Freitag, 31. Juli 2020
Zum Umgang mit Paranoia
Dr. Dean zeigt hier mustergültig, wie man mit Verschwörungstheorien bzw. Verdachtsvermutungen mit paranoider Grundstruktur umgeht:

https://rebellmarkt.blogger.de/stories/2767816/#2778026

Es werden einfach sehr naheliegende Fragen gestellt, auf die wir in früheren Diskussionen auf diesem Blog sehr leicht hätten kommem können. Warum wurde in einem Labor, das Mitte April einen allgemeinen Screening-Test anstelle des ORF1-Tests einsetzte bzw. auf den ORF1-Test verzichtete nicht einfach angerufen, um zu fragen, warum die das machen?


Stattdessen unterstellte gelegentlich2020, ohne das aber ganz explizit auszudrücken, ominöses Geraune gehört zum Geschäft, dass wohl viele wenn nicht alle Labore in Deutschland so vorgehen würden und wir daher keinerlei vailde Zahlen hätten.


Ich kenne nun paranoides Denken - also strukturell paranoides Denken, nicht das was im Kopf eines Psychotikers vorgeht - aus eigenem Erleben aus der Zeit, als ich mich kurzzeitig in der Suchoptik der Terroristenfahndung befand. Meine Briefe kamen eine Stunde später an als die meiner Mitbewohner und waren geöffnet, mein Telefon wurde überwacht. Das Haus wurde observiert. Ich besuchte eine Szene-WG, anschließend kam ein Justizbeamter in Uniform und schrieb die Namen auf den Klingelköpfen auf. Ein Scherenschleifer eines Betriebes der nicht im Telefonbuch stand klingelte an der Wohnungstür, bot seine Dienste an und fragte, ob es Waffen im Hause gäbe.

Es war ganz offensichtlich dass ich das merken sollte, es war Psychoterror. Irgendwann wusste ich nicht mehr wem ich noch trauen konnte, Kommilitonen meinten ich wirke gehetzt.

Dann hatte mein Anwalt eine gute Idee: Scheinwerfer umdrehen. Immer Kamera dabei, wenn ich mich beobachtet fühlte, umdrehen, Beobachter fotografieren.

Es gab in jener Zeit ein Szene-Magazin "Bullenpest", das über illegale Aktivitätender Polizei informierte. In jeder Ausgabe gab es ein Centerfold das eine Demo zeigte auf der sich ein Zivilbeamter im "Glückskreis" befand - mit dem Subtext, der Fotografierte könne sich gegen Vorlage seines Dienstausweises eine Flasche Sekt abholen.

Aus Angst wurde Gaudi. Die beste Art mit Paranoia umzugehen ist offensiver Faktencheck.


Auf eine ganz andere Art praktizierte es Genossin Netbitch, die auf Anmache bzw. penetrantes Arschgestiere von Typen mit einem strahlenden Lächeln und einem laut über den Platz gerufenen "Ich weiß dass ich nen geilen Arsch habe, da musst Du mich nicht extra drauf aufmerksam machen!" reagierte.

Have fun!

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Eine weitere Hintergrundinformation zur Covid19-Sterblichkeit
Dies ist ein Link auf das italienische Statistikamt, das in einem Bericht das Ausmaß an COVID-19-ursächlichen Todesfallen darstellt. Darin: mehr als ein Viertel der untersuchten Todesfälle ist auf COVID-19 zurückzuführen ohne Anwesenheit anderer denkbarer Todesursachen (Vorerkrankungen)

https://www.istat.it/en/archivio/245585

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Botschaft der Göttinger Roma zum 02. August
Am 2. August 1944 wurden die letzten ca. 4300 Häftlinge des „Familienlagers“ in Auschwitz-Birkenau ermordet. Daher gedenken Roma jährlich am 2. August ihrer im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Vorfahren und Angehörigen. Wenn es nach den Plänen der Deutschen Bahn ginge, wäre dieses Jahr das letzte Mal, dass der Gedenktag auch am zentralen Mahnmal der im NS ermordeten Sinti und Roma Europas zelebriert werden kann.

Kommt am 1. August um 14h zur Demo am Gänseliesel in Göttingen. Sie endet vor dem Bahnhof.

Anlässlich des 2. August widmen wir uns heute den Roma-Held_innen.
Hajrija Imeri-Mihaljić. Gerechte unter den Völkern

Die Romni Hajrija Imeri rettet ein kleines jüdisches Mädchen aus einem Konzentrationslager und zieht sie als ihr Kind auf. 1991 wird sie dafür von Israel als Gerechte unter den Völkern geehrt. Lest mehr über die herzergreifende Geschichte der beiden!
Helios Gómez Rodríguez. Roma-Künstler und Kämpfer

Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfen viele Roma auf der Seite der Republik gegen die Faschisten. Einer unter ihnen: Helios Gómez Rodríguez. Mit der Waffe und dem Stift kämpft er für eine freie Gesellschaft und glaubt, dass daraus die Gleichberechtigung für Roma hervorgehe.
Der „schwarze“ Partisan Josef Serinek

Nach seiner Flucht aus dem Konzentrationslager Lety baut der tschechische Roma-Partisan Josef Serinek eine eigene Einheit auf und kämpft gegen die Deutschen.
Alfreda Noncia Markowska. Retterin der Kinder

Bei einem Massaker durch deutsche Truppen verliert die junge polnische Romni Alfreda Markowska fast ihre gesamte Familie. Als Zwangsarbeiterin bei der Bahn rettet sie Kinder aus Zügen, die unterwegs in die Vernichtungslager sind.

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