Mittwoch, 11. Juli 2007
Randbemerkung zum Schreibstil des Wahrheitsministeriums
Landauf, landab liest man, dass Theo van Gogh ein "Provokateur" und "radikaler Aufklärer" war. Diese Sprachregelung, die für sich eigentlich schon ein Bekenntnis zu einer halb neokonservativen, halb antideutschen Weltsicht beinhaltet, scheint die allgemeine Sprachregelung in der Presse zu dem umstrittenen Filmemacher zu sein. Was würde man eigentlich sagen, wenn irgendwo zu lesen sei, dass Michael Kühnen ein "Provokateur" gewesen sei, der hinsichtlich Ausländerangelegenheiten und Außenpolitik "politisch erfrischend unkorrekt" gewesen sei?

Ich meine ja nur....

... comment

 
kann ein mann, der leon de winter unterstellte, er wickle sich beim geschlechtsverkehr stacheldraht um den schwanz und schreie beim orgasmus "auschwitz" dem schwulen kühnen so unähnlich gewesen sein?

ps: abgesehen davon, dass de winter mehr und mehr zu einem jüdischen nazi wird. (näheres dazu auf www.watchblogislamophobie.wordpress.com, stichworte "deutsche schäferhunde", "marokkaner")

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nein, nein
nicht nur meinen, das ist tatsächlich so und zeigt das ärmliche Niveau dieser Leute. Man könnte auch mal ne andere Position einnehmen: wer Muslime »Ziegenficker« nennt, der darf sich nicht wundern, wenn's kracht, nich. Zumindest hat man uns so etwas immer gesagt, wenn man wegen »Wirtschaftsprotesten« (Anti-G8 gab's ja noch nicht), nach München fuhr und die »Harte Hand Bayerns« (so war glaub ich das Zitat von Max »Alkleiche« Streibl) zu spüren bekam.

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da gebich dir recht, mule. wie heißt das schöne sprchwort: "wie ich in den wald hineinrotze, so kotzt es heraus." nicht wahr?

oh, aber nicht, dass mir das jetzt so ausgelegt wird, als wollte ich sagen, die juden seien selber schuld. nein nein! das auf keinen fall!!!! dieser de winter ist nur ein einzelner dummer idiot in seiner glaubensgemeinschaft. und der hmb und der jj und der am und der dp und...und... und ... und alles bedAUERNSWERTE EINZELFÄLLE

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"Frankfurt = No Go Area für Nazis" steht links oben zu lesen. Dirtyraccoons Comment scheint allerdings darauf hin zu deuten, dass das für Arschlöcher, die mit antisemitischen Klischees operieren, nicht gilt...
... aber vielleicht war er ja wieder nur nicht ganz "bei sich"?

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hat dich jemand nach deiner meinung gefragt, antidemokratieteam?? also: husch, husch ins körbchen. :-)

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Aha. Theo van Gogh hat also selbst Schuld. Das war so eine Art Selbstmord, oder wenigstens Mord auf Verlangen oder aktive Sterbehilfe.

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Klar. Kaindl war auch selbst Schuld, Antifasist Genclik hat ihn getötet, weil er es wollte. Nein, im Ernst: Ich hatte seinerzeit den Mord an van Gogh als durch nichts zu rechfertigende, bestialische Bluttat betrachtet. Das macht ihn aber nicht zu einem guten Menschen. Ich hab´s nicht mit de mortuis nihi nisil bene. Jemand, der Witze über kopulierende gelbe Sterne in der Gaskammer machte und die Kritik an islamistischer Frauenunterdrückung als Mittel zur ausländerfeindlichen Hetze instrumentalisierte, bleibt auch ein faschistoider Rassist, wenn er von einem Islamfaschisten ermordet wird. Andernfalls müsste man Ernst Röhm zu den Opfern des Nationalsozialismus rechnen.

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che2001: Ich meinte eher die Kommentatoren.

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der Röhm-Vergleich
gefällt mir außerordentlich gut .....

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Ihr Dhimmis! Sehr ihr nicht, dass Muslime eine ständige, latente Gefahr sind. Für, äh, alles. Im Zweifel fragt einen bissigen Karlsruher, der euch hier ganz genau und in der Pose des abgeklärten Biedermannes erklären wird, (vom Strickmuster her: in geradezu idealtypischer antisemtischer Argumentation!), warum in eigentlich jedem Moslem eine gigantische Gefahr steckt.

Indes:

Das Anti-Demoteam, so ungern ich das sage, hat ansonsten schon Recht, dass Jollys "Einzelfälle"-comment einen üblen Beigeschmack hat.

Was bei denjenigen, die Jolly nicht kennen (und für die sogenannten "Prowestlichen" Blogger ohnehin) durchaus Antisemitimusbefürchtungen wachrufen kann. Jolly zielte aber nicht auf "die" Juden, sondern auf den extremistischen "prowestlichen" Komplex. Und ein Antisemit, wie der Autor des Anti-Demoteams meint, ist Jolly ganz sicherlich nicht.

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Dhimmi-Alarm!
Ihr Dhimmis! Sehr ihr nicht, dass Muslime eine ständige, latente Gefahr sind? Für, äh, alles. Eurabia droht! Im Zweifel fragt einen bissigen Karlsruher, der euch hier und ->hier ganz genau und in der Pose des abgeklärten Biedermannes erklären wird, (vom Strickmuster her: in geradezu idealtypischer antisemtischer Argumentation!), warum in eigentlich jedem Moslem eine gigantische Gefahr steckt.
[Der Muslim an unserer Schule war] sehr beliebt (...) Und der coole Typ von eben mutierte zu einem missionierenden Dogmatiker, der (...) mit äußerster Erregung reagierte [der Muslim] (...) wutentbrannt (...) [der Muslim mit] Überlegenheitsgefühl (...) solch eine Religion mit Allzuständigkeitsanspruch, die den Eroberungsdrang auch und gerade mit Gewalt (...) [Es ist kaum möglich mit Muslimen ein] Miteinander in einem neutralen Staat zu integrieren. (...) die meisten gläubigen Muslime [leisten gegenüber dem demokratischen Staat nur einen] vorübergehenden Waffenstillstand (...) Es war für mich praktisch die erste Begegnung mit dem Islam. Und dann auch noch eine, die mich bisher ganz gut vor Überraschungen bewahrt hat.
Soweit der radikal prokapitalistische Westfunk. Indes:

Das Anti-Demoteam, so ungern ich das sage, hat schon Recht, dass Jollys "Einzelfälle"-comment einen üblen Beigeschmack hat.

