Sonntag, 30. Mai 2010
Kampf um die Müllkippen
Neuerdings werden Roma oft nicht mehr nach Kosova abgeschoben, sondern nach Serbien; das gilt dann als "humanitär". In den Schlafstädten am Stadtrand von Belgrad hausen sie in aus Holzbalken, Wellpappe und Plastikfolien zusammengebastelten Hütten oder Campingwagen mit verlängertem Vorzelt am Rande der Müllkippen. Es gibt keine funktionierende Müllabfuhr in Serbien mehr, und so wird am Rande der großen Häuserblocks aller Abfall zu wilden Müllkippen aufgeschüttet. Davon leben die Roma: Aus dem Sperrmüll bauen sie ihre Hütten, alte Elektrogeräte wie Herde, Waschmaschinen, Kühlschränke machen sie wieder flott und verkaufen sie an arme Serben, die sich neue Geräte nicht leisten können, Küchenabfälle und abgelaufene Lebensmittel werden gegessen. Alle paar Monaten kommen städtische Hilfspolizisten und vertreiben die Roma. Die Hütten werden dann mit dem Bulldozer platt gemacht, und wenn etwa ein Baby noch in der Hütte ist - nun, darauf wird keine Rücksicht genommen, das wird dann eben auch platt. Die Roma werden dann in Containerdorfsiedlungen draußen in der Pampa deportiert.Deutsche Ausländerbehörden tun alles dafür, um möglichst vielen Roma dieses Schicksal zu bereiten.


Rom heißt "Mensch".

... comment

 
Moment, keine funktionierende Müllabfuhr mehr? Das kann nicht sein. Als ich das letzte Mal im November in Belgrad war, hat die Müllabfuhr noch funktioniert. Meinst Du vielleicht eher die Entsorgung des abgeholten Mülls?

MfG
Tagedieb

... link  

 
So rum wird´s richtig. Die Entsorgung erfolgt durch das Anlegen von wilden Müllhalden am Rand der Wohnviertel.

... link  


... comment