nicht einmal funktionierende Toiletten gibt und Gesundheitsämter nicht einmal genügend Personal haben. Und auch solche Maßnahmen ändern nichts daran, daß Leute sich anstecken, wenn sie zusammenkommen. Man wird also auch den Umgang der Menschen miteinander beschränken müssen.

Herausbekommen muß man unbedingt, wie die Infektionswege und die Verbreitung geschieht. Anfangs waren die Ostbundesländern nicht so stark betroffen, nun sind sie es, auch in ländlichen Regionen. Man muß also mal schauen, welche Ereignisse dafür verantwortlich sind.

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Ich weiß von bestimmten Städten, Wolfsburg, Göttingen und Ludwigshafen, dass es da soziale Brennpunkte gibt wo Großfamilien aufeinanderklebem, partout keine Abstandsregeln tragen und auch keinen Mundschutz einhalten, und da hilft mit Sicherheit keine liberale Regelung nach Tübinger Muster.

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Genau so ist es, che. Das ist in Berlin nicht anders. Und neben den genannten Fällen sind es leider auch sonst viele Leute, die nicht dazu fähig sind autonom und eigenverantwortlich und im Interesse der Allgemeinheit zu handeln. Und wenn das nicht funktioniert - die letzten Monate haben das gut gezeigt - müssen Regeln greifen. Freiwilligkeit ist eine gute Sache. Nur müssen dazu eben die Menschen ein entsprechendes Bewußtsein haben.

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In meiner Familie sah vor dem zweiten Lockdown eine Geburtstagsfeier so aus dass 7 Leute in 2 Meter Abstand in einem Raum saßen und sich unterhielten, lediglich beim Essen war man sich etwas näher aber auf 2 Tische verteilt. Ich vermute allerdings stark dass die Feiern die unterbunden werden sollen ihrem Charakter nach von vornherein anders aussehen.

Ich mache auch noch Kundenbesuche - mit FFP2- oder Nanofiltermaske und Latexhandschuhen.


Habe aber auch schon Kunden erlebt die sagten das mit dem Geld anlegen lohne sich doch eh nicht mehr, das würde ja bald abgeschafft und die Welt würde von drei Familien beherrscht, und die würden kleine Kinder entführen und mit ihnen handeln.

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Hm, böse Zungen behaupten, wenn es tatsächlich Adrenochrome zur Verjüngung gäbe, dann hätte das bei Hillary Clinton nicht wirklich erfolgreich angeschlagen. Eine dieser bösen Zungen in bezug auf VT ist der herrliche Harald Martenstein:

"Madonna übrigens hat, laut anderen Theoretikern, Corona vorausgesagt, indem sie beim Eurovision Song Contest eine Krone trug, lateinisch corona. Ihre Tänzer trugen Atemschutzmasken. Aber wieso ist sie mit dieser Information nicht einfach zu Fox News gegangen? Eine relativ komplexe Theorie behauptet, dass gewisse Eliten seit Jahren Kinder foltern, mithilfe von Corona werde dies verschleiert. Aus den Körpern der Kinder werde ein Verjüngungselixier namens Adrenochrom gewonnen. Auch Hillary Clinton gehöre zum Kundenkreis. Ich will nicht uncharmant klingen, aber so richtig toll scheint Adrenochrom nicht zu wirken. Und Botox ist in der Herstellung unkomplizierter.

[...]

Vor dem ebenfalls verbreiteten Rat, zum Schutz Bleichmittel zu trinken, sei gewarnt. Da lobe ich mir das Kamasha-Institut in Fulda, das nach Rücksprache mit dem Erzengel Michael dazu aufruft, überall Zettel mit der Zahl 537354 aufzuhängen. Diese Zahl möge das Virus gar nicht. So ein Rat ist wenigstens harmlos. Die Idee, dass Alkohol immun macht, ist mir übrigens die sympathischste. Das glaube ich sofort. Echte Verschwörungen, etwa die Watergate-Affäre oder der Sturz der Regierung Mossadegh im Iran, haben überschaubare Ziele. Jemand soll beseitigt, etwas soll vertuscht werden. Warum mögen viele die Idee, dass es Weltverschwörungen gibt? Wir akzeptieren den Zufall nicht. Eine zufällige Mutation bringt die ganze Welt in Unordnung? Unmöglich. Der Gedanke macht Angst."

(Martenstein, Über unterirdische Reptilienwesen und andere Verschwörungstheorien)

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2020/19/harald-martenstein-verschwoerungstheorien-coronavirus

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Hmm, steckt Martenstein denn nicht selber mit IHM im Bunde?

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Mit MIR? Nein!

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Mit dem Satan?

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Schlimmer.

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???? *graus*

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Keyser Söze.

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Aaaaaahh!

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