Was bei denjenigen, die Jolly nicht kennen (und für die sogenannten prowestlichen Blogger ohnehin) durchaus Antisemitimusbefürchtungen wachrufen kann. Jolly zielte aber nicht auf "die" Juden, sondern auf den extremistischen "prowestlichen" Komplex. Und ein Antisemit, wie der Autor des Anti-Demoteams meint, ist Jolly ganz sicherlich nicht.

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danke für die unterstützung dean, aber es wär nicht nötig gewesen. absurde vorwürfe wedle ich doch weg wie lästige stubenfliegen. :-)

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>Was bei denjenigen, die Jolly nicht kennen durchaus Antisemitimusbefürchtungen wachrufen kann


Röhm und Kühnen hatten sicher auch ihre zärtlichen Seiten.



>Jolly zielte aber nicht auf "die" Juden, sondern auf den extremistischen "prowestlichen" Komplex.


Deshalb erzählt er ja auch ausgiebig von ihnen.



>Und ein Antisemit, wie der Autor des Anti-Demoteams meint, ist Jolly ganz sicherlich nicht.


Nein. Sicher nicht. Antisemiten gibt es überhaupt nicht. Hat es nie gegeben. Wird es nie geben. Die Erde ist eine Scheibe.

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@ first beau : Ach so
stellt jetzt schon das Wahrheitsministerium fest, wer Antisemit ist, und wer nicht? Auch nicht schlecht. Deine Ausführeungen zum AS waren früher schon unterkomplex & inadäquat, und sind es heute immer noch. Insofern eine konsequente Haltung. Ich kenne übrigens auch keine Antisemiten. Was sagt uns das?

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Ekelhaft, wie hier versucht wird, mit verfälschten Zitaten von den peinlichen antisemitischen Ausfällen des eigenen Kumpels abzulenken.

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und ich verstehe nicht wie man aus einer klaren abgrenzung das genaue gegenteil konstruieren kann.

philippsburg strahlt.

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Da hat er Recht. Das ist schon eine sehr deutliche Abgrenzung:


>"nicht, dass mir das jetzt so ausgelegt wird, als wollte ich sagen, die juden seien selber schuld. nein nein! das auf keinen fall!!!! dieser de winter ist nur ein einzelner dummer idiot in seiner glaubensgemeinschaft. und der hmb und der jj und der am und der dp und...und... und ... und alles bedAUERNSWERTE EINZELFÄLLE"



>"ps: abgesehen davon, dass de winter mehr und mehr zu einem jüdischen nazi wird. "

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ja, was steht da? nichts anderes als dass die juden als glaubensgemeinschaft nicht in haftung genommen werden können für eines ihrer durchgeknallten mitglieder.

*gähn*

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so wie ich das jetzt lese, hatte ich ja durchaus noch glück. denn hätte ich de winters schäferhundgeschichte mit abu ghuraib in verbindung gebracht, dann würde man mir jetzt nicht nur antisemitismus, sondern auch noch antiamerikanismus vorwerfen.

loideloide. steckt euer antisemitismuskeulchen wieder ein und geht woanders spielen.

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Vielen Dank für die so schön offen vorgetragenen Sprüche auf gewohntem Niveau. Und es macht »plonk«.

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Netbitch, Dein Plan einer endgültigen Teilung Deutschlands war nicht gut. Dann gäbe es wahrscheinlich Krieg zwischen Badenern, Schwaben, Sachsen und Franken :-)

Und am Ende stehen dann die Eichsfelder wie weiland die Serben vor Dubrovnik auf dem Wartheberg über Göttingen und schießen mit Mörsern Leberwürste in die Wohnviertel der Veganer.

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hmmmm, also so was steht in ungefähr dem selben Ton auch bei Altermedia...

""nicht, dass mir das jetzt so ausgelegt wird, als wollte ich sagen, die juden seien selber schuld. nein nein! das auf keinen fall!!!! dieser de winter ist nur ein einzelner dummer idiot in seiner glaubensgemeinschaft. und der hmb und der jj und der am und der dp und...und... und ... und alles bedAUERNSWERTE EINZELFÄLLE""

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*gähn* wenn euch außer dem dumpfen wiederholen eines falsch verstandenen - und zugegeben: blöd formulierten - absatzes was neues einfällt, sagt bescheid. mein blog scannt ihr ja schon, also: butter bei die fische.

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@che
ich bin dafür, dass wir deutschland in gut und böse teilen: ich gehe zu den bösen. die haben mehr spaß.

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"nicht, dass mir das jetzt so ausgelegt wird, als wollte ich sagen, die türken müssen alle raus. nein nein! das auf keinen fall!!!! diese kelek ist nur eine einzelne dumme idiotin in ihrer volksgruppe. und der fz und der cö und der mk und der vö und...und... und ... und alles bedAUERNSWERTE EINZELFÄLLE"

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na das ist ja nun mal ein echt intelligenter beitrag.

ob ein idiotieteam, ein stolixbewehrter rayson oder die kameraden vom ende der welt ähnlich intellektuelle höhen erklimmen werden? es steht zu befürchten.

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Nachdem mit deinen antisemitischen Ausfällen nun die Tiefen ausgelotet sind, schreckt mich persönlich nichts mehr.

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Blogwart?

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Blogwart?

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"...eines falsch verstandenen - und zugegeben: blöd formulierten - absatzes..."

wie sagt der antisemitische Protagonist in Fassbinders - nicht-antisemitischen - Stück "Die Stadt, der Müll und der Tod" so schön: "Es denkt in mir."

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Echte strukturelle Antisemiten und unechte Antisemiten
@fritztheblitz
Das "es denkt in mir" setzte bei Bezug auf Jolly voraus, dass das von ihm Formulierte ein von ihm tatsächlich Gedachtes repräsentieren würde.

Nun:
1. Bestreitet Jolly dies - und zwar glaubwürdig.
2. Falls der Blitzfrizzer Jollys Blog aufsucht, wird er dort unschwer feststellen, dass Jolly nicht antisemitisch ist. Aber halt vom Treiben militaristischer bzw. Hetze verbreitender Neocons hochgradig genervt ist.

Das sollte eigentlich das Ende der Diskussion um den angeblichen "Antisemitismus" von Jolly sein.

Erstaunlich ist aber, finde ich, dass der antisemitische Argumentationsmuster einsetzende Rayson keinerlei Kritik auf sich zieht - obwohl es im Fall von Rayson sehr eindeutig ist und:

Rayson distanziert sich nicht (!) von seinem übel generalisierenden und zu Hetzzwecken gegenüber Menschengruppen eingesetzten Beispiel einer angeblich latent gewaltbereiten Minderheit. Rayson, als bisher einzige Reaktion dazu, erdreistet sich, eindeutig von ihm verfasste Zitate "verfälschte Zitate" zu nennen.

Nun, es ist ja in Wirklichkeit noch schlimmer: Am Ende einer in seiner Struktur antisemitischen Tirade äußert dieser auch noch Verständnis für das Grundanliegen eines Fascho-Blogs. Echt jezz.

"Ekelhaft" findet es dieser Mensch nur, wenn er bei seinen Querfrontbetätigungen ertappt wird. Das gleiche Spiel übrigens, als er die von ihm propagierte hochrassistische "Bell Curve"-Diskussion zur "Wissenschaft" erklärte...

Verzeihung: Bis heute ist Rayson stolz auf seinen Rassismus propagierenden Beitrag.*

Anders Jolly: Nicht nur, dass ihm faschistoide, faschistische oder antisemitische Grundanliegen tatsächlich grundsätzlich und in jeglicher Hinsicht fremd sind, was er hier noch einmal nachträglich verdeutlicht hat, er distanziert sich zusätzlich von seinem Kommentar bzw. Absatz, der zurecht kritisiert wurde:
- und zugegeben: blöd formulierten - absatzes
Liebe Antisemitismus-Jäger:

Würdet Ihr bitte ausnahmsweise dort aktiv werden, wo es sich wirklich um Antisemitismus handelt? Zum Beispiel dort, wo antisemitische Argumentationsmuster (Beispiel oben) eindeutig sind und - dem Inhalt nach - eben nicht zurückgenommen werden?

*Eine alternative Deutung geht so: Rayson kapiert in diesem Fall (bislang) nicht, dass dieses von ihm hochgeschätzte und pseudowissenschaftliche "Bell Curve"-Gefasel in jeder Hinsicht rassistisch ist, und dieses Nichtkapieren wiederum hat damit zu tun, dass Rayson den Autor des rassistischen, absolut unwissenschaftlichen Machwerkes als Teil seiner eigenen politischen Richtung ausmacht, nämlich dem prokapitalistischen Rechtslibertarismus. Sozusagen ein Freund. Rayson mag halt nicht glauben, dass der von ihm hochgeschätzte "libertäre" Autor unwissenschaftlichen Dünnpfiff zum Zweck der Rassismusverbreitung in Buchform von sich gegeben hat. Anders gesagt: Wenn "libertär" auf dem Buchdeckel steht, wird Rayson unkritisch.

Ich bin mir allerdings nicht so recht sicher, ob diese alternative Deutung den Motiven der Person gerecht wird. Wer lange Zeit gemeinsam mit Faschos geheult hat (jedoch: sich inzwischen sehr eindeutig distanziert hat), an dem bleibt nun einmal ein gewisses Grundmisstrauen haften. Die Beurteilung der Angelegenheit wird zudem davon erschwert, dass der Betroffene aus Selbstschutz (bzw. mangelnder Kritikfähigkeit) seine rassistische Blogveröffentlichung nach wie vor superklasse findet - und sich zu den Vorwürfen nicht äußern mag.

Stattdessen entblödet er sich, zusammen mit einem Autor des Anti-Demoteams, Jolly für einen Antisemiten zu halten. Was ja nun wirklich lächerlich ist.

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The Bell Curve, Jensen & Co als Frontmänner der Neuen Rechten
Das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. In den 1970er Jahren machten die Veröffentlichungen des US-Intelligenzforschers Artur Jensen von sich reden, die vergleichende Zwillingsforschung liefere den Beweis für die Erblichkeit von Intelligenz. Der Impact dieser Veröffentlichungen war so wirkungsmächtig, dass ein Großteil einer ganzen Generation von Pädagogen und Psychologen meinte, ihre bisherigen Vorstellungen einer Chancengleichheit aller SchülerInnen über Bord werfen zu müssen. Bis heute sind solche Vorstellungen nicht aus den Köpfen; ich erinnere mich daran, dass bei der Netbitch ein Blogger das noch verteten hat. Auch in humanbiologischen Lehrbüchern taucht das noch auf. Dabei hatte Jensen nur Studien von Sir Cyril Burt interpretiert, von dem heute bekannt ist, dass er aus einer Depression heraus ganze Gruppen untersuchter Zwillingspaare und Untersuchungsergebnisse sich einfach ausgedacht hatte. Die Zwillingspaare wie auch die Assistenten, die die Auswertungen kontrolliert hatten, haben nie gelebt. Jensen aber unternahm seine Veröffentlichungen im Zusammenhang mit COINTELPRO, dem Counterinsurgency Intelligence Project von CIA und FBI, das der Zerschlagung der Black-Power-Bewegung diente und sich so feiner Methoden wie dem Einschleusen von Heroin in die Ghettos bediente und gehört zu einem Netzwerk, dem auch Alain de Benoist, Jean Marie le Pen, der Neonazi-Multifuntionär und Schriftführer des Grundeigentümervereins von Hamburg-Blankeneese Jürgen Rieger sowie der Verhaltensforscher Irenäus Eibl Eibesfeldt und der Verhaltenspsychologe Hans Eysenck angehören. Es sieht so aus, als ob sie weltweit die Speerspitze der rechtsextremen Intelligenz bilden würden.

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Weil noch niemand darauf hingwiesen hat, mache ich es jetzt: Heute ist der Tag, zu dessen Ehren der große G. W. F. Hegel alljährlich eine Flasche Rotwein geöffnet hat.

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1. Allons enfants de la Patrie
Le jour de gloire est arrivé
Contre nous de la tyrannie
|: L'étendard sanglant est levé :|
Entendez vous dans nos campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras,
Égorger vos fils, vos compagnes!

Aux armes citoyens!
Formez vos bataillons!
Marchons, marchons,
Qu'un sang impur
Abreuve nos sillons.




2. Que veut cette horde d'esclaves
De traîtres, de Rois conjurés?
Pour qui ces ignobles entraves,
|: Ces fers dès longtemps préparés? :|
Français! pour nous, ah! quel outrage!
Quels transports il doit exciter!
C'est nous qu'on ose méditer
De rendre à I 'antique esclavage!

3. Quoi! des cohortes étrangères
Feraient la loi dans nos foyers!
Quoi ! ces phalanges mercenaires
|: Terrasseraient nos fiers guerriers :|
Grand Dieu! par des mains enchaînées
Nos fronts sous le joug se ploieraient!
De vils despotes deviendraient
Les maîtres de nos destinées!
4. Tremblez, tyrans! et vous, perfides,
L'opprobre de tous les partis,
Tremblez! vos projets parricides
|: Vont enfin recevoir leur prix. :|
Tout est soldat pour vous combattre,
S'ils tombent, nos jeunes héros,
La terre en produit de nouveaux
Contre vous tout prêts à se battre.

5. Français! en guerriers magnanimes
Portez ou retenez vos coups.
Épargnez ces tristes victimes
|: A regret s'armant contre nous. :|
Mais ces despotes sanguinaires,
Mais ces complices de Bouillé,
Tous ces tigres qui sans pitié
Déchirent le sein de leur mère!

6. Nous entrerons dans la carrière,
Quand nos aînés n'y seront plus
Nous y trouverons leur poussière
|: Et les traces de leurs vertus. :|
Bien moins jaloux de leur survivre
Que de partager leur cercueil,
Nous aurons le sublime orgueil
De les venger ou de les suivre.

7. Amour sacré de la Patrie
Conduis, soutiens nos bras vengeurs!
Liberté, Liberté chérie!
|: Combats avec tes défenseurs. :|
Sous nos drapeaux, que la victoire
Accoure à tes mâles accents,
Que tes ennemis expirants
Voient ton triomphe et notre gloire!

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Oder auch Ferdinand Freiligraths 1848er-Variante:

Frisch auf zur Weise von Marseille,
Frisch auf ein Lied mit hellem Ton!
Singt es hinaus als die Reveille
Der neuen Revolution!
Der neuen, die mit Schwert und Lanze
Die letzte Fessel bald zerbricht.
Der alten, halben singt es nicht!
Uns gilt die neue nur, die ganze!
Die neue Rebellion!
Die ganze Rebellion! Die ganze Rebellion!
Marsch! Marsch! Marsch! Marsch!
Und wär´s zum Tod! Und unsre Fahn´ ist rot!
Der Sommer reift des Frühlings Saaten,
Drum folgt der Juni auf den März.
O Juni, komm und bring uns Taten!
Nach frischen Taten lechzt das Herz!
Laß´ deine Wolken schwarz sich ballen,
Bring uns Gewitter, Schlag auf Schlag!
Laß´ in die ungesühnte Schmach
Der Rache Donnerkeile fallen!
Die neue Rebellion!
Die ganze Rebellion! Die ganze Rebellion!
Marsch! Marsch! Marsch! Marsch!
Und wär´s zum Tod! Und unsre Fahn´ ist rot!

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Jürgen Rieger macht(e) mit bei COINTELPRO??? Ich meine, mich auszukennen in dem Bereich, aber das hab ich noch nie gehört. Che, bitte kläre mich auf.

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Nein, Jürgen Rieger ist "Vorsitzender der Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung", die eng mit der US-amerikanischen Northern League zusammenarbeitet, einer Scharnierorganisation zwischen Ku Klux Klan und dem Spektrum Thule-Gesellschaften/Nordischer Ring. Artur Jensen und Alain de Benoist gehören zum wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift "Neue Anthropologie", die in der Tradition des NS-Theorieorgans "Volk und Rasse" steht und das zentrale Publikationsorgan der Gesellschaft ist. Regelmäßige Autoren dort waren über viele Jahre Hans Eysenck, F.K. Jungklaaß, Robert Hepp, Konrad Lorenz, Helmut Schröcke und Pierre Krebs. Wiederholt publizierte die "Neue Anthroplogie" Manifeste, die von verschiedenen prominenten Personen unterzeichnet wurden. Mal wandten diese sich gegen Migration nach Deutschland, mal forderten sie Freiheit für die Behauptung der "wissenschaftlichen" Position, dass Intelligenz erblich sei. Zu den Mitunterzeichnern eines dieser Manifeste gehörte auch Herrnstein. Die Verbindung Jensens zu COINTELPRO hat nichts mit Rieger zu tun, diese Personen aber miteinander.

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Verbindungen
...sind in solchen Angelegenheiten ohnehin eine spannende Angelegenheit. Man ist zwar mitunter geneigt, teils zufällige Überlappungen von Aktivitäten als Muster zu erkennen, voreilig, aber mitunter fallen über eine Verbindungsanalyse richtige Muster auf, solche, die man schwerlich auf Zufälle schieben kann. So fällt beispielsweise auch auf, dass es zahlreiche (!) Verbindungen von Teilen des "libertären" eifrei-Umfeldes a) zur Neuen Rechten gibt sowie b) zur rechtsgerichteten, angeblich "transatlantischen" Thinktankszene. Es ergibt sich der Eindruck, dass einige Erscheinungen im amerikanischen Rechtsextremismus als Blaupause verwendet werden.

Übrigens, auch als Recherchetipp: Wenn man die heutigen Aktivitäten des "german marshall Fund" - und Seitenverästelungen - betrachtet, so erhält man recht ähnliche Muster und Aktivitäten (auch in unserem Land) wie bei COINTELPRO. Allerdings läuft das heute nicht unter dem Oberbegriff "Spionageabwehr", sondern diesmal unter "Terrorbekämpfung".

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Und zwar nicht dem Neonazi- oder Militia-Rechtsextremismus, sondern einer Richtung des US-Rechtsextremismus, die, ich sage mal, eine Interessengemeinschaft mit den Falken in CIA und Pentagon hat.

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Genau dort, wo man den von Islamisten ermordeten Theo van Gogh (ein Freund von Pim Fortyn) als "Kämpfer für die Freiheit" darzustellen versucht - und den Mord an van Gogh als eine Art Zeitenwende "im Kampf gegen den Terror" bzw. gegen "Islamfaschismus" und/oder man faselt von einem drohenden "Eurabia".

Der Hardcorefraktion (nach deutschen Maßstäben: klare Rechtsextremisten) der amerikanischen Konservativen gilt die Ermordung von van Gogh als Beweis, dass man sich auch in Europa im "weltweiten Kampf gegen den Islam" befände, man setzt einfach "den" Islam mit "weltweiten Terror" gleich - und schwupps - hat man einen weltweiten bellizistischen Anlass inkl. Begründungen für den Abbau von Bürgerrechten...

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Aber nein, Dr. Dean: Theo van Gogh war ein lupenreiner Liberaler! Auch wenn er vielleicht über einen seiner Landsleute seltsame Sprüche gemacht hat, oder die Mitglieder einer anderen Glaubensgemeinschaft als "Ziegenficker" bezeichnete - es war in Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung. Was konnte es ihn da scheren, dass der andere sich vorgenommen hatte „ein gutes Glas Wein auf die Nachricht vom Tode Theo van Goghs zu trinken“... aber auch er: ein lupenreiner Liberaler, der sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahm und -nimmt: sehr liberal... So ist das eben mit so manchem Liberalen und den zweierlei Maß.

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Ich habe ja diesen Film Submission tatsächlich gesehen und würde den als mit Koranzitaten gespickten SM-Softporno bezeichnen, vor dem sich flagellantisch veranlagte Leute wahrscheinlich einen runterholen werden.

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Einen Mann wegen eines Softpornos umzubringen oder es zu versuchen, ist tatsächlich verabscheuenswert im Sinne der Aufklärung und kann nur von übelsten Fundamentalisten und deren fehlgeleiteten "Werkzeugen" vollbracht werden.

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Politischer oder religionsfundamentalistischer Mord hat i.d.R. übelsten Einfluss auf eine Gesellschaft. Derartiger Mord ist zugleich immer ein Anschlag auf die Freiheit einer Gesellschaft. Insofern ist an derartigen Mord nichts schönzureden, aber es verwundert, dass diejenigen, welche den Mord um Theo van Gogh besonders herausstellen, andere Mordstaten aber nicht erwähnenswert finden, z.B. diverse Konzernaktivitäten in Drittweltstaaten, oder den Irakkrieg mit Zigtausenden von Inhumanitäten seitens der v.a. aus überforderten Jugendlichen bestehenden amerikanischen Armee usw. usf.

Nimmt man die Zahl der Toten als Maßstab für die Gefährdung, so rechne ich - für Europa - den islamischen Fundamentalismus als eine nur drittklassige Gefahrenquelle. Anderes ist nun wirklich wichtiger. Zum Beispiel bessere (und personalintensive) Hygiene in Krankenhäusern - zur Verhinderung tausender von Todesfällen anhand multiresistenter Keime.

Oder ein anderes Beispiel: Es bringen sich in Deutschland jedes Jahr Vieldutzende von Menschen um (!), weil sie mit teils brutalen Methoden von Arbeitgebern gekündigt wurden. Wer "den" Islam oder einen "Islamfaschismus" in Deutschland zur Gefahr erklärt, wer wie z.B. Rayson (oder ein beliebiger anderer neoconnardischer Herrenclub-Blogger) deutsche Muslime als schlummernde Gewalttäter zeichnet, der darf darum z.B. zu schlimmen Problembereichen im Kapitalismus nicht schweigen.

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einen vollkommen ahistorisch denkenden menschen wie rayson, dem solcherlei kontexte ein buch mit sieben siegeln sind, hier als beispiel anzuführen, halte ich für falsch, da vollkommen irrelevant.

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Ach, so ahistorisch ist Rayson vermutlich nicht. Was der "deutsche Herrenclub" als Steigbügelhalter der Herrschaft des Nationalsozialismus geleistet hat - und inwieweit mit den Positionen dieses "deutschen Herrenclubs" starke Ähnlichkeiten zur rechtslibertären Denkrichtung bestehen: Das wird er wohl wissen. Oder glaubst Du wirklich er kennt keinen Heinrich von Gleichen-Rußwurm, keinen Juniclub, keine Sozialdarwinisten der Weimarer Zeit und auch nicht Eduard Stadtler usw.?

Ich denke Du unterschätzt ihn. Immerhin kennt er ja auch die rassistische "wissenschaftliche" Literatur über die "Bell Curve". Wer die awissenschaftlichen Machwerke von Charles Murray kennt und lobt, muss sehr gebildet sein.

Und ist eben nicht nur ein einfacher, einer primitiven Politsekte anhängender, Controler aus Karlsruhe, der seine persönliche Interessenlage mit gesellschaftlichen Notwendigkeiten verwechselt.

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in ordnung. für blöd habe ich rayson sowieso nicht gehalten. :-)

vergessen darf man bei dieser sache, nämlich dass sie jegliche steuerzahlung als diebstahl des staates werten, nicht, dass solche leute als selbständige oder kleingewerbetreibende "clever" genug sind, gar keine steuern zu bezahlen. insofern nichts zum gemeinwohl beitragen. insofern eigentlich auch nichts zu sagen haben. ;-)

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Jolly! Jetzt argumentierst Du aber neoliberal. Wer nicht verwertbar ist, ist ja - in der neoliberalen Ideologie - ein übler Sozialschmarotzer. Nein, wir sind anders - gehen wir einfach davon aus, dass der Mann das gleiche Hobby wie wir hat (:Politik), dieses Hobby auf merkwürdige aber sehr eifrige Weise betreibt, und ansonsten ein guter Gatte (bzw. Freund) seiner Frau ist, und zudem ein meist angenehmer Gesellschafter. Trotz geringer Steuern, die er zahlt (deutlich weniger als die Steuern, die ich zahle), hat er auch etwas zu sagen.

Wir sind Demokraten.

Leider sagt er nicht immer das Richtige, zum Beispiel, wenn unser rechtsdrehender libertärer Katholik oben (s.o.) aus einem ziemlich untypischen Einzelfall während seiner Jugend einen generalisierenden Verdacht gegen alle Anhänger des Islam schneidert. Womöglich weiß er garnicht, was für einen gigantischen Bockmist er da verbreitet. Aber: Ein entzückender Mann (u. ggf. auch Hundefreund, Gärtner, Musikliebhaber oder was auch immer) wird er vermutlich dennoch sein.

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@Jolly & Dean:

Ich will euch in trauter Zweisamkeit ja nicht stören, aber es schlichtweg nicht der Fall, daß Rayson die Bell Ciurve lobte, wenn ich micht recht entsinne, hat er sie für wissenschaftlichen Humbug erklärt.

Das ist nicht okay, hier ständig Verdrehungen zu wiederholen, um auf einzelnen Personoen rumzuhacken.

Seine Frage bezüglich dieser widerlichen Kurve war, was denn der Fall wäre, wenn irgendjemand im Gegensatz zu den den hirnrissigen Kurvenmalern nun tatsächlich feststellen würde, daß es da ein "Intelligenzgefälle" gäbe. Das ist zwar schon hanebüchen genug, weil es in der Tat die Möglichkeit "rassischer Eigenschaften" vorraussetzt und somit als Fragestellung bereits rassistisch ist, weil man eben so eine Frage gar nicht sinnvoll stellen können kann, ist aber was anderes, als Dean hier fortwährend behauptet.

Ebenso hat er islamische Mitschüler nicht als tickende Zeitbomben bezeichnet, sondern ein Beispiel bringen wollen, wie dieser als Ideologie-Religion zu Irrationalismus mit äußerst aggressiven Seiten führen kann. Was ja auch für den Katholizismus gelten kann.

Das ist mit traditionellen Formen des Antisemtismus tatsächlich vergleichbar, wo dann eben die Weltsicht einer bestimmten Religion auch bestimmte Handlungen bei Personen vermeindlich hervorbrächte und auch allerlei Gerüchte über das vermeindliche Tun von Juden tatsächlich regelmäßig zu Progromenb führte.

Dann ist aber auch eure Neoliberalismus-Kritik tatsächlich strukturell antsemitisch, weill eben jene Struktur, "Ideologie verursacht Handlung", da die maßgebliche ist. Das ist im Grunde genommen sowas wie Ideologekritik, was Rayson da versuchte.

Mit der rassistschen Variante des Antisemtismus - die können sich noch so oft taufen lassen, die bleiben verdorben - hat das aber nix gemein. Diese rassistische Variante gibt es auch in aktuellen Diskussionen, daß beispielsweise Eurpoa "demographisch überwuchert" würde, daß also jeder Muslim bereits per Geburt Träger bestimmter Eigenschaften sei. Die vertritt Rayson aber ganz ausdrücklich nicht.

Nun laßt mal die Kirche im Dorfe, das hat was von Rufmord. Ist ja alles schlimm genug, aber eben nicht das, was behauptet wird.

Ich empfand dieses Mitschüler-Beispiel ganz klassisch als die außerordentlich gefährliche Generalisierung von Negativ-Sterotypen und die Fragestellung bzgl. der dezidiert zurückgewiesenen (!!!) Bell Curve als ein etwas albernes Zündeln an vermeindlicher "Political Correctness" und insofern beides alles andere als in Ordnung, aber man muß schon noch auf das eingehen, was da wirklich gesagt wird.

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Was soll das? Ist es der Abschied vom "bösen Mainstream"?
Ich sehe dies Einführung von Murrays Machwerk durchaus als gezieltes Zündeln an vermeintlicher "Political Correctness":
Ich weiß, welches Ergebnis ich gern hätte. Nämlich, dass dem nicht so ist. Ich misstraue den Forschungen, die uns das Gegenteil suggerieren. Aber ist das ein Grund, die Forscher, die zu diesem Ergebnis gekommen sind, zum Schweigen zu bringen? Ihre Ergebnisse deshalb nicht für publikationswürdig zu halten, weil sie moralische Tabus verletzen?
Es sieht in der gewählten Formulierung für mich so aus, dass Rayson die Richtigkeit von Murrays Aussagen für wahrscheinlich genug - und damit für erörterungswürdig hält. Auch ist er - möglicherweise - mit dem Forschungsziel und der verwendeten Methodik einverstanden.

Okay - man kann Rayson, der Kritiker seiner Auffassungen in diesem Zusammenhang "Hassblogger" nennt (was in dieser Heftigkeit fast verständlich ist - denn wer möchte sich schon gerne vorwerfen lassen, dass er rassistische Diskurse einzuführen versucht?), im Kontext auch anders verstehen, nämlich, dass er lediglich wünsche, Murrays Elaborate nicht rassistisch zu nennen - und bitteschön nur unwissenschaftlich. Indes bezieht Rayson in der Frage der Wissenschaftlichkeit durchaus Stellung und nennen Murray - ausgerechnet auf dem Feld der Intelligenforschung einen Ernst zu nehmenden "Forscher". Huch?!

Wozu das Ganze? Was soll das?

Ich vermute: Entweder zur Einführung eines rassistischen Diskurses in die deutsch-rechtslibertäre Szene (:seine Szene!), was dann gut zu seinen auffälligen Generalisierungen gegenüber "den" Muslimen passen würde - oder aus voreiligem Respekt gegenüber dem libertären Ideologen Murray.

Vermutlich ist es Letzteres.

Dazu kommt eine bei ihm tief ausgeprägte Abneigung gegen sogenannte "Denkverbote" - wobei allerdings verwundert, welche (!) Gegenstände Rayson wählt, um angebliche Denkverbote sichtbar zu machen. In Raysons politischer Welt sind es die bösen Linken mit ihren furchtbaren Denkverboten....

Rayson meint zum "Verdikt" rassistisch:
Nein. Mit dem Verdikt “rassistisch” schafft man höchstens Märtyrer, aber man setzt sich gleichzeitig nur einem neuen Verdacht aus. Dem, die Wahrheit unterdrücken zu müssen, weil sie herrschenden Interessen nicht in den Kram passt.
Murray als Märtyrer? *lol* Vielleicht passt diese Aussage von Rayson dazu:
Man sieht, ich habe mich mit der Materie nicht beschäftigt.
Wie bereits gesagt: Wäre Murray kein Vorzeigelibertärer, hätte sich Rayson vermutlich kritischer geäußert.
Das ist eben der Preis, wenn man sich aus dem bösen Mainstream mit seinen faulen Kompromissen verabschiedet.

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@Dean:

So kann ich auch wieder mit dem umgehen, was Du schreibst :-) ...

Ich glaube nicht, daß es im von Dr geschildeterten Sinne um Lagerdenke geht, sondern ihm zumindest eher um das Thema "Was ist, wenn ist, was (aus moralischen Gründen) nicht sein darf". Daß die Fragestellung der Kurve als solche völlig bescheuert ist, daß das nicht aufgefallen ist, das ist das eigentlich gruselige.

Ansonsten ist ja schon eine weitergehende Frage, ob man durch das Unterbinden von Publikationen irgendein z.B. verfassungsfeindliches Denken unterbinden kann. Ich bin da unentschiedener als andere.

Zum Punkt mit den "Märytrern": Das ist wohl tatsächlich nur aus deren Lager heraus verständlich und ein jetzt gar nicht Rayson betreffend, sondern ein ganz generell außerordentlich widerlicher Punkt: Die rezipieren Antirassismus fast nur noch als linke Strategie, andere mundtot zu machen. Und wermundtot gemacht wurde, ist dann eben ein Märtyrer. Gibt ja mittlerweile richtige Anti-Anti-Rassismus-Wellen, was schlimm ist, woran nun aber das linke Lager auch nicht nur unschuldig ist.

Weil's strukturell analog zu dem inflationären Antisemtismus-Vorwurf aus dem liberalen und antideutschen Lager, den ja auch keiner mehr ernst nimmt, ist. Das ist fatal. Weil dann in solche Lücken stoßen kann, daß diese blöde Kurve überhaupt noch ausgebuddelt werden kann. Und daß man die ausbuddelt, das finde ich auch Scheiße.

Und genau da entsteht dann bei vielen, und das habe ich bei Raysons Eintrag auch problematisch gefnden, so eine seltsame Lust am rassistischen Klischee im Gegenzug. Klar merkt man das auch bei ihm, den Vorwurf muß er sich gefallen lasen. Irgendwie befreit man sich wohl von einer morallischen Last, wenn man "Neger" sagt - bitte rein beschreibend lesen, ich finde das schlimm, das gibt's aber immer häufiger, dieses Phänomen ...

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Und genau aus diesem Grunde sagte eine Schwarze in meinem Bekanntenkreis, als die politisch korrekten AntirassistInnen in ihrem Bekanntenkreis ihr mit offenem Mund den Erzählungen von ihren wüsten sexuellen Abenteuern lauschten, mit breitesten Grinsen, 30 cm mit den Händen zeigend: "So ist die Negerin, soooone tiefe Muschi!"

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Was Ihr da nicht alles hineinlest in den Text von Rayson, ist immer wieder erstaunlich. Gerade auch die angebliche "Lust an der Provokation".

Gut, daß Momorules das hineinliest, liegt vermutlich auch daran, daß ein anderer sich wie bei ihm üblich in der Kunst des selektiven, Sinn entstellenden Zitierens übt. Raysons Aufmacher lautete nämlich

"Kein Leser dieses Blogs wird überrascht sein, wenn ich gestehe, dass meine Sympathie für den werten Professor Hoppe aus Las Vegas nicht besonders ausgeprägt ist. Und dass ich ihm eine Nähe zu allerhand Gesocks unterstelle, mit dem keiner unserer Blogautoren irgendetwas zu tun haben möchte. Und dass ich im Zweifel eher bei den Jungs von Paxx bin als bei dem. Klar, der Mann will provozieren, wenn er Geächtete zu einer Konferenz einlädt."

Der Anlaß seines Blogeintrages war eine dubiose Konferenz von Hoppe, und von dessen Lust am Provozieren distanziert sich Rayson ausdrücklich. Wer wissen will, worum es in dem inkriminierten Blogeintrag ging, muß eigentlich nur den letzten Satz lesen:

"Aber eine Vermischung von Moral und Wissenschaft gibt zu Misstrauen Anlass."

Es geht darum, daß in verschiedenen gesellschaftlichen Subsystemen unterschiedliche Spielregeln gelten, und daß es nicht sinnvoll ist, z.B. die Regeln der Politik auf die Wissenschaft anzuwenden. Und da hat er völlig recht. Wenn die Bell-Curve-Studien wissenschaftlich unhaltbar sind, wovon wir wohl ausgehen können, dann können wir darauf vertrauen, daß der Wissenschaftsbetrieb mit seinen ihm eigenen Mitteln schon dafür sorgen wird, daß es dieser Firlefanz nicht in den Kanon des wissenschaftlich abgesicherten Wissens schafft.

Wenn man hingegen mit politischen Mitteln interveniert (also: mit politischen anstelle von wissenschaftlichen Argumenten und Methoden), dann erreicht man möglicherweise sogar das Gegenteil von dem, was man intendiert hat: Die Betroffenen können sich als Opfer von Hexenjagden inszenieren. Interveniert man nicht politisch, dann gelten sie als schlechte Wissenschaftler. Tut man es doch, dann gelten sie womöglich als verfolgte Unschuld.

Auf dieses Risiko weist Rayson hin. Das könnte auch jeder selbst herausfinden, der den Text komplett liest, ohne von vornherein bösartige Interpretationsabsichten zu verfolgen, die in Richtung Rufmord gehen.

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Ich kann aus verschiedenen Gründen nur empfehlen, nicht nur den Beitrag selbst zu lesen, sondern auch die Diskussion darin bis zum Schluss, wo Stefan Blankertz (ja, der pöhse Libertäre) die aus der "Bell-Curve" abgeleiteten simplifizierenden Aussagen auseinandernimmt.

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@Statler & Rayson:

Sach ich doch ;-) ...

Den Kontext kann man doch trotzdem nicht außer Acht lassen, auch jenen nicht, aus dem heraus Neo-Faschisten wie Herr Hoppe agieren, und wer so etwas überhaupt in sein Blog holt, muß zumindest damit leben, daß man sich fragt, warum denn eigentlich.

Ich diskutiere ja auch nicht Herrn von Treitschke oder wie der hieß - das war doch der mit "die Juden sind unser Unglück"? - oder widerlege Freuds Neurosenlehre hinsichtich Homosexualität, weil ich dann eben fortwährend den diskriminierenden Müll auch noch reproduziere, selbst wenn ich ihn komplett ablehne und zurückweise.

Habt ihr mal das "Haß spricht" von Frau Butler gelesen? Ich auch noch nicht ganz, aber dieses Argument, daß man beim Zurückweisen von "Hate Speech" natürlich ständig deren Inhalte reproduziert und so auch fortschreibt, das hat mich schon überzeugt ...

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Der Witz ist doch der, dass Neurechte (Jensen wurde ja schon genannt) ganz explizit versuchen, mit scheinbar wissenschaftlichen Modellen ihr Menschenbild in der Diskussion zu etablieren, und das blieb keineswegs einflusslos - der Zwillingsblödsinn ist bis heute ja in vielen Köpfen. Insofern kann ich mich Momo nur anschließen - und über Butler hinaus von Schwarz und Reinfeld "Biopolitische Konzepte der Neuen Rechten" empfehlen, eine ganz kurze Schrift aus der Reihe der DISS-Texte.


Ansonsten vgl. diese zugegeben äußerst sperrige Diskussion:


http://rebellmarkt.blogger.de/stories/303345/#303814


http://netbitch1.twoday.net/stories/846353/

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"Nun laßt mal die Kirche im Dorfe"
@momorules: würde man auf der gegenseite dieselbe da lassen wo sie hingehört, nämlich am brunnen, dann hätte ich auch kein problem, das wirtshaus an seinem angestammten platz zu lassen.

wenn aber rayson meint, er muss mir antisemitische ausfälle vorwerfen und sich der lächerlichkeit preisgeben, dann soll er. mich schert das einen....
vielleicht drücken ihn die steuern, die er nicht zahlt.

who knows? and: whose nose?

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@momorules
Antisemitismus hat nichts mit Religion zu tun, deshalb (und aus anderen Gründen) geht der Vergleich nicht. Ich weiß nicht, warum das so schwer zu kapieren ist. Antisemitismus heißt nicht lediglich »Judenfeindschaft«, sondern denjenigen Juden zu lieben, den man für seine antisemitische »Argumentaion« braucht.

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Das ist zwar richtig, aber wo und wie genau gehört es in diese Diskussion?

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Naja
einige verteidigen sich ja hier gegenseitig (und schon länger in anderen postings) mit dem Argument, XY ist kein Antisemit, weil aus seinen Sätzen kein »Judenhass« strömt. So wird man nie einen Antisemiten finden ....

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Das ist grundsätzlich richtig, jedoch in diesem speziellen Fall ist die Verteidigung durchaus berechtigt. Dazu muss man die Betreffenden allerdings im realen Leben kennen, aus den Postings wird es nicht ersichtlich.Bezüglich Rayson schließe ich mich hingegen Momorules an.

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@The Mule:

Kannst Du bitte Deinen Tonfall mal etwas mäßigen? Diese Leute, die durch's Internet ziehen, um wildwütig über jeden herzufallen, bei dem sie annehmen, er könnte ihr akut gerade besonders schmerzendes Vorurteil u.U. bestätigen, nerven ...

Natürlich gab's zumindest traditionell auch die religiös motivierte Judenfeindschaft - und diese Neu-Eingemeindung durch Christen im Sinne der "jüdisch-christlichen Wurzeln" gibt's zudem auch gerade frei flottierend in dieser hiesigen Kultur, was ich Juden gegenüber ziemlich frech finde (auch wenn Jesus sich als solcher verstand), diese jetzt auch noch mal eben so nebenbei für Inquisition, Hexenverfolgung und Progome an ihnen selbst auf diesem Wege mitverantwortlich zu machen.

Und natürlich gibt's ebenso die Form des reinen Instrumentalisierens, die Du beschreibst und die Dir in Deinem eigenen Diskussionsstil so fremd ja auch nicht zu sein scheinen, auf andere Gegenstände und Personengruppen bezogen.

Abgesehen davon habe ich hier außer Rayson überhaupt niemanden verteidigt.

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Wobei am Rande noch erwähnt werden könnte, dass niemand sicher sein kann, ob derjenige, dem Antisemitismus unterstellt wird, selber Jude mit Opferbiographien in der Verwandtschaft ist. Ich mein´ja nur so.

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@momorules
also, wildwütig würde ich das ja nicht nennen, was ich da gemacht haben soll. Der AS, den Du meinst, der ist halt oldschool, gibt natürlich noch, is aber nicht das spannende Ding, denn die Karawane ist weitergezogen. Wir müssen den AS mehr reflexivieren. Heutzutage sind Leute, die sich wieder freuen, »daß es Juden in Deutschland gibt«, von dieser Liga.

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Kognitive Dissonanz
@Mule: Du hast offensichtlich ein massives Problem in Sachen kognitiver Dissonanz. Du scheinst so antiantisemitisch zu sein, dass du überhaupt nix mehr mitkriegst. Willkommen in der Broderliga!

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Danke
wenn Du motzt, dann weiß ich wenigsten, daß ich richtig liege.

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Sicher, denn die Heilige Inquisition kann nicht irren und bekommt immer die richtigen Antworten.

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